DE4100656A1 - Schlagwerkzeug fuer prall- und hammermuehlen - Google Patents
Schlagwerkzeug fuer prall- und hammermuehlenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schlagwerkzeug, insbesonde
re eine Schlagleiste für Prall- oder Hammermühlen, das
aus Schichten unterschiedlicher Härte besteht. Solche
Schlagwerkzeuge sind beispielsweise aus den DE-PSen
6 50 607 und 6 51 336, der DE-AS 12 49 645 und der DE-
GmS 17 73 295 bekannt.
Das Zusammensetzen solcher Schlagwerkzeuge aus mehre
ren Schichten unterschiedlicher Härte erfolgt, um dem
Schlagwerkzeug außer der wegen des Verschleißes not
wendigen Härte oder Verschleißfestigkeit auch eine ge
nügende Biegefestigkeit bzw. Elastizität zu geben,
weil allein aus hochverschleißfestem Material beste
hende Schlagwerkzeuge bei den auszuführenden Schlägen
leicht brechen.
Bislang ist es jedoch aus technisch-wirtschaftlichen
Gründen nicht gelungen, sehr verschleißfeste Werkstof
fe, die praktisch keine Dehnung haben, außer durch
Gießen und damit aus einem einheitlichen Werkstoff, in
einer Dicke herzustellen, wie sie für Schlagleisten
für Prall- oder Hammermühlen benötigt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Weg zu zeigen, auf
dem solche Schlagwerkzeuge, insbesondere Schlaglei
sten, hergestellt werden können.
Sie besteht darin, mehrere Stahlbleche im Abstand von
einander gehalten in ein Schmelzbad aus einer Hartle
gierung zu tauchen, so daß die Zwischenräume mit der
Hartlegierung ausgefüllt werden und unter inniger Ver
bindung der Hartlegierung mit dem Stahlblechmaterial
darin erstarrt.
Es ist, wie in der EP 01 08 877 für andere Tauchver
fahren angegeben, vorteilhaft, wenn die Stahlbleche
vor dem Tauchen erhitzt werden.
Die Abstände zwischen den Stahlblechen können nicht
beliebig groß gewählt werden, weil sich sonst die
Hartlegierung beim Herausnehmen des Blechpaketes aus
dem Schmelzbad in den Zwischenräumen nicht hält. Gege
benenfalls kann ein zwei- oder mehrmaliges Tauchen er
forderlich werden. Ein Abstand von 10 bis 20 mm, vor
zugsweise 15 mm, hat sich für ein einmaliges Tauchen
als geeignet erwiesen. Es ist auch möglich, das Blech
paket zunächst in Richtung der Ausdehnung der Blech
ebenen in das Schmelzbad einzutauchen und es nach
einer Schwenkung von 90° quer zur Blechebene aus dem
Schmelzbad herauszuheben. Damit außen am Bleckpaket
vorgesehene Halterippen ihre Abmessungen beibehalten,
was auch hinsichtlich der Dicke des Blechpaketes, also
der erfindungsgemäß hergestellten Schlagleiste, anzu
streben ist, werden vor dem Tauchen die äußeren Flä
chen des Blechpaketes mit einem Trennmittel versehen,
so daß die Hartlegierung hier nicht haftet.
Das Tauchen von Werkzeugen in eine Hartlegierungs
schmelze zur Erzielung einer harten Verschleißschicht
ist an sich bekannt (AT-PS 1 63 214). Auch ist es be
kannt, die Verschleißschicht durch mehrmaliges Tauchen
zu verstärken (EP 01 08 877). Weiterhin ist es be
kannt, zum Aufbringen einer Hartmetallplatte auf einen
Tragkörper aus Stahl diesen durch Tauchen in ein
Schmelzbad aus einer Nickel-, Kobalt- und oder Eisen
legierung mit einem Überzug aus dieser Legierung zu
versehen und die Hartmetallplatte auf den Überzug auf
zupressen, bis dieser erstarrt ist (DE-OS 35 08 603).
Schließlich ist es bekannt, an einen Tragkörper aus
Stahl einen Verschleißkörper aus einer Hartlegierung
nach Anlegen einer Gießform an den Tragkörper anzugie
ßen (AT-PS 2 82 213). Durch die beiden letztgenannten
Verfahren wird aber der eigentliche, aus einem ein
heitlichen Material bestehende Verschleißkörper an
einem Tragkörper befestigt, während durch das erfin
dungsgemäße Verfahren ein Verschleißkörper erzeugt
wird, der aus unterschiedlichem Material zusammenge
setzt ist.
Die Erfindung umfaßt auch das durch das beschriebene
Verfahren hergestellte Schlagwerkzeug, das dadurch ge
kennzeichnet ist, daß es aus mehreren mit Abstand von
einander und parallel zueinander angeordneten Stahl
blechen besteht, zwischen denen im Tauchverfahren ein
gebrachte Schichten aus einer Hartlegierung angeordnet
sind.
Damit die Hartlegierungsschichten überall gleich stark
sind, sind die Stahlbleche durch Abstandhalter mitein
ander verbunden. Diese können verhältnismäßig schwach
ausgebildet sein und aus solchem Werkstoff bestehen,
daß sie beim Tauchvorgang ebenfalls eine intensive
Bindung mit der Hartlegierung eingehen.
Bei Schlagleisten für Prallmühlen ist es häufig not
wendig, daß sie an ihren Längsseiten rippenartige oder
sonstwie geformte Vorsprünge aufweisen, mit denen sie
sich von innen gegen Teile des Rotors anlegen. Solche
Vorsprünge können bei der erfindungsgemäßen Ausbildung
der Schlagleiste beispielsweise durch Aufschweißen von
Profilstahlleisten oder von ähnlichen Stahlkörpern auf
die Außenfläche eines oder beider Außenbleche gebildet
werden. Am einfachsten lassen sich solche Rippen durch
Verformung, z.B. Bördeln, der Außenbleche herstellen.
Die dabei auf der Innenseite der Außenbleche entste
henden Hohlräume werden dann beim Tauchen mit der
Hartlegierung ausgefüllt.
In der Zeichnung ist die Schlagleiste gemäß der Erfin
dung in zwei Ausführungsformen in perspektivischer An
sicht dargestellt.
Die Schlagleiste besteht in beiden Fällen aus mehreren
rechteckigen Stahlblechen 1, deren Länge und Höhe der
Länge und Höhe der Schlagleiste entspricht. Sie haben
beispielsweise eine Dicke von 5 mm und sind parallel
nebeneinander mit lichten Abständen von 15 mm angeord
net, die durch Abstandhalter 2 bestimmt sind.
In den Zwischenräumen zwischen den Blechen 1 befindet
sich eine Hartmetallegierung 3, die durch Tauchen des
Blechpakets in ein entsprechendes Schmelzbad einge
bracht worden ist. Auf der Außenseite der beiden
Außenbleche 1 sind Rippen 4 angebracht, die bei der
Ausführungsform gemäß Fig. 1 aus Profilleisten aus
Dreikantstahl bestehen, die mit ihren Schenkelkanten
an den Außenblechen angeschweißt sind, während sie bei
der Ausführungsform gemäß Fig. 2 aus Ausbördelungen
der Außenbleche gebildet sind.
Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung von Schlagwerkzeugen, insbe
sondere von Schlagleisten für Prall- oder Hammermüh
len, die aus Schichten unterschiedlicher Härte beste
hen, dadurch gekennzeichnet, daß man mehrere mit Ab
stand parallel zueinander gehaltene Stahlbleche in ein
Schmelzbad aus einer Hartlegierung taucht und dadurch
die Zwischenräume zwischen den Stahlblechen unter
inniger Bindung zwischen dem Blechmaterial und der
Hartlegierung mit dieser ausfüllt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stahlbleche vor dem Tauchen erhitzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stahlbleche in einem Abstand von 10 bis 20 mm ge
halten werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Tauchen der Stahlbleche mehrmalig unter Aufschmel
zen dünner Schichten bis zur Ausfüllung der Zwischen
räume erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Blechpaket in Richtung der Ausdehnung der Blech
ebene in das Schmelzbad eingetaucht und nach einer
Schwenkung von 90° quer zur Richtung der Blechebenen
aus dem Schmelzbad herausgehoben wird.
6. Schlagwerkzeug, insbesondere Schlagleiste für Prall-
und Hammermühlen, das aus Schichten unterschiedlicher
Härte besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlag
werkzeug aus mehreren mit Abstand voneinander und pa
rallel zueinander angeordneten Stahlblechen (1) be
steht, zwischen denen im Tauchverfahren eingebrachte
Schichten (3) aus einer Hartlegierung angeordnet sind.
7. Schlagwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß die Stahlbleche durch Abstandhalter (2) mit
einander verbunden sind.
8. Schlagwerkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß auf der Außenfläche eines der beiden oder
beider Außenbleche (1) Rippen (4) oder andere Vor
sprünge vorgesehen sind.
9. Schlagwerkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Rippen (4) durch Aufschweißen von Pro
filstahlleisten gebildet sind.
10. Schlagwerkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Rippen (4) durch Verformung, z.B. Ausbör
deln der Außenbleche (1) gebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914100656 DE4100656A1 (de) | 1990-02-07 | 1991-01-11 | Schlagwerkzeug fuer prall- und hammermuehlen |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DE4003636 | 1990-02-07 | ||
| DE19914100656 DE4100656A1 (de) | 1990-02-07 | 1991-01-11 | Schlagwerkzeug fuer prall- und hammermuehlen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4100656A1 true DE4100656A1 (de) | 1991-08-08 |
Family
ID=25889845
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914100656 Withdrawn DE4100656A1 (de) | 1990-02-07 | 1991-01-11 | Schlagwerkzeug fuer prall- und hammermuehlen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4100656A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4233614A1 (de) * | 1992-10-06 | 1994-04-07 | Verschleis Technik Dr Ing Hans | Rostbalken |
| CN102489361A (zh) * | 2011-12-21 | 2012-06-13 | 常熟市电力耐磨合金铸造有限公司 | 超高锰镶块锤头 |
-
1991
- 1991-01-11 DE DE19914100656 patent/DE4100656A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4233614A1 (de) * | 1992-10-06 | 1994-04-07 | Verschleis Technik Dr Ing Hans | Rostbalken |
| CN102489361A (zh) * | 2011-12-21 | 2012-06-13 | 常熟市电力耐磨合金铸造有限公司 | 超高锰镶块锤头 |
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|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
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