DE47376C - Anfeuchtvorrichtung für Oberflächen-Condensatoren und Kühlapparate - Google Patents
Anfeuchtvorrichtung für Oberflächen-Condensatoren und KühlapparateInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
- F28D—HEAT-EXCHANGE APPARATUS, NOT PROVIDED FOR IN ANOTHER SUBCLASS, IN WHICH THE HEAT-EXCHANGE MEDIA DO NOT COME INTO DIRECT CONTACT
- F28D5/00—Heat-exchange apparatus having stationary conduit assemblies for one heat-exchange medium only, the media being in contact with different sides of the conduit wall, using the cooling effect of natural or forced evaporation
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
- F28B—STEAM OR VAPOUR CONDENSERS
- F28B1/00—Condensers in which the steam or vapour is separate from the cooling medium by walls, e.g. surface condenser
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Description
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KAISERLICHES1
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf jene Fälle, in denen zur Ersparung grofser
Mengen Kühlwassers die Verdunstung einer relativ geringen Wassermenge für den Zweck
der Condensation oder Abkühlung benutzt wird.
Es ist eine Grundvoraussetzung bei solchen Kühlmethoden,,dafs die der Verdunstung ausgesetzten Oberflächen an allen ihren Theilen
bezw. an den vorgeschriebenen Stellen wirklich stets vom Wasser benetzt werden, welcher
Umstand besonders dann von grofser Wichtigkeit ist, wenn diese Kühlflächen der billigen
Herstellung wegen so klein als möglich sein sollen; ein solcher Fall tritt namentlich dann
ein, wenn man nicht zwei separate Kühlvorrichtungen benutzen will, von denen die
eine zur directen Kühlung der Betriebsflüssigkeit (Dampf oder dergleichen) und die andere
indirect zur Abkühlung des erwärmten Kühlwassers (als Gradirwerk) dient, sondern wenn
man einen einzigen Kühlkörper anwenden will, bei welchem die heifse Betriebsflüssigkeit von
dem kühlenden Wasserkörper durch die leitenden Kühlflächen getrennt und letzterer an
demselben Orte durch Luftströme gekühlt wird.
Eine solche Construction ist die vorliegende, deren Hauptanwendung Oberflächencondensation
von Maschinendampf sein soll.
Die bisherigen Methoden zur Benetzung der Kühlflächen, welche Luftströmen ausgesetzt
werden, bestehen darin, dafs man z.B. über Metallsiebe, Leinwandflächen, Baumwollfäden,
Bretterwände oder dergleichen das erwärmte "und zu kühlende Wasser herabrieseln läfst,
während es von einer besonderen Pumpe immer wieder zurückgehoben wird, oder dafs
man leitende Kühlflächen abwechselnd in erwärmtes Kühlwasser eintauchen und aus demselben
heraustreten läfst.
Es wird bezweckt, die Anwendung der Pumpe zu umgehen, zugleich der vollen Ausnutzung
der Kühlflächen sicher zu sein, keine Körper anzuwenden, die so wenig betriebstüchtig
bleiben, wie Leinwandflächen, Bretterwände u. dergl., und endlich, als Hauptzweck,
den Luftstrom nicht parallel zu den Kühlflächen, sondern senkrecht auf dieselben streichen
zu lassen, wodurch eine wesentlich bessere Ausnutzung der Ventilatorarbeit ermöglicht
wird. Alle diese Bedingungen werden nach Angabe des Erfinders von diesem Oberflächenkühler mit Anfeuchtapparat und combinirter
Wasser- und Luftkühlung erfüllt.
Der ganze Oberflächencondensator oder Kühler wird mit seinem Untertheil in einen
Wasserbehälter gestellt und ein beweglicher Körper, bestehend aus weichem und porösem
Material, an die Kühlfläche angedrückt, welcher Körper an seiner tiefsten Stelle in das Wasser
des genannten Behälters eintaucht, sich daselbst vollsaugt und dann beim Auf- und
Niedergang die Kühlfläche mit einer dünnen Wasserhaut überzieht. Ueber diese Wasserhaut
streicht dann der künstliche Luftstrom, der die ' latente Wärme des verdunsteten Wassers mit
sich führt.
Bei der Anwendung einer solchen beweglichen Anfeuchtvorrichtung handelt es sich
darum, den, Grad der Pressung zwischen derselben und der Kühlfläche reguliren, sowie
sämmtliche Anfeuchter des ganzen Kühlkörpers
leicht einsetzen und — wegen etwaiger Auswechslung
des porösen Materials — leicht herausnehmen zu können.
Fig. ι zeigt einen zum Theil im Schnitt gezeichneten
Grundrifs des ganzen Apparates; Fig. 2 ist ein Schnitt nach A-B und Fig. 3 ein
Schnitt nach C-D der Fig. 1.
Der gewählte Oberflä'chenkühler besteht aus mehreren parallelen Reihen von verticalen
Röhren, deren obere und untere Enden in je einen Kasten münden. In den oberen Rohrkasten
tritt die heifse Flüssigkeit, z. B. der Dampf, bei £>, Fig. 2, ein; aus dem unteren
Kasten tritt die gekühlte Flüssigkeit (das Condensationswasser) bei K aus. Der untere Rohrkasten
ist in einen mit Wasser gefüllten Behälter eingesetzt, welcher so hoch ist, dafs
auch die unteren Enden der Röhren von dem Wasser umspült werden. Den ganzen Apparat
umgiebt ein Gehäuse, von welchem zwei gegenüberliegende Seitenwandungen offen sind.
In die eine dieser offenen Wandungen ist ein Ventilator V eingesetzt, welcher Luft in der
Richtung der Pfeile durch die gegenüberliegende . Oeffnung ansaugt.
Zum Ueberziehen der senkrechten Röhren mit einer dünnen Wasserhaut wird jede Rohrreihe
an beiden Seiten von je einem Streifen d, Fig. 4 und 5, aus nachgiebigem und sehr
porösem Stoff, wie z. B. Filz, umfafst. Diese Streifen d sind an gewellten Metallschienen c
befestigt, welche so geformt sind, dafs sie mittelst der weichen Streifen den gröfsten Theil
des Umfanges jedes Rohres einer Reihe umhüllen. Neben jeder Schiene c sind zwei gerade
Metallschienen α und b angeordnet, welche durch zwischengelegte Federn e aus einander
getrieben werden. Die freien Enden der Schienen und Streifen abcd sind in je einen viereckigen
Rahmen B eingesetzt und dort durch Keile oder Regulirschrauben in der richtigen
Stellung befestigt, so dafs die Federn e die Schienen b und dadurch die Schienen c
mit den' Streifen d an die Rohre angeprefst erhalten.
Die sämmtlichen Rahmen B an jeder Seite des Apparates sind- durch Bolzen s, Fig. 2
und 4, mit je einem Balken Q verbunden, und tragen beide Balken Q in ihrer Mitte je
eine senkrechte Zahnstange Z, die in Triebe einer wagerechten Welle W eingreifen, welche
über dem oberen Rohrkasten gelagert ist. Die Welle W wird z. B. vermittelst zweier halbverzahnten
konischen Räder auf bekannte Weise abwechselnd in entgegengesetzter Richtung gedreht
und infolge dessen die Anfeüchtvorrichtung wie ein Kolben auf- und abbewegt. Die
letztere nimmt dabei jedes Mal, wenn sie unten ankommt, neue Flüssigkeit aus dem Wasserbehälter
auf.
Durch diese Anordnung sollen die oben angegebenen Bedingungen für eine solche Voiv
richtung erfüllt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: .
An Oberflächen-Kühlern oder -Condensatoren eine Anfeuchtvorrichtung, bestehend aus weichen und porösen, mit regulirbareni Druck an die Kühlfläche angeprefsten Körpern ■ (d) von beliebiger, vorzugsweise streifenartiger Gestalt, welche auf der Kühlfläche hin- und hergehen, während dieser Bewegung zeitweilig in Wasser eintauchen, sich dadurch vollsaugen und infolge dessen die Kühlfläche mit einer dünnen Wasserhaut überziehen, die durch natürlichen oder künstlichen Luftzug verdunstet wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47376C true DE47376C (de) |
Family
ID=322418
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47376D Expired - Lifetime DE47376C (de) | Anfeuchtvorrichtung für Oberflächen-Condensatoren und Kühlapparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47376C (de) |
-
0
- DE DENDAT47376D patent/DE47376C/de not_active Expired - Lifetime
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