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Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohlen u. dgl. Stoffen
Es ist in der Schwimmaufbereitung bekannt, die erzeugten Schlämme bzw. Konzentrate
ein oder mehrere Male nachzureinigen, um dabei edlere und hochwertigere Produkte
zu erhalten. Hierzu werden meist mehrere Apparate verwendet, von denen die ersten
die Rohkonzentrate erzeugen, während andere dahinter geschaltete diese Rohkonzentrate
reinigen und die Reinprodukteerzeugen. Es ist außerdem ein Verfahren bekannt geworden
(Patent 307 3o9), welches eine mehrfache und stufenförmige Reinigung zuläßt, wie
dieses insbesondere für die wahlweise Abscheidung einzelner Mineralien vorteilhaft
ist. Auch wurde ein Verfahren beschrieben, bei welchem vor die eigentlichen Schaumkammern
noch Vorkammern gelegt sind, die es gestatten, die unreinen Schäume in die vorhergehenden
Rührzellen zurückzuführen (Patent 301 oor). Durch das amerikanische Patent i
269 i5o ist bekannt, den Schaum einer einzelligen Flotationsmaschine vom
Typus Callow dadurch zu reinigen, daß man ihn im Gegenstrom über die Flüssigkeitsoberfläche
zurückführt und ihn hierdurch einen längeren Weg auf der Trübeoberfläche zurücklegen
läßt.
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Allen diesen Verfahren und Vorrichtungen haften Übelstände an, die
einerseits in der mehr oder minder kombinierten und teuren Apparatur bestehen, welche
mehr Kraft und Bedienung, daher höhere Betriebskosten erfordert und andererseits
die Leistung der einzelnen Apparate (wie bei Patent 3o i oo I ) erheblich zurücksetzt.
Auch wird hier ein unnützer Aufwand an Energie dadurch verursacht, daß an und für
sich schon reinere Konzentrate durch Rückführung in vorhergehende Apparatekammern
wieder mit ärmerer Trübe vermischt und sodann neuerdings gereinigt werden müssen.
Der Schaumreinigung in einer einzelligen Apparatur gemäß dem amerikanischen Patent
i 269 i5o haftet der Übelstand an, daß der ganze in der Zelle entwickelte
Schaum dem Reinigungsprozeß zwangsweise unterworfen wird, wobei keine Möglichkeit
besteht, an sich reine Partien des entstehenden Schaumes von dieser Reinigung auszuschließen,
oder besonders unreine Partien einer notwendigen mehrfachen Reinigung zu unterziehen.
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Vorliegende Erfindung beseitigt di:es:e Übelstände in der Weise, daß
sie grundsätzlich die Konzentratreinigung im entgegengesetzten Strom ;zur Trübestromrichtung
durchführt, aber in der Weise, daß der Schaum nicht in die vorhergehende Rührkammer,
sondern in eine vorhergehende Schaum- oder Reini-= gungszelle zurücktritt. Hierdurch
werden die ziemlich reinen Schäume der .ersten Zellen nur einfach gereinigt, die
unreinen Schäume der letzten Zellen aber :eine ganze Reihe von Reinigungsvorgängen
durchmachen. Damit wird ohne gesteigerten Energieaufwand eine möglichst vollkommene
Reinigung der Produkte erzielt. In der beiliegenden Zeichnung
sind
beispielsweise einige schematische Darstellungen im Sinne der Erfindung dargestellt.
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Abb. i zeigt den Grundriß eines Flotationsapparates, welcher mit den
Rührzellen k1, k2, ks, k4, k5 ausgestattet isst. Vor diesen Rührzellen liegen
die Schaumkammern v1, v2, v3, v4, v5. Die Arbeitsweise ist nun folgende: Bei e tritt
die rohe Trübe in den Apparat ein, um in der Rührzelle kl belüftet zu werden. Der
Schäum dieser Rührzelle, welcher verhältnismäßig rein ist, gelangt durch geeignete
Rinnen in die Reinigungszelle v1, wird hier einmal gereinigt und tritt in die gemeinsame
Konzentratschaumrinne süber. Aus der Rührzelle k, tritt die übriggebliebene Erztrübe
in die Rührzelle k2, welche ihren Schaum in die Schaumkammer v2 abgibt., welcher
dort zum erstenmal, in der Schaumkammer vl zum zweitenmal gereinigt, schließlich
in die gemeinsame Schaumrinnes übertritt. Die Abgänge der Rührzellen: k2 strömen
nun durch die Rührzellen hs k4 und k5, um sodann als taube Berge den Flotationsapparat
durch die Rinne b zu verlassen. Die Schäume dieser Rührzellen k3 bis k5 treten der
Reihe nach in die Schaumkammern v3 bis v5 über und machen sodann im Gegenstrom zur
Trübe die Raffinierung derartig durch, daß der Schaum der Rührzellen k3 dreimal,
derjenige der Rührzelle k4 viermal und derjenige der Rührzellek5 fünfmal gereinigt
in die gemeinsame Schaumrinne s tritt.
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Abb. z stellt schematisch den Vorgang dieser Schaumreinigung dar.
Es wird dabei dieselbe Reihenfolge wie in Abb. i eingehalten, nur daß hier in diesem
Schema noch die Rückführung der einzelnen Abgänge .der Reinigrungszellen durch.
punkderte Pfeile mit der Bezeichnung a1, a2, as, a4, a5 und a6 angedeutet
ist. Die Rückführung der Abgänge der einzelnen Reinigungszellen erfolgt hier in
die vorhergehenden Rührzellen. Sie kann laut Erfindung auch derartig erfolgen, daß
die Abgänge denjenigen Rührzellen. zugeleitet werden, deren Trübezusammensietzung,
d. i. das Verhältnis von Gangart zu Wertteilen, der Zusammensetzung dieser Abgänge
ungefähr entspricht.
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Abb. 3 stellt ein Schema nach vorliegender Erfindung dar, bei welcher
mehrere Rührzellen (Gruppen) auf einzelne Reinigungskammern arbeiten. Die Trübe
tritt bei e in den Apparat und wird dann in den Rührzellen k1, k2, h3,
k4, k5, k6 belüftet, um die Berge bei b austreten zu lassen. Je zwei Rührzellen
geben ihren Schaum einer gemeinsamen Schaumkammer zum Zwecke der Reinigung ab. So
arbeiten die Rührzellen k, und k2 auf die Schaumkammer p" die ihr Konzentrat einmal
raffiniert der Schaumrinne s abgibt. Die Rührzellen k3 und k4 arbeiten auf die Schaumkammer
v2, die ihrerseits den Schaum nach v1 abgibt, welcher somit zweimal gereinigt in
die Schaumrinne s fließt. k5 und k. geben ihren Schaum nach vs ab, welcher über
v2 und v1, mithin dreimal gereinigt in die Konzentratrinne fließt. Die Abgänge der
einzelnen Reinigungskammern a1, a2, a3 sind hierbei beispielsweise in die Rührkammern
k1, k2 und k4 zurückgeführt, in der Annahme, däß die Trübe e1, e2 und e4 in ihrer
Zusammensetzung, d. i. das Verhältnis der Gangart zu den Wertteilen, der dieser
Abgänge ungefähr entspricht.
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In Abb. q. ist das Schema einer anderen möglichen Kombination dargestellt.
Die Trübe wird wieder in den Rührzellen k1 bis k6 durchgeschäumt und gibt wieder
kammerweise ihre Schäume in die vorgelagerten Kammern v1 bis v6 ab. Diese Reinigungskammern
sind hier aber beispielsweise in zwei Gruppen geteilt, derart, daß der Raffinierschaum
aus den Kammern vl, v2, v3 schließlich in die Konzentratrilme si abfließt, während
der gereinigte Schaum aus den Reinigungskammern v4, v5, v6 in die Konzentratrinne
s4 abgeht. Die Abgänge der einzelnen Reinigungskammern gehen hier beispielsweise
in die entsprechenden vorhergehenden Rührzellen zurück.
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In den vorhergehenden Beschreibungen ist die Wirkungsweise der vorliegenden
Erfindung in einzelnen Beispielen erläutert, welche zeigen, daß durch geeignete
Schaumführung im Sinne der Erfindung eine wiederholte und daher weitgehende Reinigung
der Konzentrate möglich äst, ohne Zuhilfenahme von besonderen Apparaten und ohne
die Durchsatzleistung zu vermindern. Naturgemäß beschränkt sich die Erfindung nicht
nur auf die beschriebenen Beispiele, sondern sie soll sinngemäß auf alle jene Anwendungen
ausgedehnt werden, die durch die Patentansprüche gekennzeichnet sind.