DE4315309C1 - Schneckenförderer für Müllsammelbehälter - Google Patents

Schneckenförderer für Müllsammelbehälter

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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65FGATHERING OR REMOVAL OF DOMESTIC OR LIKE REFUSE
    • B65F3/00Vehicles particularly adapted for collecting refuse
    • B65F3/14Vehicles particularly adapted for collecting refuse with devices for charging, distributing or compressing refuse in the interior of the tank of a refuse vehicle
    • B65F3/22Vehicles particularly adapted for collecting refuse with devices for charging, distributing or compressing refuse in the interior of the tank of a refuse vehicle with screw conveyors, rotary tanks

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Schneckenförderer zum Beschicken einer Sammelvorrichtung für Wert- und Reststoffe enthaltendes Schüttgut gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Im Zuge wachsenden Umweltbewußtseins werden Wert- und Rest­ stoffe sowie allgemeiner Hausmüll nicht mehr auf wilde Mülldeponien verbracht, sondern gesammelt und einer Wieder­ verwertung zugeführt. Für die Handhabung des Mülls dienen u. a. mobile oder stationäre Müllpressen und Mülltransportfahrzeuge. Bei Müllsammelfahrzeugen ist es bekannt, große Müllsammelbehälter, sogenannte Container, zu benutzen, die auswechselbar auf einer Fahrzeugpritsche angeordnet sind. Ein solches Müllsammelfahrzeug mit einem auswechselbaren Müllsammelbehälter ist in der DE-PS 38 35 748 beschrieben.
Dieses Müllsammelfahrzeug trägt einen auswechselbaren Müllsammelbehälter, dessen Rückwand zwischen einer Entladestellung und einer Schließstellung mittels einer Schwenkvorrichtung verschwenkbar ist. An dem Fahrgestell des Müllsammelfahrzeugs ist eine Tragvorrichtung um eine horizontale Querachse zwischen einer horizontalen Wechsel­ stellung für Müllsammelbehälter und einer vertikalen Belade- bzw. Förder- und Verdichtungsstellung verschwenk­ bar, wobei in die Tragvorrichtung der Schneckenförderer integriert ist. Der aus diesem Stand der Technik bekannte Schneckenförderer weist zwei Einführschnecken auf, die in Fördertrögen eines Schneckenkastens parallel zueinander angeordnet sind. Eine Aufgabeöffnung ist oberhalb der Einführschnecken angeordnet, während zwei Abgabeöffnungen am Ende der beiden Fördertröge für die Einführschnecken vorgesehen sind. Mittels einer ebenfalls an der Tragvorrichtung angeordneten Hubkippvorrichtung können Müllsammelgefäße angehoben und in die Aufgabeöffnung der Schneckenförderer entleert werden. Die Einführschnecken transportieren den aufgenommenen, Wert- und Reststoffe enthaltenden Müll in das Innere eines Müllsammelbehälters, der sich nach und nach füllt. Mit steigendem Füllgrad des Müllsammelbehälters werden die in ihn hineingeförderten Stoffe verdichtet.
Bei dem bekannten Schneckenförderer hat es sich als nachteilig herausgestellt, daß bei verschiedenen zu fördernden Stoffen und einem gleichzeitig vorliegenden hohen Füllgrad des Müllsammelbehälters die Förderung und Verdichtung der Stoffe nicht immer zufriedenstellend ver­ läuft. Insbesondere kann es zu einem Verkeilen von Stoffen in der Einführschnecke kommen, was einen Stillstand der Einführschnecke und eine Unterbrechung des Förderbetriebs nach sich zieht. Die Bedienungsmannschaft der Sammelvorrichtung bzw. des Müllsammelfahrzeugs ist in solchen Fällen gezwungen, den Antrieb der Einführschnecke abzustellen und von Hand etwaige Verstopfungen zu lockern. Durch den entstehenden Zeitverlust wird die Rentabilität der Sammelvorrichtung herabgesetzt, weil sich die Kosten für die zu sammelnden Wert- und Reststoffe erhöhen.
In der DE-OS 25 18 938 ist ein Shredder beschrieben, der dem Bedürfnis Rechnung tragen soll, die Größe der Bestand­ teile des Mülls zu verringern, um diesen leichter mit ande­ ren Stoffen, wie Baumrinde, Sägemehl oder dgl. vermischen zu können, bevor er auf einer Müllkippe abgelagert oder in eine Müllverbrennungsanlage eingegeben wird. Demnach soll das Fördern großer Gegenstände, wie Türen, Faserplatten, Kisten und dgl., zwischen den Schneckenflügeln von zwei unabhängig antreibbaren Schnecken dadurch erleichtert wer­ den, daß zumindest eine der beiden Schnecken intermittie­ rend entgegen ihrem normalen Umlaufsinn nach einem vorge­ gebenen Programm angetrieben wird, um zeitweise einen Teil des Mülls in Rückwärtsrichtung zu fördern. Zu diesem Zweck wird eine entsprechende elektrische Steuerung für den An­ trieb der Förderschnecken beschrieben.
Die DE-OS 20 48 967 betrifft einen Müllsammelbehälter, vor­ zugsweise für Müllwagen, mit einer Ladeschnecke mit geneig­ ter Drehachse, die neben einer vertikalen, im wesentlichen parallel zur Drehachse liegenden und durch die Mitte einer Entleerungshaube verlaufenden Ebene angeordnet ist, sowie mit einer Öffnung zum Laden von Müll von Hand versehen ist. Dieser Druckschrift liegt die Aufgabe zugrunde, Nachteile zu vermeiden, die sich durch die symmetrische Anordnung von Entleerungshaube, Schnecke und einem Laderohr, in dem die Schnecke läuft, ergeben. Dabei soll die manuelle Entleerung von Müll in einen Müllsammelbehälter erleichtert und weni­ ger anstrengend gemacht werden. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Ladeöffnung mit einer abgesenkten Laderampe vor­ gesehen, die an der entgegengesetzten Seite der vertikalen Ebene in Bezug auf die Ladeschnecke angeordnet ist und auf einer Ebene liegt, die tiefer ist als die Innenseite des Bodens des Müllsammelbehälters. Es ist hier nur eine Lade­ schnecke mit einem Schneckenflügel vorgesehen, der nach hinten und unten geneigt ist und sich zum Inneren des Müll­ sammelbehälters verjüngt sowie in einem Laderohr ausläuft, das am äußersten Bodenteil des Müllsammelbehälters angeord­ net ist. Dabei ist die Ladeschnecke in Bezug auf die verti­ kale Ebene durch die Mitte der Entleerungshaube unsymme­ trisch angeordnet. Durch diesen Versatz zwischen Haube und Ladeschnecke soll eine zusätzliche Öffnung zum Entleeren von mechanisch angehobenen und verschwenkten Müllgefäßen in der Entleerungshaube unmittelbar oberhalb der Ladeschnecke und seitlich der Laderampe vorgesehen werden.
Die AT-PS 314 430 beschreibt einen Müllwagen, der eine fliegend gelagerte, antreibbare Schnecke aufweist, die von einem zylindrischen, am in Förderrichtung der Schnecke vorderen Ende einen offenen Austrittsquerschnitt aufweisen­ den Gehäuse umgeben ist, das in seinem oberen, dem Kranz des Förderrades benachbarten Bereich eine Eintrittsöffnung aufweist. Diese Druckschrift strebt eine Verbesserung eines bekannten Müllwagens an, bei dem dem Müllsammelbehälter eine Fördereinrichtung und eine Preßschnecke als Schütt­ vorrichtung vorgeschaltet sind, wobei der Müll von einer Stummelschnecke und einer an der Decke des Sammelbehälters angeordneten, sich über dessen gesamte Länge erstreckenden Verteilerschnecke übernommen wird. Es sind Klingen im Bereich des Austrittsquerschnitts an der Innenseite des Gehäuses vorgesehen, um eine besonders gute Zerkleinerung am Ende der Förderschnecke und hohe Verdichtung im Behälter zu erreichen. Der Müll gelangt von den Rändern eines Rades und von zwei aufeinanderfolgenden Schaufeln dieses Rades begrenzten Raum in einen Tunnel, während ein aus einem Raum austretender Teil auf eine Schiene auftrifft und von dieser zurückgehalten wird, so daß eine Zerteilung des Mülls durch Spitzen und Klingen erreicht wird. Der Müll, der sich in dem genannten Raum befindet und in den Tunnel gelangt, wird entlang des letzteren angehoben und zu einem Trichter geführt, der ihn zu der Schnecke hinleitet, die den Müll zerkleinert, zerreibt und in einen Kasten schieben soll. Dies geschieht, nachdem der zusammengepreßte Müll Abschnitte durchlaufen hat, die von den Messern oder Spitzen begrenzt sind.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, einen Schneckenförderer der gattungsgemäßen Art so zu verbessern, daß eine optimale Förderung und Verdichtung von eingesam­ melten Rest- und Wertstoffen gewährleistet ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 enthaltenen Merkmale.
Hierdurch wird erreicht, daß der Müll ohne Verdichtung in dem der Aufgabeöffnung des Schneckentroges zugeordneten Bereich transportiert wird. Da außerdem in dem Vorverdich­ tungsbereich die Schikane vorgesehen ist, wird der Müll vorverdichtet und von den Wänden des Schneckentroges abge­ hoben. Über einem Durchbruch im Sammelbehälter ist der Vorverdichtungsbereich durch das sich zum vorderen freien Ende jeder Einführschnecke hin konisch verjüngende Schnecken­ rohr erweitert. Hierdurch wird der Müll in ein Zentrum gezwungen und es werden die Wände des Behälters entlastet, weil der Müll im Behälter in eine gewisse Rotation gebracht wird und die Verdichtung durch den Sammelbehälter in Rich­ tung der Stirnwand desselben diagonal erfolgt.
Die Erfindung wird durch die Unteransprüche 2 bis 8 zweck­ mäßig weitergebildet.
Die Erfindung ist im folgenden anhand eines in der Zeich­ nung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch einen erfindungs­ gemäßen Schneckenförderer, in einer Förder­ stellung auf einem Sammelfahrzeug;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Schneckenförderer gemäß Fig. 1, wobei einige in Fig. 1 dargestellte, zu einem Sammelfahrzeug gehörende Teile der Über­ sichtlichkeit halber fortgelassen worden sind;
Fig. 3 eine Frontansicht auf die Abgabeöffnung des Schneckenförderers gemäß Fig. 2, wobei der Über­ sichtlichkeit halber die Einführschnecken nicht gezeichnet sind;
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Längshälfte des Schneckenkastens mit einer besonders bevorzugten Ausführungsform einer Einführschnecke; und
Fig. 5 eine Ansicht des freien Abgabeendes der Einführ­ schnecke in Fig. 4.
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Schneckenförderer 10, der an einer plattenförmigen Tragvorrichtung 12 schwenkbar befestigt ist. Die Tragvorrichtung 12 ist wiederum um eine Achse 14 an einem Fahrgestell 16 eines Sammelfahrzeugs schwenkbar angebracht. Durch Verschwenken der Tragvorrich­ tung 12 um die Achse 14 kann der Schneckenförderer 10 in eine Förder- und Verdichtungsstellung, wie in Fig. 1 dargestellt, oder aber in Richtung des Pfeils x in eine horizontale Wechselstellung geschwenkt werden, in der ein auf dem Fahrgestell 16 angeordneter Sammelbehälter 18 ausgewechselt werden kann, der in Fig. 1 nur andeutungs­ weise dargestellt ist.
Wie Fig. 2 zeigt, besteht der Schneckenförderer 10 aus einem im wesentlichen quaderförmigen Schneckenkasten 22, der eine Aufgabeöffnung 24 aufweist, die von einer hinteren, geschlossenen Rückwand 23, zwei Seitenwänden 25, 27 und einer Vorderwand 29 mit einer Abgabeöffnung 31 versehen ist, deren Querschnitt, wie Fig. 3 zeigt, brillenförmig gestaltet ist. Oberhalb der Aufgabeöffnung 24 ist, wie Fig. 1 zeigt, ein Aufgabetrichter 37 angeordnet.
Der Boden des Schneckenkastens 22 besteht aus zwei Fördertrögen 26L, 26R, die dem Profil der Unterseite der Abgabeöffnung 31 im wesentlichen entsprechen. Die im Querschnitt kreisbogenförmigen Fördertröge 26L, 26R gehen im Bereich eines Steges 28 ineinander über, der sich in der Mitte zwischen den beiden Fördertrögen in Längsrichtung des Schneckenkastens 22 erstreckt.
Innerhalb der beiden parallel zueinander angeordneten Fördertröge 26L, 26R sind zwei Einführschnecken 20L, 20R im Abstand parallel zueinander angeordnet. Der Abstand zwischen den zylindrischen Hüllflächen der Schneckengänge 40L, 40R beider Einführschnecken 20L, 20R beträgt im vorliegenden Ausführungsbeispiel 40 mm. Die Höhe des Steges 28 zwischen den Fördertrögen 26L, 26R entspricht etwa dem halben Radius eines Schneckenganges 40L, 40R der Ein­ führschnecken 20L, 20R. Es versteht sich, daß die Fördertröge 26L, 26R eine sich über die gesamte Grundfläche des Schneckenkastens 22 geschlossene Boden- oder Förderfläche bilden.
Die Einführschnecken 20L, 20R sind an ihrem der Abgabeöffnung 31 zugeordneten Ende im Schneckenkasten 22 fliegend gelagert.
Gemäß Fig. 4, in der nur die in Fig. 2 rechte Hälfte des Schneckenförderers gezeigt ist, werden die Förderschnecken 20L, 20R jeweils durch einen nicht dargestellten Hydraulikmotor angetrieben. Der Hydraulikmotor ist mit den Einführschnecken über einen Ringflansch 32 kuppelbar, der an dem hinteren Ende der rohrförmigen Schneckenwellen 34L, 34R befestigt ist. An der Außenseite des Ringflansches 32 ist eine stumpfkegelige Nabe 30L, 30R befestigt, die sich zur Rückwand 23 hin erweitert und mit ihrem rückseitigen Rand 35 in einen Spalt 36 zwischen zwei Abdichtringen 38, 39 eingreift, die konzentrisch unter Bildung des Spaltes 36 an der Rückwand 23 befestigt sind und eine Labyrinth- Abdichtung am Ende der konusförmigen Naben 30L, 30R gegenüber der Rückwand 23 des Schneckenkastens 22 bilden. Der Spalt 36 zwischen den beiden Abdichtringen 38, 39 füllt sich während des Betriebs des Schneckenförderers 10 mit Feinst- und Feuchtmüll und verhindert somit den direkten Mülleintritt in den Innenraum der kegelförmigen Naben 30L, 30R. In Förderrichtung y gesehen, werden die Einführschnecke 20L im Uhrzeigersinn und die Einführschnecke 20R im Gegenuhrzeigersinn angetrieben.
Es ist ersichtlich, daß die Schneckengänge 40L, 40R auf den kegelförmigen Naben 30L, 30R sowie anschließend unter Bildung einer größeren Förderfläche 42R auf der rohrförmigen Schneckenwelle 34 befestigt sind und einen vollen Schneckengang bilden.
Die besondere Gestaltung jeder Einführschnecke 20L, 20R soll im folgenden anhand der Fig. 4 erläutert werden; in der lediglich die Einführschnecke 20R mit dem rechten Fördertrog 26R dargestellt ist. Für die Förderung des Mülls mittels jeder der Einführschnecken 20L, 20R sind drei Bereiche in Förderrichtung y zu unterscheiden. Im Bereich der Aufgabeöffnung 24 ist ein Förderbereich A vorgesehen, dem sich ein Vorverdichtungsbereich B sowie ein Verdich­ tungsbereich C anschließen. Im Förderbereich A nimmt die in Förderrichtung y wirksame Förderfläche 42R einen rechten Winkel α zur Achse der Schneckenwelle 34R ein. Infolgedessen wird der Müll, ohne verdichtet zu werden, in Förderrichtung y transportiert. Im Vorverdichtungsbereich B geht der Winkel β von 90° auf 110° über, so daß der Müll im Bereich einer Schikane 50 vorverdichtet wird und die in Förderrichtung y spitzwinklige Lage der Förderfläche 42R des Schneckenganges 40R von den Wänden des Schneckenkastens 22 abgehoben wird.
Im Verdichtungsbereich C ist der Winkel β von 110° auf einen Winkel γ von 130° übergegangen. Da in Höhe der die Abgabeöffnung 31 aufweisenden Schikane 50 die zylinderrohrförmige Schneckenwelle 34R in ein konisches Schneckenrohr 45R übergeht, auf dem der Schneckengang 40L, 40R jeweils befestigt ist, wird der Verdichtungsbereich des Schneckenganges 40R zur Mittellängsachse der Schneckenwelle 34 hin erweitert. Dadurch wird der Müll in ein Zentrum gezwungen und dabei in eine gewisse Rotation gebracht, wobei die Verdichtung des Mülls zu einer nicht dargestellten Stirnwand des Sammelbehälters hin gerichtet ist. Infolgedessen werden die Wände des Sammelbehälters 18 von dem Verdichtungsdruck entlastet.
Wie Fig. 2 und 4 zeigen, weisen beide Einführschnecken 20L, 20R zwei Schneckengänge 40L, 40R auf, wobei der Steigungswinkel zwischen 20° und 40° beträgt. Aus den Fig. 1 und 2 ist ersichtlich, daß sich die Aufgabeöffnung 24 in Längsrichtung etwa über eineinhalb Schneckengänge der Einführschnecken 20L, 20R erstreckt. Wie insbesondere Fig. 1 zeigt, nimmt der Steigungswinkel und damit die Ganghöhe beim zweiten Schneckengang jeder Einführschnecke 20L, 20R ab, so daß im Bereich des ersten Schneckenganges einge­ worfenes Gut im Bereich eines zweiten Schneckenganges verdichtet wird.
Die Abmessungen der in Fig. 4 dargestellten, in der Praxis bewährten Einführschnecke 20R sind wie folgt: Der Durchmesser der Einführschnecke 20R beträgt 800 mm. Die Gesamtlänge jeder Einführschnecke 20L, 20R beträgt 1454 mm. Dabei ist jede kegelförmige Nabe 30L bzw. 30R 225 mm lang. Die Länge des vorderen, konisch verjüngten Schneckenrohres 45L, 45R jeder Schneckenwelle 21L, 21R beträgt 200 mm. Der Durchmesser jeder rohrförmigen Schneckenwelle 21L, 21R ist 168,3 mm, wobei die vordere Stirnfläche 23L, 23R des konischen Schneckenrohres 45R einen Durchmesser von 90 mm aufweist.
Die nicht gezeigten Hydraulikmotoren sind zweckmäßig jeweils koaxial zur Schneckenwelle 34L, 34R jeder Einführ­ schnecke 20L, 20R angeordnet, so daß die Baulänge des gesamten Schneckenförderers 10 in axialer Richtung nur unwesentlich länger als die Länge der beiden Einführschnecken 20L, 20R ist.
Bei einer bevorzugten Betriebsweise des erfindungsgemäßen Schneckenförderers 10 werden die Einführschnecken 20L, 20R mit Drehzahlen zwischen 14 min-1 und 20 min-1 angetrieben. Die Hydraulikmotoren sind dabei unabhängig voneinander regelbar, so daß die Drehzahl dem zu fördernden Material angepaßt werden kann.
Durch den erfindungsgemäßen Schneckenförderer 10 wird eine optimale Förderung und Verdichtung von Wert- und Reststoffen in einem Sammelbehälter gewährleistet.
Bezugszeichenliste
10 Schneckenförderer
12 Tragvorrichtung
14 Achse
16 Fahrgestell
18 Sammelbehälter
20L Einführschnecke
20R Einführschnecke
22 Schneckenkasten
23 Rückwand
24 Aufgabeöffnung
25 Seitenwand
26L Fördertrog
26R Fördertrog
27 Seitenwand
28 Steg
29 Vorderwand
30L Nabe
30R Nabe
31 Abgabeöffnung
32 Ringflansch
34L Schneckenwelle
34R Schneckenwelle
35 Rückseitiger Rand
36 Spalt
37 Aufgabetrichter
38 Abdichtring
39 Abdichtring
40L Schneckengang
40R Schneckengang
41L konisches Ende
41R konisches Ende
42R Förderfläche
45 konisches Schneckenrohr
50 Schikane
A Förderbereich
B Vorverdichtungsbereich
C Verdichtungsbereich

Claims (8)

1. Schneckenförderer zum Beschicken einer Sammelvorrich­ tung für Wert- und Reststoffe enthaltendes Schüttgut, mit zwei Einführschnecken (20L, 20R), die in Förder­ trögen (26L, 26R) eines Schneckenkastens (22) parallel zueinander angeordnet sind, der mit einer Aufgabe­ öffnung (24) sowie mit einer Abgabeöffnung (31) an den Enden der Einführschnecken (20L, 20R) versehen ist, die zwei vollständige Schneckengänge aufweisen, an ihrem der Abgabeöffnung (31) zugeordneten Ende im Schnecken­ kasten (22) fliegend gelagert und an ihrem der Aufgabe­ öffnung (24) zugeordneten Ende mit mindestens einem hydraulischen Antrieb versehen sind, mittels welchem die Einführschnecken (20L, 20R) nicht synchronisiert gegenläufig antreibbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneckengänge (40L, 40R) der Einführschnecken (20L, 20R) eine veränderliche Steigung mit einem Förderbereich (A), einem Vorverdich­ tungsbereich (B) und einem Verdichtungsbereich (C) in Förderrichtung (y) nacheinander aufweisen, eine in Förderrichtung (y) vorne liegende Förderfläche (42R) des Schneckenganges (40R) jeder Einführschnecke (20L, 20R) im Förderbereich (A) einen Winkel von 90° mit der Schneckenwelle (34L, 34R) bildet, die Förderfläche (42R) des Schneckenganges (40L, 40R) jeder Einführ­ schnecke (20L, 20R) im Vorverdichtungsbereich (B) mit der Schneckenwelle (34L, 34R) einen in Förderrichtung (y) offenen, spitzen Winkel bildet, eine Schikane (50) am in Förderrichtung (y) vorne liegenden Ende des Vor­ verdichtungsbereichs (B) sich quer durch den Schnecken­ kasten (22) erstreckt, wobei die Schikane die im Quer­ schnitt brillenartige Abgabeöffnung (31) für die Ein­ führschnecken (20L, 20R) aufweist, die rohrförmige Schneckenwelle (34L, 34R) über die Abgabeöffnung (31) des Schneckenkastens (22) hinaus kegelförmig verjüngt ist und der Schneckengang (40L, 40R) im Bereich des konisch verjüngten, vorderen Endes (45R) der Schnecken­ welle (34L, 34R) befestigt ist.
2. Schneckenförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß dieser in Längsrichtung mit einer halben Gang­ höhe in einen Sammelbehälter (18) hineinragt.
3. Schneckenförderer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der in Förderrichtung (y) spitze Winkel 110° beträgt.
4. Schneckenförderer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da­ durch gekennzeichnet, daß im Verdichtungsbereich (C) jeder Einführschnecke (20L, 20R) der Schneckengang (40L, 40R) von 110° auf 130° übergeht.
5. Schneckenförderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß das vordere Ende des Schneckenganges (40L, 40R) jeder Einführschnecke (20L, 20R) über einen Umfangswinkel δ von etwa 135° auf dem konisch verjüng­ ten, vorderen Ende (45R) der Schneckenwelle (34L, 34R) befestigt ist.
6. Schneckenförderer nach Anspruch 1 bis 5, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Radius des Schneckenganges (40L, 40R) jeder Einführschnecke (20L, 20R) vom Umfang der rohrförmigen Schneckenwelle (34L, 34R) bis zum Außen­ umfang des Schneckenganges 220 mm beträgt und daß der Radius des vorderen Endes des Schneckenganges (40R, 40L) allmählich auf 160 mm über einen Umfangswinkel von etwa 270° verringert ist.
7. Schneckenförderer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtlänge jeder Einführschnecke (20L, 20R) 1454 mm, ihr Durchmesser 800 mm, der Durchmesser der rohrförmigen Schneckenwelle (34L, 34R) 168,3 mm und die Länge des vorderen koni­ schen Endes (Schneckenrohr 45R) jeder Schneckenwelle 200 mm betragen.
8. Schneckenförderer nach Anspruch 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Durchmesser des in Förderrichtung konischen Endes (Schneckenrohr 45R) der Schneckenwelle (34L, 34R) von 168,3 mm auf 90 mm reduziert ist.
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102016015407A1 (de) * 2016-12-22 2018-06-28 Karl Wiedemann Kanal- oder/und Straßenreinigungsvorrichtung

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