DE4304516A1 - Determining characteristic field distribution of interference source - using measurement signal e.g. from multi-channel SQUID gradiometer to form average and correlation values, and normalising - Google Patents
Determining characteristic field distribution of interference source - using measurement signal e.g. from multi-channel SQUID gradiometer to form average and correlation values, and normalisingInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimmen einer
charakteristischen Feldverteilung einer ortsfesten Stör
quelle aus Meßsignalen, die mit einer Vielkanal-Meßanord
nung über einen Zeitraum ermittelt wurden, wobei sich jedes
Meßsignal aus einem Nutzsignal und einem Störsignal zusam
mensetzt und wobei die Ähnlichkeit zwischen dem räumlichen
und zeitlichen Nutzsignal- und Störsignalmuster in dem
Zeitraum gering ist.
Medizinische Vielkanal-Meßanordnungen werden seit langem
zur Diagnose pathologischer Veränderungen im menschlichen
Körper herangezogen. Weit verbreitet sind Elektrokardio
graphie und Elektroenzephalographiegeräte, mit denen der
Verlauf von elektrophysiologischen Aktivitäten gemessen
werden kann. Neuerdings wird auch das von der elektro
physiologischen Aktivität erzeugte Magnetfeld gemessen. Da
das Magnetfeld weniger Verzerrungen durch die Anatomie er
fährt als das elektrische Feld, kann aus der Feldverteilung
mit relativ großer Genauigkeit der Ort der Aktivitäten be
stimmt werden. Bei der Auswertung der entsprechenden Meß
werte treten jedoch Schwierigkeiten auf, wenn dem Nutz
signal ein Störsignal überlagert ist. Störungen lassen sich
unter bestimmten Voraussetzungen aus dem Meßsignal elimi
nieren, wenn Vorwissen über potentionelle Störquellen vor
handen ist. Dazu gehört die Kenntnis der charakteristischen
Feldverteilung der Störquelle.
Eine Einrichtung zur Messung von biomagnetischen Feldern
ist beispielsweise aus der EP-A-03 59 864 bekannt. Mit
dieser Einrichtung können zerebrale oder kardiale Magnet
felder räumlich und zeitlich vermessen werden, so daß durch
iterative Auswertung der gewonnenen Meßwerte die räumliche
Lage und der zeitliche Verlauf der das Magnetfeld verur
sachenden elektrischen Quelle, z. B. eines elektrischen
Stromdipols, bestimmt werden kann. Dabei werden Vielkanal-
Meßanordnungen verwendet, die es gestatten, die räumliche
Verteilung des zu messenden Feldes gleichzeitig zu ermit
teln, diese Meßwerte zu speichern und daraus iterativ die
räumliche Lage der das Magnetfeld verursachenden Quelle zu
bestimmen. Durch die Verwendung von Gradiometern anstatt
Magnetometern kann das Störfeld von ortsfesten und weit
entfernten Störern unterdrückt werden. Das Magnetfeld der
elektrophysiologischen Aktivität muß dann jedoch haupt
sächlich ein Gradientenfeld sein, was in der Praxis voraus
gesetzt werden kann.
Bei einem in der DE-A-41 18 126 angegebenen Verfahren zur
Unterdrückung von Störsignalen, die mit einem Vielkanal
system gemessen wurden, zeigt ein gutes Störunterdrückungs
verhalten, wenn das Störfeld im Bereich der Anordnung der
Sensorspulen räumlich nahezu konstant ist. Der Grundgedanke
bei der Bestimmung der Störsignale besteht dort darin, daß
jeweils für einen bestimmten Zeitpunkt eines Zeitraums aus
den Signalen aller Meßsensoren oder aus den Signalen einer
ausgewählten Gruppe von Meßsensoren ein gewichtetes Summen
signal gebildet und von den Signalen der Einzelkanäle sub
trahiert wird. Dabei werden diejenigen Signale, die nur
einen geringen Signalanteil der Körpereigenen Quelle ent
halten stärker gewichtet. Mit anderen Worten: Es werden
vorzugsweise die Kanäle zur Bestimmung des Störsignals
angezogen, die nur ein kleines Nutzsignal messen. Wenn der
Zeitverlauf der Störung bekannt ist und insbesondere über
einen gewissen Zeitraum konstant bleibt, kann der charak
teristische Feldverlauf der Störung zu einem anderen Zeit
punkt ermittelt werden als die Nutzsignale. Beide Verfahren
zur Ermittlung der Feldverteilung einer Störquelle sind
jedoch dadurch eingeschränkt, daß eine große Vorkenntnis
über den Verlauf des Störsignals oder des Nutzsignals er
forderlich ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die charakte
ristische Feldverteilung mindestens einer ortsfesten Stör
quelle aus Meßsignalen, die einen Nutzsignalanteil und
einen Störsignalanteil umfassen, zu bestimmen, wenn die
Störsignalfeldverteilung im Bereich der Vielkanal-Meßan
ordnung nicht räumlich konstant sind.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein Referenzsignal aus
dem Mittelwert aller Meßsignale zu jedem Zeitpunkt gebildet
wird, daß für jedes Meßsignal für den Zeitraum ein Ähnlich
keitsmaß vom Zeitverlauf des Meßsignals in jedem Kanal und
vom Referenzsignal gebildet wird, daß jedes Ähnlichkeitsmaß
auf die Quadratsumme aller Ähnlichkeitsmaße normiert wird
und daß die normierten Ähnlichkeitsmaße für die charakteri
stische Feldverteilung des Störsignals bezeichnend sind. Es
wird somit der Zeitverlauf des Störsignals zu jedem Zeit
punkt zur Bestimmung der räumlichen Feldverteilung herange
zogen.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung entspricht das Nutz
signal einer von einer elektrophysiologischen Aktivität
erzeugten Feldgröße. Da die Feldgrößen von elektrophysio
logischen Aktivitäten sehr klein sind, kommt der Bestimmung
der Feldverteilung von Störsignalen hier eine besondere Be
deutung zu.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an
hand einer Figur erläutert.
Das Verfahren zur Bestimmung der charakteristischen Feld
verteilung wird hier in einem biomagnetischen Meßsystem ein
gesetzt, mit dem elektrophysiologische Aktivitäten über
eine Magnetfeldmessung lokalisiert werden. Dabei können
Störungen sowohl außerhalb als auch innerhalb des Patienten
selbst erzeugt werden. In der Figur ist schematisch eine
magnetische Abschirmkammer 2 dargestellt, mit der außerhalb
erzeugte Störfelder zu einem großen Teil abgeschirmt wer
den. Ein zu untersuchender Patient 4 befindet sich auf
einer in der Abschirmkammer 2 angeordneten Patientenliege
6. Elektrophysiologische Aktivitäten, die hier durch einen
Pfeil 8 symbolisiert sind, erzeugen eine elektrische und
magnetische Feldverteilung, wobei hier nur die magnetische
Feldverteilung 10 ausgewertet wird. Dazu wird das Magnet
feld mit einer Vielkanal-Meßanordnung 12 oberhalb des Pa
tienten 4 gemessen. Die Vielkanal-Meßanordnung 12 umfaßt
eine Vielkanal-Gradiometeranordnung 14 mit räumlich ge
trennt angeordneten Gradiometern, die lediglich den Gra
dienten der Magnetfeldverteilung erfassen und somit schon
bei der Messung homogene Störfelder unterdrücken. Hier ist
aus Gründen der Übersichtlichkeit eine Vielkanal-Gradio
meteranordnung 14 mit 15 einzelnen Gradiometern darge
stellt, jedoch werden in der Praxis Vielkanal-Gradiometer
anordnungen 14 mit mehr als 30 Kanälen verwendet. Die Gra
diometer in der Vielkanal-Gradiometeranordnung 14 sind
jeweils mit einem SQUID (Super Conducting Quantum Inter
ference Device) verbunden. Die Vielkanal-SQUID- Anordnung
16 und die Vielkanal-Gradiometeranordnung 14 sind in einem
Kryostaten angeordnet und dort auf so niedrige Temperatur
gehalten, daß Supraleitung vorherrscht.
Die Vielkanal-Meßanordnung 12 ist mittels eines Stativs in
einer Untersuchungsposition arretierbar. Die Untersuchungs
position gibt die Meßorte der Gradiometer vor. Die an den
Meßorten gemessenen Meßsignale als vieldimensionaler Meß
signalvektor (t) darstellbar, dessen Dimension der Anzahl
(n) der Meßkanäle (i) der Vielkanal-Meßanordnung 12 ent
spricht. Die Meßsignale Mi(t) in den einzelnen Kanälen bil
den die Komponenten des räumlichen Meßsignalvektors (t) zu
jedem Zeitpunkt t.
Der Meßsignalvektor (t) umfaßt einen Nutzsignalanteil, der
Feldgrößen der elektrophysiologischen Aktivität an den Meß
orten entspricht und einen Störsignalanteil, dessen charak
teristisches Feldmuster bestimmt werden soll.
Das Feldmuster wird aus den Meßsignalen Mi(t) selbst ermit
telt, unter der Voraussetzung, daß der Störsignalanteil nur
eine geringe Ähnlichkeit mit dem Nutzsignal aufweist, was
in der Praxis oft der Fall ist. Bei der Bestimmung des
Feldmusters wird dann lediglich vorausgesetzt, daß der oder
die Störer während der Messung als ortsfest angesehen wer
den kann. Es ist jedoch zugelassen, daß die Amplitude des
Störfeldes mit der Zeit variiert. Damit ändert sich die
charakteristische Feldverteilung im Meßzeitraum nicht.
Die Richtung des Störsignalvektors, d. h. die charakteristi
sche Feldverteilung der Störung wird aus dem Meßsignal
vektor (t) in zwei Schritten ermittelt.
Im ersten Schritt wird ein Referenzsignal RS(t) aus dem
Mittelwert der Komponenten i(t) des Meßsignalvektors (t)
für jeden Zeitaugenblick innerhalb eines Untersuchungszeit
raums t1 bis t2 gebildet. Das Referenzsignal ergibt sich
somit zu
mit n Anzahl der Meßkanäle.
In der Figur ist dieser Verfahrensschritt mit dem Bezugs
zeichen 20 gekennzeichnet.
Mit diesem Referenzsignal RS(t) wird nun für jedes Meß
signal Mi(t) ein Ähnlichkeitsmaß Wi vom Zeitverlauf des
Meßsignals Mi(t) in jedem Kanal i und Referenzsignal RS(t)
gebildet. Als Ähnlichkeitsmaß wird der Korrelationkoeffi
zient von Meßsignal Mi(t) und Referenzsignal RS(t) für den
Zeitraum t1 bis t2 ermittelt. Das Ähnlichkeitsmaß ergibt
sich somit, wie im Verfahrensschritt 22 in der Figur an
gegeben zu
Die Richtung des Störsignalvektors R(t) stellt der auf 1
normierte Vektor des Ähnlichkeitsmaßes dar mit den Kompo
nenten
Wi′ = Wi/Σ (Wi)²
Dies ist in der Figur durch den Verfahrensschritt 24 ge
kennzeichnet.
Dieser Einheitsvektor ′ mit seinen Komponenten Wi′ ist von
der Zeit unabhängig, d. h. die Störfeldverteilung ist zeit
lich konstant und ist eine Beschreibungsform der charakte
ristischen Feldverteilung unabhängig von der Amplitude. Im
darauffolgenden Verfahrensschritt 26 wird nun von dem Meß
signalvektor (t) die Komponente in Richtung ′ des Stör
signalvektors abgezogen. Als Ergebnis erhält man einen
korrigierten Meßsignalvektor ′(t), dessen Komponenten
Mi′(t) sich nach den Regeln der Vektorrechnung wie folgt
ergeben
Nachstehend ist beschrieben, wie unter Kenntnis der charak
teristischen Feldverteilung eine Lokalisierung der elektro
physiologischen Aktivität durchgeführt wird.
Bei der Bestimmung des Ortes und/oder der Richtung der
elektrophysiologischen Aktivität 8 wird in einem iterativen
Berechnungsverfahren eine Ersatzquelle gesucht, die an den
Meßorten die gleiche Feldverteilung erzeugt, wie die ge
messene Feldverteilung der elektrophysiologischen Aktivi
tät. Da jedoch die im Verfahrensschritt 26 durchgeführte
Korrektur der Meßwerte auch Anteile des Nutzsignals aus dem
Meßsignalvektor (t) beseitigen kann, darf bei der darauf
folgenden Quellenlokalisation auch nur die Komponente ′(t)
im Quellensignalvektor (t) berücksichtigt werden, die
orthogonal zur Richtung des Störsignalvektors W′ ist. Aus
dem Quellensignalvektor (t) wird im Verfahrensschritt 28
die Komponente in Richtung des Störsignalvektors entfernt.
Die einzelnen Komponenten i′ des korrigierten Quellen
signalvektors ′(t) ergeben sich
Beim Vergleich der Meßwerte mit den errechneten Feldwerten
wird von dem korrigierten Meßsignalvektor ′(t) und dem
korrigierten Quellensignalvektor Q′(t) ausgegangen. Im
Verfahrensschritt 30 wird nun ein korrigierter Quellsignal
vektor ′(t) gesucht, dessen Abweichung zum korrigierten
Meßsignalvektor ′(t) minimiert ist. Das dazu verwendete
Verfahren der kleinsten Fehlerquadrate vergleicht die ein
zelnen Komponenten der beiden Vektoren ′(t) und ′(t),
wobei der Quellenvektor (t) so lange variiert wird, bis
die Summe der Fehlerquadrate ein Minimum erreicht hat. Die
Komponenten der beiden Vektoren werden dabei nach der
folgenden Beziehung verglichen
Der Ort und die Richtung der Ersatzquelle, z. B. des Strom
dipols, bei der im Verfahrensschritt 30 das Minimum ge
funden wurde, wird dem Ort und der Richtung der elektro
physiologen Aktivität gleichgesetzt.
Claims (6)
1. Verfahren zum Bestimmen einer charakteristischen Feld
verteilung einer ortsfesten Störquelle aus Meßsignalen
(Mi(t)), die mit einer medizinischen Vielkanal-Meßanordnung
(12) über einen Zeitraum (t1 bis t2) ermittelt wurden,
wobei sich jedes Meßsignal (Mi(t)) aus einem Nutzsignal und
einem Störsignal zusammensetzt und wobei die Ähnlichkeit
zwischen dem räumlichen und zeitlichen Nutzsignal- und
Störsignalmuster in dem Zeitraum (t1 bis t2) gering ist,
dadurch gekennzeichnet, daß ein
Referenzsignal (RS(t)) aus dem Mittelwert aller Meßsignale
(Mi(t)) zu jedem Zeitpunkt (t) gebildet wird, daß für jedes
Meßsignal (Mi(t)) für den Zeitraum (t1 bis t2) ein Ähn
lichkeitsmaß (Wi) vom Zeitverlauf des Meßsignals (M1(t))
in jedem Kanal (i) und vom Referenzsignal (RS(t)) gebildet
wird, daß jedes Ähnlichkeitsmaß (Wi) auf die Quadratsumme
aller Ähnlichkeitsmaße (Wi) normiert wird und daß die
normierten Ähnlichkeitsmaße (Wi′) für die charakteristische
Feldverteilung des Störsignals bezeichnend sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Ähnlichkeitsmaß der
Korrelationskoeffizient von dem entsprechenden Meßsignal
und dem Referenzsignal ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Nutzsignal einer von
einer elektrophysiologen Aktivität erzeugten Feldgröße ent
spricht.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Feldgröße eine Magnet
feldgröße ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Magnetfeldgröße der
Gradient des Magnetfeldes ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Viel
kanal-Meßanordnung (12) ein Vielkanal-SQUID-Gradiometer
(14, 16) ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| EP92103624 | 1992-03-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4304516A1 true DE4304516A1 (en) | 1993-09-09 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4304516A Withdrawn DE4304516A1 (en) | 1992-03-03 | 1993-02-15 | Determining characteristic field distribution of interference source - using measurement signal e.g. from multi-channel SQUID gradiometer to form average and correlation values, and normalising |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE4304516A1 (de) |
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