DE3936618C2 - Verfahren zum Linearisieren von Signalen und Anordnung zum Durchführen des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Linearisieren von Signalen und Anordnung zum Durchführen des VerfahrensInfo
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- DE3936618C2 DE3936618C2 DE3936618A DE3936618A DE3936618C2 DE 3936618 C2 DE3936618 C2 DE 3936618C2 DE 3936618 A DE3936618 A DE 3936618A DE 3936618 A DE3936618 A DE 3936618A DE 3936618 C2 DE3936618 C2 DE 3936618C2
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Linearisieren
von durch eine aktive Schaltungsstufe umzusetzenden Signalen
für eine Korrektur der dabei eingeführten Verzerrungen sowie
auf eine Anordnung zum Durchführen des Verfahren.
Nachrichtensysteme sind in der heutigen Gesellschaft extrem
wichtig geworden. Fast alle Nachrichtensysteme benötigen ir
gendeine Form von elektrischen oder elektronischen Signalver
stärkern zum Ausgleichen von Systemverlusten. Viele Übertra
gungsschaltungen erfordern sehr große Kapitalaufwendungen, wie
beispielsweise gewöhnliche Koaxialüberlandleitungen oder Über
seekabelsysteme und Nachrichtenübertragungen über Satelliten,
die außer dem teueren Satelliten kostspielige Erdstationen er
fordern. Wegen der hohen Kapitalaufwendungen, welche mit dem
Installieren von solchen Systemen verbunden sind, ist es wirt
schaftlich sehr erwünscht, die Signale, welche über den Über
tragungskanal oder über die Übertragungskanäle gehen, zu multi
plexieren. Multiplexieren heißt, viele Signale über denselben
Signalweg zu schicken. Es gibt viele Verfahren zum Getrennthal
ten der über den Kanal gehenden Signale, z. B. das Frequenzmul
tiplex- und das Codemultiplexverfahren.
Gewöhnlich enthält ein Übertragungskanal aktive Schaltungsstu
fen, welche das Signal modulieren, das Signal demodulieren, die
Signale verstärken und anderweitig umsetzen (verarbeiten).
Viele derartige aktive Schaltungsstufen weisen trotz der größ
ten Anstrengungen der Entwerfer, sie perfekt zu machen, Rest
nichtlinearitäten in ihren Signalübertragungsfunktionen auf. Es
ist bekannt, daß solche Nichtlinearitäten zu verschiedenen For
men der Signalverzerrung beitragen, insbesondere wenn mehr als
ein Signal auf dem Übertragungsweg vorhanden ist. Diese
Verzerrungen beinhalten Harmonische-Verzerrung und, falls meh
rere Signale den Signalweg nehmen, Intermodulationsverzerrung.
Diese Verzerrungen können dazu führen, daß eine Stimme bei ei
nem Telefongespräch unverständlich wird, oder sie können ver
schiedene Verzerrungen und Störungen bei einem Fernsehsignal
hervorrufen oder die Bitfehlerrate bei Datenübertragungen
vergrößern.
Die Nichtlinearitäten, die in aktiven Schaltungsstufen auftre
ten, sind in solchen aktiven Schaltungsstufen am größten, die
beträchtliche Leistung handhaben müssen, wie beispielsweise die
Endverstärkerstufe in einem Sender, wohingegen Schwachstromstu
fen im Vergleich zu einer Endausgangsstufe in vernachlässig
barem Maße zur Nichtlinearität beitragen können. Infolgedessen
hat sich eine Technik herausgebildet, bei der dem Endverstärker
oder den Endverstärkern (oder anderen eine Verzerrung erzeu
genden aktiven Stufen) eine Vorverzerrungsschaltung vorgeschal
tet wird, welche eine Verzerrung hervorruft, die zu der Verzer
rung entgegengesetzt ist, welche durch den zu kompensierenden
Verstärker oder die zu kompensierende Stufe hervorgerufen wird.
Die Vorverzerrungsschaltung wird manchmal als Linearisierer be
zeichnet. Die Verwendung einer solchen Schaltung zum Erzeugen
einer vorbestimmten Verzerrung ist in Verbindung mit einem Wan
derwellenröhrenverstärker in der US-PS 4 701 717 beschrieben.
Eine einstellbare und voreinstellbare reflektive Vorverzer
rungsschaltung, die in Verbindung mit einem Verstärker für Mi
krowellenzwecke benutzt wird, ist in der US-PS 4 588 958
beschrieben.
Die aktiven Schaltungen, bei denen Linearisierer benutzt wer
den, können ihre Linearität in Abhängigkeit von der Zeit än
dern, insbesondere im Falle von Vakuumröhrenausrüstung. Ob
gleich Festkörperausrüstung durch Alterung nominell nicht be
einflußt wird, kann bei parallel geschalteten Verstärkeranord
nungen, wie sie in der US-PS 4 641 106 beschrieben sind, eine
Änderung in der Leistung auftreten, wenn einer oder mehrere der
parallel geschalteten Verstärker ausfallen sollten. Andere
Ursachen für die Änderung bei aktiven Festkörpervorrichtungen
könnte eine elektrostatische Entladung oder ionisierende Strah
lung oder die Änderung in der Versorgungsspannung oder dgl.
sein. Solche Änderungen führen gewöhnlich zu einer Änderung in
den Verzerrungseigenschaften, selbst wenn das Signal, das ver
arbeitet wird, auf demselben Pegel bleibt.
Eine durch Nichtlinearität hervorgerufene Verzerrung, die in
einem Signal erzeugt wird, welches eine aktive Stufe durch
läuft, kann sich auch ändern, wenn die Anzahl von solchen
Signalen, welche die aktive Stufe durchlaufen, sich ändert oder
wenn sich deren Amplitude ändert. Steuerbare Vorverzerrungs
schaltungen sind erwünschter als feste Vorverzerrungsschaltun
gen, weil sie von Zeit zu Zeit justiert werden können, um die
Gesamtlinearität zu minimieren und dadurch die Verzerrung der
gewünschten verarbeiteten Signale zu reduzieren. Z. B. könnten
bei der einstellbaren Vorverzerrungsschaltung, die in der oben
erwähnten US-PS 4 588 958 beschrieben ist, falls diese auf ei
nem Satelliten benutzt wird, deren Steuereingangsklemmen mit
fernsteuerbaren Stromversorgungen verbunden sein. Mehrere Test
signale könnten von einer Erdstation aus über den Satellitenka
nal gesendet werden, und die Nichtlinearität, welche durch die
aktiven Stufen verursacht wird, könnte als Zweitonintermodula
tion gemessen werden. Die Vorverzerrungsschaltung könnte dann
durch Fernverstellung der fernsteuerbaren Stromversorgung ju
stiert werden, um die Intermodulation zu minimieren. Eine sol
che Ausrichtanordnung ist jedoch nachteilig, weil sie erfor
dert, zusätzliche Signale über den Kanal zu senden, der bereits
nahe bei seiner maximalen Signalhandhabungskapazität sein kann.
Sie ist sogar noch nachteiliger, wenn normale Betriebssignale
von der Leitung genommen werden müssen, um die Testsignale zum
Ausführen des Tests und zum Durchführen der Vorverzerrungs
justierung anzulegen.
Ein weiteres Verfahren zum Ausführen derselben Einstellung
könnte darin bestehen, die normalen "erwünschten" Betriebssi
gnale als Testsignale zu benutzen und mit Hilfe eines Spektrum
analysators den Intermodulationspegel, welcher durch die aktive
Stufe hervorgerufen wird, zu messen. Die Anzeige eines
Spektrumanalysators ist jedoch schwierig zu lesen und kann un
genau abgelesen werden, insbesondere wenn der Gesamtpegel von
Niederpegelverzerrungen in Gegenwart von vielen einen relativ
hohen Pegel aufweisenden erwünschten Signalen zu messen ist.
Eine Spezialschaltungsanordnung ähnlich einem Spektrumanalysa
tor mit einem zusätzlichen Integrator zum Summieren der Ampli
tuden von Signalen, welche innerhalb eines besonderen Amplitu
denbereiches liegen, könnte zwar vorgesehen werden, um die Ver
zerrungsleistung anzuzeigen, wenn viele normale Betriebssignale
für den Test benutzt werden, das wäre aber teuer, würde spezi
ell geschulte Bedienungspersonen erfordern und wäre nur korrekt
zu der Zeit, zu der die Justierung gemacht wurde, und würde die
Möglichkeit einer Änderung der Leistung zu irgendeiner Zeit
nach der Justierung offenlassen.
Die US-PS 34 34 056 beschreibt ein Datenübertragungssystem, bei
dem die Datenübertragung unterbrochen wird, wenn nichtlineare
Verzerrungen zu stark werden, damit der Kunde nicht für eine
fehlerträchtige Datenübertragung bezahlen muß. Als Maß für die
nichtlinearen Verzerrungen wird der Gehalt an zweiten und drit
ten Harmonischen überwacht.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Linearisieren
von durch eine aktive Schaltungsstufe umzusetzenden Signalen
und eine Anordnung zum Durchführen des Verfahrens derart auszu
gestalten, daß auftretenden Verzerrungen flexibel und variabel
entgegengewirkt werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Pa
tentanspruchs 1 bzw. 5 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteran
sprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung und durch sie erzielbare Vorteile werden nun
anhand der Beschreibung und Zeichnung von Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein vereinfachtes Blockschaltbild einer Anordnung nach
der Erfindung,
Fig. 2a und 2b vereinfachte schematische Darstellungen eines
Probenehmers, der in der Anordnung nach Fig. 1 benutzt werden
kann,
Fig. 3a und 3b vereinfachte Blockschaltbilder von Anordnun
gen, die in einem Detektor nach Fig. 1 benutzt werden können,
Fig. 4a bis 4c vereinfachte Blockschaltbilder von Verhält
nisgeneratoren, die in der Anord
nung nach Fig. 1 benutzt werden können,
und
Fig. 5 ein vereinfachtes Flußdiagramm, das ei
ne Betriebsart einer Steuereinheit nach
Fig. 1 veranschaulicht, welche den Li
nearisierer nach Fig. 1 steuert, um das
Harmonischen- oder Oberwellenverhältnis
zu minimieren.
Gemäß Fig. 1 wird ein zu verstärkendes Signal aus einer
Quelle (nicht dargestellt) über einen Eingangsanschluß 10
an den Eingang eines Linearisierers oder Vorverzerrers, der
als ein Block 12 dargestellt ist, angelegt. Der Linearisie
rer 12 ist herkömmlich und kann dem entsprechen, welcher in
der oben erwähnten US-PS 4 588 958 beschrieben ist. Das
vorverzerrte Signal wird über den Ausgang des Lineari
sierers 12 an den Eingangsanschluß eines Verstärkers 14 an
gelegt, welcher das Signal verstärkt und dabei eine Ver
zerrung hervorruft, welche wenigstens teilweise durch die
entgegengesetzt gepolte Verzerrung des Linearisierers 12
unterdrückt werden soll. Das verstärkte Signal wird über
den Ausgang des Verstärkers 14 und einen Probenehmer 16 an
einen Ausgangsanschluß 18 angelegt, wo es zur Verwendung
durch eine Gebrauchsvorrichtung, z. B. eine Antenne (nicht
dargestellt), verfügbar wird. Der Probenehmer 16 entnimmt
dem Signal, das von dem Verstärker 14 zu dem Ausgangsan
schluß 18 geht, zwei Proben und führt die Proben über Lei
ter 20 und 22 einem ersten Bandpaßfilter 24 zu, das als
Mittenfrequenz eine erste Frequenz f0 hat, bzw. einem zwei
ten Bandpaßfilter 26, das als Mittenfrequenz eine Frequenz
von 2f0 hat. Im Zusammenhang mit einem Nachrichtensa
telliten kann das Bandpaßfilter 24 eine Bandpaßmitten
frequenz bei 4 GHz haben, bei einer Bandbreite von 500 MHz,
was Frequenzen von Signalen in dem "C"-Band entspricht. Ge
mäß der Erfindung kann das Bandpaßfilter 26 eine Mitten
frequenz von 8 GHz haben, bei einer Bandbreite von 1 GHz.
Das Bandpaßfilter 24 hat somit einen Bandpaß, der so
gewählt wird, daß es alle "erwünschten" Signale zusammen
mit einer Intermodulationsverzerrung, die in denselben
Frequenzbereich fällt, durchläßt, wogegen das Filter 26 ei
nen Bandpaß hat, der so gewählt ist, daß es die zweite Har
monische (d. h. die doppelte Frequenz) der Signale, die von
dem Filter 24 durchgelassen werden, durchläßt.
Die Signale aus den Filtern 24 und 26 werden durch Übertra
gungsleitungen, welche als Leiter 86 bzw. 88 dargestellt
sind, an eine Detektoranordnung angelegt, die als ein Block
30 dargestellt ist. Die Detektoranordnung 30 detektiert die
Signale aus den Filtern 24 und 26 separat und legt die sich
ergebenden detektierten Signale separat über Leiter 32 bzw.
34 an einen Verhältnisgenerator an, der als ein Block 36
dargestellt ist. Der Verhältnisgenerator 36 erzeugt ein Di
gitalsignal auf einem Leiterbündel 38, welches das Verhält
nis der Größe des Signals, das an den Verhältnisgenerator
36 über den Leiter 34 angelegt wird, dividiert durch die
Größe des Signals, das über den Leiter 32 angelegt wird,
darstellt. Dieses das Verhältnis darstellende Signal reprä
sentiert also den kombinierten Gehalt an zweiten Oberwellen
der erwünschten Signale, normiert auf die Größe der er
wünschten Signale. Das das Verhältnis darstellende Signal
wird über das Leiterbündel 38 an eine Steuereinheit 40 an
gelegt, die einen Mikroprozessor enthalten kann. Die Steu
ereinheit 40 ist mit Information vorgeladen, welche sich
auf die Kenndaten des Linearisierers 12 als Funktion seiner
Steuerspannung oder -spannungen bezieht. Die Steuereinheit
40 stellt die Steuerspannungen ein durch Anlegen von Digi
talwörtern an einen Digital/Analog(D/A)-Wandler oder, wenn
mehrere analoge Steuerspannungen verlangt werden, an eine
Matrix von D/A-Wandlern, die gemeinsam als ein Block 42
dargestellt sind, der eine oder mehrere analoge Spannungen
zum Anlegen an den Linearisierer 12 zu dessen Steuerung er
zeugt.
Fig. 2a zeigt in Form eines vereinfachten Schaltbildes Ein
zelheiten eines Probenehmers, der als der Probenehmer 16 in
Fig. 1 benutzt werden kann. In den Figuren tragen Elemente,
welche denen in anderen Figuren entsprechen, dieselben Be
zugszahlen. In Fig. 2a werden Signale aus dem Verstärker 14
an einen Eingangsanschluß 42 eines 10 dB, 90°-Richtkopp
lers 50 angelegt. Wie bekannt, tritt im wesentlichen sämt
liche Energie, die dem Eingangsanschluß 52 des Richtkopp
lers 50 zugeführt wird, an einem Ausgangsanschluß 54 aus
und steht zur Verfügung, um dem Ausgangsanschluß 18 über
einen zweiten Richtkoppler 51 zugeführt zu werden, der den
gleichen Aufbau wie der Richtkoppler 50 hat. Signalproben,
die 10 dB unter dem Signal sind, welches an den Eingangsan
schluß 52 angelegt wird, erscheinen an dem Ausgangsanschluß
56 des Richtkopplers 50 und an dem Ausgangsanschluß 58 des
Richtkopplers 51. Diese beiden Signalproben können sich in
der Amplitude etwas unterscheiden, das hat aber keine nen
nenswerte Auswirkung auf die folgenden Stufen, und die Si
gnale können als Signale mit gleichen Amplituden aufgefaßt
werden. Die Signale, welche über die Anschlüsse 56 und 58
abgegeben werden, werden über impedanzverbessernde Dämp
fungsglieder 60 bzw. 62 an Übertragungsleitungen angelegt,
welche durch die Leiter 20 bzw. 22 dargestellt sind.
Fig. 2b zeigt eine alternative Ausführungsform des Probe
nehmers 16. In Fig. 2b ist der Leiter 20 mit einem ohmschen
Spannungsteiler verbunden, der insgesamt mit 70 bezeichnet
und zwischen Masse und einen als Leiter 72 dargestellten
Durchgangsweg geschaltet ist. Ebenso ist der Ausgangsleiter
22 mit der Anzapfung eines weiteren Spannungsteilers ver
bunden, der insgesamt mit 74 bezeichnet und zu dem Span
nungsteiler 70 parallel geschaltet ist. Diese parallel ge
schalteten Spannungsteiler verringern die Impedanz der
Übertragungsleitung, welche durch den Durchgangsleiter 72
dargestellt ist, und das kann bei Bedarf durch Reihenwider
stände (nicht dargestellt) kompensiert werden.
Fig. 3a zeigt als vereinfachtes Blockschaltbild und als
vereinfachtes Schaltbild eine Ausführungsform einer Detek
toranordnung 30, die in der Anordnung nach Fig. 1 benutzt
werden kann. In Fig. 3a wird ein aus dem Bandpaßfilter 24
kommendes Signal über einen Leiter 86 an einen ersten De
tektor 80 angelegt, und ein Signal aus dem Bandpaßfilter 26
wird über einen Leiter 88 an einen zweiten Detektor 82 an
gelegt. Der Detektor 82 hat den gleichen Aufbau wie der De
tektor 80, weshalb nur der Detektor 80 im einzelnen erläu
tert wird. In Fig. 3a ist der Detektor 80 als ein Diodende
tektor dargestellt, der eine Reihenhalbleiterdiode 84 ent
hält, deren Anode mit der Übertragungsleitung verbunden
ist, die durch den Leiter 86 dargestellt ist. Die Katode
der Diode 84 ist mit einer Elektrode eines Kondensators 90
verbunden, dessen andere Elektrode an Masse liegt. Ein
dedektiertes oder erfaßtes Signal wird an dem Kondensator
90 erzeugt und an dem Ausgangsleiter 32 verfügbar gemacht.
Wie in Verbindung mit der Erläuterung von Fig. 1 erwähnt
stellt das an die Steuereinheit 40 angelegte Signal das
Verhältnis der Größen der erwünschten Signale zu deren Har
monischen oder Oberwellen dar. Im allgemeinen werden die
die Grundfrequenz f0 aufweisenden erwünschten Signale in
der Amplitude viel größer sein als ihre zweiten Harmoni
schen oder Oberwellen mit 2f0. Infolgedessen werden die De
tektoren 80 und 82 in Fig. 3a auf verschiedenen Teilen ih
rer Diodenkurven arbeiten und unterschiedliche Wirkungs
grade haben. Wenn der Linearisierer justiert wird, können
sich die Wirkungsgrade ändern, wodurch eine gewisse Unge
nauigkeit in der Steuerung verursacht wird. Außerdem werden
selbst bei demselben Signalpegel die Halbleiterdioden un
terschiedliche Ausgangssignale erzeugen, welche ebenfalls
eine Ungenauigkeit in dem ermittelten Verhältnis und in der
resultierenden Steuerung hervorrufen werden.
Die Anordnung nach Fig. 3b ist eine Alternative für die
nach Fig. 3a und benutzt Schalter zum Multiplexieren der
gefilterten Signale an und aus einer einzelnen Detektordi
ode. In Fig. 3b werden die bandgefilterten Signale aus den
Filtern 24 und 26 über die Leiter 86 bzw. 88 an die gemein
samen Pole von gekuppelten einpoligen Umschaltern angelegt,
welche als mechanische Schalter 100 bzw. 102 dargestellt
sind. Der Fachmann weiß, daß Festkörperschalteräquivalente
wegen der Zuverlässigkeit und der Schaltgeschwindigkeit er
wünscht sind, mechanische Schalter sind aber zur Erleichte
rung des Verständnisses dargestellt worden. In den darge
stellten Positionen der Schalter 100 und 102 werden die Si
gnale, die über den Leiter 86 angelegt werden, über eine
Klemme 104 an eine Detektordiode 106 angelegt. Außerdem
werden in den dargestellten Positionen der Schalter 100 und
102 die Signale, die über den Leiter 88 zugeführt werden,
über eine Schalterklemme 110 an einen Lastwiderstand 112
angelegt, der an die Systemimpedanz angepaßt sein kann, die
z. B. 50 oder 75 Ohm betragen kann, um Reflexionen zu ver
hindern. In den anderen Positionen (nicht dargestellt) der
Schalter 100 und 102 werden die Signale von dem Leiter 88
über eine Schalterklemme 114 an die Detektordiode 106 ange
legt, und die Signale von dem Leiter 86 werden über eine
Schalterklemme 116 an einen Lastwiderstand 118 angelegt.
Die Signale aus den Bandpaßfiltern 24 und 26 werden somit
abwechselnd an die Detektordiode 106 mit einer Geschwindig
keit angelegt, welche durch eine Schaltersteuerschaltung
festgelegt wird, die als ein Block 120 dargestellt ist. Die
Schaltersteuerschaltung 120 arbeitet mit einer Geschwindig
keit, die niedrig genug ist, so daß viele Zyklen des Si
gnalträgers der Diode 106 in jeder Position der Schalter
zugeführt werden, aber hoch genug ist, so daß das inte
grierte Signal keine Schaltgeschwindigkeitskomponenten ent
hält. Eine geeignete Schaltgeschwindigkeit könnte 1000 Hz
betragen. Das an die Detektordiode 106 angelegte Signal,
welches diese aus den Schaltern 100 und 102 empfängt, wird
durch diese detektiert oder gleichgerichtet und an die ge
meinsamen Klemmen von weiteren einpoligen Umschaltern 122
und 124 angelegt, welche mit den Schaltern 100 und 102 ge
kuppelt sind. In den dargestellten Positionen der Schalter
122 und 124 werden die detektierten Signale über eine
Schalterklemme 126 an einen integrierenden Kondensator 128
angelegt. In der anderen Position der Schalter 122 und 124
(nicht dargestellt) wird das detektierte Signal aus der Di
ode 106 über eine Schalterklemme 130 an einen zweiten inte
grierenden Kondensator 132 angelegt. Das detektierte Signal
aus dem Bandpaßfilter 24 wird somit durch die Detektordiode
106 detektiert und durch den integrierenden Kondensator 128
integriert, und das Signal aus dem Bandpaßfilter 26 wird
durch die Detektordiode 106 ebenfalls detektiert, aber
durch den Kondensator 132 integriert. Die detektierten Si
gnale erscheinen daher an den Kondensatoren 128 und 132 und
werden an die Leiter 32 bzw. 34 angelegt. Die Anordnung
nach Fig. 3b eliminiert durch die Verwendung einer einzel
nen Detektordiode 106 die Differenzen, welche unterschied
lichen Detektordioden zuzuschreiben sind.
Fig. 4a zeigt einen Verhältnisgenerator, der als der Ver
hältnisgenerator 36 von Fig. 1 benutzt werden kann. In Fig.
4a wird das detektierte Signal aus der Detektoranordnung
30, welches die Amplitude des "erwünschten" oder "Grund
frequenz"-Signals repräsentiert, über den Leiter 32 an den
Eingang eines A/D-Wandlers angelegt, der als ein Block 150
dargestellt ist und Digitalwörter auf einem Leiterbündel
158 erzeugt. Ebenso wird das Harmonische darstellende de
tektierte Analogsignal aus dem Detektor 30 über den Leiter
34 an einen zweiten A/D-Wandler 152 angelegt, der es in Di
gitalform umwandelt und Wörter auf einem Leiterbündel 160
erzeugt. Digitalmultiplizierer sind leichter herstellbar
als Digitaldividierer. Infolgedessen können zwei Multipli
zierer statt eines einzelnen Dividierers benutzt werden, um
das Digitalsignal, welches durch den A/D-Wandler 152 er
zeugt wird, durch das Digitalsignal zu dividieren, welches
durch den A/D-Wandler 150 erzeugt wird. Der erste Multipli
zierer 154 multipliziert das durch den A/D-Wandler 150 er
zeugte Signal durch -1, um das Signal effektiv zu inver
tieren. Ein zweiter Multiplizierer 156 multipliziert das
invertierte Signal aus dem Inverter 154 mit dem Signal aus
dem A/D-Wandler 152, um ein Verhältnissignal auf dem Lei
terbündel 38 zu erzeugen.
In der Anordnung nach Fig. 4a werden zwei A/D-Wandler be
nutzt. Diese A/D-Wandler sind teuer, und weiter kann die
Verwendung von zwei A/D-Wandlern Nichtlinearitäten oder
Differenzen wie zwischen denselben hervorrufen, welche das
resultierende Verhältnis beeinflussen. Fig. 4b zeigt eine
Anordnung, bei der ein einzelner A/D-Wandler zusammen mit
Multiplexierung benutzt wird. In Fig. 4b wird ein Signal,
das von der Detektoranordnung 30 über den Leiter 32 ange
legt wird, an das gemeinsame Element eines einpoligen Ein-
/Ausschalters 170 angelegt, und das Signal von dem Leiter
34 wird an das gemeinsame Element eines weiteren einpoligen
Ein-/Ausschalters 172 angelegt, der mit dem Schalter 170
gekuppelt ist. Die Schalter 170 und 172 werden durch eine
Schaltersteuerschaltung gesteuert, welche der in Verbindung
mit Fig. 3b beschriebenen gleicht und tatsächlich durch
dieselbe Schaltersteuerung von Fig. 3b gesteuert werden
kann, wenn diese Anordnung in Verbindung mit der Anordnung
nach Fig. 4b benutzt wird. Die Schalter 170 und 172 arbei
ten abwechselnd, um die detektierten Signale an den Eingang
eines gemeinsamen A/D-Wandlers 174 anzulegen. Das Ausgangs
signal des A/D-Wandlers 174 wird an die gemeinsamen Klemmen
von zwei weiteren einpoligen Ein-/Ausschaltern 176 und 178
angelegt, die mit den Schaltern 170 und 172 gekuppelt sind.
In den dargestellten Positionen der Schalter 170, 172, 176
und 178 wird das Signal von dem Leiter 32 durch den gemein
samen A/D-Wandler 174 in Digitalform umgewandelt, und die
Ausgangswörter werden über den Schalter 176 an ein Aus
gangsregister 180 zur Speicherung darin durch Überschreiben
des zuvor gespeicherten Wortes angelegt. Der Inhalt des Re
gisters 180 wird an dem Ausgangsleiter 158 zum Anlegen
(vgl. Fig. 4a) an den Verarbeitungsblock 154 verfügbar ge
macht. In der anderen Position (nicht dargestellt) der
Schalter 170, 172, 176 und 178 von Fig. 4b wird das Signal
von dem Leiter 34 durch den gemeinsamen A/D-Wandler 174 in
Digitalform umgewandelt, und die Digitalwörter, die so er
zeugt werden, werden über den Schalter 178 an ein Register
182 zur Speicherung darin angelegt. Das Wort, daß gegenwär
tig in dem Register 182 gespeichert ist, wird an dem Leiter
160 zum Anlegen an den Multiplizierer 156 (Fig. 4a) verfüg
bar gemacht. Die Taktfrequenz des A/D-Wandlers 174 und der
Register 180 und 182 kann zweckmäßig die Schaltfrequenz
sein. Die Anordnung, die in Fig. 4b dargestellt ist, elimi
niert Verhältnisfehler, welche auf Differenzen zwischen den
A/D-Wandlern 150 und 152 von Fig. 4a zurückzuführen sind.
In der Anordnung nach Fig. 4c wird ebenfalls ein einzelner
A/D-Wandler benutzt. In Fig. 4c wird das detektierte Ana
logsignal, das über den Leiter 32 angelegt wird, an einen
Analoginverter 190 angelegt. Das invertierte Analogsignal,
welches durch den Inverter 190 erzeugt wird, wird an einen
ersten Eingangsanschluß eines Analogmultiplizierers 192 an
gelegt, der das Signal von dem Leiter 34 an einem zweiten
Eingangsanschluß empfängt. Das Analogsignal, welches durch
den Analogmultiplizierer 192 erzeugt wird, wird an einen
einzelnen A/D-Wandler 194 angelegt, um das das Verhältnis
darstellende Signal auf dem Leiterbündel 38 zu erzeugen.
Ein erzeugtes Signal jedoch, welches das Verhältnis zwi
schen der zweiten Oberwelle und dem erwünschten Grundfre
quenzsignal darstellt, wird an die Steuereinheit 40 ange
legt.
Fig. 5 ist ein vereinfachtes Flußdiagramm, welches den
Betrieb der Steuereinheit 40 nach Fig. 1 veranschaulicht.
Es wird angenommen, daß nur eine Diodenvorspannung des Li
nearisierers 12 von Fig. 1 justiert zu werden braucht und
daß keine anderen Vorspannungen auf konstante Werte einge
stellt zu werden brauchen. Die Diodenspannung kann von 1/2
Volt bis 1 Volt reichen, wobei der erwartete Wert der Vor
spannung für die meisten Korrekturen nahe bei 3/4 Volt
liegt.
Bei dem Einschalten der Steuereinheit 40 nach Fig. 1 gibt
diese eine START-Betriebsart ein, wie es in Fig. 5 bei 502
gezeigt ist. Die Logik geht dann zu einem Block 504, wel
cher die Einstellung von Anfangswerten repräsentiert. Die
Variable VREF repräsentiert den letzten oder den gegenwär
tigen Wert der Gesamtverzerrung und ist eine Referenz, mit
der die nächste Einstellung verglichen wird, um festzustel
len, ob die Verzerrung niedriger (besser) oder größer
(schlechter) ist, was durch hohe oder niedrige Werte des
Verhältnisses R angezeigt wird, die auf dem Leiterbündel 38
(Fig. 1) durch den Verhältnisgenerator 36 erzeugt werden.
Da es bei der ersten Einschaltung keinen vorherigen Wert
der Verzerrung gibt, mit welchem der gegenwärtige Wert zu
vergleichen ist, wird ein Zwischenwert am Anfang einge
stellt. Die Variable DEL (Abkürzung für Delta) ist eine Va
riable, welche die Größe jedes Inkrements oder Dekrements
der Linearisiererdiodenspannung DV steuert. Ein Grenzwert
VL wird gesetzt, um einen relativ großen, aber nicht den
maximalen Wert des Verhältnisses R darzustellen. Der Zu
standsanzeiger POL (Polarität) wird willkürlich entweder
auf +1 oder auf -1 eingestellt und repräsentiert eine stei
gende oder eine fallende Richtung der Steuerung der Dioden
spannung DV. Die laufende Variable N und die Polaritäts
steuerzustandsvariable NH werden auf null gesetzt.
Nachdem die Anfangswerte in dem Block 504 eingestellt wor
den sind, geht die Logik weiter zu einem Block 506, der
eine Ablesung durch die Steuereinheit 40 des Verhältnisses
R aus dem Leiterbündel 38 darstellt. Da die Signale den Li
nearisierer 12 und den Verstärker 14 durchqueren, wird sich
ein gewisses Ausmaß an Verzerrung ergeben, und ein Verhält
nis R wird erzeugt werden. Das Verhältnis R wird mit dem
initialisierten Wert des Referenzwertes VREF in einem Ver
gleichsblock 508 verglichen. Bei der ersten Einschaltung
ist es sehr unwahrscheinlich, daß das gemessene Verhältnis
von Oberwellensignal zu Grundfrequenzsignal exakt gleich
VREF, d. h. gleich dem Referenzwert sein wird. Infolgedessen
verläßt die Logik den Vergleichsblock 508 über den NEIN-Weg
und geht zu einem weiteren Vergleichsblock 510. Der Ver
gleichsblock 510 stellt fest, ob der gegenwärtige gemessene
Wert von R größer als VREF ist oder nicht (d. h., ob der
Oberwellengehalt größer oder schlechter als der am Anfang
eingestellte Referenzwert ist). Wenn die Verzerrung, die
durch das Verhältnis R angegeben wird, diejenige über
steigt, die durch den Referenzwert VREF dargestellt wird,
verläßt die Logik den Vergleichsblock 510 über den JA-Aus
gang und erreicht einen weiteren Entscheidungsblock 512.
Der Entscheidungsblock 512 vergleicht NH mit null; sofort
nach dem ersten Einschalten ist NH null, weshalb die Logik
den Vergleichsblock 512 über den JA-Weg verläßt. Von dem
JA-Ausgang des Blockes 512 aus geht die Logik zu einem
Block 514, in welchem NH auf logisch 1 gesetzt wird, um an
zugeben, daß ein erster Durchlauf gemacht oder beendet
wird, und die laufende Variable N wird von null auf eins
inkrementiert. Die Logik kommt dann an einem Entschei
dungsblock 516 an, in welchem der laufende Wert des Ver
hältnisses R mit einem ein hohes Verhältnis R darstellenden
VL-Referenzwert verglichen wird. Ein Wert von R, der größer
als VL ist, bedeutet, daß die Linearisiererdiodensteuer
spannung DV weit von dem gewünschten Wert entfernt ist.
Wenn sie nicht weit von dem gewünschten Wert entfernt ist,
ist die Diodenspannung nahe bei dem gewünschten Wert, und
die Logik verläßt den Vergleichsblock 516 über den JA-Weg
und kommt an einem Block 518 an, der das Dekrementieren der
inkrementellen Korrektur DEL darstellt, um ein Überschwin
gen über den optimalen Einstellpunkt auf eine oszillatori
sche Weise zu verhindern. Wenn das Verhältnis R größer als
VL ist, wird angenommen, daß eine große Korrektur gemacht
werden muß, weshalb die Logik den Vergleichsblock 516 über
den NEIN-Weg verläßt, so daß sie den Block 518 umgeht und
deshalb die Schrittgröße unvermindert aufrechterhält. In
jedem Fall kommt die Logik an einem Block 520 an, welcher
das Ändern der Polarität der Korrektur von positiv in ne
gativ, oder umgekehrt, darstellt. Die Bedeutung dieser Än
derung wird bei anschließenden Durchläufen durch die Logik
deutlich.
Von dem Block 520 aus (oder von den Blöcken 524 oder 526
aus, wie unten beschrieben) gelangt die Logik zu einem wei
teren Vergleichsblock 528, wo der gegenwärtige Wert der
laufenden Variablen N überprüft wird, um festzustellen, ob
er gleich 2 oder größer ist. Der Wert zwei repräsentiert
mehrere Durchläufe durch die Logik in einer Korrekturrich
tung. Wenn der laufende Wert von N kleiner als zwei ist,
sind zusätzliche Durchläufe notwendig, um zu überprüfen, ob
die Korrekturrichtung korrekt ist, weshalb die Logik von
dem NEIN-Ausgang des Vergleichsblockes 528 zu einem Block
532 geht, wo der Wert von VREF gleich dem gegenwärtigen
Wert des Verhältnisses R gesetzt wird, der in dem nächsten
Schritt den Vergleich mit dem gegenwärtigen Verhältnis R
gestatten wird. Andererseits, wenn N zwei ist, ist dasselbe
Ergebnis bei mehreren Durchläufen aufgetreten, weshalb die
Logik den Vergleichsblock 528 über den JA-Weg verläßt und,
bevor sie zu einem Block 532 gelangt, die Schrittgröße DEL
auf 90% ihres vorherigen Wertes in einem Block 530 dekre
mentiert. Die tatsächliche Korrektur der Diodenspannung DV
wird wie dargestellt in einem Block 534 gemacht. Die Di
odenspannung DV wird gleich dem vorherigen Wert multipli
ziert mit DEL und POL gesetzt. Die Logik kehrt zu dem Block
506 zurück, um einen weiteren Durchlauf durch Lesen des
neuen laufenden Wertes des Verhältnisses R zu beginnen.
Bei dem zweiten Durchlauf wird R in dem Komparator 508 mit
seinem vorherigen Wert VREF verglichen, und wahrscheinlich
geht die Logik wieder zu dem Vergleichsblock 510. Wenn die
Verzerrung schlechter ist (d. h. R größer als VREF ist), ist
die Korrekturrichtung falsch, und die Logik geht über den
Vergleichsblock 512 zu dem Block 519, da NH nicht länger
gleich null ist. Die laufende Variable N wird in dem Block
519 auf null gesetzt, und ungeachtet dessen, ob R größer
als der Grenzwert VL ist oder nicht, wird die Polarität der
Korrektur wieder in dem Block 520 ohne Verringerung der
Schrittgröße invertiert. Der Referenzwert VREF wird auf den
neuen, höheren Wert von R in dem Block 532 rückgesetzt.
Eine neue Korrektur DV wird in dem Block 534 mit einer
Größe vorgenommen, die gleich dem vorherigen Wert von DV
multipliziert mit dem gleichgroßen Inkrement DEL ist, aber
mit entgegengesetzter Polarität.
Das Verhältnis R wird wieder in dem Block 506 gelesen, und
dieses Mal sollte die Korrekturrichtung korrekt sein. Gilt
jedoch R ≠ VREF, so bringt der Vergleichsblock 508 erneut
die Logik zurück zu dem Vergleichsblock 510. Diesmal sollte
R kleiner als VREF sein, was eine bessere Verzerrungsgröße
darstellt, so daß die Logik den Block 510 über den NEIN-Weg
verläßt und zu einem Vergleichsblock 522 geht, der NH mit
null vergleicht. Der Wert von NH wurde während des ersten
Durchlaufes auf eins gesetzt, weshalb die Logik den Ver
gleichsblock 522 über den NEIN-Weg verläßt und zu einem
Block 524 geht, der NH auf null setzt und N auf N + 1 inkre
mentiert. Nach mehreren Durchläufen, in welchen R kleiner
als VREF ist, wird N zwei übersteigen, und der Block 530
wird die Schrittgröße dekrementieren.
Das System wird fortfahren, kleinere und kleinere Korrektu
ren in einer Richtung zu machen, bis R gleich VREF wird,
d. h., bis es keine Verbesserung bei der Korrektur gibt. An
diesem Punkt schaltet die Logik in dem Vergleichsblock 508
um und geht über den JA-Weg zu einem Block 538, welcher die
Schrittgröße auf die nächst größere Größe inkrementiert,
und der Wert von N wird auf null in dem Block 536 rückge
setzt. Wenn die Diodenspannungskorrektur in dem Block 534
gemacht wird, ist es wahrscheinlich, daß der optimale Punkt
etwas überschritten wird, was zu einer schlechteren Able
sung von R im Vergleich mit VREF führt. Das wird bewirken,
daß die Logik bei dem nächsten Durchlauf den JA-Ausgang aus
dem Vergleichsblock 510 nimmt, was zur Umkehr der Korrek
turpolarität in dem Block 520 führt, aber noch mit einem
kleinen Korrekturinkrement DEL.
In seiner letzten Betriebsart macht das System kleine In
kremente um den optimalen Punkt, wobei es die Korrektur
richtung jedesmal dann umkehrt, wenn der Wert des Verzer
rungsverhältnisses R den Wert von VREF, dessen vorherigen
Wert, übersteigt.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung liegen im Rahmen
fachmännischen Könnens. Beispielsweise können die Amplitu
den der Signale, die an die Detektoren 80 und 82 in Fig. 3a
angelegt werden, im wesentlichen gleichgemacht werden, in
dem dem Detektor 80 ein Dämpfungsglied vorgeschaltet wird,
das so dimensioniert ist, daß es die Differenz zwischen den
Amplituden der erwünschten Grundfrequenzsignale und von de
ren Harmonischen gleichmacht. Wenn die Anordnung nach Fig.
3a bei dem Probennehmer nach Fig. 2a benutzt wird, ist es
nur notwendig, die Dämpfung des Dämpfungsgliedes 60 größer
als die von 62 um die Amplitudendifferenz zu machen. Bei
gleichgemachten Detektoreingangssignalen wird das Verhält
nissignal eine andere Bedeutung haben, die bei der Pro
grammierung der Steuereinheit 40 berücksichtigt werden
kann. Es ist zwar ein 10-dB-Richtkoppler beschrieben wor
den, weniger Verluste des erwünschten Starkstromsignals
werden jedoch durch weniger Kopplung, wie z. B. -20 dB, her
vorgerufen, in welchem Fall der Detektoranordnung 30 in
Fig. 1 eine Verstärkeranordnung vorgeschaltet werden kann.
Das das Verhältnis darstellende Signal auf dem Leiterbündel
38 ist zwar als ein Digitalsignal beschrieben worden, es
könnte jedoch auch die Form eines Analogsignals haben.
Statt Diodendetektoren können andere Typen von Detektoren
wie Bolometer benutzt werden. Linearisierer mit Störgrößen
aufschaltung können statt der Vorverzerrungslinearisierer
benutzt werden, und allgemein kann jeder Typ von steuer
barem Linearisierer an die Steuerung des Oberwellenver
hältnisses angepaßt werden.
Claims (17)
1. Verfahren zum Linearisieren von durch eine aktive Schal
tungsstufe umzusetzenden Signalen, die innerhalb eines
Frequenzbereiches liegen, für eine Korrektur der von der
Schaltungsstufe erzeugten Verzerrungen, bei dem
die umzusetzenden Signale eine steuerbare Linearitätskor
rektureinrichtung (12) durchlaufen,
diejenigen umgesetzten Signale ausgewählt werden, die in nerhalb eines vorbestimmten ersten Frequenzbandes in dem Frequenzbereich liegen, um erste gefilterte Signale zu erzeugen,
diejenigen umgesetzten Signale ausgewählt werden, die in nerhalb eines vorbestimmten zweiten Frequenzbandes lie gen, um zweite gefilterte Signale zu erzeugen, wobei das zweite Frequenzband wenigstens eine Frequenz enthält, die eine bestimmte Harmonische von einer Frequenz ist, die in dem ersten Frequenzband liegt,
ein Verhältnissignal aus dem Verhältnis der ersten und zweiten gefilterten Signale erzeugt wird, und
die Linearitätskorrektureinrichtung (12) von einer Steu eranordnung (40) mittels des Verhältnissignals derart ge steuert wird, daß das Verhältnissignal minimiert wird.
diejenigen umgesetzten Signale ausgewählt werden, die in nerhalb eines vorbestimmten ersten Frequenzbandes in dem Frequenzbereich liegen, um erste gefilterte Signale zu erzeugen,
diejenigen umgesetzten Signale ausgewählt werden, die in nerhalb eines vorbestimmten zweiten Frequenzbandes lie gen, um zweite gefilterte Signale zu erzeugen, wobei das zweite Frequenzband wenigstens eine Frequenz enthält, die eine bestimmte Harmonische von einer Frequenz ist, die in dem ersten Frequenzband liegt,
ein Verhältnissignal aus dem Verhältnis der ersten und zweiten gefilterten Signale erzeugt wird, und
die Linearitätskorrektureinrichtung (12) von einer Steu eranordnung (40) mittels des Verhältnissignals derart ge steuert wird, daß das Verhältnissignal minimiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die bestimmte Harmonische die zweite Harmonische ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schritt des Erzeugens eines Verhältnissignals
folgende weitere Schritte beinhaltet:
Detektieren der ersten und zweiten gefilterten Signale, um erste und zweite detektierte Signale zu erzeugen;
Integrieren der ersten und zweiten detektierten Signale, um erste und zweite integrierte Signale zu erzeugen; und
Dividieren eines der ersten und zweiten integrierten Signale durch einander.
Detektieren der ersten und zweiten gefilterten Signale, um erste und zweite detektierte Signale zu erzeugen;
Integrieren der ersten und zweiten detektierten Signale, um erste und zweite integrierte Signale zu erzeugen; und
Dividieren eines der ersten und zweiten integrierten Signale durch einander.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schritt des Dividierens weiter die Schritte beinhal
tet:
Umwandeln des ersten integrierten Signals aus der Analog in die Digitalform, um ein erstes Digitalsignal zu erzeu gen;
Umwandeln des zweiten integrierten Signals aus der Analog- in die Digitalform, um ein zweites Digitalsignal zu erzeugen; und
Dividieren des zweiten Digitalsignals durch das erste Digitalsignal, um das Verhältnissignal zu erzeugen.
Umwandeln des ersten integrierten Signals aus der Analog in die Digitalform, um ein erstes Digitalsignal zu erzeu gen;
Umwandeln des zweiten integrierten Signals aus der Analog- in die Digitalform, um ein zweites Digitalsignal zu erzeugen; und
Dividieren des zweiten Digitalsignals durch das erste Digitalsignal, um das Verhältnissignal zu erzeugen.
5. Anordnung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 4, bei der die aktive Schaltungsstufe
(14) einen Eingangsanschluß (10) und einen Ausgangsan
schluß (18) aufweist, zwischen denen eine Linearitätskor
rektureinrichtung (12) angeordnet ist, enthaltend:
eine erste Filterschaltung (24), die mit dem Ausgangsan schluß (18) verbunden und so abgestimmt ist, daß sie die Frequenzen des Signals durchläßt, für dessen Empfang die aktive Schaltungsstufe (14) ausgelegt ist, und daß sie eine bestimmte Harmonische der Signalfrequenzen sperrt, wobei erste gefilterte Signale erzeugt werden,
eine zweite Filterschaltung (26), die ebenfalls mit dem Ausgangsanschluß (18) verbunden und so abgestimmt ist, daß sie die bestimmte Harmonische durchläßt, wobei zweite gefilterte Signale erzeugt werden,
eine Signalverarbeitungseinrichtung (30, 36), die mit der ersten und der zweiten Filterschaltung (24, 26) verbunden ist und ein Signal aus dem Verhältnis der ersten und zweiten gefilterten Signals liefert, und
eine Steuereinrichtung (40), die mit der Signalverarbei tungseinrichtung (30, 36) und mit der Linearitätskorrek tureinrichtung (12) verbunden ist und letztere derart steuert, daß das verarbeitete Signal minimiert wird.
eine erste Filterschaltung (24), die mit dem Ausgangsan schluß (18) verbunden und so abgestimmt ist, daß sie die Frequenzen des Signals durchläßt, für dessen Empfang die aktive Schaltungsstufe (14) ausgelegt ist, und daß sie eine bestimmte Harmonische der Signalfrequenzen sperrt, wobei erste gefilterte Signale erzeugt werden,
eine zweite Filterschaltung (26), die ebenfalls mit dem Ausgangsanschluß (18) verbunden und so abgestimmt ist, daß sie die bestimmte Harmonische durchläßt, wobei zweite gefilterte Signale erzeugt werden,
eine Signalverarbeitungseinrichtung (30, 36), die mit der ersten und der zweiten Filterschaltung (24, 26) verbunden ist und ein Signal aus dem Verhältnis der ersten und zweiten gefilterten Signals liefert, und
eine Steuereinrichtung (40), die mit der Signalverarbei tungseinrichtung (30, 36) und mit der Linearitätskorrek tureinrichtung (12) verbunden ist und letztere derart steuert, daß das verarbeitete Signal minimiert wird.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die steuerbare Linearitätskorrektureinrichtung (12) mit
dem Eingangsanschluß (10) verbunden ist und die daran
angelegten Signale vorverzerrt.
7. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Filterschaltung (24) so abgestimmt ist, daß
sie ein erstes vorbestimmtes Frequenzband durchläßt, das
sich von einer ersten Frequenz bis zu einer höheren,
zweiten Frequenz erstreckt, und daß die zweite Filter
schaltung (26) so abgestimmt ist, daß sie ein zweites
vorbestimmtes Frequenzband durchläßt, das sich von einer
dritten Frequenz bis zu einer höheren, vierten Frequenz
erstreckt, wobei die dritte Frequenz höher als die zweite
Frequenz ist.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die vierte Frequenz im wesentlichen das Doppelte der
zweiten Frequenz ist.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die dritte Frequenz im wesentlichen das Doppelte der er
sten Frequenz ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Signalverarbeitungseinrichtung (30,
36) eine erste und eine zweite Detektoreinrichtung (80,
82) aufweist, die mit der ersten und zweiten Filterschal
tung (24, 26) verbunden sind, zum unabhängigen Detektie
ren der ersten und zweiten gefilterten Signale, um erste
und zweite detektierte Signale zu erzeugen.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste und die zweite Detektoreinrichtung (80, 82) je
weils einen unabhängigen Diodendetektor aufweist.
12. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Detektoreinrichtung einen Detektor (106) und
eine erste Interiereinrichtung (128) aufweist und daß die
zweite Detektoreinrichtung den Detektor (106) und eine
zweite Integriereinrichtung (132) aufweist.
13. Anordnung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch Syn
chronschalteinrichtungen (100, 102, 122, 124), die mit der
ersten und der zweiten Filterschaltung (24, 26), mit dem
Detektor (106) und mit der ersten und mit der zweiten In
tegriereinrichtung (128, 132) verbunden sind, zum abwech
selnden Verbinden der ersten und zweiten gefilterten
Signale mit dem Detektor (106) zum abwechselnden Erzeugen
von ersten bzw. zweiten gleichgerichteten Signalen und
zum Anlegen der ersten und zweiten gleichgerichteten
Signale abwechselnd an die erste und zweite Integrier
einrichtung (128, 132).
14. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Signalverarbeitungseinrichtung eine erste und eine
zweite A/D-Wandlereinrichtung (150, 152) aufweist, die
mit der ersten bzw. zweiten Detektoreinrichtung (80, 82)
verbunden ist, zum Bilden von ersten und zweiten digita
len, detektierten Signalen.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste und die zweite A/D-Wandlereinrichtung (150,
152) unabhängig sind und daß eine Logikeinrichtung (36)
vorgesehen ist, zum Empfangen der ersten und zweiten di
gitalen, detektierten Signale zum Bilden eines Verhält
nissignals, welches das zweite digitale, detektierte
Signal dividiert durch das erste digitale, detektierte
Signal darstellt.
16. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste A/D-Wandlereinrichtung einen A/D-Wandler (174)
und ein erstes Register (180) aufweist und daß die zweite
A/D-Wandlereinrichtung den A/D-Wandler (174) und ein
zweites Register (182) aufweist.
17. Anordnung nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch um
schaltbare Weiterleiteinrichtungen (170, 172, 176, 178),
die mit der ersten und der zweiten Detektoreinrichtung
(30), mit dem A/D-Wandler (174) und mit dem ersten und
dem zweiten Register (180, 182) verbunden sind, zum ab
wechselnden Anlegen der ersten und zweiten detektierten
Signale an den A/D-Wandler (174) und zum Anlegen der er
sten und zweiten digitalen, detektierten Signale aus dem
A/D-Wandler (174) an das erste und zweite Register (180,
182).
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