DE4142504C1 - - Google Patents

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Udo 2401 Gross Groenau De Burchardt
Rainer 2406 Curau De Ernst
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B13/00Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
    • C01B13/02Preparation of oxygen
    • C01B13/0296Generators releasing in a self-sustaining way pure oxygen from a solid charge, without interaction of it with a fluid nor external heating, e.g. chlorate candles or canisters containing them

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Description

Die Erfindung betrifft einen chemischen Sauerstoffgenerator mit einer innerhalb eines Gehäuses angeordneten Chemikalfüllung, einem Zünder zum Ingangsetzen einer flächig durch die Chemikalfüllung laufenden Reaktionsfront einer exothermen Sauerstoff freisetzenden Reaktion, einem Sauerstoffauslaß sowie mindestens einem innerhalb der Chemikalfüllung angeordneten Reaktionssteuerelement, das entweder quer zur Laufrichtung der Reaktionsfront angeordnet ist und eine Teilfläche der Reaktionsfront abdeckt oder parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront angebracht sind.
Chemische Sauerstoffgeneratoren sind aufgebaut aus einer Patrone, die eine Chemikalfüllung enthält und meist an einem Ende eine Startvorrichtung in Form eines Zünders und am gegenüberliegenden Ende einen Sauerstoffauslaß aufweist. Nach Aktivierung der Startvorrichtung setzt die Chemikalfüllung (z. B. Natriumchlorat mit Zusätzen) in einer exothermen Reaktion Sauerstoff frei, der die Patrone durch den Sauerstoffauslaß verläßt. Die Reaktionsfront läuft von der Startvorrichtung zum Sauerstoffauslaß durch. Die pro Zeiteinheit gelieferte Sauerstoffmenge (der Sauerstoffflow) und die Lieferdauer hängen von der Geometrie der Chemikalfüllung und von deren Rezeptur ab. Darüber hinausgehend können Flow und Lieferdauer durch Reaktionssteuerelemente beeinflußt werden.
In der CH-PS 1 39 956 ist ein Sauerstoffgenerator beschrieben, bei dem die Chemikalfüllung vom Zündende ausgehend mit einem Schlitz versehen ist, der sich parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront bis in die Nähe des gegenüberliegenden Endes erstreckt. In den Schlitz wird eine Isolierplatte als Trennelement eingeschoben, die das Überspringen der Reaktion auf die andere Seite verhindert. Wird die Chemikalfüllung gezündet, so reagiert sie zunächst nur auf der einen Seite der Isolierplatte. Die Reaktionsfront läuft zum gegenüberliegenden Ende, greift hier auf die andere Seite der Isolierplatte über und läuft an dieser zurück bis zum Zündende. Auf diese Art wird eine etwa doppelte Laufzeit bei halbiertem Flow des Generators gegenüber einer Ausführung ohne Trennelement erhalten.
Nachteilig an diesem Generator ist, daß über die rein geometrische Verdoppelung des Reaktionsweges hinaus keine Beeinflussung von Flow und Lieferdauer möglich ist.
In der CH-PS 1 83 336 ist ein chemischer Sauerstoffgenerator beschrieben, der durch Trennwände in Längsrichtung in Segmente unterteilt wird. Über das Material der Trennwände und deren Funktion werden keine Aussagen gemacht. Die Beschreibung läßt jedoch vermuten, daß es sich um paraffinierten Asbestkarton handelt.
In der CH-PS 1 80 448 ist ein Generator beschrieben, der mit Teil-Trennwänden aus Asbest oder aus mit Paraffin überzogenem Metall versehen ist. Diese Wände sind quer zur Laufrichtung der Reaktionsfront angeordnet. Sie dienen dazu, das durch den Generator strömende Gas gleichmäßig zu verteilen. Der Paraffinüberzug dient vermutlich nur als Korrosionsschutz.
Aus den beiden letztgenannten Schriften ist kein Hinweis zu entnehmen, wie mit eingebauten Wänden der Flow und die Laufzeit eines Generators zu beeinflussen wären.
In der GB 21 60 187 A ist ein Sauerstoffgenerator beschrieben, der aus mehreren Einzelkerzen mit zwischengesetzten Glühelementen zur Übertragung der Reaktion von einer Einzelkerze auf die nächste besteht. Das Gehäuse, in das die Einzelkerzen eingebaut sind, kann gewunden oder abgewinkelt geformt sein, um Einbauraum zu sparen. Es ist kein Hinweis enthalten, wie die Laufzeit des Sauerstoffgenerators zu beeinflussen wäre.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen chemischen Sauerstoffgenerator der genannten Art dahingehend zu verbessern, daß der Sauerstoffflow und die Lieferdauer mittels eines Reaktionssteuerelementes über eine rein geometrische Verlängerung des Reaktionsweges hinaus beeinflußt werden können.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Reaktionssteuerelement aus mindestens einer auf einer thermischen Isolatorschicht aufgebrachten, thermisch gut leitfähigen Schicht aufgebaut ist.
Vorteil der Erfindung ist es, daß durch die Wahl verschiedener Materialien und Materialdicken sowie durch Anzahl und Anordnung der Reaktionssteuerelemente der Sauerstoffflow und die Lieferdauer in weiten Grenzen beeinflußt werden können. Der Sauerstoffflow kann auch einem vorgebbaren Profil angepaßt werden.
Reaktionssteuerelemente dient dazu, der Reaktionsfront Wärme zu entziehen und somit die Reaktion zu verlangsamen. Das geschieht zum einen dadurch, daß das Material selbst Wärme absorbiert und zum anderen dadurch, daß es Wärme zum Generatorgehäuse und darüber an die Umgebung ableitet. Die Materialart und die Dicke des Bleches beeinflussen die abgeleitete Wärmemenge. Die thermische Isolatorschicht behindert die Wärmeleitung in den hinter einem Reaktionssteuerelement liegenden Teil der Chemikalfüllung und wirkt somit auch verlangsamend auf die Reaktion ein. Durch die Verlangsamung der Reaktion sinkt der Sauerstoffflow und die Lieferdauer steigt.
Wird das Reaktionssteuerelement sandwichartig aus zwei thermisch gut leitfähigen Schichten mit einer dazwischen angeordneten thermischen Isolatorschicht aufgebaut, so tritt der Wärme absorbierende und ableitende Effekt beidseitig auf und das Reaktionssteuerelement hat eine noch stärkere reaktionsverlangsamende Wirkung.
Als thermisch gut leitfähige Schicht können Bleche aus Metallen wie z. B. Edelstahl, Messing und Kupfer verwandt werden. Als thermische Isolatorschicht kommen in Frage: Platten, Faserplatten, Vliese oder aufgeschäumte Körper aus Glas, Keramik oder sonstigen anorganischen Materialien.
Werden die ein- oder beidseitig auf die Isolierschicht aufgebrachten Bleche mit zahlreichen Löchern versehen, so kann der freigesetzte Sauerstoff in die Isolatorschicht eindringen und als Folge davon lagert sich bei der Reaktion entstehender Staub an der Isolatorschicht ab. Das Reaktionssteuerelement wirkt somit zusätzlich als Staubfilter.
Werden in den Innenraum eines Generatorgehäuses Reaktionssteuerelemente quer zur Laufrichtung der Reaktionsfront derart eingebaut, daß sie die Fläche der Reaktionsfront zum Teil überdecken, so wird an jedem Reaktionssteuerelement die Reaktionsgeschwindigkeit verlangsamt.
Werden die von aufeinanderfolgenden Reaktionssteuerelementen abgedeckten Flächen versetzt angeordnet, so wird die Reaktionsfront jeweils in ihrer Laufrichtung abgelenkt. Es entsteht ein zickzackförmiger Weg der Reaktionsfront, der länger ist als ein gerader Weg. Dadurch verlängert sich noch einmal die Lieferdauer des Generators.
Reaktionssteuerelemente können auch parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront über die gesamte Reaktionsstrecke oder Teile davon angeordnet werden. Die Reaktionssteuerelemente entziehen der Reaktionsfront Wärme und verlangsamen damit die Reaktion und erhöhen die Lieferdauer des Generators.
Wird ein Reaktionssteuerelement so eingebaut, daß es sich von einer parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront liegenden Gehäusewand bis zur gegenüberliegenden erstreckt und von der zündseitigen Gehäusewand bis in die Nähe der in Laufrichtung der Reaktionsfront gegenüberliegenden Wand reicht, so ergibt sich ein U-förmiger Weg der Reaktionsfront. Zu dem nahezu verdoppelten Weg der Reaktionsfront kommt ein verlangsamender Einfluß des Reaktionssteuerelementes hinzu, so daß die Lieferdauer des Generators gegenüber einem ohne Einbauten mehr als verdoppelt werden kann.
Durch zwei Reaktionssteuerelemente kann die Lieferdauer mehr als verdreifacht werden.
Durch den Einbau eines schneckenförmigen Reaktionssteuerelementes in Form einer Förderschnecke, das einen wendelförmigen Weg der Reaktionsfront erzwingt oder in einer Form ähnlich einem Schneckengehäuse, das einen spiralig gewundenen Weg der Reaktionsfront erzwingt, kann die Lieferdauer noch einmal erheblich verlängert werden.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen und der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen chemischen Sauerstoffgenerator mit quer zur Laufrichtung der Reaktionsfront eingebauten Reaktionssteuerelementen,
Fig. 2 verschiedene Ausführungsformen von Reaktionssteuerelementen,
Fig. 3 ein sandwichartig aufgebautes Reaktionssteuerelement im Schnitt,
Fig. 4 einen Sauerstoffgenerator mit einem parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront eingebauten Reaktionssteuerelement,
Fig. 5 einen Sauerstoffgenerator mit einem schneckenförmigen Reaktionssteuerelement und
Fig. 6 einen Sauerstoffgenerator mit einem spiralig gewundenen Reaktionssteuerelement.
In Fig. 1 ist ein chemischer Sauerstoffgenerator schematisch im Schnitt dargestellt. In einem zylindrischen Gehäuse (1) ist eine Chemikalfüllung (2) angeordnet, die mittels eines Zünders (3) zur Reaktion gebracht werden kann. Die Reaktion läuft vom zündseitigen Ende (4) des Gehäuses (1) zum gegenüberliegenden Ende (5) durch, an dem ein Auslaß (6) für den freigesetzten Sauerstoff angebracht ist. Quer zur Laufrichtung der Reaktion sind innerhalb der Chemikalfüllung (2) mehrere Reaktionssteuerelemente (70) angeordnet. Die Reaktionssteuerelemente (70) haben die Form von Kreisabschnitten, wobei der Kreisdurchmesser dem inneren Durchmesser des Gehäuses (1) entspricht. Die Reaktionssteuerelemente dichten somit an ihrem Umfang die Querschnittsfläche des Gehäuses (1) ab und lassen nur in dem Bereich, in dem sie von der Kreisform abweichen, einen Durchlaß (8) für die Reaktion frei. Dieser Durchlaß (8) ist kleiner als die halbe Querschnittsfläche des Gehäuses (1). Aufeinanderfolgende Reaktionselemente (70) sind mit ihren Durchlässen (8) um jeweils 180° versetzt, so daß sich ein zickzackförmiger Weg (9) der Reaktionsfront ergibt.
An jedem Reaktionssteuerelement (70) wird die Reaktionsfront umgelenkt, wodurch der Weg der Reaktionsfront gegenüber einem Generator ohne Einbauten verlängert wird. Außerdem wird der Reaktionsfront durch die Reaktionssteuerelemente Energie entzogen, wodurch die Reaktionsgeschwindigkeit sinkt. Beide Effekte bewirken ein Sinken des Sauerstoffflows und ein Ansteigen der Lieferdauer. Durch Anzahl, Abstand der Reaktionssteuerelemente (70) untereinander, Fläche der Durchlässe (8) und die Bauart der Reaktionssteuerelemente (70) kann der Sauerstoffflow in weiten Grenzen variiert werden und der zeitliche Verlauf einem Sollprofil angepaßt werden.
In Fig. 2 sind verschiedene Ausführungsformen von Reaktionssteuerelementen (70, 71) dargestellt, wobei die Formen a bis d für den Einbau quer und die Formen e und f parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront vorgesehen sind. Die gestrichelten Kreislinien geben jeweils den Verlauf des Innendurchmessers des Gehäuses (1) an. Der sich ergebende Durchlaß (8) ist jeweils gekennzeichnet. Form a und b sind verschiedene Kreisabschnitte. Weitere Formen mit gekrümmten Schnittlinien und Scheiben mit Löchern nahe dem Rand sind denkbar. Form c zeigt eine Kreisscheibe mit einem zentralen Loch (10), Form d eine Kreisscheibe, deren Durchmesser kleiner als der des Gehäuses (1) ist und die durch drei Nasen (11) im Gehäuse (1) fixiert wird. Werden die Reaktionssteuerelemente (70) nach Form c und d abwechselnd angeordnet, so läuft die Reaktionsfront abwechselnd zum Zentrum und zum Umfang des Gehäuses (1).
Form e und f zeigen Reaktionssteuerelemente (71) im Schnitt, die parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront angeordnet sind. Die Querschnittsfläche des Gehäuses (1) wird durch sie in mehrere Kammern (12) unterteilt, in denen die Reaktionsfront gleichzeitig läuft. Durch Energieentzug wird die Reaktion verlangsamt. Das Ausmaß des Energieentzuges wird durch die Anzahl und Größe der gebildeten Kammern (12) und durch Art und Dicke des Metallbleches des Reaktionssteuerelementes (71) beeinflußt.
Fig. 3 zeigt ein sandwichartig aufgebautes Reaktionssteuerelement (70, 71, 72, 73, 74) im Schnitt. Es besteht aus zwei thermisch gut leitenden Schichten (13, 14) in Form von Blechen aus nichtrostendem Stahl und einer dazwischen angeordneten thermischen Isolatorschicht (15) in Form einer Keramikfaserplatte. Nähert sich die Reaktionsfront z. B. von links an das Reaktionssteuerelement (70, 71, 72, 73, 74) an, so entzieht das Blech (13) der Reaktionsfront Wärme zur eigenen Aufheizung und weiter dadurch, daß es die Wärme zum Gehäuse ableitet. Die Isolatorschicht (15) verhindert ein Vorheizen der rechts von dem Reaktionssteuerelement (70, 71, 72, 73, 74) liegenden hier nicht dargestellten Chemikalfüllung (2). Ist die Reaktionsfront auf die rechte Seite des Reaktionssteuerelementes (70, 71, 72, 73, 74) vorgedrungen, so entzieht das Blech (14) der Reaktionsfront wieder Wärme. Durch die Art des Materials der Bleche (13, 14) und deren Dicke kann der Wärmeentzug beeinflußt werden.
In Fig. 4 ist ein chemischer Sauerstoffgenerator schematisch im Längsschnitt (a) und im Querschnitt (b) dargestellt, in dem ein parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront angeordnetes Reaktionssteuerelement (72) angeordnet ist. Es erstreckt sich quer mittig durch die Querschnittsfläche des Generatorgehäuses (1) von einer Wandung (101) zur gegenüberliegenden (102) und längs der Achse des Generators vom zündseitigen Ende (4) bis in die Nähe des gegenüberliegenden Endes (5). An diesem Ende (5) bleibt ein Durchlaß (8) für die Reaktionsfront (9) frei.
Nach Zündung der Chemikalfüllung (2) mittels des Zünders (3) läuft die Reaktionsfront (9) auf der einen Seite des Reaktionssteuerelementes (72) auf das Ende (5) des Generators zu, greift im Bereich des Durchlasses (8) auf die andere Seite über und läuft auf dieser zurück bis zum Sauerstoffauslaß (6). Durch den U-förmigen Weg der Reaktionsfront (9) und die Verlangsamung der Reaktion durch das Reaktionssteuerelement (72) ergibt sich gegenüber einem Generator ohne Einbauten eine wesentlich mehr als verdoppelte Lieferdauer bei entsprechend reduziertem Sauerstoffflow. Der Sauerstoffauslaß (6) kann auch an dem dem Zünder (3) gegenüberliegenden Ende (5) des Gehäuses (1) angeordnet sein.
Fig. 5 zeigt einen Generator im Schnitt, in dessen Gehäuse (1) innerhalb der Chemikalfüllung (2) ein in Form einer Förderschnecke (73) gewundenes Reaktionssteuerelement angeordnet ist. Es erstreckt sich radial von einer geschlossenen Welle (15) bis zur Wandung des Gehäuses (1) und axial vom zündseitigen Ende des Gehäuses (1) bis zu dessen gegenüberliegenden Ende, an dem der Sauerstoffauslaß (6) angeordnet ist. Nach Zündung durch den Zünder (3) läuft die Reaktionsfront (9) wendelförmig zum Auslaß (6). Es ergibt sich ein stark verlängerter Weg der Reaktionsfront (9) mit entsprechend verlängerter Lieferdauer. Durch eine variable Steigung des Reaktionssteuerelementes (73) längs des Weges der Reaktionsfront (9) kann der Verlauf des Sauerstoffflows einem vorgebbaren Profil angepaßt werden. Das Reaktionssteuerelement (73) muß nicht auf der ganzen Länge des Gehäuses (1) angeordnet sein, sondern es kann in einem oder mehreren Teilbereichen, in denen eine Verlangsamung der Reaktion gewünscht wird, angeordnet werden.
Fig. 6 zeigt als letztes Beispiel einen Generator in Seitenansicht (b) und in Draufsicht (a) im Schnitt, dessen Gehäuse(1) in Form einer flachen Dose ausgebildet ist. Das Reaktionssteuerelement ist als spiralig gewundenes Band (74) ausgebildet und erstreckt sich vom Boden (16) bis zum Deckel (17) des Gehäuses (1) Das eine Ende des Bandes ist mit der Außenwandung des Gehäuses (1) verbunden und das andere Ende liegt in der Nähe des Zentrums des Gehäuses (1). Es erzeugt im Innenraum des Gehäuses (1) einen spiralig gewundenen Kanal (18), der mit der Chemikalfüllung (2) gefüllt ist. An diesem Kanal (18) ist an dem innen gelegenen Ende ein Sauerstoffauslaß (6) und an dem äußeren Ende ein Zünder (3) angebracht. Die Anordnung von Zünder (3) und Sauerstoffauslaß (6) kann auch vertauscht werden. Die Reaktionsfront (9) läuft in dem spiralig gewundenen Kanal (18). Die Lieferdauer wird erhöht durch den verlängerten Weg der Reaktionsfront (9) und durch den Energieentzug, den das Reaktionssteuerelement (74) bewirkt.

Claims (9)

1. Chemischer Sauerstoffgenerator mit einer innerhalb eines Gehäuses angeordneten Chemikalfüllung, einem Zünder zum Ingangsetzen einer flächig durch die Chemikalfüllung laufenden Reaktionsfront einer exothermen Sauerstoff freisetzenden Reaktion, einem Sauerstoffauslaß sowie mindestens einem innerhalb der Chemikalfüllung angeordneten Reaktionssteuerelement, das entweder quer zur Laufrichtung der Reaktionsfront angeordnet ist und eine Teilfläche der Reaktionsfront abdeckt oder parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionssteuerelement (70, 71, 72, 73, 74) aus mindestens einer auf einer thermischen Isolatorschicht (15) aufgebrachten, thermisch gut leitfähigen Schicht (13, 14) aufgebaut ist.
2. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionssteuerelement (70, 71, 72, 73, 74) sandwichartig aus zwei thermisch gut leitfähigen Schichten (13, 14) mit der dazwischen angeordneten thermischen Isolatorschicht (15) aufgebaut ist.
3. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die thermisch gut leitfähige Schicht des Reaktionssteuerelementes (70, 71, 72, 73, 74) als Metallblech (13, 14) ausgebildet ist.
4. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die thermische Isolatorschicht (15) des Reaktionssteuerelementes (70, 71, 72, 73, 74) aus Glas, keramischem oder mineralischem Material aufgebaut ist und in Form eines Faservlieses, einer Faserplatte oder als aufgeschäumter Körper verarbeitet ist.
5. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Reaktionssteuerelemente (70) senkrecht zur Laufrichtung der Reaktionsfront (9) angeordnet sind und die Reaktionssteuerelemente (70) etwa 50% bis 90% der Fläche der Reaktionsfront (9) abdecken.
6. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß aufeinanderfolgende Reaktionssteuerelemente (70) derart angeordnet sind, daß die Laufrichtung der Reaktionsfront (9) zickzackförmig umgeleitet wird.
7. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich ein Reaktionssteuerelement (72) vom Zünder (4) aus parallel zur Laufrichtung der Reaktionsfront (9) bis in die Nähe der dem Zünder (4) gegenüberliegenden Wandung (5) erstreckt, und das Reaktionssteuerelement (72) sich von einer seitlichen Wandung (101) bis zu der dieser Wandung gegenüberliegenden Wandung (102) des Gehäuses (1) erstreckt.
8. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionssteuerelement in Form einer Förderschnecke (73) ausgebildet ist, die sich radial von einer geschlossenen Welle (15) bis zur Wandung des Gehäuses (1) und axial mindestens in einem Teilbereich der Länge des Gehäuses (1) erstreckt.
9. Chemischer Sauerstoffgenerator nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionssteuerelement als spiralig gewundenes Band (74) ausgeführt ist und sich in einem dosenförmigen Gehäuse (1) von einem Boden (16) bis zu einem Deckel (17) erstreckt, wobei das eine Ende des Bandes (74) mit der Außenwandung des Gehäuses (1) verbunden ist und das andere Ende des Bandes (74) in der Nähe des Zentrums des Gehäuses (1) liegt, wodurch ein spiralig gewundener Kanal (18) gebildet ist, der an seinem einen Ende mit einem Zünder (3) und an seinem anderen Ende mit einem Sauerstoffauslaß (6) versehen ist.
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