DE4139047C2 - Elastisches Motorlager - Google Patents
Elastisches MotorlagerInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F16F1/36—Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers
- F16F1/373—Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers characterised by having a particular shape
- F16F1/377—Springs made of rubber or other material having high internal friction, e.g. thermoplastic elastomers characterised by having a particular shape having holes or openings
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein elastisches Motorlager
mit einem hohlzylindrischen Federblock aus einem
Elastomer, der zwischen einer oberen und unteren Lagerplatte
eingespannt ist und an dessen unteren Lagerplatte
eine hydraulische Dämpfungsvorrichtung angeschlossen
ist.
Ein solches Motorlager ist im Prinzip aus der FR 26 35 155
bekannt. Hierbei ist unterhalb eines hohlzylindrischen
Federblockes eine hydraulische Dämpfungsvorrichtung
angeschlossen, die bei bestimmten Betriebszuständen
sich in zwei Flüssigkeitskammern unterteilt, die
über eine Überströmöffnung miteinander in Verbindung
stehen. Der zylindrische Federblock besteht hierbei jedoch
aus einem massiven Elastomer, der dadurch nur geringe
Dämmwirkungen für hochfrequente Schwingungen aufweist.
Darüber hinaus ist aus der DE 39 15 311 A1 ein Dämpfungselement
bekannt, das aus zwei koaxialen flexiblen
Bälgen besteht, die zwischen zwei horizontalen Platten
eingespannt und über einen Überströmkanal miteinander
in Verbindung stehen. Dieses Dämpfungselement weist
eine hohe dämpfende Wirkung unabhängig von der Federsteifigkeit
des Dämpfungselementes selbst auf, so daß
hierdurch eine optimale Dämpfung niederfrequenterer
Schwingungen möglich ist.
Schließlich ist aus der DE 40 02 357 C1 ein sog. Softlager
aus einem Elastomer mit mehreren quer verlaufenden
Kanälen wechselnden Querschnittes bekannt, das eine
sehr gute Dämmung im akustischen Bereich aufweist.
Ein solcher Federkörper weist zwar eine optimale Dämmwirkung
für Körperschall auf, bewirkt jedoch praktisch
keinerlei Dämpfung für niederfrequente Schwingungen.
Eine derartige Dämpfung wird jedoch für Hochleistungs-
und Dieselfahrzeuge benötigt und zwar zur Dämpfung des
Motorstuckerns bei 7 bis 12 Hz sowie von Lastwechseln
bei etwa 2 bis 3 Hz.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
ein elastisches Motorlager zu schaffen, das neben
einer ausgezeichneten Dämmwirkung auch eine ausreichende
Dämpfung niederfrequenter Schwingungen, insbesondere
im Bereich von 2 bis 3 und von 7 bis12 Hz, gewährleistet.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ausgehend vom eingangs
genannten Stand der Technik ein Motorlager vorgesehen,
das erfindungsgemäß noch folgende Merkmale umfaßt:
- a) der hohlzylindrischhe Federkörper und die Dämpfungsvorrichtung sind über einen an der oberen Lagerplatte zentral befestigten, axial beweglichen Bolzen miteinander verbunden;
- b) der hohlzylindrischhe Federkörper weist in mehreren parallelen Ebenen Scharen von zumindest einseitig offenen Kanälen wechselnden Querschnittes auf;
- c) an die untere, eine mittige Ausnehmung aufweisende Lagerplatte ist ein topfförmiges, zum Federkörper hin offenes Gehäuse angesetzt;
- d) der zentrale Bolzen ragt von der oberen Lagerplatte in das topfförmige Gehäuse und weist an seinem unteren Ende eine horizontale, kreisförmige Platte auf;
- e) vom Randbereich dieser Platte erstrecken sich zwei koaxiale, flexible Bälge zur Bodenplatte des Gehäuses und sind dort flüssigkeitsdicht verankert;
- f) der Innenraum des inneren Balges sowie der Zwischenraum zwischen den beiden Bälgen sind mit einer Flüssigkeit gefüllt und stehen über eine spiralförmigen, auf der Bodenplatte angeordneten Überströmkanal miteinander in Verbindung.
Durch eine solche Gestaltung wird der hochdämmende Federblock
somit um ein hydraulisch dämpfende Lagerteil
ergänzt, so daß das Lager insgesamt jetzt sowohl eine
optimale Dämmung für Körperschall als auch eine hohe
Dämpfung für niederfrequente Schwingungen großer Amplituden
aufweist.
Es ist dabei zweckmäßig, wenn auf der Oberseite der
Platte ein bis annähernd zur unteren Lagerplatte reichender
und als Zuganschlag dienender, elastischer Federkörper
angeordnet ist.
Darüber hinaus ist es auch möglich, daß auf der Innenseite
des Gehäusebodens ein elastischer Axialanschlag
für die Platte angeordnet ist.
Anhand einer schematischen Zeichnung werden Aufbau und
Wirkungsweise von Ausführungsbeispielen der Erfindung
nachstehend näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Mo
torlager mit kombiniertem hydraulischen Dämpfer
teil; und
Fig. 2 einen Teil-Längsschnitt durch eine Variante des
Lagers.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist das Motorlager einen
hohlzylindrischen Federkörper 21 aus einem Elastomer auf, der
von radialen Kanälen 22 oder parallel zueinander verlau
fenden Kanälen 23 mit von Ebene zu Ebene um jeweils 90°
versetzter Ausrichtung durchsetzt ist. Diese Kanäle 22
und 23 weisen über ihrer Länge wechselnden Querschnitt
mit sanftem Übergang von einem Querschnitt zum nächsten
auf, so daß beim Zusammenpressen des Federkörpers 21 in
axialer Richtung nacheinander zunehmend gegenüberlie
gende Wandungen eines Kanals miteinander in Berührung
kommen und damit ein sanfter Anstieg der Federkennlinie
gegeben ist.
Dieser Federkörper 21 ist zwischen einer oberen Lager
platte 24 mit einem zentralen Bolzen 28 zur Festlegung
am Motor und einer unteren Lagerplatte 3 eingespannt.
Ein solches Lager besitzt eine sehr hohe Dämmung für
Körperschall, d. h. akustische Schwingungen, jedoch kei
nerlei Dämpfung niederfrequenter Schwingungen großer Am
plitude.
Um nunmehr ein solches Lager auch für eine derartige
Dämpfung zu ertüchtigen, schließt sich an die untere La
gerplatte 3 ein hydraulisches Lager an, dessen Aufbau im
folgenden beschrieben wird.
An die untere Lagerplatte 3 schließt sich koaxial zum
Federblock 21 ein hohlzylindrisches Gehäuse 27 aus fe
stem Werkstoff an. Es besteht vorzugsweise aus einem zy
lindrischen Topf 7, dessen Rand an der unteren Lager
platte 3 des Federkörpers 21 befestigt ist. Der Gehäuse
boden 32 ist zur Befestigung des Lagers an der
Karosserie eines Fahrzeugs z. B. mit einem Schraubbolzen
ausgebildet; zum nämlichen Zweck kann zusätzlich oder
alternativ der Topfrand Befestigungsmöglichkeiten, z. B.
Schraublöcher der dargestellten Art, aufweisen.
Der an der oberen Lagerplatte 24 befestigte Bolzen 28
ragt mittig in den Innenraum des hohlzylindrischen Fe
derkörpers 21 und tritt durch eine zentrale Ausnehmung
der unteren Lagerplatte 3 in den Innenraum des hohl
zylindrischen Gehäuses 27.
An seinem unteren Ende trägt der Bolzen 28 eine Scheibe
29, an der ein innerer Axialbalg, hier ein Faltenbalg
30, und ein äußerer Axialbalg, hier ein nach außen ge
wölbter elastischer Schlauchbalg 31, konzentrisch ein
gespannt sind. Die zwei Axialbälge 30, 31 sind mit ihrem
jeweiligen anderen, unteren Ende an der dem Bolzenende
gegenüberliegenden Stirnwand des Gehäuses 27 einge
spannt, wobei der innere Axialbalg 30 eine flüssigkeits
gefüllte Arbeitskammer 30a und der Ringraum zwischen in
nerem und äußerem Axialbalg eine Ausgleichskammer 31a
bildet.
In der Stirnwand des Gehäuses 27, die ein einstückiger
oder z. B. angeschraubter Teil des Gehäusebodens 32 sein
kann, verläuft ein in den Figuren nur im Schnitt sicht
barer Überströmkanal 10 von einer (nicht dargestellten)
Durchtrittsöffnung der Arbeitskammer 30a zu einer (nicht
dargestellten) Durchtrittsöffnung der Ausgleichskammer
31a. Vorzugsweise windet sich der Überströmkanal 10 in
der Stirnwand des Gehäuses 27 spiralförmig um die Achse
des hohlzylindrischen Gehäuses 27.
Zwischen der unteren Lagerplatte 3 und der Scheibe 29
ist vorzugsweise ein elastischer, vom Bolzen 28 zen
trierter Federkörper 5 eingespannt, der bei Bewegung des
Bolzens 28 nach oben ein übermäßiges Auseinanderziehen
der Axialbälge verhindert und auch für einer sanfte Be
grenzung dieser Bolzenbewegung sorgt.
Fig. 2 zeigt einen Faltenbalg 30 im Schnitt; dabei tragen
einander entsprechende Teile gleiche Bezugszeichen wie
in Fig. 1. Gemäß Fig. 2 kann der Gehäuseboden 32 bzw. die
Gehäusestirnwand an der dem unteren Bolzenende gegen
überliegenden Innenseite mit einem die Axialbewegung des
Bolzens 28 nach unten begrenzenden Axialanschlag, insbe
sondere einer federnden Auflage 33, versehen werden.
Wirkt nun eine nach unten gerichtete (Druck-)Kraft auf
die obere Lagerplatte 24, wird der Federkörper 21 zusam
mengedrückt, der Bolzen 28 nach unten geschoben und da
mit der Faltenbalg 30 ebenfalls zusammengedrückt. Aus
der Arbeitskammer 30a tritt deshalb Flüssigkeit durch
den Überströmkanal 10 in die Ausgleichskammer 31a über.
Der dabei zu überwindende Strömungs-/Reibungswiderstand
bewirkt eine zusätzliche Dämpfung der Lagerbewegung. Bei
Zugbelastungen auf die obere Lagerplatte 24 erfolgt dann
ein wiederum reibungsbehaftetes Rückströmen der Flüssig
keit in umgekehrter Richtung.
Insgesamt ergibt sich somit ein Motorlager, das neben
einer optimalen Dämpfung von Körperschall auch eine gute
Dämpfung niederfrequenter Schwingungen aufweist, wie sie
von einem herkömmlichen hydraulisch dämpfenden Motorla
ger oder einem Softlager allein nicht bewerkstelligt
werden könnte.
Bezugszeichenliste
3 untere Lagerplatte
5 Federkörper
7 Gehäusetopf
10 Überströmkanal
21 Federkörper
22 Kanal
23 Kanal
24 obere Lagerplatte
27 Gehäuse
28 Bolzen
29 Scheibe
30 Faltenbalg
30a Arbeitskammer
31 Schlauchbalg
31a Ausgleichskammer
32 Gehäuseboden
33 Auflage
5 Federkörper
7 Gehäusetopf
10 Überströmkanal
21 Federkörper
22 Kanal
23 Kanal
24 obere Lagerplatte
27 Gehäuse
28 Bolzen
29 Scheibe
30 Faltenbalg
30a Arbeitskammer
31 Schlauchbalg
31a Ausgleichskammer
32 Gehäuseboden
33 Auflage
Claims (3)
1. Elastisches Motorlager mit einem hohlzylindrischen
Federkörper (21) aus einem Elastomer, der zwischen
einer oberen und einer unteren Lagerplatte (24, 3)
eingespannt ist und an dessen unterer Lagerplatte
(3) eine hydraulische Dämpfungsvorrichtung angeschlossen
ist, umfassend folgende Merkmale:
- a) der hohlzylindrische Federkörper (21) und die Dämpfungsvorrichtung sind über eiinen an der oberen Lagerplatte (24) zentral befestigten, axial beweglichen Bolzen (28) miteinander verbunden;
- b) der hohlzylindrische Federkörper (21) weist in mehreren parallelen Ebenen Scharen von zumindest einseitig offenen Kanälen (22, 23) wechselnden Querschnittes auf;
- c) an die untere, eine mittige Ausnehmung aufweisende Lagerplatte (3) ist ein topfförmiges, zum Federkörper (21) hin offenes Gehäuse (27) angesetzt;
- d) der zentrale Bolzen (28) ragt von der oberen Lagerplatte (24) in das topfförmige Gehäuse (27) und weist an seinem unteren Ende eine horizontale, kreisförmige Platte (29) auf;
- e) vom Randbereich dieser Platte (29) erstrecken sich zwei koaxiale, flexible Bälge (30, 31) zur Bodenplatte (32) des Gehäuses (27) und sind dort flüssigkeitsdicht verankert;
- f) der Innenraum des inneren Balges (30) sowie der Zwischenraum zwischen den beiden Bälgen (30, 31) sind mit einer Flüssigkeit gefüllt und stehen über einen spiralförmigen, auf der Bodenplatte (32) angeordneten Überströmkanal (10) miteinander in Verbindung.
2. Elastisches Motorlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Oberseite der Platte (29)
ein bis annähernd zur unteren Lagerplatte (3) reichender
und als Zuganschlag dienender, elastischer
Federkörper (5) angeordnet ist.
3. Elastisches Motorlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Innenseite des Gehäusebodens
(32) ein elastischer Axialanschlag (33) für
die Platte (29) angeordnet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914139047 DE4139047C2 (de) | 1991-11-27 | 1991-11-27 | Elastisches Motorlager |
| ES9202385A ES2062923B1 (es) | 1991-11-27 | 1992-11-25 | Soporte elastico de motor. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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|---|---|
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (2)
| Country | Link |
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| ES (1) | ES2062923B1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4002357C1 (de) * | 1989-12-23 | 1991-01-31 | Metzeler Gmbh, 8000 Muenchen, De |
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1991
- 1991-11-27 DE DE19914139047 patent/DE4139047C2/de not_active Expired - Fee Related
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1992
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| ES2062923A2 (es) | 1994-12-16 |
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