DE468591C - Einrichtung an Sortiermaschinen fuer statistische Zwecke zum Suchen von Lochkarten - Google Patents

Einrichtung an Sortiermaschinen fuer statistische Zwecke zum Suchen von Lochkarten

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DE468591C
DE468591C DEB125860D DEB0125860D DE468591C DE 468591 C DE468591 C DE 468591C DE B125860 D DEB125860 D DE B125860D DE B0125860 D DEB0125860 D DE B0125860D DE 468591 C DE468591 C DE 468591C
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Description

  • Einrichtung an Sortiermaschinen für statistische Zwecke zum Suchen von Lochkarten Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung an Sortiermaschinen für statistische Zwecke zum schnellen Auffinden einer oder mehrerer Lochkarten mit bestimmter, sich auf mehrereStellen erstreckenderLochangabe.
  • Bei den bekannten Sortiermaschinen wird, wenn eine bestimmte Lochkarte, deren sie kennzeichnende Lochung mehr als eine Stelle hat, ausgesucht werden soll, so verfahren, daB die Fühlstifte auf eine für die Kennzeichnung in Frage kommende Stelle eingestellt werden. Diejenigen Karten, die an dieser Stelle die gesuchte Ziffer nicht aufweisen, werden ausgeschieden, während die mit der gesuchten Ziffer weitersortiert werden. Bevor das aber geschieht, werden die Fühlstifte auf die zweite Stelle der die zu sortierenden Karten kennzeichnenden Spalte gebracht. Die nicht gewünschten Karten werden auch hier wieder ausgeschieden und die anderen weitersortiert. In dieser Weise wird weiterverfahren, bis alle die Kennzeichen enthaltenden Stellen durchgenommen sind. Bei diesem Verfahren können auch die anderen, nicht gesuchten Lochkarten der Sortiermaschine innerhalb jederStelle wohlgeordnet entnommen werden. Das ist aber eine nicht notwendige Leistung der Maschine, wenn nur eine oder mehrere Karten einer bestimmten Gruppe ausgesucht werden sollen. Die Einrichtung nach der Erfindung ermöglicht es, bei nur-einem Kartendurchgang durch die Sortiermaschine die gesuchten Karten auszusortieren. Zu diesem Zweck werden die die Sortiermaschine durchlaufenden Lochkarten von Stiften abgetastet, die vorher auf die gesuchte Zahl eingestellt worden sind. In jeder Stelle ist also ein Stift vorgesehen, der auf die gesuchte Ziffer gestellt werden kann. Gegebenenfalls können auch zwei oder mehr Stifte in ,einer Reihe eingestellt werden, wenn die Kennzeichnung in dieser Stelle eben aus mehr als einem Loch besteht, beispielsweise bei den sogenannten Überlochungen für Monatsangaben o. dgl. Jedenfalls wird für jedes die gesuchte Karte kennzeichnende Loch ein Suchstift eingestellt. Eine quer über den .Suchstiften liegende Platte vermag eine Weiche für ein Sortierfach zu steuern. Wenn sein oder mehrere `Suchstifte beim Abtasten durch die Lochkarte zurückgehalten werden, senkt die Platte sich nur so weit, daß dieSteuerung der erwähntenWeiche nicht in Wirkung tritt, das Sortierfach für die gesuchte Karte also geschlossen bleibt. Vermögen jedoch alle Sortierstifte durch die Löcher der Lochkarte hindurchzutreten, so senkt sich die Platte tiefer nach unten, und die Weiche des Sortierfaches wird geöffnet.
  • Der Erfindungsgegenstand ist nachstehend in einem Beispiel beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt.
  • .4bb. z ist eine Draufsicht auf die Sortiertnaschine; Abb. a ist ein Längsschnitt durch dieselbe in der Linie z-a ; Abb. 3 und .4 zeigen Einzelheiten.
  • Die geschilderte Einrichtung zum Suchen bestimmter Lochkarten kann an Sortiermaschinen bekannter Art angebaut werden. In den Abbildungen bedeutet 16 das Kartenmagazin, in welches ein Stapel von Lochkarten 17 eingebracht wird. Die Lochkarten 17 werden in bekannter Weise von dem Greifer 18 zwischen die Transportrollen i9 gebracht, durch welche sie in die Abfühlvorrichtung gelangen. Die Abfühlvorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei Platten 2o, zwischen welche die Lochkarten der Reihe nach gelangen und die Löcher aufweisen, welche sich im Abstand der Lochung der Lochkarte befinden. Transportrollen ai, welche ständig in Umlauf gehalten werden, sorgen dafür, daß die in der Abfühlvorrichtung befindliche Lochkarte stets gegen einen Anschlag 23 gedrückt ist. Gegen die Platten 2o kann eine Fühlvorrichtung hin und zurück bewegt werden. Die Fühlvorrichtung besteht im wesentlichen aüs einem Tragrahmen 24, an welchem eine Anzahl von Führungsleisten 25 eingebaut ist. Zwischen den Führungsleisten 25 sind Stiftträger 26 eingebracht. In letzteren sind Fühlstifte 27 mit Köpfen 28 leicht beweglich geführt. Diese fallen durch ihr Eigengewicht nach unten, und die Köpfe 28 verhindern ein Ausfallen aus den Trägern 26. Die Träger 26 besitzen zwei Führungsnuten 30, mit welchen sie auf den Führungsschienen 25 verschiebbar gelagert sind. Durch diese Einrichtung ist es möglich, die Fühlstifte27 in jede beliebige, den Löchern in einer Reihe der Lochkarte entsprechende Stellung zu bringen. Die Träger 26 besitzen oben je einen Vorsprung 34 mit welchem sie zwischen Stangen 32 in ihrer Lage gehalten werden. Die Stangen 32 sind in einem Rahmen 33 gelagert, welcher um eine Achse 34 drehbar ist. Die Achse 34 ist in einem an einer Seitenwand des Tragrahmens 24 befestigten Lagerbock 35 gelagert. Der Rahmen 33 mit den Stangen 32 kann. also um die Achse 34 auf- und niedergeklappt werden. In seiner unteren Stellung, in welcher er die Fühlstiftträger 25 festhält, wird er von einer Sperrklinke 36 verriegelt, welche sich vor einen Stift 37 am Rahmen 33 legt (Abb. 3). Nach Lösen dieser Sperrklinke 36 kann der Sperrrahmen 33 gehoben und die Fühlstifte 27 können auf ihren Führungsschienen 25 verstellt werden.
  • Der Tragrahmen 24 ist auf Stangen 38 und 39 geführt und kann auf denselben seitlich verstellt werden, so daß die Fühlstifte 27 über jede beliebige Stelle der abzutastenden Lochkarte gebracht werden können. Die Führungsstange 38 besitzt Aussparungen 40 in einem Abstande, welcher dem Abstande der Lochreihen der Lochkarte entspricht. Mit diesen Aussparungen 40 kann eine Sperrklinke 42, welche an einer Seitenwand des Tragrahmens 24 drehbar angebracht ist, in Eingriff kommen. Die Sperrklinke 42 wird durch eine Feder 43 in die Aussparungen 4o hineingezogen. Nach Ausheben der Sperrklinke 42 aus einer der Aussparungen 4o kann der Tragrahmen 24 auf den Führungsstangen 38 und 39 seitlich verschoben und in eine beliebige Stellung zu den abzufühlenden Lochkarten gebracht werden. Die Führungsstangen 38 und 39 sind seitlich in Trägern 45, 46 gelagert. Diese Träger 45 und 46 haben auf Achsen 47 Führung und können durch Exzenterscheiben 48 beim Antrieb der Maschine auf und ab bewegt werden. Es ist ersichtlich, daß an dieser Auf- und Abwärtsbewegung auch die Fühlstifte 27 teilnehmen.
  • Auf den Köpfen 28 der Fühlstifte 27 ruht eine Platte 5o, welche seitlich je an einem Arm 5 i befestigt ist und um Drehzapfen 52 schwingt. An den Armen 51 greift je eine leichte Feder 53 an, welche bestrebt ist, die Platte 50 gegen. die Stifte 27 hinzuziehen. Die Platte 5o erstreckt sich über ein Feld, welches die ganze' abzufühlende Lochkarte deckt. Einer der Arme 51 für die Platte 5o hat einen umgebogenen Lappen 54, mit welchem ein Winkelhebel 55 zusammenwirkt. Durch den Arm 56 des Winkelhebels 55 wird ein Bowdenzug 58 bewegt, welcher am anderen Ende einen Hebel 6o steuert. Der Hebel 6o wirkt auf einen federbelasteten Stift 61, welcher, wenn er infolge Zuges der Bowdenverbindung in -den Bereich der Steuertrommel 62 gestellt wird, die Weiche 63 anhebt; wodurch das Sortierfach 65 geöffnet wird. Die Arbeitsweise der Steuertrommel 62 ist bekannt (vgl. die Patentschrift 394 559) und braucht hier nicht weiter beschrieben zu werden. In das Sortierfach 65 gelangen die gesuchten Karten, während in ein anderes Sortierfach 66 alle übrigen Lochkarten abgelegt werden.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Es sei die Aufgabe gestellt, aus einem Stapel von Lochkarten diejenigen auszusuchen, welche in einer bestimmten Spalte, die für die Kennzeichnung in Frage kommt, eine bestimmte Lochangabe enthalten. Zu diesem Zweck wird zunächst der Tragrahmen 24 in die der betreffenden Spalte entsprechende Stellung gebracht. Hierfür wird der Hebel 42 aus seiner Aussparung 4o ausgehoben und der Tragrahmen 24 seitlich verschoben, bis er die gewünschte Lage hat. Nachdem das geschehen ist, werden die Fühlstifte 27 der Lochangabe der gesuchten Karten entsprechend eingestellt.
  • Um das zu ermöglichen, wird die Sperrklinke 36 -(Abb. 3) von dem Stift 37 abgehoben und der Rahmen 33 mit den Stäben 32 gehoben. Nunmehr werden die Träger 26 auf den Führungsschienen 25 so verschoben, daß sie die gewünschte, der gesuchten Zahl entsprechende Einstellung haben. Hierauf wird der Rahmen 33 wieder gesenkt, bis er von der Klinke 36 wieder verriegelt wird. Die Träger 26 sind hierdurch in ihrer eingestellten Lage wieder festgehalten, und die Sortierung der Lochkarten kann erfolgen.
  • Der Lochkartenstapel wird in das Magazin 16 gelegt und die Sortiermaschine in Gang gesetzt. Durch den Greifer 18 wird die unterste Lochkarte zwischen die Transportrollen r9 gebracht und von diesen in die Abfühlvorrichtung weitergeleitet. Bevor die Lochkarte ihre für die Abfühlung notwendige Endlage erreicht hat, ist durch den Antrieb der Maschine der Tragrahmen 24. so weit gesenkt worden, daß die Anschlagplatte 23, welche rnit den Trägern .45 und 46 fest verbunden ist, bereits vor die Austrittsöffnung der Fühlvorrichtung gelangt ist, wodurch die Loclilcarte 17 zwischen den Platten 2o festgehalten wird. Wenn die in die Abfühlvorrichtung gelangte Lochkarte 17 eine von den Angaben der gesuchten Karte abweichende Lochung hat, dann werden, wenn der Tragrahmen 24 weiter gesenkt wird und die Stifte 27 auf die Loch-]zarte 17 treffen, einer oder mehrere von den Stiften 27 durch die Lochkarte zurückgehalten. Hierdurch wird aber auch die Platte 5o verhindert, sich weiter zu senken. Die Platte 50 macht hierbei nur einen solchen Weg, daß der Bowdenzug 58 noch nicht beansprucht wird. Die «'eiche 63 bleibt geschlossen. Wenn der Tragrahmen 2¢ wieder gehoben worden ist, so daß die Lochkarte 17 die Abfühlvorrichtung verlassen kann, wird die Lochkarte 17 über die Weiche 63 hinweg in das Sortierfach 66 geführt, dessen Weiche stets geöffnet ist.
  • Befindet sich jedoch zwischen den Platten 2o eine Lochkarte 17, deren Lochangabe derjenigen der gesuchten Karte entspricht, dann befinden sich auch die eingestellten Fühlstifte 27 genau den Löchern der Lochkarte gegenüber, und beim Senken des Tragrahmens 24 finden die eingestellten Stifte 27 durch die Lochkarte 17 keinen Widerstand. Die Fühlstifte 27 treten vielmehr durch die Löcher der Lochkarte hindurch, und die über ihnen befindliche Platte 5o vermag unter dem Zug der Federn 53 so weit nach unten zu gehen, daß über den Winkelhebel 55 der Bowdenzug 58 angezogen wird. Hierdurch wird über Hebel 6o der Stift 6 1 in den Bereich der bekannten Steuertrommel 62 gebracht und die Weiche 63 des Sortierfaches 65 geöffnet, wenn die abgefühlte Lochkarte 17 vor der Weiche ankommt. Die nicht gesuchten Karten werden also in dem Sortierfach 66 abgelegt, während die gesuchten Karten in (las Fach 65 fallen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung an Sortiermaschinen für statistische Zwecke zum Suchen von Lochkarten, deren sie kennzeichnende Lochung sich auf mehr als eine Lochreihe erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß Fühlstifte (27) in einem verstellbaren Fühlstiftkasten (24) bekannter Art so eingestellt werden, daß ihre Lage der Lage derjenigen Löcher entspricht, welche für die Kennzeichnung der gesuchten Lochkarten in Frage kommen, und daß, wenn beim Senken des Fühtstiftkastens alle eingestellten Stifte durch die Löcher der Lochkarte hindurchtreten, ein auf allen Fühlstiften ruhendes Glied (50,51) so weit verstellt wird, daß dadurch das Öffnen der Weiche (63) eines Sortierfaches (65) veranlaßt wird.
DEB125860D 1926-06-06 1926-06-06 Einrichtung an Sortiermaschinen fuer statistische Zwecke zum Suchen von Lochkarten Expired DE468591C (de)

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