DE4017698C2 - Verfahren zum Aufbau und zur Vereinzelung von Sensoren in Dickschichttechnik - Google Patents
Verfahren zum Aufbau und zur Vereinzelung von Sensoren in DickschichttechnikInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Aufbau von Sensoren,
insbesondere Beschleunigungs- und Durchflußsensoren, nach der
Gattung des Hauptanspruchs.
Von der Herstellung von Heißfilmelementen ist es bekannt, aus einem
Keramiksubstrat in Form einer dünnen Keramikscheibe mehrere Sensor
elemente gleichzeitig zu strukturieren und diese in Dickschicht
technik mit Schaltungselementen zu versehen. Zur Festlegung der
Charakteristik dieser Schaltungselemente, beispielsweise durch
Laserschnitte, ist ein weiterer Prozeßschritt erforderlich. Die an
schließende Vereinzelung der Sensorelemente erfolgt ebenfalls meist
durch Laserschnitte. Auf eine als Trägersubstrat dienende dicke
Keramikscheibe werden in Dickschichttechnik Auswerteschaltungen für
die Sensorelemente aufgebracht und durch Brechen oder Sägen des
Trägersubstrats vereinzelt. Die Verbindung des dünnen, empfindlichen
Sensorelements mit der Auswerteschaltung erfolgt für jeden Sensor
einzeln. Nach der Montage ist ein Abgleich des Sensorelements und
der Auswerteschaltung erforderlich, da die Meßsignale des Sensor
elements im Fangbereich der Auswerteschaltung liegen sollen.
Aus der EP 01 82 140 A1 ist es bekannt, mehrere Ultraschallsensoren
einzeln auf ein Dickschichtsubstrat aufzubringen und dann das Dick
schichtsubstrat zwischen diesen Sensoren zu zerteilen. Aus der
WO 90/01 810 A1 ist es bekannt, eine Vielzahl von gleichartigen elek
trischen Funktionselementen auf ein Substrat aufzubringen und nach
einer Funktionsprüfung eine Vielzahl von nebeneinanderliegenden
fehlerfreien Teilstücken herauszutrennen. Das Zerteilen von Dick
schichtsubstraten mittels Laserstrahlbearbeitung wird beispielsweise
in der DD-PS 2 13 556 beschrieben. Aus der JP 1-75 77A in Patent
Abstracts of Japan, Section E, Vol. 13 (1989), Nr. 181 (E-750), ist
die Verwendung von Kohleschichten als Trennschichten in Verbindung
mit der Dickfilmtechnik bekannt.
Dem erfindungsgemäßen Verfahren liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver
fahren anzugeben, welches mit besonders wenig Prozeßschritten den
Aufbau von Sensoren aus vorgefertigten Sensorelementen erlaubt.
Besonders einfach können dabei die Sensorelemente mit Trägern mit
einer Auswerteschaltung verbunden werden. So kann beispielsweise bei
der Fertigung eines Heißfilmelements die Charakteristik der Schal
tungselemente auf dem Sensorelement beim gleichen Prozeßschritt
festgelegt werden, wie der Abgleich des Sensorelements und der Aus
werteschaltung. Außerdem lassen sich das Brennen der in Dickschicht
technik aufgebrachten Schaltungselemente und der Verbindung zwischen
dem Keramiksubstrat und dem Trägersubstrat im selben Prozeßschritt
durchführen. Vorteilhaft ist außerdem, daß die Handhabung des dünnen
Keramiksubstrats durch den Verbund mit dem dicken Trägersubstrat
wesentlich erleichtert wird.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vor
teilhafte Weiterbildungen des im Hauptanspruch angegebenen Ver
fahrens möglich. Besonders vorteilhaft ist, daß sich die elektrische
Verbindung des Sensorelements mit der Auswerteschaltung mittels in
die Glasdickschicht, die die mechanische Verbindung zwischen dem
Sensorelement und der Auswerteschaltung herstellt, eingebrachter
Leiterbahnen sehr einfach realisieren läßt. Die zur Durchkontak
tierung erforderlichen Löcher im Keramiksubstrat lassen sich
durch herkömmliche Fertigungsmethoden einfach realisieren. Von Vorteil
ist, daß sich als dünnes Keramiksubstrat sowohl gesinterte
Keramikplatten als auch ungesinterte Keramikfolien
("Green-Sheet"-Folien) verwenden lassen. Bei der Verwendung von
Folientechnik lassen sich vorteilhaft Kohletrennschichten zur Er
zeugung von freistehenden dünnen Sensorelementen einsetzen.
Ein weiterer Vorteil ist, daß nicht nur der Abgleich des Sensor
elements mit der Auswerteschaltung nach dem Verbinden des Keramik
substrats mit dem Trägersubstrat erfolgen kann, sondern daß zu
diesem Zeitpunkt auch geometrische Strukturierungen des Sensor
elementes, beispielsweise durch Konfigurierschnitte mittels eines
Lasers vorgenommen werden können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 die Aufsicht auf ein Keramiksubstrat, aus dem die Sensor
elemente strukturiert werden,
Fig. 2 die Aufsicht auf ein Träger
substrat, auf das die Auswerteschaltungen für die Sensorelemente
aufgebracht werden, und
Fig. 3 den Schnitt durch einen Sensor.
In Fig. 1 ist mit 10 ein Keramiksubstrat bezeichnet, aus dem Sensor
elemente strukturiert werden. Beispielhaft wird hier nur ein Sensor
element 20 beschrieben. Das Keramiksubstrat 10 kann entweder eine
dünne, gesinterte Keramikplatte sein oder auch eine ungesinterte
Keramikfolie ("Green-Sheet"-Folie). In Fig. 1 sind mit 11 Trennschnitte ent
sprechend den geometrischen Abmessungen der Sensorelemente 20 bezeichnet. Nach der
Montage des Keramiksubstrats 10 auf ein Trägersubstrat wird das
Keramiksubstrat 10 an den mit 11 bezeichneten Abgrenzungen zur Ver
einzelung der Sensorelemente 20 zerschnitten. Üblicherweise werden
dazu Laser verwendet. Auf das Keramiksubstrat 10 werden vorzugsweise
in Dickschichttechnik Schaltungselemente 25 aufgebracht, beispielsweise
temperaturabhängige Widerstände. Ebenfalls in Dickschichttechnik Schaltungs
elemente (Leiterbahnen) 26 als Anschlüsse für die Schaltungselemente 25
aufgedruckt. Zur elektrischen Kontaktierung der Sensorschaltungs
elemente 25 mit einer Auswerteschaltung werden Löcher 28, beispiels
weise mittels eines Lasers, in das Keramiksubstrat 10 eingebracht.
Funktionsbestimmende geometrische Strukturierungen der Sensor
elemente 20, z. B. in Form von Konfigurierschnitten 27, können je
nach Art entweder vor der Montage des Keramiksubstrats 10 durch
geführt werden oder, wie im Falle von Konfigurierschnitten, nach der
Montage in einem Prozeßschritt mit der Vereinzelung der Sensor
elemente 20.
In Fig. 2 ist mit 30 ein Keramik-Trägersubstrat bezeichnet, bei dem es sich
vorzugsweise um eine dicke, gesinterte Keramikplatte handelt, die
vorgekerbt sein kann. Sind keine Kerben 31 vorhanden, so werden
Sollbruchstellen in das Trägersubstrat 30 eingebracht, z. B. durch
Ritzen oder ebenfalls Schneiden mittels eines Lasers. Auf das Keramik-
Trägersubstrat 30 werden in Dickschichttechnik Auswerteschaltungen
mit Anschlüssen für die Sensorelemente 20 aufgedruckt.
Die Anordnung der Sensorelemente 20 auf dem Keramiksubstrat 10 und
die der Auswerteschaltung 41 auf dem Trägersubstrat 30 erfolgt
dermaßen, daß zum Verbinden eines Sensorelementes mit einer Aus
werteschaltung lediglich eine Montage des Keramiksubstrats 10 auf das
Trägersubstrat 30 erforderlich ist, ohne daß zuvor die Sensor
elemente oder die Auswerteschaltungen vereinzelt werden müssen. Die
Montage erfolgt ebenfalls in Dickschichttechnik durch Aufglasen. Die
mechanische Verbindung bildet eine Glasdickschicht 50, über welche das
Keramiksubstrat 10 mit dem Trägersubstrat 30 verbacken wird. In die
Glasdickschicht 50 werden ebenfalls in Dickschichttechnik Leiter
bahnen 52 zur elektrischen Kontaktierung der Auswerteschaltung 41
mit dem Sensorelement 20 eingebracht. Dazu werden die Leiterbahnen
52 in Form von Durchkontaktierungen 51 durch die Löcher 28 weiter
geführt. Nach der Montage können in einem Prozeßschritt die Aus
werteschaltung 41 und die Schaltungselemente 25 auf dem Sensor
element 20 dimensioniert werden, so daß die Schaltungselemente 25
des Sensorelements 20 im Fangbereich der Auswerteschaltung 41
liegen. Dies erfolgt vorzugsweise mit Laserschnitten. Auch die
Vereinzelung der Sensorelemente 20 durch Laserschnitte erfolgt im
Anschluß an die Montage. Bei diesem Prozeßschritt können auch
geometrische Strukturierungen in Form von Konfigurierschnitten
vorgenommen werden. Die eigentlichen Sensoren werden schließlich
durch Brechen des Trägersubstrats 30 vereinzelt.
In Fig. 3 ist ein Sensor im Querschnitt dargestellt. Auf einem
Träger 40, der aus Trägersubstrat 30 und darauf aufgebrachter Aus
werteschaltung 41 besteht, ist ein Sensorelement 20 aufgebracht. Die
mechanische Verbindung bildet ein Dickschichtglas; die elek
trische Verbindung erfolgt über eine Leiterbahn 52, die in das Dick
schichtglas 50 mittels dem in der Dickschichttechnik üblichen Sieb
druckverfahren eingebracht ist. Die Leiterbahn wird in Form einer
Durchkontaktierung 51 durch ein Loch 28 im Keramiksubstrat 10 durch
geführt und geht in eine Leiterbahn 26 auf der Oberfläche des
Keramiksubstrats 10 über, die einen Anschluß 26 des Sensorwider
standes 25 bildet.
Handelt es sich bei dem Keramiksubstrat 10 um eine ungesinterte
Keramikfolie, die erst beim Montageprozeß gesintert wird, so wird an
den Stellen, an denen das Sensorelement 20 nicht mit dem Träger
substrat 30 verbunden werden soll, eine Kohletrennschicht auf das
Trägersubstrat 30 aufgebracht, die eine Verbindung verhindert.
Claims (12)
1. Verfahren zum Aufbau von Sensoren, insbesondere
Beschleunigungs- und Durchflußsensoren, bei dem ein Sensorelement
auf einem Substrat präpariert wird, bei dem ein Träger mit einer
Auswerteschaltung in Dickschichttechnik für das Sensorelement auf
einem Keramik-Trägersubstrat präpariert wird und bei dem das
Sensorelement mit dem Träger verbunden wird, dadurch gekennzeichnet,
- - daß mindestens zwei Sensorelemente (20) auf einem gemeinsamen Keramiksubstrat (10) durch Aubringen von Schaltungselementen (25, 26) in Dickschichttechnik und/oder durch Strukturieren des Keramiksubstrats (10) präpariert werden
- - und daß erst nach dem Verbinden des gemeinsamen Keramiksubstrats (10) mit dem Keramik-Trägersubstrat (30) mindestens ein Sensorelement (20) von dem Keramiksubstrat (10) abgetrennt wird und mindestens ein Träger (40) von dem Keramik-Trägersubstrat (30) abgetrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß das präparierte Keramiksubstrat (10) und das präparierte Keramik-Trägersubstrat (30) so miteinander verbunden werden, daß nach dem Abtrennen des Sensorelementes (20) vom Keramiksubstrat (10) und des Trägers (40) vom Keramik-Trägersubstrat (30) mindestens ein teilweise nicht mit dem Träger (40) verbundenes Sensorelement (20) entsteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
mechanische Verbindung des Keramiksubstrats (10) mit dem
Keramik-Trägersubstrat (30) mittels einer Glasdickschicht (50)
erfolgt und daß die elektrische Verbindung des Sensorelements (20)
mit einer Auswerteschaltung (41) mittels in die Glasdickschicht (50)
eingebrachter Leiterbahnen (52) erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Keramiksubstrat (10) eine gesinterte
Keramikplatte ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Keramiksubstrat (10) eine ungesinterte Keramikfolie ("Green-Sheet"-
Folie) ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Bereichen, wo das Keramiksubstrat (10) in Form einer ungesinterten
Keramikfolie nicht mit dem Keramik-Trägersubstrat (30) verbunden
werden soll, eine Kohletrennschicht in die Glasdickschicht (50)
eingebracht wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß auf das Keramiksubstrat (10) Widerstände (25)
und Leiterbahnen (26) im Dickschichtverfahren aufgebracht werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in das Keramiksubstrat (10) Löcher (28)
eingebracht werden, die das Keramiksubstrat (10) vollständig
durchdringen, und daß ein leitendes Material als Durchkontaktierung (51) in die Löcher (28)
zu Kontaktierung des Sensorelementes (20) mit der Auswerteschaltung
(41) eingebracht wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Keramik-Trägersubstrat (30) vorgekerbt ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sensorelemente (20) durch mit Laser
erstellte Trennschnitte (11) vereinzelt werden.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß nach dem Verbinden des Keramiksubstrats (10) mit
dem Keramik-Trägersubstrat mittels eines Lasers Konfigurierschnitte
(27) in das Sensorelement (20) eingebracht werden.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sensoren (1) durch Brechen des Keramik-
Trägersubstrats (30) vereinzelt werden.
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