DE4201650C2 - Vorrichtung zur thermischen Verbrennung von mit oxidierbaren Schadstoffen belasteten Abgasen - Google Patents
Vorrichtung zur thermischen Verbrennung von mit oxidierbaren Schadstoffen belasteten AbgasenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur thermischen Ver
brennung von mit oxidierbaren Schadstoffen belasteten Abgasen,
insbesondere von Abgasen aus Wärmebehandlungsöfen, mit einer
Heizvorrichtung zum Aufheizen des Abgases sowie mit einer
Brennkammer, in der die Verbrennung stattfindet, wobei die
Brennkammer als vom Abgas kontinuierlich durchströmbare Kammer
ausgebildet ist, die mit einer Wärme abstrahlenden Wand versehen
ist, durch die der Abgasstrom auf Reaktionstemperatur erwärmt
wird.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 34 21 611 A1 bekannt.
Die zu reinigenden Abgase werden vor dem Einströmen in die
Brennkammer in vorgeschalteten Wärmetauschern durch Vermischen
mit etwa auf 1000°C vorgewärmter atmosphärischer Luft auf etwa
700°C vorgeheizt.
Dieses vorgeheizte Gemisch wird anschließend einer Brennkammer
zugeführt, in der es unter mehrfachem Umlenken an Wärme abstrah
lenden Wänden vorbeigeführt wird, die das vorgeheizte Gasgemisch
auf Reaktionstemperatur erwärmen, wobei die Wärme von der bei
dem exothermen Oxidationsvorgang entstehenden Energie stammt.
Zum Anfahren der Anlage bzw. zur Überbrückung von Temperatur
schwankungen nach unten, die zum Erliegen des Abgasreinigungs
prozesses führen würden, ist in der Brennkammer zusätzlich ein
mit Gas oder Öl zu betreibender Brenner vorgesehen.
Die Vorrichtung ist insgesamt gesehen baulich äußerst aufwendig
und führt in der eigentlichen Brennkammer aufgrund des mehrfachen
Umlenkens des Gasstromes zu Druckverlusten und Druckrückstaus,
die über entsprechend aufwendige Drucksteuerungs- und Gasförder
einrichtungen geregelt werden müssen.
Diese Vorrichtung ist nicht in der Lage, mit konstruktiv
einfachen Mitteln einen effektiven Verbrennungsvorgang von
Abgasen, insbesondere von solchen Abgasen, die aus Wärme
behandlungsöfen stammen, durchzuführen.
Aus der E 50 352 B ist eine Anordnung in einer Vorrichtung zur
Verbrennung von Abgasen bekannt, bei der der Gasstrom durch
mehrere ineinandergeschobene Rohre mehrfach hin und her bzw.
umgelenkt wird, somit einen komplizierten Labyrinth-Aufbau
durchströmen muß, wodurch erhebliche Druck- und auch Energie
verluste auftreten. Zusätzlich müssen die Abgase eine zieh
harmonikaähnliche Netzstruktur aus Metalldraht oder Metallfäden
durchströmen, wodurch ebenfalls Druckverluste auftreten, die
dazu führen, daß, falls der Strömungsdruck von dem das Abgas
erzeugenden Bauteil nicht ausreichend ist, dieser durch zusätz
liche Pumpen oder dergleichen hoch gehalten werden muß. Es ist
ferner nicht auszuschließen, daß der Rückstaudruck, der beim
Durchströmen der mehrfach ineinandergesteckten Rohre (Labyrinth
weg) und der komplizierten Netzstruktur Auswirkungen auf die
Gasführung in dem das Abgas erzeugenden Bauteil ausübt, was
insbesondere bei Durchlauföfen unerwünscht ist. Ferner sind
im Gasströmungsweg zusätzliche, den Strömungsweg behindernde
keramische Packungskörper vorhanden, die thermische Zündpunkte
bilden, wobei das keramische Material selbst einen gewissen
katalytischen Effekt gewährleistet.
Thermische Zündpunkte beinhalten die Gefahr von thermischen
Überhitzungen mit entsprechenden Gasausdehnungen an den Über
hitzungsstellen, was insgesamt gesehen zu Druckrückstaubildungen
in dem gesamten Abgasstrom führen kann. Ferner können an den
Überhitzungsstellen erhebliche Probleme mit der Wärmeabfuhr
auftreten.
Oxidierbare gas-, dampf- oder partikelförmige Schadstoffe in
Abgasen lassen sich durch Verbrennen beseitigen. Unter Bedingun
gen, die eine weitgehend vollständige Oxidation der Verunreini
gungen zulassen, werden chemisch gebundener Kohlenstoff und
Wasserstoff in die lufthygienisch unbedenklichen Stoffe Kohlen
dioxid (CO2) und Wasser (H2O) überführt. In der Praxis wird die
Abgasverbrennung bevorzugt dort verwendet, wo im wesentlichen
aus Kohlenstoff und Wasserstoff aufgebaute Verunreinigungen
zu zerstören sind. Es können aber auch andere oxidierbare
Schadstoffe mit verbrannt werden.
Derartige, meist kohlenstoffhaltige Schadstoffe fallen bei
zahlreichen industriellen Prozessen in Abgasen an.
So können beispielsweise kohlenwasserstoffhaltige Lösungsmittel
reste bei Wärmebehandlungsprozessen in Durchlauföfen anfallen,
wobei diese Lösungsmittelreste den zuvor mit solchen Lösungs
mitteln gereinigten Werkstücken noch anhaften. Bei der Her
stellung von Pulvermetallteilen in Formen ist es üblich, dem
Pulver gewisse Mengen an Wachs beizumischen, die dafür sorgen,
daß sich das Pulver beim Pressen leichter verdichten läßt. Werden
diese grünen Pulvermetallteile in einem nachgeschalteten
Wärmebehandlungsvorgang, beispielsweise in einem Durchlaufofen,
einer Wärmebehandlung unterzogen, so dampft das Wachs aus und
wird von der Ofenatmosphäre auf genommen. Kohlenstoffhaltige
Gasatmosphären können bei der Wärmebehandlung von metallischen
Werkstücken bei Aufkohlungs- oder kombinierten Aufkohlungs/Auf
stickungsvorgängen (Carbonieren, Carbonitrieren) anfallen.
Aufgrund der strenger gewordenen Umweltvorschriften können solche
Abgase, oder auch nur Teile davon, nur noch nach Entfernen der
Schadstoffe in die Atmosphäre entlassen werden. Oxidierbare
Schadstoffe werden üblicherweise durch Verbrennen mit Luft
sauerstoff entfernt.
Die Konzentration der oxidierbaren Schadstoffe liegt meist
unterhalb der unteren Zündgrenze, so daß die Abgase auf eine
solche Temperatur erwärmt werden müssen, bei der der Oxidations
vorgang ablaufen kann. Diese Temperaturen liegen etwa im Bereich
von 600-1100°C. Zur Begünstigung des Oxidationsvorganges wird
dem zu behandelnden Abgas meist noch zusätzlich Luft beigemischt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß mit
konstruktiv einfachen Mitteln ein effektiver Verbrennungsvorgang
bewerkstelligt werden kann.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Kammer
ein integrierter Abschnitt der vom Abgas erzeugenden Bauteil
abführenden Abgasleitung ist, daß die als Heizvorrichtung
dienende Wand zugleich umfänglich die Wand der Kammer darstellt,
und daß die Wand als poröse, von einem brennbaren Heizgemisch,
radial gesehen, von außen nach innen durchströmbare Wand
ausgebildet ist, an deren dem zu reinigenden Gasstrom zugewandten
Innenseite das brennbare Heizgasgemisch abbrennt.
Durch das Vorsehen von Wärme abstrahlenden Wänden, die nach
folgend als "Strahlwände" bezeichnet werden, ist ein intensives
und gleichmäßiges Erwärmen der zu behandelnden Abgase durch
Wärmestrahlung möglich. Unter Strahlwänden werden flächige
Elemente verstanden, die Wärme im Infrarotbereich abstrahlen,
wobei das Abstrahlen dieser Wärme kontrolliert und gleichmäßig
verteilt von der strahlenden Fläche ausgeht. Dadurch können
beispielsweise lokale Überhitzungen, wie sie bei Flammenbrennern
auftreten, vermieden werden. Ferner ist die Übertragung von
Wärme auf ein Gas über Wärmestrahlung, insbesondere bei hohen
Temperaturen, effektiver durchzuführen als durch Konvektion,
da die Wärmeübergangszahl beim Wärmeübergang durch Strahlung
von der vierten Potenz der Temperatur abhängig ist, wohingegen
die Wärmeübergangszahl des Wärmeübergangs durch Konvektion linear
von der Temperatur abhängig ist. Dadurch, daß die Strahlwand
den Abgasstrom umrundet, ist der an der Wand vorbeiströmende
Abgasstrom allseits mit Wärmestrahlung beaufschlagbar, die,
wie bereits erwähnt, sehr gleichmäßig verteilt auf den Gasstrom
einwirkt, so daß bei einer bestimmten vorgegebenen Wandfläche
durch die einfach beherrschbaren variablen Parameter, nämlich
Temperatur der Wand und Geschwindigkeit des vorbeiströmenden
Gases die Wärmeübergänge konstruktiv und steuerungstechnisch
einfach regelbar sind. Zusätzliche Bauteile wie Strömungs- und
Verwirbelungsbleche zur Erhöhung des konvektiven Austausches
sind nicht notwendig. Dadurch, daß die Brennkammer als vom Abgas
kontinuierlich durchströmbare Kammer ausgebildet ist, kann die
erfindungsgemäße Vorrichtung flexibel in einen Abgasstrompfad
eingesetzt werden, ohne daß große Umlenkungen des Abgasstromes
in separate Verbrennungs- oder Nachverbrennungsanlagen notwendig
wären. Die flexible Anordnungsweise ermöglicht es, die Vorrich
tung in unmittelbarer Nähe des Ortes anzuordnen, an dem die
Abgase entstehen und vom Entstehungsort abgeleitet werden. Dies
hat den beträchtlichen Vorteil, daß die Abgase, beispielsweise
solche aus Wärmebehandlungsöfen, noch relativ warm sind, meist
zwischen 100 und 300°, so daß die absolute Temperaturdifferenz,
um die die Abgastemperatur angehoben werden muß, relativ gering
ist bzw. die Ausgangstemperaturen schon so hoch sind, daß in
einem Temperaturbereich gearbeitet werden kann, in dem die
Wärmeübertragung durch Wärmestrahlung besonders effizient
durchgeführt werden kann, da die Temperatur in der vierten Potenz
in die Wärmeübergangszahl einfließt. So ist es beispielsweise
möglich, bei einem Wärmebehandlungsofen die erfindungsgemäße
Vorrichtung unmittelbar in der Nähe der Austrittsstelle der
Abgase aus dem Wärmebehandlungsofenraum einzubauen.
In der Ausgestaltung der Erfindung
ist die Kammer ein integrierter Abschnitt der vom Abgas erzeugen
den Bauteil abführenden Abgasleitung.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, wie zuvor bereits angedeutet,
daß strömungstechnisch besonders günstig die Vorrichtung direkt
in den Abgasstrom integrierbar ist, ohne daß dieser umgeleitet
oder über längere Strecken abgeführt werden muß.
In der Ausgestaltung der Erfindung stellt die
Strahlwand zugleich die Wand der Kammer dar.
Diese Maßnahme hat den beträchtlichen Vorteil, daß ein Bauteil
eine Doppelfunktion einnimmt, nämlich zum einen als abstrahlendes
Element der Heizvorrichtung dient, quasi den "Brenner" darstellt,
und zum anderen zugleich die Wand der eigentlichen Brennkammer
darstellt. Dadurch sind erhebliche Einsparungen in den baulichen
Aufwendungen möglich.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Strahlwand
als Rohrabschnitt der Abgasleitung ausgebildet.
Diese Maßnahme hat nun den beachtlichen Vorteil, daß zusätzlich
zu den zuvor erwähnten Vorteilen noch strömungstechnische
Vorteile dahingehend auftreten, daß der eigentliche Abströmvor
gang des Abgases aus dem Bauteil, in dem die Abgase angefallen
sind, durch die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht durch bauliche
Maßnahmen beeinträchtigt wird. Dadurch fallen Größen, die den
Strömungspfad des Abgases beeinträchtigen weg, was steuerungs
technisch erhebliche Vorteile in sich trägt.
In der Ausgestaltung der
Erfindung ist die Strahlwand als poröse, von einem brennbaren
Heizgasgemisch, radial gesehen, von außen nach innen durchström
bare Wand ausgebildet, an deren dem zu reinigenden Gasstrom
zugewandten Innenseite das brennbare Heizgasgemisch abbrennt.
Der Einsatz solcher, an sich bekannter Strahlwände aus porösem
Material, hat nun den beträchtlichen Vorteil, daß das brennbare
Heizgasgemisch an der inneren, dem zu behandelnden Abgas
zugewandten Oberfläche in einer großen Anzahl kleiner, im
einzelnen kaum mehr wahrnehmbarer Flämmchen vollkommen verbrennt.
Dieser Verbrennungsvorgang bringt die Wand auf die geeignete
Temperatur, so daß die Wand selbst eine gleichmäßige intensive
Infrarotwärmestrahlung auf das zu behandelnde Abgas übertragen
kann. Diese Ausgestaltung ist auch im Hinblick auf die unvermeid
baren Wärmeverluste deshalb besonders günstig, da das von außen
nach innen strömende Heizgasgemisch, den von innen nach außen
gerichteten Wärmestrom der durch die Wärmeleitung im Wandmaterial
transportierte Wärme konvektiv aufnimmt und in die Brennkammer
zurückführt, wodurch ein Wärmeverlust in Richtung der Außenseite
der Strahlwand vollständig unterbunden werden kann.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die poröse
Wand als Ringwand ausgebildet, die von einer Gaszuführkammer
umrundet ist, der das brennbare Heizgasgemisch zugeführt wird.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß durch baulich einfache
Maßnahmen die den zu behandelnden Abgasstrom umrundende poröse
Strahlwand an ihrer Außenseite selbst wiederum von der Gaszuführ
kammer umrundet ist, so daß die Zuführung des die poröse Wand
durchströmenden Heizgasgemisches gleichmäßig verteilt und einfach
steuerbar möglich ist. Die Gaszuführkammer mit der, in radialer
Richtung gesehen, von außen nach innen gerichteten Gasführung,
stellt ein zusätzliches Isoliermittel der Strahlwand gegenüber
der Außenseite dar, so daß selbst hohe Temperaturen von über
1000° innerhalb der Brennkammer zu keinen Wärmeverlusten in
Richtung Außenseite führen.
Diese Maßnahme hat den beachtlichen Vorteil, daß das die
Abgasleitung durchströmende Abgas keinerlei mechanischen
Beeinflussungen durch Schultern oder dgl., die zur Wirbel und
Rückstaubildung führen können, was einen unerwünschten Druck
verlust bedeutet, ausgesetzt ist. Ferner hat dies in bau
technischer Hinsicht den Vorteil, daß ein Stück einer bestehenden
Abgasleitung einfach entfernt werden kann und durch eine
erfindungsgemäße Vorrichtung ersetzt werden kann, so daß auch
bereits bestehende Anlagen ohne solche Nachverbrennung einfach
nachgerüstet werden können.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die noch
nachstehend zu erläuternden Merkmale nicht nur in den angegebenen
Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen oder in
Alleinstellung einsetzbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einiger ausgewählter
Ausführungsbeispiele in Zusammenhang mit den beiliegenden
Zeichnungen näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 im Längsschnitt ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung, die in eine Abgaslei
tung eingebaut ist, und
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1.
Eine in Fig. 1 und 2 dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung 10
zur thermischen Verbrennung von mit oxidierbaren Schadstoffen
belasteten Abgasen weist ein Gehäuse 12 auf, das eine äußere
hohlzylindrische Wand 14 aufweist, die aus Metall besteht.
Wie insbesondere aus Fig. 2 zu entnehmen, ist die zylindrische
Wand 14 mit einer Zuführleitung 16 verbunden, die in einer
Öffnung 18 in der Wand 14 mündet. Die Zuführleitung 16 ist dabei
so angeordnet, daß sie etwa tangential zur zylindrischen Wand
14 führt.
Das Gehäuse 12 weist ferner eine innere zylindrische Wand 20
auf, die als Strahlwand aufgebaut ist, wie das nachfolgend noch
erläutert wird.
Die Strahlwand 20 umschließt umfänglich eine zylindrische
Brennkammer 21.
Das Gehäuse 12 wird in axialer Richtung durch eine obere bzw.
eine untere Ringwand 22 abgeschlossen, wobei die Ringwände 22,
24 mittige runde Öffnungen aufweisen, deren Durchmesser dem
lichten Innendurchmesser der Strahlwand 20 entspricht. Durch
den Zusammenbau aus äußerer zylindrischer Wand 14, innerer
zylindrischer Strahlwand 20 und oberer bzw. unterer Ringwand
22, 24 wird eine ringförmige Gaszuführkammer 26 gebildet, der
über die Zuführleitung 16 ein gasförmiges Medium zuführbar ist.
Die Vorrichtung 10 ist in Anströmrichtung, in der Darstellung
von Fig. 1 am unteren Ende, mit einem Rohrabschnitt 30 einer
Abgasleitung verbunden, wobei der lichte Innendurchmesser des
Rohrabschnittes 30 dem Innendurchmesser der zylindrischen
Strahlwand 20 entspricht. An dem dem Gehäuse 12 abgewandten
Ende ist der Rohrabschnitt 30 mit einem Trichter 32 versehen,
dessen durchmessergrößeres freies Ende im Abstand zu einem
Rohrende 34 zum Liegen kommt, das ebenfalls Teil einer Ab
gasleitung ist, über die ein mit oxidierbaren Schadstoffen
belastetes Abgas aus einem Prozeßofen, im vorliegenden Fall
einem Wärmebehandlungsofen für gesinterte Metallteile, abgeführt
wird.
An dem dem Rohrabschnitt 30 gegenüberliegenden Ende ist das
Gehäuse 12 mit einem Rohr 36 verbunden, dessen lichter Innen
durchmesser gleich dem lichten Innendurchmesser der zylindrischen
Strahlwand 20 bzw. dem lichten Innendurchmesser des Rohrab
schnitts 30 bzw. des Rohrendes 34 ist.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung 10 zur thermischen
Verbrennung arbeitet wie folgt:
Der Gaszuführkammer 26 wird über die Zuführleitung 16 ein
Heizgasgemisch 38 zugeführt, das beispielsweise aus einem Propan-
Luft-Gemisch besteht. Das zugeführte Heizgasgemisch 38 verteilt
sich gleichmäßig in der ringförmigen Gaszuführkammer 26 und
tritt von einer Außenseite 40 her in die poröse zylindrische
Wand 20 ein und durchströmt diese, in radialer Richtung gesehen
(siehe Fig. 2) von Richtung Außenseite 40 in Richtung deren
Innenseite 42. An der Innenseite 42 brennt das Heizgasgemisch
38 in einer riesigen Zahl kleiner, im einzelnen kaum mehr
wahrnehmbarer Flämmchen vollkommen ab. Die bei dieser Verbrennung
freiwerdende Wärme bringt die Wand auf eine solche Temperatur,
daß diese beispielsweise glüht und eine intensive Wärme- bzw.
Infrarotstrahlung in Richtung Innenraum der Brennkammer 21
abstrahlt, wie dies durch Wärmestrahlpfeile 44 angedeutet ist.
Die Zündung des Heizgasgemisches kann durch eine Zündvorrichtung
bewerkstelligt werden, die bei Inbetriebnahme der Vorrichtung
gezündet wird. Es ist auch möglich, wie im in Fig. 1 dargestell
ten Ausführungsbeispiel, in die poröse Wand die Verbrennung
katalytisch fördernde Substanzen einzubauen, die eine kataly
tische Verbrennung bzw. Zündung des Heizgasgemisches fördern.
Das zu reinigende Abgas 46, das das Rohrende 34 verläßt, wird
von dem Trichter 32 gesammelt und dem Rohrabschnitt 30 zugeführt.
Durch Vorsehen des Trichters 32 ist es möglich, dem zu reinigen
den Abgas 46 von der Außenseite her Luft 48 zuzumischen, so
daß ein Abgas-Luft-Gemisch 50 der Brennkammer 21 zugeführt wird.
Die Menge des zugeführten Abgases bzw. die Menge der zuzumischen
den Luft kann durch Drossel- oder Steuerklappen geregelt werden,
wie dies an sich allgemein bekannt ist, so daß auf eine nähere
Beschreibung solcher Steuerungsmöglichkeiten verzichtet werden
kann.
Das Abgas-Luft-Gemisch 50 wird während des Durchströmens der
Brennkammer 21 von der intensiven gebündelten Wärmestrahlung,
die von der Innenseite 42 der zylindrischen Wand abgestrahlt
wird, so weit erwärmt, daß eine vollständige Oxidation der
oxidierbaren Schadstoffe stattfinden kann. Im vorliegenden Fall
sollen Wachse, die den behandelnden Sintermetallteile angehaftet
waren und während des Wärmebehandlungsvorganges in die Ofen
atmosphäre ausgedampft sind, verbrannt werden. Die Menge der
zu verbrennenden Schadstoffe kann, wie dies ebenfalls an sich
bekannt ist, durch geeignete Sensoren erfaßt werden. Falls es
notwendig ist, kann eine ausreichende Menge an Luft zugemischt
werden kann, so daß jeweils eine vollständige Oxidation der
Schadstoffe während des Durchströmens der Brennkammer 21 erzielt
werden kann. Nach Verlassen der Vorrichtung 10 strömt das Abgas
als gereinigtes Abgas 54 ab. Die Zuführung des Heizgasgemisches
38 bzw. dessen Steuerung kann mit Sensoren gekoppelt werden,
die auf das Vorhandensein von oxidierbaren Schadstoffen an
sprechen, so daß, für den Fall, daß keine Schadstoffe vorhanden
sind, die Heizgaszufuhr entsprechend reduziert oder unterbrochen
werden kann, beim Erfassen von Schadstoffen jedoch sofort Heizgas
zugeführt wird.
Wie insbesondere aus Fig. 2 zu entnehmen, wird die Wärmestrahlung
44 in Richtung Mitte der Brennkammer 21 fokussiert, so daß die
in einem zylindrischen Gasstrom in der Mitte schneller strömenden
Teilgasmengen entsprechend intensiv mit der Wärmestrahlung
beaufschlagt werden, so daß sichergestellt ist, daß über den
gesamten Strömungsquerschnitt der Brennkammer 21 eine aus
reichende Aufheizung auf Reaktionstemperatur erreicht werden
kann.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur thermischen Verbrennung von mit oxidierbaren
Schadstoffen belasteten Abgasen (46), insbesondere von
Abgasen aus Wärmebehandlungsöfen, mit einer Heizvorrichtung
zum Aufheizen des Abgases sowie mit einer Brennkammer (21),
in der die Verbrennung stattfindet, wobei die Brennkammer
(21) als vom Abgas (46) kontinuierlich durchströmbare Kammer
ausgebildet ist, die mit einer Wärme abstrahlenden Wand
(20) versehen ist, durch die der Abgasstrom (52) auf
Reaktionstemperatur erwärmt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammer (21) ein integrierter Abschnitt der vom
Abgas erzeugenden Bauteil abführenden Abgasleitung (34,
30, 36) ist, daß die als Heizvorrichtung dienende Wand
(20) zugleich umfänglich die Wand der Kammer (21) darstellt,
und daß die Wand (20) als poröse, von einem brennbaren
Heizgasgemisch (38), radial gesehen, von außen nach innen
durchströmbare Wand (20) ausgebildet ist, an deren dem
zu reinigenden Gasstrom (52) zugewandten Innenseite (42)
das brennbare Heizgasgemisch (28) abbrennt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die poröse Wand (20) als Ringwand ausgebildet ist, die
von einer Gaszuführkammer (26) umrundet ist, der das
brennbare Heizgasgemisch (38) zugeführt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wand (20) als Rohrabschnitt der Abgasleitung (34,
30, 36) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der lichte Innendurchmesser der
ringförmigen Wand (20) dem lichten Innendurchmesser der
Abgasleitung (34, 30, 36) entspricht.
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| DE19924201650 DE4201650C2 (de) | 1992-01-22 | 1992-01-22 | Vorrichtung zur thermischen Verbrennung von mit oxidierbaren Schadstoffen belasteten Abgasen |
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| DE19924201650 DE4201650C2 (de) | 1992-01-22 | 1992-01-22 | Vorrichtung zur thermischen Verbrennung von mit oxidierbaren Schadstoffen belasteten Abgasen |
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1992
- 1992-01-22 DE DE19924201650 patent/DE4201650C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|---|---|---|
| CN104764610A (zh) * | 2015-03-30 | 2015-07-08 | 西北工业大学 | 一种试验气体污染对超音速燃烧室性能影响的试验系统 |
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