DE4241409C2 - Verfahren sowie Vorrichtung zum Herstellen eines Bauteils durch Spritzen wenigstens zweier Elemente aus Kunststoff und durch Zusammenfügen dieser Elemente nach dem Spritzen - Google Patents
Verfahren sowie Vorrichtung zum Herstellen eines Bauteils durch Spritzen wenigstens zweier Elemente aus Kunststoff und durch Zusammenfügen dieser Elemente nach dem SpritzenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1 sowie
auf eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens gemäß Oberbegriff
Patentanspruch 9.
Bekannt sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Hohlkörpern im
Spritzgußverfahren, und zwar unter Verwendung eines dreiteiligen Formwerkzeugs
bestehend aus zwei äußeren matrizenartige Formhälften und einem inneren Formkern
(DE-OS 21 57 132). Die Herstellung des Hohlkörpers erfolgt hierbei derart, daß unter
Verwendung der äußeren Formhälften und des Formkernes zunächst zwei
halbschalenartige Elemente geformt werden, und zwar jeweils in einem Formraum, der
zwischen dem Kern und einer Formhälfte gebildet ist. Anschließend wird das
Formwerkzeug geöffnet und der Kern bei in den Formhälften verbleibenden Elementen
seitlich aus dem Formwerkzeug herausbewegt. Anschließend wird das Formwerkzeug
wieder geschlossen, und zwar derart, daß die beiden, in den äußeren Formhälften
gehaltenen Elemente zusammengefügt und zu dem Hohlkörper verbunden werden, der
dann durch erneutes Öffnen der Form ausgestoßen werden kann. Dieses bekannte
Verfahren bzw. diese bekannte Vorrichtung benötigt einen relativ aufwendigen,
dreiteiligen Aufbau für das Formwerkzeug.
Bekannt ist weiterhin ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der gattungsmäßigen Art
(DE 41 26 041 A1). Es wird hier ein zweiteiliges Formwerkzeug verwendet, welches an
zwei in der Werkzeugachse relativ zueinander bewegbaren Werkzeugteilen jeweils die
gleiche Anzahl von Formhälften aufweist, die in gleichen Winkelabständen um die
Werkzeugachse verteilt vorgesehen sind. Die Anzahl der Formhälften an jedem
Werkzeugteil ist Drei oder ein ganzzahliges Vielfaches hiervon. Ein erstes Werkzeugteil
ist hierbei fest und ein zweites Werkzeugteil ist zum Öffnen und Schließen des
Formwerkzeugs in der Werkzeugachse bewegbar und zugleich auch um die
Werkzeugachse drehbar. Bei geschlossenem Werkzeug werden zunächst in wenigstens
zwei, jeweils von einer ersten und einer zweiten Formhälfte gebildeten Formräumen
zwei Elemente durch Spritzen hergestellt. Anschließend wird das Formwerkzeug
geöffnet und das zweite Werkzeugteil derart um die Werkzeugachse gedreht, daß das in
der ersten Formhälfte dieses zweiten Werkzeugteils verbliebene Element dem in der
ersten Formhälfte des ersten Werkzeugteils in Richtung der Werkzeugachse
gegenüberliegt, so daß beide Elemente dann durch erneutes Schließen des Werkzeugs
zusammengefügt bzw. miteinander verbunden werden. Im bekannten Fall ist weiterhin
auch vorgesehen, die beiden Elemente nach dem Verbinden zusätzlich an der
Verbindungsstelle mit einem weiteren Kunststoff zu umspritzen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung der gattungsgemäßen
Art dahingehend zu verbessern, daß die Herstellung von Bauteilen mit höherer Leistung
(Stückzahl je Zeiteinheit) und damit preiswerter möglich ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind ein Verfahren sowie eine Vorrichtung entsprechend
dem Patentanspruch 1 bzw. 9 ausgebildet.
Bei der Erfindung werden für das Zusammenfügen der beiden Elemente zu dem
herzustellenden Bauteil beide Werkzeugteile gedreht, und zwar gegenläufig
zueinander. Hierdurch wird die nach dem Spritzen für das Zusammenfügen benötigte
Zeit wesentlich verkürzt und damit die Leistung bei der Herstellung der Bauteile erhöht.
Bei der Erfindung ist es weiterhin ebenfalls möglich, nach dem Zusammenfügen der
Elemente zu dem jeweiligen Bauteil in einen von den Formhälften dann gebildeten
Formraum abermals ein Kunststoffmaterial einzubringen, um so beispielsweise ein die
beiden Elemente verbindendes und/oder den Verbindungs- oder Anschlußbereich
zwischen diesen Elementen überlappendes und/oder die Elemente ganz oder teilweise
umschließendes weiteres Formteil zu erzeugen.
Weiterhin ist es bei dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich, beim Herstellen
wenigstens eines Formteils und/oder beim bzw. vor dem Zusammenführen der
wenigstens zwei Elemente oder Formteile in das Werkzeug zumindest ein weiteres
Funktionsteil einzubringen.
Weiterhin ist es bei der Erfindung auch möglich, nach dem Zusammenführen der
wenigstens zwei Elemente bzw. in dem dann von den beiden ersten Formhälften
gebildeten Formraum wenigstens ein weiteres Element zu formen.
Unter "Formhälften" wird im Sinne der Erfindung ein Teil einer mehrteiligen Form
verstanden, auch wenn die jeweilige Formhälfte geometrisch nicht die "Hälfte" einer
solchen Form darstellt oder die Form mehr als zwei Teile umfaßt. Weiterbildungen der
Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in vereinfachter Darstellung im Querschnitt ein nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestelltes Bauteil aus Kunststoff, und zwar in Form eines
Ansaugrohres für einen Verbrennungsmotor;
Fig. 2 in vereinfachter schematischer Darstellung und in Seitenansicht ein
erfindungsgemäßes Form- und Montagewerkzeug;
Fig. 3 in vereinfachter Darstellung und in Draufsicht eine Formplatte des Werkzeugs
nach Fig. 2;
Fig. 4 in vergrößerter Detaildarstellung den Verbindungs- bzw. Anschlußbereich zweier
Kunststoff-Formteile oder -Elemente und ein zwischen diesen gehaltenes weiteres
Funktionsteil eines Bauteils.
In den Figuren ist 1 ein Luft-Ansaugrohr für Verbrennungs- bzw. Fahzeugmotoren.
Dieses Ansaugrohr, welches eine aus der Fig. 1 nicht ersichtliche relativ komplizierte
Formgebung aufweist, besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus zwei
Ansaugrohrelementen oder -teilen 1' und 1'', die jeweils halbschalenartig ausgebildet
und durch angeformte Rastelemene oder -leisten 2 durch Einrasten zu dem Ansaugrohr
1 miteinander verbunden sind. Die beiden Ansaugrohrteile 1' und 1'' bestehen aus
einem hochwertigen, mechanisch widerstandfähigen Kunststoff.
An den beiden Übergangs- bzw. Anschlußbereichen 3, die sich über die gesamte Länge
des Ansaugrohres 1 erstrecken, ist jeweils eine außenliegende Nut 4 gebildet. Jede Nut
4 ist über ihre gesamte Länge mit einem Formkörper 5 ausgefüllt, der aus einem zweiten
Kunststoffmaterial, beispielsweise aus einem Elastomer besteht, welches so ausgewählt
ist, daß es mit dem Kunststoffmaterial der Ansaugrohrteile 1' und 1'' eine Verbindung
eingeht. Bevorzugt sind in der Nut 4 an den Ansaugrohrteilen 1' und 1'' Rippen oder
dergleichen Vorsprünge vorgesehen, die vom Material 5 umfaßt sind.
Das Formen der verschiedenen Kunststoff-Elemente des Ansaugrohres 1 sowie die
Montage dieses Ansaugrohres erfolgt in einem einzigen Spritzgußwerkzeug bzw.
Formwerkzeug 6, welches in den Fig. 2 und 3 vereinfacht dargestellt ist. Das
Werkzeug 6 besteht im wesentlichen aus zwei äußeren Spannplatten 7 und 8, die an
der nicht dargestellten Spritzgußmaschine vorgesehen sind, und zwar die Spannplatte 7
angußseitig und die Spannplatte 8 auswerferseitig. An der Spannplatte 7 ist eine
Formplatte 9 gehalten, der eine Formplatte 10 unmittelbar gegenüberliegt, die an einer
Tragplatte 11 befestigt ist, welch letztere über Mittel 12, beispielsweise über Hydraulik-
Zylinder zum Öffnen und Schließen der Form 6 mit der Spannplatte 8 verbunden ist.
Das Werkzeug 6 weist weiterhin nicht dargestellte Auswerfer auf.
In der Fig. 2 ist das Werkzeug 6 in seiner geöffneten Stellung dargestellt, in der die
beiden Formplatten 9 und 10 mit ihren einander zugewandten Flächen 9' und 10'
voneinander beabstandet sind. In der geschlossenen Stellung des Werkzeuges 6 liegen
die Formplatten 9 und 10 mit diesen Flächen 9' und 10' gegeneinander an.
Die beiden Formplatten 9 und 20 sind an der Spannplatte 7 bzw. Tragplatte 11 jeweils
um eine gemeinsame, senkrecht zu den Flächen 9' und 10' verlaufende Werkzeugachse
WA dreh- bzw. schwenkbar gelagert und durch nicht dargestellte Antriebe in einer
nachstehend noch näher beschriebenen Weise um ganz bestimmte, vorgegebene
Winkelschritte zwischen verschiedenen Stellungen bzw. Positionen schwenkbar.
An den Formplatten sind weiterhin Formhälften gebildet, und
zwar die matrizenartige Formhälfte 13 an der Formplatte 9 und
an der Formplatte 10 die matrizenartige Formhälfte 14. Der
Formhälfte 13 ist eine stempelartige Formhälfte 15 an der
Formplatte 10 und der Formhälfte 14 eine stempelartige
Formhälfte 16 an der Formplatte 9 zugeordnet. Die Formhälften
13-16 sind um die Achse WA verteilt vorgesehen, und zwar in
einer für die später beschriebene Funktion geeignete Weise.
Bei geschlossenem Werkzeug 6 reicht jeweils eine Formhälfte
15 in eine Formhälfte 13 und die Formhälfte 16 in eine
Formhälfte 14 hinein, so daß ein rinnen- oder halbschalen
artiger Formraum gebildet wird, und zwar beispielsweise
zwischen den Formhälften 15 und 13 für das Ansaugrohrteil 1'
an der Formplatte 9 und zwischen den Formhälften 14 und 16 an
der Formplatte 10 zum Formen des Ansaugprofilteiles 1''.
Die Formplatten 9 und 10 sind um die senkrecht zu den Flächen
9' und 10' verlaufende Werkzeugachse WA durch die nicht
dargestellten Antriebselemente schwenkbar, und zwar ent
sprechend der Fig. 3 aus einer Stellung, in der sich die
Formhälfte 13 und die zugehörige Formhälfte 15 in der
Position I und die Formhälfte 14 und die zugehörige Form
hälfte 16 in der Position II befinden, in eine Stellung, in
der sich beide Formhälften 13 und 14 der gemeinsamen Position
III in Richtung der Werkzeugachse WA gegenüberliegen und in
der die Formhälften 15 und 16 entsprechende, in der Fig. 3
nicht dargestellte Positionen einnehmen und jeder Formhälfte
15 bzw. 16 an einer Formplatte 10 bzw. 9 beispielsweise eine
nicht dargestellte Ausnehmung an der jeweils anderen Form
platte 9 bzw. 10 gegenüberliegt, so daß auch bei der Position
III befindlichen Formhälften 13 und 14 das Formwerkzeug 6
geschlossen werden kann. Die Positionen I, II, III sind etwa
um 120° um die Werkzeugachse WA versetzt.
Die Arbeitsweise des Formwerkzeuges 6 läßt sich, wie folgt,
beschreiben, wobei in den Positionen I bzw. II befindlichen
Formhälften 13, 15 bzw. 14, 16 erfolgt bei geschlossenem
Formwerkzeug 6 das Druck- bzw. Spritzformen der Ansaugrohr
teile 1' bzw. 1'' mit allen ihren angeformten Teilen,
insbesondere auch mit den Rastelementen 2 hergestellt.
Nach diesem Verfahrensschritt wird das Formwerkzeug 6
geöffnet und die beiden Formplatten 9 und 10 werden vorzugs
weise gegenläufig derart um die Werkzeugachse WA geschwenkt,
daß die beiden Formhälften 13 und 14 in die Position III
gelangen, und zwar zusammen mit den in diesen Formhälften
angeordneten Ansaugrohrprofilteilen 1' und 1''. Anschließend
wird das Formwerkzeug 6 wieder geschlossen, wobei die beiden
Ansaugprofilteile 1' und 1'' zusammengefügt werden, und zwar
derart, daß die Rastelemente 2 hinter die ebenfalls ange
formten Rastflächen einrasten, die beiden Ansaugprofilteile
1' und 1'' also aneinander montiert sind. In der Position III
wird weiterhin der bisher durch ein Werkzeugteil zur Bildung
der Nut 4 eingenommene Raum freigegeben, was werkzeugtech
nisch beispielsweise durch eine entsprechende Ausbildung der
Formhälften 15 und 16 oder durch an den Formhälften 13 und 14
vorgesehene Schieber oder auf andere Weise möglich ist. In
den von der Nut 4 gebildeten Raum wird dann bei in der
Position III befindlichen Werkzeughälfte 13 und 14 und bei
geschlossenem Formwerkzeug 6 das das Formteil 5 bildende
Kunststoffmaterial eingespritzt.
Durch das Formteil 5 sind die beiden Ansaugprofilteile 1' und
1'' im Anschlußbereich 3 zusätzlich abgedichtet miteinander
verbunden.
Ist der das Formteil 5 bildende Kunststoff ein Elastomer oder
ein anderer Kunststoff mit elastischen Eigenschaften, so hat
dies den Vorteil, daß stoßartige Belastungen im Inneren des
Ansaugrohres, d. h. z. B. Druckstöße von diesem Material
aufgenommen werden können, solche Druckstöße also absorbiert
werden, und zwar mit der Folge, daß das Ansaugrohr 1 eine
hohe dynamische Belastbarkeit aufweist. Der für die Formteile
5 verwendete Kunststoff kann auch nach anderen gewünschten
Eigenschaften für das fertige Produkt ausgewählt sein.
Nach dem Formen der Formteile 5 wird das fertige Ansaugrohr 1
aus dem geöffneten Formwerkzeug 6 ausgestoßen.
Die Vorteile des Formwerkzeuge 6 bzw. des vorbeschriebenen
Verfahrens bestehen darin, daß in einem einzigen Werkzeug
sowohl das Formen der beiden Ansaugrohrprofilteile 1' und 1''
als auch das Fügen bzw. Verbinden dieser Ansaugrohrteile 1'
und 1'' erfolgt, und zwar bei gleichzeitigem Formen der
Formteile 5. Dies bedeutet nicht nur eine Vereinfachung in
verfahrens- und maschinentechnischer Hinsicht, sondern hat
insbesondere auch den Vorteil, daß die exakte Positionierung,
den die Ansaugrohrteile 1' und 1'' nach ihrem Formen an den
Formplatten 9 und 10 zwangsläufig aufweisen, nicht aufgegeben
wird, sondern diese exakte und genaue Positionierung für den
mechanischen Montageprozeß, d. h. für das Fügen bzw. Verbinden
der Ansaugrohrteile 1' und 1'' verwendet wird.
Mit der vorbeschriebenen Methode lassen sich die unterschied
lichsten Bauteile durch Formen und Zusammenfügen zweier
Formteile herstellen, wobei die Ebene, an der die beiden
Formteile miteinander verbunden sind, durch die Flächen 9'
und 10' der Formplatten 9 und 10 des Formwerkzeuges 6
bestimmt sind.
In der Fig. 4 ist die Verbindung zwischen zwei Formteilen 17
und 18 dargestellt. Diese Formteile sind in ihrem Verbin
dungs- bzw. Anschlußbereich vorzugsweise wiederum durch nicht
dargestellte Rastelemente aneinander fixiert, wobei an der
Position III, an der das Fügen der Formteile 17 und 18
erfolgte, in einem weiteren Verfahrensschritt ein Formteil 19
geformt bzw. gespritzt wurde, welches als ein die beiden
Formteile 17 und 18 an einem Flansch umgreifendes klammer
artiges Verbindungsstück ausgebildet ist. An der Position III
wurde in die Form weiterhin eine Platte 20 eingesetzt, die
dann mit den Formteilen 17 und 18 und mit dem an der Position
III gespritzten Formteilen 19 zu dem betreffenden Bauelement
verbunden ist. Grundsätzlich ist es selbstverständlich auch
möglich, daß die Platte 20 oder ein anderes, an der Position
III eingesetztes Funktionsteil an dieser Position dann nach
dem Schließen des Formwerkzeuges ganz oder teilweise mit
Kunststoff umspritzt wird.
1
Ansaugrohr
1', 1''
Ansaugrohrteil
2
Rastelement
3
Verbindungs- bzw. Anschlußbereich
4
Nut
5
Formteil
6
Formwerkzeug
7, 8
Tragplatte
9, 10
Formplatte
11
Tragplatte
12
Zylinder
13, 14
Formhälfte
15, 16
Formhälfte
17, 18, 19
Formteile
20
Platte
Claims (14)
1. Verfahren zum Herstellen eines Bauteils durch Spritzen wenigstens zweier
Elemente (1', 1''; 17, 18) aus Kunststoff und durch Zusammenfügen dieser Elemente
nach dem Spritzen zu dem Bauteil, unter Verwendung eines zweiteiligen
Formwerkzeuges (6), welches an Werkzeugteilen (9, 10), die in einer ersten
Relativbewegung zum Öffnen und Schließen des Formwerkzeuges (6) in einer
Werkzeugachse (WA) aufeinander zu und voneinander weg bewegbar sind sowie in
einer zweiten Relativbewegung in einer Ebene senkrecht zur Werkzeugachse (WA)
relativ zueinander bewegbar sind, erste und zweite Formhälften (13, 15; 14, 16)
aufweist, von denen bei geschlossenem Formwerkzeug (6) in einer ersten Position
der zweiten Relativbewegung jeweils eine erste Formhälfte (13, 14) eines
Werkzeugteils (9, 10) und eine zweite Formhälfte (15, 16) des anderen
Werkzeugteils (10, 9) einen Formraum bilden, wobei in jedem Formraum durch
Spritzen ein Element geformt wird, wobei nach dem Spritzen das Formwerkzeug (6)
geöffnet wird und bei in den ersten Formhälften (13, 14) verbleibenden Elementen
(1', 1''; 17, 18) die Werkzeugteile (9, 10) in eine zweite Position der zweiten
Relativbewegung bewegt werden, in der die in den ersten Formhälften (13, 14)
behaltenen Elemente in Richtung der Werkzeugachse (WA) einander
gegenüberliegen, und wobei die Elemente dann durch erneutes Schließen der
Werkzeugteile (9, 10) zusammengefügt werden, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Bewegen der Werkzeugteile (9, 10) aus der ersten in die zweite Position beide
Werkzeugteile (9, 10) gegenläufig zueinander bewegt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens zwei
Elemente (1', 1''; 17, 18) jeweils einstückig mit Verbindungselementen,
beispielsweise in Form von Zapfen und zugehörigen Öffnungen, in Form von
Rastelementen (2) und zugehörigen Rastflächen usw. hergestellt werden, und daß
beim Zusammenführen der Elemente (1', 1'', 17, 18) diese durch die
Verbindungselemente miteinander verbunden werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem
Zusammenführen der beiden Elemente (1', 1'', 17, 18) wenigstens ein Funktionsteil
(20) in das Formwerkzeug (6) eingebracht wird, welches (Funktionsteil) nach dem
Fertigstellen des Bauteils an den miteinander verbundenen Elementen (17, 18)
gehalten ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß in einen
von den beiden ersten Formhälften (13, 14) nach dem erneuten Schließen des
Formwerkzeugs gebildeten und von den Elementen (1', 1''; 17, 18) und/oder dem
Funktionsteil (20) nicht eingenommenen Formraum oder in einen Teil dieses
Formraumes ein weiterer Kunststoff eingebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Einbringen des
weiteren Kunststoffes wenigstens ein zweites, mit dem ersten verbundenes Formteil
(5, 19) erzeugt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich der weitere
Kunststoff physikalisch und/oder chemisch von dem Kunststoff unterscheidet, der
für die Herstellung wenigstens eines Elemente (1', 1''; 17, 18) verwendet ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens die erste Formhälfte (13, 14) matrizenartig ausgebildet ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die
wenigstens zwei ersten Formhälften (13, 14) unterschiedlich ausgebildet sind.
9. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-8, mit
einem Formwerkzeug zum Spritzen wenigstens zweier Elemente (1', 1'', 17, 18) aus
Kunststoff und zum Zusammenfügen dieser Elemente nach dem Spritzen zu dem
Bauteil, wobei das zweiteilige Formwerkzeug an Werkzeugteilen (9, 10), die in
einer ersten Relativbewegung zum Öffnen und Schließen des Formwerkzeuges (6)
in einer Werkzeugachse (WA) aufeinander zu und voneinander weg bewegbar sind,
sowie in einer zweiten Relativbewegung in einer Ebene senkrecht zur
Werkzeugachse (WA) relativ zueinander bewegbar sind, erste und zweite
Formhälften (13, 15; 14, 16) aufweist, von denen bei geschlossenem Formwerkzeug
(6) in einer ersten Position der zweiten Relativbewegung jeweils eine erste
Formhälfte (13, 14) eines Werkzeugteils (9, 10) und eine zweite Formhälfte (15, 16)
des anderen Werkzeugteils (10, 9) einen Formraum bilden, in welchem durch
Spritzen ein Elementes geformt wird, wobei die Werkzeugteile in eine zweite
Position der zweiten Relativbewegung bewegbar sind, in der die in den ersten
Formhälften (13, 14) verbliebenen Elemente (1', 1'', 17, 18) in Richtung der
Werkzeugachse (WA) einander gegenüberliegen, so daß durch erneutes Schließen
der Werkzeugteile (9, 10) die Elemente (1', 1'', 17, 18) zu dem Bauteil
zusammengefügt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß beide
Werkzeugteile (9, 10) aus der ersten in die zweite Position gegenläufig zueinander
bewegbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Formhälften so
ausgebildet sind, daß die wenigstens zwei Elemente (1', 1''; 17, 18) jeweils
einstückig mit Verbindungselementen, beispielsweise in Form von Zapfen und
zugehörigen Öffnungen, in Form von Rastelementen (2) und zugehörigen
Rastflächen usw., hergestellt und beim Zusammenführen der Formteile durch die
Verbindungselemente miteinander verbunden werden.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch Mittel, um vor dem
Zusammenführen der beiden Elemente (1', 1''; 17, 18) wenigstens ein Funktionsteil
(20) in das Formwerkzeug (6) einzubringen, welches (Funktionsteil) nach dem
Fertigstellen des Bauteils an den miteinander verbundenen Elementen (17, 18)
gehalten ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9-11, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden ersten Formhälften (13, 14) nach dem erneuten Schließen des
Formwerkzeugs einen Formraum bilden, und daß Mittel vorgesehen sind, um in
den von diesen Elementen (1', 1''; 17, 18) und/oder dem Funktionsteil (20) nicht
eingenommenen Formraum oder in einen Teil dieses Formraumes einen weiteren
Kunststoff einzubringen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9-12, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine erste Formhälfte (13, 14) matrizenartig ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9-13, dadurch gekennzeichnet, daß die
wenigstens zwei ersten Formhälften (13, 14) unterschiedlich ausgebildet sind.
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