DE4142504C1 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen chemischen
Sauerstoffgenerator mit einer innerhalb eines Gehäuses
angeordneten Chemikalfüllung, einem Zünder zum
Ingangsetzen einer flächig durch die Chemikalfüllung
laufenden Reaktionsfront einer exothermen Sauerstoff
freisetzenden Reaktion, einem Sauerstoffauslaß sowie
mindestens einem innerhalb der Chemikalfüllung
angeordneten Reaktionssteuerelement, das entweder quer
zur Laufrichtung der Reaktionsfront angeordnet ist und
eine Teilfläche der Reaktionsfront abdeckt oder
parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront
angebracht sind.
Chemische Sauerstoffgeneratoren sind aufgebaut aus
einer Patrone, die eine Chemikalfüllung enthält und
meist an einem Ende eine Startvorrichtung in Form
eines Zünders und am gegenüberliegenden Ende einen
Sauerstoffauslaß aufweist. Nach Aktivierung der
Startvorrichtung setzt die Chemikalfüllung (z. B.
Natriumchlorat mit Zusätzen) in einer exothermen
Reaktion Sauerstoff frei, der die Patrone durch den
Sauerstoffauslaß verläßt. Die Reaktionsfront läuft von
der Startvorrichtung zum Sauerstoffauslaß durch. Die
pro Zeiteinheit gelieferte Sauerstoffmenge (der
Sauerstoffflow) und die Lieferdauer hängen von der
Geometrie der Chemikalfüllung und von deren Rezeptur
ab. Darüber hinausgehend können Flow und Lieferdauer
durch Reaktionssteuerelemente beeinflußt werden.
In der CH-PS 1 39 956 ist ein Sauerstoffgenerator
beschrieben, bei dem die Chemikalfüllung vom Zündende
ausgehend mit einem Schlitz versehen ist, der sich
parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront bis in
die Nähe des gegenüberliegenden Endes erstreckt. In
den Schlitz wird eine Isolierplatte als Trennelement
eingeschoben, die das Überspringen der Reaktion auf
die andere Seite verhindert. Wird die Chemikalfüllung
gezündet, so reagiert sie zunächst nur auf der einen
Seite der Isolierplatte. Die Reaktionsfront läuft zum
gegenüberliegenden Ende, greift hier auf die andere
Seite der Isolierplatte über und läuft an dieser
zurück bis zum Zündende. Auf diese Art wird eine etwa
doppelte Laufzeit bei halbiertem Flow des Generators
gegenüber einer Ausführung ohne Trennelement erhalten.
Nachteilig an diesem Generator ist, daß über die rein
geometrische Verdoppelung des Reaktionsweges hinaus
keine Beeinflussung von Flow und Lieferdauer möglich
ist.
In der CH-PS 1 83 336 ist ein chemischer
Sauerstoffgenerator beschrieben, der durch Trennwände
in Längsrichtung in Segmente unterteilt wird. Über das
Material der Trennwände und deren Funktion werden
keine Aussagen gemacht. Die Beschreibung läßt jedoch
vermuten, daß es sich um paraffinierten Asbestkarton
handelt.
In der CH-PS 1 80 448 ist ein Generator beschrieben,
der mit Teil-Trennwänden aus Asbest oder aus mit
Paraffin überzogenem Metall versehen ist. Diese Wände
sind quer zur Laufrichtung der Reaktionsfront
angeordnet. Sie dienen dazu, das durch den Generator
strömende Gas gleichmäßig zu verteilen. Der
Paraffinüberzug dient vermutlich nur als
Korrosionsschutz.
Aus den beiden letztgenannten Schriften ist kein
Hinweis zu entnehmen, wie mit eingebauten Wänden der
Flow und die Laufzeit eines Generators zu beeinflussen
wären.
In der GB 21 60 187 A ist ein Sauerstoffgenerator
beschrieben, der aus mehreren Einzelkerzen mit
zwischengesetzten Glühelementen zur Übertragung der
Reaktion von einer Einzelkerze auf die nächste besteht.
Das Gehäuse, in das die Einzelkerzen eingebaut sind,
kann gewunden oder abgewinkelt geformt sein, um
Einbauraum zu sparen. Es ist kein Hinweis enthalten,
wie die Laufzeit des Sauerstoffgenerators zu
beeinflussen wäre.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen chemischen
Sauerstoffgenerator der genannten Art dahingehend zu
verbessern, daß der Sauerstoffflow und die Lieferdauer
mittels eines Reaktionssteuerelementes über eine rein
geometrische Verlängerung des Reaktionsweges hinaus
beeinflußt werden können.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das
Reaktionssteuerelement aus mindestens einer auf einer
thermischen Isolatorschicht aufgebrachten, thermisch
gut leitfähigen Schicht aufgebaut ist.
Vorteil der Erfindung ist es, daß durch die Wahl
verschiedener Materialien und Materialdicken sowie
durch Anzahl und Anordnung der Reaktionssteuerelemente
der Sauerstoffflow und die Lieferdauer in weiten
Grenzen beeinflußt werden können. Der Sauerstoffflow
kann auch einem vorgebbaren Profil angepaßt werden.
Reaktionssteuerelemente dient dazu, der Reaktionsfront
Wärme zu entziehen und somit die Reaktion zu
verlangsamen. Das geschieht zum einen dadurch, daß das
Material selbst Wärme absorbiert und zum anderen
dadurch, daß es Wärme zum Generatorgehäuse und darüber
an die Umgebung ableitet. Die Materialart und die
Dicke des Bleches beeinflussen die abgeleitete
Wärmemenge. Die thermische Isolatorschicht behindert
die Wärmeleitung in den hinter einem
Reaktionssteuerelement liegenden Teil der
Chemikalfüllung und wirkt somit auch verlangsamend auf
die Reaktion ein. Durch die Verlangsamung der Reaktion
sinkt der Sauerstoffflow und die Lieferdauer steigt.
Wird das Reaktionssteuerelement sandwichartig aus zwei
thermisch gut leitfähigen Schichten mit einer
dazwischen angeordneten thermischen Isolatorschicht
aufgebaut, so tritt der Wärme absorbierende und
ableitende Effekt beidseitig auf und das
Reaktionssteuerelement hat eine noch stärkere
reaktionsverlangsamende Wirkung.
Als thermisch gut leitfähige Schicht können Bleche aus
Metallen wie z. B. Edelstahl, Messing und Kupfer
verwandt werden. Als thermische Isolatorschicht kommen
in Frage: Platten, Faserplatten, Vliese oder
aufgeschäumte Körper aus Glas, Keramik oder sonstigen
anorganischen Materialien.
Werden die ein- oder beidseitig auf die Isolierschicht
aufgebrachten Bleche mit zahlreichen Löchern versehen,
so kann der freigesetzte Sauerstoff in die
Isolatorschicht eindringen und als Folge davon lagert
sich bei der Reaktion entstehender Staub an der
Isolatorschicht ab. Das Reaktionssteuerelement wirkt
somit zusätzlich als Staubfilter.
Werden in den Innenraum eines Generatorgehäuses
Reaktionssteuerelemente quer zur Laufrichtung der
Reaktionsfront derart eingebaut, daß sie die Fläche
der Reaktionsfront zum Teil überdecken, so wird an
jedem Reaktionssteuerelement die
Reaktionsgeschwindigkeit verlangsamt.
Werden die von aufeinanderfolgenden
Reaktionssteuerelementen abgedeckten Flächen versetzt
angeordnet, so wird die Reaktionsfront jeweils in
ihrer Laufrichtung abgelenkt. Es entsteht ein
zickzackförmiger Weg der Reaktionsfront, der länger
ist als ein gerader Weg. Dadurch verlängert sich noch
einmal die Lieferdauer des Generators.
Reaktionssteuerelemente können auch parallel zur
Laufrichtung der Reaktionsfront über die gesamte
Reaktionsstrecke oder Teile davon angeordnet werden.
Die Reaktionssteuerelemente entziehen der
Reaktionsfront Wärme und verlangsamen damit die
Reaktion und erhöhen die Lieferdauer des Generators.
Wird ein Reaktionssteuerelement so eingebaut, daß es
sich von einer parallel zur Laufrichtung der
Reaktionsfront liegenden Gehäusewand bis zur
gegenüberliegenden erstreckt und von der zündseitigen
Gehäusewand bis in die Nähe der in Laufrichtung der
Reaktionsfront gegenüberliegenden Wand reicht, so
ergibt sich ein U-förmiger Weg der Reaktionsfront. Zu
dem nahezu verdoppelten Weg der Reaktionsfront kommt
ein verlangsamender Einfluß des
Reaktionssteuerelementes hinzu, so daß die Lieferdauer
des Generators gegenüber einem ohne Einbauten mehr als
verdoppelt werden kann.
Durch zwei Reaktionssteuerelemente kann die
Lieferdauer mehr als verdreifacht werden.
Durch den Einbau eines schneckenförmigen
Reaktionssteuerelementes in Form einer Förderschnecke,
das einen wendelförmigen Weg der Reaktionsfront
erzwingt oder in einer Form ähnlich einem
Schneckengehäuse, das einen spiralig gewundenen Weg der
Reaktionsfront erzwingt, kann die Lieferdauer noch
einmal erheblich verlängert werden.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen
und der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen chemischen Sauerstoffgenerator mit
quer zur Laufrichtung der Reaktionsfront
eingebauten Reaktionssteuerelementen,
Fig. 2 verschiedene Ausführungsformen von
Reaktionssteuerelementen,
Fig. 3 ein sandwichartig aufgebautes
Reaktionssteuerelement im Schnitt,
Fig. 4 einen Sauerstoffgenerator mit einem
parallel zur Laufrichtung der
Reaktionsfront eingebauten
Reaktionssteuerelement,
Fig. 5 einen Sauerstoffgenerator mit einem
schneckenförmigen Reaktionssteuerelement
und
Fig. 6 einen Sauerstoffgenerator mit einem
spiralig gewundenen
Reaktionssteuerelement.
In Fig. 1 ist ein chemischer Sauerstoffgenerator
schematisch im Schnitt dargestellt. In einem
zylindrischen Gehäuse (1) ist eine Chemikalfüllung (2)
angeordnet, die mittels eines Zünders (3) zur Reaktion
gebracht werden kann. Die Reaktion läuft vom
zündseitigen Ende (4) des Gehäuses (1) zum
gegenüberliegenden Ende (5) durch, an dem ein Auslaß
(6) für den freigesetzten Sauerstoff angebracht ist.
Quer zur Laufrichtung der Reaktion sind innerhalb der
Chemikalfüllung (2) mehrere Reaktionssteuerelemente
(70) angeordnet. Die Reaktionssteuerelemente (70)
haben die Form von Kreisabschnitten, wobei der
Kreisdurchmesser dem inneren Durchmesser des Gehäuses
(1) entspricht. Die Reaktionssteuerelemente dichten
somit an ihrem Umfang die Querschnittsfläche des
Gehäuses (1) ab und lassen nur in dem Bereich, in dem
sie von der Kreisform abweichen, einen Durchlaß (8)
für die Reaktion frei. Dieser Durchlaß (8) ist kleiner
als die halbe Querschnittsfläche des Gehäuses (1).
Aufeinanderfolgende Reaktionselemente (70) sind mit
ihren Durchlässen (8) um jeweils 180° versetzt, so daß
sich ein zickzackförmiger Weg (9) der Reaktionsfront
ergibt.
An jedem Reaktionssteuerelement (70) wird die
Reaktionsfront umgelenkt, wodurch der Weg der
Reaktionsfront gegenüber einem Generator ohne
Einbauten verlängert wird. Außerdem wird der
Reaktionsfront durch die Reaktionssteuerelemente
Energie entzogen, wodurch die Reaktionsgeschwindigkeit
sinkt. Beide Effekte bewirken ein Sinken des
Sauerstoffflows und ein Ansteigen der Lieferdauer.
Durch Anzahl, Abstand der Reaktionssteuerelemente (70)
untereinander, Fläche der Durchlässe (8) und die
Bauart der Reaktionssteuerelemente (70) kann der
Sauerstoffflow in weiten Grenzen variiert werden und
der zeitliche Verlauf einem Sollprofil angepaßt werden.
In Fig. 2 sind verschiedene Ausführungsformen von
Reaktionssteuerelementen (70, 71) dargestellt, wobei
die Formen a bis d für den Einbau quer und die Formen
e und f parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront
vorgesehen sind. Die gestrichelten Kreislinien geben
jeweils den Verlauf des Innendurchmessers des Gehäuses
(1) an. Der sich ergebende Durchlaß (8) ist jeweils
gekennzeichnet. Form a und b sind verschiedene
Kreisabschnitte. Weitere Formen mit gekrümmten
Schnittlinien und Scheiben mit Löchern nahe dem Rand
sind denkbar. Form c zeigt eine Kreisscheibe mit
einem zentralen Loch (10), Form d eine Kreisscheibe,
deren Durchmesser kleiner als der des Gehäuses (1) ist
und die durch drei Nasen (11) im Gehäuse (1) fixiert
wird. Werden die Reaktionssteuerelemente (70) nach
Form c und d abwechselnd angeordnet, so läuft die
Reaktionsfront abwechselnd zum Zentrum und zum Umfang
des Gehäuses (1).
Form e und f zeigen Reaktionssteuerelemente (71) im
Schnitt, die parallel zur Laufrichtung der
Reaktionsfront angeordnet sind. Die Querschnittsfläche
des Gehäuses (1) wird durch sie in mehrere Kammern
(12) unterteilt, in denen die Reaktionsfront
gleichzeitig läuft. Durch Energieentzug wird die
Reaktion verlangsamt. Das Ausmaß des Energieentzuges
wird durch die Anzahl und Größe der gebildeten Kammern
(12) und durch Art und Dicke des Metallbleches des
Reaktionssteuerelementes (71) beeinflußt.
Fig. 3 zeigt ein sandwichartig aufgebautes
Reaktionssteuerelement (70, 71, 72, 73, 74) im
Schnitt. Es besteht aus zwei thermisch gut leitenden
Schichten (13, 14) in Form von Blechen aus
nichtrostendem Stahl und einer dazwischen angeordneten
thermischen Isolatorschicht (15) in Form einer
Keramikfaserplatte. Nähert sich die Reaktionsfront
z. B. von links an das Reaktionssteuerelement (70, 71,
72, 73, 74) an, so entzieht das Blech (13) der
Reaktionsfront Wärme zur eigenen Aufheizung und weiter
dadurch, daß es die Wärme zum Gehäuse ableitet. Die
Isolatorschicht (15) verhindert ein Vorheizen der
rechts von dem Reaktionssteuerelement (70, 71, 72, 73,
74) liegenden hier nicht dargestellten Chemikalfüllung
(2). Ist die Reaktionsfront auf die rechte Seite des
Reaktionssteuerelementes (70, 71, 72, 73, 74)
vorgedrungen, so entzieht das Blech (14) der
Reaktionsfront wieder Wärme. Durch die Art des
Materials der Bleche (13, 14) und deren Dicke kann der
Wärmeentzug beeinflußt werden.
In Fig. 4 ist ein chemischer Sauerstoffgenerator
schematisch im Längsschnitt (a) und im Querschnitt (b)
dargestellt, in dem ein parallel zur Laufrichtung der
Reaktionsfront angeordnetes Reaktionssteuerelement
(72) angeordnet ist. Es erstreckt sich quer mittig
durch die Querschnittsfläche des Generatorgehäuses (1)
von einer Wandung (101) zur gegenüberliegenden (102)
und längs der Achse des Generators vom zündseitigen
Ende (4) bis in die Nähe des gegenüberliegenden Endes (5).
An diesem Ende (5) bleibt ein Durchlaß (8) für
die Reaktionsfront (9) frei.
Nach Zündung der Chemikalfüllung (2) mittels des
Zünders (3) läuft die Reaktionsfront (9) auf der einen
Seite des Reaktionssteuerelementes (72) auf das Ende
(5) des Generators zu, greift im Bereich des
Durchlasses (8) auf die andere Seite über und läuft
auf dieser zurück bis zum Sauerstoffauslaß (6). Durch
den U-förmigen Weg der Reaktionsfront (9) und die
Verlangsamung der Reaktion durch das
Reaktionssteuerelement (72) ergibt sich gegenüber
einem Generator ohne Einbauten eine wesentlich mehr
als verdoppelte Lieferdauer bei entsprechend
reduziertem Sauerstoffflow. Der Sauerstoffauslaß (6)
kann auch an dem dem Zünder (3) gegenüberliegenden
Ende (5) des Gehäuses (1) angeordnet sein.
Fig. 5 zeigt einen Generator im Schnitt, in dessen
Gehäuse (1) innerhalb der Chemikalfüllung (2) ein in
Form einer Förderschnecke (73) gewundenes
Reaktionssteuerelement angeordnet ist. Es erstreckt
sich radial von einer geschlossenen Welle (15) bis zur
Wandung des Gehäuses (1) und axial vom zündseitigen
Ende des Gehäuses (1) bis zu dessen gegenüberliegenden
Ende, an dem der Sauerstoffauslaß (6) angeordnet ist.
Nach Zündung durch den Zünder (3) läuft die
Reaktionsfront (9) wendelförmig zum Auslaß (6). Es
ergibt sich ein stark verlängerter Weg der
Reaktionsfront (9) mit entsprechend verlängerter
Lieferdauer. Durch eine variable Steigung des
Reaktionssteuerelementes (73) längs des Weges der
Reaktionsfront (9) kann der Verlauf des
Sauerstoffflows einem vorgebbaren Profil angepaßt
werden. Das Reaktionssteuerelement (73) muß nicht auf
der ganzen Länge des Gehäuses (1) angeordnet sein,
sondern es kann in einem oder mehreren Teilbereichen,
in denen eine Verlangsamung der Reaktion gewünscht
wird, angeordnet werden.
Fig. 6 zeigt als letztes Beispiel einen Generator in
Seitenansicht (b) und in Draufsicht (a) im Schnitt,
dessen Gehäuse(1) in Form einer flachen Dose
ausgebildet ist. Das Reaktionssteuerelement ist als
spiralig gewundenes Band (74) ausgebildet und
erstreckt sich vom Boden (16) bis zum Deckel (17) des
Gehäuses (1) Das eine Ende des Bandes ist mit der
Außenwandung des Gehäuses (1) verbunden und das andere
Ende liegt in der Nähe des Zentrums des Gehäuses (1).
Es erzeugt im Innenraum des Gehäuses (1) einen
spiralig gewundenen Kanal (18), der mit der
Chemikalfüllung (2) gefüllt ist. An diesem Kanal (18)
ist an dem innen gelegenen Ende ein Sauerstoffauslaß
(6) und an dem äußeren Ende ein Zünder (3) angebracht.
Die Anordnung von Zünder (3) und Sauerstoffauslaß (6)
kann auch vertauscht werden. Die Reaktionsfront (9)
läuft in dem spiralig gewundenen Kanal (18). Die
Lieferdauer wird erhöht durch den verlängerten Weg der
Reaktionsfront (9) und durch den Energieentzug, den
das Reaktionssteuerelement (74) bewirkt.
Claims (9)
1. Chemischer Sauerstoffgenerator mit einer innerhalb
eines Gehäuses angeordneten Chemikalfüllung, einem
Zünder zum Ingangsetzen einer flächig durch die
Chemikalfüllung laufenden Reaktionsfront einer
exothermen Sauerstoff freisetzenden Reaktion,
einem Sauerstoffauslaß sowie mindestens einem
innerhalb der Chemikalfüllung angeordneten
Reaktionssteuerelement, das entweder quer zur
Laufrichtung der Reaktionsfront angeordnet ist und
eine Teilfläche der Reaktionsfront abdeckt oder
parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront
angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Reaktionssteuerelement (70, 71, 72, 73, 74) aus
mindestens einer auf einer thermischen
Isolatorschicht (15) aufgebrachten, thermisch gut
leitfähigen Schicht (13, 14) aufgebaut ist.
2. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Reaktionssteuerelement (70, 71, 72, 73, 74)
sandwichartig aus zwei thermisch gut leitfähigen
Schichten (13, 14) mit der dazwischen angeordneten
thermischen Isolatorschicht (15) aufgebaut ist.
3. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die thermisch
gut leitfähige Schicht des
Reaktionssteuerelementes (70, 71, 72, 73, 74) als
Metallblech (13, 14) ausgebildet ist.
4. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die thermische
Isolatorschicht (15) des Reaktionssteuerelementes
(70, 71, 72, 73, 74) aus Glas, keramischem oder
mineralischem Material aufgebaut ist und in Form
eines Faservlieses, einer Faserplatte oder als
aufgeschäumter Körper verarbeitet ist.
5. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere
Reaktionssteuerelemente (70) senkrecht zur
Laufrichtung der Reaktionsfront (9) angeordnet
sind und die Reaktionssteuerelemente (70) etwa
50% bis 90% der Fläche der Reaktionsfront (9)
abdecken.
6. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß aufeinanderfolgende
Reaktionssteuerelemente (70) derart angeordnet
sind, daß die Laufrichtung der Reaktionsfront (9)
zickzackförmig umgeleitet wird.
7. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß sich ein
Reaktionssteuerelement (72) vom Zünder (4) aus
parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront (9)
bis in die Nähe der dem Zünder (4)
gegenüberliegenden Wandung (5) erstreckt, und das
Reaktionssteuerelement (72) sich von einer
seitlichen Wandung (101) bis zu der dieser Wandung
gegenüberliegenden Wandung (102) des Gehäuses (1)
erstreckt.
8. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Reaktionssteuerelement in Form einer
Förderschnecke (73) ausgebildet ist, die sich
radial von einer geschlossenen Welle (15) bis zur
Wandung des Gehäuses (1) und axial mindestens in
einem Teilbereich der Länge des Gehäuses (1)
erstreckt.
9. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Reaktionssteuerelement als spiralig gewundenes
Band (74) ausgeführt ist und sich in einem
dosenförmigen Gehäuse (1) von einem Boden (16) bis
zu einem Deckel (17) erstreckt, wobei das eine
Ende des Bandes (74) mit der Außenwandung des
Gehäuses (1) verbunden ist und das andere Ende des
Bandes (74) in der Nähe des Zentrums des Gehäuses
(1) liegt, wodurch ein spiralig gewundener Kanal
(18) gebildet ist, der an seinem einen Ende mit
einem Zünder (3) und an seinem anderen Ende mit
einem Sauerstoffauslaß (6) versehen ist.
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| EP92120004A EP0548567B1 (de) | 1991-12-21 | 1992-11-25 | Chemischer Sauerstoffgenerator mit mehrkomponentigen Reaktionssteuerelementen |
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| DE4142504C1 true DE4142504C1 (de) | 1993-03-18 |
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