DE404010C - Kontakteinrichtung fuer elektrische Relais, Registrierapparate und aehnliche Zwecke - Google Patents
Kontakteinrichtung fuer elektrische Relais, Registrierapparate und aehnliche ZweckeInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H1/00—Contacts
- H01H1/12—Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage
Landscapes
- Mechanisms For Operating Contacts (AREA)
Description
Es sind bereits zahlreiche Relaiskonstruktionen
(vgl. u. a. die deutschen Patentschriften Nr. 186780, 284073, D. R. G. M. 490168) bekannt geworden, mit welchen der Zweck verfolgt
wird, eine möglichst gute Kontaktbildung auch dann zu ei zielen, wenn zur Eiregung des
den Anker oder die Diehspule des Relais in Bewegung setzenden Elekti omagnetismus nur
minimale oder äußerst kurze Stromwirkungen zur Verfugung stehen bzw. nur ebensowohl
minimale wie kuiz andauernde Stromstöße in Betracht kommen.
Bis zu einem gewissen, nicht unbeträchtlichen Grade von Ansprechempfindlichkeit genügen
auchvei schiedene der bisher bekannt gewordenen
Relaisausfühiungen den gestellten Anfoideiungen,
doch war es bisher noch nicht möglich, eine auch dann noch einwandfrei arbeitende Konstruktion
zu finden, wenn Ströme von nur ao Hunderttausendsteln eines Ampeies, wie solche
z. B. beim Empfang drahtloser Zeichen mit nur wenigen Vei stärkerröhren auftreten, zur sichel en
Schließung bzw. öffnung von Relaiskontakten benutzt werden sollen. (Das gleiche trifft sinngemäß
auch auf Registriervorrichtungen zu, auf welche hier indessen nicht näher eingegangen
sei.)
Der Grund für die Unmöglichkeit der Verwendung der bisher bekannt gewordenen Relais
zu diesem Zwecke liegt weniger in dem Mangel guter Kontaktbildung auch bei minimalen
Erregerströmen als vielmehr darin, daß infolge der selbstverständlicherweise den winzigen Er-.
regerströmen entsprechend auf das äußerste zu beschränkenden Wiederabreißkräfte Kontaktzunge
und Kontaktspitze auch selbst bei ganz geringen Stromübei gangen, wie solche z. B.
zur Erregung eines empfindlichen zweiten Relais (Zwischenrelais) nur erforderlich sind,
mehr oder weniger schnell und häufig miteinander vei schweißt weiden, so daß der Kontakt dauernd
geschlossen bleibt.
Natuigemäß könnte solcher Daueikontaktschluß
bzw. dieses Klebenbleiben der Kontaktnadel am Anschlagkontakt durch irgendwie dauernd
mittels einer Vorrichtung ei zeugte Erschütteiungen wieder aufgehoben weiden, doch
es entsteht dann der Nachteil, daß durch ebendiese natüilich auch im Augenblicke jeder der
leisen Kontaktschlüsse «folgenden Eischütte-1 ungen anstatt nur einer geschlossenen Kontaktbildung
mehrere solcher eifolgen und demgemäß Zeichenverstürnmelung eintritt.
Gegenstand vorliegender Ei findung ist nun eine Einrichtung, welche es eimcglicht, die vorerwähnten
Mangel zu beheben und eine vollkommen piäzise Kontaktbildung bei hochempfindlichen
Relais, R egistiiei apparat en usw. auch selbst denn noch zu gew£hrleislen, wenn
die zur Bewegung der Kontaktnadel zur Verfügung stehenden Stiomkiäfte oder sonstigen
Kräfte gei ade eben noch ausieichen, um Kontaktnadel
und Anschlagkontakt miteinander in Beiühiung zu biingen und die "VUedeiabieißkiaft
auf fast KuIl beschränkt wild.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausfühiungsfoim
der neuen Kontakteinrichtung, und zwar für elektrische Relais, veranschaulicht
und sei im folgenden bescluieben, in welcher "Weise die besondeie A\iikung eiieicht wird:
Die Kontaktnadel 1 des dai gestellten, aus
einem Dauei magnet 2 und Drehspule 3 bestehenden Relais trifft beim Ausschwingen nach
links oder rechts nicht auf nahende Oteiflrchenteile
der Anschlagkontaktspitzen 5, 6, sondern 75· auf sich infolge Daueidiehung der sie tiagenden
Stifte 7, 8 dauernd im Kreise bewegende Oberfl? chenteile. Die Folge davon ist, daß unter
völligem Ausschluß jeglichen Prellens, wie solches etwa zum Zwecke des Verhinderns etwaigen
Verschweißens der miteinander in Berührung kommenden Oberflächenteile beiDauer erschütterungen
unfehlbar eintreten würde, ein guter Kontakt zwischen stetig neuen Materialpartikeln
gebildet und. jede Neigung deiselben, sich miteinander zu verschweißen, schon im Keime
unterdrückt wird. Der sich somit ergebende
ίο Nebenvorteil der Kontaktbildung zwischen stetig
selbsttätig wechselnden Obei flächenpunkten kommt der übrigen Wirkungsweise naturgemäß
noch besonders zu Hilfe.
Wie die Zeichnung weiter erkennen läßt, ist die Einrichtung auch noch so ausführbar, daß
die in dem Körper 4 gelagerten Kontaktstiftes, 6 nicht nur vermittels irgendeiner Antriebsvorrichtung,
wie z. B. einem Uhrwerk, mit Hilfe der Schnurscheibe 13, der Triebiäder 9, 10, 11,
12, 19 und 20 in einer zur Schwingungsebene der Kontaktnadel 1 unveränderlichen Lage in
Drehung versetzt werden können, sondern diese Lage kann durch Verstellen des um die Achse 14
ver schwenkbar gelagerten Köipeis 4 mittels
einer unter Wirkung der Druckfeder 15 gegen die Grundplatte 16 dauernd angepreßten Stellschraube
17 auch jederzeit verändert weiden, zu dem Zwecke, je nach Bedarf auch noch beliebige
andere Stufen der kegelförmigen Oberfläche der Anschlagkontakte 5, 6 und damit
auch weiter vor oder zurückliegende Oberflächenteile der zylinder f öi migen Kontaktnadel
ι zur Kontaktbildung heranziehen zu können, wobei außerdem durch schraubenförmige
Gestaltung der mit Kordelscheiben versehenen Kontaktstifte 7, 8 auch für Eimcglichung
einer Verstellung derselben in ihrer Achsrichtung bzw. Vergrößerung oder Verkleinerung
des Abstandes der Kontaktspitzen 5, 6 von der Kontaktnadel 1 gesorgt ist.
Selbstverständlich ist die mit dem Rahmen der Drehspule 3 verbundene Kontaktnadel 1
ebenso wie dieser von der Grundplatte 16 isolieit angeordnet, wohingegen die Kontakte 5, 6 durch
ihre Lagerung mit Platte 16 in leitender Verbindung stehend gedacht sind.
Um schließlich auch jede Stufe der Kontaktnadeloberfläche
mit beliebigen Stufen der Kontakte 5, 6 in Berührung bringen zu kennen, ist
der die letzteren tragende Körper 4 nicht nur um Achse 14 drehbar gelagert, sondern er kann
außerdem auch noch mit Hilfe der Stellschraube 26 und des in dem mit der Grundplatte 16 fest
verbundenen Kasten 25 verschiebbaren Scblittens 24 in Längsrichtung der Kontaktnadel 1
vor- oder zurückbewegt werden.
Die Stromzuführung zur Kontaktnadel 1 kann in beliebiger Weise, z. B. duich Hei stellung leitender
Verbindung mit dem Ti äger 18 des Di ehspulenachslagers
und Klemmschraube 21, die Verbindung der Kontaktspitzen 5, 6 "bzw. des
Körpers 4 mit dem anderen Pole durch Anlegen desselben an die Grundplatte 16 bzw. mittels
Klemmschraube 22 bewirkt werden.
Mit Rücksicht auf die in Betracht kommenden, zumeist nur sehr gelingen Bewegungen der
Kontaktnadel 1 ist zwecks Erleichterung genauer Einstellung der Kontaktspitzen 5, 6 aucheine
Lupe 23, verstellbar mit dem Relais verbunden,
angedeutet, welche bei Bedarf vor die Kontaktnadel 1 geschoben wird.
Selbstverständlich kann die in der Zeichnung angegebene Ausführungsart auch, entsprechend
beschränkt, für einenur nach einer Richtung ausschwingende Kontaktnadel benutzt werden, in
welchem Falle dann naturgemäß nur eine der Kontaktspitzen 5, 6 in Drehung versetzt zu
werden braucht, während die andere durch einen feststehenden isolierten Rixkanschlag für die
Kontaktnadel ersetzt wild.
In bezug auf die Ei findung ist es auch einerlei, ob der Antriebsmotor für die Drehbewegung
der Kontaktspitzen bzw. ein dazu benutztes Uhr- oder Laufwerk gesondert aufgestellt und
die Kraftübertragung auf die Schnur scheibe 13
durch Schnur oder sonstwie erfolgt oder ob der antreibende Motor etwa direkt mit dem Relais
mechanisch veibunden und die Kraftübertragung
mittels direkter Kupplung bzw. durch Zahnräder, Schneckengetriebe, Reibungsiollen
o. dgl. bewiikt wild.
Ebenso ist es in bezug auf die Ei findung auch eineilei, ob die Drehung der Kontaktspitzen
übeihaupt mittels iotieienden Motois in stetig
gleicher Richtvng oder aber z. B. mittels Antriebes
durch ein Pendel in wechselnder Richtung nach En eid.ung eines beliebigen Di ehungswinkels
bzw. einer oder mehrerer vollen Umdrehungen der Kontaktspitzen 5, 6 bewirkt
wir d.
Schließlich kenn die neue Einrichtung auch noch so ausgeführt weiden, daß man die ausschwingende
Kontaktzunge 1 auf mit der Längsachse quer zu der Schwingungsetene der'
Zunge ι gelageite walzenföimige Anschlagkontakte
treffen läßt, welche sowohl um ihre Achse gedreht wie während dieser Drehung auch gleichzeitig in Längsiichtung ihrer Achse
oder auch überhaupt nur selbsttätig hin und her geschoben werden kennen, wobei es im
wesentlichen immer darauf ankommt, daß der Kontaktbildungspunkt im Räume stets die
gleiche Lage beibehält und nur fortwährend neue Materialteile miteinander in Berührung
kommen.
Gleichei maßen ist es in bezug auf die Erfindung einerlei, welches Material für die Kontaktnadel
ι und die Kontaktspitzen bzw. Anschlagkontakte
5, 6 benutzt und welche Form ihnen gegeben wild. So kann anstatt der in
der Zeichnung- dargestellten Ausfvhrungsfoim
der Anschlagkontakte 5, 6 (Kegelspitze) oder
ebenerwähnter walzenförmiger Köiper ein Hohlzylinder, eine Kugelform, eine ebene Scheibe
mit flachem oder schneidenföimigem Rande, ein linsenförmiger Körper o. dgl. benutzt werden,
welche Körper alsdann ihrer Form entsprechend so zu lagern sind, daß tunlichst punktförmige
Berührung zwischen ihnen und der Kontaktnadel ι erzielt wird. So ergaben beispielsweise
bikonvex linsenförmige Körper als
ίο Kontaktnadelarmatur in Berührung geht acht
mit sich drehenden gleichartig geformten Anschlagkontakten — so angeordnet, daß ihre
Ebenen sich gegenseitig schnitten — sehr gute Resultate.
Natürlich kann die vorliegende Erfindung nicht allein zur denkbar günstigsten Kontaktbildung
für Relais der in der Zeichnung dargestellten Art oder überhaupt etwa nur für elektrische
Relais irgendwelcher Alt in Betracht kommen, sondern ebensowohl wie für alle auf
irgendwelcher direkten oder indirekten Wirkung des elektrischen Stromes bzw. auch statischer
Ladung beruhenden Kontaktbildungen auch für jede andere, z. B. mechanische Art von
Kontaktbildung wie zu seismographisehen Registrier- und allen solchen Zwecken, bei denen
es darauf ankommt, mit äußerst geringen Kräften und in sehr kurzer Zeit zuverlässige Kontaktschlüsse
zu erzielen.
Claims (9)
1. Kontakteinrichtung für elektrische Relais, elektrische und mechanische Registrierapparate
und ähnliche Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktbildung zwischen dem schwingenden Organ (Kontaktnadel
i) und dem Anschlagorgan (5, 6) zwar an stets gleicher Stelle im Räume stattfindet,
während des Kontaktes indessen die miteinander in Berührung kommenden Oberflächenteile
unablässig oder mit nur äußerst kurzen Pausen wechseln.
2. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wechsel
der Oberflächenteile durch konstante Umdrehung des Anschlagorgans (5, 6) in gleicher
Richtung oder durch Drehung in von Zeit zu Zeit wechselnder Richtung oder aber auch
durch Verschieben desselben in der einen oder anderen Richtung, und zwar ohne Veränderung
der Lage des Kontaktpunktes im Räume, bewerkstelligt wird.
3. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umdrehung
des Anschlagorgans (5, 6) oder dessen Verschiebung mit Hilfe geeigneter, eine rotierende oder Pendelbewegung erzeugender
Triebweike, Motoren oder Pendel bewirkt wild, welche mit den Anschlagorganen
entweder direkt oder unter Zwischenschaltung von Zahn- oder Reibungsrädern, Schnurscheiben
0. dgl. gekuppelt sein können.
4. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagoigane
(5, 6) derart drehbar gelagert weiden, z. B. in gemeinsamem verschwenkbaren Köiper (4) mit Einstellschraube (17),
daß ihre Einstellung in beliebigem Winkel zur Schwingungsebene der Kontaktnadel (1)
ermöglicht wird,
5. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dreh-
und verschwenkbar gelagerten Anschlagorgane (5, 6) auch noch in Richtung auf die
Kontaktnadel (1), z. B. mittels Verbindung des sie tragenden Körpers (4) mit einem in
Führungen gleitenden und verstellbaren Schlitten, verschiebbar angeordnet werden.
6. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als
kontaktbildende Organe (für Nadel 1 und Anschläge 5, 6) linsen- oder scheibenförmige
Aimaturen benutzt weiden, deren zu Schneiden hergerichtete Ränder zwecks Bildung
tunlichst punktföimigen Kontaktes beim Zusammentreffen zueinander rechtwinklig
stehen.
7. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die ver- go
schiebbar, verschwenkbar und drehbar gelagerten Anschlagorgane (5, 6) mit Hilfe
ihrer ganz oder zum Teil als Stellschrauben ausgebildeten Haltestifte (7, 8) zudem auch
noch in Richtung der Kontaktnadelschwingungsebene verstellbar angeordnet werden.
8. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks
Ermöglichung genauer Einstellung der Kontaktorgane (i, 5 und 6) mit der Apparatur
(z.B. Relais laut Zeichnung) eineVergrößelungsiupe (23) beliebig verstellbar verbunden
wild.
9. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als An-Schlagkontakte
zylinder- bzw. walzenföimige Körper verwendet und mit ihrer Längsachse
quer zur Schwingungsebene der Kontaktnadel (i) selbsttätig verschiebbar oder drehbar
oder auch sowohl selbsttätig verschiebbar no wie drehbar so gelagert bzw. geführt werden,
daß der Berührungspunkt zwischen Kontaktnadel (1) und ihnen stets an gleicher Raumstelle
verbleibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB109461D DE404010C (de) | Kontakteinrichtung fuer elektrische Relais, Registrierapparate und aehnliche Zwecke |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEB109461D DE404010C (de) | Kontakteinrichtung fuer elektrische Relais, Registrierapparate und aehnliche Zwecke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE404010C true DE404010C (de) | 1924-10-11 |
Family
ID=6992473
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB109461D Expired DE404010C (de) | Kontakteinrichtung fuer elektrische Relais, Registrierapparate und aehnliche Zwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE404010C (de) |
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- DE DEB109461D patent/DE404010C/de not_active Expired
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