DE497789C - Ofen zur Behandlung von Brennstoffen mittels Gase oder Dampfes - Google Patents

Ofen zur Behandlung von Brennstoffen mittels Gase oder Dampfes

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DE497789C
DE497789C DES76566D DES0076566D DE497789C DE 497789 C DE497789 C DE 497789C DE S76566 D DES76566 D DE S76566D DE S0076566 D DES0076566 D DE S0076566D DE 497789 C DE497789 C DE 497789C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B49/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated
    • C10B49/02Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated with hot gases or vapours, e.g. hot gases obtained by partial combustion of the charge

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  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Ofen zur Behandlung von Brennstoffen mittels Gase oder Dampfes -Uni Brennstoffe, im besonderen Preßhohlen, von den Kohlenwasserstofen, die sie enthalten, zu befreien, Iäßt man bekanntlich auf dieselben Gase oder Dämpfe einwirken, im besonderen überhitzten Dampf. Dieser erhitzt die festen Bestandteile und treibt die flüchtien aus.
  • Für' diese Behandlung kann man Mehrkamineröfen verwenden, in welchen die Brennstoffe durch Dampf nach dein Gegenstromprinzip behandelt «-erden, d. Il. man läßt sie nacheinander durch die verschiedenen Kamnic:rn, durch welche Dampf «,-achsender Temperatur passiert, hindurchgehen; wenn die eigentliche Behandlung vollendet ist, führt inan den Brennstoff durch Kammern, durch « elclie Dampf niedriger Temperatur zirkuliert und die lediglich als Wärmeaustau.#cher dienen. Ein derartiger Ofen ist bereit: bekannt geworden. Derselbe besteht aus z. B. vier Kammern, durch welche überhitzter Dampf in geschlossenem Kreislauf strömt. Der überhitzte Dampf geht zunächst durch die dritte Kammer, hierauf durch die zweite und dann durch die erste, um endlich in die vierte hanimer und von dieser in den LTber-Ilitzer zurückzukehren. Der Brennstoff wird nacheinan,lei- in den verschiedenen Kaieinern behandelt und durch geeignete Vorrichtungen in Bewegung gesetzt.
  • Vorliegende Erfindung betrifft eine Gesainteinrichtung, die im allgemeinen für die obenerwähnten Ofen verwendbar ist und eine Regelung der Temperatur in jeder einzelnen Kammer gestattet, so daß .die verschiedenen Operationen unter den möglichst besten Bedingungen vor sich gehen.
  • Der Ofen der Erfindung besitzt zu diesem Zweck außer der Hauptdampfleitung, welche nacheinander in sämtlichen Kammern Dampf einleitet, Hilfsdampfleitungen, tun in einzelne Kammern, außer aus der voraufgehenden Kammer, aus einem Überhitzer oder Generator oder aus mehreren Erhitzern oder Hilfsgeneratoren Gas und Dampf unmittelbar einzuführen. Diese Hilfsleitungen können auch dazu benutzt «-erden, uni einen Teil des aus einigen Kammern kommenden Dampfes oder Gases abzuleiten, um nur einen Teil des aus der voraufgehenden Kammer kommenden Gases ofder Dampfes in die folgenden Kammern übertreten zu lassen.
  • Zur passenden Dosierung des Dampfes in den verschiedenen Kammern sind diese verschiedenen Leitungen mit Hähnen oder Klappen versehen, die eine genaue Regelung gestatten, die für die gute Durchführung der Operation von hoher Wichtigkeit ist. - Man ist dadurch imstande, eine verschiedene Menge Dampf in die verschiedenen Kammern einzuleiten und im besonderen eine größere ATenge in die Kammern niedrigerer Temperatur. Dadurch setzt man die unzeitgemäßen Kondensationen des üldampfes herab und liefert an die Kohle trotz der niedrigeren Temperatur eine genügende Anzahl von Kalorien.
  • Man regelt vorzugsweise die Temperatur in den verschiedenen Kammern. und damit die Menge und die Art der Kohlenwasserstofdämpfe, die in jeder Kammer sich als Tropfen absetzen, so daß man davon absehen kann, in die Hauptleitung Kondensatoren einzuschalten. Durch -diese Einrichtung wird der thermische Effekt wesentlich erhöht. Man schaltet zwischen die verschiedenen Kammern Entöler ein, um die Kohlenwasserstofftröpfchen abzutrennen und zu sammeln, die sich in den voraufgegangenen Kammern gebildet haben. Wenn die Temperaturen der aufeinanderfolgenden Kammern keine besonderen Unterschiede aufweisen, so kann man .die entsprechenden Entöler in Wegfall bringen.
  • In den Kammern, die lediglich zum Wärmeaustausch dienen und in welchen die in den voraufgegangenen Kammern destillierten Kohlen an den durchströmenden Wasserdampf ihre Wärme abgeben und sich dabei abkühlen, kann es vorkommen, daß die Temperatur des Dampfes oder der Gase bei ihrem Eintritt eine zu hohe ist, um den Brennstoff genügend abzukühlen.
  • Die Erfindung hat zum Zweck, auch diesen Übelstand zu beseitigen. Sie erreicht dies dadurch, daß man diese Kühlkammern durch eine der oben angedeuteten Hilfsleitungen mittels Dampfes niedriger Temperatur, der einem Dampfgenerator niedriger Temperatur entnommen wird, z. B. durch den Abdampf einer Turbine, speist. Diese Turbine kann gleichzeitig dazu verwendet werden, in den Kreislauf eingeschaltete Turboventilatoren in Betrieb zu setzen. Turboventilatoren können auch in die Hilfszweigleitungen eingeschaltet werden.
  • In beiliegenden Zeichnungen (Abb. i bis 5) sind fünf verschiedene Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Dieselben Buchtaben bezeichnen in den verschiedenen Abbildungen dieselben Teile.
  • In Abb. i sind die verschiedenen Kammern P1, P., Ps, P,£ in eine Hauptleitung C eingesetzt, die von einem Dampfkessel G und einem Überhitzer S ausgeht. Auf die Hauptleitung, welche den LTberhitzer S und die erste Kammer P1 verbindet, ist eine Z@veigleitung c aufgesetzt mit einer Reihe von Hilfsleitungen cl, c., c. c4, welche zu der Hauptleitung zwischen den verschiedenen Kammern P1, Pz, P3, P4 führen. Diese Zweigleitung mündet entweder nach außen oder in einen geeigneten Apparat (im besonderen, wenn man in derselben Fabrik das Trentsehe Verfahren mit Rührvorrichtungen benutzt). Die Zweigleitung trägt Klappen @h, V" V, V4 und die Hilfsleitungen Klappen V.1, v,, v3, v4. Man- kann infolgedessen direkt Dampf aus ,dem Erhitzer S in eine beliebige der Kammern P1, P2, P, P4 überführen und ihn mit dem aus den .voraufgegangenen Kammern durch die Hauptleitung kommenden Dampf vermischen.
  • Abb. a zeigt eine Anlage mit Zweigleitung, die, statt durch den Erhitzer S gespeist zu werden, durch einen besonderen Apparats mit Dampf versorgt wird. Die Temperatur der Gase oder Dämpfe, die aus S und s austreten, kann eine verschiedene sein und richtet sich nach den Erfordernissen jedes Einzelfalles. Außerdem können bestimmte Teile der Zweigleitung an Apparate T angeschlossen werden, in welchen nicht überhitzter Dampf erzeugt wird.
  • Durch diese Einrichtungen ist die Möglichkeit gegeben, in den auf einanderfolgendenKammern P1, P2, P3, P4 passende Temperaturen aufrechtzuerhalten und demgemäß die Menge und die Art der Kohlenwasserstoffdämpfe, die sich in jeder Kammer als Tropfen absetzen, zu regeln, so daß es überflüssig ist, in die Hauptleitung einen Kondensator einzusetzen. Es genügt in diesem Falle, zwischen den einzelnen Kammern Entöler dl, d., d3, d4 anzubringen, -,vie dies beispielsweise in Abb. 3 gezeigt ist. Diese Entöler trennen die einzelnen in,den voraufgegangenen Kammern gebildeten Kohlenwasserstofftröpfchen ab und sammeln sie.
  • Will man das Gas oder den Dampf in geschlossenem Kreislauf zirkulieren lassen, so benutzt man eine Rohrleitung, welche das Gas oder den Dampf aus der letzten Kammer zu einem der Apparate führt, welcher den Ofen oder die Zweigleitung, z. B. die Apparate S, s, T usw., speist.
  • Die Abb. 4 und 5 zeigen zwei Ausführungsformen einer,derartigen Anlage. Hierbei verwendet man vorzugsweise einen besonderen Apparat, z. B. einen Ventilator V, um das Gas oder den Dampf in geschlossenem Kreislauf zirkulieren zu lassen.
  • Die letzten Kammern des Ofens, z. B. P4, dienen in diesem Falle zur Kühlung der Preßkohle, wenn deren Behandlung beendet zu sein erscheint, und als Temperaturaustauscher. Die darin enthaltenen Preßkohlen kühlen sich ab und erhitzen gleichzeitig das durch sie hindurchziehende Gas oder den Dampf. Es kann jedoch vorkommen, daß die Temperatur dieser Gase und des Dampfes beim Eintritt in die Kammer P4 noch eine zu hohe ist, um -die Preßkohlen genügend abzukühlen. Diesem Übelstand hilft man dadurch ab"daß man vor den Kühlkammern in die Leitung c ein Gas niedriger Temperatur aus einem Gaserzeuger T schickt. Der Gas- oder D'ampfüberschuß wird durch die Leitung c in einen Kondensator in Trentsche Rührvorrichtungen o. d-1. übergeführt.
  • Der Apparat T kann z. B. eine Dampfturbine sein, deren Auspuff in die Leitung c mündet. Die Turbine kann in diesem Falle dazu verwendet werden, um gleichzeitig den Ventilator I' mechanisch in Betrieb zu setzen.
  • Abb. d. zeigt eine derartige Anordnung. Die Klappen v1, v., v,, 1'1 und I', sind teilweise geöffnet, die Kammern P1, P.,, P; werden durch einen Teil des aus dem Lberhitzer unmittelbar kommenden Dampfes erhitzt. Wenn die Klappen l'" und L', geschlossen und die Klappen v,, v; teilweise geöffnet sind, so wird cler Dampf abgekühlt, bevor er -den Entöler d3, den Turboventilator z und in die Kühlkaminer P, eintritt; hierdurch wird die Leistung des Entölers c1, wesentlich erhöht. Der Ventilator kann vor oder hinter die Kühlkammern gesetzt «erden.
  • Wie erwähnt wurde, kann man auch Ventilatoren, im besonderen Turboventilatoren, auf die Leitung c und auf die Hilfsleitungen, welche von dieser zu den Kammern gehen, aufsetzen. Eine Einrichtung dieser Art ist in Abb. 5 dargestellt. Der Turboventilator Tf' bewirkt die Zirkulation des Dampfes in dem einen der Hilfstromkreise die die Kammern P1, P- P., enthalten. Diese Anordnung ist auch verwendbar, wenn <ler L berhitzer S nicht in geschlossenem Kreislauf gespeist wird.
  • In den Abb. d und 5 ist angenommen, daß die Preßkohlen zunächst in den Topf P3 eingebracht werden, atis dem sie dann nach P., hierauf nach P, und schließlich nach P., übertreten.
  • Im Rahmen der Erfindung kann man diese Reihenfolge umändern und sogar die Preßkohlen in einen Topf oder in einen Apparat aufgeben, wo sie zunächst eine erstmalige Hitzebehandlung erfahren, z. B. eine Trockiiuiig o,ler eine Erhitzung mittels aus einer Feuerung kommenden Gases. Man kann auch ini Rahmen der Erfindung, um den Dampf an einer beliebigen Stelle seines Weges zu erhitzen, ihn durch Stapel von festen, erhitzten Körpern leiten, z. B. durch feuerfeste Stapel. Hierdurch ist man in der Lage, die t'berhitzer sämtlich oder zum Teil in Wegfall zu bringen. Man kann auch, ohne aus dem Rahinen der Erfindung Herauszutreten, den Ofen finit nicht künstlich zu Blöcken geformten Brennstoffen beschicken, z. B. mit flüssigem Brennstoff, um dieselben in Koks oder Halbkoks oder rauchlose Produkte umzuwandeln. Der Ofen besteht in diesem Falle aus Töpfen, Kammern oder Zellen beliebiger Gestalt und Art.
  • Die Leitung c kann aus einem beliebigen gestreckten oder gekrümmten Rohrsystem be--,telien oder aus einzelnen oder mehreren Rohrstücken zusammengesetzt sein. In manchen Fällen können als derartige Rohrabschnitte die Verbindungsrohre, die nach den Abb. i bis 5 die Kammern unter sich verbinden, benutzt werden.
  • Hilfsapparate, im besonderen Kontrollsicherheitsvorrichtungen, Ventile usw., können selbstverständlich in die Leitung eingeschaltet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHL: i. Schwelofen zum Behandeln von Brennstoffen, insbesondere Preßkohlen, mit Hilfe von Gasen oder überhitztem Dampf zur Ausscheidung der darin enthaltenen Kohlenwasserstoffe und flüchtigen Bestandteile, bestehend aus einer Anzahl Kammern, durch die nacheinander ein Gas- oder Dampfstrom mittels einer Hauptleitung geschickt wird, gekennzeichnet durch eine Zweigleitung (c), die von der Hauptleitung an der Austrittsstelle eines Llberhitzers abzweigt oder auch von einem besonderen Generator oder Überliitzer oder deren mehreren gespeist werden kann, und von der Zweigleitung zu der Hauptleitung zwischen den einzelnen Kammern führende Hilfsleitungen (cl bis c,,), mittels deren in einem Teil der Kammern außer dem Hauptgasstrom ein zusätzlicher Gas- oder Dampfstrom zugeführt bzw. ein Teil des mit Destillationsprodukten beladenen Gases oder Dampfes aus einzelnen Kammern abgeleitet werden kann, so daß in den folgenden Kammern lediglich ein Teil des aus den voraufgehenden Kammern kommenden Gases oder Dampfes eintritt, z. Ofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Zw eigleitung zwischen den Abgangsstellen der Hilfsleitungen als auch diese selbst mit Klappen zur Regelung der Gasmengen versehen sind. 3. Ofen, nach Ansprüchen i und 2 dadurch gekennzeichnet, daß der Gasstrom so geregelt wird, daß in den verschiedenen Kammern die Temperatur eine genügend hohe bleibt, um jede Kondensation des Dampfes in der Hauptleitung zu verhindern und die Verwendung von. Kondensatoren in dieser Leitung zu erübrigen. Ofen nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsleitung, die in die Hauptleitung vor denjenigen Kammern einmündet, die als \Z"ärmeaustatischer dienen und in denen die Brennstoffe sich abkühlen, dagegen das hindurchgehende Gas oder der Dampf sich erhitzt, durch einen Gas- oder Dampferzeuger niedriger Temperatur, z. B. ,durch den Abdampf einer Turbine, gespeist wird. 5. Ofen nach Anspruch z bis q. mit in geschlossenem Kreislauf durch einen Ventilator ständig -umgewälzten Hauptgas-oder Dampfstrom, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilator durch eine Dampfturbine getrieben wird, deren Abdampf die Hilfsleitung zu :den Kühlkammern speist.
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