DE4240645C2 - Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten Strukturen mit einer Glasmatrix - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten Strukturen mit einer GlasmatrixInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von
faserverstärkten Strukturen mit einer Glasmatrix nach dem Ober
begriff des Patentanspruches 1.
Faserverstärkte Strukturen mit einer Glasmatrix haben gegenüber
Strukturen mit einer Kunstharzmatrix insbesondere den Vorteil der
größeren Temperaturbeständigkeit, aber auch der größeren Bestän
digkeit gegenüber äußeren Angriffen, wie Oxidation, Erosion, dem
Angriff durch Säuren und dergleichen.
Bei einem bekannten Verfahren der gattungsgemäßen Art werden zur
Herstellung der Glasmatrix die Fasern mit einem Sol eines Organo
silsesquioxans imprägniert, dem ein Anteil an kolloidalen Metall
oxiden, darunter SiO₂, zugesetzt ist. Die imprägnierten Strukturen
werden getrocknet, teilweise gehärtet, in die gewünschte Form ge
bracht und langsam drucklos bei Temperaturen über 1000° gesintert.
Der Gewichtsanteil des Metalloxides soll dabei weniger als 80%,
vorzugsweise weniger als 50% der in dem Harzsol enthaltenen Fest
körper betragen. Mit einem solchen Harzsol ist eine weitgehend
porenfreie Glasmatrix nicht in einem Arbeitsgang erreichbar. Die
Struktur muß daher nach dem Sintern erneut mit dem Harzsol ge
tränkt und es müssen dann die Arbeitsgänge einschließlich des
Sinterns - gegebenenfalls mehrfach - wiederholt werden. Die
Herstellung der Faserverbundkörper, bei denen eine weitgehend
porenfreie Glasmatrix gefordert wird, ist daher aufwendig. Das
gleiche gilt für die Herstellung des Harzsols (EP-0 125 005 B1).
Bekannt ist weiter die Herstellung von Gläsern, insbesondere rei
nen Quarzgläsern, mittels des Kolloid-Gel-Verfahrens. Bei diesem
Verfahren liegt der glasbildende Ausgangsstoff als feinstes Pulver
- SiO₂-Kolloid - vor, das mit Wasser gemischt ein Gel bildet. Die
aus diesem Gel "gegossenen" Strukturen werden getrocknet und an
schließend auf Sintertemperatur aufgeheizt. Dabei ist es auch be
kannt, dem Gel Metalloxide zuzugeben, um bestimmte Glaseigenschaf
ten zu erreichen (Z. Glastech. Ber. 60 (1987), Nr. 4, Seiten
125-132; Journal of Non-Crystalline Solids, 47 (1982), Seiten
435-449). Dabei ist es auch bekannt, dem Gel Metalloxide zuzugeben, um
bestimmte Glaseigenschaften zu erreichen (Journal of Non-
Crystalline Solids, 63 (1984), Seiten 183-191).
Es ist dabei auch bekannt, zur Herstellung von durch Whisker ver
stärkten Verbundkörpern mit Glasmatrix die Whisker mit Alkoxiden
zu benetzen. Durch Versprühen werden aus den benetzten Whiskern
kleine Tropfen erzeugt und diese getrocknet. Dabei werden kleinste
Kügelchen erhalten, aus denen die gewünschten Strukturen in Formen
unter Druck heißgepreßt oder bei extrem hohen Temperaturen von
1550° drucklos gesintert werden (EP-0 275 652 A1; Patents Ab
stracts of Japan C-576 March 14, 1989 Vol. 13/No. 107, JP-A 63-
282131 vom November 18, 1988.)
Bekannt ist weiter das Alkoxid-Gel-Verfahren, bei dem Mischungen
von Alkoxiden mit Wasser hydrolysiert werden und dabei ein nie
drigviskoses Gel bilden, aus dem durch Sinterung hochreine Gläser
und Keramiken, Oberflächenbeschichtungen und dünne Filme herstell
bar sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der gattungsgemäßen
Art so auszugestalten, daß in einem Arbeitsgang ein hoher
Füllungsgrad für die Glasmatrix erreichbar und das Verfahren mit
geringem Aufwand durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch die im kenn
zeichnenden Teil des Patentanspruches 1 herausgestellten Merkmale.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
Unteransprüche.
Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird ein SiO₂-Kolloid mit
der Spezifikation nach Patentanspruch 1 verwendet, das beispiels
weise von der Firma DEGUSSA AG, Frankfurt/Main, unter der Bezeich
nung "Degussa Aerosil OX50" vertrieben wird.
Zur Herstellung der Dispersion werden in Wasser, das auf etwa 85°C
erwärmt ist, Borsäure und wasserlösliche Metallnitrate gelöst, die
mit dem SiO₂-Kolloid bei der Erwärmung auf die Sintertemperatur
ein Borsilikatglas mit einem Erweichungspunkt von etwa 620°C bil
den. Bei einem solchen Glas handelt es sich um ein extrem kurzes
Glas mit steiler Viskositäts- und Temperaturgerade. Vorzugsweise
werden Borsäure und Metallnitrate zur Bildung eines Silikatglases
zugegeben, das die Zusammensetzung
| SiO₂ | |
| 80,5 Gew.-% | |
| B₂O₃ | 12,3 Gew.-% |
| Na₂O | 4,2 Gew.-% |
| Al₂O₃ | 2,7 Gew.-% |
| CaO | 0,3 Gew.-% |
hat.
In die Lösung wird das SiO₂-Kolioid im Verhältnis von etwa
1 Gewichtsteil SiO₂-Kolloid zu 1 Gewichtsteil Lösung dispergiert.
Mit dem so erzeugten SiO₂-Kolloid-Gel werden dann die Fasern im
prägniert, die in Form von Endlosfasersträngen (rovings), auch in
Form von Fasergeweben, aber auch als Kurzfasern (chopped fibres)
beispielsweise in Form von Faserfilzen (non-wovens) vorliegen
können.
Die mit dem SiO₂-Kolloid-Gel imprägnierten Fasern werden auf
hitzebeständige Formen aufgebracht, die den faserverstärkten
Strukturen ihre Form geben, und zunächst getrocknet.
Durch die Trocknung wird dem SiO₂-Kolloid-Gel das Wasser entzogen.
Die Trocknung erfolgt zweckmäßig unter Vakuum. Die Struktur auf
ihrer Form kann dabei in einen Vakuumsack eingebracht werden.
Dieser Vakuumsack sollte dabei so geformt sein, daß er sich unter
Vakuum faltenfrei an die Oberfläche der auf der Form aufliegenden
Struktur anlegt. Dabei wird dann gleichzeitig die Struktur
gepreßt. Beim Pressen wird die freie Oberfläche der Struktur ge
glättet und gleichzeitig überschüssiges SiO₂-Kolloid-Gel ausge
preßt.
Die Trocknung und Entgasung kann in einem Arbeitsgang erfolgen.
Beispielsweise kann die in dem Vakuumsack eingeschlossene Form mit
der daraufliegenden Struktur in einen Autoklaven eingebracht wer
den, der zunächst drucklos auf eine Temperatur von ca. 100-120°C
aufgeheizt wird. Anschließend erfolgt eine Pressung durch Er
höhung des Druckes in dem Autoklaven beispielsweise auf etwa 10
bar.
Für das Pressen können auch zusätzliche Außenformen verwendet wer
den, die jedoch nur bis zur Trocknungstemperatur beständig sein
müssen, also lassen sich beispielsweise Außenformen aus Faserver
bundwerkstoffen mit Polymermatrix verwenden. Solche Außenformen
sind beispielsweise angebracht, wenn es sich um rohrförmige Struk
turen handelt, bei denen die mit dem SiO₂-Kolloid-Gel imprägnier
ten Fasern auf einen Innenkern aufgebracht werden.
Durch die Pressung wird eine gute Oberfläche und ein hoher Faser
anteil erzielt.
Die getrockneten Strukturen werden dann mit der Form, auf der sie
aufliegen, in einem Ofen drucklos gesintert. Dazu werden sie
zweckmäßig in definierten Temperaturschritten auf ca. 1150 bis
1250°C aufgeheizt, vorzugsweise auf etwa 1230°C.
Beim Aufheizen wird der Ofen in einem ersten Schritt etwa drei
Stunden auf ca. 300°C gehalten. Hierbei wird etwaiges Restwasser
ausgetrieben. Es wird dann weiter aufgeheizt auf etwa 500°C, und
diese Temperatur für 3,5 Stunden gehalten. Bei dieser Temperatur
werden etwaige ätherische Bestandteile mit höherem Siedepunkt
ausgetrieben. Nach Abschluß dieser Haltezeit wird dann der Ofen
kontinuierlich bis auf die Endtemperatur aufgeheizt und etwa zwei
Stunden bei dieser Temperatur gehalten.
Bei der Erhitzung werden die zugegebenen Nitrate und die Borsäure
in die entsprechenden Metalloxide umgewandelt, die zusammen mit
dem SiO₂ des SiO₂-Kolloids das angestrebte Borsilikatglas bilden.
Nach dem Abkühlen kann die gesinterte Struktur von der Form ab
genommen werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich Strukturen mit
Wandstärken von 1 bis 2,5 mm, aber auch bis zu 5 mm herstellen.
Dabei ist eine weitgehend porenfreie Glasmatrix erreichbar.
Als Fasermaterial werden vorzugsweise handelsübliche SiC (Sili
ziumkarbid)-Fasern verwendet. Sie zeichnen sich durch eine hohe
Temperaturbeständigkeit in oxidierender Atmosphäre - bis ca.
800°C - aus. Die Fasern, die als Faserbänder, Fasergewebe, Faser
vliese, aber auch als Stapelfasern einsetzbar sind, werden nach in
der Polymertechnologie gebräuchlichen Verfahren, durch Handlami
nieren, Durchlaufimprägnierung, Wickeln und dergleichen impräg
niert. Von den Fasern wird vor der Imprägnierung die üblicherweise
aufgebrachte Kunststoffschlichte bei ca. 700°C abgebrannt.
1. Es wurde zur Herstellung von Faserverbundstrukturen mit einer
Matrix aus Borsilikatglas eine Kolloiddispersion wie folgt
hergestellt:
100 ml destilliertes Wasser wurden auf ca. 85°C erwärmt. In
dem erwärmten Wasser wurden aufgelöst:
| Borsäure|8 g | |
| Borax (Natriumtetraborat) | 13,5 g |
| Aluminiumnitrat | 25 g |
| Natriumnitrat | 2,55 g |
| Calziumnitrat | 1,5 g |
Nachdem sich diese Bestandteile gelöst hatten, wurden 101,2 g
SiO₂-Kolloid mit einer Oberfläche nach BET (DIN 66 131) von
50 ± 15 und einer mittleren Größe der Primärteilchen von 40 nm
(Aerosil OX50 der Firma Degussa AG) mit einem Rührgerät in
die Lösung eingemischt, die Mischung mit Ultraschallbehand
lung homogenisiert und anschließend mit einem Hochgeschwin
digkeitsrührer (Rotor-Stator-Rührer) dispergiert. Die Disper
sion wurde auf Raumtemperatur abgekühlt; sie erwies sich als
sehr beständig und für längere Zeit lagerbar.
2. Die auf diese Weise hergestellte Dispersion wurde zum Impräg
nieren von Faserbändern und Fasergeweben verwendet. Von den
Faserbündeln (Rovings) bzw. dem Fasergewebe aus Faserbündeln
(Rovings) wurden durch Erhitzung auf etwa 700°C die
Kunststoffschlichte entfernt.
2.1 Zur Herstellung einer rohrförmigen Struktur wurden Faser
bündel (Rovings) mit 500 und 1000 Einzelfasern von einer
Vorratsrolle abgewickelt und durch einen Röhrenofen gezogen,
in dem die Entschlichtung bei ca. 700°C durchgeführt wurde.
Die entschlichteten Fasern wurden in einer Imprägnierungs
einrichtung durch die darin eingefüllte Dispersion gezogen.
Die so imprägnierten Fasern wurden auf einen aus Formsand
hergestellten hochtemperaturbeständigen Kern gewickelt. Der
Kern mit den darauf aufgewickelten Fasern wurde in eine
Außenform eingebracht und darin gepreßt.
Der Kern mit den Fasern wurde dann in einem Ofen bei einer
Temperatur von ca. 110°C unter Vakuum getrocknet.
Nach dem Trocknen wurde der Kern mit der darauf aufgewickel
ten Struktur in einen Sinterofen eingebracht. Der Ofen wurde
mit seiner natürlichen Aufheizgeschwindigkeit bis auf 300°C
aufgeheizt. Diese Temperatur wurde für drei Stunden gehalten.
Anschließend wurde die Temperatur weiter auf 500°C gesteigert
und diese Temperatur dann für weitere 3,5 Stunden gehalten.
Anschließend wurde der Ofen kontinuierlich bis auf 1230°C
aufgeheizt und ca. zwei Stunden auf dieser Temperatur gehal
ten. Der Ofen wurde anschließend abgekühlt. Der Kern wurde
aus der Struktur entfernt. Die so gebildete Struktur hatte
eine weitgehend porenfreie Glasmatrix, von der die Fasern
vollständig umschlossen waren.
2.2 Zur Herstellung eines flächigen Laminates wurden die wie oben
behandelten und imprägnierten Fasern auf eine Trommel ge
wickelt. Die noch feuchten Fasern wurden quer zur Faserrich
tung durchgeschnitten und von der Trommel abgenommen. Die so
erhaltenen unidirektionalen Laminate wurden schichtweise mit
einer um 90° wechselnden Faserorientierung gestapelt und das
so gebildete Laminat feucht auf eine ebene Form aufgebracht.
Auf das Laminat wurde eine ebene Platte als Gegenform aufge
legt und die Form mit dem Laminat und der Gegenform in eine
Vakuumtasche eingebracht. Die Vakuumtasche wurde evakuiert
und auf 100°C erwärmt. Unter Vakuum wurde die Gegenform gegen
das Laminat angepreßt und dabei überschüssige Dispersion her
ausgedrückt und eine ebene Oberfläche des Laminats erzeugt.
Nach Abnehmen der Gegenform wurde die Form mit dem getrockne
ten Laminat in einen Sinterofen eingebracht und darin wie
oben beschrieben aufgeheizt.
2.3 Zur Herstellung einer räumlich gekrümmten Struktur wurden
entschlichtete Gewebestücke aus SiC-Fasern von Hand impräg
niert. Dazu wurde die Dispersion auf das Gewebe gegossen und
mittels eines Bügels gleichmäßig verteilt und zwischen die
Fasern gedrückt. Die so imprägnierten Gewebe wurden mehr
schichtig auf die Form aufgelegt, mit einer Gegenform abge
deckt und in einen Vakuumsack eingeführt. Der Vakuumsack
wurde in einen Autoklaven eingebracht, der zunächst drucklos
auf eine Temperatur von 120°C erwärmt wurde. Dabei wurde über
den Vakuumsack auf das Laminat zunächst Atmosphärendruck
aufgebracht. Der Druck in dem Autoklaven wurde anschließend
auf 10 bar erhöht. Die Form mit dem so getrockneten, entgas
ten und gepreßten Laminat wurde dann ohne die Gegenform in
einen Sinterofen eingebracht und in der oben beschriebenen
Weise aufgeheizt.
Auch bei den Ausführungsbeispielen 2.2 und 2.3 wurde eine weit
gehend porenfreie Glasmatrix erzielt, von der die Fasern voll
ständig umschlossen waren.
Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten Strukturen mit
einer Glasmatrix, bei dem die Fasern mit einer ein SiO₂-
Kolloid enthaltenden Lösung imprägniert werden, die impräg
nierten Fasern zu der gewünschten Struktur geformt werden,
die Struktur getrocknet wird und die getrocknete Struktur
drucklos bei einer Temperatur zwischen 1150°C und 1250°C
gesintert wird, dadurch gekennzeichnet, daß
wasserlösliche Verbindungen zur Bildung eines Borsili
katglases mit niedriger Erweichungstemperatur in Wasser ge
löst werden und in der Lösung ein SiO₂-Kolloid mit einer
mittleren Größe der Primärteilchen von 40 nm und niedriger
spezifischer Oberfläche im Verhältnis von etwa 1 Gewichtsteil
SiO₂-Kolloid zu 1 Gewichtsteil Lösung dispergiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungen in Form von wasserlöslichen Borverbindungen und
Metallnitraten verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Borverbindungen und Metallnitrate in anteiligen Mengen in
destilliertem Wasser mit einer Temperatur von etwa 85°C auf
gelöst und das SiO₂-Kolloid in diese Lösung eingemischt und
darin dispergiert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Bor
verbindungen und Metallnitrate zur Bildung eines Borsilikat
glases zugegeben werden, das die Zusammensetzung
SiO₂
80,5 Gew.-%
B₂O₃ 12,3 Gew.-%
Na₂O 4,2 Gew.-%
Al₂O₃ 2,7 Gew.-%
CaO 0,3 Gew.-%
hat.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die imprägnierten Fasern auf einen hitze
beständigen Formkörper zu der gewünschten Struktur geformt
werden, die Struktur auf dem Formkörper getrocknet wird und
die getrocknete Struktur auf dem Formkörper bei einer Tempe
ratur zwischen 1150° und 1250°C gesintert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Trocknung im Vakuum durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Formkörper mit der darauf aufgebrachten Faserstruktur in
einen Vakuumsack eingeführt und darin erwärmt und der
Vakuumsack dabei evakuiert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Vakuumsack in einen Autoklaven eingebracht wird, in dem er
unter normalem Druck auf 100° bis 120°C aufgeheizt und dabei
evakuiert wird, und daß in dem Autoklaven anschließend eine
Druckerhöhung auf etwa 8-10 bar erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
auf dem Formkörper aufgelegte feuchte Struktur mit einer
Gegenform in den Vakuumsack eingeführt wird.
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| DE4240645A DE4240645C2 (de) | 1991-12-03 | 1992-12-03 | Verfahren zur Herstellung von faserverstärkten Strukturen mit einer Glasmatrix |
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