DE4401352C2 - Aufbereitungsanlage für verunreinigten Bauschutt und Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Bauschutt - Google Patents
Aufbereitungsanlage für verunreinigten Bauschutt und Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem BauschuttInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Aufbereitungsanlage für verunreinig
ten Bauschutt, der keine Bestandteile oberhalb einer vorgegebe
nen Größe enthält.
Verunreinigter Bauschutt läßt sich aufbereiten, so daß er zumin
dest teilweise wiederverwertbar ist. Es sind Bauschuttsortier
anlagen bekannt, die mit einer Brechanlage ausgerüstet sind, so
daß verunreinigter Bauschutt mit Schuttanteilen nahezu jeder
Größe zugeführt werden kann, um in der Anlage zerkleinert und
nach Größen- und Gewichtsanteilen sortiert zu werden. Die erfin
dungsgemäße Aufbereitungsanlage für verunreinigten Bauschutt
verarbeitet dagegen nur Bestandteile unterhalb einer vorgegebe
nen Größe. Zum Abtrennen der großen Teile aus dem ursprünglichen
Bauschutt kann ein Vorsieb dienen, das beispielsweise nur Teile
mit einer größten Ausdehnung von weniger als 100 mm oder weniger
als 60 mm durchläßt. Die größeren Bestandteile können beispiels
weise einer Bauschuttsortier- und Brechanlage der zuvor erwähn
ten Art zugeführt werden.
Es ist bekannt, verunreinigten Bauschutt, der keine Bestandteile
oberhalb einer vorgegebenen Größe enthält, in einem Kaskaden
scheider mit Hilfe einer Luftströmung von Leichtbestandteilen
(z. B. Holz, Papier, Kunststoff, Schaumstoff) zu trennen. Übli
cherweise wird der verunreinigte Bauschutt mit Hilfe eines
Transportbandes in den Kaskadenscheider eingefüllt. Dabei liegt
vielfach der Bauschutt in mehr oder weniger großen Klumpen oder
Haufen auf dem Transportband. Beim Durchtritt durch den Kaska
denscheider verteilen sich diese Klumpen oft nur unvollständig,
was den Kaskadenscheider in seiner Wirkungsweise beeinträchtigt,
so daß sich der Bauschutt nur sehr unvollkommen sortieren läßt.
Aus dem DE 93 16 701 U1 ist eine mobile Sortieranlage für Mate
rialmischungen bekannt, die im Anhänger eines Sattelschleppers
montiert ist. Die zu sortierende Materialmischung wird in einem
Bunker mit einem Schubboden aufgegeben. Von dort gelangt das
Material auf ein Rotorsieb, das als Vorabsiebeinrichtung dient.
Die von dem Rotorsieb abgesiebte Mittelfraktion wird zu einem
Schwingsieb transportiert, das die Mittelfraktion in zwei Frak
tionen aufteilt, die danach über Förderbänder abtransportiert
werden. Die Grobfraktion gelangt vom Ende des Rotorsiebs zu
einem Sortierband, wo sie manuell sortiert werden kann. Am Ende
des Rotorsiebs befindet sich eine vertikal angeordnete Leicht
stoffsepariereinrichtung. Dabei wird Druckluft von unten durch
das Rotorsieb geblasen und an der Oberseite zusammen mit losge
lösten Leichtstoffen abgesaugt und zu einer separaten Entstau
bungsanlage geführt. Die Leichtstoffsepariereinrichtung dieser
Sortieranlage erfaßt lediglich Leichtstoffe, die am Ende des
Rotorsiebs auftreten. Dagegen besteht keine Möglichkeit, Leicht
stoffe und Verunreinigungen abzutrennen, die über die von dem
Rotorsieb abgesiebte Mittelfraktion zu dem Schwingsieb gelangen.
Das DE 92 12 045 U1 zeigt eine mobile Bauschutt-Sortieranlage
mit einer in einem Hauptgehäuse im wesentlichen horizontal gela
gerten, drehbaren und mit wandseitigen Sieböffnungen versehenen
Trommel. Der zu sortierende Bauschutt wird nach Passieren eines
Vorabscheiderosts zu einer einen Zufuhrbereich bildenden Trom
melstirnseite transportiert. Mit Hilfe von an der Trommelinnen
wand angebrachten Umwälz-, Zerkleinerungs- und Förderelementen
gelangt er zu dem Austragebereich an der gegenüberliegenden
Trommelstirnseite. Dort reicht ein Absaugrohr in den Innenraum
der Trommel, um Leichtgut abzutrennen. Das dafür erforderliche
Gebläse ist in einer separaten Abscheidekammer angeordnet und
erzeugt über das Absaugrohr einen Luftstrom in Förderrichtung
der Trommel. Zusätzliche Luftströme können die Wirkung des Ab
saugrohrs verbessern. Die schweren Grobbestandteile werden vom
Austragebereich mit Hilfe eines Abförderers wegtransportiert;
dort ist auch eine manuelle Nachsortierung möglich.
Das Leichtgut wird nur in der
Nähe des Austragebereichs besonders effektiv abgetrennt wird.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit zum Aufbereiten
von verunreinigtem Bauschutt, der keine Bestandteile oberhalb
einer vorgegebenen Größe enthält, bereitzustellen, die es er
laubt, den Bauschutt zuverlässig nach schweren Feinbestandtei
len, schweren Grobbestandteilen und Leichtbestandteilen zu sor
tieren.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Aufbereitungsanlage mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch ein Verfahren zum
Aufbereiten von verunreinigtem Bauschutt mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 10. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
Erfindungsgemäß wird der verunreinigte Bauschutt, aus dem große
Bestandteile bereits entfernt worden sind (z. B. mit Hilfe eines
Vorsiebes mit Sieböffnungen von 60 mm), einer Vibrationssiebein
richtung zugeführt. Dort wird er gleichmäßig verteilt, gegebe
nenfalls verbreitert und aufgelockert. Die schweren Feinbestand
teile, das heißt die schweren Bestandteile, die durch die Sieb
öffnungen passen, werden abgesiebt. Über die Vibrationssiebein
richtung ist eine Luftströmung gerichtet, die zum Absaugen von
Staubbestandteilen und leichten Fein- und Grobbestandteilen von
der Vibrationssiebeinrichtung in einen Kaskadenscheider dient.
In dem Kaskadenscheider, der auf die Vibrationssiebeinrichtung
folgt, werden die schweren Grobbestandteile abgetrennt. Die
Staubbestandteile und die leichten Fein- und Grobbestandteile
werden dagegen von der durch den Kaskadenscheider gerichteten
Luftströmung mitgenommen.
Weil die Vibrationssiebeinrichtung den zugeführten Bauschutt
gleichmäßig verteilt, wird eine Klumpenbildung weitgehend ver
mieden, und der nachfolgende Kaskadenscheider kann zuverlässig
arbeiten. Leichte Feinbestandteile, die von ihrer Größe her
durch die Sieböffnungen der Vibrationssiebeinrichtung passen
würden, werden von der über die Vibrationssiebeinrichtung strei
chenden Luftströmung in den Kaskadenscheider gesaugt. Daher
verunreinigen sie nicht die abgesiebten schweren Feinbestand
teile. Die Luftströmung erfaßt auch leichte Grobbestandteile,
die nicht durch die Sieböffnungen fallen können, bereits an der
Vibrationssiebeinrichtung. Dadurch wird frühzeitig eine Trennung
der einzelnen Komponenten des verunreinigten Bauschutts einge
leitet und eine bessere Leistung des nachfolgenden Kaskaden
scheiders erreicht. Infolge der Rüttelbewegung der Vibrations
siebeinrichtung tendieren die leichten Bestandteile dazu, sich
im Bereich der Vibrationssiebeinrichtung über den schweren Be
standteilen des Bauschutts anzusammeln, was das Angreifen der
Luftströmung erleichtert.
Vorzugsweise werden die leichten Bestandteile mit der Luftströ
mung von dem Kaskadenscheider zu einem Grenzflächenscheider
transportiert, wo die leichten Fein- und Grobbestandteile von
den Staubbestandteilen abgetrennt werden. Bevor die Luft in die
Umgebung austritt, können die Staubanteile mit Hilfe einer Fil
tereinrichtung zurückgehalten werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird der verunreinigte
Bauschutt über ein erstes Transportband der Vibrationssiebein
richtung zugeführt. Im Bereich des ersten Transportbandes kann
ein Magnetscheider zum Abtrennen von Eisenbestandteilen aus dem
verunreinigten Bauschutt angeordnet sein. Auf diese Weise läßt
sich eine noch bessere Aufbereitung des Bauschutts erzielen.
Unter der Vibrationssiebeinrichtung, unter dem Kaskadenscheider
und unter dem Grenzflächenscheider kann jeweils ein Endbereich
eines zweiten, dritten bzw. vierten Transportbandes angeordnet
sein. Mit Hilfe der Transportbänder können die jeweils abge
trennten Bestandteile von der Aufbereitungsanlage weggefördert
werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind der Kaskadenscheider,
der zum Erzeugen der Luftströmung dienende Ventilator, der
Grenzflächenscheider sowie die Filtereinrichtung in einem Con
tainer angeordnet. Dadurch wird es möglich, diese Komponenten
fertig installiert und auf einfache Weise zu transportieren. Die
Vibrationssiebeinrichtung kann als separates Teil transportiert
und bei der Montage vor den Container gesetzt werden.
Die erfindungsgemäße Anlage erlaubt also die Aufbereitung von
verunreinigtem Bauschutt, dessen Bestandteile unterhalb einer
vorgegebenen Größe (z. B. 60 mm) liegen. Sie kann als Ergänzung
zu einer Bauschuttsortieranlage mit Brecheinrichtung eingesetzt
werden, wodurch die Durchsatzmenge der Gesamtanlage erhöht wird.
Zusätzliches Personal ist dabei nicht erforderlich. Ein separa
ter Einsatz der erfindungsgemäßen Aufbereitungsanlage ist eben
falls denkbar. Der zum Betrieb erforderliche Energieaufwand ist
gering. Die anfallenden Endprodukte können problemlos gesammelt
werden, z. B. die schweren Feinbestandteile und die schweren
Grobbestandteile jeweils auf einer Halde, die Leichtbestandteile
in einem Container und gegebenenfalls die Eisenbestandteile in
einem Container. Eine weitere Verarbeitung der schweren Fein-
und Grobbestandteile ist möglich, z. B. durch Brechen oder Sieb
klassieren.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei
spiels näher beschrieben. Die Zeichnungen zeigen
Fig. 1 eine teilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht
einer fertig montierten Aufbereitungsanlage für verun
reinigten Bauschutt und
Fig. 2 eine Draufsicht auf die in Fig. 1 gezeigte Aufberei
tungsanlage.
Die wesentlichen Komponenten der in den Fig. 1 und 2 darge
stellte Aufbereitungsanlage für verunreinigten Bauschutt sind
ein Magnetscheider 1, eine Vibrationssiebeinrichtung 2, ein
Kaskadenscheider 3, ein Grenzflächenscheider 4 und eine Filter
einrichtung 5.
Es muß sichergestellt sein, daß der der Aufbereitungsanlage
zuzuführende Bauschutt keine Bestandteile enthält, die eine
vorgegebene Größe überschreiten. Daher ist es gegebenenfalls
erforderlich, große Schutteile vorab auszusortieren, z. B. mit
Hilfe eines (nicht dargestellten) Vorsiebs. Im Ausführungsbei
spiel werden Schuttbestandteile mit einer Größe von 0 mm bis 60
mm aufbereitet. Die Sieböffnungen des Vorsiebs dürfen daher eine
Abmessung von 60 mm nicht überschreiten. Gröbere Schutteile
können vorher mit einer Brechanlage zerkleinert werden.
Der vorsortierte verunreinigte Bauschutt wird in die dargestell
te Aufbereitungsanlage über ein erstes Transportband 10 eingege
ben, das an seinem unteren Ende mit einem Einfülltrichter 11
versehen ist und zu der Vibrationssiebeinrichtung 2 hin an
steigt. Über dem ersten Transportband 10 ist der an einem Ge
stell 12 montierte Magnetscheider 1 angeordnet. Der Magnetschei
der 1 ist von üblicher Bauart mit einem quer zum ersten Trans
portband 10 verlaufenden Gummigurt 14 mit Querstollen, der von
einem Getriebemotor 15 angetrieben wird. Der Magnetscheider 1
ist mit Permanentmagneten ausgerüstet, von denen Eisenteile von
dem ersten Transportband 10 angezogen werden. Diese Eisenteile
transportiert der Gummigurt 14 zur Seite weg, bis sie aus dem
Wirkungsbereich der Permanentmagnete austreten und in einen
seitlich unter dem Magnetscheider 1 abgestellten Container 16
fallen können.
Vom oberen Ende des ersten Transportbandes 10 fällt der Bau
schutt auf die Vibrationssiebeinrichtung 2. Dabei handelt es
sich vorzugsweise um eine Eindecker-Vibrationssiebmaschine mit
einer Siebfläche 20. Die Siebfläche 20 ist in einer Tragkon
struktion 21 auf Schraubendruckfedern gelagert und über einen
Unwuchtwellenantrieb mit einem Elektromotor 22 gekoppelt. Wenn
der Antrieb eingeschaltet ist, vibriert die Siebfläche hin und
her. Dadurch verteilt sich der aufgeschüttete Bauschutt weitge
hend gleichmäßig über die gesamte Breite der Siebfläche 20, die
auf beiden Seiten von längsverlaufenden Leitblechen begrenzt
ist. Auf diese Weise werden die Klumpen oder Haufen, in denen
der Bauschutt auf das erste Transportband 10 geschüttet wurde
und deren Breite geringer ist als die Breite der Siebfläche 20,
aufgelöst und verteilt.
Aus dem auf diese Weise aufgelockerten Bauschutt werden die
schweren Feinbestandteile abgesiebt. Hier und im folgenden sind
unter "schweren" Bestandteilen die nicht von der unten beschrie
benen Luftströmung mitgenommenen Anteile des Bauschutts zu ver
stehen. Als "Feinbestandteile" sind die Anteile des Bauschutts
bezeichnet, deren Größe geringer ist als die Abmessung der Sieb
öffnungen in der Siebfläche 20. Vorzugsweise beträgt diese Ab
messung 10 mm. Die größeren Anteile sind die "Grobbestandteile".
Die abgesiebten schweren Feinbestandteile fallen über einen
Trichter 24 auf ein zweites Transportband 25, dessen einer End
bereich unterhalb der Vibrationssiebeinrichtung 2 angeordnet ist
und das von einem Elektromotor 26 angetrieben wird. Mit Hilfe
des zweiten Transportbandes 25 können die schweren Feinbestand
teile (also z. B. Sand) zu einer Halde gebracht werden.
Von einem Ventilator 30, vorzugsweise einem Radialventilator,
wird eine Luftströmung erzeugt, die durch den Kaskadenscheider
3 gerichtet ist. Dabei wird die Luft über eine Saugdüse 32 ange
saugt. Die Saugdüse 32 ist etwas oberhalb der Siebfläche 20
angeordnet und im wesentlichen parallel zur Siebfläche 20 ausge
richtet. Dadurch überstreicht die angesaugte Luft die Siebfläche 20
und nimmt leichte Bestandteile des verunreinigten Bauschutts
mit, um sie dem Kaskadenscheider 3 zuzuführen. Dabei handelt es
sich neben Staubbestandteilen um leichte Feinbestandteile (das
heißt Bestandteile, die von ihrer Größe her durch die Sieböff
nungen der Siebfläche 20 passen würden) und um leichte Grobbe
standteile (die nicht durch die Sieböffnungen passen). Die Luft
strömung verhindert also, daß die leichten Feinbestandteile mit
durch die Sieböffnungen fallen und als Verunreinigung der schwe
ren Feinbestandteile auftreten. Das Angreifen der Luftströmung
an den leichten Bestandteilen wird dadurch erleichtert, daß
diese dazu neigen, sich infolge der Vibrationsbewegung im Be
reich der Siebfläche 20 im Bauschutt nach oben zu bewegen, so
daß sie sich über den schweren Bestandteilen ansammeln.
Die schweren Grobbestandteile gelangen zusammen mit gegebenen
falls noch vorhandenen leichten Bestandteilen des Bauschutts
über die Siebfläche 20 zum oberen Endbereich des Kaskadenschei
ders 3. Die Bewegung des Bauschutts von der Siebfläche 20 in den
Kaskadenscheider 3 wird erleichtert, wenn die Siebfläche 20 zum
Kaskadenscheider 3 hin geneigt ist. Der Kaskadenscheider 3 ist
von herkömmlicher Bauart und enthält Leitbleche und Luftströ
mungskanäle, so daß der Bauschutt auf verlängertem Weg herunter
fällt, wobei die von dem Ventilator 30 erzeugte und im Inneren
des Kaskadenscheiders 3 auf diesen zu gerichtete Luftströmung
die leichten Bestandteile mitnimmt. Auf diese Weise werden die
schweren Grobbestandteile weitgehend von Staubbestandteilen und
leichten Fein- und Grobbestandteilen abgetrennt. Durch eine am
unteren Ende des Kaskadenscheiders 3 vorgesehene Öffnung 34
können die schweren Grobbestandteile auf ein drittes Transport
band 36 fallen, das von einem Elektromotor 37 angetrieben wird
und zu einer Halde für schwere Grobbestandteile führt.
Am Auslaßende des Ventilators 30 ist ein Luftkanal 40 ange
bracht, in dem die von der Luftströmung mitgenommenen leichten
Bestandteile zu dem Grenzflächenscheider 4 geblasen werden. Der
Grenzflächenscheider 4 ist von bekannter Bauart. Durch Verände
rung der Strömungsquerschnitte läßt sich erreichen, daß die
leichten Fein- und Grobbestandteile aus der Luftströmung aus
fallen und über eine Öffnung 42 auf ein viertes Transportband 44
gelangen. Dieses von einem Elektromotor 45 angetriebene Trans
portband bringt die leichten Fein- und Grobbestandteile zu einem
(in der Fig. 2 nicht dargestellten) Container.
Die Staubbestandteile verbleiben in der Luftströmung und gelan
gen über einen Luftkanal 50 in die Filtereinrichtung 5, die von
bekannter Bauart ist. Dort werden sie abgefangen und zurückge
halten, bevor die gereinigte Luft über einen Luftablaß 52 in die
Umgebung austritt.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel befinden sich der Kas
kadenscheider 3 einschließlich des Ventilators 30 und der Saug
düse 32, der Grenzflächenscheider 4, die Filtereinrichtung 5
sowie die erforderlichen Steuer- und Schalteinrichtungen in
einem Container 60. Der Container 60 ist über eine Treppe 62,
ein Podest 63 und eine Tür 64 zugänglich. Die Vibrationssiebein
richtung 2 sowie der Magnetscheider 1 und die Transportbänder
10, 25, 36 und 44 sind als separate Komponenten ausgeführt.
Daher läßt sich die gesamte Aufbereitungsanlage einfach trans
portieren und kann trotzdem schnell am Einsatzort montiert wer
den.
Neben dem dritten Transportband 36, mit dem die schweren Grobbe
standteile weggefördert werden, kann ein Kontrollplatz einge
richtet sein. Von einer dort stehenden Person können gegebenen
falls vorhandene Teile, die getrennt von den anderen auf dem
dritten Transportband 36 befindlichen Schuttkomponenten gesam
melt werden sollen, manuell aussortiert werden, zum Beispiel
Teile aus Nichteisen-Metallen.
Claims (13)
1. Aufbereitungsanlage für verunreinigten Bauschutt, der keine
Bestandteile oberhalb einer vorgegebenen Größe enthält, mit
einer Vibrationssiebeinrichtung (2) zum gleichmäßigen Ver
teilen des zugeführten Bauschutts und zum Absieben der
schweren Feinbestandteile, mit einem auf die Vibrationssieb
einrichtung (2) folgenden Kaskadenscheider (3) zum Abtrennen
der schweren Grobbestandteile, und mit einem Ventilator (30)
zum Erzeugen einer über die Vibrationssiebeinrichtung (2)
und durch den Kaskadenscheider (3) gerichteten Luftströmung
zum Mitnehmen von Staubbestandteilen und leichten Fein- und
Grobbestandteilen.
2. Aufbereitungsanlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
einen auf den Kaskadenscheider (3) folgenden und von der
Luftströmung durchsetzten Grenzflächenscheider (4) zum Ab
trennen der leichten Fein- und Grobbestandteile von den
Staubbestandteilen.
3. Aufbereitungsanlage nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch
eine auf den Grenzflächenscheider (4) folgende Filterein
richtung (5) zum Auffangen der Staubbestandteile aus der
Luftströmung.
4. Aufbereitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ge
kennzeichnet durch ein erstes Transportband (10) zum Zufüh
ren des verunreinigten Bauschutts zu der Vibrationssiebein
richtung (2).
5. Aufbereitungsanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich des ersten Transportbands (10) ein Magnet
scheider (1) zum Abtrennen von Eisenbestandteilen aus dem
verunreinigten Bauschutt angeordnet ist.
6. Aufbereitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß unter der Vibrationssiebeinrich
tung (2) ein Endbereich eines zweiten Transportbands (25)
zum Abtransportieren der abgesiebten schweren Feinbestand
teile angeordnet ist.
7. Aufbereitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß unter dem Kaskadenscheider (3) ein
Endbereich eines dritten Transportbands (36) zum Abtrans
portieren der abgetrennten schweren Grobbestandteile ange
ordnet ist.
8. Aufbereitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7 in
Verbindung mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß unter
dem Grenzflächenscheider (4) ein Endbereich eines vierten
Transportbands (44) zum Abtransportieren der leichten Fein-
und Grobbestandteile angeordnet ist.
9. Aufbereitungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in
Verbindung mit Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kaskadenscheider (3), der Ventilator (30), der Grenzflächen
scheider (4) und die Filtereinrichtung (5) in einem Contai
ner (60) angeordnet sind.
10. Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Bauschutt, der
keine Bestandteile oberhalb einer vorgegebenen Größe ent
hält, mit den Schritten:
- - Zuführen des verunreinigten Bauschutts zu einer Vibra tionssiebeinrichtung (2),
- - Verteilen des Bauschutts auf der Vibrationssiebeinrichtung (2) und Absieben der schweren Feinbestandteile,
- - Absaugen von Staubbestandteilen und leichten Fein- und Grobbestandteilen von der Vibrationssiebeinrichtung (2) in einen Kaskadenscheider (3) und Einführen der schweren Grob bestandteile in den Kaskadenscheider (3),
- - Abtrennen der schweren Grobbestandteile in dem Kaskaden scheider (3).
11. Verfahren nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch den zusätz
lichen Schritt, daß die leichten Fein- und Grobbestandteile
mittels einer Luftströmung von dem Kaskadenscheider (3) zu
einem Grenzflächenscheider (4) transportiert werden, wo sie
von den mitgeführten Staubanteilen abgetrennt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch den zusätz
lichen Schritt, daß die Luftströmung vor ihrem Austritt in
die Umgebung durch eine Filtereinrichtung (5) geleitet wird,
wo die Staubanteile zurückgehalten werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß vor dem Zuführen des verunreinigten Bau
schutts zu der Vibrationssiebanlage (2) Eisenbestandteile
von einem Magnetscheider (1) abgetrennt werden.
Priority Applications (1)
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| DE19944401352 DE4401352C2 (de) | 1994-01-14 | 1994-01-14 | Aufbereitungsanlage für verunreinigten Bauschutt und Verfahren zum Aufbereiten von verunreinigtem Bauschutt |
Applications Claiming Priority (1)
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