DE4202103C2 - Personenkraftwagen mit einer als Wickelsitz ausgeführten Rücksitzanordnung - Google Patents
Personenkraftwagen mit einer als Wickelsitz ausgeführten RücksitzanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen PKW gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Als Wickelsitze sind solche Sitzanordnungen bekannt, deren Lehne gelenkig am das
Sitzkissen tragenden Sitzgestell befestigt ist und nach Lösen einer Arretierung auf das
Sitzkissen geklappt werden kann und deren Sitzgestell anschließend um eine im Bereich
seiner Vorderkante liegende Achse aus seiner normalen Gebrauchsposition in eine
aufrechte Klappstellung verschwenkbar ist. Auf diese Weise kann ein hinter einer
Rücksitzanordnung gelegener Gepäckraum, der in der Regel durch eine Heckklappe
zugänglich ist, bei Bedarf vergrößert werden.
Der Fahrzeuginnenraum läßt sich grob unterteilen in einen Fahrgastraum und den
dahinter gelegenen Gepäckraum. In bestimmten Fällen ist es zweckmäßig, zwischen
Fahrgastraum und Gepäckraum eine Trennwand einzubauen, die verhindert, daß
beispielsweise Gepäckstücke bei starkem Bremsen in den Fahrgastraum geschleudert
werden, wenn der Gepäckraum über die Oberkante der Lehne hinaus beladen ist. Eine
solche Trennwand soll einerseits leicht zu montieren und demontieren sein, andererseits
soll sie aber auch innerhalb eines Fahrzeuges, dessen Verhältnis von Fahrgastraum zu
Gepäckraum variabel ist wie bei einem Wagen dessen Rücksitzanordnung als Wickelsitz
ausgebildet ist, problemlos versetzbar sein, so daß sie in einem Falle hinter der
Rücksitzlehne, in einem anderen Falle - bei vergrößertem Gepäckraum - hinter der
Vordersitzlehne angeordnet ist.
Bekannt sind verschiedene Ausführungen von Trennwänden zwischen Fahrgastraum
und Gepäckraum, auch solche, die wahlweise hinter der Rücksitzanordnung oder - bei
vergrößertem Gepäckraum - hinter den Vordersitzen montierbar sind. Sofern diese
Trennwände mit der Lehne der Rücksitzanordnung verbunden und daher sozusagen
benutzerfreundlich angeordnet sind, lassen sie sich nicht in Verbindung mit einem
Wickelsitz verwenden, sondern nur mit solchen Rücksitzanordnungen, deren Lehne zur
Vergrößerung des Gepäckraumes nur in die Ebene des Gepäckraumbodens, also um
etwa 100 Grad, umgeklappt wird, wo hingegen die Lehne bei einem Wickelsitz in zwei
Schritten um insgesamt ca. 180 Grad geklappt wird.
Aus der DE 37 05 059 A1 ist ein Fahrzeugsitz bekannt, dessen Lehne nach vorn auf den
Sitzteil klappbar ist, wonach ein an der Rückseite der Lehne schwenkbar befestigtes, aus
zwei gelenkig miteinander verbundenen Platten bestehendes Wandteil aufstellbar ist und
somit eine Abdeckung für den oberhalb der umgeklappten Lehne gewonnenen Stauraum
bildet. Es handelt sich dabei jedoch weder um einen Wickelsitz noch um eine
Trennwand, die wahlweise an unterschiedlichen Stellen im Fahrzeuginnenraum montiert
werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Trennwand für einen
Personenkraftwagen mit Wickelsitz zu entwickeln, die insbesondere im Hinblick auf ihre
Verwendung bei vergrößertem Gepäckraum problemlos zu handhaben ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt bei einem gattungsgemäßen Personenkraftwagen mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1. Zweckmäßige
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung nachfolgend näher
erläutert. Darin zeigen
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht auf den Innenraum
eines Personenkraftwagens mit einer Vordersitzanordnung und
einer Rücksitzanordnung, welch letztere als Wickelsitz ausgebildet
ist, der in dieser Figur seine Normalposition innehat und auf seiner
Rückseite mit einer Trennwand versehen ist;
Fig. 2 den gleichen Innenraum wie Fig. 1, wobei die Rücksitzlehne nach
vorn umgeklappt und die Trennwand um 180 Grad verschwenkt ist;
Fig. 3 den gleichen Innenraum wie zuvor, wobei nun die
Rücksitzanordnung insgesamt nach vorn umgeklappt und die
Trennwand in einer vorderen Stellung befestigt ist.
Gemäß Fig. 1 läßt sich der Fahrzeuginnenraum unterteilen in einen Fahrgastraum 1 mit
der Vordersitzanordnung 2 und der Rücksitzanordnung 3 und einen hinter der
Rücksitzanordnung 3 befindlichen Gepäckraum 4. Zwischen dem Fahrgastraum 1 und
dem Gepäckraum 4 befindet sich die Trennwand 5, die mit ihrer Unterkante gelenkig auf
der Rückseite der Lehne 6 befestigt und in einer Verankerung 7 am Dach 8 gehalten ist.
Die Trennwand 5 kann beispielsweise in Form eines netzbespannten Rahmens oder
eines Gitters ausgeführt sein. Sie verhindert, daß Ladegut aus dem Gepäckraum 4,
insbesondere bei einer bis über die Oberkante der Lehne 6 hinausreichenden Beladung,
bei einer Verzögerung des Fahrzeugs in den Fahrgastraum geschleudert wird.
Unter Inkaufnahme eines verkleinerten Fahrgastraumes 1 kann der Gepäckraum 4
beträchtlich vergrößert werden. Dazu kann die Rücksitzanordnung 3 in bekannter Weise
sozusagen aufgewickelt werden, indem die Lehne 6 und der Rücksitz 9 nacheinander
nach vorn geklappt werden, wie dies in den Fig. 2 und 3 veranschaulicht ist.
Ausgehend von der Stellung gemäß Fig. 1 wird die Trennwand 5 aus der Verankerung
7 gelöst und in Richtung des Pfeiles 10 verschwenkt; dann wird nach Aufhebung einer
Sperre die Lehne 6 in Richtung des Pfeiles 11 verschwenkt, bis sie auf dem Rücksitz 9
aufliegt. Damit ist die Stellung gemäß Fig. 2 erreicht. Nun wird die Rücksitzanordnung 3
in Richtung des Pfeiles 12 um eine im vorderen Bereich des Rücksitzes 9 gelegene
Achse 13 um etwa 90 Grad geklappt. Dabei gelangt die Oberkante der Trennwand 5 in
den Aufnahmebereich einer weiter vorn liegenden Verankerung 14, wo sie vorzugsweise
durch Einklipsen befestigt wird. Dazu ist die Verankerung 14 wie auch die Verankerung 7
zweckmäßigerweise nach Art einer Schnappbefestigung ausgebildet, wie sie in Fig. 3
im vergrößerten Maßstab in dem Kreis 15 dargestellt ist. Erforderlichenfalls kann die
Trennwand 5 in ihrer Stellung gemäß Fig. 3 durch zusätzliche Haltemittel,
beispielsweise durch einen Gurt 16, mit dem Fahrzeugboden 17 verbunden sein, damit
von hinten gegen die Trennwand 5 drückende Gepäckstücke die gelenkige Verbindung
18 zwischen Trennwand 5 und Lehne 6 nicht aufheben. Denn diese Verbindung 18 kann
ebenfalls als Schnappbefestigung ausgeführt sein, damit bei Bedarf die Trennwand 5
ohne Werkzeug ausgebaut werden kann.
Claims (3)
1. Personenkraftwagen mit einer als Wickelsitz ausgeführten Rücksitzanordnung, bei
der die Lehne auf das Sitzkissen umklappbar und das Sitzkissen mit der auf sie
geklappten Lehne nach vorn in eine vertikale Position umklappbar ist, und einer
zwischen dem Fahrgastraum und einem hinter der Lehne befindlichen Gepäckraum
einerseits in einer Verankerung an der Karosserie lösbar und andererseits an der
Lehne befestigten Trennwand, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterkante der
Trennwand (5) in einer solchen Höhe gelenkig an der Rückseite der Lehne (6)
befestigt ist, daß nach dem Lösen der Verankerung (7) bei nach vorn umgeklappter
Rücksitzanordnung eine Wiederbefestigung der Trennwand (5) in einer zusätzlichen
Verankerung (14) an der Karosserie möglich ist.
2. Personenkraftwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verankerung (7) und die weitere Verankerung (14) als Schnappbefestigungen (15)
ausgebildet sind.
3. Personenkraftwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei
umgeklappter Rücksitzanordnung (3) zusätzliche Haltemittel (16) zwischen der
Trennwand (5) und karosseriefesten Bereichen (17) wirksam sind.
Priority Applications (1)
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| DE4202103A DE4202103C2 (de) | 1991-02-07 | 1992-01-27 | Personenkraftwagen mit einer als Wickelsitz ausgeführten Rücksitzanordnung |
Publications (2)
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1992
- 1992-01-27 DE DE4202103A patent/DE4202103C2/de not_active Expired - Fee Related
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