DE403106C - Vorrichtung zur Entlastung der Kolben von Drehkolbenpumpen durch Zugfedern - Google Patents
Vorrichtung zur Entlastung der Kolben von Drehkolbenpumpen durch ZugfedernInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04C—ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
- F04C2/00—Rotary-piston machines or pumps
- F04C2/30—Rotary-piston machines or pumps having the characteristics covered by two or more groups F04C2/02, F04C2/08, F04C2/22, F04C2/24 or having the characteristics covered by one of these groups together with some other type of movement between co-operating members
- F04C2/34—Rotary-piston machines or pumps having the characteristics covered by two or more groups F04C2/02, F04C2/08, F04C2/22, F04C2/24 or having the characteristics covered by one of these groups together with some other type of movement between co-operating members having the movement defined in groups F04C2/08 or F04C2/22 and relative reciprocation between the co-operating members
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Description
Bei Drehkolbenpumpen, deren Kolben sich in einem zylindrischen Gehäuse um eine exzentrisch
gelagerte Achse bewegen, bildet die Abdichtung zwischen den Kolben und der Gehäusewand,
besonders bei größerer Umlaufgeschwindigkeit, deshalb erhebliche Schwierigkeiten, weil
die abzudichtenden Flächen unter dem Einfluß der Zentrifugalwirkung der Kolben sehr
großer Reibung ausgesetzt sind. Ein dauernd
ίο gutes Dichthalten bedingt einmal einen nur mäßigen
Flächendruck zwischen Kolben und Gehäusewand und das andere Mal ein beständig gutes Anliegen der Dichtungsflächen. Demgegenüber
soll aber eine solche Pumpe zwecks Erzielung möglichst großer Leistung und, um sie
auch mit Elektromotoren oder anderen raschlaufenden Antriebsmaschinen unmittelbar kuppeln
zu können, anstandslos mit entsprechend hohen Umlaufzahlen dauernd betriebssicher
arbeiten können, was bei keiner der bisher bekanntgewordenen Bauarten erreicht wurde. Die
Schwierigkeit ist hauptsächlich darin begründet, daß hohe Umlaufzahlen gleichbedeutend mit
großer Gleitgeschwindigkeit sind und daß hierbei der Flächendruck durch die in den Kolben
auftretende Zentrifugalkraft ganz erheblich wächst. Die bisher verwendeten Bauarten, bei
welchen hauptsächlich die in mehrfacher Hinsicht so schädliche Zentrifugalwirkung aufgehoben
werden sollte, sind allmählich so verwickelt geworden, daß sie trotz ihrer hohen
Herstellungskosten stets nur kurze Lebensdauer aufwiesen.
Es ist nun versucht worden, die Zentrifugal-
Es ist nun versucht worden, die Zentrifugal-
kraft dadurch unschädlich zu machen, daß man die Kolben in radialer Richtung an Federn
aufhing, welche entweder in der Kolbentrommel oder an der Antriebsachse befestigt wurden.
Hierdurch wurde der angestrebte Zweck wohl mehr oder weniger vollkommen erreicht, aber
die Lebensfähigkeit derartiger Vorrichtungen erwies sich infolge der außerordentlich hohen
und andauernd wechselnden Beanspruchung ίο des Federmaterials als vollkommen ungenügend.
Es leuchtet dies sofort ein, wenn man bedenkt, daß solche Federn im Dauerbetrieb jährlich
etwa 150 Millionen Hübe hätten aushalten müssen, wobei wegen der sehr -begrenzten
Raumverhältnisse auch noch die spezifische Materialbeanspruchung reichlich hoch gewählt
werden mußte. Diesen Anforderungen hat bisher keine einzige Bauart genügt. Erfindungsgemäß
wird dieser große Nachteil bei der An-Wendung von Entlastungsfedern vollkommen vermieden, und zwar dadurch, daß je zwei sich
gegenüberliegende Kolben durch gemeinsame Federn derartig verbunden werden, daß sich
die Gesamtlänge beider Federn praktisch immer gleich groß bleibt, welche Stellung die Kolben
auch haben mögen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
Abb. ι zeigt einen Querschnitt durch eine Maschine mit derartig angeordneten Entlastungsfedern,
Abb. 2 einen Längsschnitt durch eine Kolbentrommel mit den Kolben.
Mit α sind die Kolben bezeichnet, mit b die
Entlastungsfedern. Da die Exzentrizität der Kolbentrommel gegenüber dem Gehäuse bei
den praktischen Ausführungen solcher Maschi- j nen verhältnismäßig klein ist, so tritt im Ge- j
samtabstand von zwei sich gegenüberliegenden ; Kolben praktisch kaum eine Änderung ein, !
wenn die Kolben beispielsweise aus der wage- j rechten in die senkrechte Stellung gedreht werden.
Es tritt nur eine Verschiebung der Kolben , gegenüber der Kolbentrommel c ein, an welcher \
gleichzeitig deren gemeinsame Entlastungs- ' feder b teilnimmt, ohne daß sich letztere zu ■
verlängern oder zu verkürzen braucht. Damit i ist eine praktisch stets gleichbleibende Bean- j
- spruchung der Entlastungsfedern erzielt und somit eine fast unbegrenzte Lebensdauer, gleichviel
welche Umlaufzahl angewendet wird und j welche Anfangsspannung die Federn beim Still- ;
stand der Maschinen besitzen. Je nach den Abmessungen der Pumpen werden ein oder
mehrere Entlastungsfedern nebeneinander an- ! geordnet (s. Abb. 2). !
Der Erfmdungsgegenstand beseitigt die ger '
nannten Übelstände nicht nur, sondern er bietet .
trotz großer Einfachheit in der Ausführung auch noch namhafte Betriebsvorteile anderer Art.
Die Spannung der Federn wird so gewählt, daß die in den Kolben auftretende Zentrifugalkraft
bei voller Umlaufzahl nur noch in solch geringem Maße zur Wirkung kommt, wie es ! zum sanften Andrücken der Kolben an die Gehäusewand
erforderlich ist.
Je nach der achsialen Länge der Pumpen werden beliebig viele Federn nebeneinanderliegend
angewendet. Auch ist es nicht nötig, zwei gegenüberliegende Kolben durch eine einzige
Feder aufeinander zu verbinden, sondern diese eine Feder kann auch durch zwei oder
mehrere in zweckmäßiger Weise verbundene Federn ersetzt werden, wie etwa in Abb. 1 dargestellt.
Durch nahezu vollständige Aufhebung der Zentrifugalanpressung der Kolben an die Gehäusewand wird die Reibungsarbeit und somit
auch der W irkungsgrad und der Verschleiß der Pumpen sehr günstig beeinflußt. Ferner
kann jetzt die Eetriebsgeschwindigkeit ohne weiteres den normalen Antriebsmotoren angepaßt
werden, so daß keine besonderen langsamlaufenden und teuren Motoren mehr erforderlich
sind.
Ein weiterer Vorzug der Neuerung besteht darin, daß sie jederzeit ein überaus leichtes
Anlaufen, was besonders bei elektrisch ange triebenen Pumpen für Flüssigkeiten und bei
langen Druckleitungen vorteilhaft ist, ermöglicht. Man kann nämlich die Fntlastungsfedern
so bemessen — und das wird regelmäßig gemacht werden —, daß sie die Kolben im Ruhezustand
der Pumpe vollständig in die Kolbentrommel zurückziehen. Infolgedessen laufen solche Pumpen anfänglich ohne zu fördern, die
Antriebsmotoren also nahezu unbelastet an. Erst wenn die normale Umlaufzabl nahezu erreicht
ist, legen sich die Kolben mit ihren Dichtungsschuhen gegen die Gehäusewand, und es
beginnt die volle Förderarbeit. Das Anlassen derartig ausgeführter Pumpen erfolgt also unter
sehr günstigen Umständen, besonders bei elek irischem Antrieb. Alle genannten Vorteile bedingen
neben einer erheblichen Verbesserung des Wirkungsgrades eine wesentliche Verbilligung
sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zur Entlastung der Kolben von Drehkolbenpumpen durch Zugfedern, dadurch gekennzeichnet, daß je zwei sich gegenüberliegende Kolben (a) durch gemeinsame, gegebenenfalls in ihrer achsialen Riehtung geteilte Zugfedern (δ) verbunden sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES64304D DE403106C (de) | 1923-11-14 | 1923-11-14 | Vorrichtung zur Entlastung der Kolben von Drehkolbenpumpen durch Zugfedern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES64304D DE403106C (de) | 1923-11-14 | 1923-11-14 | Vorrichtung zur Entlastung der Kolben von Drehkolbenpumpen durch Zugfedern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE403106C true DE403106C (de) | 1924-09-26 |
Family
ID=7497081
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES64304D Expired DE403106C (de) | 1923-11-14 | 1923-11-14 | Vorrichtung zur Entlastung der Kolben von Drehkolbenpumpen durch Zugfedern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE403106C (de) |
-
1923
- 1923-11-14 DE DES64304D patent/DE403106C/de not_active Expired
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