DE54778C - Gasmaschine mit schwingendem Kolben - Google Patents
Gasmaschine mit schwingendem KolbenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι zur Hälfte Endansicht, zur Hälfte
mittlerer Querschnitt einer Gasmaschine mit schwingendem Kolben,
Fig. 2 zur Hälfte Seitenansicht., zur Hälfte Schnitt derselben nach der Linie x-x von
Fig. i,
Fig. 3 die Ansicht der Zündvorrichtung in Einzeldarstellung, sowie der Mechanismen zur
Bethätigung. derselben,
Fig. 4 ein Querschnitt in gröfserem Mafsstabe durch einen der Zünder nach der Linie
y-y von Fig. 3, ' '
Fig. 5 ein Verticalschnitt nach der. Linie \-\
von Fig. 4; die Kolben haben äufsere Hubgrenzlage,
Fig. 6 eine entsprechende Darstellung wie Fig. 5, wobei der Kolben am inneren Ende
seines Hubes ist. .
Fig. 7, 8 und 9 sind Uebersichtszeichnungen, welche die Bewegungen der Kolben und Ventile
bei dem Betriebe des Motors zur Anschauung bringen.
Fig. 7 kennzeichnet die Lage der arbeitenden Theile in dem Augenblick, wo eine Explosion
unter dem Kolben in der rechten Kammer C1 eintreten soll, während der Compressionskolben
G dabei ist, seinen Retourhub zu beginnen, um eine frische Ladung von Luft und
Gas durch das Einlafsventil K auf die rechten Seiten einzuziehen.
Fig. 9 zeigt die Lage derselben Theile, wenn dieser rechte Kolben JD1 einen halben Hub
ausgeführt hat, und
■ Fig. 8 veranschaulicht. die Maschine, wenn der rechte Kolben seinen Hub vollendet hat
und auf dem Retourhub begriffen ist, in. welchem Augenblick sich das Exhaustventil M für
diesen Kolben öffnet und der Compressionskolben G bei Vollendung seines Hubes das
linke Zufühf\ings-ventil i<Caufgedrückt hat, um
die comprimirte Explosionsladung unter dem linken Kolben fertig zur Zündung abzugeben.
A in Fig. 1 und 2 ist ein aus Segmenten zusammengesetztes Gehäuse mit dem zur Achse
parallelen Bett B. Ein Theil des Gehäuses in einer Ausdehnung von etwa'90° ist oben entfernt,
so dafs. dasselbe ganz offen ist. Die Enden sind durch angebolzte Endplatten oder
Deckel C C1 geschlossen, welche Lager für die
Welle D bilden. Dieselbe kann in den Lagern schwingen' und ist mit zwei radialen Platten!)1
und D 2 versehen, welche sich in dem Gehäuse
durch die ganze Länge desselben erstrecken und dicht an die Deckel anschliefsen. Die
Platten treten radial von der Welle nach entgegengesetzten Richtungen weit genug vor, um
mit ihren äufseren Kanten den inneren Umfang des Gehäuses zu berühren; sie liegen zweckmäfsig
in Durchmesserebene mit der Achse D, besteten mit derselben aus einem Stück und
bilder in Verbindung mit derselben die schwingende 1 Kolbeil der Maschine. Die Dichtung
zwischen den Kolbenplatten und dem Gehäuse erfolgf durch Metall-, auf Federn gelagerte
Packujngsstreifen a a, die in Längsnuthen an
den Kanten der Kolbenplatten liegen.
Die! Kurbelwelle E ist über dem Gehäuse A
parallel mit der Kolbenwelle D in den beiden Kopfplatten CC1 gelagert, die zu diesem
Zwecke weit genug verlängert sind; die zweckmäfsig in der Mitte des Gehäuses in der
Welle E angeordnete, durch zwei Scheiben E1 E1 und einen Querbolzen i gebildete Kurbel
(Fig. 2) ist mittelst einer Stange E2 mit einer
der Kolbenplatten D1 gekuppelt. Auf diese Weise wird durch die Schwingung des Kolbens
eine Drehung der Kurbelwelle veranlafst, und die Kurbel ist so bemessen, dafs eine Umdrehung
derselben bei jeder Schwingung des Kolbens in einem Bogen von etwa 900 veranlafst
wird.
Der innere Theil des Gehäuses ist der Länge nach durch Scheidewände FF getheilt, welche
von dem Ende des Gehäuses ausgehen und von der inneren Seite der Kolbenwelle D nach
dem inneren Umfang des Gehäuses unter einem Winkel gegen einander von etwa go° sich erstrecken.
Die Kolben sind so eingestellt und mit der Kurbel E1 in Beziehung gesetzt, dafs,
wenn die innere Fläche des einen oder anderen Kolbens ganz gegen die nächste Scheidewand
F anliegt, die Kurbel ihre , Todtlage einnimmt. Bei dem Betrieb der Maschine wird
die Todtlage der Kurbel E1 in üblicher Weise durch das Beharrungsvermögen eines Schwungrades
E3 auf der Kurbelwelle E überwunden.
Die Kolbenwelle D wird auf der ganzen Länge innerhalb des Gehäuses zwischen den
Kanten der. divergirenden Scheidewände FF einerseits und der Kante einer parallelen
Stange F1 andererseits getragen, die auf der diametral gegenüberliegenden Seite montirt ist
und deren Enden in den Deckeln des Gehäuses befestigt sind. Diese Stange F1 dient
auch dazu, das Gehäuse auszusteifen und zu verhindern, dafs die Heifsluft, welche aus der
einen Kolbenkammer austritt, in die andere Kammer hinübergeführt wird.
Die Dichtungen zwischen der Welle aus den Längsträgern werden durch unter Federwirkung
stehende Packungsstreifen al u. s. w. bewirkt, die in Längsnuthen der Scheidewand c1 und
der Tragstange eingelassen sind. Der sectorartige Raum in dem Gehäuse zunächst dem
Bette B zwischen den radial divergirenden Scheidewänden FF und dem inneren Umfang,
sowie den Deckeln des Gehäuses bildet die Compressionskammer H der Maschine, in' welcher
ein schwingender Kolben G vorgesehen ist, der an einer schwingenden Welle G1 sitzt,
die in dem Winkelpunkt der Kammer in Lagern der Deckel C C1 des Gehäuses montirt
ist. Die Kanten dieser Kolbenplatte sind mit Packung versehen, um dicht gegen die inneren
Wände der Kammer abzuschliefsen, ebenso ist die Welle G1 der Länge nach in dem Sitz
ausgepackt, um Gasverluste von einer Seite nach der anderen zu vermeiden.
Die beiden äufseren Ecken oder Winkel der Speisekammer H stehen je mittelst eines fortgeführten
Kanals H1 mit einer cylindrischen Ventilkammer / des Bettes B in Verbindung;
diese Ventilkammer reicht von einem Ende bis zum anderen, und innerhalb derselben liegt ein
dicht schliefsendes cylindrisches und .röhrenförmiges Ventilstück bezw. ein Drehschieber /;
derselbe besitzt eine Längsscheidewand, die von einem Ende bis zum anderen durchgeht und
deir Schieber in zwei ungleiche Kammern theilt, von denen die gröfsere offen gelassen und die
kleinere an jedem Ende geschlossen wird. Die Längswand ist mit Längsschlitz versehen, um
eine Ventilöffnung c zu bilden, welche mit der gröfseren, an den Enden offenen Kammer auf
eine Länge commuhicirt, welche etwa gleich der des Kanals H1 ist. Diese Oeffnung wird
selbstthätig durch ein belastetes oder durch Federn bethätigtes Klappenventil^ geschlossen,
welches in der kleineren, geschlossenen Kammer vorgesehen, an einer Kante gelenkartig angebracht
ist und die Ventilöffnung c abschliefst. Eine zweite cyliiidrische Längsbohrung d ist
in dem Drehschieber J unter dem Gelenk der Ventilklappe K vorgesehen, und ein schmaler
Längsschlitz e ist zwischen der Oeffnung c und dem Gelenk der Klappe K vorgesehen,
welcher Schlitz mit dem cylindrischen Kanal Verbindung herstellt und durch das Ventil geschlossen
bezw. freigelegt wird. Der cylindrische Kanal oder die Bohrung d ist an einem
Ende geschlossen' und am anderen mit einem Gaszuführungsrohr dl verbunden, so dafs,
während Luft zu dem Kanal H1 durch die offenen Enden der'erweiterten Kammer unter
das Ventil K bei Hebung des Ventils eingelassen wird, eine Zuführung von Gas gleichzeitig
durch die Bohrung d erfolgt. Ein inneres Rohr d2 kann in der Bohrung d vorgesehen
werden; es dreht sich in derselben und ist der Länge nach gelocht, um als Ventil
für den Schlitz e zu dienen und dadurch die Abgabe von Gas durch dasselbe zu regeln, da
die Löcher in gröfserer oder kleinerer Anzahl oder mehr oder weniger vollständig in Uebereinstimmung
mit dem Schlitz durch eine Drehung des Rohres o?2 gebracht werden. Diese Drehung
kann durch einen an der Maschine vorgesehenen Regulator selbstthätig vollzogen werden.
Durch Herausziehen des Drehschiebers J aus seinem Sitz in der Schieberkammer / kann
die Klappe K für Reparaturen bezw. Erneuerungen leicht zugänglich gemacht werden. Die
offenen Enden des Drehschiebers können durch Siebboden .F (Fig. 1) geschützt werden. Jede
Scheidewand FF erhält in der Mitte einen schmalen Kanal L, durch welchen zwischen
der Verdichtungskammer H und jeder Arbeitskammer Verbindung hergestellt wird, und jeder
Kanal L wird durch ein unter Federwirkung
stehendes Ventil L1 geschlossen, das seinen
Sitz in der Arbeitskammer hat und durch eine Spindel Führung erhält, welche durch eine
Querstange in dem Kanal hindurchgeht. Die Feder zum selbstthätigen Schliefsen des Ventils^
liegt zweckmäfsig innerhalb des Kanals L und kann aus einer elastischen Platte L2 bestehen,
die in der Mitte an der Ventilspindel angebracht ist und deren Enden an den Wänden des
Kanals befestigt sind; die federnde Platte ist dabei durchbohrt, um den freien Durchtritt
der Gase durch den Kanal möglichst wenig zu beeinträchtigen. Das äufsere Ende der Welle G1,
welche den Verdichtungskolben G trägt, ist mit einem Kurbelarm G^ versehen, welcher
durch eine Stange G3 mit einem Bolzen S am Schwungrade EB der Welle E verbunden
ist, so dafs die Umdrehung der Welle eine Schwingung des Verdichtungskolbens G in
Uebereinstimmung mit den Bewegungen der Kolbenplatten D!ß2 veranlafst. Der Bolzen
bezw. Stift S ist gegen den Kurbelarm G2 derart eingestellt und die Kurbel E1 mit dem
Treibkolben so gekuppelt, dafs der Verdichtungskolben G unverändert in einer Richtung
entgegengesetzt derjenigen des Arbeitskolbens
sich bewegt, die für letzteren durch die Explosionswirkung bestimmt. . wird. Diese Bewegung
des Verdichtungskolbens ist · Veranlassung, dafs hinter derselben in die Verdichtungskammer
durch einen der Einführungswege H1 eine Zuführung von Luft oder Gas
eingezogen wird, und dafs das Luft- und Gasgemisch, welches die Zündladung bildet, gegen
den Arbeitskolben getrieben und verdichtet wird, welcher sich gegen das Gemisch in der
Arbeitskammer bewegt. Die Ladung wird in der Verdichtungskammer durch den Widerstand
der Feder L zurückgehalten, welche das Ventil L1 bethätigt, bis der nahende Kolben
in der Arbeitskammer seinen Hub gegen das Ventil hin beendet und seinen Rückgang begonnen
hat; inzwischen werden die Verbrennungsproducte vor dem Arbeitskolben bei
dessen Vorgang frei ausgetrieben, und zwar geschieht dies durch einen Exhaustkanal Q in
dem Gehäuse A, der sich von dem inneren Aufsenwinkel jeder Kolbenkammer nach aufsen
öffnet. ■ ■ "
Jeder Auspuffkanal Q wird, wie aus Fig. ι ersichtlich, durch ein Ventil M beeinflufst, das
von einem Arm getragen wird, welcher an einer schwingenden Welle Ai1 sitzt, die in
Uebereinstimmung mit der Bewegung des Verdichtungskolbens G mittelst eines Kurbelarmes M2 am äufseren Ende der Welle bewegt wird; der Kurbelarm ist durch eine
Stange N mit einem entsprechenden Kurbelarm N1 auf dem Ende der Welle G1 in Verbindung
gebracht, welche diesen Kolben trägt. Die Einstellung der Arme ist dabei gegen den
Verdichtungskolben G derart, und es kann jeder der Arme so viel verlorene Bewegung
mittelst eines Längsschlitzes y (Fig. ι) haben, dafs sich jedes Auspuffventil M schliefst, gerade
bevor der Kolben seinen Hub vollendet und das Explosionsgemisch von demselben so weit
verdichtet hat, um ■ das Ventil L1 gegen die Spannung seiner Feder zu öffnen. .
Nach Schlufs des Auspuffventils wird so' viel
von dem verbrannten Gas, als noch in der Arbeitskammer geblieben ist, verdichtet und in
den Auspuffkanal Q und den Raum vor seinem Ventil getrieben, so dafs, sobald der Arbeitskolben seinen Retourhub zu machen anfängt,
das Explosionsgemisch, welches durch das Ventil L1 eintritt, allein den Raum unter der
inneren Fläche des Kolbens ausfüllt. In dem Augenblick, wo die Sprengladung in der Arbeitskammer
unter den Kolben tritt, wird, sie durch die Zündvorrichtung zur Zündung gebracht.
Diese Zündvorrichtung kann entweder durch
eine Gasflamme, oder mittelst eines elektrischen Funkens bethätigt werden. Die in den Fig. 3,
4, 5 und 6 behandelte Zündvorrichtung hat sich als besonders wirksam erwiesen. Es wird
zweckmäfsig mit jeder der Kolbenkammern eine ■getrennte Zündvorrichtung in Verbindung gebracht. ■
Sobald der Verdichtungskolben seinen Rückhub in dem Moment beginnt, wo die Ladung
ganz in die Arbeitskammer gedrückt hat, wird das Ventil L1 sofort entlastet und schliefst sich
augenblicklich.
Die Arbeitskammern werden von einem Wassermantel R umgeben, der innerhalb der
Wände des Gehäuses in üblicher Weise hergestellt ist; die verschiedenen Wasserräume
sind dabei durch Querkanäle in den Köpfen des Gehäuses verbunden, so dafs ein Umlauf
des Wassers in dem Mantel erleichtert wird. Der Wasserzutritt wird durch Einlafskanälei?1^1
in dem unteren Theil jedes Kopfes oder Deckels vermittelt, von wo aus das Wasser durch die
verschiedenen Räume des Wassermantels umläuft und durch mittlere Anlässe R2R2 in
dem oberen Theil des Gehäuses auf jeder Seite desselben abgelassen wird. Da die Arbeitskammern für die Luft auf der äufseren Seite
der Kolben frei zugänglich sind, so unterstützen die Luftströme, welche dem Kolben folgen,
sobald dieselben nach innen geführt werden und welche durch ihre Bewegung nach aufsen
wieder ausgetrieben werden, die Kühlung der Kammerwände wesentlich.
Bei dem Betrieb dieses Motors wird durch Drehung der Welle E um eine Umdrehung
der Verdichtungskolben G während der ersten Hälfte seiner Drehung eine Ladung Luft, welche
mit einer entsprechenden Menge Gas vermischt ist, durch den Einlafskanal HY in die Kam-
mer H einziehen und während des übrigen Theiles der Drehung bei seinem Rückhube
diese Ladung verdichten.
Inzwischen werden die Arbeitskolben zur gleichzeitigen Bewegung mit dem Verdichtungskolben in entgegengesetzten Richtungen veranlafst,
so dafs, da der letztere die Ladung von gemischter Luft und Gas gegen einen der Kanäle L in der Kammer treibt und verdichtet,
welcher mit einer der Arbeitskammern verbunden ist, der Kolben in dieser Arbeitskammer
gegen denselben Kanal getragen wird. Während dieser Bewegung des Arbeitskolbens ist das Auspuffventil G offen und gestattet einen
freien Auspuff der Luft oder verbrannten Gase aus dem Raum vor dem Kolben, bis der Hub
des Kolbens nahezu vollendet ist, worauf das Auspuffventil in bezeichneter Weise geschlossen
wird. Der übrige Theil des Hubes des Kolbens veranlafst darauf eine Verdichtung von so viel
Luft und Verbrennungsgasen, als in dem Auspuffkanal Q zurückbleiben. Sobald der Verdichtungskolben
die Ladung in der Kammer verdichtet, veranlafst die Feder, welche das Ventil L1 regelt, gegen welches sich der Kolben
hinbewegt, dafs die Ladung in der Kammer gegen den Druck des vorgehenden Kolbens ·
zurückgehalten und eingeschlossen wird. Die Kraft der Feder, um das Ventil L1 geschlossen
zu halten und auf diese Weise die verdichtete Ladung einzuschliefsen, wird, sobald das Auspuffventil
geschlossen ist, durch den Druck der Luft und des Gases in der Arbeitskammer auf
dieses Ventil L1 verstärkt,, welcher Druck durch
das Vorgehen des Arbeitskolbens gegen das Ventil bei Vollendung des Kolbenhebels bewirkt
wird. Sobald indessen der Kolben seinen Rückhub beginnt, um diesen Druck zu ver-'
mindern, wird das entlastete Ventil L1 dem Druck der Ladung nicht mehr widerstehen
und wird gegen die Spannung seiner Feder geöffnet, - und sobald der Verdichtungskolben
seinen Hub vollendet^ wird die Ladung ganz in die Arbeitskammer geführt und darauf sofort
gezündet und zur Explosion gebracht, um ihre volle Kraft gegen den zurückgehenden Arbeitskolben auszuüben, welcher, da die Kurbel,
dann ihre Todtlage überschritten hat, in der Lage ist, um auf die Kurbel voll einzuwirken.
Um die Abgabe der Ladung an die Arbeitskammer schnell und wirksam zu gestalten, ist
der .Verdichtungskolben so eingerichtet, dafs er mit der gröfsten Geschwindigkeit am Ende
seines Hubes in jeder Richtung läuft, was nach dem Schliefsen des Auspuffventils eintritt, während
der Arbeitskolben zu derselben Zeit seine langsamste Bewegung ausführt. Sobald auf
diese Weise die Ladung in den Arbeitscylinder gelangt ist, schliefst sich das Ventil L1 unter
der Spannung seiner Feder selbstthätig, da der Druck auf der inneren Seite infolge der nun
beginnenden Rückbewegung des Verdichtungskolbens aufgehört hat.
■Das Auspuffventil bleibt während des ganzen Hubes des Kolbens nach aufsen geschlossen,
öffnet sich indessen, sobald der Hub sich umkehrt, um einen freien Durchtritt der Verbrennungsgase
während des rückwärtigen Hubes nach innen zu gestatten.
Während ein Kolben auf einer Seite der Maschine unter der Wirkung einer entzündeten
Ladung sich nach aufsen bewegt, bewegt sich der andere Kolben nach innen, treibt die Verbrennungsgase
aus, durch ^dereir Explosion er nach aufsen bewegt worden war; die Bewegung
des Verdichtungskolbens veranlafst inzwischen die Verdichtung einer frischen Ladung
und das Einziehen einer frischen Menge Luft und Gas zum Verdichten.
Auf diese Weise findet sonach in dieser Maschine eine beständige Kraftentwickelung und
Kraftabgabe statt, so dafs die bei anderen Maschinen häufiger oder weniger häufig auftretenden
Unterbrechungen gänzlich vermieden werden.
Um -zu geeigneter Zeit eine Explosion der
Ladung in der Maschine zu veranlassen, empfiehlt es sich, eine ständig brennende Zündflamme
in Verbindung mit einem als Ventil wirkenden, hin- und hergehenden Kolben anzuwenden; dieses Ventil beeinflufst Kanäle,
welche von dem Zündkanal der Arbeitskammer nach dem Flammenkanal reichen, und dient
als Träger, im . geeigneten Moment ejne brennende Ladung aus dem Flammenkanal
nach dem Zündkanal zu führen.
Das Gehäuse io für die Zündvorrichtung (Fig. 3 bis 6) hat eine mittlere cylindrische
Bohrung 11 , die der Länge nach durchgeht, und hat genügend starke Wände, um die Anbringung
eines die Bohrung umgebenden Wasserraumes Rs zu ermöglichen. Das Gehäuse
kann an der äufseren Wand der Arbeitskammer der Maschine befestigt werden (Fig. 2
und 3), nahe der Stelle, an welcher die Arbeitsladung zur Explosion zu bringen ist, und bedeckt
den Kanal 12, der sich nach der Arbeitskammer hin öffnet. Eine Deffnung oder ein
Kanal 1 3 stellt Verbindung zwischen dem Zündkanal 12 und einer ringförmigen Aussparung 14
her, die an dem 'inneren Umfang der cylindrischen Bohrung hergestellt ist. Eine zweite
Oeffnung 15 ist in entgegengesetzter Richtung
durch das Gehäuse 10 gebohrt und geht von
einer zweiten ringförmigen Aussparung 16 aus, welche den inneren Umfang der Bohrung· in
passender Entfernung über der ersten Aussparung 14 umgiebt. Diese Oeffnung. 1 5 bildet
den Flammenkanal und erhält zweckmäfsig eine Steigung nach oben, wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich.
Ein kleiner Brenner 17, welcher mit einem Gasrohr 18 verbunden ist, liegt
unmittelbar unter dem Flammenkanal 15, der-
art, dafs die Flamme des Brenners diesen Kanal erreichen kann. Ein Kolben, der zweckmäfsig
aus zwei Theilen 19,-20 besteht,' um eine Längseinstellung zu gestalten, läuft dicht,
aber unbehindert in der cylindrischen Bohrung 11 und stellt Verbindung her bezw.
unterbricht solche zwischen den inneren Aussparungen 14 und 16. Das innere oder untere
Ende des ersten oder oberen Theiles 19 hat einen derart zusammengezogenen Durchmesser,
dafs zwischen ihm und dem inneren Endendes zweiten oder unteren Theiles 20 ein ring-
- förmiger Raum 21 verbleibt, und endigt in einer verlängerten cylindrischen Spindel 22,
welche durch eine cylindrische Oeffnung durch das zweite Stück geht; das äufsere Ende dieser
Spindel ist dabei mit Gewinde versehen, um ein Aufschrauben des zweiten Stückes und dadurch
ein Einstellen gegen das erste zu ermöglichen (Fig. 6). Die Kante der Oeffnung
ist da, wo sie in die ringförmige Aussparung 21 tritt, abgeschrägt, um einen konischen Sitz 23
für eine entsprechende Schulter der Spindel 22 zu- bilden. Auf dieser, wird ein Ventil gebildet,
welches mehr oder weniger geöffnet ist, je nach der Einstellung der Kolbentheile 20
und ig gegen einander. Eine Nuth 25 umgiebt den Umfang des unteren Theiles 20 des
Kolbens an einer Welle, die gegen die Aussparung 21 zwischen den beiden Kolbentheilen
und den Kanälen in dem Gehäuse, die nach dem Flammen- und Zündkanal führen, derart
gelegen ist, dafs, wenn d,ie Aussparung 21 mit
dem Zündkanal 13 zusammenfällt, die Aussparung 25 geschlossen ist (Fig. 6), während,
wenn durch eine Bewegung des Kolbens die Aussparung 21 mit dem Flammenkanal 15
übereinstimmt, die Aussparung 25 mit dem Kanal 13 zusammentrifft, der nach dem Zündkanal
führt, wie aus Fig. 5 ersichtlich. Der Durchmesser der Spindel 22 ist um so viel
zwischen den Aussparungen 21 und 25 eingezogen,
dafs ein concentrischer Kanal 24 zwischen beiden gelassen wird, und dieser
Kanal communicirt frei mit der Nuth oder Aussparung 25, welche den Umfang des Kolbens
umgiebt, und zwar mittelst einer Reihe radialer Oeffnungen 26,26, die in den Theil 20 gebohrt
sind. Auf diese Weise wird zwischen dem Flammen- und Zündkanal Verbindung
hergestellt, wen'n die Aussparung 25 in Uebereinsfimmung mit dem Kanal 13 ist; dabei wird
diese Verbindung durch die Einstellung der Oeffnung bei 23 geregelt, wie aus Fig. 5 ersichtlich.
Ist die Einstellung der beiden Kolbentheile gegen einander zur Regelung der Oeffnung 23
vollzogen, so werden die Stücke festgestellt, um eine unbeabsichtigte Veränderung der Oeffnung
zu vermeiden; dies geschieht durch eine Mutter 27, welche auf das äufsere Ende der
Spindel 22 aufgeschraubt wird.
Der Zündkolben mufs notwendigerweise in
Uebereinstimmung mit den Bewegungen des Arbeitskolbens der Maschine in der Weise bewegt
werden, dafs in der Zeit, wo eine Explosion der Ladung eintreten soll, die den
Zündkolben umgebende Aussparung 21 nach innen von der Lage, wo eine Uebereinstimmung .
mit dem Flammenkanal vorlag, bewegt wird, um mit dem Zündkanal zusammenzufallen.
Dies kann in verschiedener Weise bewirkt werden. Nach der Darstellung geschieht dies
dadurch, dafs der-Kolben durch eine Stange 28 mit einem Arm eines Winkelhebels 30 (Fig. 30)
verbunden wird, der an dem Gehäuse drehbar so angebracht ist, dafs sein oberer Arm mit
dem Umfang eines Excenters 33 auf der Welle E in Berührung, kommt. Dieses Excenter
ist derart gestaltet, dafs es bei seiner Drehung den Hebelarm nach aufsen drückt,
um ein schnelles Niedergehen des Kolbens zu veranlassen, und nach entsprechendem Zeitraum
ein Zurückbewegen des Kolbens durch eine Feder 31 zuläfst, welcher sich gegen· einen
dritten Arm 32 des Hebels legt und den Hebel gegen den Umfang des Excenters hält.
Die Hebel, welche die beiden Zündvorrichtungen für die Maschine bethätigen, können durch
ein und dasselbe Excenterrad 33 bewegt werden, wie aus Fig. 3 ersichtlich. Die Stange 28
ist mit dem Zündkolben verbunden; diese Verbindung erfolgt zweckmäfsig mittelst eines
Kugel- oder sogenannten Universalgelenkes, wie bei 29 in Fig. 6 ersichtlich; hierdurch
wird der Kolben von jeder Beanspruchung und unnöthigen Reibung entlastet und kann
sich stets frei und leicht bewegen.
Die Zündflamme wird ständig brennend erhalten. Infolge der Einstellung des Zündkolbens
gegen den Arbeitskolben der Maschine, wie angegeben, kommen die Aussparungen 21
und 25, während der Ärbeitskolben seinen Hub nach innen macht und die explodirte
Ladung'aus dem Arbeitsraum abgezogen wird, mit dem Flammenkanal und mit dem Kanal
in Uebereinstimmung, welcher nach der Explosionskammer führt, wie dies aus Fig. 5 ersichtlich
ist, so dafs eine freie Verbindung durch die Kanäle in dem Zünder von einem
Ende nach dem anderen vorliegt und ein voller Auspuff aller Verbrennungsgase aus
diesen Kanälen eintreten kann. Der Zündkolben bleibt in dieser Lage, bis durch den
Arbeitskolben, nachdem derselbe seinen Hub nach innen vollendet hat, die Ladung zugelassen
wird. Ein Theil dieser unter Druck stehenden Ladung findet ihren Weg durch die Kanäle 12, 13 und die Kanäle 26 und 24 des
Zünders nach dem Flammenkanal 15, wo sie, indem sie mit der Flamme in Berührung
kommt, gezündet wird und in den Aussparungen 21 und 16' frei brennt, in welchen sie
Claims (2)
1. Eine Gaskraftmaschine,· bei welcher die Bewegung
der Kurbelwelle durch eine in dem sectorähnlichen Arbeitsraum c schwingende
Kolbenplatte Z)1 Z)2 veranlafst und das durch Vermittelung von Drehschiebern J
mit Ventil K und Kanal e in die Verdichtungskammer H angesaugte Explosionsgemisch ■ durch die entgegengesetzt der
Kolbenplatte D1X)2 schwingende Kolbenplatte G verdichtet und durch das unter
Federwirkung stehende Ventil L1 nach dem Arbeitsraum befördert wird, aus dem es
nach Zündung und Arbeitsleistung durch den schwingenden Arbeitskolben dem Exhaust
Q mit selbstthätig bewegtem Ventil M zugeführt wird.
2. Bei der im Anspruch 1. beschriebenen Gaskraftmaschine
eine Zündvorrichtung für die ■Explosionsladung, bestehend aus dem durch das Excenter 3 3 bewegten Zündkolben 19,20,
durch dessen Aussparungen die Verbindung mit dem. Zündkanal 15 und dem Kanal 12
des Arbeitsraumes durch Vermittelung der Hohlräume 16, 14 abwechselnd hergestellt
und unterbrochen wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54778C true DE54778C (de) |
Family
ID=329351
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54778D Expired - Lifetime DE54778C (de) | Gasmaschine mit schwingendem Kolben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54778C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5152254A (en) * | 1991-10-31 | 1992-10-06 | Masami Sakita | Internal combustion engine for vehicles |
| US5988994A (en) * | 1997-10-21 | 1999-11-23 | Global Cooling Manufacturing Company | Angularly oscillating, variable displacement compressor |
| US6227152B1 (en) | 1996-12-11 | 2001-05-08 | Walter Freller | Internal combustion engine |
-
0
- DE DENDAT54778D patent/DE54778C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5152254A (en) * | 1991-10-31 | 1992-10-06 | Masami Sakita | Internal combustion engine for vehicles |
| US6227152B1 (en) | 1996-12-11 | 2001-05-08 | Walter Freller | Internal combustion engine |
| AT408126B (de) * | 1996-12-11 | 2001-09-25 | Freller Walter | Verbrennungskraftmaschine |
| US5988994A (en) * | 1997-10-21 | 1999-11-23 | Global Cooling Manufacturing Company | Angularly oscillating, variable displacement compressor |
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