DE540331C - Schaufelring fuer radial beaufschlagte Dampf- oder Gasturbinen und Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents

Schaufelring fuer radial beaufschlagte Dampf- oder Gasturbinen und Verfahren zur Herstellung desselben

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DE540331C DEA55584D DEA0055584D DE540331C DE 540331 C DE540331 C DE 540331C DE A55584 D DEA55584 D DE A55584D DE A0055584 D DEA0055584 D DE A0055584D DE 540331 C DE540331 C DE 540331C
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D5/00Blades; Blade-carrying members; Heating, heat-insulating, cooling or antivibration means on the blades or the members
    • F01D5/02Blade-carrying members, e.g. rotors
    • F01D5/04Blade-carrying members, e.g. rotors for radial-flow machines or engines
    • F01D5/041Blade-carrying members, e.g. rotors for radial-flow machines or engines of the Ljungström type

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Description

Es sind bereits radial beaufschlagte Dampfoder Gasturbinen gebaut worden, bei denen eine Mehrzahl zwischen einander eingeschobener Schaufelringe je aus zwei oder mehreren Ringverbänden mit zwischen diesen befestigten Schaufeln bestehen. Gemäß älteren Bauarten sind diese Schaufeln aus großen Längen Schaufelbaustoffes mit gewünschtem Querschnitt abgeschnitten und mit ihren beiden Enden in entsprechende Löcher in dünnen Blechringen eingepaßt, mit welchen sie zu einem zylindrisch geformten Schaufelring zusammengeschweißt sind. Aus diesem Ring sind im Querschnitt schwalbenschwanzförmige Ringe herausgearbeitet, die dann in entsprechende ringförmige Nuten oder Rinnen in Ringverbänden eingepaßt und mit den letzteren zu einer Einheit vereinigt sind, indem Kanten an den Rinnen des Ringverbandes über den schwalbenschwanzförmigen Ringteil niedergewalzt sind. Diese Herstellungsart leidet an mehreren Übelständen; teils ist sie wirtschaftlich nicht vorteilhaft, weil einige besondere Hilfsvorrichtungen vorhanden sein müssen, die ein Erhalten der Schaufeln in der beabsichtigten Lage während des Schweißens sichern. Außerdem hat die Wärmebehandlung auf die Haltbarkeit des Baustoffes eine nachteilige Einwirkung und veranlaßt Spannungen, wodurch weiter Schwierigkeiten entstehen, den Schaufelringen im kalten Zustande nach dem Schweißen die richtige Form beizubringen.
Es ist deshalb vorgeschlagen worden, die Schaufeln aus einem einzigen Stück durch Fräsen oder auf andere Weise derart herzustellen, daß zwei stärkere Endteile der Schaufel stehenbleiben, welche beide mit schwalbenschwanzförmigen Vorsprüngen versehen werden, die in entsprechend geformte, allen Schaufeln gemeinsame, ringförmige Nuten in den mit genannten Endteilen zu vereinigende Ringverbände eingepaßt werden, wobei bestimmte Teile der Ringverbände durch Rollen oder Pressen veranlaßt werden, die Vorsprünge des schwalbenschwanzförmigen Teiles derart zu überlappen, daß die Schaufeln in den Ringverbänden festgehalten werden. Auch diese Arbeitsweise ist teuer, weil große Genauigkeit bei der Herstellung der Schaufeln erforderlich ist. Alle Schaufeln müssen absolut gleich lang sein und die durch die Teilung bedingte Breite haben. Sonst wird der durch die schwalbenschwanzförmigen Teile der Schaufeln entstehende Ring ungleichförmig, oder aber die Schaufeln füllen die ringförmige Nut oder Rinne, in welcher sie anzubringen sind, nicht gänzlich aus.
Es ist ferner bereits vorgeschlagen, die Schaufeln aus einem vollen Stab mit dem gewünsch
540381
ten Querschnitt herauszuarbeiten und nur am Fuß der Schaufel den unverminderten Stabquerschnitt stehenzulassen, der entweder zu einem Sicherungswulst zusammengestaucht wird oder an dem durch Wegnahme von Baustoff Nasen gebildet werden. Diese Schaufeln werden dadurch befestigt, daß sie in einen die Abstände der Schaufeln voneinander sichernden Haltering eingesetzt und mit diesem zusammen dann in
ίο einem ringförmigen Radkörper befestigt werden, aus dem eine ringförmige Nut für die-Aufnahme der Schaufeln und des Halteringes ausgearbeitet ist. Hierbei sind jedoch die in den Haltering eingearbeiteten Schlitze durch die volle Baustoff-
t5 stärke hindurchgeführt, so daß der hierdurch geschwächte Haltering die durch die auf die Schatifeln ausgeübte Schleuderkraft hervorgerufenen Beanspruchungen nicht selbst aufnehmen kann, vielmehr hierzu der Radkörper herangezogen werden muß. Dies bringt jedoch den Nachteil mit sich, daß diese Vorrichtung sich nicht für radial beaufschlagte Turbinen mit mehreren Schaufelkränzen eignet, da die Befestigungen großen Raum in Anspruch nehmen oder die - Schaufeln nur am einen Ende befestigt werden können, was wiederum hohe Beanspruchungen der Schaufeln selbst mit sich führt. Es kommt noch hinzu, daß die Schaufeln mit den Halteringen in der Längsrichtung der Schaufeln in die ringförmige Nut eingesetzt werden müssen, und wenn derartige Schaufeln an beiden Enden befestigt werden sollen, entstehen bei dem Einbau große Schwierigkeiten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Schaufelring für radial beaufschlagte Gas-, und Dampfturbinen, bestehend aus zwei Ringverbänden mit je einer Mehrzahl von Nuten, in denen die zweckmäßig schwalbenschwanz-· förmigen Schaufelfüße verzapft sind. Von den oben angegebenen älteren Befestigungsverfahren unterscheidet sich das Verfahren gemäß der Erfindung dadurch, daß für je eine Schaufel oder eine Gruppe von wenigen Schaufeln radiale oder nahezu radial verlaufende Nuten vorgesehen sind, deren Wandungennach der Schaufelmitte zu sich verengen, wobei die Schaufelfüße in an sich bekannter Weise durch Anstauchen, Verstemmen oder Verkeilen gegen ein Verschieben durch radiale Kräfte gesichert sind.
Hierdurch wird der Vorteil erzielt, daß die Schaufeln in die Nuten der beiden Ringverbände in radialer oder nahezu radialer Richtung eingesetzt werden können, was denAufbau des ganzen Schaufehringes vereinfacht und erleichtert, und außerdem fallen besondere Halteringe fort. Da ferner die Ringverbände auf der von den Schaufehl abgewendeten Seite vollen Baustoff behalten, sind sie selbst imstände, die durch die Schleuderkräfte hervorgerufenenBeanspruchungenaufzunehnien. Diese Befestigungsart der Schaufeln eignet sich besonders vorteilhaft für radial beaufschlagte Gegenlauf turbinen, da ja die Schaufeln an beiden Enden in Ringverbänden befestigt sind und die einzelnen Schaufelringe mit erwünschtem kleinem Spielraum umeinander angeordnet werden können.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung beginnen die Nuten der Ringverbände an der radialen Innenseite und erstrecken sich nicht ganz bis zur radialen Außenseite, so daß Sicherungsstege stehenbleiben. Gemäß anderen Ausführungsformen erstrecken sich die Nuten jedoch von innen nach außen quer durch den Baustoff der Ringverbände, wobei sie sich entweder von außen nach innen erweitern, so daß sie durch diese Keilform die Schaufel gegen ein Herausrutschen sichern, oder umgekehrt von innen nach außen erweitern oder parallel sind, in welchem Fall besondere Keilstücke zur Sicherungder Schaufeln eingetrieben werden.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung derartiger Schaufelringe. Die Erfindung soll an Hand der Zeichnungen näher veranschaulicht werden.
Abb. ι zeigt einen Querschnitt einer radial beaufschlagten Dampfturbine mit in entgegengesetzten Richtungen umlaufenden Schaufelringen.
Abb. 2 ist ein Schnitt eines derartigen Schaufelringes in größerem Maßstabe.
Abb. 3 zeigt denselben Schaufelring in Draufsicht.
Abb. 4 zeigt einen Schnitt durch einen Schaufelring nach der Linie A-A in Abb. 2. Abb. 5 zeigt einen Schnitt durch einen Schaufelring nach der Linie B-B in Abb. 4. Abb. 6 und 7 zeigen Abänderungen.
Abb. 8 bis 24 zeigen Ausführungsformen, in denen die Nuten der Ringverbände sich quer durch den Baustoff der Verbände erstrecken. Dabei ist
Abb. 8 ein Schnitt durch einen Schaufelring, während
Abb. 9 einen Teil desselben in größerem Maßstabe zeigt.
Abb. 10 zeigt einen Teil des Schaufehinges nach Abb. 9 in Draufsicht.
Abb. 11 zeigt einen Schnitt durch einen Schaufelring nach Abb. 8, welcher Schnitt nach der Linie A1-A1 genommen ist.
Abb. 12 zeigt einen Schaufelring nach Abb. 11 in Draufsicht.
Abb. 13,14 und 15 zeigen Abänderungen der Abb. 11.
Abb. 16 zeigt einen Schnitt durch einen Schaufelring anderer Form.
Abb. 17 zeigt einen Schnitt durch einen Schaufelring nach Abb. 16, welcher Schnitt nach der Linie B1-B1 genommen ist.
Abb. i8 zeigt einen Schaufelring nach Abb. 17 in Draufsicht.
Abb. 19, 20, 21, 22, 23 und 24 zeigen Abänderungen der in Abb. 17 gezeigten Anordnung. In Abb. ι bezeichnet die strichpunktierte Linie 1 die Mittellinie der Turbinenwelle 2, während die strichpunktierte Linie 3 eine Ebene andeutet, längs welcher die Turbine symmetrisch ist. Die Turbine besteht aus vier Beschaufelungsteilen 4, 5, 6 und 7. Der Dampf, der in die Turbine durch den Kanal 8 eintritt, strömt durch diese Teile in genannter Reihenfolge und liefert an die Turbine Energie, wobei er sowohl Druckfall als Wärmefall unterzogen wird; dabei läuft immer ein Schaufelring der Turbine in der einen und jeder nächste-Ring in der entgegengesetzten Richtung um.
Abb. 2 zeigt einen Schnitt eines Schaufelringes, wobei 10 eine Schaufel bezeichnet, die
ίο an jedem Ende mit einem schwalbenschwanzförmigen Kopf 13 und 14 ausgebildet ist, welche Köpfe je in eine schwalbenschwanzförmige Nut 13·3 und 14-' im Ringverbande 15 und 16 eingepaßt sind, welche beiden Nuten gänzlich oder fast gänzlich von den schwalbenschwanzförmigen Enden einer einzigen Schaufel ausgefüllt werden. 21 bezeichnet das Turbinenrad und 22 einen lenkbaren Verband, welcher den Ringverband 16 mit dem Rad 21 vereinigt.
Aus Abb. 3, die in gestrichelten Linien nur die schwalbenschwanzförmigen Enden der untersten Schaufel 10 zeigt, geht hervor, daß die Schaufeln in ihre Nuten eingeführt sind, ohne sich gegeneinander zu stützen. Dieses geht noch deutlicher aus Abb. 4 hervor, aus der ferner erkenntlich ist, daß die Nuten i3i! und I4-7 in dem der Schaufel am nächsten liegenden Teil des Ringverbandes von der Innenseite des Ringverbandes und nach außen um ein Stückchen in dem Baustoff des Verbandes hinein, in der Längsrichtung der Nuten gerechnet, eingefräst sind, wobei im äußeren Umfang des Ringverbandes bei 12 der volle Baustoff stehenbleibt (s. auch Abb. 2). Die Nuten werden zweckmäßig mittels eines Schaftfräsers hergestellt und die Schaufeln von der Innenseite des Ringes nach außen eingeführt. Jede Schaufel ist somit von der benachbarten Schaufel unabhängig, und die Schaufeln erhalten den durch die Teilung bedingten genauen gegenseitigen Abstand.
Bei der dargestellten Ausführungsform hat jedes Schaufelende seine besondere Nut; ebensogut können aber die Nuten eine größere Ausdehnung in Richtung des Ringumfanges haben, und jede Nut kann für zwei oder mehrere Schaufelenden gemeinsam sein, wobei entweder die Schaufelenden zusammen die Nuten ausfüllen können oder, falls sie dies nicht tun, Zwischenstücke eingelegt werden können, um die Zwischenräume auszufüllen.
In Abb. 5 wird die Form der Nut im Querschnitt dargestellt, woraus hervorgeht, daß die Schaufel in den Ringverbänden festgehalten wird und nicht von dieser Verbindung durch Kräfte in der Längsrichtung der Schaufel verrückt werden kann. Durch die Fliehkraft wird die Schaufel veranlaßt, sich fest gegen den Boden der Nut zu legen, der durch den im Ringverbande bei 12 stehenbleibenden Baustoff gebildet wird. Jede Schaufel kann dann hinsichtlich der auf sie beim Betrieb der Turbine einwirkenden Kräfte nach den Festigkeitsgesetzen als ein an beiden Enden eingespannter Balken betrachtet und berechnet werden.
Um aber die Verbindung der Schaufeln mit den Ringverbänden noch weiter sicherzustellen, wird ein kleiner Teil des Ringverbandbaustoffes über den schwalbenschwanzförmigen Teil geklemmt, gepreßt oder gemeißelt. Links bei 17 in Abb. 2 wird eine ausgedrehte Nut gezeigt, mit deren Hilfe die Kante 18 zum Überlappen einer abgeschrägten Kante 19 am schwalbenschwanzförmigen Teil 13 gebracht wird. Rechts bei 20 wird eine andere Ausführungsform dieser Schaufelverriegelung gezeigt. Der schwalbenschwanzförmige Teil ist etwas kürzer gemacht als die Nut, so daß der Baustoff des Ringverbandes durch Klemmen, Pressen, Nieten oder Stauchen über den schwalbenschwanzförmigen Teil gepreßt werden kann.
Die für jede Schaufel bestimmten Nuten 1313 und 14'7 können radial oder, wie in der Abbildung gezeigt, etwas schräg im Verhältnis zum Halbmesser ausgefräst werden. Im letztgenannten Falle verläuft der schwalbenschwanzförmige Teil der Schaufel und somit auch die Nut zweckmäßig in oder annähernd in der Richtung der Achse der Schaufel. Der schwalbenschwanzförmige Teil wird dabei länger, was zur Folge hat, daß die Befestigung kräftiger wird. Bei einer derart ausgeführten Schaufel wird auch der Baustoffverbrauch geringer.
Abb. 6 und 7 zeigen für Nuten und Schaufelenden weitere Ausführungsformen, welche von den früher beschriebenen schwalbenschwanzförmigen Nuten verschieden sind.
In Abb. 8 ist eine Schaufel 110 an jedem Ende mit einem Ringverband 115 und 116 versehen. 121 bezeichnet einen Teil eines Turbinenrades und 122 einen Lenkverband, welcher den Ringverband 116 mit dem Turbinenrad 121 vereinigt. In Abb. 9 und 10 sind der Ringverband 115 und die Schaufel 110 in größerem Maßstabe wiedergegeben. Die Schaufeln haben schwalbenschwanzförmige Endteüe 113, welche in quer durch den Baustoff des Ringverbandes verlaufende Nuten 114 (Abb. 11) in den Ringverbänden eingepaßt sind. Wie aus Abb. 8 ersichtlich ist, sind die Begrenzungsflächen der Schaufelenden 113 bei dieser Ausführungsform parallel. In Abb. 11 ist der Ringverband 115
wiedergegeben, wobei einige Schaufeln in ihre Nuten 114 eingepaßt sind, während andere Nuten frei sind. Wie aus Abb. 12 ersichtlich ist, sind diese Nuten im Verhältnis zu den Endteilen 113 der Schaufeln in solcher Weise ausgebildet, daß die Schaufehl nicht von dem Ringverband durch eine Bewegung in ihrer Längsrichtung gelöst werden können. Dagegen können die Schaufeln sich gegenüber den Ringverbänden mit sich selbst gleichlaufend, d. h. in der Längsrichtung der Nuten, bewegen, sofern sie durch eine Kraft beeinflußt werden, welche genügend groß ist, um die Reibung zwischen den Schaufelenden und den Nutenwänden überwinden zu können. Um die Reibung, d.h. den Druck.zwischen den Schaufelenden und den Nutenwänden, zu erhöhen, müssen die Endteile, nachdem sie in die Nuten eingeführt worden sind, einer Stauch- oder Nietbearbeitung unterzogen werden, so daß sie die Nuten gänzlich oder fast gänzlich ausfüllen und fest gegen die Wände der Nuten gepreßt werden. Diese Stauchung muß unter so hohem Druck geschehen, daß die Fließgrenze des Baiistoffes, aus welchem die Schaufelenden hergestellt sind, überschritten wird. Dadurch wird erreicht, daß bei einer während der Umdrehung der Turbine durch die Fliehkraft erfolgenden Streckung der Ringverbände 115 und einer dadurch verursachten Vergrößerung der Nuten die Schaufelenden ebenfalls durch Baustoffausdehnung an Größe zunehmen und, immer noch gegen die Wände der Nut einen Druck ausübend, die letztere ausfüllen. Um die Befestigung weiter sicher zu stellen, so daß die Schaufelenden nicht von den Ringverbänden durch eine Bewegung in der Längsrichtung der Nuten frei gemacht werden können, können die Ring verbände mit den in Abb. 9 und 10 gezeigten abgeschrägten Kanten 119 'versehen werden, über welche eine Kante 118 der Schaufel zum Überlappen während des Stauch- oder Nietvorganges gebracht wird. In Abb. 9 wird im oberen Teil der Abbildung das Aussehen dieser Abschrägung und Kante dargestellt, ehe die Überlappung bewerkstelligt worden ist, und im unteren Teil derselben Abbildung wird die vollzogene Überlappung und damit die Verriegelung der Schaufel veranschaulicht.
Bei der in Abb. 13 gezeigten Ausführungsform haben die Nuten 114 in den Ringverbänden 115 eine schräge Richtung, was zweckdienlich ist, wenn die Eintritts- und Austrittswinkel der Schaufeln eine solche Schaufelform ergeben, daß eine Ersparnis an Baustoff erzielt werden kann, sobald die schwalbenschwanzförmig oder auf andere Weise ausgebildeten Enden der Schaufeln in die radiale Richtung der Schaufeln verlegt werden.
Abb. 14 zeigt eine Ausführungsform, in der die- Nuten 114 keilförmig sind, in welchem Falle man mit einer sicheren Verriegelung der Schaufel 110 an den Ringverbänden 115 rechnen kann, auch wenn die Schaufelenden keinem Stauch- oder Nietvorgang unterzogen oder die Ringverbände nicht in der im Zusammenhang mit Abb. 9 beschriebenen Weise überlappt werden.
In Abb. 15 wird gezeigt, wie die Nuten 114 sowohl keilförmig als in schräger Richtung verlegt ausgeführt werden können.
In Abb. 16 wird ein Schnitt durch einen Ringverband einer Beschaufelung gezeigt, in der der Dampf eine erhöhte Entspannungsmöglichkeit während der Strömung durch den Schaufelring hat; diese wird dadurch herbeigeführt, daß die Dampfeinlaßöffnung des Schaufelringes kleiner ist als seine Auslaßöffnung. Die Enden 113 der Schaufel 110 werden sich somit voneinander in der Strömungsrichtung entfernend verlaufen. Um an Baustoff zu sparen und um den ganzen Schaufelring in axialer Richtung kürzer zu machen, werden daher auch die Ringverbände 115 an den gegen die Schaufel gerichteten Kanten mit Flächen ausgebildet, welche nicht, wie früher beschrieben, miteinander parallel sind, sondern nach außen auseinanderstrahlen. Ein Schaufeking mit derartigen Ringverbänden kann nur hergestellt werden, falls alle Schaufeln gleichzeitig in die Nuten der beiden Ringverbände eingeführt werden, welche während der Herstellung sich gegen- oder voneinander bewegen müssen. Die Herstellung dieses Schaufehringes geht daher am zweckmäßigsten in der Weise vonstatten, daß die Schaufeln d zunächst einzeln mit ihren Enden in getrennte Nuten des einen Ringverbandes, beispielsweise des durch eine lenkbare Verbindung 122 mit dem Turbinenrad 121 in Verbindung stehenden Verbandes 116 eingeführt werden und dann auf andere Weise mit dem anderen Ringverband 115 vereinigt werden, dessen Nuten größer sind als die Verbindungsteile der Schaufelenden, so daß diese Verbindungsteile in die Nuten dadurch eingeführt werden können, daß die Schaufeln in ihrer Längsrichtung geführt werden, wie im folgenden näher beschrieben ist.
In Abb. 17 wird ein Ringverband 115 gezeigt, welcher mit Nuten 114 versehen ist, die größer sind als der Endteil 113 einer Schaufel 110. In den Raum auf der einen Seite zwischen dem Schaufelende 113 und den Nutenwänden wird ein Keil 130 eingepaßt, welcher zusammen ng mit dem Schaufelende 113 die Nut 114 ausfüllt und den beispielsweise schwalbenschwanzförmigen Teil des Schaufelendes bildet.
In Abb. 18 wird diese Bauart in Draufsicht gezeigt. Die Schaufel 110 ist in die Nut 114 eingesetzt, welche teils von dem Schaufelende und teils von dem Keil 130 ausgefüllt wird.
' In Abb. 19 wird veranschaulicht, wie der Keil 130 in den in der Nut befindlichen Raum von unten eingesteckt wird, wobei auch die Enden der Schaufel eine keilartige Form haben. Abb. 20 zeigt einen Ringverband 115 mit keilförmig ausgeführten Nuten 114, in welchem Falle der Keil 130 gleichförmiger Stärke sein kann, um zusammen mit dem Schaufelende 113 verriegelnd zu wirken.
Nach Abb. 21 ist der Ringverband 115 mit schrägen Nuten 114 versehen, in welche ein Keil 130 von oben eingepaßt wird.
In Abb. 22 wird der Keil 130 von unten eingepaßt, während in
Abb. 23 der Ringverband 115 mit keilförmigen Nuten 114 versehen ist, welche von einem Schaufelende 113 und einem von oben eingeführten Keil 130 ausgefüllt werden.
Gemäß Abb. 24 hat die keilförmige Nut 114
oben eine größere Öffnung als unten. Eine Schaufel kann aber auch in diesem Falle in der Nut mittels des Keiles 130 verriegelt werden. Anstatt der Keilform kann die Nut 114 des Ringverbandes 115 eine Treppenform oder eine andere Form haben, welche das Schaufelende verhindert, durch die Nut von der einen Kante des Ringverbandes nach seiner der anderen Kante hindurchzugleiten.
Die beschriebenen Keile sind derart geformt, daß sie zusammen mit einem Teil des Schaufelendes 113 eine schwalbenschwanz- oder andere Form erhalten, welche die Nut gänzlich oder fast gänzlich ausfüllt, und der Keil kann daher als ein lösbarer Teil des schwalbenschwanzförmigen Endes der Schaufel angesehen werden. Auch in diesem Falle läßt sich eine erhöhte Sicherheit für die Verriegelung der Schaufel am Ringverbande dadurch erhalten, daß die Schaufelenden einem Stauch- oder Nietvorgang unterzogen werden, nachdem sie in die betreffenden Nuten eingepaßt worden sind. Dieses Stauchen oder Nieten kann gleichzeitig mit dem Einpassen des Keiles 130 in seine Lage ausgeführt werden. Es ist klar, daß man sich auch zweier oder mehrerer Keile zur Befestigung jedes Schaufelendes in seiner Nut bedienen kann, falls dies zweckmäßig erscheint. Die Nuten der Ringverbände können auch mit abgeschrägten Kanten versehen werden, so daß
eineUberlappung des schwalbenschwanzf örmigen Teiles mit oder ohne den Keil oder die Keile über die Ringverbände ausgeführt werden kann. Selbstverständlich können die Enden einer Schaufel in dieser Weise sowohl am Ringverbande 116 als am Ringverbande 115 befestigt werden. Die Befestigung kann desgleichen in solchen Fällen angewandt werden, in denen sich der Dampf nicht bei seiner Strömung durch den Schaufelring entspannen soll.
Die Erfindung ist somit nicht von der Form der Schaufelenden abhängig, aber es ist notwendig, daß jede Schaufel oder eine kleinere Gruppe von Schaufeln ihre eigene Nut im Ringverband hat. Eine Beschaufelung mit Schaufelringen nach der Erfindung kann mit bedeutend niedrigeren Kosten angefertigt werden, als dies bisher möglich war, indem jede Schaufel unabhängig von den übrigen hergestellt werden kann. Die Schaufeln brauchen keine der Teilung entsprechende genaue Breite zu haben, und ebenso braucht die Beschaufelung nicht einer starken Preßwirkung z. B. durch Rollen unterzogen zu werden, wodurch man immer Gefahr läuft, daß die Schaufelringe nicht die richtige Form erhalten.
Die Ausführungsformen, bei denen die Nut sich quer durch den Ringverband hindurch erstreckt, ergeben einen Ringverband mit wenigen Stellen, an denen eine Bruchgefahr vorhanden ist, wobei zugleich eine bedeutende Baustoffersparnis in der Herstellung der Schaufelringe' erreicht wird; gleichzeitig werden die Schaufelenden aus demselben Stück wie die Schaufeln ausgefräst und brauchen nicht mit solcher Genauigkeit bearbeitet zu werden wie bei Schaufelringen, bei denen die Schaufelenden einander berühren und bei denen die Ausdehnung der Schaufelenden in Richtung des Ringumfanges den Abstand zwischen den Schaufeln bestimmt.

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Schaufelring für radiale Gas-undDampfturbinen, bestehend aus zwei Ringverbänden mit die Schaufelfüße aufnehmenden Nuten, in denen die zweckmäßig schwalbenschwanzförmigen Schaufelfüße verzapft sind, dadurch gekennzeichnet, daß für je eine Schaufel oder eine Gruppe von wenigen Schaufeln radiale oder nahezu radial verlaufende Nuten vorgesehen sind, deren Wandungen nach der Schaufelmitte zu sich verengen, wobei die Schaufelfüße, besonders bei nach außen offenen Nuten, in an sich bekannter Weise durch Anstauchen, Verstemmen oder Verkeilen gegen ein Verschieben durch radiale Kräfte gesichert sind.
2. Schaufelring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten der Ringverbände an den Innenrändern derselben beginnen und sich vorzugsweise nur so weit gegen die Außenränder derselben erstrecken, daß die verbleibenden Stege genügend kräftig sind, um die von den Schaufelfüßen übertragenen Fliehkräfte aufnehmen zu können.
3. Schaufelring nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten der Ringverbände zur radialen Richtung ein wenig geneigt sind.
4. Schaufelring nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut in
oder annähernd in der Richtung der Achse der Schaufel verläuft.
5. Schaufelring nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten sich nach innen zu in dem Baustoff, in der Querrichtung der Nuten gerechnet, erweitern.
6. Schaufelring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten der Ringverbände sich quer durch den Baustoff erstrecken.
7. Schaufelring nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten sich von den radial inneren Flächen der Ringverbände nach ihren äußeren Flächen in radialer Richtung erstrecken.
8. Schaufelring nach Anspruch 1, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten der Ringverbände von der einen Fläche des Ringverbandes nach seiner anderen Fläche an Größe abnehmen.
9. Schaufelring nach Anspruch 1, 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten der Ringverbände keilförmig sind.
10. VerfahrenzurHerstellungvon Schaufelringen nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufelnuten mittels eines Schaftfräsers hergestellt werden, und daß die Schaufeln in der Richtung von innen nach außen in diese Nuten eingeführt und vorzugsweise durch Verengung der Nutenöffnungen in den Nuten gesichert werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEA55584D 1927-10-15 1928-10-12 Schaufelring fuer radial beaufschlagte Dampf- oder Gasturbinen und Verfahren zur Herstellung desselben Expired DE540331C (de)

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