DE4238892A1 - Continuous reactive power compensation in AC lighting supplies - has bridge network with power transistors switched by PWM controller having phase variable control. - Google Patents
Continuous reactive power compensation in AC lighting supplies - has bridge network with power transistors switched by PWM controller having phase variable control.Info
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Description
Zur ökonomischen Energieerzeugung und Verteilung
im elektrischen Wechselstromlichtnetz müssen Blindströme
kompensiert, und unstetige Wirkströme in
harmonische Wirkströme umgewandelt werden. Dies
kann mit dem Gerät nahe am Verbraucher geschehen.
Zur Kompensation von induktiven Blindströmen werden
Wechselstrom MP-Kondensatoren verwendet. Die Kompensation
von kapazitiven Blindströmen erfolgt mit
Kompensationsdrosseln. Unstetige Wirkströme werden
mit Blindleistungsmaschinen oder Parallelresonanzkreisen
harmonisiert.
Bei sich ändernden Blindlasten müssen die Kompensationsglieder
gleichermaßen verändert werden.
Drosseln müssen als Variometer ausgeführt werden.
(Groß und teuer) Kondensatoren werden stufenweise
an und abgeschaltet. (Kompensation oft zu groß
oder zu klein). Der apparative Aufwand lohnt erst
bei großen Blindlasten und wird daher gar nicht
oder an Knotenpunkten im Verteilernetz aufgebracht.
Unstetige Lasten wie z. B. Phasenanschnittsteuerungen,
Gleichrichterschaltungen mit Ladekondensator, gesättigte
Induktivitäten etc. deformieren den Netzsinus.
Sie erzeugen Oberwellen. Diese erhöhen Wirbelstromverluste.
Besonders gefährlich sind Einweggleichrichter,
weil sie im Wechselstrom einen Gleichanteil
hervorrufen. (Transformatoren werden vormagnetisiert
und durch den entstehenden Sättigungsstrom bis zur
Zerstörung überhitzt.) Die Eleminierung unstetiger
Ströme erfolgt nicht bzw. teilweise beim EVU selbst
mit Blindleistungsmaschinen oder Parallelresonanzkreisen
hoher Güte.
Gefordert ist also ein kleines, wartungsfreies elektronisches
Gerät mit dem eine stufenlose Blindleistungskompensation
und eine Sinusformung erfolgen kann.
Dieses Gerät soll eine Kondensatorbatterie in Blindleistungskompensatoren
ersetzen, und so eine stufenlose,
exakte Kompensation ermöglichen. Es soll die Anzahl
der Schaltstufen verringern.
Ferner soll es sowohl induktive als auch kapazitive
Blindlasten gleicher Größenordnung kompensieren können.
Der Eigenverbrauch an Wirkleistung soll dabei klein
gegenüber der zu kompensierenden Blindleistung sein.
Das Gerät soll lautlos arbeiten und in der Nähe des
Drehstromzählers (bei Wohneinheiten) montiert werden
können. Dort soll es eine Harmonisierung des Wirkstroms
und eine Eliminierung des Blindstroms erzielen.
Erfahrungsgemäß ist pro Wohneinheit eine Blindleistungskompensation
von max. 1 Kvar und ein Wirkstrom zur
Sinusformung von etwa 5 A pro Phase gefordert.
Diese Aufgaben werden, von dem in folgenden beschriebenen
Gerät, nach dem Oberbegriff der Patentanmeldung
erfüllt.
LΣ und CΣ sollen keine Wirkung bei 50 Hz Netzfrequenz
haben.
Daraus folgt:
Schaltfrequenz ca. 20 KHz,
LΣ ca. 15 mH mit Luftspalt,
CΣ ca. 1 uF 250 V AC.
Schaltfrequenz ca. 20 KHz,
LΣ ca. 15 mH mit Luftspalt,
CΣ ca. 1 uF 250 V AC.
Für 1 Kvar
| CL | |
| 100 uF 450 V DC Elko, | |
| UH | ca. 400 V DC |
| RV | ca. 150 Ohm |
| RS | ca. 2 Ohm |
Das Gerät besteht aus einer Hilfsgleichspannungsquelle
UH die den Ladekondensator CL über den Vorwiderstand
RV aufläd. Durch RV bricht die Spannung
bei Gleichstrombelastung zusammen. Die sich daran
anschließende Brückenschaltung ist mit Halbleiterschaltern
(Power MOS FET's) versehen, welche mit
Dioden überbrückt sind. Die Dioden fangen den
Sperrimpuls der Speicherdrossel LΣ auf, sind also
keine Netzgleichrichter. An CΣ wird die Schaltfrequenz
integriert. Die Halbleiterschalter werden
von dem PWM-Signal so gesteuert, daß CL ständig
zwischen PEN-Leiter und LΣ umgepolt wird.
Ist die Pulsbreite nicht moduliert, also Ausschaltzeit
gleich Einschaltzeit der Impulsfolge, entsteht
an CΣ kein Spannungsabfall (CΣ ist kurzgeschlossen).
Vorausgesetzt es ist keine Netzwechselspannung angeschlossen.
Wird nun der Oszillator netzsynchron
und phasenrichtig mit einem 50 Hz Sinus moduliert,
dann erscheint an CΣ auch eine 50 Hz Sinusschwingung.
Die Amplitude dieser, noch unbelasteten, Wechselspannung
hängt vom Modulationsgrad und der Hilfsspannung ab.
Die Amplitude der so erzeugten Wechselspannung soll
größer als die maximal zu erwartende Netzwechselspannung
sein. Wenn man nun die Netzphase anklemmt, bricht
die aus UH gebildete Wechselspannung bis auf die Netzspannung
zusammen. CL entläd sich etwas, weil er über
RV nicht genügend nachgeladen werden kann. RV wird so
dimensioniert, daß die Schaltverluste ausgeglichen
werden und im Leerlauf fast UH an CL abfällt. Ist der
Netzsinus deformiert, dann fließt über den Schutzwiderstand
RS ein Strom, dessen Vorzeichen davon abhängt
in welcher Richtung gerade die Deformation
gegenüber dem Steuersinus liegt. Dieser Strom ist im
zeitlichen Mittel gleich Null. Er wird (nach Umwandlung
in einen HF-Strom) an CL integriert, verändert
die Ladegleichspannung also nicht. Der Effektivwert
des Sinus an CΣ entspricht dem der Netzwechselspannung.
Der Strom durch RS, welcher die Sinusformung
bewirkt, enthält alle Oberwellen und Gleichanteile
der Netzspannung und sucht sie zu kompensieren. Ohne
RS würde dieser Strom entweder die Schalter oder den
Elko CL zerstören. RS begrenzt diesen Strom auf z. B.
5 A.
Damit ist die Sinusformung erklärt.
Soll das Gerät als Blindlast arbeiten, dann wird der
Steuersinus für den PWM etwas phasenverschoben.
Eilt die Leerlaufspannung an CΣ der Netzspannung vor,
dann wirkt das Gerät induktiv. Eilt sie nach, dann
wirkt es kapazitiv. Schon kleine Phasenverschiebungen
rufen große Blindströme hervor. Aufgrund der Schaltwiderstände,
sowie RS und CL, muß aber eine Spannungsdifferenz
zwischen Steuersinus und Netzsinus bestehen,
um einen Blindstrom zu erzeugen. Dadurch wird eine
Blindstromsteuerung in Abhängigkeit von der Phaseneinstellung
ermöglicht. Der Blindwiderstand kann also
stufenlos von induktiv nach kapazitiv und umgekehrt
an dem Gerät eingestellt werden.
Wie schon bei der Sinusformung erklärt, entsteht nach
der Integration des Blindstromes durch RS kein zusätzliche
Gleichspannung am CL. Im Vergleich zur Blindröhre
verbraucht das Gerät dabei, außer im RS und RV
theoretisch keine Wirkleistung. Praktisch liegt der
Wirkungsgrad (Wirkleistung zu Blindleistung) über 90%.
Meßtechnisch konnte ich erfreut feststellen, daß auch
bei der Betriebsart als Blindlast das Gerät den Wirkstrom
harmonisiert, also die sinusformende Wirkung
voll erhalten bleibt. Man könnte nun dem Gedanken verfallen,
daß das Gerät, als Induktivität geschaltet,
nicht in der Lage ist Oberwellen kurzzuschließen. Dies
ist deshalb möglich, weil die reaktive Wirkung des
Gerätes sich nur auf die Netzfrequenz bezieht.
Natürlich kann man durch verringern von RV nicht die
Netzspannung erhöhen wenn UH eben aus dieser gewonnen
wird. (UH muß potentialfrei sein!) Das Gerät ist
aufgrund der Ladung von CL bestrebt Netzspannungsschwankungen
auszugleichen.
Den einstellbaren Phasenschieber realisiert man am
einfachsten mit einem C-R; R-C-Glied, welches über
ein Poti verbunden wird. Man kann nun die Phasenlage
zwischen ±45 Grad am Schleifer einstellen. Zur Amplitudenkonstanthaltung
wird ein geeigneter Widerstand
vom Schleifer zum Eingang der Phasenschieber gelegt.
Da der Hochpaß (C-R-Glied) den Klirrfaktor vergrößert,
ordnet man vor und hinter dem einstellbaren Phasenschieber
Wienbrücken an. Diese werden über Emitterfolger
entkoppelt. Über die 1. Wienbrücke, die aus dem Netz-
Trafo für UH gespeist wird, kann eine Phasenkorrektur
erfolgen. Der einstellbare Phasenhub ist zu groß und
wird durch überbrücken des Potis, mit einem Widerstand,
auf den erforderlichen Wert begrenzt.
Der PWM läßt sich leicht mit einem a-stabilen
Multivibrator aus PNP-Transistoren aufbauen. Die
Pulsweite kann nun mit einem Differenzverstärker
aus NPN-Transistoren, über den Basisstrom der
PNP-Transistoren, eingestellt werden. Nach einer
Impulsformerstufe wird über einen R-C-Integrator
eine Gegenkopplung des PWM durchgeführt. PWM und
Integrator bilden einen digitalen Operationsverstärker.
Der analoge Ausgang liegt hinter dem Integrator,
der digitale Ausgang hinter dem PWM.
Die beiden Eingänge sind am Differenzverstärker.
Das Steuersignal und die Offsetgleichspannung
werden auf den non inv Eingang gegeben. Auf den
inv Eingang wird zur Offsetstabilisierung und Linealisierung
das analoge Ausgangssignal gegengekoppelt.
Der dig OP amp soll bei größter Netzspannung
voll ausgesteuert sein um UH klein zu halten.
Hinter dem PWM, am digitalen Ausgang wird das
Schaltsignal abgegriffen. Dieses Signal wird über
eine Treiberstufe dem pentafilar gewickelten Ringkernimpulsübertrager
zugeführt. Die Treibersstufe
und der Übertrager müssen in der Lage sein das
PWM-Signal unverzerrt zu übertragen. Die Ausgangsspannung
des Übertragers ist im zeitlichen Mittel
immer gleich Null. Mit Hilfe der klassischen Klemmung
(Klemmdiode) werden die Steuerimpulse auf die
Nullinie gezwungen. Gleichzeitig wird es mit einer
Z-Diode auf die für die Ansteuerung des Power-FET
(6,8 V für IRFP450) nötige Gatespannung begrenzt.
Die gegenphasige Steuerung der Schalter erfolgt,
über eine entsprechende Polung der Sekundärwicklungen,
am Übertrager. Bei dieser Form der Ansteuerung
tritt eine Überlappung der Einschaltphasen auf.
Dies führt zum kurzzeitigen Kurzschließen von UH.
Zur Vermeidung dieses Kurzschlusses wird eine
kleine Drossel (ca. 10 uH) zwischengeschaltet*). Diese
begrenzt den Schaltbehinderungsstrom und entläd sich
dann während der Schaltphase über die parallelliegende
Diode.
Der Offset wird so eingestellt, daß an C im Leerlauf
kein Gleichspannungsanteil meßbar ist.
Anschlußreihenfolge: Erst PWM stabil arbeiten
lassen und Phase auf Null stellen. Dann gleichzeitig
UH und Netzspannung über Vorwiderstand anschalten.
Wenn die Wechselspannung an CΣ etwa den
Wert der Netzwechselspannung erreicht hat, den Vorwiderstand
(ca. 100 Ohm) kurzschließen.
Claims (1)
- Auf das Gerät, nach dem Oberbegriff, gekennzeichnet durch eine Hilfsspannungsquelle gebildet durch einen Ladekondensator, eine Brückenschaltung mit gesteuerten Halbleiterschaltern und einer Hochfrequenzspeicherdrossel mit Integrationskondensator. Wobei die Brücke mit einem pulsweitenmodulierten, hochfrequenten Signal gesteuert wird. Die Modulation erfolgt mit einem phasenvariablen, an das Lichtnetz gebundenen Signal, im Sinne der Aufgabenstellung.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924238892 DE4238892C2 (de) | 1992-11-19 | 1992-11-19 | Elektronisches Gerät zur stufenlosen Blindleistungskompensation, Impedanzsimulation und Sinusformung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924238892 DE4238892C2 (de) | 1992-11-19 | 1992-11-19 | Elektronisches Gerät zur stufenlosen Blindleistungskompensation, Impedanzsimulation und Sinusformung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4238892A1 true DE4238892A1 (en) | 1993-04-01 |
| DE4238892C2 DE4238892C2 (de) | 1996-08-22 |
Family
ID=6473169
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924238892 Expired - Fee Related DE4238892C2 (de) | 1992-11-19 | 1992-11-19 | Elektronisches Gerät zur stufenlosen Blindleistungskompensation, Impedanzsimulation und Sinusformung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4238892C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1995005697A1 (en) * | 1993-08-13 | 1995-02-23 | Peter Nygren | Device for compensation of reactive power in electrical systems |
| EP0790689A3 (de) * | 1996-02-14 | 1999-01-07 | RWE Energie Aktiengesellschaft | Verfahren zur Verbesserung der Spannungsqualität in einem Drehstromnetz und Anlage für die Durchführung des Verfahrens |
| EP1675274A1 (de) * | 2004-12-22 | 2006-06-28 | Wilfried Beck | Verfahren zur Datenübertragung in einem Wechselspannungsnetz |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2807647A1 (de) * | 1978-02-22 | 1979-08-23 | Siemens Ag | Einrichtung zur kompensation der blindleistung in einem wechselspannungsnetz |
-
1992
- 1992-11-19 DE DE19924238892 patent/DE4238892C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2807647A1 (de) * | 1978-02-22 | 1979-08-23 | Siemens Ag | Einrichtung zur kompensation der blindleistung in einem wechselspannungsnetz |
Cited By (3)
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| EP0790689A3 (de) * | 1996-02-14 | 1999-01-07 | RWE Energie Aktiengesellschaft | Verfahren zur Verbesserung der Spannungsqualität in einem Drehstromnetz und Anlage für die Durchführung des Verfahrens |
| EP1675274A1 (de) * | 2004-12-22 | 2006-06-28 | Wilfried Beck | Verfahren zur Datenübertragung in einem Wechselspannungsnetz |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4238892C2 (de) | 1996-08-22 |
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