DE429552C - Einrichtung zum Heizen mittels Waerme, die durch einen mehrstufigen Kreiselverdichter auf hoehere Temperatur gehoben wird - Google Patents

Einrichtung zum Heizen mittels Waerme, die durch einen mehrstufigen Kreiselverdichter auf hoehere Temperatur gehoben wird

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DE429552C
DE429552C DEV19085D DEV0019085D DE429552C DE 429552 C DE429552 C DE 429552C DE V19085 D DEV19085 D DE V19085D DE V0019085 D DEV0019085 D DE V0019085D DE 429552 C DE429552 C DE 429552C
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Description

  • Einrichtung zum Heizen mittels Wärme, die durch einen mehrstufigen Kreiselverdichter auf höhere Temperatur gehoben wird. Die Erfindung betrifft Einrichtungen, um mit mehrstufigen Kreiselverdichtern Heizwirkungen zu erzielen. .
  • Zweck der Erfindung ist, die adiabatische Verdichtung eines Gemenges von Dampf und Flüssigkeit zu erzielen, um wirtzchaftlich und mit Einrichtungen von wenig Gewicht und Raumbedarf Heizwirkungen zu erzeugen.
  • Es handelt sich dabei jedoch nicht um die Verdichtung von gesättigtem Dampf, wie sie bei den gewöhnlichen Kältemaschinen auftritt, bei denen der gesättigte Dampf adiabatisch verdichtet wird und dabei gesättigt und trocken oder gesättigt und naß erhalten wird. Das Verfahren nach dein Erfindungsgegenstand betrifft eine allmähliche und fortgesetzte Verdichtung eines Gemenges von Dampf und Flüssigkeit, das sich anfangs in dein erforderlichen Feuchtigkeitszustand befindet, damit die Ausführung des Verfahrens möglich wird.
  • Vorrichtungen zur Erzielung von Heizwirkungen mittels Verdichtern sind bekannt, bei denen Luft zusammengedrückt und einer Leitung zugeführt wird, die mit den Heizkörpern für die Wärmeabgabe in Verbindung steht.
  • Auch besteht bereits ein Verfahren, bei welchem Dampf von niedriger Spannung, der von einem Kondensator oder in ariderer Weise beschafft wird, zusammengedrückt wird. Er wird dabei im Zustand des gesättiten und trockenen Dampfes oder überhitzten Dampfes erhalten und hierauf bei höherer Temperatur als der Ausgangstemperatur in Berührung mit Heizflächen gebracht, an die er Wärme abgibt.
  • In einem anderen bekannten Verfahren wird gesättigter Dampf bei niederem Druck aus einem Behälter entnommen und finit Wasser zusammengedrückt, das mit Dampf gemischt ist, und zwar, um ihn gesättigt und feucht zu erhalten, mit einem Wassergehalt, der nicht 3 Prozent an Gewicht übersteigt.
  • Die Einrichtung, bei welcher Luft zusammengedrückt wird, befriedigt nicht, weil der Verdichter von großem Gewicht und Abmessungen sein muß und weil die Wärmeübertragung von der in Röhren umlaufenden heißen Luft an die zu beheizenden Räuine nur sehr unwirksam erfolgt.
  • Die Einrichtung, in welcher gesättigter und trockener oder gesättigter und nasser Dampf zur Verwendung gelangt, ist nicht ausreichend wirtschaftlich, weil die adiabatische Verdichtung eines Gemenges, das im gasförmigen Zustand gehalten wird," eine hohe mechanische Arbeit erfordert.
  • Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung zur Erzielung von Heizwirkungen, die einen mehrstufigen Verdichter umfaßt, der von irgendeinem Motor angetrieben wird. Dieser Verdichter wird mit Sattdanipf aus einem Verdampfer gespeist, der Wärme aus der Umgebung bei verhältnismäßig niedriger Temperatur aufnimmt. Der Verdichter führt die warme Flüssigkeit einem Aufnehmer zu, der mit den wärmeabgebenden Heizkörpern in Verbindung steht. Die von den Heizkörpern kommende Flüssigkeit wird in den Verdichter in der Nähe des Ansaugeraumes eingespritzt, wobei die Menge der als feiner Nebel eingespritzten Flüssigkeit derartig bemessen wird, daß das gleichförmige Gemenge von Dampf und Flüssigkeit wenigstens 6o Prozent Gewichtsteile Flüssigkeit enthält, so daß die durch den Verdichter bewirkte adiabatische Verdichtung die Kondensation des im Gemenge sich befindenden Dampfes herbeiführt, und das Gemenge vor seinem Austritt aus dem Verdichter in vollständig flüssigen Zustand verwandelt wird und die Temperatur annimmt, die sich im letzten Rad des Verdichters einstellt.
  • Falls das angewendete Gemenge aus Wasser und Dampf besteht, geht das durch den Verdichter gebildete heiße Wasser in einen Aufnehmer, von dem es unter dem Einfluß des Druckes im Verdichter in die Heizkörper gedrückt wird.
  • In einer Ausführungsform der Einrichtung wird als Wasser, welches im Verdampfer in Dampf verwandelt werden soll, dasjenige verwendet, das von den Heizkörpern zurückkehrt, oder auch Wasser von außen; dasselbe wird in Nebelform auf die Außenwandungen der Heizröhren des Verdampfers gespritzt, während diese Röhren auf der Innenseite von Wasser durchströmt werden, das ebenfalls von den Heizkörpern kommt, oder auch von Wasser, Luft, Gas oder Dampf, die die Temperatur der Umgebung oder auch eine höhere Temperatur besitzen, wie beispielsweise verfügbare Abgase einer Wärmemaschine, Abdampf usw.
  • Ist keine Wärmequelle verfügbar von einer Temperatur, die die Außentemperatur übersteigt, so wird die starke Ansaugewirkung des Verdichters im Verdampfer die Temperatur unter die Außentemperatur senken, so daß die für die Verdampfung im Verdampfer erforderliche Wärme den Verdampferröhren durch einen Wasser- oder Luftstrom von Außentemperatur mitgeteilt werden kann.
  • Unter solchen Betriebsumständen kann, wenn erforderlich, an Stelle von reinem Wasser auch eine Kältelösung für die Einspritzung in den Verdichter und in den Verdampfer verwendet werden.
  • Im vorliegenden Verfahren wird die Heizwirkung durch Benutzung einerseits der latenten Wärme des Dampfes erzielt, der bei niedriger Temperatur im Verdampfer erzeugt wird= und andererseits der Wärme, die der durch den Verdichter geleisteten mechanischen Arbeit entspricht.
  • ,Iit der Einrichtung gemäß dem erwähnten Verfahren, das bestrebt ist, Kälte im Verdampfer zu erzeugen, können auch leichte Kältewirkungen erlangt werden. In diesem Falle wird der Luft- oder Wasserstrom, der das Innere der Röhren des Verdampfers durchzieht, nach den Kälteabgabestellen geführt, während das heiße Wasser, das sich im Aufnehmer sammelt, als unbrauchbares Erzeugnis nach außen geführt wird oder auch in Heizkörpern Verwendung findet.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung in mehreren Beispielen dargestellt.
  • Abb. i ist das allgemeine Schema einer Anlage zum Heizen von Wohnungen, bei der der Verdichter durch einen Elektromotor angetrieben wird.
  • Abb. 2 ist das allgemeine Schema einer Anlage zum Heizen von `'Wohnungen usw.. bei dem der Verdichter durch einen Verbrennungsmotor angetrieben wird.
  • Abb. 3 ist das allgemeine Schema einer Anlage, die bestimmt ist, Flüssigkeiten bei Atmosphärendruck zu kochen, wobei der Verdichter durch einen Elektromotor angetrieben wird.
  • Abb. 4 ist das allgemeine Schema einer Anlage für die Destillation von- Flüssigkeiten, wobei der Verdichter durch einen Elektromotor angetrieben wird.
  • Abb. 5 ist ein Volumen-Druck-Diagramm für den allgemeinen Arbeitsvorgang der Anlage.
  • Abb. 6 ist ein Volunien-Druck-Diagramm zum Vergleich zwischen dem Arbeitsvorgang des größten -#,Ztitzeffektes einer Dampfturbine und dem allgemeinen Arbeitsvorgang nach der Erfindung.
  • Abb. 7 ist das allgemeine Schema einer Anlage, in welcher als Wärme von niedriger Temperatur die latente Wärme des Abdampfes einer Kolbendampfmaschine oder einer Dampfturbine verwendet und der Kreiselverdichter durch eine Dampfturbine getrieben wird.
  • Die adiabatische Verdichtung erfolgt nach der Erfindung nach der Linie B-C in Abb. 6, in welcher der Kreislauf C D E B C den Kreisvorgang einer Dampfturbine (Carnotkreislauf) darstellt. Dabei bedeutet die Linie C-D die isotherme Ausdehnung eines Kilogramms Dampf, D-E die adiabatische Ausdehnung, E-B die isotherme und B-C die adiabatische Verdichtung. Es sei angenommen, daß die Temperatur der isothermen Ausdehnung C-D i 15° C sei und die der isotherinen Verdichtung E-B io° C und daß im Punkte D der Dampf gesättigt und trocken sei.
  • Bezeichnen dann _r" x=, a:'1, x. die Verhältnisse in Gewichtsteilen des in einem Kilogramm Gemenge enthaltenen Dampfes zu dem Gesamtgewicht in den Punkten D, 1s', B und C, dann ist für das gewählte Beispiel: x1 - 1 x= = 0,8067 x3 r o,1513 xy = 0. Der Arbeitskreislauf wird durch das Dreieck A B C A (Abb. 5 und 6) dargestellt und bezieht sich auf i Kilograms: des Gemenges.
  • A B stellt die Ansaugezeit dar. Ihr entspricht ein Volumen von 0,1513 # 1o6- 16m° gesättigten und trockenen Dampfes. Da das mit io° C eingespritzte Wasser ungefähr gleich ist (i -0,15i3) # o,ooi -o,ooo8 m3, d. h. ein kleiner Bruchteil im Volumen gegenüber dem Volumen des angesaugten Sattdampfes und Trockendampfes bei io° C ist, so kann angenommen werden, daß der gleiche Punkt B den Zustand eines Kilogramms des Gemenges zu Anfang der adiabatischen @'erdichtung oder am Ende der Ansaugephase darstellt. Es stellt dann A B die Zustandsänderung des Gemenges während der teilweisen Verdampfung und der Ansaugezeit dar.
  • B C ist die adiabatische Verdichtung des Gemenges von Dampf und Wasser.
  • C A ist die Temperatur- und Druckverminderung eines Kilogramms Wasser, während dasselbe die wärmeabgebenden Heizkörper durchströmt und zum Verdampfer und Verdichter zurückkehrt.
  • Nach Verlauf dieser Phase beginnt der Arbeitsvorgang wieder von neuem.
  • Die Gewichtsmenge Wasser, die in den Verdichter auf eine Menge von o,1513 kg gesättigten und trockenen Dampfes eingespritzt werden muß, ist 1 -0,i5I3-0,84.87kg.
  • So entspricht jedem Kilogramm des gesättigten und trockenen, dem Verdampfer entzogenen Dampfes eine Einspritzung von 5,60o kg Wasser. Somit muß das Gemisch im vorliegenden Falle während der Ansaugezeit ungefähr 84 Prozent Gewichtsteile Wässer enthalten. .
  • Auf diese Weise wird erzielt, dag das Gemengeverhältnis am Anfang der adiabatischen Verdichtung den genauen Wert x3 = 0,1513 aufweist, welcher erforderlich ist, um den Kreislauf A B C A zu erfüllen.
  • Wenn nun die Wirkung des Kreiselverdichters im Vergleich mit dem beschriebenen Kreislauf .1 B C A betrachtet wird und diese Wirkung überdies mit solchen anderer Kreisläufe verglichen wird, so ergibt sich, daß die zur Heizung abgegebene Wärme eine Kreiselverdichters, der nach dem Kreislauf A B C A arbeitet, mit dem geringsten mechanischen Arbeitsaufwand gewonnen wird, und zwar unter Verwendung einer geringsten Zahl von Stufen des Verdichters, wäs einen großen Vorteil bedeutet: Wird hingegen die adiabatische'Verdichtung nach der Linie E-D vollführt, d. h. niit einer Einspritzung von bloß i9 Prozent Gewichtsteilen Wasser, so wird die gewonnene latente Wärme im allgemeinen den erforderlichen Wärmeaufwand für den Betrieb der V@Tärmemaschine, die den Verdichter treibt, nicht ausgleichen, und es ist ferner eine viel größere Zahl von Kreiselrädern erforderlich, um eine bestimmte Tein-. peratur und bestimmte Enddrücke zu erzielen.
  • Abb. i zeigt eine Anlage, die dazu bestimmt ist, Wohnungen zu heizen. Die Anlage umfaßt einen Kreiselverdichter i, einen Elektromotor 2, einen Aufnehmer 3 und einen Verdampfer 4.
  • Der Kreiselverdichter i besteht aus zwei Gruppen von Rädern, die symmetrisch zur Ansaugeleitung 5 angeordnet sind; diese Räder werden mittels einer Räderübersetzung 6 mit sehr hoher Geschwindigkeit in Umdrehung versetzt. Der Verdichter saugt Wasserdar#f vom Verdampfer 4 an und verdichtet diesen Dampf zusammen mit dem eingespritzten Wasser. Die Menge Wasser, die eingespritzt werden soll, ist diejenige, welche erforderlich ist, um die adiabatische Verdichtung nach B C (Abb. 5) zu erzielen, derart, daß im Verdichter die Kondensation des vom Verdampfer abgesaugten Dampfes erfolgt, während die Temperatur des gesamten zusammengedrückten Gemenges ansteigt. Die mechanische Arbeit, die der Elektromotor für jedes Volumen A B von gesättigtem .und trockenem Dampf, das er vom Verdampfer 4 absaugt, zu liefern hat, ist durch die Fläche A B C (Abb. 5) dargestellt. Das heiße Wasser fließt durch die Leitungen 7, 7 in den :Iufnehmer 3 und Von diesem mittels der Leitung 8 nach den Heizkörpern in den zu beheizenden Räumen.
  • Von diesen Heizkörpern kehrt das Wasser, nachdem es seine Wärme abgegeben hat, durch die Leitung 9 zum Verdampfer zurück. Der Teil des Wasser, der im- Verdampfer in Dämpf umgewandelt werden soll, tritt in den Verdampfer durch die Ventile io, io. . ., die nach den mechanischen Zerstäubern 12, 12 ... führen. Die übrige Flüssigkeit geht durch das Ventil ii und Leitung 13 in das Innere der Verdampfröhren, die zwischen B und C angeordnet sind, und gibt dort ihre Wärme an den Verdampfer ab; hierauf geht sie durch die Leitung 14 und dann durch die Zerstäuber 15, 15 ... in den Verdichter.
  • Hat die Flüssigkeit, die von den Heizkörpern zurückkommt, eine viel höhere Temperatur als diejenige, welche sich beim normalen Betrieb des Verdichters auf der Ansaugweite eiristellt, so kann ein Teil der Flüssigkeit unmittelbar nach Zerstäubern geleitet werden, die auf einer Zwischenstufe des Verdichters angeordnet sind, in welcher bei normalem Betrieb die höhere Temperatur -erhalten bleibt.
  • Die Luft, die infolge Undichtheiten in den Verdichter eindringt, sammelt sich im oberen Teile des Aufnehmers 3, in welchem vorzugsweise der Druck etwas höher gehalten wird, als der Atmosphärendruck ist; von hier geht diese Luft zusammen mit einer gewissen Menge Dampf durch Leitung 16 in das Innere der zwischen C und D des Verdampfers angebrachten Röhren, wo dieses Gemenge seine Wärme abgibt, während das Xondensationswasser durch die Leitung 17 gesammelt und die Luft durch den Stutzen 18 abgeführt wird.
  • Durch das Innere des Röhrenbündels des Verdampfers zwischen A und B fließt ein Luft- oder Wasserstrom, der die Temperatur der Umgebung hat öder, wenn es die Umstände erlauben, eine höhere Temperatur.
  • Wenn der Betriebsdruck des Aufnehmers tiefer ist als der Atmosphäreudruck, so kann eine Pumpe verwendet werden, welche das heiße Wasser vom Aufnehmer ansaugt und es in die Heizkörper drückt. Der Lauf des heißen Wassers durch die Heizkörper wird durch die Ventile io, io ... und ii geregelt.
  • In der in Abb. 2 dargestellten Anlage wird der Verdichter i durch eine Verbrennungskraftlnaschine (Gasmaschine) i9 angetrieben. Diese Anlage ist auch dazu bestimmt, Wohnungen zu heizen. Dabei wird die Wärme des Kühlwassers sowie der Abgase der Maschine ausgenutzt.
  • Die Ausnutzung der im Kühlwasser enthaltenen Wärme wird bewirkt, indem das heiße Wasser von der Leitung 2o nach der Leitung a1 des Verdampfers geführt wird, wobei dieses Wasser das Innere der Verdampfungsröhren zwischen C und D durchstreicht. Hier gibt das Wasser seine Wärme an den Verdampfer ab und kehrt dann durch die Leitung 23 in den Kühlmantel zurück.
  • Um die Abgase der Maschine zu benutzen, werden diese durch die -in 24- anschließende Leitung in den Behälter 25 geführt, wo sie mit durch den Zerstäuber 26 eingeführtes Wasser gemischt werden. Nachdem die Abgase ihre Wärme an das Wasser abgegeben haben, gehen sie durch die Leitung 25' ab, während das erhitzte Wasser durch die Leitung.27 von einer Pumpe angesaugt wird, die es in die zwischen D und E angeordneten Röhren des Verdampfers drückt. In diesen Röhren gibt das Wasser seine Wärme ab und kehrt hierauf durch die Leitung 29 zu dem Zerstäuber zurück.
  • Eine andere Einrichtung ist in Abb. 3 dargestellt. In dieser geschieht die '\N'ärmeausnutzung in Gefäßen zum Erhitzen von Flüssigkeiten bei Atmosphärendruck. Der Kreiselverdichter i, der vom Elektromotor 2 angetrieben wird, saugt gesättigten Dampf vom Verdampfer 4, während mittels der Zerstäuber 15, 15... Wasser in den Verdichter eingespritzt wird. Der Verdichter i verdichtet diesen Dampf zusammen mit Wasser (welches von den Heizkörpern zurückkommt), wobei das Verhältnis von Dampf und Wasser derart ist, daß die adiabatische Verdichtung nach B C (gbb. 5) ganz oder annähernd erreicht wird. Das heiße Wasser und der Dampf, die sich bilden, «-erden zum Aufnehmer 3 geführt, den sie durch die Stutzen 30, 31' verlassen, um nach den Rohrschlangen 31, 31' zu fließen, mittels welchen das Wasser im Kessel 32 geheizt wird. Von diesen Rohrschlangen kehrt das Wasser zum Verdampfer zurück, wobei es durch den Stutzen 33 in das Innere des tieferen Rohrbündels tritt und ebenfalls durch die mechanischen Zerstäuber 12, 12 und 34 in die Dampfkammer des Veidarnpfers,111n hier in Dampf umgewandelt zu werden. Aus dem Innern der Röhren des Verdampfers, in denen die Flüssigkeit ihre Wärme abgibt, gelangt diese durch die Leitung 33', die Ventile 33" und die mechanischen Zerstäuber 15, 15 in den Verdichter. Die Verdampfungswärnie des im Kessel 32 erzeugten Dampfes wird im Verdampfer wiedergewonnen, indem dieser Dampf durch die Leitung 35 in das Innere der oberen Röhren des Verdampfers geführt wird. Das Wasser für die Speisung des Kessels 32 wird durch den Vorwärnier 36 vorgewärmt; diesem wird die Wärme durch das heiße Wasser zugeführt, das sich in den Verdanipferröhren durch die Kondensation des Dampfes aus dem Kessel 32 bildet. Das Speisewasser tritt in den Kessel 32 durch das Rohr 39, nachdem es die Schlange 38 durchlaufen hat. Das heiße Kondensationswasser tritt in den Vorwärmer durch die Leitung 4o und verläßt den Vorwärmer durch die Leitung 41.
  • In gewissen Fällen kann der Verdichter i durch eine Leitung 37 mit dem Kesselmantel in Verbindung stehen, um darin ein gutes Vakuum zu erhalten, wodurch eine wesentliche Verringerung der Wärmeverluste durch Strahlung erzielt wird.
  • In der Anlage nach Abb. 4 wird der Kreiselverdichter durch einen Elektromotor 2 angetrieben. Die heiße Flüssigkeit wird bei dieser Führungsform dazu verwendet, einem Verdampfer Wärme zu Destillationszwecken zuzuführen. Auch hier saugt der Verdichter Dampf vom Verdampfer.
  • Der Aufnehmer, dem der Verdichter die heiße Flüssigkeit zuführt, besteht aus den beiden Samrhlern 42, 42'. Der Verdichter saugt Dampf vom Verdampfer durch das Rohr 5 an. Die zu destillierende Flüssigkeit wird entweder durch den Atmosphärendruck oder durch eine Pumpe in den Verdampfer gedrückt und durchläuft dabei die Leitung 43, die Ventile 44, -14, 44 und die Zerstäuber 12, 12, 12. Der im Verdampfer erzeugte Dampf wird in den Verdichter gesaugt und mit so viel Flüssigkeit zusammengedrückt, als erforderlich ist, um die adiabatische Verdichtung nach B C (Abb. 5 und 6) herbeizuführen. Die erforderliche Flüssigkeit wird in den Verdichter durch die Leitung 45, die Ventile 46, 46 ... und die Zerstäuber 15, 15 ... eingespritzt. Die im Verdichter gebildete heiße Flüssigkeit geht durch die Leitungen 7, 7 in die Sammler 42, 42'. Vom Aufnehmer kehrt der größte Teil der Flüssigkeit zu den Zerstäubern zurück, und der verhältnismäßig kleine Rest geht als Destillat durch das Rohr 47 in den Vorratsbehälter.
  • In der in Abb. 7 dargestelltenAusführungsform ist die Anlage mit einem Dampfmaschinenbetrieb verbunden, bei welchem Abdampf vorhanden ist. Der Verdichter i, der hier eine einzige bewegliche Radgruppe aufweist, wird durch die Dampfturbine 48 angetrieben. Der Verdichter saugt durch Rohr 5 vom Kondensator derDampfanlage so vielAbdampf, als erforderlich ist, um das Wasser anzuwärmen, das in den Heizkörpern umlaufen soll, und um die Kessel der Dampfanlage zu speisen. Das Wasser wird dem Verdichter fein zerstäubt zugeführt, und zwar in einer solchen Menge, um die Verdichtung nach B C (Abb. 5) zu erzielen.
  • Wenn die Temperatur des Wassers, das von den Heizkörpern zurückkehrt, höher ist als die Betriebstemperatur des Kondensators, so kann eine gewisse Menge dieses Wassers unmittelbar nach der Verdichtungsstufe geleitet werden, in der die Betr iebsteinperatur ungefähr dieser Wassertemperatur entspricht.
  • Im dargestellten Beispiel tritt das Speisewasser, das von der Heißwassergrube kommt, durch die Leitung 49 und die Zerstäuber 5o, 5o in den Verdichter und gelangt durch die Leitung 51 in den Kessel. Das heiße Wasser tritt in die Heizkörper durch die Leitung 52. Dieses Wasser kehrt dann zum Verdichter durch das Rohr 53 und die Zerstäuber 5 ,4, 54 zurück. Die Luft, die durch Z'ndichtheit in den Verdampfer eindringt, wird zusammen mit dem Dampf durch die Leitung 55 in eine Stufe der Dampfturbine .I8 eingeführt, in der ein Druck herrscht, der dieses zuläßt; oder diese Luft kann auch in eine passende' Stufe einer anderen Kolben- oder Turbinendarnpfmaschine geleitet werden.
  • Bei Verwendung eines Kreiselverdichters von genügender Leistung, um aus dem Kondensator allen Abdampf der Dampfanlage anzusaugen, kann das Kühlwasser durch einen Luftstrom ersetzt werden, indem in diesem Falle die Kondensation des Abdampfes im Kreiselverdichter hauptsächlich durch die vereinigte Wirkung des Verdichters und der Einspritzung des Wassers, das von den Heizkörpern kommt, erfolgt.
  • Es versteht sich, daß in allen Ausführungsformen die Saugwirkung des Kreiselverdichters auf Grund des Dampfgewichtes berechnet wird, das in jeder Minute abgesaugt werden muß, und auf Grund der Dichtigkeit, die die Flüssigkeit hat, wenn sie angesaugt wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Heizen mittels Wärme, die durch einen mehrstufigen Kreiselverdichter auf höhere Temperatur gehoben wird, dadurch gekennzeichnet, (laß unter Benutzung der bekannten, bei der Kondensation von gesättigten Dämpfen durch adiabatische Kompression auftretenden Erscheinungen in den von einem Verdampfer (d.) kommenden, vom Verdichter (i) angesaugten Sattdampf Rücklaufwasser der Heizung oder von außen kommende Flüssigkeit in der Nähe des ersten Rades auf der Ansaugeseite in solcher Menge eingespritzt wird, daß das Gemisch von Dampf und Flüssigkeit wenigstens 6o Prozent Gewichtsteile Flüssigkeit enthält und durch die adiabatische Verdichtung vor seinem Austritt aus dein Verdichter vollständig in Flüssigkeit umgewandelt wird, die einem die Heizleitung speisenden Aufnehmer (3) zugeführt wird.
  2. 2. Einrichtung zum Heizen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der aus der Heizung zurückkehrenden Flüssigkeit in den Verdichter auf einer Zwischenstufe eingespritzt wird.
  3. 3. Einrichtung zum Heizen nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, (laß der Verdampfer (.1.) mit Zerstäubern (i2) ausgerüstet ist, durch welche die zu verdampfende Flüssigkeit fein verteilt gegen die Außenfläche von Rohren geschleudert wird, die innen voll dem die Wärme liefernden Mittel durchlaufen werden.
  4. 4. Einrichtung zum Heizen nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, (laß der Verdampfer (4.) drei Röhrengruppen aufweist, von denen eine von der aus der Heizung zuriiclkkehrenden Flüssigkeit, .eine zweite Gruppe von der Luft oder dein Dampfe, der sich im oberen Teile des Aufnehmers ansammelt, und eine dritte Gruppe von einem verfügbaren Luft-, Wasser-, Dampfstrom durchlaufen wird.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis q, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwärine einer den Kreiselverdichter antreibenden Gasmaschine als Wärmequelle derart ausgenutzt wird, daß das Kühlwasser in die Röhren einer Rohrgruppe des Verdampfers geleitet wird, während die Auspuffgase einem Ausscheider (25) zugeführt, hier mit eingespritztem Wasser gemischt und hierauf in eine zweite Rohrgruppe des Verdampfers geleitet werden.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, (laß in eine Röhrengruppe des Verdampfers Dampf eingeführt wird, der sich in Kochgefäßen (32) entwickelt, wonach das Kondensat dieses Dampfes die für die Speisung der Kessel erforderliche Flüssigkeit vorwärmt.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verbindung (37) zwischen der Alisaugeleitung des Verdichters und dem Mantel des Kochgefäßes besteht, die in diesem beständig ein Vakuum aufrechterhält, B. Einrichtung nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ver-. dampfer zum Destillieren verwendet wird, indem die im Verdichter erzeugte heiße Flüssigkeit nach Durchlaufen der Rohrgruppen des Verdampfens zum Teil als Destillat abgeleitet und zum Teil als Einspritzwasser für den Verdichter verwendet wird. g. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer durch den Kondensator der den Verdichter treibenden Dampfmaschine (.1.8) ersetzt ist, wobei eingedrungene Luft vom Aufnehmer in eine Stufe des Verdichters eingeführt wird. io. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Wasser und Wasserdampf eine andere Flüssigkeit und ihr Dampf verwendet werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1023552B (de) * 1950-11-16 1958-01-30 Max Adolf Mueller Dipl Ing Heizanlage mit von einer Waermekraftmaschine angetriebener Waermepumpe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1023552B (de) * 1950-11-16 1958-01-30 Max Adolf Mueller Dipl Ing Heizanlage mit von einer Waermekraftmaschine angetriebener Waermepumpe

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