DE4401539A1 - Erfassungseinrichtung für den nutzbaren Ladezustand eines Warmwasserspeichers und Temperaturfühler hierzu - Google Patents
Erfassungseinrichtung für den nutzbaren Ladezustand eines Warmwasserspeichers und Temperaturfühler hierzuInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Erfassungseinrichtung für den
nutzbaren Ladezustand eines Warmwasserspeicher-Heizgeräts,
insbesondere für Brauchwasser, oder eines
Warmwasserspeichers, mit einer Temperaturmessung über die
Höhe des Speicherbehälters und einer Steuerschaltung für
eine Anzeigeeinrichtung, die den jeweiligen Ladezustand
prozentual anzeigt.
In der GB-PS 588 729 ist eine derartige
Erfassungseinrichtung bei einem indirekt beheizten
Warmwasserspeicher eines Heizkreislaufes beschrieben. Die
Temperaturen sollen zwischen 65°C und 170°C liegen. Um
scharfe Übergangszonen zwischen Kaltwasser und Warmwasser
zu erreichen, erfolgt sowohl das Laden als auch das
Entladen oben am Speicherbehälter. Über die Höhe des
Speicherbehälters sind mehrere Temperaturfühler verteilt,
wobei der oberste beim Laden und der unterste beim Entladen
weggeschaltet wird.
In der DE 31 33 806 A1 ist eine
Temperaturanzeigeeinrichtung für ein elektrisches Gerät,
beispielsweise ein Bügeleisen, beschrieben, bei dem
Leuchtdioden zur Anzeige vorgesehen sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine
Ladungserfassungseinrichtung zu schaffen, deren Anzeige dem
Benutzer eine Energieeinsparung ermöglicht. Da die
wesentliche Nutzung des im Speicher erzeugten Warmwassers
durch den Benutzer darin besteht, durch Mischen mit
Kaltwasser sich Mischwasser einer gewünschten Soll-
Mischwassertemperatur zu erzeugen, ist es Ziel dieser
Erfindung, ihm sowohl während des Lade- als auch während
des Zapfvorgangs die Möglichkeit zur Mischwassererzeugung
anzuzeigen, wobei diese Anzeige auf die maximal mögliche
Mischwassermenge, die durch die maximale Speichertemperatur
und das Speichervolumen bestimmt ist, normiert ist.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einer
Erfassungseinrichtung der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß im oder am Speicherbehälter ein an die
Steuerschaltung angeschlossener, langgestreckter
Temperaturfühler etwa vertikal angeordnet ist, dessen
Ausgangssignal ein Mittelwert der jeweils in
unterschiedlichen Höhen im Speicherbehälter herrschenden
Temperaturen ist, daß ein weiterer Temperaturfühler im
Speicherbehälter nahe bei dem Warmwasserauslauf angeordnet
und an die Steuerschaltung angeschlossen ist, und daß die
Steuerschaltung den Ladezustand von der Anzeigeeinrichtung
nur anzeigen läßt, wenn am weiteren Temperaturfühler
mindestens eine Soll-Mischwassertemperatur herrscht.
Die Soll-Mischwassertemperatur ist eine Wassertemperatur,
bei der dem Benutzer für den Gebrauchszweck geeignet
erwärmtes Wasser zur Verfügung gestellt wird. Die Soll-
Mischwassertemperatur liegt beispielsweise bei 40°C. Bei
dieser Temperatur kann der Benutzer sich Wasser zum Duschen
mischen oder eine Badewanne füllen.
Der Benutzer erhält nur dann, wenn im Bereich des
Warmwasserauslaufs wenigstens die Soll-
Mischwassertemperatur herrscht, eine prozentuale Anzeige
des Ladezustandes. Zeigt beispielsweise die
Anzeigeeinrichtung bei einem 80 l-Speicherbehälter einen
Ladegrad von 20% an, dann weiß der Benutzer aus der
Erfahrung, daß dies für ein Duschbad genügt. Er braucht
also den Speicherbehälter nicht nachzuladen. Der Benutzer
wird durch Ablesen des Ladezustandes leicht lernen, wann
ein Nachladen nötig ist. Er wird das Heizgerät nur gezielt
zum Nachladen einschalten. Damit ist eine Energieersparnis
verbunden, weil der Speicher nicht überflüssigerweise immer
auf 100%-Ladung aufgeheizt wird.
Der langgestreckte Temperaturfühler erfaßt den Mittelwert
der im Speicherbehälter jeweils herrschenden
Temperaturverteilung. Dieser Temperaturmittelwert kann zwar
angezeigt werden, ist aber, da er durch verschiedene
Temperaturverteilungen im Speicher zustandekommen kann,
nicht automatisch mit einer für den Benutzer nutzbaren
Mischwassermenge verbunden.
Ein geeigneter langgestreckter Temperaturfühler zeichnet
sich dadurch aus, daß er nach Art eines Rohrheizkörpers
aufgebaut ist, wobei in einem metallischen Mantelrohr ein
Widerstandsdraht mit temperaturabhängigem Widerstand
eingebettet ist. Ein solcher Temperaturfühler läßt sich bei
der genannten Erfassungseinrichtung oder in anderen Fällen
verwenden. Er ist einfach herstellbar.
Der weitere Temperaturfühler kann in den langgestreckten
Temperaturfühler baulich integriert sein. Es ist jedoch
auch möglich, den weiteren Temperaturfühler separat oder am
Speicherbehälter anzuordnen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt eines elektrischen
Warmwasserspeicher-Heizgeräts,
Fig. 2 eine gegenüber Fig. 1 vergrößerte Teilansicht eines
Temperaturfühlers im Schnitt bei II nach Fig. 1 und
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer Steuerschaltung.
Ein Speicherheizgerät weist einen Speicherbehälter (1) mit
typisch 80 l oder 150 l Inhalt auf. Unten am
Speicherbehälter (1) ist ein Heizflansch (2) befestigt, der
neben einem Heizkörper (3) ein Schutzrohr (4) für einen
Temperaturfühler und einen langgestreckten
Temperaturfühler (5) trägt.
Oben im Speicherbehälter (1) mündet ein
Warmwasserauslaufrohr (6). Unten in den Speicherbehälter (1)
mündet ein Kaltwasserzulaufrohr (7). Oben beim
Auslaufrohr (6) ist ein weiterer Temperaturfühler (8)
angeordnet. Dieser kann auch oben am langgestreckten
Temperaturfühler (5) vorgesehen sein.
Außerdem ist in üblicher Weise im Speicherbehälter (1) eine
Schutzanode (9) angeordnet, die mit einem Druckschalter (10)
zusammenarbeitet.
Am Gerätegehäuse (11) ist eine Stellscheibe (12) angeordnet,
mit der die Wasser-Solltemperatur wählbar ist und mit der
über eine übliche, nicht näher beschriebene Schaltung der
Heizkörper (3) zum Nachladen einschaltbar ist. Im
Schutzrohr (4) ist derjenige Temperaturfühler untergebracht,
der beim Erreichen der Solltemperatur den Heizkörper (3)
abschaltet.
Die beschriebene Erfassungseinrichtung arbeitet mit dem
langgestreckten Temperaturfühler (5) und dem weiteren
Temperaturfühler (8). Der langgestreckte Temperaturfühler (5)
erstreckt sich von unten bis in die oberste Zone des
Speicherbehälters (1). Er erfaßt integral die Temperaturen
in den unterschiedlichen Höhenlagen und bildet daraus einen
Mittelwert. Der weitere Temperaturfühler (8) erfaßt nur die
Temperatur in der obersten Zone des außen wärmeisolierten
Speicherbehälters (1). Sowohl der langgestreckte
Temperaturfühler (5) als auch der weitere
Temperaturfühler (8) lassen sich bei geeigneter thermischer
Kopplung außen am Speicher realisieren.
Die Temperaturfühler (5,8) sind an eine Steuerelektronik (13)
angeschlossen (vgl. Fig. 3). Das Ausgangssignal des
langgestreckten Temperaturfühlers (5) ist über eine
Erfassungs- und Normierschaltung (14) an die Plus-Eingänge
von mehreren, im Beispielsfalle acht,
Vergleichsgliedern (15) gelegt. An den Minus-Eingängen der
Vergleichsglieder (15) liegen Referenzglieder (16) mit
abgestuften Referenzwerten.
Der weitere Temperaturfühler (8) liegt über eine
Erfassungsschaltung (17) an einem Komparator (18), an den ein
einer Soll-Mischwassertemperatur, beispielsweise 40°C,
entsprechendes Signal (19) gelegt ist.
Ausgangsseitig ist der Komparator (18) an die acht Enable-
Eingänge (21) der Vergleichsglieder (15) gelegt. Nur wenn die
vom Temperaturfühler (8) erfaßte Temperatur gleich oder
größer als die Soll-Mischwassertemperatur, beispielsweise
40°C, ist, werden über die Enable-Eingänge (21) die
Vergleichsglieder (15) aktiviert. Ansonsten sind sie
unabhängig von den an ihren Plus-Eingängen und Minus-
Eingängen anliegenden Signalen gesperrt.
Ausgangsseitig ist an jedes Vergleichsglied (15) eine
lichtemittierende Diode (22) angeschlossen. Die
lichtemittierenden Dioden (22) sind neben der
Stellscheibe (12) in einer Reihe angeordnet. Durch eine
geeignete Kennzeichnung wird der prozentuale Charakter der
Anzeige deutlich gemacht.
Je nach der Höhe der vom Temperaturfühler (5) gemessenen
mittleren Wassertemperatur im Speicherbehälter (1) leuchten
eine, zwei, drei, vier. . . acht der Leuchtdioden (22), wenn
die Wassertemperatur oben beim weiteren Temperaturfühler (8)
mindestens die Soll-Mischwassertemperatur erreicht hat. Dem
Benutzer wird dabei nach Art einer Balkenanzeige in Stufen
angezeigt, welcher prozentuale Ladezustand mit geeigneter
Temperatur und welche Mischwasserdarbietung damit im
Speicherbehälter (1) besteht.
Der langgestreckte Temperaturfühler (5) ist bei der
Ausführung nach Fig. 1 haarnadelförmig gebogen. Er ist wie
ein Rohrheizkörper, beispielsweise der Heizkörper (3),
hergestellt. In einem metallischen Mantelrohr (23) ist in
ein Füllmaterial (24), beispielsweise Magnesiumoxid, ein
Widerstandsdraht (25) mit definiertem temperaturabhängigem
Widerstand eingebettet. Der Widerstandsdraht (25) kann
gewendelt sein (vgl. Fig. 2). Er kann jedoch auch gerade
ausgezogen verlaufen. Als Widerstandsdraht eignet sich auch
Nickeldraht, wie er für Meßwiderstände in
Widerstandsthermometern verwendet wird. Das Mantelrohr (23)
besteht vorzugsweise aus dem gleichen Material wie der
Heizflansch (2), nämlich Kupfer oder Edelstahl.
Um eine gute Wärmeleitung vom Mantelrohr (23) auf den
Widerstandsdraht (25) zu erreichen, wird der Durchmesser des
Mantelrohres (23) möglichst klein gewählt. Beispielsweise
liegt er bei 6 mm. Durch Walzen des Mantelrohres (23) wird
das Magnesiumoxid verdichtet und damit die
Wärmeleitfähigkeit erhöht. Die haarnadelförmige Gestalt
führt zu einer großen wärmeaufnehmenden Oberfläche.
Außerdem ist es dadurch leicht möglich, die beiden Enden
des Widerstandsdrahtes (25) nach außen zu führen und
anzuschließen.
Ein Temperaturfühler mit dem beschriebenen Aufbau läßt sich
auch anstelle des Schutzrohres (4) einschließlich des dort
eingeschobenen Temperaturfühlers, der ein eigenes Bauteil
bildet, verwenden. Der Temperaturfühler mit dem
beschriebenen Aufbau hat dann etwa die Länge des
Schutzrohres (4).
Wenn es gewünscht ist, daß beim beschriebenen
Temperaturfühleraufbau unten im Kaltwassersumpf stehendes
Wasser im Meßwert weniger gewichtet wird als Wasser in
oberen Bereichen, kann der gewendelte Widerstandsdraht (25)
im unteren Bereich gestreckt bzw. "ausgezogen" verlaufen.
Claims (8)
1. Erfassungseinrichtung für den nutzbaren Ladezustand
eines Warmwasserspeicher-Heizgeräts, insbesondere für
Brauchwasser, oder eines Warmwasserspeichers, mit einer
Temperaturmessung über die Höhe des Speicherbehälters und
einer Steuerschaltung für eine Anzeigeeinrichtung, die den
jeweiligen Ladezustand prozentual anzeigt, dadurch
gekennzeichnet, daß im oder am Speicherbehälter (1) ein an
die Steuerschaltung (13) angeschlossener, langgestreckter
Temperaturfühler (5) etwa vertikal angeordnet ist, dessen
Ausgangssignal ein Mittelwert der jeweils in
unterschiedlichen Höhen im Speicherbehälter (1) herrschenden
Temperaturen ist, daß ein weiterer Temperaturfühler (8) im
Speicherbehälter (1) nahe bei dem Warmwasserauslauf
angeordnet und an die Steuerschaltung (13) angeschlossen
ist, und daß die Steuerschaltung (13) den Ladezustand von
der Anzeigeeinrichtung nur anzeigen läßt, wenn am
weiteren Temperaturfühler (8) mindestens eine Soll-
Mischwassertemperatur herrscht.
2. Erfassungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung von einer Reihe
von Lichtquellen, insbesondere Leuchtdioden (22), gebildet
ist.
3. Erfassungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (13) für jede
Lichtquelle, insbesondere Leuchtdiode (22), der
Anzeigeeinrichtung ein Vergleichsglied (15) aufweist, wobei
an jedes Vergleichsglied (15) das Ausgangssignal des
langgestreckten Temperaturfühlers (5) und ein abgestuftes
Referenzsignal gelegt ist, und daß die
Vergleichsglieder (15) nur aktiv geschaltet sind, wenn die
Temperatur am weiteren Temperaturfühler (8) die Soll-
Mischwassertemperatur erreicht.
4. Erfassungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Temperaturfühler (5, 8) sowie die
Leuchtdioden (22) mit einem Mikrocontroller verbunden sind,
und daß auf dem Mikrocontroller ein Programm implementiert
ist, das abhängig von den Fühlerwerten der
Temperaturfühler (5, 8) den nutzbaren Ladezustand berechnet
und die Leuchtdioden (22) ansteuert.
5. Erfassungseinrichtung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der weitere Temperaturfühler (8) baulich
in den langgestreckten Temperaturfühler (5) integriert ist.
6. Langgestreckter Temperaturfühler, insbesondere für eine
Erfassungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Temperaturfühler (5) nach Art eines Rohrheizkörpers
aufgebaut ist, wobei in einem metallischen Mantelrohr (23)
ein Widerstandsdraht (25) mit definiertem
temperaturabhängigem Widerstand in Magnesiumoxid
eingebettet und das metallische Mantelrohr (23) einem
Verdichtungsvorgang unterworfen ist.
7. Langgestreckter Temperaturfühler nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß er haarnadelförmig gebogen ist.
8. Langgestreckter Temperaturfühler nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstandsdraht (25) im
Mantelrohr (23) ganz oder teilweise gewendelt ist.
Priority Applications (1)
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| DE4401539A DE4401539C2 (de) | 1994-01-20 | 1994-01-20 | Erfassungseinrichtung für den nutzbaren Ladezustand eines Warmwasserspeichers |
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| DE4401539C2 DE4401539C2 (de) | 1999-04-29 |
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ID=6508287
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