DE4114367C2 - Pyrometer zur berührungslosen Temperaturmessung von laufenden und in Laufrichtung langgestreckten Meßobjekten - Google Patents
Pyrometer zur berührungslosen Temperaturmessung von laufenden und in Laufrichtung langgestreckten MeßobjektenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Pyrometer zur berührungslosen Temperaturmessung
von laufenden und in Laufrichtung langgestreckten Meßobjekten. Es handelt
sich hierbei um sogen. linienförmige Meßobjekte, wie Draht, Gießstrahl od.
dgl., deren abgegebene Temperaturstrahlung über eine geräteeigene Optik als
Meßstrahl mindestens einem Empfänger zwecks Signalbildung zugeführt wird.
Derartige Pyrometer sind in der Praxis in den verschiedensten
Ausführungsformen bekannt geworden. Sie werden oftmals unter rauher
Industrieumgebung eingesetzt, wobei dann die Gefahr großer Störanfälligkeit
und/oder Verschleißanfälligkeit besteht.
Bei der pyrometrischen Temperaturmessung an bewegten Meßobjekten,
beispielsweise Draht in einer Drahtfertigungsstraße oder Gießstrahl an
Gießmaschinen, treten häufig Probleme auf, weil das Meßobjekt
Schlingerbewegungen um eine Neutrallage ausführt, wobei das Meßobjekt das
Visierfeld des Pyrometers durchwandert und dadurch auf den Empfänger
(Detektor) zeitweilig keine als Meßstrahl geeignete Temperaturstrahlung
gelangt - es entstehen dann in der Regel stark schwankende Meßsignale, die
keine eindeutige Temperatur-Bestimmung zulassen.
Mit verschiedenen Methoden versucht man, dieses Problem zu bewältigen:
- 1. Mit einem sogen. schnellen Pyrometer mit Maximalwertspeicher, vgl. DE-Z
"Stahl und Eisen" 94 (1974), Nr. 22, S. 1021-1027:
Wenn das Meßobjekt das Visierfeld des Pyrometers durchläuft, nimmt das Meßsignal einen maximalen Wert an, das je nach Distanzverhältnis, Meßfleck-Abmessung und Geschwindigkeit einen mehr oder minder plateauähnlichen Verlauf aufweist. Mit Hilfe eines Maximalwert-Speichers kann man den Maximalwert speichern. Bei einem solchen Pyrometer erhält man dann einen durchgehenden Kurvenverlauf. Nachteilig wirkt sich hierbei aus, wenn das Meßobjekt über einen längeren Zeitraum aus dem Visierfeld (Pyrometergesichtsfeld) verschwunden ist - es stellen sich dann lange, in ihrer Dauer undefinierte "Totzeiten" in der Meßwert-Erfassung ein, die im Hinblick auf eine stabile Regelung unerwünscht sind. - 2. Mit einem als Ganzes verschwenkbaren Pyrometer, vgl. DE-AS 10 55 258:
Hierbei ist aufgrund der verhältnismäßig großen Masse, welche bewegt werden muß, eine relativ aufwendige und kostenintensive Schwenkeinrichtung erforderlich und eine schnelle Schwenkbewegung nicht sinnvoll/möglich und somit Trägheit gegeben. Außerdem wird das Meßobjekt nur periodisch erfaßt, wodurch sogen. "Totzeiten" ohne Meßobjekt- Erfassung entstehen, die sich nachteilig auswirken. - 3. Mit einem Pyrometer mit Schwenkspiegel, vgl. DE-OS 21 50 963:
Mit Hilfe eines Schwenkspiegels wird versucht, das Meßobjekt für einen Augenblick zu erfassen und in das Pyrometer einzuspiegeln. Dieses Verfahren setzt ebenfalls ein schnelles Pyrometer mit entsprechender Auswertelogik und bspw. mit Maximalwert-Speicher voraus.
Nachteilig ist dabei die Spiegelmechanik mit ihren bewegten und somit
verschleißanfälligen Teilen. Das Spiegel- und Meßobjekt-Bewegung zeitlich
nicht korrelieren, kann sich die gleiche Situation wie unter Punkt 1 ergeben
daß nämlich über längere Zeiträume das Pyrometer mit keiner Meßstrahlung
beaufschlagt wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Pyrometer zum schnellen
und exakten Temperatur-Messen von laufenden, ggf. quer zur Laufrichtung im
begrenzten Maße schlingernden Meßobjekten zu schaffen, das bei einfachem
und bezüglich der Meßobjekt-Erfassung schwenkmechanikfreiem Aufbau unter
Vermeidung von "Totzeiten" in der Meßsignal-Erfassung ein kontinuierliches
Ausgangssignal zur Meßwert-Anzeige, d. h. Anzeige der gemessenen
Temperatur, ergibt.
Diese Aufgabe wird durch ein Pyrometer gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Das erfindungsgemäße Pyrometer ist besonders geeignet, um verhältnismäßig
dünne und von der idealen Durchlauflinie quer zur Laufrichtung schlingernde
Meßobjekte - wie dies beispielsweise bei einem laufenden Draht und einem
Gießstrahl der Fall ist - exakt und schnell zu messen.
Im Gegensatz zu den vorbekannten Pyrometern, die lediglich eine Sammellinse
für die Bündelung der vom Meßobjekt abgestrahlten Temperaturstrahlung auf
den Empfänger aufweisen, findet beim erfindungsgemäßen Pyrometer keine
Strahlen-Bündelung auf einen einzigen Punkt statt, sondern das Meßobjekt
bildet einen Strahlenstreifen ab, welcher beim Schlingern in Richtung seiner
Längserstreckung über den bzw. die Empfänger des Pyrometers wandert. Der
vorerwähnte Strahlenbündel-Streifen - ein sogenanntes Meßstrahlen-Band -
ist in seinem Mittelteil bzgl. seiner spektralen Beschaffenheit homogen, an
beiden Enden können jedoch Inhomogenitäten auftreten, die den Arbeits
bereich begrenzen. Bei Abweichungen des Meßobjekts gegenüber der durch
die ideale Durchlauflinie gebildeten Neutrallage ändert der homogene Mittelteil
des Strahlenbündel-Streifens seine Lage in der Abbildungsebene, überdeckt
jedoch den bzw. die für den Meßvorgang zuständigen Empfänger - erst wenn
die Abweichung so groß ist, daß die inhomogene Randzone des Strahlen
bündel-Streifens im Bereich des bzw. der für den Meßvorgang zuständigen
Empfänger(s) liegt, ist der an sich weite Bereich der zulässigen Abweichung
überschritten. Es versteht sich von selbst, die Zylinderlinse so auszubilden
und/oder anzuordnen, daß die vom axialbewegten sowie quer zur Axialrichtung
(Laufrichtung) schlingernden Meßobjekt zu erwartende Abweichung von der
Neutrallage voll im Arbeitsbereich des erfindungsgemäßen Pyrometers liegt;
hierbei kann auch die Entfernung zwischen Meßobjekt und Pyrometer mit
berücksichtigt werden, um zugewährleisten, daß die vom Meßobjekt
abgestrahlte Temperaturstrahlung mittels der Zylinderlinse den bzw. die die
Signalaufbereitung betreibende(n) Empfänger mit dem homogenen Teil des
Strahlenbündel-Streifens erreicht. Bei dem erfindungsgemäßen Pyrometer wird
letztendlich gewährleistet, daß auch bei schlingerndem Meßobjekt die auf den
bzw. die die Temperaturstrahlung empfangenden Empfänger gelangende
Strahlungsenergie - und damit das Ausgangssignal der Auswerteeinheit
(Meßeinrichtung) - konstant bleibt, und dies obwohl das Meßobjekt und der/die
von diesem bestrahlte(n) Empfänger in einer (orts)festen Beziehung während
des Meßvorgangs stehen. Das erfindungsgemäße Pyrometer zeichnet sich
auch dadurch aus, daß nun aufgrund des Verzichts eines Schwenkspiegels
bzw. einer Pyrometer-Schwenkeinrichtung keine beim Meßvorgang bewegten
Teile vorhanden sind und somit bewegungsbedingter Teile-Verschleiß nicht
vorliegt - das erfindungsgemäße Pyrometer weist damit auch eine weitgehend
verschleißfreie und dadurch langlebige sowie betriebssichere Konstruktion auf,
die außerdem preisgünstig herstellbar ist.
Zylinderlinsen sind zwar an sich, bspw. bei Geräten zur Raumüberwachung
zwecks Sicherung gegen Diebstahl u. dgl. bekannt (vgl. beispielsweise: US-PS
4 740 701, DE-AS 22 31 776), dienen dort aber der Lösung ganz anderer
Problemstellungen.
Unter den Quotientenpyrometern (Farbpyrometern) ist gemäß DE-Z "Stahl und
Eisen" 94 (1974) Nr. 22, S. 1024-1025, bereits eine Ausführung bekannt, bei
der die Meßstrahlung auf einer angeätzten, als Diffusor wirkenden
Eintrittsfläche eines Quarzglasstabes abgebildet wird, welcher den
empfangenen schmalen Lichtstreifen einem Empfänger (Siliciumdiode) zuführt.
Dabei werden Meßobjekt-Lageänderungen bis ± 10 mm noch erfaßt - in der
Praxis treten oftmals wesentlich größere Schlingerbewegungen auf, und da
wäre das vorbekannte Pyrometer unbrauchbar. Die Flächenabnahme zum
Kreisrand hin wirkt sich wie eine Neutralschwächung aus; die
Bestrahlungsintensität des Empfängers am Ausgang des Quarzglasstabes
kann dabei bis auf 20% des normalen Wertes zurückgehen (vgl. hierzu S.
1025, linke Spalte oben). Neben der Schwächung im Randbereich ist allein
aufgrund der Verwendung eines Diffusors im optischen System bereits generell
eine Schwächung der zu übertragenden Meßstrahlung gegeben, was dazu
führt, daß die Meßempfindlichkeit für den niedrigen Temperaturbereich nicht
ausreicht.
Das erfindungsgemäße Pyrometer hat gegenüber einem solchen
Quotientenpyrometer folgende Vorteile:
- a) es läßt weit größere Schlingerbewegung als ± 10 mm zu,
- b) es findet keine nachteilige Neutralschwächung im optischen System infolge Diffusor-Einsatz statt,
- c) der Sensor-Anfangsbereich kann genutzt werden,
- d) es lassen sich auch niedrige Temperaturen, z. B. von unter 100°C, exakt messen.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung sche
matisch dargestellt und werden nachfolgend näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Seitenansicht des Strahlengang-
Bereichs eines erfindungsgemäßen Pyrometers mit Zy
linderlinse und einem einzigen Empfänger (Detektor)
wobei die Meßobjekt-Neutrallage einschließlich Tempe
raturstrahlung sowie die beiden Endlagen der vom Meß
objekt ausgehenden Temperaturstrahlung (Meßstrahlung)
dargestellt sind,
Fig. 2 eine perspektivische Seitenansicht des Strahlengang-
Bereichs eines erfindungsgemäßen Pyrometers mit meh
reren Empfängern (Detektoren), wobei die Meßobjekt-
Neutrallage einschließlich Temperaturstrahlung sowie
die beiden Endlagen der vom Meßobjekt ausgehenden
Temperaturstrahlung (Meßstrahlung) dargestellt sind,
Fig. 3 eine perspektivische Seitenansicht des Strahlengang-
Bereichs bei einem etwa im mittleren Zylinderlinsen-
Bereich befindlichen und nach oben auswandernden Meß
strahl, wobei die obere Grenzlage aufgezeigt wird,
Fig. 4 eine perspektivische Seitenansicht des Strahlengang-
Bereichs bei einem etwa im mittleren Zylinderlinsen-
Bereich befindlichen und nach unten auswandernden
Meßstrahl, wobei die untere Grenzlage aufgezeigt
wird, und
Fig. 5 eine Pyrometer-Ausführung mit der Zylinderlinse vor
geschalteter sphärischer Linse, an einer Ausführungs
form gemäß Fig. 2 dargestellt (jedoch auch bei einer
Ausführungsform gemäß Fig. 1 möglich).
Ein als Ganzes nicht dargestelltes erfindungsgemäßes Pyrometer,
insbesondere in der Art eines sogen. schnellen Pyrometers aus
geführt, dient der berührungslosen Temperaturmessung von lau
fenden und dabei gegenüber einer Neutrallage, sogenannter
idealer Durchlauflinie/Neutrallinie, schlingernden - d. h.
seitwärts ausweichenden - Meßobjekten 1, insbesondere schma
ler bzw. dünner Gestalt, wie Draht, Gießstrahl u. dgl., deren
abgegebene Wärmestrahlung (Temperaturstrahlung) als sogenannte
"Meßstrahlung" über eine Zylinderlinse 2 mindestens einem Emp
fänger (Detektor) 3 zwecks Signal-Bildung zugeführt wird. Das
entsprechende "Signal" wird insbesondere unter Zuhilfenahme ei
nes geräteeigenen Prozessors (insbesondere Mikroprozessors)
ausgewertet und entweder im Pyrometer selbst zur Anzeige ge
bracht oder aber einer sogenannten "Schnittstelle" einer nach
geschalteten Einheit (beispielsweise Computereinheit) zuge
führt.
Die Laufrichtung des Meßobjekts ist nicht dargestellt, sie
deckt sich mit der Meßobjekt-Längsachse (im dargestellten Bei
spiel nach links oder rechts bewegend). Aufgrund der linienar
tigen Abbildung des Meßobjekts 1 ist jedoch offenbart, daß das
selbe von einem dünnen Objekt, wie Draht, Gießstrahl o. dgl.,
gebildet ist - die Längsachse des dargestellten Meßobjekts 1
deckt sich dabei mit der Laufrichtungs-Achse. Fig. 1 zeigt le
diglich einen Abschnitt des Meßobjekts 1.
Wie bei einem Vergleich von Fig. 1 und Fig. 2 leicht zu ersehen
ist, kann das erfindungsgemäße Pyrometer entweder mit einem
einzigen Empfänger 3 (vgl. Fig. 1) oder aber mit einer Vielzahl
von im Abstand oder abstandslos aneinander gereihten Empfängern
(Detektoren) 3a-3n ausgestattet sein - bei der letztgenannten
Version ist der jeweilige Empfänger (Detektor) 2a-2n nur für
die Auswertung eines begrenzten Spektrums (speziellen Tempera
tur-Bereichs) zuständig (vgl. Fig. 2).
Bei dem vereinfacht dargestellten Pyrometer-Aufbau ist in der
vom insbesondere linienförmigen Meßobjekt 1 ausgehenden Meß
strahlung eine Zylinderlinse 2 angeordnet, welche mit ihrer
Längsachse (d. h. der durch den Querschnitt verlaufenden Achse)
quer zur Meßobjekt-Laufrichtung verläuft (vgl. beispielhaft
Fig. 1 und Fig. 2). Die Zylinderlinsen-Achse (Längsachse der
Zylinderlinse) ist derart ausgerichtet, daß die vom linienför
migen ggf. seitwärts schlingernden Meßobjekt 1 abgestrahlten
Wärmestrahlen 4 hinter der Brennlinie 5 der Zylinderlinse 2 als
ein mit 6 beziffertes Band (streifenförmige Abbildung) in der
Bildebene abgebildet wird. Handelt es sich bei dem Gegenstand
um den Strahler einer bestimmten Temperatur, so wird eine
streifenförmige Fläche abgebildet, die in ihrer Energiedichte
keinen Gradienten aufweist und in ihrer spektralen Zusammenset
zung homogen ist.
Die in Fig. 1 dargestellten Strahlenbündel geben die beiden
Grenzlagen aller möglichen Strahlenbündel und die Mittellage
an. Fig. 3 zeigt die obere Grenzlage und Fig. 4 zeigt die un
tere Grenzlage der streifenförmigen Abb. 6 in bezug auf
einen Empfänger 3 - selbstverständlich ist dies auch bei einer
Pyrometer-Ausbildung gemäß Fig. 2 mit mehreren in einer Linie
angeordneten Empfängern 3a-3n möglich.
Bewegt sich bei einem erfindungsgemäßen Pyrometer nun das Meß
objekt 1 auf der angegebenen X-Achse (Auslenkrichtung) gegen
über dem Pyrometer, so wandert auch der abgebildete Streifen 6
auf der angegebenen X-Achse gegenüber dem Empfänger 3 bzw.
3a-3n der in der Ebene der Abbildung liegt. Wegen der geschilder
ten Eigenschaften der Abbildung hat dies jedoch innerhalb ei
ner zulässigen Amplitude keinen Einfluß auf das Detektorsignal.
Die Zylinderlinse 2 kann entgegen der zeichnerischen Darstel
lung (mit rechteckiger Körper-Form) auch eine runde Körper-Form
haben, wodurch sich dieselbe leicht verdrehen läßt und eine
einfache(re) Justierung ermöglicht.
Die Zylinderlinse 2 ist als Glaslinse, vorzugsweise aus Spek
tralglas, ausgeführt. Ihre Brennweite (gegeben/bestimmt durch
den Querschnitt-Radius sowie das Linsen-Material) bestimmt die
Breite des Streifens/Bandes 6 in der Bildebene an dem Empfänger
3 bzw. an den Empfängern 3a-3n.
Das erfindungsgemäße Pyrometer kann sowohl als Intensitätspyro
meter als auch als Quotientenpyrometer ausgebildet sein.
In bevorzugter Weise ist (wie an sich bekannt) dem Empfänger 3
bzw. den Empfängern 3a-3n mindestens ein Filter (nicht darge
stellt) vorgeschaltet. Solche Filter sind dabei z. B. von Inter
ferenzfiltern bzw. von einem Verlauffilter gebildet.
Bei Quotienten- und Mehrfarbenpyrometer muß das vom Meßobjekt 1
ausgehende Strahlenbündel auf die einzelnen Empfänger/Detek
toren mit verschiedener Spektralcharakteristik aufgeteilt wer
den. Dies kann mit Mehrfachlichtleitern oder Strahlteilern be
kannter Bauart (z. B. Prismen-, Spiegelsysteme) geschehen oder
bei gechoppten Geräten mit einem rotierenden Filterwechselrad
im Strahlengang. Ebenso kann man hierzu eine Zylinderlinse 2
benutzen. Aufgrund der über die Zylinderlinse 2 gemachten Aus
sagen ist es möglich, in der Bildebene die Empfänger verschie
dener Spektralempflindlichkeit anzubringen.
Eine Weiterbildung des Erfindungsgedanken sieht vor, daß der
Zylinderlinse 2 ein Blendensystem zugeordnet (vorzugsweise vor
gelagert ggf. nachgeschaltet) ist. Ein solches Blendensystem
ergibt eine Verbesserung der Abbildungseigenschaften und da
durch auch eine Unabhängigkeit von
- a) Entfernung zwischen Meßfleck und Pyrometer-Linse (Zylinder linse 2)
- b) verschiedenen Meßfleck-Abmessungen (z. B. Draht-Durchmesser oder Gießstrahl-Dicke).
Weiterhin ist es möglich und in Fig. 5 vom Prinzip her offen
bart, der Zylinderlinse 2 eine sphärische Linse 7 vorzuschal
ten. Eine solche sphärische Linse 7 bewirkt eine weitere Opti
mierung, insbesondere eine Steigerung der zu dem/den Empfän
ger(n) 3, 3a-3n gelangenden Energie, da eine Strahlen-Bündelung
vor der Zylinderlinse 2 vorgenommen wird.
Fig. 5 zeigt prinzipmäßig auf, daß es bei dem erfindungsgemäßen
Pyrometer mit Zylinderlinse 2 auch möglich ist, einen sogen.
"Visierstrahl" abzuzweigen.
Fig. 5 offenbart eine besonders bevorzugte Ausführungsform mit
mehreren Empfängern (Detektoren) 3a-3n, zusätzlicher (der er
findungsgemäßen Zylinderlinsen-Anordnung vorgeschalteter) sphä
rischen Objektivlinse 7 sowie Visierstrahl-Abzweigung.
Bei dem erfindungsgemäßen Pyrometer gemäß Fig. 5 wird die vom
Meßobjekt stammende Meßstrahlung 4a durch die sphärische Objek
tivlinse 7 zu einem Strahlenbündel 4b gebündelt und hinter dem
Brennpunkt als ein mit 4c bezifferter Meßstrahl der Zylinder
linse 2 zugeführt, welche diesen Meßstrahl einem der vielen an
einandergereihten Empfänger/Detektoren 3a-3n zur Signalbildung
zuführt. Wie bereits vorerwähnt, wird ein von einem schmalen
bzw. dünnen Meßobjekt 1 (d. h. spaltenförmigen Gegenstand) stam
mende Wärmestrahlung aufgrund der Meßobjekt-Schlingerbewegung
in der Bildebene, d. h. bei Pos. 6, als Streifen abgebildet -
die Längsachse dieses Streifens 6 verläuft bei der dargestell
ten Ausführung vertikal (vgl. auch Fig. 1-4). Im Bereich des
mit 4b bezifferten Teil des Meßstrahls ist ein Strahlteiler 8
angeordnet, der einen Strahlungsteil als Visierstrahl 9 ab
zweigt, welcher von einem Umlenkspiegel 10 umgelenkt und einem
Okular 11 zugeführt wird. Dies Pyrometer ist vorzugsweise auch
mit einer Blende 12 versehen. Die Blende 12 liegt vorzugsweise
vor dein Strahlteiler 8.
Claims (9)
1. Pyrometer zur berührungslosen Temperaturmessung von laufenden und in
Laufrichtung langgestreckten Meßobjekten, deren abgegebene
Temperaturstrahlung über eine geräteeigene Optik als Meßstrahlung
mindestens einem Empfänger zwecks Signalbildung zugeführt wird, dadurch
gekennzeichnet
- - daß die geräteeigene Optik eine die Temperaturstrahlung empfangende Zylinderlinse (2) aufweist,
- - daß das Pyrometer derart in Meßposition bringbar ist, daß die Zylinderlinsen-Längsachse quer zur Meßobjekt-Längsachse ausgerichtet ist und dabei in derselben Achsrichtung verläuft wie eine mögliche Schlingerbewegung, die das Meßobjekt um eine Neutrallage ausführen kann
- - wobei die Zylinderlinse (2) die durch sie gebündelten Temperaturstrahlen des Meßobjekts (1) einem Streifen (6) abbildet, welcher in der Meßobjekt-Neutrallage den mindestens einen Empfänger (3, 3a-3n) bezüglich der Länge des Streifens mittig liegend überdeckt.
2. Pyrometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe
mehrere Empfänger (3a-3n) aufweist, die in einer Reihe parallel zur
Zylinderlinsen-Längsachse angeordnet sind.
3. Pyrometer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Empfänger (3) bzw. die Empfänger (3a-3n) jeweils hinter der
Zylinderlinsen-Brennlinie (5) angeordnet ist/sind.
4. Pyrometer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zylinderlinse (2) zur Justierung verdrehbar ist.
5. Pyrometer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß dasselbe als Quotientenpyrometer ausgebildet ist.
6. Pyrometer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Empfänger (3; 3a-3n) ein Filter vorgelagert ist.
7. Pyrometer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinderlinse (2) eine sphärische Linse (7) vorgeschaltet ist.
8. Pyrometer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der sphärischen Linse (7) und der Zylinderlinse (2) eine
Blende (12) angeordnet ist.
9. Pyrometer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß im Meßstrahl (4b) ein Strahlteiler (8) zur Abzweigung eines zu einem
Okular (11) führenden Visierstrahls (9) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE4114367A DE4114367C2 (de) | 1990-05-02 | 1991-05-02 | Pyrometer zur berührungslosen Temperaturmessung von laufenden und in Laufrichtung langgestreckten Meßobjekten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4014157 | 1990-05-02 | ||
| DE4114367A DE4114367C2 (de) | 1990-05-02 | 1991-05-02 | Pyrometer zur berührungslosen Temperaturmessung von laufenden und in Laufrichtung langgestreckten Meßobjekten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4114367A1 DE4114367A1 (de) | 1991-11-14 |
| DE4114367C2 true DE4114367C2 (de) | 1996-07-11 |
Family
ID=6405614
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4114367A Expired - Fee Related DE4114367C2 (de) | 1990-05-02 | 1991-05-02 | Pyrometer zur berührungslosen Temperaturmessung von laufenden und in Laufrichtung langgestreckten Meßobjekten |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Families Citing this family (3)
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| DE19905524B4 (de) * | 1999-02-10 | 2005-03-03 | Steag Rtp Systems Gmbh | Vorrichtung zum Messen der Temperatur von Substraten |
| DE19964181B4 (de) * | 1999-02-10 | 2005-12-08 | Steag Rtp Systems Gmbh | Vorrichtung zum Messen der Tempertur von Substraten |
| DE102012024418A1 (de) * | 2012-12-14 | 2014-06-18 | Sikora Ag | Verfahren und Vorrichtung zum berührungslosen Bestimmen der Temperatur eines bewegten Gegenstands mit unbekanntem Emissionsgrad |
Family Cites Families (6)
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| DE2231776C3 (de) * | 1972-06-29 | 1987-07-30 | Licentia Patent-Verwaltungs-Gmbh, 6000 Frankfurt | Lichtschranke zur Messung der Lage oder Abmessung von Gegenständen |
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| JPS6027825A (ja) * | 1983-07-26 | 1985-02-12 | Minolta Camera Co Ltd | 放射温度計用光学系 |
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1991
- 1991-05-02 DE DE4114367A patent/DE4114367C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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| 8380 | Miscellaneous part iii |
Free format text: SPALTE 6, ZEILE 21 "DEIN" AENDERN IN "DEM" |
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Owner name: KELLER HCW GMBH, 49479 IBBENBUEREN, DE |
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