DE4421073C1 - Laser-Nivellier - Google Patents
Laser-NivellierInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Laser-Nivellier gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
Ein solches Laser-Nivellier ist in der Patentschrift DE-C-41 33 381 beschrieben
und ist auch aus dem Prospekt "WILD LNA 10" von 1993 der Firma LEICA
bekannt. Der Laser arbeitet mit sichtbarem Licht bei einer Wellenlänge von 650
nm bzw. 635 nm und wird im Dauerstrichbetrieb, das heißt im cw-Modus,
betrieben. Die Laserleistung darf bei einem solchen Laser-Nivellier einen
gewissen Wert nicht überschreiten, damit bei dessen Einsatz keine
Gesundheitsgefährdung auftreten kann. Deshalb ist bei dem Laser-Nivellier
"WILD LNA 10" ein Laser der Klasse II vorgesehen, bei dem die
Laserausstrahlungsleistung auf 1 mW begrenzt ist. Bei einer solchen Leistung
wird die Laserstrahlung für das menschliche Auge als harmlos angesehen.
Jedoch beschränkt die geringe Laserleistung die Sichtbarkeit des Laserstrahls
bei rotierendem Prisma.
Aus der DE 40 31 043 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, mit der Laserlicht emittiert und nach
Reflexion an einem am Ziel aufgestellten Retroreflektor wieder empfangen wird. Mit der
empfangenen Intensität des Laserlichts wird die Laserleistung geregelt. Bei veränderten
Sichtbedingungen zwischen Laser und Ziel wird somit durch die Intensitätsmessung die
Laserleistung nachgeregelt.
In der DE 43 17 106 A1 wird eine Lasereinmessungseinrichtung mit einem Ablenkmotor
beschrieben, mit dessen Hilfe ein Laserstrahl um einen bestimmten Ablenkwinkel abgelenkt
wird. Der Ablenkmotor ist in seiner Drehrichtung umschaltbar und steuerbar. Ebenso ist die
Ablenkgeschwindigkeit steuerbar. Das Bedienpersonal kann eine für die jeweilige Arbeit am
besten geeignete Ablenkgeschwindigkeit wählen und einstellen. Durch eine Verringerung der
Ablenkgeschwindigkeit wird die Leuchtdichte der durch den Laserstrahl geschaffenen
Bezugslinie erhöht. Die Leuchtdichte des Laserstrahls selbst wird nicht erhöht.
Es gibt Nivelliere, die ausschließlich bei sich drehendem Rotationsprisma
betreibbar und mit einem Laser ausgerüstet sind, der bei Einhaltung besonderer
Sicherheitsvorkehrungen mit einer höheren Leistung als 1 mW betrieben
werden darf. Ein solcher Laser wird in die Laserklasse IIIb eingeordnet.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Laser-Nivellier der im Oberbegriff des
Anspruches 1 angegebenen Gattung derart weiterzubilden, daß sowohl in der
Rotationsbetriebsart mit hoher Laserleistung als auch in der
Stillstandsbetriebsart gearbeitet werden kann, ohne die Sicherheitsvorschriften
zu verletzen.
Diese Aufgabe wird bei einem Laser-Nivellier der im Oberbegriff des
Anspruches 1 genannten Gattung durch die im Kennzeichen des Anspruches 1
angegebenen Merkmale gelöst.
In vorteilhafter Weise kann in dem erfindungsgemäßen Laser-Nivellier ein
leistungsstarker Laser verwendet werden, wobei auch bei Stillstand des
Rotationsprismas gearbeitet werden kann, da in dieser Betriebsart durch
Abschwächungsmittel verhindert wird, daß die auferlegten
Sicherheitsbestimmungen für die Laserabstrahlung der Laserklasse II verletzt
werden. Die mittlere Leistung des Meßstrahls kann bei Stillstand des
Rotationsprismas so eingestellt werden, daß beispielsweise eine Leistung von 1
mW nicht überschritten wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes
umfassen die Abschwächungsmittel eine erste Schaltungsanordnung, durch die
für den Laserregler ein Sollwert erzeugbar ist, bei dem die von der
Laserlichtquelle abgegebene Leistung in der ersten Betriebsart kleiner als
diejenige in der zweiten Betriebsart ist. Die Steuerung der Laserlichtleistung
erfolgt hier an dem Laserregler, der in der ersten Betriebsart bei stillstehendem
Rotationsprisma den Laser auf eine geringere Ausgangsleistung regelt. Diese
Steuerung läßt sich mit einfacheren Mitteln durchführen, als wenn eine direkte
Maßnahme an dem Meßstrahl vorgenommen würde, wie, was auch im Rahmen
der Erfindung vorgesehen sein kann, eine periodische oder aperiodische
Unterbrechung des aus der Laserlichtquelle austretenden Meßstrahls oder das
Einschalten eines Filters.
Die vorgenannte vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung läßt sich besonders
günstig gestalten, wenn der Sollwert von einem Impulszug gebildet ist. Durch
unterschiedliche Werte der Verhältnisse von Impulsdauer zu Impulspause kann
die Laserlichtleistung in der erwünschten Weise herabgesetzt werden, um im
zeitlichen Mittel unterhalb des Sicherheitsgrenzwertes zu liegen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung weist die erste
Schaltungsanordnung einen mit einem ersten Widerstand in Reihe geschalteten
Kondensator auf, der über diesen Widerstand maximal auf eine an diesem
anliegende erste Bezugsspannung aufladbar ist und über eine mit dem
Verbindungspunkt von erstem Widerstand und Kondensator verbundene, durch
Steuerimpulse ansteuerbare Schaltereinrichtung entladbar ist, und daß der
jeweilige Mittelwert der Ladespannung des Kondensators die Sollwertgröße für
den Laserregler bildet. Diese Weiterbildung zeichnet sich durch eine überaus
einfache Konstruktion aus.
Eine andere vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch ausgezeichnet, daß
mindestens eine weitere Schaltereinrichtung vorgesehen ist, die über einen
ersten Widerstand mit dem Verbindungspunkt von dem Widerstand mit dem
Kondensator verbunden ist, und daß durch die mindestens eine weitere
Schaltereinrichtung der ihr zugeordnete Widerstand mit dem ersten Widerstand
in Reihe schaltbar ist, wodurch die maximale Aufladespannung des
Kondensators mehrstufig veränderbar ist. Mit dieser Weiterbildung lassen sich
verschiedene Werte für die maximale Laserabstrahlungsleistung einstellen, was
für die Anpassung an die Umgebungshelligkeit und/oder an Spezifikationen von
Laserlichtdetektoren, die nur mit einer bestimmten maximalen
Lichtbeaufschlagungsleistung betrieben werden dürfen, zweckmäßig sein kann.
Eine wiederum andere vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes
besteht darin, daß die Abschwächungsmittel eine zweite Schaltungsanordnung
umfassen, an deren Ausgangsklemme Spannungsimpulse zur Ansteuerung des
Laserreglers erzeugbar sind, bei denen das Verhältnis von Impulsdauer zu
Impulspause einstellbar ist und die den Sollwert für den Laserregler bilden, und
daß in der ersten Betriebsart das Verhältnis von Impulsdauer zu Impulspause
kleiner als das entsprechende Verhältnis in der zweiten Betriebsart ist. Bei
dieser Weiterbildung lassen sich durch Wahl des Verhältnisses von Impulsdauer
zu Impulspause sowohl in der ersten Betriebsart die erforderliche
Sicherheitsbegrenzung der Leistung erreichen, als auch verschiedene
Laserabstrahlungsleistungswerte bei sich drehendem Rotationsprisma
einstellen. Dadurch ergibt sich wiederum eine Anpassungsmöglichkeit an die
Leistungsspezifikationen von Laserdetektoren.
Gemäß einer anderen Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes umfassen
die Abschwächungsmittel einen Digital/Analogwandler, dessen
Ausgangsklemme für die analoge Ausgangsspannung mit der Sollwertklemme
des Laserreglers verbunden ist, wobei die Ausgangsspannung durch eine
geeignete Digitalwerteingabe auf einen Wert einstellbar ist, bei dem die
Laserabstrahlleistung in der ersten Betriebsart kleiner als diejenige in der
zweiten Betriebsart ist. Bevorzugt ist dem Digital/Analogwandler ein
Mikroprozessor vorgeschaltet, über den der geeignete Digitalwert in den
Digital/Analogwandler eingebbar ist. Es ist günstig, wenn von dem
Digital/Analogwandler eine gepulste Ausgangsspannung abgebbar ist.
Grundsätzlich ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, die
Abschwächungsmittel an dem aus der Laserlichtquelle austretenden Meßstrahl
angreifen zu lassen. Die Abschwächungsmittel können mechanische, den
Meßstrahl pulsierend unterbrechende Blendenelemente, in dem Meßstrahl
angeordnete Filter oder elektrooptische Lichtventile oder lichtabschwächende
Einrichtungen sein.
Es wird hervorgehoben, daß erfindungsgemäß auch Einrichtungen vorgesehen
sein können, die die Erzeugung eines gefährdenden Laserlichtstrahls
verhindern, wenn beispielsweise bei einer Messung mit umlaufendem
Rotationsprisma der Drehantrieb ausfällt und ein Laserstrahl mit unzulässig
hoher Leistung richtungskonstant abgestrahlt würde.
Der Erfindungsgegenstand wird im folgenden an Hand von Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Laser-Nivelliers in
Teilschnittdarstellung, bei dem nach der Erfindung die Lei
stung des Meßstrahls in Abhängigkeit von der Drehung des
Rotationsprismas steuerbar ist,
Fig. 2 eine erste Schaltungsanordnung zur Steuerung der Leistung
des von dem Laser ausgesandten Laserlichtstrahls,
Fig. 3 eine Darstellung des zeitlichen Verlaufs der Steuerspannung
bei der ersten Schaltungsanordnung bei sich drehendem und
bei stillstehendem Rotationsprisma,
Fig. 4 eine Darstellung des zeitlichen Verlaufs der abgestrahlten
Laserleistung bei sich drehendem und bei stillstehendem
Rotationsprisma bei der ersten Schaltungsanordnung, wenn
diese mit der in Fig. 3 gezeigten Steuerspannung angesteuert
wird,
Fig. 5 eine zweite Schaltungsanordnung zur Steuerung der Leistung
des von dem Laser ausgesandten Laserlichtstrahls,
Fig. 6 eine dritte Schaltungsanordnung zur Steuerung der Leistung des
von dem Laser ausgesandten Laserlichtstrahls, und
Fig. 7 eine vierte Schaltungsanordnung zur Steuerung der Leistung des
von dem Laser ausgesandten Laserlichtstrahls.
In den Figuren werden die gleichen Bezugszeichen für die gleichen Bauteile
verwendet.
Die Fig. 1 zeigt ein Laser-Nivellier mit einer Basis 1 und einem Instrumentenkopf
2. Es ist auf einem Dreifuß 4 zum lotrechten Ausrichten des gesamten
Instruments über einem definierten Bodenpunkt montiert. In der Basis des
Instruments befindet sich eine kollimierte Laserlichtquelle 5 eines vertikal, also in
der Z-Achse verlaufenden Laserstrahls 6.
Dieser Strahl 6 kann von einem motorgetriebenen, um die Z-Achse rotierenden
Pentaprisma 7 in einen rotierenden Strahl 8 umgesetzt werden, welcher dadurch
eine horizontale Ebene festlegt. Der Motorantrieb 9 für das Pentaprisma 7 ist
hier im Instrumentenkopf 2 untergebracht und nicht näher dargestellt. Der
Instrumentenkopf 2 ist über ein Scharnier 10 mit der Basis 1 verbunden und
kann um 90° verschwenkt werden. In der verschwenkten Stellung befindet sich
die Drehachse des Pentaprismas nicht mehr in der Z-Achse, sondern ist
gegenüber dieser um 90° gedreht. Diese verschwenkte Stellung ist hier nicht
gezeigt. Ferner ist ein hier ebenfalls nicht dargestellter optischer Adapter in der
Form eines Tripelprismas vorgesehen, durch das der aus der Basis kommende
Laserstrahl bei verschwenktem Instrumentenkopf 2 und stillstehendem
Pentaprisma 7 in eine zu der Z-Achse senkrechte Richtung umgelenkt werden
kann.
Fig. 2 zeigt einen Laserregler 15 mit je einer Klemme 16 und 17 für einen Istwert
bzw. einen Sollwert, sowie einer Ausgangsklemme 18 für eine anzusteuernde
Laserlichtquelle, die hier als Laserdiode 19 ausgebildet ist. Ein fester
Widerstand Rs und ein einstellbarer Widerstand Rx sind zwischen die
Betriebsspannung UB und Masse in Reihe geschaltet. Der Verbindungspunkt
dieser beiden Widerstände ist einerseits mit der Istwertklemme 16 des
Laserreglers 15 und andererseits mit der Anode einer Photodiode 20
verbunden, die mit Licht von der Laserdiode 19 beaufschlagt wird.
Ferner ist eine Reihenschaltung aus einem Widerstand R1 und einem
Kondensator C1 zwischen einer Bezugsspannung Uref und Masse vorgesehen,
wobei der freie Anschluß des Kondensators auf Massepotential gelegt ist. Der
Verbindungspunkt von dem Widerstand R1 und dem Kondensator C1 ist mit der
Sollwertklemme 17 des Laserreglers 15 und mit dem Kollektor eines ersten
Transistors Q1 verbunden, der ein npn Transistor ist und dessen Emitter an
Masse liegt.
Beim Einschalten des Laser-Nivelliers wird, nachdem die halbe Rotationszahl
des Rotationsprismas erreicht worden ist, die Laserdiode durch eine nicht
gezeigte Einrichtung, eingeschaltet, indem die Basis des Transistors Q1 über
einen Widerstand RB auf ein ihn sperrendes Potential gelegt wird. Der
Kondensator C1 wird dann entsprechend der Zeitkonstante R1 * C1 auf die
Bezugsspannung Uref aufgeladen, und diese Spannung liegt an der
Sollwertklemme 17 des Laserreglers 15 an. Der Laserregler erhöht nun den
Strom für die Laserdiode 19, bis der Unterschied aus Usoll und Uist, der sich
aus Imonitor * Rx ergibt, aufgehoben ist.
Für die nachfolgende Erörterung wird angenommen, daß der Laser in der
Betriebsart mit umlaufendem Rotationsprisma eine Leistung von 5 mW abgibt.
Wenn das Laser-Nivellier bei stillstehendem Rotationsprisma, eingesetzt werden
soll, darf die abgestrahlte Laserleistung aus Sicherheitsgründen 1 mW nicht
überschreiten.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Schaltungsanordnung wird diese Anforderung
dadurch erfüllt, daß zur Begrenzung der Laserleistung auf den sicherheitsmäßig
zulässigen Wert der Transistor Q1 durch einen Impulszug angesteuert wird.
An die Basis des Transistors Q1 wird ein positiver Impulszug mit einer festen
Frequenz oberhalb von 50 Hz und mit einem Arbeitsverhältnis, das heißt einem
Verhältnis von Impuls zu Pause, von weniger als 50% gelegt. Durch den kurzen
positiven Impuls wird der Transisitor Q1 leitend, wodurch die Kapazität C1
schnell entladen wird. Nach Beendigung diese Impulses wird der Transistor Q1
wieder gesperrt, so daß sich die Kapazität C1 über den Widerstand R1 wieder
auflädt. Die mittlere Spannung bzw. die Sollspannung Usoll, auf die die
Kapazität C1 aufgeladen wird, wird durch die Zeitkonstante R1 * C1 und die von
dem Impulszug abhängige Sperrzeit des Transistors Q1 bestimmt. Je größer die
Zeitkonstante R1 * C1 ist, desto geringer ist die am Kondensator C1 gemessene
Spannung Usoll. Somit lassen sich der Mittelwert und der Maximalwert von Usoll
so einstellen, daß sie jeweils kleiner als die Bezugsspannung Uref sind.
Bei dem vorstehenden Beispiel ist eine Abschwächung um einen Faktor 5
notwendig. In der Praxis wird man aber aus Sicherheitsgründen eine
Abschwächung um einen Faktor von 6 bis 6,5 wählen, um Toleranzen der
Bauelemente, insbesondere des Kondensators C1, zu berücksichtigen.
Fig. 3 zeigt den zeitlichen Verlauf der an die Basis des Transistors Q1
angelegten Steuerspannung US bei den beiden Betriebsarten. Bei
umlaufendem Rotationsprisma kann der Laser mit einer höheren Leistung
betrieben werden. Daher wird die Steuerspannung US an der Basis des
Transistors Q1 konstant gehalten, so daß der Transistor Q1 während dieser
Betriebsart gesperrt ist. Dies ist der Fall während des Zeitintervalls von t0 bis t1,
wenn das Laser-Nivellier mit umlaufendem Rotationsprisma betrieben wird, so
daß die Laserleistung bei 5 mW liegen und konstant gehalten werden kann.
Vom Zeitpunkt t1 an wird der Laser bei stillstehendem Rotationsprisma
betrieben. Der Transisitor Q1 wird während des Zeitintervalls t1-t2 mit einem
positiven Spannungsimpuls an seiner Basis angesteuert, so daß der
Kondensator C1 entladen wird. Anschließend lädt sich der Kondensator C1 auf
einen Spannungswert auf, der von der Länge des Zeitintervall t2-t3 und der
Zeitkonstante R1 * C1 abhängt. Am Ende dieses Zeitintervalls tritt erneut ein
Spannungsimpuls an der Basis des Transistors Q1 auf, der zu einer erneuten
Entladung des Kondensators C1 führt.
Das Taktverhältnis der an die Basis des Transistors Q1 gelegten Impulse, wird
so festgelegt, daß der Mittelwert der Laserleistung unterhalb des für die
Laserklasse II zulässigen Wertes bleibt, wobei aus Sicherheitsgründen eine
Sicherheitsmarge vorgesehen werden sollte, wie es oben bereits erwähnt
worden ist.
In Fig. 4 ist der zeitliche Verlauf der Laserleistung für den Fall einer Steuerung
angegeben, wie sie in der Fig. 3 dargestellt ist. Während der Zeit von t0 bis t1
wird das Laser-Nivellier mit umlaufendem Rotationsprisma betrieben, und die
Laserleistung wird konstant bei 5 mW gehalten.
Vom Zeitpunkt t1 an wird der Laser bei stillstehendem Rotationsprisma
betrieben. Während des Zeitintervalls t1-t2 wird der Kondensator C1 entladen.
Anschließend lädt sich der Kondensator C1 auf einen Spannungswert auf, der
von der Länge des Zeitintervall t2-t3 und der Zeitkonstante R1 * C1 abhängt, so
daß auch die Leistung des Lasers entsprechend dem zeitlichen Verlauf der
Aufladespannung an dem Kondensator C1 ansteigt. Dabei kann kurzzeitig die
Leistung der Laserklasse II von 1 mW überschritten werden. Dies ist ohne
weiteren Belang, solange der zeitliche Mittelwert den zulässigen Grenzwert von
1 mW nicht überschreitet.
Am Ende dieses Zeitintervalls tritt zum Zeitpunkt t3 erneut ein Spannungsimpuls
an der Basis des Transistors Q1 auf, der diesen sperrt und zu einer erneuten
Entladung des Kondensators C1 und damit zu einem Leistungsrückgang des
Lasers auf im wesentlichen null führt.
An Hand der Fig. 5 wird eine zweite Ausführungsform einer bei einem Laser-
Nivellier nach der Erfindung einsetzbaren Schaltungsanordnung zur
Lasersteuerung beschrieben. Die Schaltungsanordnung gemäß Fig. 5
unterscheidet sich von der in Fig. 2 gezeigten dadurch, daß zusätzliche
Transistoren Q2, . . . , Qn vom npn Typ vorgesehen sind. Die jeweiligen
Kollektoren dieser Transistoren sind über Widerstände R2, . . . Rn mit dem
Verbindungspunkt zwischen dem Kondensator C1 und dem Widerstand R1
verbunden. Die Emitter dieser Transistoren liegen auf Masse.
Durch wahlweise Ansteuerung der Transistoren Q2, . . . , Qn, indem an ihre
Basen ein positives Potential gelegt wird, können die verschiedenen
Widerstände R2, . . . Rn in Reihe mit R1 und parallel zueinander geschaltet
werden, wodurch die Sollspannung Usoll unterschiedliche Werte annehmen
kann. Dies ermöglicht, die Laserleistung entsprechend zu verändern.
Eine solche Änderung der Laserleistung kann bei der Verwendung von
Laserdetektoren zum Erfassen des Meßstrahls des Laser-Nivelliers von
Bedeutung sein. Es gibt Laserdetektoren, die nur innerhalb eines vorgegebenen
Lichtleistungsbereichs fehlerfrei betrieben werden können, der auf eine Sendelei
stung von ungefähr 2 bis 4 mW begrenzt ist. In darüber liegenden
Leistungsbereichen besteht die Gefahr von Fehlmessungen. Somit erlaubt die in
Fig. 5 gezeigte Schaltungsanordnung eine entsprechende Anpassungs
möglichkeit.
Die Schaltungsanordnung der Fig. 5 enthält wie im Fall der Fig. 1 den Transistor
Q1, der ebenso über einen Impulszug angesteuert werden kann, damit bei
stillstehendem Rotationsprisma die zulässige Laserleistung nicht überschritten
wird. Es gelten hier auch die Ausführungen über den zeitlichen Verlauf der
Spannung Usoll, wie sie bei der Beschreibung der Fig. 1 vorgenommen worden
sind.
Es ist aber auch möglich, statt der Ansteuerung des Transistors Q1 mit einem
Impulszug, die Werte der Widerstände R2, . . . , Rn so auszuwählen, daß durch
Ansteuerung eines einzigen oder einer Kombination der Transistoren Q2, . . . , Qn
die Spannung Usoll auf einen Wert verringert wird, bei dem die Laserleistung
bei kontinuierlichem Betrieb auf weniger als 1 mW abgesenkt ist.
Eine dritte Ausführungsform einer bei einem Laser-Nivellier nach der Erfindung
einsetzbaren Schaltungsanordnung zur Laseransteuerung wird an Hand der Fig.
6 beschrieben. Diese Schaltungsanordnung unterscheidet sich von derjenigen
der Fig. 1 durch die Art, wie die Sollspannung für den Laserregler 15 erzeugt
wird.
Es ist ein Mikroprozessor 22, beispielsweise vom Typ 83C552 vorgesehen, der
an einer Ausgangsklemme 23 ein Pulssignal abgibt, von dem der Sollwert für
den Laserregler 15 abgeleitet wird. Das Verhältnis von Impulsdauer zu
Impulspause ist proportional zu der Laserlichtleistung. Ein Taktzyklus von 50%,
das heißt Impulsdauer und Impulspause sind gleich lang, ergibt die halbe
Lichtleistung gegenüber einem ungepulsten Betrieb, bei der der Taktzyklus
100% ist.
Zwischen der Ausgangsklemme 23 des Mikroprozessors 22, an dem
Spannungspulse abnehmbar sind, und der Sollwertklemme 17 des Laserreglers
15 sind zwei Widerstände R12 und R22 in Reihe geschaltet. Der
Verbindungspunkt der beiden Widerstände ist über ein
Spannungsstabilisierungselement IC1 mit Masse verbunden. Zwischen der
Sollwertklemme 17 und Masse ist eine Kapazität C11 geschaltet.
Der Widerstand R11 und das Bezugsspannungselement IC1 dienen dazu, die
Pulsweite auf eine temperaturstabile, pulsierende Spannung zu begrenzen.
Durch den aus R22 und C11 gebildeten Tiefpaß wird die pulsierende
Spannung zu einer Gleichspannung Usoll mit geringer Überlagerung einer
Wechselspannung geglättet.
Bei dieser Ausgestaltung der Laseransteuerung ist darauf zu achten, daß die
Frequenz der Pulsweitenmodulation wesentlich höher als die Frequenz des
Tiefpasses ist. Die Wechselspannungsüberlagerung von Usoll soll möglichst
gering bleiben.
In der ersten Betriebsart, das heißt bei stillstehendem Rotationsprisma, kann mit
dieser Schaltungsanordnung der Laserregler so angesteuert werden, daß
konstantes Laserlicht mit geringer, maximal zulässiger Leistung abgestrahlt wird.
Eine Möglichkeit besteht darin, daß ein konstantes Pulssignal verwendet wird,
bei dem das Verhältnis aus Pulsdauer zu Pulspause so gewählt wird, daß die
erwünschte Dauerleistung erhalten wird. Es ist aber auch möglich, statt einer
konstanten Pulsfolge, die Pulsfolge zeitlich zu modulieren, indem das Signal aus
einer Pulsfolge mit anschließender Pause gebildet wird. Während der Pulsfolge
gibt die Pulsdauer des einzelnen Pulses die maximal erreichbare
Laserpulsleistung vor, und die Dauer der Pulsfolge und die Länge der Pause
zwischen den Pulsfolgen ergibt die Frequenz für die Lasermodulation bei
stillstehendem Rotationsprisma.
Diese Schaltungsanordnung ist in der Funktionsweise der in Fig. 4 gezeigten
Schaltungsanordnung ähnlich, hat aber den Nachteil einer Restwelligkeit von
Usoll. Ein Vorteil dieser Schaltungsanordnung liegt in der konstruktiven
Umsetzung dahingehend, daß unabhängig von der Anzahl der möglichen
Abstufungen bei der Abschwächung die Schaltungsanordnung und die Anzahl
der Leiterbahnen stets die gleiche bleibt, da der Pulsweitenmodulator entweder
in einer Gate-Mehrfachanordnung (Gatearray) oder unmittelbar durch Software
mit einem Mikroprozessor ausgeführt wird.
Eine vierte Ausführungsform einer bei einem Laser-Nivellier nach der Erfindung
einsetzbaren Schaltungsanordnung zur Lasersteuerung wird an Hand der Fig. 7
beschrieben. Diese Schaltungsanordnung weist zur Erzeugung der
Sollspannung Usoll für den Laserregler 15 im wesentlichen einen
Mikroprozessor 25 und einen Digital/Analogwandler 26 sowie ein Tiefpaßfilter
auf, das aus dem Widerstand R22 und dem Kondensator C11 gebildet ist.
Dabei ist R22 zwischen die Klemme 27 des Digital/Analogwandlers für die
analoge Ausgangsspannung und C11 zwischen die Sollwertklemme 17 des
Laserreglers 15 und Masse geschaltet.
Mit dem Digital/Analogumwandler 26 kann eine an seiner
Bezugsspannungseingangsklemme 28 anliegende Bezugsgleichspannung
linear in die Anzahl von Spannungswerten unterteilt werden, die seiner Anzahl
Bit entspricht. Ein Digital/Analogwandler mit beispielsweise 8 Bit ermöglicht 2⁸ =
256 Spannungswerte, die zwischen 0 Volt und dem Wert der Bezugsspannung
linear verteilt sind.
Durch Eingabe in den Mikroprozessor 25 kann der digitale Wert für den
Digital/Analogwandler 26 bestimmt und an diesen ausgegeben werden, der die
erwünschte Sollspannung Usoll für den Laserregler 15 erzeugt.
Vorteilhafterweise ergibt sich bei dieser Schaltungsanordnung keine
Restwelligkeit der Sollspannung Usoll. Die Kombination aus Widerstand R22
und Kondensator C11 dient zum definierten Einschaltverhalten, damit nämlich
ein langsamer Start im Bereich von einigen Millisekunden erreicht wird.
Durch entsprechende Wahl der Sollspannung mittels des Mikroprozessors 25
kann die Laserstrahlungsleistung bei den verschiedenen Drehgeschwindigkeiten
des Rotationsprismas individuell an die Helligkeit des Umfeldes oder an die
Betriebsbedingungen eines Laserdetektors angepaßt werden.
Beim Betrieb des Laser-Nivelliers mit stillstehendem Rotationsprisma wird die
Laserstrahlungsleistung abgeschwächt und mit einer Frequenz von einigen
Hertz moduliert. Es wird darauf hingewiesen, daß hier die maximale
Laserabstrahlungsleistung bei Modulation nicht durch die Zeitkonstante
R22*C11 bestimmt wird, sondern unmittelbar durch die Ausgangsspannung am
Digital/Analogwandler. Auch hier wird die Einstellung so vorgenommen, daß der
zeitliche Mittelwert über die gepulste Laserstrahlungsleistung den zulässigen
Grenzwert nicht überschreitet.
Claims (11)
1. Laser-Nivellier mit einem Gehäuse, in dem ein Laserregler, eine
Laserlichtquelle und ein durch eine Antriebseinrichtung drehantreibbares
Rotationsprisma angeordnet sind, durch das der in dieses eintretende
Laserlichtstrahl zum Erzeugen eines Meßstrahls umlenkbar ist, wobei sich
in einer ersten Betriebsstellung das Rotationsprisma zum Anvisieren eines
Punktes mit dem Meßstrahl in einer Stillstandsstellung befindet und das
Rotationsprisma in einer zweiten Betriebsart zum Erzeugen einer Linie
drehantreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
Abschwächungsmittel (Q1; 22; 25; 26) vorgesehen sind, durch die die
Leistung des Meßstrahls in Abhängigkeit von der Drehzahl des
Rotationsprismas (7) einstellbar ist.
2. Laser-Nivellier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abschwächungsmittel eine erste Schaltungsanordnung (R1, C1,
Q1) umfassen, durch die für den Laserregler (15) ein Sollwert erzeugbar
ist, bei dem die von der Laserlichtquelle (19) abgegebene Leistung in der
ersten Betriebsart kleiner als diejenige in der zweiten Betriebsart ist.
3. Laser-Nivellier nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sollwert von einem Impulszug gebildet ist.
4. Laser-Nivellier nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Schaltungsanordnung einen mit einem ersten Widerstand
(R1) in Reihe geschalteten Kondensator (C1) aufweist, der über diesen
Widerstand (R1) maximal auf die an diesem anliegende erste
Bezugsspannung aufladbar ist und über eine mit dem Verbindungspunkt
von erstem Widerstand (R1) und Kondensator (C1) verbundene, durch
Steuerimpulse ansteuerbare Schaltereinrichtung (Q1) entladbar ist, und
daß der jeweilige Mittelwert der Ladespannung des Kondensators (C1) die
Sollwertgröße für den Laserregler (15) bildet.
5. Laser-Nivellier nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine weitere Schaltereinrichtung (Q2; . . . Qn) vorgesehen
ist, die über einen Widerstand (R2; . . . Rn) mit dem Verbindungspunkt von
dem ersten Widerstand (R1) mit dem Kondensator (C1) verbunden ist, und
daß durch die mindestens eine weitere Schaltereinrichtung (Q2; . . . Qn) der
ihr zugeordnete Widerstand (R2; . . . Rn) mit dem ersten Widerstand (R1) in
Reihe schaltbar ist, wodurch die maximale Aufladespannung des
Kondensators (C1) mehrstufig veränderbar ist.
6. Laser-Nivellier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abschwächungsmittel eine zweite Schaltungsanordnung (22)
umfassen, an deren Ausgangsklemme (23) Spannungsimpulse zur
Ansteuerung des Laserreglers (15) erzeugbar sind, bei denen das
Verhältnis von Impulsdauer zu Impulspause einstellbar ist und die den
Sollwert für den Laserregler (15) bilden, und daß in der ersten Betriebsart
das Verhältnis von Impulsdauer zu Impulspause kleiner als das
entsprechende Verhältnis in der zweiten Betriebsart ist.
7. Laser-Nivellier nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweiten Schaltungsanordnung eine Stabilisierungsschaltung
nachgeschaltet ist, die gebildet ist von zwei in Reihe geschalteten
Widerständen (R12, R22), von denen der eine mit seinem freien Anschluß
mit der Ausgangsklemme (23) der zweiten Schaltungsanordnung (22) und
der andere mit seinem freien Anschluß mit der Sollwertklemme (17) des
Laserreglers (15) verbunden ist, von einem
Spannungsstabilisierungselement (IC1), das den Verbindungspunkt der
beiden Widerstände (R12, R22) mit Massepotential verbindet, und von
einem Kondensator (C1), der die Sollwertklemme (17) des Laserreglers
(15) mit Massepotential verbindet.
8. Laser-Nivellier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abschwächungsmittel einen Digital/Analogwandler (26) umfassen,
dessen Ausgangsklemme (27) für die analoge Ausgangsspannung mit
der Sollwertklemme (17) des Laserreglers (15) verbunden ist, wobei die
Ausgangsspannung durch eine geeignete Digitalwerteingabe auf einen
Wert einstellbar ist, bei dem die Laserabstrahlleistung in der ersten
Betriebsart kleiner als diejenige in der zweiten Betriebsart ist.
9. Laser-Nivellier nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Digital/Analogwandler (27) ein Mikroprozessor (25) vorgeschaltet
ist, über den der geeignete Digitalwert in den Digital/Analogwandler (27)
eingebbar ist.
10. Laser-Nivellier nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausgangsklemme (27) des
Digital/Analogwandlers (27) über einen Widerstand (R22) mit der
Sollwertklemme (17) des Laserreglers (15) und diese über einen
Kondensator (C11) mit Masse verbunden ist.
11. Laser-Nivellier nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß von dem Digital/Analogwandler (26)
eine gepulste Ausgangsspannung abgebbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944421073 DE4421073C1 (de) | 1994-06-16 | 1994-06-16 | Laser-Nivellier |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944421073 DE4421073C1 (de) | 1994-06-16 | 1994-06-16 | Laser-Nivellier |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4421073C1 true DE4421073C1 (de) | 1995-07-27 |
Family
ID=6520755
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944421073 Expired - Lifetime DE4421073C1 (de) | 1994-06-16 | 1994-06-16 | Laser-Nivellier |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4421073C1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: LEICA GEOSYSTEMS AG, HEERBRUGG, CH |
|
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: STAMER, H., DIPL.-PHYS., PAT.-ANW., 35579 WETZLAR |
|
| R071 | Expiry of right | ||
| R071 | Expiry of right |