DE4423903A1 - Personal- und Montagewagen - Google Patents

Personal- und Montagewagen

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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60PVEHICLES ADAPTED FOR LOAD TRANSPORTATION OR TO TRANSPORT, TO CARRY, OR TO COMPRISE SPECIAL LOADS OR OBJECTS
    • B60P3/00Vehicles adapted to transport, to carry or to comprise special loads or objects
    • B60P3/14Vehicles adapted to transport, to carry or to comprise special loads or objects the object being a workshop for servicing, for maintenance, or for carrying workmen during work
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D29/00Superstructures, understructures, or sub-units thereof, characterised by the material thereof
    • B62D29/02Superstructures, understructures, or sub-units thereof, characterised by the material thereof predominantly of wood

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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Wagen insbesondere für Land- und Forstpersonal mit mindestens einem Aufenthalts­ und/oder Werkraum und entsprechender Innenausstattung, mit einem Leichtmetallblechdachabdeckung sowie mit wärmeisolierten Wänden, Decke und Boden in einem Schichtaufbau aus einer Außenhaut, einer Wärmedämmschicht, einer Innensperrholzverkleidung sowie Kantholzeinlagen und Kantholzrahmen sowie mit einem Fußbodenbelag.
Ein derartiger Wagen ist insbes. für den Aufenthalt von Forstarbeiten bei Schlechtwetter und in Arbeitspausen und für die Durchführung von Reparatur- und Wartungsarbeiten an Werkzeugen bekannt. Sie waren mit einer Kunststoffaußenhaut, mit Kunststoffwärmedämmung und mit Kunststoffkleber und -dichtmitteln sowie mit metallischen Verbindern, wie Nägeln, Klammern, Schrauben usw. durchsetzt hergestellt, so daß eine Entsorgung äußerst aufwendig war, da die verschiedenen Stoffe praktisch nicht trennbar und somit einer Verrottung und einem Recycling kaum zugänglich sind. Auch der Kunststoffußbodenbelag war mit dem Boden verklebt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, den Wagen in der Weise zu verbessern, daß die metallischen Materialien leicht einer Wiederverwertung zuführbar sind und die übrigen Materialien aus leicht verrottbaren, nachwachsenden Rohstoffen bestehen.
Die Lösung besteht darin, daß die Wände, die Decke und der Boden aus einem ausschließlich mit einem Naturstoffkleber geleimt verbundenen Schichtmaterial aus Holz- und Naturstoffdämmaterial bestehen und der Fußbodenbelag aus einem Naturstoff hergestellt ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Besonderer Wert wurde auf die Dichtigkeit und die Wetterbeständigkeit der Außenhaut gelegt, damit ein geringer Energiebedarf der Raumheizung und eine lange wartungsfreie Lebensdauer gewährleistet ist. Deshalb wurden astfreie Holzplatten mit einer vertikal verlaufenden Nutung vorgesehen, die ein Reißen der Platten verhindert und ein Ablaufen von Regen begünstigt.
Die Außenhaut ist ebenso wie die Innenausstattung mit Farben aus Naturstoffen, insbes. auf Leinölbasis, getränkt und lackiert, so daß ein guter Schutz geboten ist aber ein Verrotten des zerkleinerten Holzes in einem Komposter möglich ist.
Die Dämmstoffe sind als Platten aus körnigem, faserigem und/oder zerspantem Naturstoff durch Naturbindemittel unter Wärme und Druck verbunden hergestellt. Es können hierfür Holzwolle, Korkgranulat, Flachs, Blähmais und dergleichen eingesetzt werden. Diese Dämmstoffplatten werden großflächig mit der hölzernen Außenhaut, den Kanthölzern des Rahmens und ggf. tragenden Kanthölzern und mit der Innenhaut aus Sperrholz durch Verkleben unter hohem Druck mit Naturstoffkleber verbunden, so daß keine metallischen Binder oder Kunststoffe in den Wand-, Decken- und Bodenplatten enthalten sind. Auch der Fußbodenbelag besteht aus einem Naturstoff, nämlich einem Naturgummi. Als Kleber wird vorzugsweise ein Kaseinleim verwandt.
Die Fenster- und Türzargen, die Rahmen der Türen und Fenster sowie die vertikalen Außenkanten sind mit Aluminiumprofilen eingefaßt und verstärkt, die sich relativ einfach demontieren und recyclen lassen. Ebenso sind Fensterläden aus Leichtmetall vorgesehen, die haltbar und zu recyclen sind.
Zum Wetterschutz der Außenhaut hat die Aluminiumdachabdeckung einen 10 bis 20 cm weiten Überstand erhalten, der einen Regentraufenrand aufweist.
Auch die Innenausstattung ist weitgehend aus widerstandsfähigen und verrottbaren Naturstoffen hergestellt und zur ökonomischen Energieausnutzung ausgebildet. Die Sitze sind auf Truhenbänken, die Stauraum und Platz für einen Wärmeleitkanal bieten, angeordnet und ebenso wie die an der Wand angeordneten Rückenlehen mit Schafwolle gepolstert und mit Naturleder überzogen. Dadurch ist bei hohem Gebrauchswert eine gute Wärmedämmung insbesondere im Rückenbereich der Sitzenden gegeben.
Die Beheizung des Wagens erfolgt mit einer thermostatisch geregelten Gasheizung, die unten in einem Garderobentrockenschrank installiert ist. Mit einem elektrisch betriebenen Ventilator wird Heizungsluft außer durch den Trockenschrank in einem Luftkanal durch den Truhenraum der Sitzbank geführt und durch Austrittsöffnungen im Unterschenkel- und Kniebereich aus der Bank herausgeführt. Dies erlaubt bei einem wohnlichen Klima und mäßiger Innenraumtemperatur eine äußerst ökonomische Wärmeausnutzung. Nasse Kleidungsstücke werden in dem Trockenschrank gezielt getrocknet, wobei die feuchte Abluft direkt aus dem Trockenschrank nach außen abgeführt wird und nicht den Wohnbereich belastet.
Eine elektrische Akkumulator-Stromversorgung ist in einer der Truhenbänke raumsparend untergebracht. Sie versorgt das Gebläse und die stromsparend bestückte Beleuchtung aus Halogen-Niedervoltleuchten oder transistorgesteuerten Gasentladungsleuchten. Die Stromeinspeisung erfolgt von einer externen Stromquelle, z. B. einer Fahrzeugstromversorgung, und/oder von einer auf dem Dach installierten Solarbatterie. Die Metallteile der Lafette sind aus Eisen und tragen einem Rostschutzanstrich aus Naturstoffarben.
Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Horizontalschnitt durch einen Personalwagen;
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Außenansicht des Wagens.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch die Wände (4) mit der hölzernen Außenhaut (4A), den Naturstoff- Dämmstoffplatten (43) und der Sperrholzinnenwand (4C). Die Kanten der Wände (4) sind mit Fichtenkanthölzern (4D) verstärkt, indem diese unmittelbar zwischen der Innen- und Außenhaut (4A, 4C) eingeleimt sind. Die Kantenbereiche sind mit Aluminium-Winkelprofilleisten (12) armiert.
Die Tür- und Fensterzargen (15A; 14A, 13A) sind mit Aluminium-Umfassungsprofilen armiert, und die Tür- und Fensterrahmen bestehen ebenfalls aus Aluminium. Die Fenster (13, 14) sind mit Aluminium-Schiebeläden (13B, 14B) zu sichern und zu verschließen. Die Tür (15) besteht aus starkem Sperrholz mit einer Holz- oder Aluminiumaußenhaut.
Ebenso wie die Wandelemente besteht der Fußboden (6) und die Decke aus dem gleichen dreischichtigen Aufbau wie die Wände (4), wobei der Boden (6) zusätzlich mit einem Naturgummibelag (6A) mit Sicherheitsnoppen beschichtet ist und das Dach (5) (Fig. 2) eine Aluminiumabdeckung (3) besitzt.
Der Innenraum des Mannschaftswagens ist an seinen beiden Längsseiten durchgehend mit Einbaumobiliar bestückt und hat gegenüberliegend zum türseitigen Eintrittsbereich einen Tisch (7) auf den orientiert beiderseits Bänke (8) angeordnet sind. Diese sind als Truhenbänke ausgeführt, indem ihre Sitze an der Wand angelenkt sind. Die Sitzflächen und die wandseitigen Rückenlehnen (10) sind mit Schafwolle gepolstert und mit Naturleder bezogen, wobei auch die Ransbereiche mit dem Leder umschlossen sind.
Im türseitigen Eintrittsbereich sind einerseits eine Koch- und Spülvorrichtung installiert und andererseits ein Garderobentrockenschrank (9), der unten eine Gasheizung (9A) enthält, deren Warmluft mit einem Gebläse (9B) durch den Trockenschrank (9) und durch einen Warmluftkanal (9C) durch die Bank (8) geleitet wird und im Unterschenkel- und Kniebereich aus Luftöffnungen (9D) austritt.
In der Bank (8) ist ein Akkumulatoraggregat (8A), leicht austauschbar, untergebracht.
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des Wagens (1). Man erkennt, daß die Wände (4) mit vertikal genuteten Holzplatten (4A) außen bestückt sind. Die vertikalen Kanten des Wagens sind mit Aluminiumleisten (12) armiert.
Die Decke (5) und der Boden (6) sind ebenso wie die Wände (4) aus einer tragenden und wärmeisolierenden Platte in der dreischichtigen Verbundkonstruktion erstellt. Es sind im Boden (6) zusätzliche tragende Kanthölzer eingeleimt. Das Dach ist mit einem Aluminiumblech (3) überdeckt, das einen umlaufenden Randüberstand (3A) mit einer Traufe (3B) aufweist, so daß die Wände (4) weitgehend vor Regen geschützt sind.
Das Fenster (13) hat einen Rahmen und eine Zarge (13A) sowie einen abschließbaren Schiebeladen (13B) aus Leichtmetall.
Der Wagen ist auf einer Lafette (11) aus Stahl montiert und mit Farben aus Naturstoffen beschichtet, so daß auch deren Verschrottung problemlos ist.

Claims (17)

1. Wagen (1) insbesondere für Land- und Forstpersonal mit mindestens einem Aufenthalts- und/oder Werkraum und entsprechender Innenausstattung, mit einem Leichtmetallblechdachabdeckung (3) sowie mit wärmeisolierten Wänden (4), Decke (5) und Boden (6) in einem Schichtaufbau aus einer Außenhaut (4A), einer Wärmedämmschicht (4B), einer Innensperrholzverkleidung (4C) sowie Kantholzeinlagen und Kantholzrahmen (4D) sowie mit einem Fußbodenbelag (6A), dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (4), die Decke (5) und der Boden (6) aus einem ausschließlich mit einem Naturstoffkleber geleimt verbundenen Schichtmaterial aus Holz- und Naturstoffdämmaterial bestehen und der Fußbodenbelag (6A) aus einem Naturstoff hergestellt ist.
2. Wagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhaut (4A) aus vertikal genuteten Holzplatten, insbes. aus astfreiem Holz, besteht.
3. Wagen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhaut aus Douglasien- oder Birkenholz besteht.
4. Wagen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Naturstoffdämmaterial ein ohne Bindemittel unter Wärme- und Druckeinwirkung verfestigtes Faser- und/oder Span- und/oder Granulatmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen, insbes. Holz, Kork, Flachs, Blähmais, oder aus solchen mit Naturbindestoffen, insbes. Naturkautschuk, verbundenen Materialien besteht.
5. Wagen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußbodenbelag (6A) aus einer Naturgummiplatte mit Antirutsch-Sicherheitsnoppen besteht.
6. Wagen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Naturstoffkleber aus Kasein-Basis hergestellt ist.
7. Wagen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenhaut (4A) und die Innenverkleidung (4C) mit Leinölfarben behandelt sind.
8. Wagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dachabdeckung (3) einen allseitig 100-200 mm überstehenden Profilrand (3A) mit einer umlaufenden Traufe (3B) aufweist.
9. Wagen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenausstattung mindestens einen Tisch (7), wandseitige Truhenbänke (8) und einen Garderobe-Trockenschrank (9) aus Sperrholz mit Leinölfarbenbeschichtung umfaßt und die Sitzflächen der Truhenbänke (8) sowie deren Lehnenbereiche (10) an den Wänden (4) eine Schafwollepolsterung und seitlich umschließenden Naturlederbezüge tragen.
10. Wagen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrholz der tragenden Teile der Innenausstattung 8-fach geschichtet mit Naturstoffkleber verleimt ist.
11. Wagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kantholzeinlagen (4D) und die Kantholzrahmen aus Fichtenholz bestehen.
12. Wagen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Außenkanten (12) und die Tür- und Fensterzargen und -rahmen (15A; 13A, 14A) und -Umfassungen aus Leichmetallprofilteilen bestehen.
13. Wagen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß vor den Fenstern (13, 14) verschließbare Leichtmetall- Schiebeläden (13B, 14B) angeordnet sind.
14. Wagen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß bodenseitig in dem Garderobentrockenschrank (9) eine Gasheizung (9A) installiert ist, deren Warmluft einerseits durch den Trockenschrank (9) und andererseits mit einem Warmluftgebläse (9B) durch einen Warmluftkanal (9C) durch mindestens eine der Truhenbänke (8) geführt ist, der Luftaustrittsöffnungen in den Unterschenkelbereich der Sitzenden aufweist.
15. Wagen nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Warmluftgebläse (9B) sowie eine Halogen- und/oder transistorisierte Leuchtstoffinnenbeleuchtung von einer Akkumulatorbatterie (8A) versorgt ist, die zusammen mit einer Ladesteuervorrichtung in einer der Truhenbänke (8) untergebracht ist.
16. Wagen nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß auf seinem Dach (3) eine Solarbatterie angeordnet ist, die die Akkumulatorbatterie (8A) speist.
17. Wagen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er auf einer Fahrlafette (11) aus Stahl aufgebaut ist und mit einem umweltverträglichen Rostschutzmittel aus Naturstoffen beschichtet ist.
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