DE4134049C2 - Dichtelement für Muffenrohre - Google Patents
Dichtelement für MuffenrohreInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Dichtelement für Muffenrohre, insbesondere für
Betonrohre, die aus einem nach der Formgebung erhärtenden Material
hergestellt sind, wobei das bei der Fertigung eines Muffenrohres in dessen
Muffenwand verankerte Dichtelement aus einem elastomeren Dichtungsring
und aus einem daran angeformten, zum axial inneren Ende der Muffe zu
verlaufenden, aus dem Material des Dichtungsringes gefertigten
Schalungskragen besteht, und wobei am Dichtelement zwischen dem
Dichtungsring und dem am axial inneren, einen Radialendsteg bildenden Ende
des Schalungskragens ein bei der Endmontage der Rohre das Spitzende des
anderen Rohres und einen Teil des endverformten Dichtungsringes
aufnehmender Freiraum angeordnet ist, der radial außen durch den
Schalungskragen begrenzt ist.
Beim rationellen Herstellen von Betonrohren kommen in die Muffe
einbetonierte einteilige Dichtelemente zur Verwendung, deren zwischen dem
Dichtungsring und dem den Schalungsring axial innen abschließenden
Radialendsteg befindlicher Montage- und Verformungs-Freiraum in der Praxis
durch radial verlaufende Zwischenstege in drei oder mehr tangential
umlaufende und voneinander abgeschlossene Kammern oder Hohlkammern
axial und bei bestimmten Dichtelementen auch radial unterteilt ist (z. B. DE
33 45 569 C2) Diese radialen Zwischenstege haben die Aufgabe, den radial
außen am Freiraum in axialer Richtung verlaufenden Schalungskragen beim
Herstellen des Betonrohres, insbesondere beim Verdichten des Betons, gegen
die vom noch verformbaren Beton ausgehenden Druckkräfte radial
abzustützen Gleichzeitig stellen aber diese radialen Zwischenstege eine
erhebliche zusätzliche Materialmenge dar, die bei der Montage der Rohre vom
in die Muffe einfahrenden Spitzende des nächsten Rohres radial nach außen in
den verbleibenden Freiraum gepresst wird. Es liegt auf der Hand, dass für die
Aufnahme dieser zusätzlichen Materialmenge ein zusätzliches, sich radial nach
außen erstreckendes Freiraum-Volumen vorgesehen werden muss. Dies
bedeutet, dass sich dadurch einerseits die radiale Stärke des Dichtelementes
entsprechend vergrößert, und dass sich dadurch andererseits die Wandstärke
der Muffe des Betonrohres zwangsläufig um den gleichen Radialwert
reduziert. Dadurch wächst die Gefahr, dass es - bes. bei kaltwetterbedingter
größerer Steifheit des Elastomers des Dichtelementes - zu Muffensprengungen
und damit zu Undichtigkeiten in der Rohrleitung kommt. Ein weiterer Nachteil
der Anordnung solcher radialer Zwischenstege besteht darin, dass sie dem in
die Muffe einfahrenden Spitzende des nächsten Rohres einen zusätzlichen
Einfahrwiderstand entgegensetzen Dieser vor allem bei kaltem Wetter infolge
der Elastomer-Steifheit schnell ansteigende Einfahrwiderstand führt nicht
selten dazu, dass das Spitzende nur ein (zu) kurzes Stück in die Muffe
eingefahren wird, und dass das Spitzende später bei im Rohrgrabenbereich
vorkommenden Setzungen des Erdreiches und den damit verbundenen
vertikalen Auslenkungen der Rohrleitung im größten Fugenklappungsbereich
der Rohrverbindung aus dem in der Muffe befestigten Dichtungsring wieder
nach außen herausgezogen wird Auch derartige Fehlmontagen, die vor allem
bei den zahlenmäßig am meisten verlegten kleinen Rohrnennweiten DN 300-DN 700
vorkommen, bei denen sich die tatsächlich erzielte axiale Fugengröße
an den Rohrverbindungsstellen mangels Begehbarkeit von innen nicht
nachkontrollieren lässt, haben oft erst Jahre nach der Rohrverlegung
auftretende Undichtigkeiten an den Rohrverbindungen zur Folge.
Aus der DE 39 00 873 A1 ist weiterhin bekannt eine mehrtellige
Ausführungsform einer in eine Rohrmuffe einbetonierten Steckmuffendichtung
unter Verwendung eines Dichtungselementes, bestehend aus einem
Dichtungsring aus elastomerem Material, der mit mindestens einem Halteteil
in der Wandung der Rohrmuffe eingeformt ist und aus einem vom
Dichtungsring zum axial inneren Ende der Rohrmuffe (Muffenspiegel) sich
fortsetzenden Schalungskragen, der eine geringere radiale Dicke als der
Dichtungsring aufweist, und der als eine nach der Fertigung des Betonrohres
in der Rohrmuffe verbleibbare Schalung die radial äußere Begrenzung des
zwischen Dichtungsring und Muffenspiegel befindlichen Verformungs- und
Montage-Freiraumes bildet. Es besteht bei dieser Anordnung der
Schalungskragen des Dichtelementes aus einem - im Vergleich zum Material
des Dichtungsringes - weniger elastischen, vorzugsweise aus einem
weitgehend biegesteifen und starren Material. Es weist dabei in einem
Ausführungsbeispiel der Dichtungsring einen Elastomerkragen auf, der bis
zum Muffenspiegel des Betonrohres reicht und sich dort als radial nach innen
gerichteter Muffenspiegelflansch bis an die Untermuffe fortsetzt. Der radial
innen am Elastomerkragen angeordnete Schalungskragen verleiht dem
Dichtelement beim Betonieren die erforderliche radiale und axiale
Formstabilität. Das Material des Dichtungsringes bzw. dessen
Elastomerkragens besteht aus einem relativ elastischen Werkstoff.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein aus einem einzigen
Elastomermaterial auf einfache Weise herstellbares und in der Muffenwand
eines Rohres zu verankerndes Dichtelement zu schaffen, dessen Schalungsring
einen möglichst kleinen radialen Außendurchmesser aufweist und/oder dessen
zwischen dem Dichtungsring und dem axial inneren Ende der Muffe liegender
Zwischenraum dem in die Muffe einfahrenden Spitzende des nächsten Rohres
keinen oder einen möglichst geringen Einfahrwiderstand entgegensetzt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Freiraum axial
ungeteilt ist und bis ganz oder nahe an das axial innere Ende der Muffe -
zumindest aber über mehr als die Hälfte des zwischen diesem Ende und dem
axial inneren Ende des noch unverformten Dichtungsringes liegenden
Axialabstandes - reicht, und dass die Wandung des Schalungskragens, der
beim Herstellen des Muffenrohres nur vom Dichtungsring und vom
Radialendsteg an der Muffeninnenschalung, auch Untermuffe genannt, radial
abgestützt ist, eine von der Härte des Materials (Shore-Härte, IRHD) und der
axialen Länge des Freiraumes abhängige radiale Mindeststärke besitzt, und so
der Schalungskragen eine Steifheit aufweist, dass er den vom noch
verformbaren Material des Muffenrohres ausgehenden Druckkräften allein
endmontagesicher widersteht. Dabei ist die - beim Konstruieren der für die
verschiedenen Rohrnennweiten und Rohrherstellungsverfahren geeigneten
Dichtelemente zu ermittelnde - radiale Abmessung des Schalungskragens beim
Gleichbleiben der einen Einflussgröße durch die Zu- oder Abnahme der Härte
des Schalungskragens oder der axialen Länge des Freiraumes oder durch die
gleichzeitige Veränderung dieser beiden Einflussgrößen bestimmt, indem
- a) bei alleiniger oder überwiegender Abnahme der Härte des Schalungs kragens oder
- b) bei alleiniger oder überwiegender Zunahme der axialen Länge des Freiraumes oder
- c) bei einer die Auswirkungen der vorstehenden Veränderungen summierenden Kombination dieser beiden Einflussgrößen eine größere radiale Mindeststärke des Schalungskragens und
- d) in den auswirkungsmäßig umgekehrten Fällen der Veränderungen gemäß a) bis c) eine kleinere radiale Mindeststärke des Schalungs kragens vorsehen zu müssen bzw. vorsehen zu können bedeutet, oder
- e) dass das Ausmaß der einander entgegengesetzten Auswirkungen der Veränderungen dieser beiden Einflussgrößen oder
- f) dass der endmontagesichere Steifheitsbereich der Radialstärke des Schalungskragens
eine Änderung der vorgesehenen und gegebenenfalls bereits endmontagesicher
erprobten radialen Stärke des Schalungskragens bei wenigstens zwei Härte-
und/oder Freiraum- und/oder Rohrdurchmesser-relevant unterschiedlichen
Arten und/oder Dimensionen von Dichtelementen erübrigt. Durch die
vorstehende Anleitung zum Konstruieren der für die verschiedenen
Rohrnennweiten und Rohrherstellungsverfahren am besten geeigneten
Dichtelemente lässt sich bei diesen verschiedenen Dichtelementen ein vom
Dichtungsring bis zum Radialendsteg jeweils axial durchgehender und dadurch
die richtige Montage des Spitzendes erleichternder Freiraum vorsehen. Der
radiale Durchmesser dieses Freiraumes braucht dabei nur nach dem größten
vorkommenden radialen Außendurchmesser des Spitzendes bemessen zu
werden, was den radialen Außendurchmesser des Schalungsringes
entsprechend reduziert und die Wandstärke der Muffe des Betonrohres in der
aus Haltbarkeitsgründen gewünschten Weise um den gleichen Radialwert
vergrößert. Durch die Möglichkeit, nach der erfindungsgemäßen Anleitung die
Abmessung der radialen Wandstärke des Schalungskragens und/oder des
radialen Außendurchmessers des Schalungsringes in einer Art von
Wechselbeziehung zwischen der Härte des Elastomers des Dichtungselementes
sowie der Wandstärke und der axialen Länge der Muffe zu bestimmen, ergibt
sich für den Dichtmittelkonstrukteur der Vorteil, dass er bei den für die
verschiedensten Anwendungsfälle (Rohrnennweite, Rohrlänge, Muffenform,
Rohrfertigungsverfahren usw.) bestimmten erfindungsgemäßen Dichtelementen
stets das Erreichen der zuvor bereits angegebenen vorteilhaften Montage- und
Haltbarkeitsmerkmale zu gewährleisten vermag.
Um die Steifheit des Schalungskragens beim Herstellen
des Muffenrohres zu erhöhen, ist nach einer vorteil
haften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß der
Schalungskragen im mittleren Bereich seiner axialen
Erstreckung eine größere radiale Wandstärke als zumin
dest an einem seiner beiden axialen Endbereiche besitzt.
Eine weitere Variante zur Vergrößerung der Steifheit des
Schalungskragens bei gleichzeitig möglichst geringem
Materialmehrbedarf besteht nach einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung darin, daß zumindest die
radiale Außenwand des Schalungskragens nach radial
außen - konvex oder ähnlich - gewölbt ist. Dabei wird
- zumindest teilweise - der radiale Druck des noch ver
formbaren Materials des Muffenrohres nach Art des Ge
wölbeprinzips in einen teil-axialen Druck umgewandelt
und vom Schalungskragen in schräg-axialer Richtung auf
den Dichtungsring und den Radialendsteg abgeleitet. Von
hier aus wird dann dieser Druck radial auf die feste
Untermuffe abgetragen. Die auf den Schalungskragen ein
wirkenden radialen Druckkräfte werden dadurch reduziert,
was seine Steifheit und damit seine Formstabilität
während der Fertigung des Muffenrohres erhöht.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
läßt sich die unerwünschte Verschmutzung und Vereisung
des Freiraumes auf einfache Weise nach der Erfindung
dadurch verhindern, daß der Freiraum radial innen durch
eine vom Dichtungsring zum Radialendsteg verlaufende
Fahne verschlossen ist.
Selbst bei großen axialen Muffentiefen von z. B. 100 mm
und mehr, die bei größeren Rohrnennweiten (etwa ab
DN 900) vorgesehen sind, lassen sich erfindungsgemäße
Dichtelemente mit einer kostenmäßig noch vertretbaren
radialen Wandstärke ihres Schalungskragens funktions
sicher verwenden, indem der Freiraum zumindest während
der Fertigung des Muffenrohres unter Überdruck steht,
und daß der Schalungskragen außer der vom Dichtungs
ring und vom Radialendsteg bewirkten radialen Abstüt
zung durch den Überdruck zusätzlich noch in seiner
Radialposition gehalten ist. Das Befüllen des mittels
einer Fahne allseitig verschlossenen Freiraumes mit
Druckluft von z. B. 0,3 bar erfolgt über ein zuvor in
den Schalungskragen oder in den Radialendsteg einge
stanztes Loch, das - ähnlich wie bei Luftmatratzen -
sofort nach dem Befüllen mit einem Gummistöpsel ver
schlossen wird. Nach dem Ziehen der Untermuffe wird
der Überdruck über einige an der Fahne angebrachte
kleine Einstiche wieder abgelassen.
Für Rohre mit größerer Wandrauhigkeit und/oder ferti
gungsbedingten größeren Durchmessertoleranzen an Muffe
und/oder Spitzende sieht eine vorteilhafte Ausbildung
der Erfindung vor, daß der Dichtungsring und/oder der
Schalungskragen - zumindest teilweise - aus einem Ela
stomer zelliger Struktur bestehen.
Als zweite Variante, den Freiraum vor Verschmutzung
und Vereisung zu schützen, wird nach einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgeschla
gen, daß der Freiraum wenigstens auf einem Teilabschnitt
seiner radialen Breite und/oder seiner axialen Länge
von einem Elastomer zelliger Struktur ausgefüllt ist.
Anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungs
beispiele wird die Erfindung näher erklärt. Es zeigen
im axialen Querschnitt
Fig. 1 ein in eine Muffenwand einbetoniertes Dichtele
ment vor dem Ziehen der Untermuffe,
Fig. 2 ein etwas größeres, mit einer Fahne versehenes
Dichtelement, ebenfalls einbetoniert und vor dem Zie
hen der Untermuffe dargestellt,
Fig. 3 und Fig. 4 je ein Dichtelement nach dem Aufzie
hen auf die Untermuffe, deren Darstellung aus Platz
gründen eingespart wurde, und
Fig. 6 ein Dichtelement wie vor, dessen Freiraum bis
auf seinen Verformungsteil mit einem Elastomer zelli
ger Struktur ausgefüllt ist.
Das in Fig. 1 dargestellte Dichtelement 1 besteht aus
dem in der Nähe der äußeren Muffenöffnung 2 angeordne
ten Dichtungsring 3, aus zwei, radial nach außen ab
stehenden und in der Muffenwand 4 eines Betonrohres
befestigten Verankerungsfüßen 5, 5', aus dem axial
verlaufenden Schalungskragen 6 und dem am axial inneren
Ende der Muffe 7 liegenden, mit einem Verankerungsfuß
5'' versehenen Radialendsteg 8. Schalungskragen 6 und
Radialendsteg 8 bilden zusammen den Schalungsring 9,
der - gemeinsam mit dem Dichtungsring 3 - einen für
die reibungslose Durchführung der Rohrmontage erforder
lichen Montage- und Verformungs-Freiraum 10 an drei
Seiten umschließt. Den radial inneren Abschluß dieses
Freiraumes 10 bildet die Muffeninnenschalung, auch Un
termuffe 11 genannt, auf die das Dichtelement 1 vor dem
Fertigen des Betonrohres aufgezogen wurde. Die radiale
Wandstärke des Schalungskragens 6 und damit dessen
Steifheit wurde bei einer bestimmten Härte - z. B. IRHD
50 - des Elastomers, aus dem das gesamte Dichtelement 1
gefertigt wurde, so bemessen, daß der Schalungskragen 6
den bei der Herstellung des Betonrohres vom noch verform
baren Beton ausgehenden radialen Druckkräften widerstand.
Fig. 2 zeigt das Dichtelement 1, das eine größere axia
le Länge besitzt als das in Fig. 1 dargestellte Dicht
element 1, und das sich daher für den Einbau in grö
ßere Rohrnennweiten - z. B. für Betonrohre DN 400-600 -
eignet. Da das Dichtelement 1 aus dem gleichen Elasto
mermaterial wie das in Fig. 1 dargestellte Dichtelement 1
(z. B. IRHD 50) besteht, war es bei der Konstruktion die
ses in Fig. 2 dargestellten Dichtelementes 1 im Hin
blick auf den gegenüber Fig. 1 axial etwas längeren
Freiraum 10 erforderlich, die radiale Wandstärke des
Schalungskragens 6 - im Vergleich zu derjenigen aus
Fig. 1 - etwas stärker auszubilden, was die Steifheit
des Schalungskragens 6 entsprechend erhöhte. Außerdem
wurde in der axialen Mitte des Schalungskragens 6 ein
vierter Verankerungsfuß 5''' angeordnet, der die Steif
heit des Schalungskragens 6 und die Sicherheit der Be
festigung des Dichtelementes 1 in der Muffenwand 4
weiter steigert. Eine radial innen am Dichtelement 1
vom Dichtungsring 3 zum Radialendsteg 8 verlaufende
dünne Fahne 12 schließt den Freiraum 10 zum Schutz
vor Verschmutzungen zum Muffeninneren hin ab. Gleich
zeitig sorgt die Fahne 12 beim Fertigen des Betonrohres
dafür, daß der Radialendsteg 8 vom Radialdruck des Be
tons nicht nach radial innen und der Schalungskragen 6
nicht an die Untermuffe 11 herangedrückt werden. Die
funktionsnotwendige radiale Breite des Freiraumes 10
bleibt dadurch zuverlässig erhalten.
Das in Fig. 3 dargestellte Dichtelement 1 ist für den
Einbau in ein Betonrohr gleicher Rohrnennweite - z. B.
DN 300 - wie das in Fig. 1 gezeigte Dichtelement 1 be
stimmt. Zum Unterschied von letzterem besteht es je
doch aus Montage- und Abdichtungsgründen aus einem
weicheren Elastomer - z. B. IRHD 40. Um eine wenigstens
gleiche Steifheit des Schalungskragens 6 zu erzielen
war es notwendig, seine radiale Wandstärke entspre
chend stärker zu bemessen. Dies geschah im wesentlichen
dadurch, daß die radiale Außenwand des Schalungskra
gens 6 nach radial außen konvex gewölbt ausgebildet
wurde. Dadurch ergeben sich neben seiner größeren
materiellen Steifheit noch die Vorteile der radialen
Druckkräfteabtragung nach dem Wölbungsprinzip.
Das Dichtelement 1 aus Fig. 4 besteht aus einem härte
ren Elastomer - z. B. IRHD 60 - als das in Fig. 3 dar
gestellte Dichtelement 1. Dadurch war es möglich, die
radiale Wandstärke des Schalungskragens 6 erheblich
dünner zu bemessen, was vor allem dann zweckmäßig
ist, wenn die Muffenwand 4 aufgrund der vorhandenen
Rohraußenschalung andernfalls eine zu geringe radiale
Stärke aufweisen würde.
In Fig. 5 ist der vom Schalungsring 9 des Dichtele
mentes 1 umschlossene Freiraum 10 von einem Elastomer
zelliger Struktur ausgefüllt. Der bei und nach der
Montage der Rohre benötigte Verformungs-Freiraum, 10'
ist frei geblieben, was die Verformung des Dichtungs
ringes 3 erleichtert. Die Fertigung eines solchen
Dichtelementes 1 hat für mit Koextrusionsanlagen aus
gestattete Elastomerhersteller den Vorteil, daß der
Freiraum 10 des Dichtelementes 1 zur Verhinderung des
Einfallens und Festklebens der Fahne 12 am Schalungs
kragen 6 während der Vulkanisation nicht mit Über
druck stabilisiert und ggf. nicht noch mit Talkum ein
gepudert zu werden braucht.
Claims (7)
1. Dichtelement für Muffenrohre, insbesondere für Betonrohre, die aus
einem nach der Formgebung erhärtenden Material hergestellt sind,
wobei das bei der Fertigung eines Muffenrohres in dessen Muffenwand
verankerte Dichtelement aus einem elastomeren Dichtungsring und aus
einem daran angeformten, zum axial inneren Ende der Muffe zu
verlaufenden, aus dem Material des Dichtungsringes gefertigten
Schalungskragen besteht, und wobei am Dichtelement zwischen dem
Dichtungsring und dem am axial inneren, einen Radialendsteg bildenden
Ende des Schalungskragens ein bei der Endmontage der Rohre das
Spitzende des anderen Rohres und einen Teil des endverformten
Dichtungsringes aufnehmender Freiraum angeordnet ist, der radial
außen durch den Schalungskragen begrenzt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Freiraum (10) axial ungeteilt ist und bis ganz oder nahe an das
axial innere Ende der Muffe (7) - zumindest aber über mehr als die
Hälfte des zwischen diesem Ende und dem axial inneren Ende des noch
unverformten Dichtungsringes (3) liegenden Axialabstandes - reicht,
und dass die Wandung des Schalungskragens (6), der beim Herstellen
des Muffenrohres nur vom Dichtungsring (3) und vom Radialendsteg (8)
an der Muffeninnenschalung, auch Untermuffe (11) genannt, radial
abgestützt ist, eine von der Härte des Materials (Shore-Härte, IRHD)
und der axialen Länge des Freiraumes (10) abhängige radiale
Mindeststärke besitzt, und so der Schalungskragen eine Steifheit
aufweist, dass er den vom noch verformbaren Material des
Muffenrohres ausgehenden Druckkräften allein endmontagesicher
widersteht.
2. Dichtelement für Muffenrohre nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der Schalungskragen (6) im mittleren Bereich
seiner axialen Erstreckung eine größere radiale Wandstärke als
zumindest an einem seiner beiden axialen Endbereiche besitzt.
3. Dichtelement für Muffenrohre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass zumindest die radiale Außenwand des
Schalungskragens (6) nach radial außen - konvex oder ähnlich - gewölbt
ist.
4. Dichtelement für Muffenrohre nach mindestens einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Freiraum (10) radial innen
durch eine vom Dichtungsring (3) zum Radialendsteg (8) verlaufende
Fahne (12) verschlossen ist.
5. Dichtelement für Muffenrohre nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, dass der Freiraum (10) zumindest während der
Fertigung des Muffenrohres unter Überdruck steht, und dass der
Schalungskragen (6) außer der vom Dichtungsring (3) und vom
Radialendsteg (8) bewirkten radialen Abstützung durch den Überdruck
zusätzlich noch in seiner Radialposition gehalten ist.
6. Dichtelement für Muffenrohre nach mindestens einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtungsring (3) und/oder der
Schalungskragen (6) - zumindest teilweise - aus einem Elastomer
zelliger Struktur bestehen.
7. Dichtelement für Muffenrohre nach mindestens einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Freiraum (10) wenigstens auf
einem Teilabschnitt seiner radialen Breite und/oder seiner axialen Länge
von einem Elastomer zelliger Struktur ausgefüllt ist.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3345569C2 (de) * | 1983-07-06 | 1988-01-07 | Denso-Chemie Wedekind Kg, 5090 Leverkusen, De | |
| DE3900873A1 (de) * | 1989-01-13 | 1990-07-19 | Muecher Hermann Gmbh | In eine rohrmuffe einbetonierte steckmuffendichtung |
-
1991
- 1991-10-15 DE DE19914134049 patent/DE4134049C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE3900873A1 (de) * | 1989-01-13 | 1990-07-19 | Muecher Hermann Gmbh | In eine rohrmuffe einbetonierte steckmuffendichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4134049A1 (de) | 1993-04-29 |
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: HERMANN MUECHER GMBH, 58332 SCHWELM, DE |
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| D2 | Grant after examination | ||
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