DE433243C - Gewinnung eisenfreien Zinns aus Zinnerzen, Zinnlegierungen, zinnhaltigen Schlacken, Abfaellen u. dgl. - Google Patents

Gewinnung eisenfreien Zinns aus Zinnerzen, Zinnlegierungen, zinnhaltigen Schlacken, Abfaellen u. dgl.

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DE433243C
DE433243C DES64311D DES0064311D DE433243C DE 433243 C DE433243 C DE 433243C DE S64311 D DES64311 D DE S64311D DE S0064311 D DES0064311 D DE S0064311D DE 433243 C DE433243 C DE 433243C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B25/00Obtaining tin
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    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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Description

  • Gewinnung eisenfreien Zinns aus Zinnerzen, Zinnlegierungen, zinnhaltigen Schlacken, Abfällen u. dgl. Es ist bekannt, daß fast alle zinnhaltigen Erze, Schlacken, Verbindungen aus Abfällen gleichzeitig Eisen enthalten, von dem das Zinn z. B. durch Reduktion getrennt werden muß, um es in handelsüblicher Form zu gewinnen.
  • Die Durchführung dieses Verfahrens bietet in der Praxis erhebliche Schwierigkeiten, da im Verlaufe der Produktion eine ganze Reihe von Zwischenprodukten entstehen, aus denen sich das Zinn nur durch umständliche stufenweise Bearbeitung unter großen Kosten und mit verhältnismäßiger schlechter Ausbeute gewinnen läßt.
  • Die Erfindung zeigt einen neuen Weg zur unmittelbaren Gewinnung des Zinns in praktisch reinem, insbesondere eisenfreiem Zustand, der darin besteht, daß das z. B. aus Zinnerzen, Zinnlegierungen, zinnhaltige,.i Schlacken, Abfällen u. dgl. bestehende Ausgangsprodukt mit einem Hilfsmetall, wie Silicium oder Ferrosilicium, zusammengeschmolzen wird, das im geschmolzenen Zustand sowohl mit Eisen wie mit Zinn sich legiert.
  • Beim Abkühlen bleibt dagegen das betreffende Hilfsmetall nur in Legierung mit dem Eisen, während das noch flüssige Zinn sich infolge seines verschiedenen spezifischen Gewichts von der Eisenzinnlegierung trennt und in reiner Form neben der aus Eisen und dem Hilfsmetall bestehenden Legierung sich abscheidet. Gegebenenfalls können die Erze, Legierungen usw. vor oder während des Schmelzvorganges einer Reduktion mit eisenbindenden Zuschlägen unterworfen werden.
  • Das neue Verfahren läßt sich nicht nur auf schon im metallischen Zustand befindliches Gut, sondern auch z. B. auf eingeschmolzene Zinnerze, Abfälle, Schlacken, Gekrätz, Dörnerschlacken, wie überhaupt alle zinneisenhaltigen Erze, Verhüttungsprodukte und Verbindungen anwenden.
  • Die Einführung des Hilfsmetalls kann an einem beliebigen Zeitpunkt während der Reduktion des Erzes oder z. B. während der Herstellung oder Verfeinerung der Legierung erfolgen, und zwar kann das Hilfsmetall in beliebiger Form, z. B. in geschmolzenem oder festem Zustand, zugesetzt oder auch während der Behandlung der zinnhaltigen Produkte im Ofen selbst erzeugt werden.
  • In Ausführung des Verfahrens kann man z. B. von dem unreinen eisenhaltigen Metall ausgehen, das durch Reduktion des zinnhaltigen Erzes erhalten wird, oder man kann z. B. Härtlinge verwenden, wie sie aus Schlacken, Dörnerschlacken u. dgl. hergestellt werden. Man kann ferner z. B. das unreine Metall in flüssigem Zustand z. B. in Gußformen gießen und behandeln oder es im alten Zustand in einen Schmelzofen bringen, der in irgend bekannter Weise beheizt wird. Beim Beginn des Schmelzprozesses oder während desselben werden dann die eisenbindenden Hilfsstoffe, wie Silicium, Ferrosilicium oder andere geeignete Metalle oder Metalloide oder entsprechende Legierungen, zugesetzt. Die Zuschläge können im festen oder geschmolzenen Zustand beigegeben oder auch von vornherein mit dem zu behandelnden Gut niedergeschmolzen «erden.
  • Gegebenenfalls kann man auch so verfahren, daß man den Ofen mit einem Schmelzbett, bestehend z. B. aus gewöhnlichem nuarz, einem Reduktionsmittel und der Eisenzinnlegierung, in zweckmäßig zerkleinerter Form beschickt. Die Eisenzinnlegierung spielt in diesem Falle bei der Bindung von Ferrosiliciunl eine ähnliche Rolle wie die bei der gewöhnlichen Fabrikation des Ferrosiliciums angewendeten Eisenabfälle, Drehspäne u. dgl.
  • ach Beendigung des Schmelzvorganges läßt man die Masse in einen Behälter, z. B. in eine Gußform, einfließen, in der die Trennung des Zinns von der Ferrosiliciumlegierung sich, wie beschrieben, vollzieht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung eisenfreien Zinns aus Zinnerzen, Zinnlegierungen, zinnhaltigen Schlacken, Abfällen u. dgl. auf dem Schmelzwege, gegebenenfalls unter gleichzeitiger oder nach vorhergehender Reduktion, mit eisenbindenden Zuschlägen, dadurch, -gekennzeichnet, daß als Zuschlag ein Metall, wie Silicium oder Ferrosilicium, verwendet wird, das im geschmolzenen Zustand sowohl mit Eisen wie mit Zinn sich legiert, während beim Erkalten nur die Eisensiliciumlegierung beständig bleibt, das Zinn aber im praktisch reinen Zustand sich ausscheidet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen Zuschläge im Ofen selbst während des Schmelz- oder Reduktionsprozesses gebildet werden.
DES64311D 1923-03-21 1923-11-15 Gewinnung eisenfreien Zinns aus Zinnerzen, Zinnlegierungen, zinnhaltigen Schlacken, Abfaellen u. dgl. Expired DE433243C (de)

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