DE4014243C2 - Latentwärmespeicher - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Latentwärmespeicher für die Speicherung thermischer Energie
mit speziellen Behältern für das Latentwärmespeichermittel.
Derartige Speicher für die Speicherung von Wärme oder Kälte sind für die verschiedensten
Anwendungsbereiche, z. B. im Haushalt, in der Industrie, in Fernwärmeübergabestationen,
oder auch im Kraftfahrzeug vorgesehen, um thermische Zyklen in Heiz- oder Kühlsystemen
zu glätten, bzw. thermische Energie in Zeiten des Energieüberangebots zu speichern und in
Zeiten des Energiedefizits zeitlich versetzt zur Verfügung zu stellen. Dazu macht man sich
den physikalischen Effekt des Phasenübergangs einer Substanz vom festen in den flüssigen
Zustand und umgekehrt zu Nutze, weil bei einem solchen Phasenübergang innerhalb eines
sehr kleinen Temperaturhubs vergleichsweise hohe Energiemengen aufgenommen und
wieder freigesetzt werden.
Latentwärmespeicher bestehen zumindest aus einem äußeren Gehäuse (Kessel) mit einer
thermischen Isolierung, und dem eigentlichen Latentwärmespeichermittel. Gewöhnlich sind
die Kessel aus Gründen der Festigkeit, hauptsächlich um ein Ausbeulen unter Druck zu
vermeiden, als im wesentlichen zylindrische Hohlkörper mit sogenannten Klöpperböden an
den Enden ausgebildet. Für die Einbringung des Latentwärmespeichermittels haben sich zur
Zeit zwei wesentliche Gruppen von technischen Möglichkeiten herauskristallisiert. Davon ist
die erste die Direkteinbringung (Schüttung) des Latentwärmespeichermittels, und die zweite
die Einbringung von mit dem Latentwärmespeichermittel befüllten Behältern.
Auf die Einzelheiten direkt befüllter Latentwärmespeicher soll hier nicht weiter eingegangen
werden, weil der Gegenstand der Erfindung zur zweiten Gruppe gehört. In dieser zweiten
Gruppe wird das Latentwärmespeichermittel zunächst in einzelne Behälter gefüllt, und
diese Behälter in den Kessel eingebracht. Dabei muß sichergestellt sein, daß zwischen den
einzelnen Behältern Zwischenräume verbleiben, durch welche der flüssige Wärmeträger
hindurchströmen kann, um über die Oberfläche der Behälter thermische Energie an das
Latentwärmespeichermittel abzugeben oder von diesem aufzunehmen. Es wurden bereits
zahlreiche Geometrien der einzelnen Behälter vorgeschlagen und realisiert, welche im
wesentlichen den drei Untergruppen Kugel-, Rohr- oder Plattengeometrie zuzurechnen
sind.
Latentwärmespeicher mit Behältern in Kugelform für das Latentwärmespeichermittel haben
verschiedene Nachteile. Diese bestehen zunächst darin, daß eine Kugel bekanntlich die
kleinste Oberfläche aller Körper besitzt, wodurch bei gegebenem Volumen eine relativ
kleine Oberfläche für den Wärmetausch zur Verfügung steht. Dem kann man durch eine
Vielzahl sehr kleiner Kugeln begegnen, was jedoch aufgrund der hohen Zahl der Kugeln
und der für jede Kugel erforderlichen separaten Befüllung mit dem Latentwärmespeicher
mittel und anschließenden Versiegelung zu hohen Kosten führt. Nachteilig ist ferner der
verhältnismäßig schlechte Füllgrad des Kessels, welcher in der Regel nur etwa 65% erreicht,
ferner die Länge der Wegstrecke vom Kugelmittelpunkt zur Oberfläche, welche dem
Wärmestrom hinderlich ist, sowie die bei der Kugelgeometrie vorhandene Luftblase im
Behälter, welche erforderlich ist, um eine Überdehnung der Wandung bei Volumen
änderungen des Latentwärmespeichermittels zu vermeiden.
Behälter in Rohrform weisen im Prinzip die gleichen Nachteile auf wie solche in Kugelform,
obwohl hier Verbesserungen durch Abflachen der Rohrform erzielbar sind.
Behälter in Plattenform bieten die besten Voraussetzungen für die Schaffung großer Ober
flächen und kurzer Fließwege des Wärmestroms innerhalb des eingefüllten Latentwärme
speichermittels zu diesen Oberflächen. Dadurch ist eine hohe Dynamik des Wärmeaus
tausches erzielbar.
Ein Latentwärmespeicher mit Behältern in einer derartigen Plattenform ist aus einer Presse
information des Volkswagenwerkes bekannt. Er ist für die Vorwärmung des Kraftfahrzeugs
vorgesehen. In der gezeigten Ausführung haben die Behälter eine flache rechteckige Form
und sind achsenparallel in das Gehäuse eingebaut. Dadurch ist es erforderlich, eine Reihe
verschieden großer Behälter zu verwenden, weil aufgrund des runden Gehäusequerschnitts
das zur Verfügung stehende Einbaumaß von der Mitte nach außen hin um den Faktor Sinus
zu Cosinus abnimmt. Um eine Durchströmung der zwischen den Behältern gebildeten
Zwischenräume in Längsrichtung zu verwirklichen, muß zwischen den Behältern Platz für
eine Zuführungsleitung geschaffen werden, wodurch eine zusätzliche Variation der
Behältergröße erforderlich ist. Diese verschieden großen Behälter erschweren die Montage
und verteuern die Herstellung und Lagerhaltung. Besonders für größere Latentwärme
speicher, wie sie z. B. im Bereich der Gebäudeheizung Verwendung finden, ist eine der
artige Ausführung nicht akzeptabel.
Aus der DE 27 39 068 A1 ist für die Temperierung von
Gewächshäusern ein Latentwärmespeicher mit Batterien aus flachen, rechteckigen Spei
cherkörpern bekannt, welche mit einem gegenseitigen Abstand aneinandergereiht sind.
Die so gebildeten Zwischenräume sind für die Parallel-Durchströmung mit Luft vorgesehen.
Die vorgeschlagene Einbaulage der Speicherkörper in relativ großvolumigen Luftleit
kanälen erlaubt eine problemlose Querdurchströmung der Batterie im Luftstrom. Da im
Luftleitsystem kein relevanter Überdruck auftritt, sind leichte Konstruktionen z. B. aus dün
nem Blech ohne weiteres realisierbar. Die vorgeschlagene Gestaltung ist jedoch für die
Durchströmung mit einem flüssigen Wärmeträger z. B. auf der Basis von Wasser nicht
geeignet, weil dies eine Anordnung der Speicherkörper in Behältern mit hinreichend biege
steifen Wandungen erfordern würde. Dadurch würde eine solche Ausführung schwer und
zugleich teuer. Außerdem sind die Längen der parallelen Strömungswege für flüssige
Medien nicht ausreichend, weil die mitgeführte Wärme von Flüssigkeiten wegen der
drastisch höheren spezifischen Wärme viel größer ist als bei Luft. Eine Reihenschaltung der
einzelnen Speicherkörper in Bezug auf die Durchströmung ist nicht möglich. Dadurch ist es
sehr schwierig, den jeweiligen Ladezustand z. B. mittels Temperaturmessung festzustellen.
Die großzügig bemessenen Dimensionen der peripheren Gehäuseteile mögen wohl für die
Anwendung im Gewächshaus keine Bedeutung haben, würden jedoch für etliche Fälle
einen unakzeptabel niedrigen volumetrischen Füllgrad des Speichers nach sich ziehen.
Aus der DE 30 07 275 A1 ist ein anderer Latentwärmespeicher
bekannt, dessen Speicherelemente als tellerförmig beschrieben werden. In der einzigen
Zeichnungsfigur werden die Speicherelemente als konische Ronden mit einer zentralen
Durchflußöffnung gezeigt, welche mit einem gegenseitigen und einem zur Wandung des
Kessels gebildeten Abstand aufeinandergeschichtet sind. Das Konzept geht davon aus, daß
allein durch Konvektion aufgrund von Dichteunterschieden des flüssigen Trägermediums
ein ausreichender Wärmetausch zustande kommt. Tatsächlich wird dies, wenn überhaupt,
nur mit großer Trägheit während des Ladezyklus gelingen. Im Entladezyklus muß mit einer
sehr schlechten Wärmeübertragung gerechnet werden, weil die Durchströmung im wesent
lichen im zentralen "Kamin" und im periphären Ringspalt stattfinden wird und dabei die
Speicherelemente lediglich tangiert. Nachteilig erscheint ferner die Formgestalt der Spei
cherelemente, wodurch diese schwierig herzustellen und aufwendig zu lagern sein dürften.
Es bestand daher die Aufgabe zur Schaffung eines Latentwärmespeichers für die Durch
strömung mit einem flüssigen Wärmeträger, mit einem hohen Füllgrad in Bezug auf das
Gesamtsystem und möglichst günstigen Wärmeübertragungseigenschaften, welcher zu
außerordentlich niedrigen Kosten herstellbar sein sollte.
Mit der Erfindung wird ein Latentwärmespeicher mit speziellen scheibenförmigen, flachen
Behältern und einer bestimmten, zwangsweisen Durchströmung mit dem flüssigen Wärme
träger vorgeschlagen. Danach besteht der Kessel des Latentwärmespeichers aus einem im
wesentlichen zylindrischen Gehäuse mit kreisförmigem Querschnitt, welches die mit dem
Latentwärmespeichermittel befüllten Behälter in flacher Scheibenform mit periphären Aus
nehmungen enthält. Dabei sind die einzelnen Behälter innerhalb des Kessels so ange
ordnet, daß ihre Scheibenflächen mit einem jeweiligen gegenseitigen Abstand im wesent
lichen parallel zur Ebene eines radialen Kesselschnitts liegen. Die Außendurchmesser der
Behälter entsprechen im wesentlichen dem Innendurchmesser des Kessels, sind jedoch in
ihrem Randbereich so gestaltet, daß in bestimmbaren Sektionen Durchlaß- oder Sperr
bereiche für den flüssigen Wärmeträger gebildet sind. Damit sind in einer ersten Version
des erfindungsgemäßen Latentwärmespeichers die Oberflächen der Behälter innerhalb des
Strömungsweges des flüssigen Wärmeträgers in Reihe, bzw. in einer zweiten Version in
Serie schaltbar.
Die Reihenschaltung mit einem mäanderförmig durch den Behälterstapel führenden Strö
mungsweg wird erfindungsgemäß dadurch realisiert, daß der Umfang der Behälter gegen
über der inneren Wandung des Kessels in einem Teilsegment von mindestens 180°, vor
zugsweise mindestens 220°, gegen Durchtritt des flüssigen Wärmeträgers abgedichtet ist,
und/oder die Behälter an ihrem Umfang in einem Teilsegment, welches kleiner ist als
180°, vorzugsweise kleiner als 140°, außen entweder axial durchbrochen sind oder
vorzugsweise von der Kreisform nach innen so abweichen, daß in diesem Segment gegen
über der Wandung des Kessels ein Durchlaß für das Wärmetauschermedium gebildet ist,
wobei der Durchlaß der abgedichteten Seite gegenüberliegt. Gleichzeitig sind die einzelnen
Behälter mit dem jeweils an ihnen gebildeten Durchlaß, bzw. ihrem gegenüber der Wan
dung des Gehäuses abgedichteten Bereich in dem Gehäuse wechselweise um 180° derart
verdreht aufeinander gestapelt, bzw. aneinander gereiht, daß so ein mäanderförmiger
Strömungsweg für den flüssigen Wärmeträger gebildet ist.
Die Serienschaltung mit mehreren parallel durch den Behälterstapel führenden Strö
mungswegen wird nach der Erfindung dadurch realisiert, daß der Umfang der Behälter
gegenüber der Wandung des Kessels in zwei einander gegenüber liegenden Segmenten
von mindestens 40°, vorzugsweise mindestens 80°, gegen Durchtritt des flüssigen Wärme
trägers abgedichtet ist, und/oder die Behälter an ihrem Umfang in zwei einander gegen
über liegenden Segmenten, welche jeweils kleiner sind als 140°, vorzugsweise kleiner als
100°, entweder axial durchbrochen sind, oder vorzugsweise von der Kreisform nach innen
so abweichen, daß in diesen Segmenten gegenüber der inneren Wandung des Kessels
jeweils ein Durchlaß für den flüssigen Wärmeträger gebildet ist, wobei die Durchlässe
gegenüber den abgedichteten Bereichen um 90° verdreht angeordnet sind. Die einzelnen
Behälter sind mit den jeweils zwei an ihnen gebildeten Durchlässen, bzw. abgedichteten
Segmenten im wesentlichen deckungsgleich aufeinander gestapelt, bzw. aneinander
gereiht, so daß für das Wärmetauschermedium zwei durchlaufende und parallel zur
Gehäuseachse liegende Kanäle geschaffen sind. Die von diesen beiden Kanälen abzwei
genden und die beiden Kanäle gleichzeitig parallel verbindenden Strömungswege sind
durch die zwischen den Behältern vorhandenen Abstände gebildet. Vorzugsweise ist inner
halb des Kessels am oder vor dem ersten und am oder nach dem letzten der aufeinander
gestapelten bzw. aneinander gereihten Behälter jeweils eine im wesentlichen halbseitig
wirkende Strömungsblende bzw. Strömungssperre um 180° versetzt eingebaut, um eine
Durchströmung in der sogenannten "Tichelmann-Schaltung" zu erzielen. Besonders vorteil
haft ist der vorgeschlagene Einbau mindestens eines Rohres in einen der beiden Kanäle,
um z. B. den flüssigen Wärmeträger am Ende des einen Kanals zu entnehmen und am
Anfang des anderen Kanals zuzuführen, weil so die Anschlußstutzen an der gleichen Seite
des Kessels liegen und gleichzeitig ein Fließschema nach "Tichelmann" gebildet ist. Bei
vertikaler Aufstellung des Kessels ist nach der Erfindung vorgesehen, die Anschlußstutzen
unten anzubringen und über das mindestens eine zusätzlich eingebaute Rohr den erwärm
ten und zum Verbraucher fließenden flüssigen Wärmeträger aus dem oberen Bereich des
Kessels wegzuführen, um so die zwar geringe, aber trotzdem vorhandene Temperatur
schichtung auszunutzen und eine Konvektion des flüssigen Wärmeträgers im Stillstand
möglichst zu unterbinden. Zu diesem Zweck ist das Rohr zusätzlich thermisch isoliert, z. B.
mit einem Kunststoffmantel, bzw. gänzlich z. B. aus Kunststoff hergestellt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, den je nach Ausführungsform
jeweils einzigen, bzw. die beiden an den Behältern aufgrund des von der Kreisform nach
innen abweichenden Randes gebildeten Durchlässe in ihrem mittleren Bereich größer und
an ihren beiden Seiten schmaler zu gestalten, z. B. in Form einer Sichel oder eines Kreis
abschnitts, um dem durchströmenden Wärmetauschermedium an den Seiten einen grös
seren Strömungswiderstand entgegenzusetzen als in der Mitte. Durch diese Maßnahme
wird eine stärkere Strömungsbeaufschlagung der Behältermitte erreicht, wodurch eine ins
gesamt gleichmäßigere Wärmeabgabe vom Behälter an den flüssigen Wärmeträger und
umgekehrt erfolgt.
Eine weitere Ausgestaltung betrifft die Anbringung der Befüllstutzen für die Befüllung der
Behälter mit dem Latentwärmespeichermedium. Es wird vorgeschlagen, den jeweiligen
Befüllstutzen im Bereich der einen, bzw. einer der beiden am Behälterrand vorhandenen
Ausnehmungen vorzugsweise mittig und radial nach außen zeigend so anzubringen und in
seiner Länge abzustimmen, daß seine Stirnseite im wesentlichen mit dem ansonsten vom
Behälter gebildeten Kreisdurchmesser übereinfällt. Auf diese Weise übernimmt der Befüll
stutzen gleichzeitig die Funktion eines radialen Abstandshalters und unterstützt die Verhin
derung lateraler Bewegungen des Behälters gegenüber der inneren Kesselwand.
Für die mäanderförmig durchströmte Version des Latentwärmespeichers wird für die
Anbringung des Befüllstutzens zusätzlich eine Variante angeboten, welche dadurch gekenn
zeichnet ist, daß der Befüllstutzen an der der Ausnehmung gegenüberliegenden Seite des
Behälters axial liegend angebracht ist, wobei seine überstehende Länge nicht größer ist als
die Summe aus der Dicke des Behälters und dem zweifachen Abstand zwischen den
Behältern, und sein Durchmesser nicht größer ist als die Breite des mittels der Ausnehmung
gebildeten Durchlasses. Mit dieser technischen Lösung wird die Stapelfähigkeit der Behälter
sichergestellt.
Zwecks Realisierung der erforderlichen Tauscherflächen und der vorgeschlagenen Strö
mungswege für den flüssigen Wärmeträger innerhalb des Latentwärmespeichers sind die
einzelnen Behälter so aufeinander gestapelt, bzw. aneinander gereiht, daß zwischen ihren
Scheibenflächen jeweils Abstände in Form schmaler Spalte gebildet sind. Dabei werden
diese Abstände wahlweise mittels durchströmbarer Abstandshalter, wie z. B. Maschendraht
oder Streckmetall, oder entsprechend in die Behälteroberflächen integrierte Erhebungen
verwirklicht. Die Oberflächen der Behälter sind so strukturiert, z. B. mit Noppen, Rillen,
Sicken, oder dergleichen, daß in dem jeweils zwischen zwei Behältern gebildeten Strö
mungsweg eine turbulente Strömung des flüssigen Wärmeträgers erzwungen wird.
Die Behälter sind mechanisch so ausgelegt, daß ihre Scheibenflächen membranartig
bewegbar sind, um so elastisch auf etwaige Volumenänderungen des Latentwärmespei
chermittels zu reagieren. Dadurch sind die Behälter zu 100% befüllbar, wodurch sowohl
eine totale Volumenausnutzung als auch eine vollständige thermische Ankopplung ohne
störende Luftblase gegeben ist. Eine Volumenveränderung des Latentwärmespeichermittels
führt daher zu einer Dickenänderung des Behälters. Diese Dickenveränderung wird ent
weder dadurch beherrscht, daß die einzelnen Behälter schwimmend im Kessel gelagert
sind, sodaß sich entsprechend eine völlig unschädliche Zu- oder Abnahme der gesamten
Stapelhöhe ergibt, oder durch Einbringen einer definierten Menge des Latentwärme
speichermittels in die Behälter, wobei diese Menge so mit dem Volumen des jeweiligen
Behälters abgestimmt ist, daß im Zustand der größten Volumenausdehnung des Latent
wärmespeichermittels die jeweiligen Scheibenflächen der Behälter parallel zueinander
liegen, bzw. im Zustand der größten Volumenkontraktion des Latentwärmespeichermittels
leicht konkav durchgebogen sind.
In der Praxis wird eine Behälterdicke von wenigen Millimetern bis zu wenigen Zentimetern
günstig sein, je nach Größe des Latentwärmespeichers und der angestellten dynamischen
Eigenschaften. Wird der Latentwärmespeicher stehend aufgestellt, so daß die einzelnen
Behälter horizontal zu liegen kommen, so ist in Verbindung mit einer relativ dünnen
Behälterdimensionierung sogar die Rekristallisation inkongruent oder peritektisch schmel
zender Latentwärmespeichermittel gut zu beherrschen.
Mit der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, die Behälter wahlweise aus Blech zu fertigen
oder aus einem mehrschichtigen Kunststoff blaszuformen. Die mehrschichtige, mindestens
jedoch zweischichtige Wandung aus Kunststoff ist so aufgebaut, daß die äußere Schicht
resistent ist gegen das Wärmeträgermedium, z. B. heißes Wasser, und die innere gegen das
Latentwärmespeichermittel. Eine oder beide der Schichten, bzw. eine dritte oder weitere
dazwischen liegende Schichten erfüllen die Aufgabe einer Diffusionssperre gegen Wasser
und/oder Kohlendioxid.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den verschiedenen Unteransprüchen zu
entnehmen.
Mit der Erfindung wird somit ein Latentwärmespeicher mit insgesamt nahezu optimalen
Eigenschaften zur Verfügung gestellt. Der effektive Befüllgrad des Gesamtsystems mit dem
Latentwärmespeichermittel ist sehr hoch, so daß eine sehr hohe Speicherkapazität realisiert
ist. Die für den Wärmetausch zur Verfügung stehende Oberfläche ist sehr groß, wodurch
eine sehr hohe dynamische Speicherleistung erzielbar ist. Die einzelnen Behälter für das
Latentwärmespeichermittel sind formgleich, so daß sie in größeren Stückzahlen zu redu
zierten Kosten herstellbar sind.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand der vier schematischen Zeichnungsfiguren näher
erläutert werden. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die dargestellten Dimensionen lediglich
aus Gründen der Übersichtlichkeit gewählt wurden, also nicht unbedingt einer praktischen
Ausführung entsprechen. Fig. 1 zeigt ein radiales Schnittbild durch einen erfindungs
gemäßen Latentwärmespeicher, welcher ein mäanderförmiges Strömungsschema besitzt.
Der gleiche Latentwärmespeicher ist in Fig. 2 als abgebrochener Axialschnitt gezeigt. In
Fig. 3 ist ein radiales Schnittbild durch einen erfindungsgemäßen Latentwärmespeicher
gezeigt, welcher für eine Durchströmung in Serienschaltung ausgelegt ist. Dieser Latent
wärmespeicher wird in Fig. 4 in einem vollständigen axialen Schnittbild gezeigt.
Der in Fig. 1 dargestellte Radialschnitt zeigt einen Kessel 1 mit kreisförmigem Querschnitt,
welcher mit einer thermischen Isolation 2 ummantelt ist. Es ist ein Behälter 3 für das
Latentwärmespeichermittel eingelegt, welcher an seinem Rand in einem Segment mittels
einer Dichtung 4 gegenüber der Wand des Kessels abgedichtet ist. Der Behälter ist an der
dem abgedichteten Segment gegenüberliegenden Seite von seiner Kreisform nach innen
abweichend gestaltet, so daß zwischen seinem Rand und der Wand des Kessels ein Durch
laß 5 für den flüssigen Wärmeträger gebildet ist. Der Befüllstutzen 6 ist radial nach außen
zeigend so angeordnet, daß er als lateraler Abstandshalter wirkt.
Fig. 2 zeigt den gleichen Latentwärmespeicher in einer oben und unten abgebrochenen
Darstellung als Axialschnitt. In den Kessel 1 sind drei Behälter 3 für das Latentwärmespei
chermittel 7 eingezeichnet, wobei aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit sowohl je
weils der Befüllstutzen 6, als auch die Mittel zur Abstandshaltung zwischen den Behältern
weggelassen wurden. Die Behälter sind jeweils um 180° gegeneinander verdreht einge
stapelt, um einen mäanderförmigen Strömungsweg für den flüssigen Wärmeträger zu be
wirken.
In Fig. 3 ist der Radialschnitt durch einen Latentwärmespeicher dargestellt, welcher eine
Serienschaltung der Strömungswege für den flüssigen Wärmeträger besitzt. In den Kessel
8 mit der thermischen Isolierung 9 ist ein Behälter 10 für das Latentwärmespeichermittel
eingelegt, welcher an seinem Rand in zwei einander gegenüberliegenden Segmenten
gegen die Wand des Kessels jeweils mittels einer Dichtung 11, 12 abgedichtet ist. Die
Randung des Behälters ist an zwei einander gegenüberliegenden Segmenten ausge
nommen, um so zwischen der Randung des Behälters und der Wand des Kessels jeweils
einen Durchlass 13, 14 für den flüssigen Wärmeträger zu bilden. Dabei sind die ausge
nommenen Teilsegmente gegenüber den abgedichteten Teilsegmenten um 90° verdreht
angeordnet. In dem einen Durchlaß 13 ist ein Rohr 15 verlegt, in dem anderen Durchlaß
14 ist der Befüllstutzen 16 radial nach außen zeigend angebracht.
Fig. 4 zeigt den vorstehend beschriebenen Latentwärmespeicher in vertikaler Aufstellung
in einem vereinfachten Axialschnitt, wobei sowohl die Mittel zur Abstandshaltung zwischen
den Behältern als auch die jeweiligen Befüllstutzen der Behälter aus Gründen der Über
sichtlichkeit weggelassen wurden. Ferner wurden statt der üblicherweise vier vorhandenen
lediglich zwei Anschlußstutzen eingezeichnet, wie sie z. B. bei Latentwärmespeichern für das
Kraftfahrzeug ausreichend sind. Die gestaltgleichen Behälter 10, 10A, 10B, usw. sind inner
halb des Kessels 8 deckungsgleich mit Abständen übereinander gestapelt, wodurch zwei
Kanäle 17, 18 geschaffen sind, welche über die zwischen den Behältern gebildeten Spalten
miteinander in Verbindung stehen. Zwischen dem untersten, bzw. obersten Behälter und
der Wand des Kessels ist jeweils eine Strömungsblende 19, 20 eingebaut, um einen
Kurzschluß der Strömung zu unterbinden. Je nach Erfordernis kann es vorteilhafter sein,
anstelle der Strömungsblende eine vollständige Strömungssperre einzubauen, wobei vor
teilhaft z. B. die untere fest und die obere schwimmend eingebaut ist, und die untere
Strömungssperre gleichzeitig als Sockel zum Auflegen der Behälter dient. Die Anschlüsse
21, 22 des Latentwärmespeichers sind nach unten verlegt, um sowohl Wärmeverluste durch
Störstellen des thermisch isolierenden Mantels, als auch Konvektionsverluste zu minimieren.
Der Anschluß 21 für die Abfuhr des erwärmten flüssigen Wärmeträgers zum Verbraucher
ist nach oben mittels eines Rohres 15 verlängert, um eine Durchströmung des gesamten
Systems gemäß einer "Tichelmann-Schaltung" zu verwirklichen. Das Rohr ist aufgebrochen
eingezeichnet, um die vorgeschlagene Strömungsrichtung 25 des flüssigen Wärmeträgers
zeigen zu können. Das entsprechende Fließschema durch das gesamte Systems ist mittels
kleiner Pfeile eingetragen. Zusätzlich sind zwei Füße 23, 24 für die vertikale Aufstellung des
Latentwärmespeichers schematisch dargestellt.
Claims (34)
1. Latentwärmespeicher für die Speicherung thermischer Energie, bestehend aus einem
im wesentlichen zylinderförmigen Kessel mit kreisförmigem Querschnitt, welcher mit einem
Latentwärmespeichermittel befüllte, mit einem jeweiligen gegenseitigen Abstand im we
sentlichen parallel zur Ebene eines radialen Kesselschnitts angeordnete Behälter in Form
ebener Scheiben enthält, deren Außendurchmesser im wesentlichen dem Innendurch
messer des Kessels entspricht, wobei der Kessel zwecks Zu- bzw. Abfuhr thermischer
Energie zu den bzw. von den Oberflächen der Behälter von einem flüssigen Wärmeträger
durchströmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Randbereich der Behälter zur inneren
Wandung des Kessels hin funktionelle Sektionen gebildet sind, wovon eine erste Art als
Sperre, z. B. in Gestalt einer Dichtung, und eine zweite Art als Durchlaß, z. B. in Gestalt
eines Durchbruchs oder einer Abweichung von der Kreisform, für den flüssigen Wärme
träger wirkt.
2. Latentwärmespeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfang
der Behälter gegenüber der Wandung des Kessels in einem Segment von mindestens 180°,
vorzugsweise mindestens 220°, gegen Durchtritt des flüssigen Wärmeträgers abgedichtet
ist.
3. Latentwärmespeicher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Be
hälter an ihrem Umfang in einem Segment, welches kleiner ist als 180°, vorzugsweise
kleiner als 140°, außen entweder axial durchbrochen sind oder vorzugsweise von der
Kreisform nach innen so abweichen, daß in diesem Teilsegment gegenüber der Wandung
des Kessels ein Durchlaß für den flüssigen Wärmeträger gebildet ist.
4. Latentwärmespeicher gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das abgedichtete Segment der einzelnen Behälter gegenüber dem durchbrochenen
bzw. ausgenommenen Segment in Kreisrichtung um 180° versetzt ist.
5. Latentwärmespeicher gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Befüll
stutzen zum Befüllen des Behälters mit dem Latentwärmespeichermittel an der dem Durch
laß gegenüber liegenden Seite axial liegend angebracht ist, wobei seine überstehende
Länge nicht größer ist als die Summe aus der Dicke des Behälters und dem zweifachen
Abstand zwischen den Behältern, bzw. sein Durchmesser nicht größer ist als die Breite des
Durchlasses.
6. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die einzelnen Behälter mit dem jeweils an ihnen gebildeten
Durchlaß in dem Gehäuse wechselweise um 180° derart verdreht aufeinander gestapelt
bzw. aneinander gereiht sind, daß für den flüssigen Wärmeträger ein mäanderförmiger
Strömungsweg gebildet ist.
7. Latentwärmespeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Umfang der Behälter gegenüber der Wandung des Kessels in zwei einander
gegenüber liegenden Segmenten von mindestens 40°, vorzugsweise mindestens 80°, gegen
Durchtritt des flüssigen Wärmeträgers abgedichtet ist.
8. Latentwärmespeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Behälter an ihrem Umfang in zwei einander gegenüber liegenden Seg
menten, welche jeweils kleiner sind als 140°, vorzugsweise kleiner als 100°, entweder axial
durchbrochen sind, oder vorzugsweise von der Kreisform nach innen so abweichen, daß in
diesen Segmenten gegenüber der Wandung des Kessels jeweils ein Durchlaß für den
flüssigen Wärmeträger gebildet ist.
9. Latentwärmespeicher gemäß den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die zwei an den einzelnen Behältern abgedichteten Segmente gegenüber den beiden
durchbrochenen bzw. ausgenommenen Teilsegmenten um 90° versetzt sind.
10. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3 oder 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Behälter mit den jeweils zwei an ihnen
gebildeten Durchlässen im wesentlichen deckungsgleich aufeinander gestapelt bzw. anein
andergereiht sind, so daß für den flüssigen Wärmeträger zwei durchlaufende parallel zur
Kesselachse liegende Kanäle mit Abzweigungen zu den zwischen den Behältern aufgrund
ihres Abstandes gebildeten Spalten vorhanden sind.
11. Latentwärmespeicher nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des
Kessels vor dem ersten und nach dem letzten der aufeinander gestapelten bzw. anein
ander gereihten Behälter jeweils eine im wesentlichen halbseitig wirkende Strömungs
blende bzw. Strömungssperre derart eingebaut ist, daß eine Querdurchströmung der
zwischen den Behältern gebildeten Strömungswege erzwungen ist.
12. Latentwärmespeicher nach den Ansprüchen 10 und/oder 11, dadurch gekennzeich
net, daß der Zufluß des flüssigen Wärmeträgers an den Anfang eines der zwei durch
laufenden Kanäle, und der Abfluß an das Ende des jeweils anderen Kanals gelegt ist, um
eine Durchströmung des Gesamtsystems gemäß einer "Tichelmann-Schaltung" zu verwirk
lichen.
13. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß in einem der durchlaufenden Kanäle mindestens ein Rohr zwecks Zu-
oder Abfuhr des flüssigen Wärmeträgers verlegt ist, vorzugsweise um eine sogenannte "Ti
chelmann-Schaltung" zu verwirklichen.
14. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der eine bzw. die beiden an den Behältern aufgrund des von
der Kreisform nach innen abweichenden Randes gebildeten Durchlässe in ihrem mittleren
Bereich größer und an ihren beiden Seiten schmaler sind, und z. B. die Form einer Sichel
oder eines Kreisabschnitts besitzen, um dem durchströmenden flüssigen Wärmeträger an
den Seiten einen größeren Strömungswiderstand entgegenzusetzen als in der Mitte.
15. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Befüllstutzen zum Befüllen des Behälters mit dem Latent
wärmespeichermittel im Bereich des einen bzw. eines der beiden Durchlässe vorzugsweise
mittig und radial nach außen zeigend derart angebracht und in seiner Länge abgestimmt
ist, daß seine Stirnseite im Einbauzustand an der inneren Wandung des Gehäuses anliegt
und so gleichzeitig als radialer Abstandshalter dient.
16. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den einzelnen Behältern mittels eines
erhabenen Randes der Behälter bewirkt ist.
17. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen den Behältern vom flüssigen Wärmeträger durch
strömbare Abstandshalter, z. B. Maschendraht oder Streckmetall, eingelegt sind.
18. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß in den Scheibenflächen der Behälter Strukturierungen, z. B. in
Form von Noppen, Sicken, Rillen oder dergleichen, derart eingearbeitet sind, daß dadurch
sowohl ein vorbestimmter Abstand zwischen den einzelnen Behältern hergestellt, als auch
eine turbulente Strömung des flüssigen Wärmeträgers zwischen den Behältern bewirkt wird.
19. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Behälter vollständig und ohne Einschlüsse eines Gases (z. B.
Luft) mit dem Latentwärmespeichermittel befüllt sind.
20. Latentwärmespeicher gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die einzel
nen Behälter mit einer solchen Menge des Latentwärmespeichermittels befüllt sind, daß die
jeweiligen Scheibenflächen der Behälter im Zustand der größten Volumenausdehnung des
Latentwärmespeichermittels parallel zueinander liegen, bzw. im Zustand der größten Volu
menkontraktion konkav verformt sind.
21. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Behälter für das Latentwärmespeichermittel innerhalb des
Kessels in axialer Kesselrichtung schwimmend gelagert sind.
22. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die einzelnen Behälter gegen Verdrehen gesichert sind.
23. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Behälterstapel mindestens einseitig in axialer Richtung, bei
vertikaler Lage des Kessels vorzugsweise von oben, mit einer Federkraft beaufschlagt ist.
24. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Kessel mit einer thermischen Isolation, vorzugsweise mit
einer sogenannten Vakuum-Superisolation ummantelt ist.
25. Latentwärmespeicher nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er mit dem Kühlwasserkreislauf eines Kraftfahrzeugs in
Verbindung steht.
26. Behälter für das Latentwärmespeichermittel eines Latentwärmespeichers, wobei der
Behälter im wesentlichen Scheibenform besitzt und in einen im wesentlichen zylinder
förmigen und von einem flüssigen Wärmeträger durchströmbaren Kessel einlegbar ist, da
durch gekennzeichnet, daß er an seinem Umfang in einem Segment, welches kleiner ist als
180°, vorzugsweise kleiner als 140°, entweder axial durchbrochen ist, oder vorzugsweise
von der Kreisform nach innen abweichend derart gestaltet ist, daß eine Ausnehmung
gebildet ist, welche vorzugsweise in der Mitte breiter und an den Rändern schmaler ist und
z. B. die Form einer Sichel oder eines Kreisabschnitts besitzt.
27. Behälter für das Latentwärmespeichermittel eines Latentwärmespeichers, wobei der
Behälter im wesentlichen Scheibenform besitzt und in einen im wesentlichen zylinderför
migen und von einem flüssigen Wärmeträger durchströmbaren Kessel einlegbar ist, da
durch gekennzeichnet, daß er an seinem Umfang in zwei einander gegenüberliegenden
Segmenten, welche jeweils kleiner sind als 140°, vorzugsweise kleiner als 100°, entweder
axial durchbrochen ist, oder vorzugsweise von der Kreisform nach innen abweichend derart
gestaltet ist, daß jeweils eine Ausnehmung gebildet ist, welche vorzugsweise in der Mitte
breiter und an den Rändern schmaler ist und z. B. die Form einer Sichel oder eines
Kreisabschnitts besitzt.
28. Behälter gemäß einem der Ansprüche 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, daß der
Befüllstutzen zum Befüllen des Behälters mit dem Latentwärmespeichermittel im Bereich
einer Ausnehmung vorzugsweise mittig radial nach außen zeigend angebracht und in
seiner Länge so abgestimmt ist, daß seine Stirnseite mit dem vom Behälter ansonsten
gebildeten Kreisdurchmesser im wesentlichen übereinfällt.
29. Behälter gemäß Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Befüllstutzen zum
Befüllen des Behälters mit dem Latentwärmespeichermittel an der der Ausnehmung gegen
überliegenden Seite axial liegend angebracht ist, wobei seine überstehende Länge vorzugs
weise nicht größer ist als die größte Dicke des Behälters, bzw. sein Durchmesser nicht
größer ist als die Breite der Ausnehmung.
30. Behälter gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 26 bis 29, dadurch gekenn
zeichnet, daß seine Scheibenflächen Strukturierungen, z. B. in Form von Noppen, Sicken,
Rillen o. ä. derart eingearbeitet sind, daß dadurch beim Aufeinanderstapeln oder Aneinan
derreihen der Behälter sowohl ein vorbestimmter Abstand zwischen den einzelnen Behäl
tern hergestellt, als auch beim Durchströmen des zwischen zwei Behältern gebildeten Spal
tes mit einem flüssigen Wärmeträger eine turbulente Strömung erzeugt wird.
31. Behälter gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 26 bis 30, dadurch gekenn
zeichnet, daß er aus Blech gefertigt ist.
32. Behälter gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 26 bis 30, dadurch gekenn
zeichnet, daß er aus Kunststoff mehrschichtig blasgeformt ist, wobei mindestens die äußere
Schicht resistent gegen heißes Wasser ist.
33. Behälter gemäß Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die innere
Schicht resistent gegen das einzufüllende Latentwärmespeichermittel ist.
34. Behälter gemäß Ansprüchen 32 und/oder 33, dadurch gekennzeichnet, daß minde
stens eine Schicht als Diffusionssperre gegen Wasser und/oder Kohlendioxid wirkt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE4014243A DE4014243C2 (de) | 1990-05-04 | 1990-05-04 | Latentwärmespeicher |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4014243A DE4014243C2 (de) | 1990-05-04 | 1990-05-04 | Latentwärmespeicher |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4014243A1 DE4014243A1 (de) | 1991-11-07 |
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|---|---|---|---|
| DE4014243A Expired - Fee Related DE4014243C2 (de) | 1990-05-04 | 1990-05-04 | Latentwärmespeicher |
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|---|---|
| DE (1) | DE4014243C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE10258226A1 (de) * | 2002-12-13 | 2004-07-08 | Fritz Muser | Speicherelement, insbesondere für Latent-Schichtspeicher |
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- 1990-05-04 DE DE4014243A patent/DE4014243C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4014243A1 (de) | 1991-11-07 |
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