DE429013C - Aus einem poroesen Stoff bestehende, unten geschlossene Roehre zur Speisung der Wurzeln von Gewaechsen - Google Patents

Aus einem poroesen Stoff bestehende, unten geschlossene Roehre zur Speisung der Wurzeln von Gewaechsen

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DE429013C
DE429013C DEH100681D DEH0100681D DE429013C DE 429013 C DE429013 C DE 429013C DE H100681 D DEH100681 D DE H100681D DE H0100681 D DEH0100681 D DE H0100681D DE 429013 C DE429013 C DE 429013C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G25/00Watering gardens, fields, sports grounds or the like
    • A01G25/06Watering arrangements making use of perforated pipe-lines located in the soil

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Sewage (AREA)

Description

Die Erfindung bezweckt eine leichte, billige, dabei gründliche und dauernd störungsfreie Zuleitung von Regen- und Gußwasser zu den tieferen Wurzeln von Pflanzen, insbesondere von Obstbäumen. Die Mängel der natürlichen Bewässerung, selbst in Gegenden mit an sich reichem Regenfall, sind bekannt. Einesteils läuft das Wasser zu schnell oberflächlich ab, z. B. wenn der Boden lehmig oder stark verkrustet ist, andererseits kann die Grasnarbe das Wasser für sich ausnutzen; Wind und Sonne verdunsten einen beträchtlichen Teil.
Schon seit langem kennt man den Einbau von Röhren in senkrechter Richtung in der Nähe
t5 von Bäumen. In diese läßt sich bei Regenfall ein Teil des Regenwassers hineinleiten. Besonders dienen sie jedoch zur künstlichen Tiefenbewässerung. Doch zeigt schon die Tatsache der seltenen Anwendung, daß diesem Verfahren große Mängel anhaften. Macht man die Röhren aus undurchlässigem Stoff, so tritt das Wasser nach unten aus und bewirkt dort eine Versumpfung, die nicht immer ohne Nachteil bleibt. Nimmt man poröse oder seitlich mit Schlitzen versehene, unten offene Röhren, so wird der Hauptteil des Wassers gleichfalls stets nach unten geleitet. Man hat daher vorgeschlagen, Röhren mit durchlässigen Seitenwänden zu verwenden, die unten geschlossen sind.
Aber auch diese Röhren verschlammen nach kürzerer oder längerer Zeit, da vor allem auch Pflanzenteile in die Tiefe der Röhre gelangen, die dort unter ungünstigen Bedingungen vermodern und oft Massen bilden, die sehr wenig wasserdurchlässig sind, in denen sich Miasmen bilden können, die, durch die Rohrwandung dringend, die benachbarten Wurzeln stark schädigen können. Um dauernden Nutzen zu gewähren, müßten solche Röhren nach verhältnismäßig kurzer Zeit wieder ausgegraben und gereinigt werden. Dann jedoch ist eine solche Anlage ziemlich wertlos, da die Kosten für diese Art der Unterhaltung für den Obstbau zu beträchtlich sind, abgesehen davon, daß durch das tiefe Ausgraben eine Schädigung der Wurzeln stattfindet.
Nach der Erfindung wird die Verstopfung und Verschlammung von unten geschlossenen
Wurzelspeisern aus porösem Stoff dadurch vermieden und eine dauernde Betriebsfähigkeit bei geringsten Anlagekosten dadurch gesichert, daß auch die obere Öffnung der Röhre durch eine poröse Platte geschlossen ist.
Verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind auf der Zeichnung in Längsschnitten dargestellt, wobei die undurchlässigen Teile schwarz, die durchlässigen ίο schraffiert angegeben sind.
Da das obere Ende der Röhre α ein wenig über den Erdboden ragt, ist ein Überdecken durch undurchlässige Stoffe, z. B. Laub, ziemlich ausgeschlossen bzw. durch einfaches Abfegen zu beseitigen. Regenwasser kann durch seichte Rinnen, besonders bei undurchlässiger Oberfläche, leicht an die Röhren α herangeleitet werden, so daß durch deren poröse Wandung ein beträchtlicher Teil in die Tiefe gelangt. Für die künstliche Bewässerung ist die poröse Deckplatte kein Hindernis, da die heutige Technik Betonwandungen herstellt, die mit einer Fläche von rund 160 qcm, wie sie das Kopfende eines Rohres ungefähr haben würde, den Strahl einer Gießkanne fast augenblicklich aufnehmen. Wird die Durchlässigkeit der Röhre nach der Tiefe zu vermindert, so ist eine ziemlich gleichmäßige Verteilung des Wassers in allen Höhenlagen ermöglicht. Die Anlage ist jedem Wolkenbruch gewachsen und verlangt so gut wie gar keinen höheren Zeitaufwand bei künstlicher Begießung, behält also die Vorteile der oben offenen Röhren bei.
Sollte es erwünscht sein, so kann (Abb. 2) das obere Ende der Röhre a mit einen undurchlässigen erhöhten Rand b versehen werden, um den Einlauf des Strahls einer Gießkanne oder eines Schlauches noch mehr zu sichern. Die Tiefe der durch das Aufsetzen des Randes δ entstehenden Höhlung muß so gering sein, daß eine Reinigung von hineingeratenem Schmutz leicht möglich ist.
Um schnelleres Eingießen (etwa aus Eimern) zu gestatten, können Aufsatzgefäße verwendet werden. Im einfachsten Falle würden große Blumentöpfe genügen. Solche Gefäße haben den Vorteil der sehr leichten Reinigung durch einfaches Herausheben und Ausschütten.
Da sich aber das obere Ende der Röhre a unter der Erdoberfläche befindet, so könnte durch das Loch im Boden des Blumentopfes oder ähnlichen Aufsatzgefäßes immerhin das Aufschlämmen von Stoffen auf die Deckplatte der Röhre a ermöglicht werden, die sich vor ihre Poren legen könnten und deren Entfernung dann etwas Mühe machen würde. Diese Gefahr wird dadurch vermieden, daß im Boden des Aufsatzgefäßes c (Abb. 3) statt des Loches eine poröse Stelle vorgesehen ist. Lagert sich auf dieser etwas ab, so wird es durch Ausschütten beseitigt oder kann in schlimmeren Fällen durch Durchgießen von Wasser von unten her beseitigt werden.
Die Abb. 4 und 5 zeigen, wie der Zweck des Aufsatzgefäßes c auch durch eine Kiesumhüllung d um das Kopfende der Röhre α erreicht werden kann, in der eine beträchtliche Wassermenge für kurze Zeit Aufnahme finden kann. Abb. 5 zeigt außerdem, wie ein Zuleitungsrohr e angeschlossen werden kann. Bei der möglichen hohen Durchlässigkeit neuerer poröser Betonröhren ist eine feste Verbindung der Zuleitung e mit der porösen Röhre α unnötig. Es genügt, wenn das Zuleitungsrohr e nur dicht an das Tiefenrohr α angelegt wird, um das Wasser praktisch fast ohne Verlust in die Tiefe zu leiten.
Endlich kann der Wurzelspeiser auch an einen undurchlässigen Rohrstutzen f angeschlossen werden, dessen Wandung eine poröse Stelle enthält (Abb. 6). Es wird dadurch ermöglicht, eine Reihe von Röhren α an ein einziges Leitungssystem anzuschließen, derart, daß die poröse Stelle eines Stutzens auf die Deckplatte einer Röhre α zu liegen kommt. Die Durchlässigkeit der porösen Stelle läßt sich so bemessen, daß von dem in der Leitung f fließenden Wasser jeweilig nur ein Bruchteil in die untere Röhre α sickert, so daß der Rest zu weiter entfernt liegenden, ebenso angeschlossenen Röhren gC gelangen kann. Es wäre dann möglich, von einem einzigen Becken aus, durch dessen einmalige Füllung, eine ganze Pflanzung auf einmal zu bewässern. Dabei ist es nicht von Belang, ob die Röhren ursprünglich mit dem Stutzen in fester Verbindung stehen, oder ob diese Verbindung (durch Zement) erst bei der Anlage geschaffen wird, oder ob die Leitungsstutzen überhaupt nur lose auf die Deckplatten der Röhren gelegt werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Aus einem porösen Stoff bestehende, unten geschlossene Röhre zur Speisung der Wurzeln von Gewächsen, dadurch gekenn- 1.05 zeichnet, daß die obere Öffnung der Röhre durch eine poröse Platte geschlossen ist.
2. Röhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dieselbe ein am Boden poröses Eingießgefäß aus einen nichtporösen n0 Stoff aufgesetzt ist.
3. Röhre nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie am oberen Ende an eine Leitung aus einem nichtporösen Stoff angeschlossen ist, deren Wandung eine po- n5 rose Stelle besitzt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEH100681D 1925-02-21 1925-02-21 Aus einem poroesen Stoff bestehende, unten geschlossene Roehre zur Speisung der Wurzeln von Gewaechsen Expired DE429013C (de)

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DE429013C true DE429013C (de) 1926-05-25

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