DE4231007C2 - Verfahren zum Herstellen von Lumineszenzdioden - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von LumineszenzdiodenInfo
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- H10H20/84—Coatings, e.g. passivation layers or antireflective coatings
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer
Vielzahl von Lumineszenzdioden-Chips aus einer mit einer zur Strah
lungserzeugung geeigneten Schichtenfolge versehenen Halblei
terscheibe.
Lumineszenzdioden sind Halbleiterdioden, die bei Stromfluß in
Durchlaßrichtung Strahlung emittieren. Infrarotstrahlung
emittierende Dioden (IRED) werden beispielsweise
aus GaAs oder GaAlAs hergestellt und emittieren im nahen In
frarot zwischen 800 nm und 950 nm. Auch bei den (sichtbares)
Licht emittierenden Dioden (LED) erfolgt die Strahlungserzeu
gung durch Rekombination von Ladungsträgerpaaren. Als Halb
leitersubstrat wird beispielsweise GaP, das für sichtbares
Licht transparent ist, verwendet. Die aktiven Zonen bestehen
je nach Wellenlänge z. B. aus GaAsP, GaP oder GaAlAs. Die für
die Strahlungserzeugung geeignete Schichtenfolge mit unter
schiedlicher Dotierung zum Erzeugen des strahlungsaktiven pn-
Übergangs wird auf das Halbleitersubstrat vorzugsweise epi
taktisch aufgebracht. Die Lumineszenzdioden werden dabei
zweckmäßig im Scheibenverband hergestellt und nach Fertig
stellung in Form von quaderförmigen Einzelchips aus dem
Scheibenverband (Wafer) vereinzelt.
Bei LED- bzw. IRED-Chips ist man bestrebt, möglichst viel
Strahlung aus dem Halbleiterkristall zu bekommen, d. h. den
Wirkungsgrad, der das Verhältnis von erhaltener Strahlung zu
eingeprägtem Strom darstellt, zu steigern.
Bei Chips mit für Strahlung der gewünschten Wellenlänge
transparentem Substrat, wie GaAs, GaP GaAlAs, tritt Licht
bzw. Infrarotstrahlung aus den Seitenflächen des Chips und
nicht nur nach oben in Richtung der Vorderseite des Chips
aus. Die Seitenflächen tragen aufgrund der geometrischen Flä
che stark zur Lichtauskopplung. Bei Annahme einer Würfel
form des Chips, bei transparentem Material und bei isotroper
Strahlungsverteilung ist das Verhältnis Seitenfläche zu Vor
derfläche wie 4 zu (1-A), wobei A die Fläche des absorbieren
den Vorderseitenkontakts darstellt. Im selben Verhältnis er
folgt auch der Chips dient und in der Betrachtung vernachlässigt
wird. Das seitlich austretende Licht kann durch das Gehäuse
design, z. B. mit Reflektoren, genutzt werden.
Der Austritt der Strahlung aus dem Chip wird durch Reflexion
am Übergang Halbleiter zu Luft bzw. Epoxy, sofern eine solche
Einhüllung vorgesehen ist, gemindert. Die Reflexion beträgt
rechnerisch 30% bzw. 15%, bei Brechungsindizes für GaAs von
3,5 und für Luft von 1,0 bzw. für Epoxy von 1,5.
Eine verbesserte Auskopplung der Strahlung aus den Seitenflä
chen von Lumineszenzdioden-Chips kann durch eine Reduzierung
der Absorption erreicht werden, die durch das Trennen der
Scheiben (Wafer) in Einzelchips entsteht. Beim Trennschleifen
wird dazu ein anschließendes Glattätzen, eine sogenannte Da
mage-Ätze vorgenommen. Bei einer anderen bekannte Methode
werden die Chips aus den Scheiben durch Ritzen und Brechen
vereinzelt. Dieser Vorgang ist von vornherein damagefrei.
Eine weitere Verbesserung der Auskopplung erzielt man bei Lu
mineszendioden mit Antireflexbeschichtungen auf der Chipsei
tenfläche, wie dies beispielsweise aus der US 4,766,470 und
der EP 0 321 087 A1 bekannt ist. Die Schichtdicke wird übli
cherweise so gewählt, daß sich eine λ/-Schicht ausbildet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzu
geben, das die Herstellung von Lumineszenzdioden ermöglicht,
deren Wirkungsgrad durch Verbesserung der seitlichen Auskopp
lung der in der Diode erzeugten Strahlung erhöht ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfin
dung sind Gegenstand zusätzlicher Ansprüche.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesonde
re darin, daß mindestens die Hälfte, vorzugsweise mindestens
zwei Drittel der Seitenflächen der Lumineszenzdiode zusätz
lich zu der zweckmäßig auch vergüteten Vorderseite mit einer
optischen Vergütung versehen sind, und zwar in dem interes
santen oberen Bereich des Chips, da Strahlung bei den meisten
Designs aufgrund der Lage des pn-Übergangs als aktive Schicht
dort entsteht, und das untere Drittel bzw. der untere Teilbe
reich der Chips bei der Montage mit absorbierendem Kleber be
deckt ist. Zudem sind mit dem Verfahren zum Herstellen der
Diode die Prozeßabläufe so gestaltet, daß ermöglicht wird,
auf die Seitenfläche einer Vielzahl von Chips gleichzeitig
Schichten aufzubringen, die die Auskopplung des Lichtes bzw.
der Strahlung an den Seitenflächen der Chips durch Minimie
rung der Reflexion steigern. Von besonderem Vorteil bei dem
Prozeßablauf ist ein freies Handling von angesägten Scheiben
bei einem PECVD (Plasma Enhanced Chemical Vapour Deposition)-
Prozeß. Hinzu kommt, daß bei einer Si3N4-Beschichtung mit
Lackabdeckung ein PECVD-Verfahren bei relativ niedriger Tem
peratur durchführbar ist.
In der Praxis zeigen beispielsweise GaAs-Chips mit einer Si
liziumnitrid-Vergütung der Seitenflächen bei einer Emissions
wellenlänge von λ = 950 nm eine Erhöhung der Strahlungslei
stung von 16% gegen Luft.
Anhand eines in den Figuren der Zeichnung dargestellten Aus
führungsbeispiels wird die Erfindung im folgenden näher er
läutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Lumineszenzdiode schematisch im Schnitt und
Fig. 2 eine schematische Darstellung der wesentlichen Verfah
rensschritte zum Herstellen der Lumineszenzdiode.
Die in Fig. 1 dargestellte Lumineszenzdiode besteht aus einem
quaderförmigen Chip 1 aus transparentem Halbleitermaterial,
vorzugsweise Verbindungshalbleitermaterial. Der Chip 1 weist
eine zur Strahlungserzeugung geeignete, vorzugsweise epitak
tisch auf das Halbleitersubstrat aufgebrachte Schichtenfolge
auf, die insbesondere zum Bilden des pn-Übergangs 2 als
strahlungserzeugenden Bereich des Chips 1 dient und entspre
chend dotiert ist. Der Chip 1 besitzt eine partiell mit einer
Kontaktierung 6 versehene Vorderseite 3, deren übriger Ober
flächenbereich als Strahlungs- bzw. Lichtaustrittsfläche
zweckmäßig mit einer optischen Vergütung 5 beschichtet ist,
die beispielsweise aus Siliziumnitrid besteht und als an
sich bekannte λ/4-Schicht ausgebildet ist. Die metallisierte,
zweckmäßig partiell mit einer Metallisierung 7 versehene
Rückseite 4 des Chips 1 dient als Kontakt- und Befestigungs
teil für ein geeignetes, nicht dargestelltes Gehäuse oder
Sockelelement. Die vier nahezu planen Seitenflächen 8 des
quaderförmigen Chips 1 sind von der Vorderseite 3 her minde
stens zur Hälfte, vorzugsweise mindestens zu zwei Dritteln
mit einer reflexionsmindernden Schicht 9 bedeckt. Die refle
xionsmindernde Schicht ist zweckmäßig eine λ/4-Schicht und
besteht vorzugsweise aus Siliziumnitrid. Es kann aber auch
vorteilhaft sein, als reflexionsmindernde Schicht 9 eine Me
talloxidschicht auf die Seitenflächen 8 aufzubringen. Das Me
talloxid wird dabei zweckmäßig in Verbindung mit einem geeig
neten Lösungsmittel auf die Seitenflächen 8 durch Aufsprühen
oder durch Tauchen aufgebracht. Geeignete Metalloxide sind z.
B. Al2O3 oder TiO2 mit einem Brechungsindex n = 1,5.
Der Prozeßablauf bei der Chipherstellung, der in Fig. 2 darge
stellt ist, wird so gestaltet, daß eine Abscheidung einer re
flexionsmindernden λ/4-Schicht 9 auf den Seitenflächen 8 des
Chips 1 möglich wird.
Die Vorderseite 3 der Scheibe bzw. der einen pn-Übergang 2
aufweisenden Chips 1 wird einschließlich der optischen Vergü
tung 5 und Kontaktierung 6 auf herkömmliche Weise herge
stellt. Auch die Fertigstellung der Rückseiten 4 der Chips 1
mit den Kontaktierungen 7 sowie die erforderlichen Temperpro
zesse werden im Scheibenverband auf an sich bekannte Weise
durchgeführt. Gemäß Fig. 2a wird dann die Vorderseite 3 mit
einer Lack- oder Polyimidschicht 10 beschichtet. Danach er
folgt gemäß Fig. 2b ein Ansägen der Scheibe bis zu einer Tiefe
von mindestens der Hälfte, vorzugsweise von mindestens zwei
Dritteln der Scheibendicke. Die Säge- bzw. Trennspuren 11
bilden dabei ein matrix- bzw. schachbrettartiges Raster,
das zwischen den auf der Scheibe erzeugten einzelnen Chips
1 verläuft. Anschließend werden die Flanken der Trennspuren
11 ei
nem Damage-Ätzprozeß unterzogen, so daß die nahezu planen
Seitenflächen 8 der Chips 1 gebildet werden. In einem weite
ren Schritt (Fig. 2c) erfolgt das Beschichten der Seitenflä
chen 8 mit einer reflexionsmindernden Schicht 9. Als refle
xionsmindernde Schicht 9 wird vorzugsweise eine Si3N4-Schicht
mit einem Brechungsindex von 2,0 zweckmäßig in einer Dicke
von λ/4 auf die Seitenflächen 8 aufgebracht. Zum Aufbringen
der Siliziumnitridschicht 9 wird mit besonderem Vorteil ein
PECVD-Verfahren mit einer niedrigen Temperatur, die weniger
als 200°C beträgt, angewendet, damit der Vorderseitenlack
nicht verbrannt wird und rückstandsfrei entfernt werden kann.
Bei der Verwendung von Polyimid können auch höhere Temperatu
ren gewählt werden. Der angewandte Druck sollte möglichst
hoch (z. B. 1 mbar) sein, um die mittlere frei Stoßlänge der
Gasmoleküle zu reduzieren und eine hohe Abscheiderate an den
Seitenflächen der Chips 1 zu erzielen.
Als Alternative zu dem Si3N4-Beschichten kann es zweckmäßig
sein, die Seitenflächen 8 durch Tauchen oder Aufsprühen von
Metalloxid in Lösungsmitteln wie z. B. Al2O3 oder TiO3 mit
Brechungsindex n = 1,5 zu beschichten.
In dem in Fig. 2d gezeigten folgenden Schritt wird die Lack-
bzw. Polyimidschicht 10 z. B. mit sogenannten Strippern ent
fernt. Damit wird auch die überflüssige Beschichtung 9 auf
der Lack- bzw. Polyimidschicht 10 beseitigt. Schließlich er
folgt das Vereinzeln (Fig. 2e) der Chips 1 aus dem Scheiben
verband. Zweckmäßig wird die Scheibe hierzu in Höhe der
Trennspuren 11 von der Rückseite 4 her angeritzt und die
Chips 1 dann durch Brechen vereinzelt.
Claims (6)
1. Verfahren zum Herstellen einer Vielzahl von Lumineszenzdi
oden-Chips aus einer mit einer zur Strahlungserzeugung geeigneten
Schichtenfolge versehenen Halbleiterscheibe, mit folgenden
Schritten:
die Vorderseite der Halbleiterscheibe wird mit einer Lack- oder Polyimidschicht (10) versehen,
die Halbleiterscheibe wird matrixförmig zwischen den einzel nen Chips (1) bis zu einer Tiefe von mindestens der Hälfte, vorzugsweise von mindestens zwei Dritteln, der Scheibendicke angesägt,
die Flanken der Sägespuren (11) werden glattgeätzt, so daß nahezu plane Seitenflächen (8) gebildet werden,
die Seitenflächen (8) werden mit einer reflexionsmindernden Schicht (9) bedeckt,
die Lack- oder Polyimidschicht (10) wird entfernt und die Halbleiterscheibe wird in Chips (1) vereinzelt.
die Vorderseite der Halbleiterscheibe wird mit einer Lack- oder Polyimidschicht (10) versehen,
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die Flanken der Sägespuren (11) werden glattgeätzt, so daß nahezu plane Seitenflächen (8) gebildet werden,
die Seitenflächen (8) werden mit einer reflexionsmindernden Schicht (9) bedeckt,
die Lack- oder Polyimidschicht (10) wird entfernt und die Halbleiterscheibe wird in Chips (1) vereinzelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net,
daß die Seitenflächen (8) in einem PECVD (Plasma Enhanced CVD)-Verfahren
mit der reflexionsmindernden Schicht (9) versehen
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net,
daß die Seitenflächen (8) durch Tauchen oder Aufsprühen mit
mit der reflexionsmindernden Schicht (9) versehen werden.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet,
daß die reflexionsmindernde Schicht (9) eine Siliziumnitrid
schicht ist.
5. Verfahren gemäß einem der Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet,
daß die reflexionsmindernde Schicht (9) eine Metalloxid
schicht ist.
6. Verfahren gemäß einem der Anspruch 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet,
daß die reflexionsmindernde Schicht (9) eine λ/4-Schicht ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4231007A DE4231007C2 (de) | 1992-09-16 | 1992-09-16 | Verfahren zum Herstellen von Lumineszenzdioden |
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Publications (2)
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|---|---|
| DE4231007A1 DE4231007A1 (de) | 1994-03-17 |
| DE4231007C2 true DE4231007C2 (de) | 1998-08-20 |
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ID=6468111
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| DE4231007A Expired - Fee Related DE4231007C2 (de) | 1992-09-16 | 1992-09-16 | Verfahren zum Herstellen von Lumineszenzdioden |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE4231007C2 (de) |
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