DE4134008C2 - Vorrichtung zum Aufbau eines Überdrucks in einem Behälter - Google Patents
Vorrichtung zum Aufbau eines Überdrucks in einem BehälterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbau eines
Überdrucks in einem ein Medium enthaltendem Behälter,
gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es sind Behälter, wie z. B. Spraydosen, bekannt, in die
zusammen mit einer bereitzustellenden Flüssigkeit ein
Treibgas zum Erzeugen eines Überdrucks eingeschlossen ist.
Der Überdruck ermöglicht ein dosiertes Auslassen der
Flüssigkeit, wenn ein entsprechendes Auslaßventil betätigt
wird. In vorteilhafter Weise wird häufig die Flüssigkeit, wie
Farbe, Lack, Öl, Lebensmittel, medizinische, sanitäre und
kosmetische Flüssigkeiten usw., beim Austritt aus der Düse
durch die feine Vermengung der Flüssigkeit mit dem Treibgas
zerstäubt.
Seit einiger Zeit sind wegen der oftmals umweltschädlichen
Wirkung der Treibgase, deren Brand- und
Explosionsgefährlichkeit, des mit sinkendem
Flüssigkeitsspiegel im Behälter nachlassenden Drucks, wegen
chemischer Unverträglichkeiten des Treibgases mit der im
Behälter enthaltenen Flüssigkeit usw., sogenannte
Pumpspraydosen im Handel. In die den Spraydosen sonst
ähnlichen Pumpspraydosen wird mittels einer zusätzlichen
Pump- und Ventileinrichtung Umgebungsluft z. B. mit der Hand
eingepumpt, die einen Überdruck über dem Behältermedium
aufbaut, so daß dieses durch ein im Behältermedium
befindliches Auslaßrohr herausgedrückt wird. Die
Umgebungsluft erfüllt dabei dieselbe Funktion wie das in
Spraydosen eingefüllte Treibgas und treibt die Flüssigkeit
gleichzeitig mit dem Pumpen bei ständig geöffneter Auslaßdüse
bzw. nach dem Pumpen bei zu öffnender Auslaßdüse aus.
Damit ein geeigneter Überdruck aufgrund der eingepumpten Luft
erzielt bzw. aufrecht erhalten werden kann, ist der
Pumpeinrichtung ein Ventil, das entgegen der Pumprichtung
sperrt, wie z. B. ein Rückschlagventil, nachgeschaltet. Das
Ventil befindet sich, bedingt durch die Baulänge der
Vorrichtung, die die Pumpeinrichtung und das Ventil aufweist,
und wegen der gewünschten Kompaktheit der Pumpspraydose, in
der Flüssigkeit oder sogar im Bereich des
Pumpspraydosenbodens. Deshalb gelangt das in der Dose
enthaltene Medium, das in den meisten Fällen agressiv, stark
viskos bzw. klebrig ist, an das Ventil und an die darin
befindlichen Dichtungen. Da die Elemente des Ventils,
insbesondere die Dichtungen, von dem Medium
angegriffen oder verklebt werden, versagt bei den
herkömmlichen Pumpspraydosen in vielen Fällen nach einiger
Zeit die Sprayfunktion.
So ist aus der US-PS 41 47 284 eine Einrichtung zum Versprü
hen von Flüssigkeiten bekannt, wobei über einen Kanal Luft
von einer Kompressoreinheit in einen Behälter in den Raum
über den höchsten Flüssigkeitspegel geleitet und ein Über
druck erzeugt wird. Um den Kontakt mit der Flüssigkeit zu
verhindern, ist die Kompressoreinheit ein einem separat am
Behälter anbringbaren Gehäuse untergebracht, oder durch eine
aufwendige Konstruktion geschützt im Behälter angeordnet.
Für das Anbrigen der Kompressoreinheit sind daher speziell
angepaßte Behälter notwendig, die darüber hinaus nicht für
eine Wiederverwendung geeignet sind.
Die US-PS 41 65 025 zeigt eine Spraydose mit einem zentrisch
sich vom Boden der Dose bis über den Flüssigkeitspegel er
streckenden Rohr. In das untere offene Ende des Rohres wird
von außen ein stationär angeordneter Kolben eingeführt und
durch Herauf- und Herabbewegen Luft in die Dose gepumpt.
Diese Einrichtung eignet sich, um nacheinander mehrere Dosen
mit Druck zu beaufschlagen.
Weitere Sprayeinrichtungen für Flüssigkeitsbehälter sind aus
der GB-A-2 085 972 und der US-PS 4 537 334 bekannt. Hierbei
wird ebenfalls im jeweiligen Behälter ein Überdruck erzeugt.
Das der Pumpeinrichtung nachgeschaltete Rückschlagventil be
findet sich im Bodenbereich des Behälters, so daß die ein
gangs genannten Nachteile hinsichtlich des Verschleißes der
Ventile durch den Kontakt mit der Sprayflüssigkeit eintre
ten.
Aus der US-PS 4 930 664 ist ein Behälter zum Versprühen von
Flüssigkeit bekannt, der ein zusätzliches Einweg-
Füllventil aufweist, über das der Behälter mit einer separa
ten Druckquelle verbindbar ist und somit die Flüssigkeit
gleichzeitig druckbeaufschlagt in den Behälter gefüllt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Aufbau eines Überdrucks in einem Behälter
bereitzustellen, die die zuvor genannten Nachteile mit
geringen Kosten überwindet und einen dauerhaften Betrieb
gewährleistet.
Die Aufgabe wird mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des
Ansprüchs 1 gelöst. Dabei geht die Erfindung von dem
Grundgedanken aus, der Ventileinrichtung ein Steigrohr
nachzuschalten, das bis über den maximalen Pegel des Mediums im Behälter
hochgeführt ist und verhindert, daß im Behälter vorhandene
Flüssigkeit unmittelbar an die Ventileinrichtung gelangt.
Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die einzige
Figur näher erläutert, die einen Schnitt durch eine
erfindungsgemäß ausgebildete Pumpspraydose zeigt.
Die Vorrichtung 5-10 zum Aufbau eines Druck ist in einem
Behälterkörper 2 angeordnet und bildet mit diesem eine
Pumpspraydose 1.
Die Vorrichtung weist eine teilweise nicht dargestellte
Pumpeinrichtung 5 mit einem Pumpmechanismus insbesondere für
den Handbetrieb, Ansaug-, Leitungsrohren und Halterungen,
eine nachgeschaltete Ventileinrichtung 6 mit einem Ventil und
Dichtungen und ein Steigrohr 7 auf, das bevorzugt über eine
Halterung 8 der Ventileinrichtung nachgeschaltet ist.
Der Behälterkörper 2 ist mit einem Behältermedium 3,
insbesondere einer Flüssigkeit, gefüllt. Das Behältermedium weist
eine Dichte auf, die größer ist als die eines in die
Pumpspraydose einzupumpenden Druckmediums 4, wie z. B. Luft,
damit sich das Druckmedium im wesentlichen über dem
Behältermedium befindet.
Im zusammengesetzten Zustand befindet sich die Vorrichtung in
dem befüllten Behälterkörper 2 und ist über eine feste bzw.
lösbare Verbindung 10 mit dem Behälter 2 verbunden. Dazu ist
an der Vorrichtung z. B. eine Schellenmutter angeordnet, die
auf ein am Behälterkörper 2 ausgebildetes Gewinde paßt. Auch
eine spätere Befüllung des bereits mit der Vorrichtung
versehenen Behälters 1 ist möglich.
Die Ventileinrichtung 6 befindet sich zumindest teilweise
unterhalb des Pegels 11 des Behältermediums. Das Steigrohr 7
ist dicht an die Ventileinrichtung 6 derart angeschlossen,
daß kein Behältermedium 3 an die Ventileinrichtung 6 gelangt.
Bevorzugt erstreckt sich das Steigrohr in der Normallage des
Behälters 1 bis über den oberen Pegel 11 des Behältermediums
3. Bei z. B. stark viskosen Behälterflüssigkeiten kann jedoch
auch ein geeignet kleiner Durchmesser eines bis nicht über
den oberen Pegels des Behältermediums reichenden Steigrohrs 7
dazu dienen, die Behälterflüssigkeit von der
Ventileinrichtung 6 fernzuhalten. Dadurch wird ein
dauerhafter Betrieb der Ventileinrichtung 6 gewährleistet, da
das Behältermedium 3 weder insbesondere die Dichtungen in der
Ventileinrichtung 6 anlösen noch verkleben kann.
Bevorzugt ist das Steigrohr einteilig bzw. einstückig mit
einer über das Ende der Ventileinrichtung passenden Halterung
8 ausgebildet, die mit dem Ende der Ventileinrichtung 6 dicht
verbunden ist. Diese Verbindung kann durch Kleben,
Aufschrauben usw. erfolgen und auch bei schon bereits
hergestellten Vorrichtungen ohne Steigrohr nachträglich
durchgeführt werden.
Bevorzugt weist die Vorrichtung ebenfalls ein Auslaßrohr 9
und eine nicht dargestellte nachgeschaltete Auslaßdüse auf,
die dauerhaft geöffnet bzw. verschließbar ist. Das der
Auslaßdüse entfernte Ende des Auslaßrohrs 9 befindet sich
bevorzugt im Bereich des Bodens des Behälters, um sich auch
noch bei stark geleertem Behälter 2 bis in die Flüssigkeit
hinein zu erstrecken. Bei Behältern, die gleichzeitig mit dem
Pumpen Behältermedium abgeben sollen, ist die Auslaßdüse
ständig geöffnet. Eine andere Ausführungsform weist eine
verschließbare Auslaßdüse auf, wobei mittels der
Pumpeinrichtung auch ein höherer Druck fur eine bestimmte
Zeit aufgebaut werden kann, der beim Öffnen der Düse das
Behältermedium eine längere Zeit, auch ohne Pumpen,
austreibt.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Aufbau eines Überdrucks in ein
Medium (3) enthaltenden Behälter (1) mit:
- a) einer Pumpeinrichtung (5) zum Zuführen eines Druckme mediums (4),
- b) einer Ventileinrichtung (6), die der Pumpvorrichtung (5) nachgeschaltet ist und die gegen Pumprichtung sperrt,
- c) wobei die Vorrichtung unmittelbar in den Behälter
körper (2) des Behälters (1), in das
darin befindliche Medium (3), einbringbar
ist,
gekennzeichnet durch - d) ein Steigrohr (7), das der Ventileinrichtung (6) nachgeschaltet und bis über den maximalen Pegel (11) des Mediums (3) im Behälter (1) in seiner Normallage geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine Halterung (8), die einstückig bzw. einteilig mit dem
Steigrohr (7) ausgebildet ist und das Steigrohr dicht mit
der Ventileinrichtung (6) verbindet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Halterung (8) auf das freie Ende der
Ventileinrichtung (6) aufgepaßt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halterung (8) über ein Gewinde
mit dem freien Ende der Ventileinrichtung (6) verbunden
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halterung (8) auf das freie Ende
der Ventileinrichtung (6) aufgeklebt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Saugseite der Pumpeinrichtung (5)
offen zur Umgebungsluft ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Behältermedium (3) eine
Flüssigkeit (3) ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtung (6) ein
Rückschlagventil aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch eine Verbindungseinrichtung (10) zum
Befestigen der Vorrichtung am Behälterkörper (2).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungseinrichtung (10) eine formschlüssig an der
Vorrichtung angeordnete Mutter (10) ist.
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| DE4134008A1 DE4134008A1 (de) | 1993-04-15 |
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1991
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