DE474207C - Aluminothermisches Schweissen von Schienen - Google Patents
Aluminothermisches Schweissen von SchienenInfo
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- DE474207C DE474207C DED54909D DED0054909D DE474207C DE 474207 C DE474207 C DE 474207C DE D54909 D DED54909 D DE D54909D DE D0054909 D DED0054909 D DE D0054909D DE 474207 C DE474207 C DE 474207C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K23/00—Alumino-thermic welding
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Machines For Laying And Maintaining Railways (AREA)
Description
Die Schweißung von Schienen mitteis eines Gemisches von Aluminium und Eisenoxyd,
die sogenannte alumino thermos ehe Sichweißung,
wird heute in der Weise ausgeführt, daß das Gemisch in einem Tiegel zur Reaktion gebracht
wird und darauf das flüssige Eisen und die Schlacke in eine um die Schweißstelle
angebrachte Form gegossen werden.
Je nachdem man den Tiegel über den. Rand ausgießt oder am Boden absticht, fließt zuerst die flüssige Schlacke und danach das flüssige Eisen in die Form oder umgekehrt. Dementsprechend findet entweder eine reine Druckschweißung oder auch eine Verschmel-
Je nachdem man den Tiegel über den. Rand ausgießt oder am Boden absticht, fließt zuerst die flüssige Schlacke und danach das flüssige Eisen in die Form oder umgekehrt. Dementsprechend findet entweder eine reine Druckschweißung oder auch eine Verschmel-
X5 zung des Reaktionseisens mit dem Schienenfuß
und Steg statt. Wird nämlich die Schlacke zuerst in die Form gegossen, so bedeckt sie die Schienen an der' Berührungsstelle mit einer dünnen Schicht, die das Fest-
ao schweißen des nachfließenden Reaktionseisens verhindert.
Um den hierbei entstehenden Wärmeverlust sowie die Verwendung eines Tiegels zu
vermeiden, hat man schon das aluminothermische Gemisch in der Form selbst zur Entzündung
gebracht, dabei aber die Schwierigkeit festgestellt, daß aus dem an der Oberfläche
entzündeten Gemisch das entstehende Eisen nach unten sinkt und mit dem Eisen der Schienen in Berührung kommt, bevor die
leichte Schlacke Gelegenheit gehabt hat, die Schiene mit einer schützenden Schicht zu
überziehen. Man hat dann ' versucht, die Schwierigkeit zu umgehen, indem man das
alumino thermische Gemisch von unten anzündete, zu welchem Zweck in der Formmasse
von oben nach unten besondere Kanäle angebracht wurden, die an der untersten Stelle
mit der Form in Verbindung standen. Außerdem wurden in der Form noch taschenartige
Hohlräume angebracht, in denen das in der oberen Form entstehende Reaktionseisen aufgefangen
wurde.
Die obenerwähnten Kanäle, von denen auch Seitenkanäle ausgingen, die an höher gelegenen
Stellen in die Form mündeten, wurden wie auch die Form selbst mit dem Gemisch gefüllt,
um dann durch die Kanäle die Entzündung von unten einzuleiten. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, daß diese Entzündungsweise
nicht mit genügender Sicherheit geschieht. " .'" .
Diese Schwierigkeiten werden durch die Erfindung behoben, indem die Form, derart
gestaltet wird, daß beim Füllen kein Gemisch die'Form um Schienensteg und Fuß ausfüllt
und bei der Entzündung das Reaktionseisen daran gehindert wird, sich mit dem Schienen,-steg
und Schienenfuß zu verschmelzen. Will man eine Verschmelzung des Reaktionseisens
mit dem Schienenfuß herbeiführen, so kann man dann die Taschen, in denen das Reaktionseisen
aufgefangen wird, mittels eines engen Kanals mit dem Hohlraum um den Schienenfuß in Verbindung bringen. Man
kann diese Kanäle so eng gestalten, daß beim Füllen kein Gemisch durchrinnt, so daß der
Hohlraum um den Schienenfuß schlackenfrci gehalten wird. Wenn gewünscht, kann man
ίο die Kanäle noch durch einen Nagel oder einen anderen schmelzenden oder verbrennenden
Verschluß abschließen. Um die Selbstentzündung von oben nach unten soviel wie möglich wirksamer zu gestalten und von dem
Werkstück zu entfernen, kann die Form mit halbkreisförmigen oder anderen mit der Form
in offener Verbindung stehenden Kanälen versehen sein.
Die Erfindung wird näher erläutert durch «o die Zeichnung, in der die Abbildungen Formen
mit Aufsatz darstellen. Abb. 1 für eine reine Druckschweißung und Abb. 2 für eine
Schweißung mit Verschmelzung des Reaktionseisens mit dem Schienenfuß. Bei Abb. 3
ruht die vorspringende Kernwand auf dem Schienenfuß. Die Abb. 4 gibt die Aufsicht
auf den einteiligen eisernen Aufsatz der Abb. 2 wieder. In Abb. 5 ist der Aufsatz fortgenommen
und die Aufsicht auf die zweiteilige Sandform dargestellt, wobei der Kopf der
Schiene abgeschnitten gedacht ist.
Um die zusammenzuschweißenden Schienenenden, von denen eines mit" der Zjahl 1
angedeutet ist, ist die Form 2 angebracht. Die Formen sind mit einem feuerfesten Aufsatz
3 zur Vergrößerung des Fonninhaltes versehen, da das aluminothermische Gemisch während der Reaktion stark zusammenfällt.
Dieser Aufsatz ist in den Abb. 2 und 3 derart ausgebildet, daß an beiden Seiten je ein
Trichter 4 vorgesehen ist, in welchem das Gemisch entzündet wird. Der Aufsatz besitzt
weiter eine feuerfeste Brücke 5, die einen Schutz des Schienenkopfes bildet und ein
gleichmäßiges Nachfließen des Gemisches nach beiden Fbrmhälften fördert.
In Abb. ι ist die Form mit aluminothermischem Gemisch gefüllt und in Abb. 2 nach
Beendigung der von oben eingeleiteten. Reaktion dargestellt. Bei Verwendung der Form
nach. Abb. 1 wird das entstehende Eisen in den Taschen 6 aufgefangen, die durch Kerne,
die in die Laschenkammern vorspringen, gebildet werden. Die flüssige leichte Schlacke
fließt über den Taschenrad 7 hinweg und füllt die Form um die Schiene ganz, so daß
eine reine Druckschweißung ausgeführt werden kann. Bei Verwendung der Form nach Abb. 2 fließt das Reaktionseisen aus den
Taschen 6 durch die Kanäle 8 um den Schienenfuß, steigt an dem Steg hoch und verschmilzt
mit der unteren Schienenhälfte. Die gebildete Schlacke füllt den oberen Teil der
Form. Die Schweißung ist eine vereinigte Druckschweißung und Verschmelzung.
Der Gegenstand der Abb. 3 enthält eine kleine, aber gegebenenfalls wichtige Abänderung
gegenüber der Abb. 2. Das Reaktionseisen verschmilzt dabei mit dem Schienenfuß derart, daß die beiden Laschenkammern unverändert
bleiben. Das hat den Vorteil, daß bei Schweißung von Eisenbahngleisen die üblichen
Laschen zur Sicherung der Schweißung weiterverwendet werden können, während bis jetzt besonders gefertigte Laschen notwendig
waren.
Aus den Trichtern 4 des Aufsatzes 3 pflanzt sich die Zündung durch die halbkreisförmigen
Durchgänge 9 der Form bis in die Taschen 6 fort. Die Schlitze 10 dienen zur
Entlüftung der Form während der Reaktion; sie können auch als Einblasöffnungen für die
Vorwärmung dienen.
Die Schienenrillen sind mit einem Kern 11
zum Schütze gegen Verbrennung ausgefüllt. Der Schienenkopf kann noch besonders durch
eine Asbestplatte geschützt werden.
Claims (5)
1. Verfahren zum altiminothermischen
Schweißen von Schienen, wobei die Reaktion in der Form stattfindet und die Zündung
des aluminothermischen Gemisches an der Oberfläche der Form eingeleitet wird sowie die Schweißung entweder nur
durch Zusammenpressen oder durch Verschmelzung der unteren Schienenhälfte und Zusammenpressen erfolgt, dadurch, gekennzeichnet,
daß die Zündung ohne Kanäle allein durch das Schwergewicht des nach der Entzündung entstehenden flüssigen
Eisens in an sich bekannte, nach oben oöene Taschen (6) geleitet wird,
• die sich in den in die Laschenkammern vorspringenden Teilen der Form (2) befinden.
2. Form zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die nach oben offenen Taschen (6) so vorgesehen sind, daß sie beim Füllen der Form mit dem aluminothermischen
Gemisch dieses aufnehmen und das dar-
• über noch aufgeschüttete Gemisch nicht
in den Hohlraum um Schienenfuß und Steg treten lassen, so daß nach dem Entzünden
des Gemisches das entstehende flüssige Eisen in bekannter Weise in den
Taschen aufgefangen wird, die gebildete Schlacke aber über einen Übierlauf (7) der
Taschen in die Hohlräume neben den Schienensteg fließen kann.
3· Form zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlraum um den Schienenfuß durch Öffnungen (8) in Verbindung mit den Taschen (6) steht.
4. Form nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Laschenkammern
vorspringenden Formteile auf dem = Schienenfuß aufruhen.
5. Form nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Form an beiden Seiten halbkreisförmige oder andere
in offener Verbindung mit dem Hohlraum der Form stehende Zündkanäle besitzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL474207X | 1927-02-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE474207C true DE474207C (de) | 1929-03-28 |
Family
ID=19786503
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED54909D Expired DE474207C (de) | 1927-02-07 | 1928-02-05 | Aluminothermisches Schweissen von Schienen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE474207C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5515904A (en) * | 1992-01-28 | 1996-05-14 | Radulescu; Stefan R. | Apparatus and process for aluminothermic welding |
-
1928
- 1928-02-05 DE DED54909D patent/DE474207C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5515904A (en) * | 1992-01-28 | 1996-05-14 | Radulescu; Stefan R. | Apparatus and process for aluminothermic welding |
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