DE536391C - Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen - Google Patents

Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen

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DE536391C
DE536391C DEG73222D DEG0073222D DE536391C DE 536391 C DE536391 C DE 536391C DE G73222 D DEG73222 D DE G73222D DE G0073222 D DEG0073222 D DE G0073222D DE 536391 C DE536391 C DE 536391C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B3/00Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2720/00Engines with liquid fuel
    • F02B2720/20Air compressing engines with ignition by the heat of compression

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen Hie Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befr'febe, von Brennkraftmaschinen, bei welchemflüssig er Brennstoff in eine nicht bis zur Selbstzündtemperatur des Brennstoffes verdichtete Luftladung eingespritzt wird. Es ist bereits bekannt, den Brennstoff vor dem Austritt aus der Spritzdüse zu heizen. Diese Erhitzung erfolgt aber durch äußere Heizeinrichtungen und nur in geringem Maße durch Reibung beim Durchgang durch einen engen Kanal.
  • Erfindungsgemäß wird der flüssige Brennstoff allmählich in die verdichtete Luftladung eingespritzt und in seiner Zufuhrleitung nur durch die dort verursachte Reibungswirkung au@@,rre den Selbstzündungspunkt überschreitenefe Temperatur erhitzt, so daß er sich beirr» Eintritt in die Luftladung nur infolge seiner eigenen Temperatur, unabhängig von dem Verdichtungsgrade der Luftladung, entzündet. Der Brennstoff wird also lediglich durch Reibung so weit erhitzt, daß er beim Austritt aus der Spritzöffnung in `einen Sauerstoffträger hinein ohne weitere Wärmeaufnahme sich von selbst entzündet. Es entfallen somit jegliche äußeren Heizvorrichtungen, und man erhält ein gutes wirtschaftliches Arbeiten der Maschinen.
  • Einige bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt, in welchen bedeutet: Abb. i einen Schnitt durch eine Zweitaktmaschine mit Spülung, die nach dem neuen Verbrennungsverfahren arbeitet und mit flüssigen Brennstoffen betrieben werden kann, Abb. 2 :einen Schnitt nach der Linie II-II der Abb. i in vergrößertem Maßstabe, Abb.3 ein Druckvolumendiagramm unter Erläuterung verschiedener Phasen des Diesel-Verbrennungsverfahrens, Abb. 4 ein Druckvolumendiagramm zur Erläuterung der verschiedenen Phasen des Otto-Verbrennungsverfahrens, Abb. 5 ein Druckvolumendiagramm zur Erläuterung der verschiedenen Phasen des Verbrennungsverfahrens gemäß der Erfindung. In den Abb. 3, 4 und 5 sind die verschiedenen P-V-Diagramme sämtlich auf wesentlich das gleiche Koordinatensystem abgestellt, um die der Erfindung eigentümlichen Vorteile klarzustellen. Die Diagramme der Abb.3, 4 und 5 veranschaulichen den Arbeitsvorgang einer Zweitaktmaschine gemäß Abb. i. Der Auspuff der expandierenden Gase beginnt an den Punkten A und setzt sich mit der Spülung über das durch die Punkte R angedeutete Ende des Expansionshubes bis wesentlich zu dem durch die Punkte C angedeuteten Beginn der Kompression fort. Das neue Verbrennungsverfahren ist nicht nur für die in der Zeichnung wiedergegebenen Zweitaktmaschinen verwendbar, sondernkannauch mit den üblichen kleinen Abwandlungen bei Maschinen verwendet werden, die nach dem Viertaktsystem arbeiten. Es sei ferner erwähnt, daß die in dieser Beschreibung vorkommenden Ausdrücke Verbrennungskraftmaschine oder Maschine ganz allgemein nicht nur Maschinen mit hin und her gehendem Kolben, sondern auch umlaufende Maschinen, z. B. Turbinen, einbegreifen sollen.
  • In Abb. ¢ bedeutet C-M-N-A-B-C das P-V-Diagramm der üblichen Gasmaschine, das sicheng dem idealen Ottoschen Verpuffungsverfahren annähert. Bei dieser Art von Maschinen wird der mit der frischen Luft vermischte unverbrannte gasförmige oder sonstwie verdampfte Brennstoff für die nachfolgende Verbrennung komprimiert. Infolgedessen kann eine Kompression des Gemisches über ein bestimmtes Maß hinaus, beispielsweise über den Punkt M hinaus, mit Sicherheit nicht vorgenommen werden, weil die Gefahr besteht, daß infolge der mit einer solchen Steigerung der Kompression einhergehenden hohen Temperatur Vorzündung erfolgt. Man kann auch bei Otto-Maschinen, insbesondere solchen mit Zylindern von großem Durchmesser, nicht über bestimmte Grenzen hinausgehen, wegen der schon übergroßen Zylinderdrücke und Beanspruchungen, die der Ottoschen Verpuffung eigentümlich sind.
  • In Abb. 3 stellt die in kräftiger Linie gehaltene Figur C-D-E-A-B-C das,P-V-Diagramm des Diesel-Arbeitskreislaufs für eine Zweitaktölmaschine dar, welcher vom Standpunkt der mechanisch erwünschten Zylindermindestdrücke während der Brennstoffeinfuhr und -verbrennung theoretisch ideal ist. Ein solches Diagramm -wird aber in der Praxis selten, wenn überhaupt jemals, erhalten.
  • Die gestrichelt gezeichnete Figur C-D-H-A-L-A-B-C veranschaulicht das P-V-Diagramm, welches gewöhnlich in der Praxis mit Ölmaschinen erreicht wird, die nach dem sogenannten Voll-Diesel-Zyklus arbeiten. Es bedeutet D-H eine Drucksteigerung über die normale Kompression infolge der Verbrennung, welche vor Beendigung. des Kompressionshubes stattgefunden hat. Eine weitere etwas allmähliche Steigerung des Zylinderdruckes infolge eines hohen Maßes von Verbrennung während der Brennstoffzufuhr bis zum Abschlußpunkt L erfolgt gewöhnlich, wie etwa durch die Linie H-L angedeutet.
  • Die gestrichelte Figur C-G-D-I-A-B-C veranschaulicht das übliche P-V-Diagramm, welches man in der Praxis mit Ölmaschinen erzielt, die nach dem sogenannten Halb-Diesel= Verfahren arbeiten. Derartige Maschinen beruhen nicht allein auf der Wärme der Luftkompression, um die Brennstoffladung zu zünden, wie dies bei den Voll-Diesel-Maschinen der Fall ist, sondern müssen zusätzliche Glühzündungsvorrichtungen verwenden, um die Zündung einzuleiten. Halb-Diesel-Maschinen verwenden im allgemeinen leistungsunfähige und auch sonst zu beanstandende Zündungs- und Verbrennungsreguliervorrichtungen, wie Zündkolben, Zündrohre, Zündköpfe, in der Hauptsache, um das Maß der Kompression und die Arbeitsdrücke zu verkleinern und die Konstruktion der Maschine zu vereinfachen und zu verbilligen. Sowohl das Ottosche wie auch das Dieselsche Verbrennungsverfahren, das zur Zeit in Verbindung mit gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen verwendet wird, unterliegt also einer Beschränkung hinsichtlich einer ausgedehnteren Ausnutzung infolge von ihm eigentümlichen, im Wesen des Verbrennungsverfahrens begründeten anwendungsbegrenzenden Eigenarten.
  • Im Falle der Otto-Maschinen schließt beispielsweise die obenerwähnte Gefahr einer schädlichen Frühzündung aus, daß thermisch vorteilhafte Kompressionsverhältnisse gewählt werden, daß die Zylinderdrücke "auf die wünschenswerte und wirtschaftliche Höhe entwickelt werden, und daß.gewisse starkwasserstoffhaltige gasförmige Brennstoffe verbrannt werden, insbesondere in Zylindern von großem Durchmesser.
  • Auf ähnliche Weise kann das Kompressionsverhältnis im Falle des Diesel-Verfahrens nicht so gewählt werden, wie es am besten den Arbeitsbedingungen der Maschine entspricht; das Maß der Kompression ist vielmehr notwendigerweise innerhalb kleiner Grenzen festgelegt.
  • Allgemein kann gesagt werden, daß bei den Otto-Maschinen die Kompression nicht hoch genug getrieben werden kann und daß bei der Diesel-Maschine die Kompression bei weitem zu hoch ist, als daß- sie den Erwägungen entspräche, die sich unter den Gesichtspunkten der Konstruktion, des Betriebes und der Wärmewirtschaftlichkeit ergeben.
  • Gemäß der Erfindung wird diese mangelnde Schmiegsamkeit des Kompressionsverhältnisses beseitigt, und zwar ohne daß eine Verwendung sekundärer Zündvorrichtungen erforderlich wird. Gemäß der Erfindung wird ein neues Verfahren der inneren Verbrennung oder Verpuffung vorgesehen, welches sich durch folgende Merkmale auszeichnet a) Die Kompression der Luft kann im wesentlichen auf jede gewünschte Druckhöhe gebracht werden, wie hoch oder wie niedrig diese auch sei; die Selbstzündung des Brennstoffes hängt nicht von der Größe der Luftkompression ab. b) Der zu verbrennende Brennstoff wird gegen oder am Ende der Kompression allmählich eingeführt; er befindet sich vor und bei seiner Einführung auf einer Temperatur, welche so weit über die normale Zündungstemperatur gesteigert ist, daß die Selbstzündung beim Einlaß der Luft lediglich infolge der gesteigerten Brennstofftemperatur und der im Brennstoff enthaltenen Wärme erfolgt.
  • c) Es erfolgt eine stetige Zufuhr von Brennstoff gesteigerter Temperatur und mit relativer Allmählichkeit bis zum Abschlußpunkt, an welchem die Zufuhr plötzlich aufhört.
  • d) Gleichzeitige und nachfolgende Expansion der Verbrennungsprodukte.
  • e) Die Leistung wird durch Regulierung des Punktes des Abschlusses des Brennstoffeinlasses beherrscht.
  • Demzufolge bezeichnet in Abb.5 die mit kräftigen Linien gehaltene Figur C-O-R-Q-A-B-C ein P-V-Diagramm des neuen Verbrennungsverfahrens, welches insofern ideal ist, als die Zylinderdrücke im Gegensatz zu früheren Verbrennungsverfahren verhältnismäßig niedrig und gleichförmig sind. Ein derartiges ideales P-V-Diagramm würde aber in der Praxis hinsichtlich der genauen Arbeitsdrücke einer erheblichen Schwankung unterliegen. Derartige Schwankungen sind bei jedem Verfahren mehr oder weniger notwendig, um den verschiedenen Faktoren und Verhältnissen, die verschiedenen Klassen und Qualitäten von Brennstoff und verschiedenen Maschinentypen eigentümlich sind, gerecht zu werden und sie in Einklang zu bringen.
  • Bei Maschinen beispielsweise, welche Zylinder von verhältnismäßig großem Durchmesser besitzen und mit verhältnismäßig geringen Geschwindigkeiten .arbeiten, und bei denen die möglichste Verringerung der Zylinderdrücke wünschenswert wird, würde das ideale P-V-Diagramm etwa so abgewandelt werden, wie dies durch die gestrichelte Figur C-S-T-U-A-B-C angedeutet ist. Derartige Maschinen mit langsamer Geschwindigkeit ermöglichen eine allmählichere Zufuhr des Brennstoffes längs eines größeren Teiles des Kurbelkreises ohne Nachverbrennung und unvollkommene Verbrennung innerhalb des Arbeits: zylinders, als dies bei Maschinen mit größerer Arbeitsgeschwindigkeit zulässig ist.
  • Gleicher Art ist bei Maschinen, welche mit großen Geschwindigkeiten arbeiten, und besonders bei Maschinen, welche Zylinder von kleinem Durchmesser besitzen und deshalb hinsichtlich der Zylinderbeanspruchungen und Drücke keinen Beschränkungen unterliegen, der Gesichtspunkt der Erzielung niedriger Zylinderdrücke von sekundärer Bedeutung gegenüber der Sicherstellung, daß der Brennstoff vor dem Auspuff vollständig innerhalb des Zylinders verbrannt wird. Bei Maschinen mit besonders hoher Geschwindigkeit, wie sie für Kraft- und Luftfahrzeuge und besonders da in Frage kommen, wo weniger flüchtige Brennstoffqualitäten verbrannt werden, würde also das ideale P-V-Diagramm des neuen Verbrennungsverfahrens etwa so abgewandelt werden, wie durch die gestrichelte Figur C-S-W-A'-A-B-C angedeutet.
  • Bei einem gegebenen Kompressionsverhältnis und einer gegebenen Menge von zu verbrennendem Brennstoff wird ferner die Größe der den Einlaß und die Verbrennung des Brennstoffes begleitenden Zylinderdrücke durch die Einstellung des Beginnes der Brennstoffzufuhr und auch durch das verhältnismäßige Maß dieser Zufuhr gesteuert. Es versteht sich also, daß das neue Verfahren auf keine besonderen Arbeitsdrücke beschränkt ist.
  • In Verbindung mit den Abb. i und z wird nunmehr die Art und Weise beschrieben, wie flüssige Brennstoffe nach dem neuen Verpuffungsverfahren vorzugsweise verbrannt werden. Flüssiger Brennstoff wird irgendeiner Injektionspumpe, vorzugsweise der in Abb. i dargestellten Pumpenanordnung, über das Rohr i i zugeführt. Die Zufuhr des Brennstoffes erfolgt vorzugsweise unter verhältnismäßig niedrigem Druck, entweder von einem höher liegenden Behälter oder durch eine in der Zeichnung nicht veranschaulichte Speisepumpe.
  • Die Menge des Brennstoffes, welche durch den Pumpenkolben i z an dem Austrittsventil 13 vorbei und über das Zuleitungsrohr 15 dem Brennstoffinjektor i¢ zugeführt wird, kann auf jede beliebige Weise geregelt werden. Vorzugsweise wird indessen die Menge des so abgegebenen Brennstoffes durch Änderung der Zeitperiode geregelt, während welcher das Umleitungssaugventil q.7 auf seinem Sitz 16 geschlossen ist. Dies kann auf jede geeignete Weise geschehen, die an sich nicht Gegenstand vorliegender Erfindung und deshalb in der Zeichnung nicht im einzelnen dargestellt ist.
  • Der an dem Pumpenaustrittsventil13 vorbeigegangene und durch die Leitung 15 geschickte Brennstoff tritt in den Zerstäuber i ¢ durch irgendeine Leitung ein, z. B. das gebohrte Loch 17 der eingeschraubten Kappe 26. Während des Durchflusses des Brennstoffes von der Pumpe durch das Rohr 15, die Leitung 17 und alle benachbarten Brennstoffkanäle oder Räume befindet sich der Brennstoff durch die Pumpvorrichtung unter wesentlichem Druck, und er wirkt dementsprechend auf die verschiedenen Teile der Brennstoffeinspritzvorrichtung. Gemäß Abb. 2 wird " der Brennstoff gezwungen, den langen gewundenen Kanal 18 zu durchlaufen, -welcher durch das Kernstück i g und einen an dieses satt anliegenden gebohrten Teil des Injektars 1¢ gebildet wird. An dem- Abgabe- oder abgelegenen Ende der Spirale 18 führen weitere Kanäle, z. B. die gebohrten radialen Leitungen 20, welche mit gerieften Kanälen-21 im Schaftbeil des Rückschlagventils 22 - zusammenwirken, den Brennstoff zu diesem Ventil und an dem Ventil vorbei und von da.: zu.. der oder deh Einlaßdüsen-23.
  • Das - Rückschlagventil 22. verhindert, daß komprimierte Luft oder Gase während der Zwischenzeiten zwischen - aufeinanderfolgenden Brennstoffzufuhren aus'-dem Verbrennungsraum durch die -Injektorkanäle zurückströmen können. Vorzugsweise wird ein solches Rückschlagventil hl Verbindung mit -Maschinen verwendet, :welche finit vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten arbeiten. Ein solches Rückschlagventil kann aber bei kleineren, mit sehr großen Geschwindigkeiten laufenden Maschinen . -weggelassen werden und soll bei derartigen Maschinen auch weggelassen werden. Die größ.e Länge und der kleine seitliche Querschnitt des Kanals 18, Dinge, die weiter- unten mehr- im einzelnen erläutert sind, und die-:vorteilhafte kleine Zeitperiode zwischen aufeinanderfolgenden Brennstoffabgaben leisten nämlich in sich das gleiche; wie ein solches Rückschlagventil.
  • Der im Arbeitszylinder zu verbrennende Brennstoff wird dem länglichen Kanal 18 dadurch zugeführt und dadurch durch ihn hindurchgetrieben, daß man ihn; wie, bereits erwähnt, einem erheblichen Druck unterwirft. Der Brefinstoff wird deshalb durch, den länglichen Kanal 18 mit einer überaus großen Geschwindigkeit hindurchgetrieben, weil die Querschnittsfläche des Kanals 18 -gerade im Hinblick auf diesen -Zweck _ mit Absicht äußerst klein gemacht ist.
  • Die - Reibungswirkungen, -. -welche diesen schnellen Durchgang des. Brennstoffes durch eine so kleine Leitung zu verzögern suchen, bewirken eine Erwärmung des Brennstoffes bei seinem Durchgang und infolge seines Durchganges durch den Kanal. - 'Indem man die Länge eines solchen kleinqüerschnittigen Kanals genügend groß macht,'-. kann der Brennstoff bei seinem Durchgang so weit erwärmt werden, daß seine schließliche Temperatur bei vollständigem Durchgang durch den Kanal die Zündterriperatür erheblich überschreitet.
  • Es versteht sich natürlich, 'Gag es praktisch unmöglich sein würde,-wenigstens vom Standpunkte der wirtschaftlichen Fabrikation aus, Löcher von - dem - erforderlichen kleinen Durchmesser und der- erforderlichen großen Länge zu bohren. Es würde auch eben so schwierig sein, einen Rohrteil von so kleinem Innendurchmesser zu ziehen, der gleichzeitig im seitlichen Querschnitt einigermaßen gleichförmig ist und das erforderliche Maß von Widerstandsfähigkeit gegen die abreibende oder erodierende Wirkung - des Brennstoffes besitzt.
  • Anstatt so umständliche und sonstwie bedenkliche Mittel zu verwenden, um kleinquerschnittige lange Kanäle zur Erwärmung des Brennstoffes durch Reibwirkung zu verwenden, werden diese # Kanäle vorzugsweise nach der erläuterten neuartigen Weise hergestellt.- In Abb. 2 besitzt demzufolge das Kernstück i9 auf seiner -Oberfläche eine feine stetige Spiralnut. Nach deren Einarbeitung wird es vorzugsweise geschliffen, um eine satte gleitende Passung- mit der Bohrung des Hauptteiles 14 herbeizuführen. -Bei dieser neuen Konstruktion vermögen die Wände oder Flächen des Kanals 18 .der mit dem Durchgange des Brennstoffes - verbundenen Erosion besser zu widerstehen, da man den Kernteil i g und den Hauptteil 1 ¢ einer geeigneten Wärmebehandlung unterziehen und härten kann, ohne daß der Kanal mix den Abschilferungen zugesetzt wird; welche gewöhnlich bei derartigen Härtungsvorgängen entstehen. Es kann ferner das Kernstück ig herausgezogen und der Kanal von Verstopfungssubstanzen gesäubert werden, falls etwa fester Fremdstoff durch das in die Brennstoffzufuhrleitung i i eingeschaltete, in der Zeichnung nicht dargestellte- Sieb hindurchgelangen und den kleinqüerschnitti= gen- Kanal 18 zusetzen sollte.
  • Es ist wohl zu beachten, daß die Funktion der langen Nut 18 darin besteht, die Temperatur des Brennstoffes beim Durchgang durch die Nut zu steigern. Diese besitzt vorzugsweise die Gestalt einer Spirale, weil so die größte Länge des Kanals innerhalb eines gedrängten Bereiches sichergestellt wird. Natürlich ist aber die Anordnung der Brennstoffheizkanäle und der Zufuhrkanäle zwecks Anpassung ah die verschiedenen Konstruktions- und Arbeitsverhältnisse innerhalb des Rahmens der Erfindung der mannigfachsten Abwandlung fähig.
  • Beispielsweise kann der längliche Kanal 18, der in der Zeichnung spiralförmig angedeutet ist, auch andersartig gestaltet werden, so daß er als eine rinnenartige gerade Nut parallel zur Längsachse des Kernteiles eg verläuft. Es können auch längliche Kanäle von -so kleiner Größe durch und zwischen sich gegenseitig ergänzenden Teilen von anderer als- der in der Zeichnung dargestellten GeAtalt. gebildet werden: - Man könnte- -beispielsweise in der einen Seite eines flachen scheibenförmigen Teiles oder im Ende eines zylinderartigen Teiles eine lange kleine Nut oder Leitung eindrehen, einprägen, einätzen oder sonstwie auf einer ebenen Fläche in Spiralform einarbeiten und diese Fläche als Anlagefläche fest und satt gegen eine Gegenfläche drücken, um einen langen Kanal von kleinem Querschnitt oder eine Anzahl derartiger Kanäle zu bilden. Auch das in Abb. -- veranschaulichte Kernstück i9 kann eine andere Gestalt besitzen, beispielsweise konisch statt zylindrisch sein, und in diesem Falle mit einer entsprechenden konischen Bohrung des Teiles i q. zusammenarbeiten.
  • Die gemäß der Erfindung vorgesehenen spiraligen oder rinnenförmigen Kanäle sollen nicht lediglich als Kanäle an sich wirken; sie bezwecken viehmehr auch, eine Heizwirkung auf den Brennstoff auszuüben und diese Heizwirkung durch ihren kleinen Querschnitt und große Länge herbeizuführen, also nicht wie früher dem Brennstoff lediglich eine Wirbelbewegung zu erteilen, ohne Rücksicht auf die Heizwirkung.
  • Die Heizwirkung, welche gemäß der Erfindung auf den Brennstoff ausgeübt wird, kann in groben Zügen, wenngleich nicht sehr weitgehend, damit verglichen werden, daß man sich die Hand verbrennt, wenn man versucht, ein Seil aufzuhalten, welches rasch durch die Hand hindurchgeht. In einem derartigen Falle unterliegt die Hand einer konstanten Reibwirkung infolge des dauernden Durchganges aufeinanderfolgender Teile des Seiles, und sie wird fast sofort außerordentlich heiß, während das Seil anscheinend hinsichtlich einer erheblichen Erwärmung unbeeinflußt bleibt. Dies rührt daher, daß die Hand einer dauernden Reibwirkung unterliegt, während anderseits auf jeden Teil des Seiles durch die Hand eine Reibwirkung ausgeübt wird, die nur kurz dauert und bei den aufeinanderfolgenden Seilteilen nur einmal erfolgt.
  • In vorliegendem Falle, wo ein außerordentlich kleiner drahtartiger Strom von flüssigem Brennstoffe mit hoher Geschwindigkeit durch einen langen Kanal getrieben wird, unterliegt jeder Teil des Stromes oder der Brennstoffsäule wesentlich der gleichen Wirkung wie die obenerwähnte Hand, indem er bei seiner Bewegung längs der Wandflächen des Kanals stetigen Reibungs- und deshalb erwärmenden Wirkungen unterliegt.
  • Während jeder Teil der Kanalwandfläche gleichfalls durch den daran vorbeiströmenden Brennstoff ähnlichen Reibwirkungen unterliegt, so werden anderseits doch die Kanalwände bei weitem nicht so hoch erhitzt wie die entsprechenden Teile des Brennstoffstromes, und zwar hauptsächlich deshalb, weil jeder Teil des Kanals dauernd einer Kühlwirkung durch herankommende und etwas kältere Teile des Brennstoffstromes unterliegt. Es ist ferner zu beachten, daß. der Brennstoffstrom mit so hoher Geschwindigkeit und in einem so kleinen Zeitraum durch den Kanal hindurchgelangt, daß, wenn über- -haupt, nur wenig Gelegenheit zur übertragung von Wärme von dem fließenden Brennstoffstrom an .die Kanalflächen gegeben ist. In diesem Zusammenhang ist weiter darauf hinzuweisen, daß ein großer Teil der auf den Brennstoffstrom ausgeübten Wärmewirkung nicht allein durch die Reibung gegen die Kanalwände, sondern auch durch die sekundäre innere Reibung im Brennstoff selbst veT-anlaßt wird. Mit anderen Worten: die Oberflächenreibung sucht mit den Kanalwänden zu bewirken, daß die den Kanalwänden benachbarte Brennstoffschicht sich mit geringerer Geschwindigkeit als die inneren Schichten des Brennstoffstromes bewegt. Hierdurch entstehen Reibungswirkungen zwischen verschiedenen inneren und äußeren Schichten des Brennstoffstromes, welche als Innenreibung bezeichnet worden sind, da sie innerhalb des sich bewegenden Brennstoffstromes selbst auftreten.
  • Wie bereits erwähnt, unterliegt der Brennstoff einem gewaltigen Druck, während er durch den Heizkanal 18 und die Einspritz-oder Einlaßdüse 23 hindurchgeht, und dieser Druck wird bis zu dem Punkt des schließlichen Austrittes aus der Düse fast gleichförmig gehalten. Der unter solchem Druck befindliche Brennstoff kann infolgedessen be: deutend über die Temperatur erwärmt werden, bei welcher sonst unter atmosphärischen Druckverhältnissen destruktive Destillation erfolgen würde, ohne daß diese Destillation stattfindet und den Kanal und die .Düsenkanäle verschmiert.
  • Wenn der erwärmte Brennstoff in. die in dem Arbeitszylinder befindliche Luftladung .eingelassen wird, welche auf ein den jeweiligen Arbeitsverhältnissen entsprechendes Maß komprimiert worden ist, wird er lediglich infolge der in ihm enthaltenen Wärme fast augenblicklich aus seinem ursprünglichen flüssigen Zustand in einen Zustand überhitzter Vergasung gebracht. Der Grad dieser Überhitzung, sofern ein solcher überhaupt besteht, hängt größtenteils von dem Wärmeinhalt. vor dem Einlaß in. dem Zylinder und auch von den Eigenarten des fraglichen Brennstoffes ab.
  • Infolgedessen befindet sich der Brennstoff sofort bei seinem Eintritt in die irr dem Verbrennungsraume 24 befindliche Luftladung nicht nur in einem verbrennungsfähigen gasförmigen Zustand, sondern auch auf einer Temperatur, welche erheblich höher als seine Zündtemperatur liegt. Es erfolgt deshalb eine sofortige Selbstzündung, und die Verbrennung beginnt praktisch im Augenblick des Beginnes der Brennstoffeinführung. Das Maß dieser Verbrennung und der entsprechenden Zylinderdrücke hängt jedoch von dem Maß der allmählichen Brennstoffeinführung ab, und dieses wird bei einer gegebenen Geschwindigkeit der Maschine durch die Bewegungsgeschwindigkeit des Brennstoffpumpenkolbens gesteuert.
  • Wie bereits erwähnt, tritt der Brennstoff in den Verbrennungsraum z4 von Anfang an nicht wie bei dem Diesel-Verfahren in einem kalten, flüssigen Zustande, sondern in einem erhitzten und wesentlich vergasten Zustande ein. Es muß, also bei dem neuen Verpuffungsverfahren keine Zeitzwischenperiode zwischen dem Augenblick des beginnenden Brennstoffeintrittes und der beginnenden Selbstzündung des Brennstoffes verstreichen, und es ist nach dem Brennstoffeinlaß keine Zeitperiode erforderlich, um den Brennstoff zu erwärmen und zu vergasen, wie dies bei dem Diesel-Verfahren notwendigerweise der Fall ist. Bei dem neuen Arbeitsverfahren hängen also die Geschwindigkeiten und der Vollkommenheitsgrad der Brennstoffverbrennung nicht von einem begrenzenden Zeitfaktor ab; sie sind so in weit höherem Maße als beim Diesel-Verfahren von der Maschinengeschwindigkeit unabhängig.
  • Gemäß der Erfindung ist eine neue Pumpenanordnung für den flüssigen Brennstoff vorgesehen, gemäß welcher die Größe der Brennstoffzufuhr, die natürlich die Geschwindigkeit des Brennstoffdurchganges durch den Kanal 18 bestimmt, ohne Rücksicht auf Änderungen der Maschinengeschwindigkeit jeden gewünschten Wert haben kann. Verschiedene Qualitäten flüssiger Brennstoffe, insbesondere die schweren Qualitäten des sogenannten Brennöles, erfordern eine größere Heizwirkung und deshalb eine größere Strömungsgeschwindigkeit durch den Heizkanal 18 , als andere leichtere und flüchtigere Brennstoffe, und umgekehrt: In Abb. r erhält der Brennstoffpumpenkolben r z eine hin und her gehende Bewegung durch den kurbelartigen Antriebsteil 27, welcher das Glied 28 um seinen Drehpunkt 29 an dem Tragarm 30 schwingt. Dieser selbst vermag sich um den festen Drehpunkt 3 i zu drehen und kann an dem genuteten Steuersegment 3z festgelegt werden.
  • Die Drehverstellung des Armes 30 ändert die senkrechte Stellung des geschlitzten Teiles des Gliedes z8 und veranlaßt eine Verlängerung oder Verkürzung des Abstandes zwischen den Punkteis z9 "und 38 iusd infolgedessen eine schnellere oder langsamere hin und her gehende Bewegung des Gelenkpunktes 38. Da ohne eine solche Änderung sich die Pumpengeschwindigkeit direkt mit der Maschinengeschwindigkeit ändert, würde der Arm 3o bei der langsamsten Arbeitsgeschwindigkeit in der durch die Linie 33 angedeuteten Stellung, bei der größten Arbeitsgeschwindigkeit in der in der Zeichnung dargestellten Lage und bei Zwischengeschwindigkeiten in entsprechenden Zwischenlagen sein.
  • Das Verbindungsglied 34 vermag nicht nur den Brennstoffkolben 1z mit verschiedenen Geschwindigkeiten anzutreiben, sondern auch zu verhindern, daß auf den Kolben r z seitliche Kräfte ausgeübt werden, und zwar geschieht dies durch das schwingende Stützglied 3,5 und den geführten Kreuzkopf 36.
  • Die Totpunktstellungen der Kurbe139 des Arbeitskolbens und des kurbelartigen Antriebsteiles 41 der Brennstoffpumpe sind um wesentlich 9o Kurbelgrade außer Phase. Infolgedessen kann die Brennstoffpumpe dem Brennstoffinjektor 14 den Brennstoff in wesentlich gleichförmigem Maße zuführen, da der Brennstoffeinlaß nur während eines vergleichsweise kleinen Teiles der Zeit stattfindet, während welcher die Kurbe14i durch die Nähe ihrer mittleren Hublage hindurchgeht; d. h. diese mittlere Hublage der Kurbel 41 fällt mit der oberen Totpunktlage der Arbeitskurbe139, also mit dem entsprechenden Punkt des ßrennsfoffeinlasses, zusammen.
  • Eine der Hauptschwierigkeiten, die sich bei Versuchen ergeben haben, eine Turbine in den Stand zu setzen, vorbekannte Verpuffungsverfahren auszuführen, hat darin bestanden, die Kompression der Luft auf Selbstzündungstemperaturen und Selbstzündungsdrücke zu meistern. Bei Turbinen, welche gasförmige Brennstoffe verwenden, hat man diese Schwierigkeit durch Verwendung des Ottoschen Verbrennungsverfahrens mit Funkenzündung umgangen. Bei ölturbinen aber hat sich die Funkenzündung als äußerst unbefriedigend erwiesen; und die Turbinen, mit denen man die Durchführung des Diesel-Verfahrens versucht hat, sind durch außerordentlich geringe Wirkungsgrade gekennzeichnet gewesen, hauptsächlich infolge der den hohen Kompressionsdrücken anhaftenden Schwierigkeiten.
  • Es ergibt sich deshalb, daß das neue Arbeitsverfahren gemäß der Erfindung für öl-Gas-Turbinen besser geeignet ist als frühere Verfahren, weil -die Selbstzündung sichergestellt werden kann, ohne daß man notwendigerweise hohe Kompressionsdrücke verwenden muß.
  • Die zur Zeit gebräuchlichen Verbrennungskraftmaschinen, insbesondere große Maschinen dieser Art, werden dadurch angelassen, daß man komprimierte Luft an die Arbeitszylinder anstellt und die Maschine mit einem Vorrat an Druckluft, die zu diesem Zweck komprimiert und in Behältern aufgespeichert werden muß, als Druckluftmaschine betreibt. Die Einrichtungen zur Aufbewahrung und Komprimierung dieser Hilfsluft vergrößern die ersten Anschaffungskosten der Anlage erheblich und bringen weitere Mängel mit sich, welche die Anordnung einer anderen befriedigenderen Anlaßeinrichtung wünschenswert scheinen lassen.
  • Es wird demzufolge ein die Brennstofftemperatur steigernder Injektor vorgesehen, welcher im wesentlichen dem obenbeschriebenen und in Abb. i und 3 dargestellten Injektor i q. gleicht und vorzugsweise in einem geeigneten Teil der Wand 25 des Verbrennungsraumes 24 des Arbeitszylinders gelagert ist. Eine Brennstoffpumpeneinrichtüng, welche eine Hilfseinrichtung zu der Brennstoffhauptpumpe, aber mit Bezug auf den Injektor i¢ auf eine der Abb. i wesentlich gleiche Art angeordnet ist, ist vorgesehen und kann durch von der Maschine unabhängige Mittel angetrieben werden, um die Maschine anzulassen. D. h. die Kurbel ¢ i der in Abb. i veranschaulichten Hauptpumpe oder ihr Äquivalent für eine ähnliche, aber hilfsmäßige Pumpe wird während der Anlaßperiode durch von der Maschine unabhängige Mittel angetrieben.
  • Die Umleitungsventile, welche die Einspritzwirkung einer solchen Brennstoffhilfspumpe für das Maschinenanlassen überwachen, gleichen dem Ventil 47 der Abb. i und werden durch irgendwelche geeignete Mittel, vorzugsweise die gleichen Mittel, die zum Antrieb der Umleitungsventile 47 der Hauptpumpe vorgesehen, aber, wie erwähnt, in der Zeichnung nicht dargestellt sind, zur gegebenen Zeit in Tätigkeit gesetzt. Die Einstellung dieser Umleitungsventile ist (nur für Anlaßverhältnisse) vorzugsweise so, daß Anlaßbrennstoff in jeden Arbeitszylinder gelassen wird, dessen Kolben die obere Totpunktlage überschritten hat und sich auf dem Abwärtshub befindet. Die Menge des so jedem Zylinder zugeführten Brennstoffes muß natürlich begrenzt sein, um das Austreten gefährlicher Zylinderdrücke zu verhindern.
  • Mittels der neuen Anordnung kann also eine Verbrennungskraftmaschine mit genau der gleichen Leichtigkeit und Schmiegsamkeit wie eine Dampfmaschine mit hin und her gehendem Kolben angelassen und betrieben werden. Denn die Zufuhr selbstzündungsfähiger Brennsubstanz zu den Zylindern einer Verbrennungskraftmaschine erfüllt den gleichen Endzweck wie die Einführung von Dampf in die Zylinder von Dampfmaschinen.
  • Es versteht sich, daß die Anwendung der neuen Erfindungsprinzipien keineswegs auf die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen beschränkt ist, viehmehr je nach den besonderen Verhältnissen mannigfache Abwandlungen vorgenommen werden können. Beispielsweise kann man in Verbindung mit dem neuen, die Brennstofftemperatur steigernden Injektor eine andere Pumpeneinrichtung vorsehen oder den Injektor selbst hinsichtlich seiner konstruktiven Einzelheiten abwandeln.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen, bei welchem flüssiger Brennstoff in eine nicht bis zur Selbstzündtemperatur des Brennstoffes verdichtete Luftladung eingespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der flüssige Brennstoff allmählich in die verdichtete Luftladung eingespritzt und in seiner Zufuhrleitung nur durch die dort verursachte Reibungswirkung auf eine den Selbstzündungspunkt überschreitende Temperatur erhitzt wird, so daß er sich beim Eintritt in die Luftladung nur infolge seiner eigenen Temperatur - unabhängig von dem Verdichtungsgrade der Luftladung - entzündet. z. Brennkraftmaschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffzufuhrleitung aus einem sehr engen und langen Kanal oder ° mehreren solchen Parallelkanälen besteht, durch welche der Brennstoff unter so hohem Druck und mit solcher Geschwindigkeit hindurchgepreßt wird, daß die Reibungswirkung den Brennstoff bis über die Selbstzündtemperatur erhitzt. 3. Verfahren zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß nur durch Rohrreibung in der Zu, fuhrleitung bis über die Selbstzündtemperatur erhitzter flüssiger Brennstoff in den Verbrennungsraum der Maschine eingeführt wird, in welchem anfänglich Luft von im wesentlichen atmosphärischem Druck und atmosphärischer Temperatur vorhanden ist, _ so daß der Brennstoff beim Eintritt in den Arbeitszylinder sich sofort selbst entzündet und eine Drucksteigerung hervorruft, durch die die Maschine angedreht wird.
DEG73222D 1927-04-26 1928-04-26 Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen Expired DE536391C (de)

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DEG73222D Expired DE536391C (de) 1927-04-26 1928-04-26 Verfahren zum Betriebe von Brennkraftmaschinen

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DE (1) DE536391C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE956729C (de) * 1950-04-30 1957-01-24 Habil Eugen Wilhelm Huber Dr I Verfahren und Einrichtung zur Einbringung, Aufbereitung und Verbrennung von Leicht- und Schwerkraftstoffen in Verbrennungskraftmaschinen
DE1174577B (de) * 1959-07-03 1964-07-23 Michael May Einrichtung zum pulsierenden Zufuehren eines stroemungsfaehigen Stoffes in den Kompressions-raum einer Kolbenmaschine, insbesondere zum Zufuehren von Treibstoffen bei Brennkraftmaschinen
DE1206206B (de) * 1964-02-01 1965-12-02 Bosch Gmbh Robert Pruefgeraet fuer Kraftstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen

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