DE4127748C2 - Elektronischer Rechner, insbesondere ein Taschenrechner - Google Patents
Elektronischer Rechner, insbesondere ein TaschenrechnerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektronischen Rechner, insbesondere einen Taschenrech
ner, mit einer Anzeigeeinheit (Display), einem numerischen Eingabetastenfeld, einem
Funktionstastenfeld, einem Cursortastenfeld mit Cursortasten zur Bestimmung der
Position eines Cursors für die Eingabe, wobei die einzelnen Positionen schrittweise
frei anwählbar sind, einem Daten-(RAM-)Speicher, einem Programm-(ROM-)Speicher
und einem Festbildspeicher.
Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von Taschenrechnern und Tischrechnern
für unterschiedliche Einsatzzwecke bekannt.
Aus der DE 36 13 740 C2 ist eine Vorrichtung zur Erzeugung und Bearbeitung einer
Tabelle bekannt. Dabei kann das Format der Tabelle leicht und schnell durch visuelle
Erkennungsmittel auf das gewünschte Format eingestellt und durch einen einfachen
Eingabevorgang verändert werden.
Die DE 35 08 548 A1 stellt einen elektronischen Taschenrechner vor, der in der Lage
ist, eine numerische Berechnung durch direkte Eingabe der numerischen Daten in den
Rechner auszuführen, ohne ein in der Programmiersprache geschriebenes Programm
lösen zu müssen, wobei die numerische Berechnung schnell und leicht ausgeführt
wird.
Es ist ferner eine Informationsverarbeitungsvorrichtung bekannt, die mit zwei Anzei
geeinheiten ausgestattet ist und zwar einer ersten einzeilig ausgebildeten Anzeigeein
heit und einer zweiten sogenannten Formatanzeigeeinheit (DE 35 06 321 A1). Letzte
re Anzeigeeinheit umfaßt mehrere Zeilen, kann aber nur einzelne Punkte an den ein
zelnen Positionen in den Zeilen darstellen. Auf diese Weise ist es möglich, eine ge
wisse Grobübersicht über einen größeren Text zu gewinnen und nach Anwahl mittels
Cursors Textteile, die auf der Formatanzeigeeinheit nur als Punktfolge dargestellt
werden, auf der ersten Anzeigeeinheit in Klartext anzuzeigen.
Rechner mittels Menütechnik und Cursortasten zu bedienen, ist allgemein bekannt.
(JAMIN, Prof. Klaus W., Das Software Lexikon, Ehningen bei Böblingen: expert-Ver
lag, Stuttgart: Taylorix Fachverlag 1988, S. 203; SCHULZE, H.H., Das rororo Compu
ter Lexikon, 108.-127. Tausend 1989, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei
Hamburg, S. 338). Bei Verwendung dieser bekannten Menüsysteme oder Eingabe
masken wird dem Benutzer eine Abfolge von Optionen angeboten. Diese Optionen
können dabei sowohl zur Steuerung des Systems, etwa zur Auswahl, welche Dienst
programme und Prozeduren als nächstes ausgeführt werden sollen, als auch zur Da
teneingabe benutzt werden.
Eine Beschränkung dieser Vorgehensweise besteht jedoch darin, daß die Untermenüs
vom zugrundeliegenden Hauptprogramm in einer festgelegten Reihenfolge angeboten
werden, wobei sich das Programm durch einen hierarchisch strukturierten Menübaum
hindurcharbeitet. Die für Benutzerangaben angebotenen Felder werden nur zur Ein
gabe benutzt.
In vielen Fällen muß der Benutzer, wenn er glaubt, genügend viele Werte eingegeben
zu haben, mit einem "Weiter"- oder "Ende"-Befehl durch Tastendruck den Rechen
prozeß aufrufen und zum Ausgabebildschirm, z. B. zu einer grafischen Darstellung,
umschalten. In einer Eingabemaske kann der Benutzer im Prinzip unbeeinflußt vom
Rechner mehrere Werte eingeben, wie er will. Für den Fall, daß diese Werte nicht
zueinander passen, wird dies erst im anschließenden Rechenprozeß erkannt.
Bei Menüsystemen, die mit Eingabemasken arbeiten, bei denen Sorge getragen ist,
daß von vornherein die Eingabe von einander in Konflikt tretenden Benutzereingaben
ausgeschlossen sind, ist der Benutzer gezwungen, Einträge, die nicht gelten sollen,
mit festgelegten Werten zu belegen, z. B. mit Null für numerische Felder oder Blank
für Textfelder.
Die Vorgehensweise der vorgenannten Rechner ist durch funktionale Zusammen
hänge gekennzeichnet, das heißt, man hat eine abhängige Variable, die sich durch
Rechenoperationen aus den Werten der unabhängigen Variablen in einem oder mehre
ren Schritten bestimmen lassen. Diese funktionale Methode der Berechnung bringt je
doch eine umständliche und unübersichtliche Handhabung von elektronischen Rech
nern mit sich, da der Benutzer immer nur Abhängigkeiten von bestimmten Größen zu
bestimmten anderen Größen feststellen kann, beziehungsweise, daß er bei einer an
deren Problemstellung andere Funktionen aufrufen muß. Des weiteren werden bei
vielen Ausführungstypen dieser Rechner die Eingabewerte überschrieben, so daß der
Benutzer keine direkte Überprüfungsmöglichkeit bei Eingabefehlern besitzt. Diese
funktionale, prozeßorientierte und "nach vorne"-orientierte Methode der Berechnung
bringt eine umständliche Handhabung von
elektronischen Rechnern mit sich, da der Benutzer die jeweils benötigten Algorithmen
kennen muß.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen elektronischen Rechner - wie er im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 definiert ist - zu schaffen, der es dem Benutzer erlaubt, un
terstützt durch visuelle Erkennungsmittel, schnell und leicht bestimmte häufig vor
kommende, eine begrenzte Anzahl funktional verbundene Rechengrößen aufweisende
numerische Aufgabenstellung zu lösen, ohne daß eine Kenntnis des schrittweisen Be
rechnungsverfahrens für den Benutzer nötig wäre; insbesondere soll es dem Benutzer
möglich sein, bei Eingabe eines numerischen Wertes für eine Rechengröße sowohl
den eingegebenen Wert als auch eine damit gegebenenfalls verbundene Änderung ei
nes zuvor eingegebenen oder vom Rechner errechneten numerischen Wertes einer
anderen Größe derselben numerischen Aufgabe mit einem Blick erfassen zu können
und zwar ohne daß eine weitere Bedienhandlung durchgeführt werden müßte.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Pa
tentanspruchs 1 gelöst.
Durch die Betätigung einer Taste des Funktionstastenfeldes wird eine Steuervorrich
tung angesprochen, die gezielt ein entsprechendes Arbeitsblatt auf dem Display er
zeugt. Diese Steuervorrichtung spricht über den Display Controller das Display Panel
an, und stellt den Inhalt des Festbildspeichers bezüglich des Arbeitsblattes, d. h. die
optische Darstellung des Rechenblattes, dar. Dieses Arbeitsblatt ist in einzelne Zellen
aufgeteilt, um einen graphisch ansprechenden und übersichtlichen Eindruck zu bieten,
was dazu führt, daß das Arbeitsblatt visuell leicht und schnell zu erkennen ist. Die
Anzahl der Zellen eines Arbeitsblattes ist so ausgewählt, daß gewünschte Rechen
operationen bequem und übersichtlich ausgeführt werden können.
Dabei ist jedes Arbeitsblatt einem Formular ähnlich ausgestaltet und auf ein spezielles
Rechenproblem zugeschnitten, insofern, daß sich die Beschriftung und Anordnung der
einzelnen Rechenzellen an bekannte Berechnungsweisen bzw. an die Rechenpraxis in
den verschiedenen Anwendungsgebieten anlehnt. Auf diese Weise sind die Rechen
blätter für den Benutzer weitgehend selbsterklärend, das heißt der Benutzer kann in
der optisch ansprechenden Ausgestaltung eines Arbeitsblattes und vor allem in der
logischen sinnvollen Anordnung von beschrifteten Rechenzellen sofort erkennen, was
er zu tun hat. Dies führt zu einem Vermeiden von Fehlern, die durch die teilweise un
übersichtliche Arbeit mit herkömmlichen Taschenrechnern entsteht, und ermöglicht
so ein effizienteres, weil korrekteres und leichter verständliches Arbeiten.
Der Benutzer hat als weiteren Vorteil der Erfindung durch die Ausgestaltung des Arbeitsblattes
sämtliche für das Problem relevanten Größen im Überblick auf der Anzeigeeinheit stehen.
Durch das Betätigen des Cursortastenfeldes können nun
verschiedene Zellen frei angewählt werden. Die numerischen Werte der angewählten Zellen sind
mittels der numerischen Eingabetasten direkt manipulierbar. Wird die angewählte Zelle mittels
dieser Einrichtung wieder verlassen, wird der zuletzt in der Zelle stehende Wert gespeichert. Vor
allem durch die Tatsache, daß sämtliche Rechengrößen im Gesamtüberblick für das Auge
sinnfällig angeboten werden, zeigt, daß der Taschenrechner für den Schulungsbedarf geeignet ist,
da die Darstellung einen hohen didaktischen Wert besitzt.
Die bei den üblichen Taschenrechnern vorherrschende funktionale Vorgehensweise wird hier
durch eine relationale ersetzt. Dies führt vorteilhafterweise dazu, daß es für den Benutzer keine
festgelegten Eingangs- und Ausgangsgrößen gibt, das heißt, daß es auch möglich ist, in einem
Arbeitsblatt das Ergebnis und diverse Variablen einzugeben, um eine gesuchte Variable zu
berechnen. Der Benutzer braucht somit keine Kenntnisse von den funktionalen
Zusammenhängen. Durch die Auswahl der auf dem Arbeitsblatt angegebenen Zellen spezifiziert
er, welcher Wert aus welchen Eingabewerten berechnet werden soll.
Der Ablauf ist also der folgende: Der Benutzer bestimmt durch die Auswahl der auf dem
Arbeitsblatt befindlichen Zellen, welche Größen er als unabhängige Variablen deklarieren möchte,
wobei ausdrücklich noch einmal betont werden sollte, daß hierbei als unabhängige Variable auch
die Ergebniszelle verwendet werden darf. Der erfindungsgemäß ausgestaltete Taschenrechner
bestimmt dann in einem ersten Schritt, welche Größen er berechnen kann und berechnet sie dann
in einem zweiten Schritt.
Wie schon angedeutet, kann der Benutzer beispielsweise auch einen Wert für das - nach
traditioneller, nach vorne gerichteter Denkweise - Ergebnis der Rechenoperation vorgeben. In
diesem Fall rechnet der Rechenblatt-Taschenrechner rückwärts und bestimmt die Argumentwerte,
die zu diesem Ergebnis hinführen. Es ist leicht
einsichtig, daß ein wesentlicher Vorteil dieser Erfindung darin besteht, daß man sowohl "was-wäre
wenn"-Analysen machen kann, indem man vorwärts rechnet, als auch "was-muß-passieren
damit"-Analysen vornehmen kann, indem man, wie gerade beschrieben, rückwärts rechnet.
Des weiteren ist die Fehlerkorrektur im Falle, daß der Benutzer Werte falsch eingegeben hat, sehr
komfortabel und übersichtlich. Der Austausch der nicht erwünschten Variable bzw. auch des
Ergebnisses geschieht in einfachster Art und Weise dadurch, daß man über die Cursortasten, die
zu verändernde Zelle anwählt, dort den alten Wert überschreibt, und nach Start des
Rechenvorganges das gewünschte Resultat liefert.
Der Rechner berechnet also alle Größen des Rechenblattes nach jeder Benutzereingabe neu. Der
Benutzer hat dabei mehrere Möglichkeiten, Einfluß darauf zu nehmen, welche Werte neu
berechnet werden sollen, bzw. welche erhalten werden sollen. Beispielsweise kann er eine Zelle
gegen Veränderung sperren, d. h. "einfrieren" oder für das Überschreiben durch den Rechner
freigeben. Ist der funktionale Zusammenhang nicht bÿektiv, so tritt eine Prioritätenregelung in
Kraft. Da im letzten Falle nicht eindeutig entschieden werden kann, welcher Wert überschrieben
werden soll, wird hier die zweckmäßige Regelung eingeführt, daß die Zelle, deren Wert am
"ältesten" ist, mit dem neuen Wert überschrieben wird, wobei natürlich eingefrorene Werte nie
überschrieben werden dürfen.
Ein weiteres wichtiges Detail des hier vorgestellten Taschenrechners ist die Möglichkeit, beim
Arbeiten mit einem Arbeitsblatt ein anderes Arbeitsblatt aufzurufen. Dabei ist es auch möglich, mit
den Cursortasten, eine Zelle auszuwählen, in die die Größe, die das Ergebnis des zuletzt
aufgerufenen Arbeitsblattes ist, übernommen wird. Arbeitet man also in einem Arbeitsblatt und
betätigt eine Funktionstaste, um ein anderes Arbeitsblatt aufzurufen, so wird das entsprechende
Rechenblatt im Display dargestellt, wobei die schon bisher eingetragenen Werte des aufrufenden
Arbeitsblattes erhalten und bei einem erneuten Aufruf dieses Blattes wieder zur Verfügung stehen.
Durch Einspeichern und Auslesen von Werten über interne Speicherzellen, ist es möglich, Werte
zwischen einzelnen Rechenblättern auszutauschen und so auch kompliziertere Ausdrücke zu
berechnen. Des weiteren ist ein Mechanismus vorgesehen, der den Aufruf eines
anderen Rechenblattes vom jeweils aktuellen und die Rückkehr ermöglicht, ohne die interne
Speicherzelle zum Umspeichern zu benutzen.
Damit der Rechner auch an verschiedene Arbeitsumgebungen, wie beispielsweise ein chemisches
Labor, angepaßt werden kann, kann das Gehäuse insofern modifiziert werden, als daß es sich
gegenüber Hitzebelastung und Säureeinfluß resistenter erweist, als handelsübliche Gehäuse.
Auch eine wasserdichte Ausführung mit Folientastatur ist möglich.
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen
erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht des Rechners,
Fig. 2 zeigt ein Blockdiagramm, daß stark schematisiert den prinzipiellen
Ablauf und den Informationsfluß des Rechners verdeutlicht,
Fig. 3 bis Fig. 1 1 zeigen einige Ausgestaltungen von Rechenblättern
mit numerischen Beispielen.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen elektronischen Rechner, insbesondere einen Taschenrechner. In der
obersten linken Ecke des Rechnergehäuses befindet sich die Statusleiste (1) mit drei Anzeige-
LED′s (1a, 1b, 1c). Die OK1-Leuchte (1a) leuchtet nach jeder Benutzereingabe grün auf, wenn auf
dem Rechenblatt alle numerischen Daten korrekt berechnet wurden. Sie erlöscht wieder, sobald
der Benutzer eine neue Zahl einzugeben beginnt. Sie leuchtet ebenfalls noch nicht auf, wenn der
Benutzer noch nicht genügend Daten eingegeben hat, so daß eine sinnvolle Rechnung möglich
wäre.
Die OK2-Leuchte (1 b) leuchtet zusätzlich zur OK1-Leuchte (1a) auf, falls ein zweideutiges
Rechenergebnis erzielt wurde. Wenn der Benutzer in diesem Fall die Taste ENTER (2a) im
Hilfsfunktionentastenfeld (2) drückt, wird der zweite Wert in der entsprechenden Zelle dargestellt.
Die Error-Leuchte (1c) leuchtet auf, wenn ein Fehler bei der Dateneingabe aufgetreten ist (z. B.
Division durch 0, Überlauf . . . ).
Das Hilfsfunktionenfeld (2) dient dazu, die Arbeit mit den Rechenblättern zu verwalten, indem es
über Tastendruck Unterprogrammverwaltung, Speicherverwaltung, Einfrieren und Löschen von
Zellen in einem Arbeitsblatt ermöglicht. Die Enter-Taste (2a) schließt die Zahleneingabe in die
aktuelle Zelle ab. Danach beginnt automatisch der Rechenprozeß, der alle Zelleninhalte im
Arbeitsblatt neu berechnet. Falls dies nicht möglich ist, etwa aufgrund unsinniger Benutzerein
gabe, erfolgt die globale Fehlermeldung "ERROR".
Die Delete-Taste (2b) löscht den Inhalt der aktuellen Zelle. In vielen Fällen führt das dazu, daß
noch andere (von der aktuellen Zelle funktional abhängige) Zellen ebenfalls gelöscht werden.
Die Lock-(2g)/Unlock-(2h)-Tasten dienen dazu, den Wert der aktuellen Zelle einzufrieren (mit
Lock (2g)), das heißt, das Rechnerprogramm verändert diesen Wert nicht mehr, außer man
betätigt die Unlock-Taste (2h), sondern nur andere, nicht durch Lock geschützte, Zellen.
Die Store1-Taste (2e) speichert den Inhalt der aktuellen Zeile in die interne Speicherzelle ein. Mit
der Recall1-Taste (2f) läßt sich dieser interne Wert wieder in die aktuelle Zelle zurückspeichern.
Die Call-Taste (2c) und die Return-Taste (2d) dienen dazu, einer Zelle eines Arbeitsblattes ein
Rechenergebnis aus einem anderen Rechenblatt zur Verfügung zu stellen.
Falls der Benutzer in einer Zelle im rufenden Arbeitsblatt einen Wert benötigt, der sich in einem
anderen Arbeitsblatt berechnen läßt, dann geht er folgendermaßen vor: Er drückt die Taste Call
und gleichzeitig die gewünschte Funktionstaste. Es erscheint das gewünschte gerufene
Arbeitsblatt auf dem Display (6), der Benutzer berechnet dort den gesuchten Wert in der üblichen
Weise, fährt abschließend mit dem Cursor in die Zelle mit dem gesuchten Ergebniswert (dies wird
der Return-Wert), drückt die Return-Taste und das Programm kehrt zum aufrufenden Arbeitsblatt
zurück, wobei der Return-Wert in die Aufrufzelle des rufenden Arbeitsblattes eingespeichert wird.
Es ist auch ein mehrfach rekursiver Aufruf von Arbeitsblättern möglich.
Das Display Panel (6) dient zur Darstellung der Zeichen, der Arbeitsblätter und deren Zellen. Es ist
im Normalfall von der Größenordnung, daß es 6 Zeilen zu 40 alphanumerischen Charakteren
aufnehmen kann.
Die 4 Optionstasten (8) sind als soft-keys ausgelegt und erlauben durch Betätigen bis zu vier
verschiedene Optionen in einem Rechenblatt anzuwählen.
Der Ein/Aus-Schalter (9) befindet sich beispielsweise mitte rechts.
Das Cursorfeld (3) dient zur Auswahl der Zelle, die der Benutzer eines Rechenblattes bearbeiten
möchte.
Das Funktionstastenfeld (5) dient dazu, die jeweils gewünschten Rechenblätter aufzurufen, d. h.
auf dem Display (6) darzustellen und die Zellen des Arbeitsblattes zum Laden mit Werten zur
Verfügung zu stellen. In der Figur sind einige beispielhatte Beschrittungen der Funktionstasten mit
aussagekräftigen Abkürzungen dargestellt. Auf eine Numerierung der Funktionstasten, auf die im
nachfolgenden noch eingegangen werden soll, wurde aus Übersichtlichkeitsgründen verzichtet.
Der Zehnertastenblock (4) dient zur Eingabe der Daten in die Zellen und hat die von
herkömmlichen Taschenrechnern gewohnte Anordnung.
Im Falle eines Einsatzes unter erschwerten Umweltbedingungen kann die Tastatur als
Folientastatur realisiert werden, um einen Schutz gegen Feuchte oder gegen Säureeinfluß zu
erreichen. Letztere Bemerkung bezieht sich auch auf eine spezielle Ausgestaltung des Gehäuses
(0).
Die Funktionsweise des Rechenblatt-Taschenrechners ist aus dem Blockdiagramm Fig. 2 zu
entnehmen. Die beiden wichtigsten Komponenten sind die zentrale Recheneinheit (14) (CPU), die
im wesentlichen für die numerischen Rechenoperationen zuständig ist und der Display Controller
(7), der für die Ansteuerung des Display Panels (6) zuständig ist.
Grob gesprochen, läßt sich die interne Arbeitsweise wie folgt skizzieren:
Durch Betätigen einer Funktionstaste im Funktionstastenfeld (5) wird sowohl das zu dieser Taste gehörige Rechenprogramm aus dem Programmspeicher (15) in die CPU (14) geladen, als auch das zugehörige graphische Festbild aus dem Festbildspeicher (10) über den Display Controller (7) auf dem Display Panel (6) zur Anzeige gebracht. Die graphische Darstellung dort wird gemischt erzeugt aus dem unveränderlichen Festbild, dessen Pixeldaten aus dem Festbildspeicher (10) gelesen werden, und aus der sich dynamisch ändernden Darstellung von Ziffern in den verschiedenen vorgesehenen Rechenzellen. Durch Betätigen einer Zifferntaste im Zifferntastenfeld (4) wird eine Codierung dieser Taste in einem Schieberegister in der CPU (14) abgelegt und eine graphische Darstellung dieser Ziffer mit Hilfe eines Zifferngenerators (12) auf dem Display Panel (6) erzeugt. Der geometrische Ort dieser Darstellung wird über den Adreßkonverter (11) bestimmt.
Durch Betätigen einer Funktionstaste im Funktionstastenfeld (5) wird sowohl das zu dieser Taste gehörige Rechenprogramm aus dem Programmspeicher (15) in die CPU (14) geladen, als auch das zugehörige graphische Festbild aus dem Festbildspeicher (10) über den Display Controller (7) auf dem Display Panel (6) zur Anzeige gebracht. Die graphische Darstellung dort wird gemischt erzeugt aus dem unveränderlichen Festbild, dessen Pixeldaten aus dem Festbildspeicher (10) gelesen werden, und aus der sich dynamisch ändernden Darstellung von Ziffern in den verschiedenen vorgesehenen Rechenzellen. Durch Betätigen einer Zifferntaste im Zifferntastenfeld (4) wird eine Codierung dieser Taste in einem Schieberegister in der CPU (14) abgelegt und eine graphische Darstellung dieser Ziffer mit Hilfe eines Zifferngenerators (12) auf dem Display Panel (6) erzeugt. Der geometrische Ort dieser Darstellung wird über den Adreßkonverter (11) bestimmt.
Jede Betätigung einer Cursortaste im Cursortastenfeld (3) wird über die CPU (14) im
Datenspeicher (13) gespeichert. Auf diese Weise ist der CPU (14) ständig die aktuelle
Cursorposition und damit die aktuelle Rechengröße bekannt. Diese Cursorposition wird ständig
ausgelesen und über den Adreßkonverter (11) an den Display
Controller (7) geschickt, so daß an der beabsichtigten Stelle ein blinkendes Cursorsymbol sichtbar
gemacht werden kann. Über den Adreßkonverter (11) werden sowohl die von der CPU (14) neu
berechneten (und unter internen Adressen abgelegten) Werte als auch die vom Benutzer
eingegebenen Werte an das Panel (6) geschickt.
Der Datenspeicher (13) enthält die zum aktuellen Rechenblatt gehörigen Zwischenspeicher, die
zum aktuellen Rechenblatt und den bisher schon benutzten Rechenblätter numerischen Werte,
den Status der einzelnen Zellen (z. B. Benutzer erzeugt, Rechner erzeugt, gesperrt usw.), die
Alterungsliste (Reihenfolge der Benutzereingaben in den Zellen) die Position des Cursors, die
interne Speicherzelle und einen Stack für die Übergabe der Werte bei dem durch Call
aufgerufenen Rechenblätter.
Bei den folgenden Ausführungsbeispielen beziehen sich die Rechenzellen mit abgerundeten
Ecken darauf, daß dort Benutzereingaben und Rechnerausgaben möglich sind. In Rechenzellen
mit harten Ecken sind nur Benutzereingaben möglich.
Die Fig. 3 zeigt als Ausführungsbeispiel das Arbeitsblatt "Summentafel".
Diese Funktion wird durch Betätigen der Funktionstaste Sum aufgerufen.
Es treten folgende numerische Größen auf:
Summand 1 in Zelle (31), abgekürzt mit S1
Summand 2 in Zelle (32), abgekürzt mit S2
Summand 3 in Zelle (33), abgekürzt mit S3
Summe in Zelle (34), abgekürzt mit S.
Summand 1 in Zelle (31), abgekürzt mit S1
Summand 2 in Zelle (32), abgekürzt mit S2
Summand 3 in Zelle (33), abgekürzt mit S3
Summe in Zelle (34), abgekürzt mit S.
In der ersten Spalte ist noch die Art der Summation auszuwählen.
Wählt man Sum x (35), so ist S = S1 + S2 + S3.
Wählt man Sum 1/x (36), so ist 1/S= 1/S1 + 1/S2 + 1/S3.Wählt man Sum (37), so wird die Wurzel aus der Summe der Quadrate berechnet.
Wählt man Sum x (35), so ist S = S1 + S2 + S3.
Wählt man Sum 1/x (36), so ist 1/S= 1/S1 + 1/S2 + 1/S3.Wählt man Sum (37), so wird die Wurzel aus der Summe der Quadrate berechnet.
Versucht der Benutzer in der Zelle (33) weiter, nach unten zu fahren (vgl. den nach unten
gerichteten Pfeil (38) in der Fig. 3), dann tritt folgender Effekt ein:
Die Werte in den beiden oberen Zellen (31, 32) werden entsprechend der eingestellten Option zu einem Wert zusammengefaßt, der Wert der Zelle (33) wird in die Zelle (32) verschoben und die Zelle (33) steht zur weiteren Eingabe bereit. Auf diese Weise ist es möglich, beliebig viele Werte zu addieren. Der Benutzer kann allerdings immer nur vier aktuelle Größen, nämlich den Inhalt der Zellen (31), (32), (33), (34) manipulieren.
Die Werte in den beiden oberen Zellen (31, 32) werden entsprechend der eingestellten Option zu einem Wert zusammengefaßt, der Wert der Zelle (33) wird in die Zelle (32) verschoben und die Zelle (33) steht zur weiteren Eingabe bereit. Auf diese Weise ist es möglich, beliebig viele Werte zu addieren. Der Benutzer kann allerdings immer nur vier aktuelle Größen, nämlich den Inhalt der Zellen (31), (32), (33), (34) manipulieren.
Im Rechenbeispiel wird 1/18 zu 1/12 addiert, und von dieser Summe der Kehrwert gebildet.
Die Fig. 4 zeigt das Rechenblatt Multiplikationstafel.
Diese Funktion wird durch Betätigen der Taste Mult aufgerufen. Mit diesem Arbeitsblatt ist das
Multiplizieren und Dividieren möglich. Beim Aufruf des Arbeitsblattes steht der Cursor in Zelle (41).
Das Arbeitsblatt zeigt einen arithmetischen Bruch mit drei Zellen für den Zähler (41, 42, 43) und drei
Zellen für den Nenner (44, 45, 46). Seien Z1 der Wert in Zelle (41), Z2 der Wert in Zelle (42), Z3 der
Wert in Zelle (43), wohingegen N1 in Zelle (44), N2 in Zelle (45) und N3 in Zelle (46) stehen. Das
Ergebnis E erscheint in Zelle (47).
Wie eigentlich jedem aus der optischen Ausgestaltung des Displays sofort klar ist, muß gelten,
daß E = (Z1*Z2*Z3)/(N1*N2*N3) ist.
Nicht eingegebene Werte, also leere Zellen werden als 1 angenommen. Dadurch ist
beispielsweise die Berechnung des Kehrwertes einer Zahl ganz einfach. Dazu muß der Benutzer
nur in Zelle (44) einen Wert eintragen und der reziproke Wert erscheint in der Ergebniszelle (47).
Die Fig. 4 zeigt die Berechnung von 3*5/4 = 3.75.
Die Fig. 5 zeigt das Rechenblatt Trigonometrische Funktionen.
Nach Betätigung der Funktionstaste Trigo erscheint ein Rechenblatt zur Berechnung der vier
trigonometrischen Cosinus (54), Sinus (53), Tangens (55) und Cotangens (56). Die Eingabe des
Argumentes der Winkelfunktionen kann sowohl in Grad (51) erfolgen als auch im Bogenmaß (52).
Der Idee der Erfindung gemäß wird der Wert, der in Grad eingegeben worden ist, auch ins
Bogenmaß umgerechnet und umgekehrt.
Die Umkehrfunktionen sind dadurch zu erreichen, daß man in das jeweilige Feld der vier
Winkelfunktionen einen Zahlenwert einträgt, und der erfindungsgemäß gestaltete Rechner dann
den bzw. die dazugehörigen Winkel berechnet.
In Fig. 5 wurde der Arcussinus der Zahl 0.5 ausgerechnet.
Die Fig. 6 zeigt das Rechenblatt Dreiecksberechnung.
Nach der Betätigung der Funktionstaste Triang erscheint das Rechenblatt, das zur Berechnung
von Dreiecken, die in der Ebene liegen, dient.
In den oberen drei Zellen (61, 62, 63) werden die Seitenlängen angegeben, in den unteren die
jeweils gegenüberliegenden Winkel.
Gibt der Benutzer eine sinnvolle Kombination von Eingabegrößen ein, so werden die restlichen
Größen des Dreiecks berechnet. Bei einer nicht genügenden Anzahl von Größen, z. B. genügen
drei Winkel eines Dreiecks bekanntlich nicht, um ein Dreieck eindeutig zu definieren, erhält man
eine Rückmeldung durch das bereits beschriebene Aufleuchten der OK1- bzw. der Error-Leuchte.
In Fig. 6 wurde die Seitenlänge 65 in Zelle (62), und die beiden anliegenden Winkel 30 in Zelle
(66) und 50 in Zelle (64) eingegeben. Die Winkelangabe erfolgt in Grad.
Die Fig. 7 und 7a zeigen das Rechenblatt Prozentrechnung, welches mit der Funktionstaste
"%" aufgerufen wird.
In die Zelle (72) wird der Wert eingegeben, auf den sich die Prozent beziehen sollen, in Zelle (71)
der Prozentsatz. Zelle (73) enthält dann den prozentualen Anteil von Zelle (72) in Bezug auf den
Prozentsatz von Zelle (71). In Zelle (74) wird dann die Summe von Zelle (72) und Zelle (73)
eingetragen.
Da es oft wichtig ist, den Wert von Zelle (74) als neue Referenz zu betrachten, ist vorgesehen, dies
durch die Zellen (75) und (76) zu berücksichtigen. Dabei kommt in Zelle (75) der prozentuale
Anteil von Zelle (72) in Bezug auf den Wert von Zelle (74), und in Zelle (76) derjenige von Zelle
(73).
Die Fig. 7 und 7a stellen auch noch ein weiteres Beispiel für die "Rückwärts"-Rechnung dar. In
Fig. 7 möchte ein Kaufmann z. B. wissen, welchen Preis er für ein Produkt verlangen muß, wenn
er bei einem Produktwert von DM 200,- einen Mehrwertsteuersatz von 14% aufschlagen muß. In
Fig. 7a möchte der Kaufmann jedoch wissen, welchen Produktwert ein Gegenstand hat, der nach
14prozentigem Steueraufschlag einen Wert von DM 200,- hat.
Je nach Intention des Kaufmannes hat er im ersten Fall die 200 in Zelle (72) und im zweiten Falle
200 in Zelle (74a) einzutragen. Der Prozentsatz, der in beiden Fällen 14 beträgt, wird in Zelle (71)
bzw. (71 a) eingetragen.
Die Fig. 8 zeigt das Rechenblatt Exponential/Logarithmusfunktion.
Nach dem Aufruf des Programmes durch Betätigen der Taste Expo erscheint dieses Rechenblatt
auf dem Display. Der Taschenrechner gibt dabei in Zelle (83) automatisch den Wert der
Eulerschen Zahl e, bezüglich derer der natürliche Logarithmus und die natürliche
Exponentialfunktion definiert ist, vor. In Zelle (81) wird die Zahl eingegeben, die als Argument der
Exponentialfunktion dienen soll. Der dazugehörige Wert der Exponentialfunktion wird dann in
Zelle (82) ausgegeben.
Umgekehrt ist klar, daß in Zelle (82) eine Zahl eingegeben werden kann und man in Zelle (81) den
Logarithmus dieser Zahl ablesen kann.
Da in vielen Bereichen mit dekadischem Logarithmus, so zum Beispiel in der Chemie und
Elektronik, oder mit dyadischem Logarithmus, wie in der Informationstheorie nach Shannon,
gerechnet wird, besteht die Möglichkeit in Zelle (83) den Wert einer anderen Basis einzugeben.
Der Rechner ändert von sich aus diesen Wert nicht und bei jedem Neuaufruf des Rechenblattes
wird die fest abgespeicherte Zahl e als Wert in Zelle (83) vorgegeben.
Die Fig. 9 zeigt das Rechenblatt Interpolation.
Betätigt der Benutzer die Funktionstaste Interpol erscheint das dargestellte Rechenblatt auf dem
Display, das zur quadratischen Interpolation dient.
Es enthält in der ersten Zeile (91) die Ordinaten-Werte, in der Zeile (92) die Abszissen-Werte, die
dritte Zeile (93) enthält die Tangentensteigungen des Interpolationspolynoms an diesen Punkten.
Der Benutzer muß zur Initialisierung drei Punkte oder zwei Punkte und eine Ableitung eingeben.
Die Koordinaten des ersten Punktes wird dabei in die Zellen (91a, 92a) eingegeben, die des
zweiten in die Zellen (91b, 92b) und die des dritten in die Zellen (91c, 92c).
Die Steigung des Interpolationspolynoms an den jeweiligen Punkten kann in den Zellen (93a, 93b,
93c) abgelesen werden. Will man einen Punkt interpolieren, so sind die entsprechenden Werte in
die Zellen (91d oder 92d) einzutragen und man kann die interpolierte Steigung in Zelle (93d) und
die jeweils andere Koordinate in den Zellen (92d oder 91d) ablesen.
Gibt man aber z. B. einen Abszissen-Wert in Zelle (92d) vor, so existieren dazu möglicherweise
zwei Ordinaten-Werte. Die OK2-Taste (1b) leuchtet dann auf, und man hat die Möglichkeit auch
diesen Wert anzusehen durch Drücken der Enter-Taste.
Als Zahlenbeispiel wurde der Kursverlauf einer Aktie an der Börse berechnet. Ein Wertpapier habe
am 5., 10. und 20. des Monats nacheinander die Kursnotierungen 319, 304 und 424. Welchen
Wert hat es nun vermutlich am 15. des Monats gehabt? Die Werte werden in die jeweiligen Zellen
eingetragen und als Ergebnis erhält man die Steigungen des Interpolationspolynoms sowie in der
letzten Spalte in Zelle (92d) den interpolierten Aktienwert 339.
Die Fig. 10 zeigt das Rechenblatt Inverse Proportional Tafel.
Um sich dieses zugänglich zu machen, muß der Benutzer die Funktionstaste Invprop betätigen.
Hiermit können invers oder indirekt proportionale Zusammenhänge behandelt werden. Es wird
hierbei das Produkt der ersten drei Größen, die in den Zellen einer Zeile (101, 102, 103) stehen
konstant gehalten. In der drei Zellen (101d, 102d, 103d) der vierten Spalte wird die Zahl
eingetragen, die dem Produkt der drei vorangegangenen Werte proportional sein soll. Mit den
Bezeichnungen A1 für den Wert der Zelle (101a), A2 für den der Zelle (101b), A3 für Zelle (101c),
B1 für Zelle (102a), B2 für Zelle (102b), B3 für Zelle (102c), C1 für Zelle (103a), C2 für Zelle (103b)
und C3 für Zelle (103c), sowie D1, D2, D3 für die Zellen (101d), (102d) und (103d) erhält man als
Beziehung, die dem Rechenblatt zugrundeliegt: A1 * B1 * C1/D1 = A2 * B2 * C2/D2 = A3 * B3 * C3/D3.
Für nicht eingegebene Werte wird, wie bei der Multiplikationstafel der Wert eins angenommen.
Hiermit lassen sich vor allem die in der Schule beliebten Dreisatzaufgaben sehr einfach
berechnen. Wenn 24 Facharbeiter in 8 Tagen 960 Werkstücke herstellen, wieviele Tage brauchen
dann 36 Facharbeiter für 2160 Werkstücke.
Die Lösung liegt auf der Hand: In Zeile (101) wird in Zelle (101a) der Wert 24, in Zelle (101b) der
Wert 8 eingetragen, sowie als Proportionalitätskonstante die 960 in Zelle (101d).
In Zeile (102) wird in Zelle (102a) eine 36 und in Zelle (102d) eine 2160 eingetragen.
Die Antwort 12 erscheint dann in Zelle (102b).
Nach Betätigung der Funktionstaste Prop erscheint das Tableau von Fig. 11. Das Programm
dient zur Dreisatzrechnung und zeigt damit sehr stark den Bezug zur Verwendung im schulischen
Bereich.
Das Programm hält den Quotienten zweier unterliegender Werte entlang einer Zeile konstant.
Bezeichne A1, A2, A3 die Werte der Zellen (111a, 112a, 113a), B1, B2, B3 die Werte der Zellen
(111b, 112b, 113b) und C1, C2, C3 die Werte der Zellen (111c, 112c, 113c), so erhält man als
definierende Gleichungen:
A1/A2=B1/B2=C1/C2 und A1/A3=B1/B3=C1/C3.
Der Benutzer muß zunächst zwei Werte in einer Spalte eintragen, die das jeweilige Verhältnis
entlang der Zeilen definieren.
Als Zahlenbeispiel sei der Benzinverbrauch eines Autos genommen.
Ein Auto verbrauche 34 l auf 290 km, wieviel braucht es auf 100 km?
Man gibt nun in Zelle 111a den Wert 290 ein, in Zelle 112a den Wert 34. Trägt man in Zelle 111b den Wert 100 ein so erhält man als Verbrauch 11,72 l.
Weiß man nun zusätzlich, daß 34 l Benzin 41.14 kosten, so trägt man letzteren Wert in Zelle 113a ein und beruft sich dabei auf die zweite definierende Gleichung.
Ein Auto verbrauche 34 l auf 290 km, wieviel braucht es auf 100 km?
Man gibt nun in Zelle 111a den Wert 290 ein, in Zelle 112a den Wert 34. Trägt man in Zelle 111b den Wert 100 ein so erhält man als Verbrauch 11,72 l.
Weiß man nun zusätzlich, daß 34 l Benzin 41.14 kosten, so trägt man letzteren Wert in Zelle 113a ein und beruft sich dabei auf die zweite definierende Gleichung.
Will man nun wissen, wieviel Kilometer man zu welchem Preis mit 10 l Benzin fahren kann, so trägt
man in Zelle 112c den Wert 10 ein und kann in Zelle 111c die Kilometer und in Zelle 113c den Preis
ablesen.
Claims (3)
1. Elektronischer Rechner, insbesondere ein Taschenrechner, mit einer Anzeigeeinheit
(Display), einem numerischen Eingabetastenfeld, einem Funktionstastenfeld, einem
Cursortastenfeld mit Cursortasten zur Bestimmung der Position eines Cursors für die
Eingabe, wobei die einzelnen Positionen schrittweise frei anwählbar sind, einem Da
ten-(RAM-)Speicher, einem Programm-(ROM-)Speicher und einem Festbildspeicher,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Funktionstastenfeld (2, 5) mit dem Festbildspeicher (10) zur gezielten Erzeu gung eines jeweils auf eine numerische Aufgabenstellung entsprechend einem ge wünschten funktionalen Zusammenhang zugeschnittenen Arbeitsblattes mit einzel nen den Rechengrößen zugeordneten Zellen auf dem Display (6) in Verbindung steht
und daß damit dem funktionalen Zusammenhang entsprechende Rechenprogramme verfügbar gemacht werden
und daß die einzelnen Zellen des Arbeitsblattes mit dem Cursor schrittweise frei an wählbar sind und die angewählten Zellen frei manipulierbar sind
und daß ein Speicherbereich im Programm-(ROM-)Speicher (15) vorgesehen ist, in dem Unterprogramme für alle möglichen Kombinationen von eingebbaren Rechen größen gespeichert sind, mit deren Hilfe die jeweils funktional abhängigen Rechen größen berechenbar sind,
und daß ein Speicherbereich im Daten-(RAM-)Speicher (13) vorgesehen ist, in dem die Reihenfolge der vom Benutzer veränderten Zellen gespeichert und diese Reihenfolge beim Überschreiben von Zellen durch das jeweilige Unterpro gramm berücksichtigt ist.
daß das Funktionstastenfeld (2, 5) mit dem Festbildspeicher (10) zur gezielten Erzeu gung eines jeweils auf eine numerische Aufgabenstellung entsprechend einem ge wünschten funktionalen Zusammenhang zugeschnittenen Arbeitsblattes mit einzel nen den Rechengrößen zugeordneten Zellen auf dem Display (6) in Verbindung steht
und daß damit dem funktionalen Zusammenhang entsprechende Rechenprogramme verfügbar gemacht werden
und daß die einzelnen Zellen des Arbeitsblattes mit dem Cursor schrittweise frei an wählbar sind und die angewählten Zellen frei manipulierbar sind
und daß ein Speicherbereich im Programm-(ROM-)Speicher (15) vorgesehen ist, in dem Unterprogramme für alle möglichen Kombinationen von eingebbaren Rechen größen gespeichert sind, mit deren Hilfe die jeweils funktional abhängigen Rechen größen berechenbar sind,
und daß ein Speicherbereich im Daten-(RAM-)Speicher (13) vorgesehen ist, in dem die Reihenfolge der vom Benutzer veränderten Zellen gespeichert und diese Reihenfolge beim Überschreiben von Zellen durch das jeweilige Unterpro gramm berücksichtigt ist.
2. Elektronischer Rechner nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Funktionstastenfeld (2, 5) speziellen Hilfsfunktionen zugeordnete Funktions
tasten (2c, 2d) vorgesehen sind, die den Aufruf eines anderen Arbeitsblattes mit der
Möglichkeit des Speicherzugriffes durch das aufrufende Arbeitsblatt gestattet.
3. Elektronischer Rechner nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Funktionstastenfeld (2, 5) speziellen Hilfsfunktionen zugeordnete Funktions
tasten (2g, 2h) vorgesehen sind, bei deren Betätigung nach vorausgegangener An
wahl mit dem Cursor einzelne Zellen vor Überschreiben durch das Rechenprogramm
schützbar bzw. wieder zum Überschreiben freigebbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914127748 DE4127748C2 (de) | 1991-08-22 | 1991-08-22 | Elektronischer Rechner, insbesondere ein Taschenrechner |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914127748 DE4127748C2 (de) | 1991-08-22 | 1991-08-22 | Elektronischer Rechner, insbesondere ein Taschenrechner |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4127748A1 DE4127748A1 (de) | 1993-02-25 |
| DE4127748C2 true DE4127748C2 (de) | 1995-07-20 |
Family
ID=6438816
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914127748 Expired - Fee Related DE4127748C2 (de) | 1991-08-22 | 1991-08-22 | Elektronischer Rechner, insbesondere ein Taschenrechner |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4127748C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19758311A1 (de) * | 1997-12-31 | 1999-07-01 | Vargas Jorge Luis Dr Sanchez | Thermo-chemischen Rechner (in allen möglichen Größen von Taschenrechnern, über Laptops, Workstations bis hin zu Rechnern aller Größen mit und ohne Schreibgerät |
| DE10003830A1 (de) * | 2000-01-28 | 2001-08-02 | Czauderna Peter | Grenzhyperexponentialtaschenrechner bzw. Grenzhyperexponentialrechner |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPH0677192B2 (ja) * | 1984-02-23 | 1994-09-28 | キヤノン株式会社 | 文字データ表示方法 |
| JPS60193066A (ja) * | 1984-03-13 | 1985-10-01 | Sharp Corp | 電子式計算機 |
| DE3613740A1 (de) * | 1985-04-26 | 1986-10-30 | Casio Computer Co., Ltd., Tokio/Tokyo | Verfahren zum erzeugen einer tabelle fuer das speichern einer groesseren menge von datenbereichen sowie einer vorrichtung zur verwirklichung dieses verfahrens |
-
1991
- 1991-08-22 DE DE19914127748 patent/DE4127748C2/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19758311A1 (de) * | 1997-12-31 | 1999-07-01 | Vargas Jorge Luis Dr Sanchez | Thermo-chemischen Rechner (in allen möglichen Größen von Taschenrechnern, über Laptops, Workstations bis hin zu Rechnern aller Größen mit und ohne Schreibgerät |
| DE10003830A1 (de) * | 2000-01-28 | 2001-08-02 | Czauderna Peter | Grenzhyperexponentialtaschenrechner bzw. Grenzhyperexponentialrechner |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4127748A1 (de) | 1993-02-25 |
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