DE54444C - Verfahren zur Herstellung- von Isolatoren für elektrische Leitungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung- von Isolatoren für elektrische Leitungen

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DE54444C
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cement
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DENDAT54444D
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Firma WOODHOUSE & RAWSON UNITED, LIMITED in London, 11 Queen Victoria Street
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/02Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances
    • H01B3/025Other inorganic material

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Insulators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende neue Mittel zur Befestigung und Isolirung elektrischer Apparate und Leitungen läfst sich leicht durch Giefsen in Formen herstellen; es schwindet dabei nicht während des Erhärtens und vereinigt in sich die nachfolgenden, bei keinem anderen Isolirmittel in gleichem Grade vorhandenen Eigenschaften, nämlich Widerstandsfähigkeit, hohe Isolirfähigkeit, welche unabhängig von atmosphärischen Einflüssen bleibt, Unverbrennbarkeit und Billigkeit.
Im Vergleich mit anderen nicht brennbaren Materialien, wie Schiefer und Porcellan, welche bisher zu gleichen Zwecken benutzt wurden, hat das vorliegende neue Isolirmittel den Vorzug, dafs es leichter als Schiefer bearbeitet, gebohrt u. s. w. werden kann, und dafs. es die ihm ertheilte Form unverändert beibehält und nicht schwindet, wie Porcellan u. dergl., aus teigartigen Massen hergestellte und durch Brennen erhärtete Isolirmittel.
Der hauptsächlichste Bestandtheil des neuen Isolirmittels ist Cement, welcher erforderlichenfalls mit vorzugsweise doppelt gebranntem Gyps, etwa im Verhältnifs von 6:1, mit Wasser zu einer teigigen Masse angerührt wird, um in entsprechende Formen gegossen oder geprefst zu werden. Die Masse bleibt darin zum Erhärten und bis dieselbe ohne Gefahr einer Beschädigung losgelöst werden kann. Der Zusatz von Gyps hat dabei den Zweck, dem einzelnen Cementarten anhaftenden Bestreben, beim Erhärten zu schwinden, entgegenzuwirken, und richtet sich danach auch das Verhältnifs der zugesetzten Gypsmenge, wobei in einzelnen Fällen dem Gemenge auch möglichst reiner Sand zugemischt werden kann. Die so erhaltenen Gegenstände, in welche die darin zu befestigenden Bolzen u. s. w. direct eingegossen werden können, werden langsam bei mäfsiger Wärme während etwa 10 Tagen oder auch längere Zeit, je nach den verwendeten Materialien bezw. dem verlangten Härtegrad, getrocknet und, wenn nöthig, auch noch in eine Lösung von Wasserglas während eines Tages oder langer eingelegt, um dadurch einen noch höheren Härtegrad zu erzielen.
Nach dem vollständigen Erhärten und Trocknen werden die so erhaltenen Gegenstände auf 105 bis iio° C. erwärmt und in ein Bad von geschmolzenem Ozokerit oder Paraffin oder von irgend einem sonstigen dickflüssigen oder festen Kohlenwasserstoff oder in dickflüssige Harzöle oder Lösungen von Harzen u. dergl. eingetaucht und darin so weit als möglich erkalten gelassen, um dadurch ein möglichst weites Eindringen der Kohlenwasserstoffe u. s. w. in die Poren des Materials herbeizuführen. Kleinere Gegenstände bleiben selbstredend nur geringere Zeit, gröfsere Gegenstände längere Zeit in dem Bade.
Bei der Herstellung von Gefäfsen und Behältern, welche nur mit gröfseren Schwierigkeiten in das Bad eingesetzt werden können, wird das Paraffin u. s. w. direct in denselben durch einen darin eingesetzten, etwa mittelst Dampfes auf 105 bis iio° C. geheizten Metallkasten erwärmt und auf dieser Temperatur erhalten, bis die Kohlenwasserstoffe u. s. w. nach aufsen durchschlagen.
Wieder andere Gegenstände werden in einem möglichst luftverdünnten Raum getränkt, um dadurch ein möglichst tiefes Eindringen der Sättigungsmittel zu ermöglichen. Die Anwendung von Drück zu demselben Zwecke dürfte sich in nur wenigen Fällen empfehlen.
Die aus dem Bade kommenden Gegenstände werden nach dem Abtropfen von den noch anhaftenden Kohlenwasserstoffen oder Harzen gereinigt und sind zum Gebrauch fertig. Sie sind äufserst dauerhaft, vollständige Nichtleiter der Elektricität, sowie gegen atmosphärische Einflüsse und Aufnahme von Feuchtigkeit geschützt, so dafs sie ihre nichtleitende Eigenschaft dauernd bewahren.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Herstellung von Isolatoren für elektrische Apparate und Leitungen, darin bestehend, dafs man. dieselben aus Cement und vorkommendenfalls mit Gyps oder einem ähnlichen, dem Schwinden des Cements beim Erhärten entgegenwirkenden Mittel entsprechend formt und nach dem Erhärten und Trocknen in der Wärme mil flüssigen öder festen Kohlenwasserstoffen, Harzölen oder Harzen in Lösung tränkt, zum Zwecke, die fertigen Gegenstände gegen Aufnahme von Feuchtigkeit zu schützen und ihre Eigenschaft, die Elektricität nicht zu leiten, zu erhalten.
    Unveränderliche, zur Befestigung und Isolirung elektrischer Apparate und Leitungen dienende Gegenstände, bestehend aus Cement oder einer Mischung von Cement und Gyps, welche nach dem Erhärten und Trocknen in der Wärme mit flüssigen oder festen Kohlenwasserstoffen, Harzölen oder Harzen in Lösung getränkt sind, zum Zwecke, die Isolirfähigkeit der Gegenstände unabhängig von atmosphärischen Einflüssen dauernd zu erhalten.
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