DE433482C - Verfahren zur Auffindung von Undichtigkeiten zwischen Luft- und Abgaskanal der Luftvorheizung bei Gaserzeugungsoefen - Google Patents

Verfahren zur Auffindung von Undichtigkeiten zwischen Luft- und Abgaskanal der Luftvorheizung bei Gaserzeugungsoefen

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DE433482C
DE433482C DEO14725D DEO0014725D DE433482C DE 433482 C DE433482 C DE 433482C DE O14725 D DEO14725 D DE O14725D DE O0014725 D DEO0014725 D DE O0014725D DE 433482 C DE433482 C DE 433482C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28FDETAILS OF HEAT-EXCHANGE AND HEAT-TRANSFER APPARATUS, OF GENERAL APPLICATION
    • F28F21/00Constructions of heat-exchange apparatus characterised by the selection of particular materials
    • F28F21/04Constructions of heat-exchange apparatus characterised by the selection of particular materials of ceramic; of concrete; of natural stone

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

Bei Gaserzeugungsöfen, bei denen die Unter- und Oberluft vor ihrem Eintritt in die Feuerstelle durch die heißen Abgase vorerhitzt werden, in der Weise, daß die Luft durch Kanäle geleitet wird, deren aus feuerfesten Platten zusammengefügte Wände von außen von den heißen Abgasen bestrichen werden, treten bekanntlich im Betriebe Undichtigkeiten an den Fugen auf, hervor- « to gerufen durch den hohen Temperaturunterschied in den Luft- bzw. Abgaskanälen. Solche Undichtigkeiten haben wiederum ein direktes Einsaugen der vorerwärmten Luft in den Abgaskanal im Gefolge, was die Nutzleistung des ganzen· Ofens wesentlich beeinträchtigt. Die genannte Unvollkömmenheit erfordert daher ein regelmäßiges Untersuchen der Wandungen der Luftvorheizkanäle auf Dichtigkeit und zur Vermeidung hoher Brennstoffverluste schleunige Abdichtung der gefundenen Fehlerstellen während des Betriebes.
Zur Feststellung des Vorhandenseins von Undichtigkeiten verfährt man bisher meist so, daß man mittels geeigneter Apparate (Orsatapparat) den Kohlensäure- und Sauerstoffgehalt der einzelnen Abgaszüge untersucht, wobei sich eine Undichtigkeit in einem bestimmten Zuge durch plötzliches Fallen des Kohlensäure- und Steigen des Sauerstoffgehaltes bemerkbar macht. Nach diesem Verfahren läßt sich zwar ein Fehler auf einen bestimmten Zug örtlich bestimmen, nicht aber die genaue Stelle der Undichtigkeit innerhalb des betreffenden Zuges auffinden, weshalb man es dann vorzieht, sämtliche Fugen
des betreffenden fehlerhaften Zuges auszupinseln auf Kosten der Gründlichkeit der Ausbesserung der wirklich fehlerhaften Stelle. Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren, welches ein sicheres Auffinden der undichten Stellen zwischen Luftkanälen und Abgaskanälen ermöglicht und auch solche Stellen erkennbar macht, die erst im Entstehen begriffen und daher äußerlich überhaupt noch ίο nicht erkennbar sind.
Das Verfahren besteht darin, daß man die Fugen im Luftkanal mit einer durch Karburieren leuchtend gemachten Preßgasflamme bestreicht, was mit Hilfe einer an eine biegsame Schlauchleitung angeschlossenen Rohrstange mit zweckmäßig seitlich gebogenem spitzen Brenner geschieht. Gleichzeitig wird der anstoßende Abgaskanal durch eine am Stirnende desselben geschaffene Öffnung beobachtet. An den dichten Fugenstellen wird jetzt die leuchtende Flamme von der unbeschädigten Wandung voll zurückprallen. Sobald aber die Brennermündung auf eine Undichtigkeit stößt, schlägt bei genügender Weite der Undichtigkeit ein Teil der Preßgasflamme durch diese hindurch und zeigt so durch Aufleuchten im Abgaskanal die Fehlerstelle an. Besteht jedoch, was in der Praxis die Regel bildet, die Fehlerstelle in einer längeren schmalspaltigen Undichtigkeit, so dringt ein Teil des dem Brenner entströmenden Preßgases wegen Luftmangels in unverbranntem Zustande durch den Spalt in den Abgaskanal, während zugleich die Größe der Flamme in dem Luftkanal entsprechend abnimmt, schon auf diese Weise einen Fehler anzeigend. In dem Abgaskanal nun entzündet sich das durch die Undichtigkeit geströmte Preßgas infolge der hier herrschenden hohen Temperatur meist von selbst zu j einer durch die vorerwähnte Öffnung am 1 Stirnende mit Luft gespeisten Flamme. Sollte — z. B. bei Untersuchung außer Betrieb — diese Selbstentzündung nicht eintreten, dagegen das Verhalten der Leuchtflamme im Luftkanal das Vorhandensein eines Fehlers vermuten lassen, so kann man mit Hilfe einer in den Abgaskanal eingeführten Zündflamme das durchgeströmte Preßgas zur Entzündung bringen.
Bei dem beschriebenen Verfahren wird auch infolge des Preßgasdruckes der fehlerhafte Spalt von Flugasche gereinigt und so ein dichteres und dauerhafteres Ausfugen ermöglicht. Aber auch solche geringen Spalte, die bei direkter Beobachtung äußerlich noch gar nicht erkennbar sein würden und zunächst noch einen nur unwesentlichen Luftübertritt gestatten, ja sogar praktisch noch durch Flugasche dicht gehalten werden, so daß also der Orsatapparat völlig unbeeinflußt bleibt, werden durch die Kraft des Preßgasstromes von Flugasche befreit und auf diese Weise genügend erweitert, um im Abgaskanal die Fehlerstelle in der beschriebenen Weise ermitteln zu können.
In der Zeichnung ist das Verfahren schematisch veranschaulicht. Es bedeutet L den von der vorzuwärmenden Luft durchstrichenen Luftkanal, A die Abgaskanäle. Luft- und Abgaskanäle sind durch aus zusammengefügten Schamotteplatten w bestehende Wände gegeneinander abgegrenzt. Es befinde sich eine undichte Stelle bei den Fugen m und η sowie zwischen den Platten p und q. Das mit Hand geführte Gasrohr r ist mit dem Abstell- bzw. Regelventil h sowie mit der seitlich gebogenen Brennerspitze b versehen, das karburierte Preßgas wird durch den beweglichen Schlauch s zügeführt. Die dem Brenner b entströmende Flamme leuchtet zum Teil bei f im Luftkanal auf, ein Teil des Preßgases dringt jedoch in infolge Luftmangels unverbranntem Zustande durch m zwischen die Platten p und q hindurch zur Fuge η, um hier als zweite Flamme f im Abgaskanal zur Entzündung zu kommen.
Das Verfahren hat auch noch einen weiteren Vorteil, der darin besteht, daß nach go Auffinden der Fehlerstelle dieselbe Preßgasflamme, die zum Aufsuchen der Undichtigkeiten gedient hat, als betriebssichere Beleuchtung bei Ausbesserung der Fehlerstelle benutzt werden kann. Denn eine gewöhnliche Gasflamme hat nicht die genügende Leuchtkraft in den meist bis zur Rotglut erhitzten Kanälen, während Gasglühlicht oder elektrische Glühlampen durch die in den Kanälen herrschende Hitze der Zerstörung anheimfallen würden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Auffindung von Undichtigkeiten zwischen Luft- und Abgaskanal der Luftvorheizung bei Gaserzeugungsöfen und zum gleichzeitigen Reinigen der undichten Stellen von Flugasche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fugen der Trennwand zwischen Luftkanal (L) und Abgaskanal (A) mit einer durch Kar- p burieren leuchtend gemachten Preßgasflamme (f) auf der Luftkanalseite abgetastet werden und gleichzeitig der Abgaskanal auf durch undichte Stellen schla- «5 gende Flammen beobachtet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEO14725D 1925-02-05 1925-02-05 Verfahren zur Auffindung von Undichtigkeiten zwischen Luft- und Abgaskanal der Luftvorheizung bei Gaserzeugungsoefen Expired DE433482C (de)

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