DE3900829C2 - Zapfenlager für eine Sonnenblende - Google Patents
Zapfenlager für eine SonnenblendeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Zapfenlager für eine Sonnenblende, um
fassend eine in dem Sonnenblendkörper verankerte Lagerhülse, die
im Querschnitt quer zur Achsrichtung rechteckförmig mit planen Wan
dungen ausgebildet ist, eine Tragachse, die im Bereich des Zapfen
lagers einen Achszapfen mit einer sich längs der Achsrichtung er
streckenden planen Abflachung aufweist, und eine Feder, durch die
eine linienförmige Berührung zwischen der Innenwandung der Lager
hülse und dem Achszapfen zur Erzeugung der Halte- und Reibkraft
zwischen der Lagerhülse und dem Achszapfen herbeigeführt ist.
Damit Sonnenblenden in den Sichtbereich einschwenkbar sind, ist ein
Zapfenlager vorgesehen, das meist über einen Drahtrahmen mit dem
Sonnenblendenkörper verankert ist. Das Zapfenlager muß einerseits
ein leichtgängiges Verschwenken der Sonnenblende zulassen und ande
rerseits ausreichende Haltekräfte aufbringen, um den Sonnenblenden
körper in einer gewünschten Position sicher zu fixieren. Die Halte
kräfte müssen so groß sein, daß die Erschütterungen des Kraftfahr
zeuges kein unerwünschtes Verschwenken der Sonnenblende bewirken.
Bei bekannten Zapfenlagern für Sonnenblenden ist daher eine runde
runde Lagerhülse vorgesehen, die den runden Achszapfen einer Tragachse
weitestgehend bogenförmig umschlingt. Die Lagerhülse bildet so für
den Achszapfen eine Lagerschale. Zwischen dem Achszapfen und der
Innenwandung der Lagerhülse ist eine gekrümmte Blattfeder vorgese
hen, die sich längs der Achsrichtung erstreckt. Folglich preßt die
Blattfeder den Achszapfen in die bogenförmige Lagerschale der La
gerhülse und bewirkt über die erzeugte Reibungskraft eine große
Haltekraft für die Sonnenblende. Damit die Sonnenblende in der
Nichtgebrauchslage zusätzlich fixiert wird, weist der
runde Achszapfen in Achsrichtung eine plane Abflachung
auf, die eine Rastfläche bildet. D. h., es muß eine Grenz
kraft überwunden werden, wenn die Blattfeder auf der planen
Abflachung aufliegt und nachfolgend durch Verschwenken der
Sonnenblende mit dem runden Bereich des Achszapfens in Ein
griff kommen soll.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß eine Fertigung der an die
Krümmung des runden Achszapfens angepaßten Lagerschale
schwierig ist und im nachfolgenden Gebrauch häufig Probleme
mit sich bringt. Damit der Achszapfen in der Lagerschale
kein großes Spiel aufweist, muß die die Lagerhülse bildende
Lagerschale eng an dem Achszapfen anliegen. Wegen des relativ
großen Umschlingungswinkels kann es aber infolge von Ferti
gungstoleranzen zu einem Festklemmen der Lagerhülse auf dem
Achszapfen kommen. Folglich läßt sich der Sonnenblenden
körper nur äußerst schwergängig um den Achszapfen verdrehen.
Zusätzlich bereitet es fertigungstechnische Schwierigkeiten,
wenn die Lagerhülse großflächig an dem Achszapfen anliegen
soll. Die beschriebenen Schwierigkeiten nehmen weiter zu,
wenn der Achszapfendurchmesser verkleinert werden soll.
Es ist daher mit der bekannten Konstruktion kaum möglich
dünnere Achszapfen zu verwenden und damit zu flacheren
Sonnenblenden zu gelangen, denn gerade der Durchmesser des
Zapfenlagers bestimmt die Dicke der Sonnblende. Neben den
beschriebenen Nachteilen bei der Fertigung der bekannten
Zapfenlagerkonstruktion besteht ein weiterer Nachteil in
einem erhöhten Abrieb, wenn sich beispielsweise nach län
gerem Gebrauch eine Verunreinigung zwischen Achszapfen und
der eng anliegenden Lagerhülse ausbildet.
Aus der DE 32 35 997 A1 und der DE 33 45 764 C2 sind gleich
falls Zapfenlager bestehend aus einer Lagerhülse, einer Trag
achse und einer Blattfeder bekannt. Der Achszapfen der Trag
achse weist zwei diametral gegenüberliegende plane Ab
flachungen auf, die wiederum Rastflächen bilden und das
Positionieren der Sonnenblende in zwei bevorzugten Rast
positionen erlauben. Jedoch greifen bei diesen bekannten Zapfen
lagern die Blattfedern von außen über Aussparungen in den Lager
hülsen an den planen Abflachungen auf dem Achszapfen an. Diese
Zapfenlagerkonstruktion gestattet eine Drehung des Sonnenblenden
körpers um die Tragachse und zusätzlich eine Längsverschiebung
auf dem Achszapfen. Jedoch sind diese Zapfenlagerkonstruktionen
äußerst aufwendig und gestatten insbesondere nicht das Aufbringen
von ausreichenden Haltekräften zum sicheren Positionieren des
Sonnenblendenkörpers in einer gewünschten Position.
Bei einem bekannten Zapfenlager (FR 24 58 415 - Fig. 1b) der ein
gangs angegebenen Gattung ist die dort nicht als Blattfeder, son
dern als U-förmige Schenkelfeder ausgebildete Feder zwischen ei
ner Außenwand der Lagerhülse und einer dieser gegenüberliegenden
Innenwand eines die Lagerhülse zusätzlich umschlingenden Befesti
gungselements angeordnet, welches auch für die Verankerung des
Zapfenlagers in dem Sonnenblendenkörper sorgt. Die Lagerhülse ist
als Schlitzdüse ausgebildet und aus Kunststoff gefertigt, wes
halb sie weder zur Unterbringung einer Blattfeder geeignet ist,
noch unmittelbar zur Verankerung des Zapfenlagers in dem Sonnen
blendenkörper dienen kann. Das für die Verankerung zusätzlich er
forderliche, die Lagerhülse schellenartig umhüllende Befesti
gungselement kompliziert das Zapfenlager nicht nur erheblich,
sondern führt unvermeidbar auch zu solchen Querschnittsabmessun
gen der Lageranordnung, die der gewünschten Verkleinerung der
Dickenabmessung der Sonnenblenden entgegenstehen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung ein Zapfenlager für eine
Sonnenblende zu schaffen, das fertigungstechnisch in einfacherer
Weise herstellbar ist und das die Verwendung eines Achszapfens
mit einem geringeren Außendurchmesser zuläßt.
Ausgehend von einem Zapfenlager der eingangs angegebenen Gattung
wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß die Feder als sich
längs der Achsrichtung zwischen der Innenwandung der Lagerhülse
und dem Achszapfen erstreckende Blattfeder ausgebildet ist, die
einer planen Wandung der aus Blech gebogenen Lagerhülse gegen
überliegt.
Nach der Erfindung ist die Lagerhülse nicht mehr als Lagerschale
ausgebildet, die sich großflächig an den Achszapfen anlegt. Viel
mehr findet nach der Erfindung zwischen dem Achszapfen und der
Innenwandung der Lagerhülse in vorteilhafter Weise eine linien
förmige Berührung längs der Achsrichtung statt. Die linienförmige
Berührung bzw. schmale Berührungsfläche bietet gegenüber der
großflächigen Berührung im Zusammenwirken mit der Blattfeder den
Vorteil, daß Fertigungstoleranzen der Lagerhülse wie des Achszap
fens leichter ausgleichbar sind. Zudem bietet die linienförmige
Berührung eine einfachere Herstellung der Lagerhülse. Eine Lager
hülse die exakt an die Krümmung des Achszapfens angepaßt sein
muß, ist weitaus schwieriger - und damit kostenintensiver -
herzustellen. Sollten sich einmal nach längerem Gebrauch des
erfindungsgemäßen Zapfen
lagers Fremd- oder Schmutzteile im Inneren der Lagerhülse
befinden, ergibt sich durch die linienförmige Berührung
zwischen Achszapfen und der Innenwandung der Lagerhülse
eine Abschabwirkung. D. h., Fremdteile werden in den Lager
flächen nicht mehr festgeklemmt, sondern entsprechend der
Drehrichtung des Achszapfens auf die eine oder andere Seite
der Wandung der Lagerhülse transportiert. Zudem bieten die
Ecken der Lagerhülse einen Freiraum, um derartige Fremd
teile oder als Reservoir Schmiermittel aufzunehmen. Ein zu
sätzlicher Vorteil ergibt sich durch die ebene Wandung der
Lagerhülse, die erfindungsgemäß der Blattfeder gegenüberliegt,
in dem zwei Rastpositionen des Achszapfens mit einer planen
Abflachung erreichbar sind. Einmal ergibt sich eine Rast
position, wenn die Abflachung des Achszapfens an der Wandung
der Lagerhülse und eine zweite Rastposition, wenn die Ab
flachung mit der Blattfeder in Eingriff kommt.
Die Halte- bzw. Reibkraft zwischen Achszapfen und Lagerhülse
ergibt sich durch die Anpreßkraft, die die Blattfeder auf
bringt und um die die Blattfeder in der Einbaulage vorgespannt
ist. ln der Nichtgebrauchslage der Sonnenblende liegt z. B. die
plane Abflachung des Achszapfens an der ebenen Wandung oder
an der Blattfeder an. Die Anpreßkraft wird daher zusätzlich
erhöht, wenn der Achszapfen entgegen der Federkraft der
Blattfeder aus der Rastposition herausgedreht wird. Diese
zusätzliche Anpreßkraft bestimmt sich aus dem Federweg und
der Federkonstanten der Blattfeder. Der Federweg bestimmt
sich wiederum danach,wie weit die tangentiale Abflachung ge
genüber der gerundeten Oberfläche des Achszapfens bzw. dessen
Durchmesser in Richtung auf den Achsmittelpunkt abgesetzt ist.
D. h., außerhalb der Rastposition bestimmt der gesamte Achs
durchmesser des Achszapfens die Haltekraft und beim Über
gang von der Rastposition in die Gebrauchslage der Sonnen
blende muß eine der Stoßkanten zwischen der Abflachung und
der Zapfenoberfläche überwunden werden. Von der Fläche der
Lagerhülse bzw. des Achszapfens wird die Haltekraft der
Sonnenblende nicht bestimmt.
Prinzipiell wäre es daher möglich, bei dem bekannten Lagerzapfen
der gattungsgemäßen Art eine Achse mit einem kleineren Außendurch
messer vorzusehen. Jedoch scheitert dies wie zuvor beschrieben
einerseits an den fertigungstechnischen Schwierigkeiten, die La
gerschalenrundung herzustellen. Zusätzlich ist die Haltekraft
nicht exakt dimensionierbar, weil sich infolge des Umschlingungs
winkels der Lagerschale eine Klemmwirkung ähnlich einer Trommel
bremse ergibt. Schon geringe Fertigungstoleranzen der Lagerschale
oder des Achszapfens lassen die Haltekraft variieren. Im Gegen
satz dazu haftet dem Zapfenlager nach der Erfindung mit der
linienförmigen Berührfläche dieser Nachteil nicht an und es
sind daher Achszapfen mit einem geringeren Durchmesser bei exakt
vorherbestimmbaren Haltekräften verwendbar,wobei zusätzliche, unbe
stimmte Klemmkräfte infolge des Umschlingungswinkels nicht auf
treten. Dementsprechend erlaubt das erfindungsgemäße Zapfenlager
mit der linienförmigen Berührfläche zwischen Achszapfen und
Lagerhülse die Gestaltung von flacheren Sonnenblenden.
Ebenso ist es nicht erforderlich, daß die einzelnen Wandungen der
Lagerschale exakt rechtwinklig zueinander stehen, weil es aus
schließlich auf die linienförmige Berührung des Achszapfens mit
einer oder mehreren Wänden bzw. der Blattfeder ankommt. Im Zusam
menwirken mit der ebenen Wandung der Lagerhülse kann die Halte
kraft durch das Vorsehen einer zweiten Abflachung, die der ersten
Abflachung des Achszapfens diametral gegenüberliegt, bei gleich
falls kleinerem Außendurchmesser des Achszapfens gesteigert wer
den. In diesem Fall wird der Federweg der Blattfeder um den Be
trag vergrößert, um den die zweite Abflachung gegenüber der Ober
fläche des Achszapfens abgesetzt ist. Wegen der linienförmigen Be
rührung des Achszapfens mit der Lagerhülse muß der Achszapfen im
Querschnitt auch keine runde Form aufweisen und kann beispiels
weise mehrkantig sein. Zusätzlich ergibt sich durch die linienför
mige Berührungsfläche der Vorteil, daß zwischen Lagerhülse und
Achszapfen eine Spielpassung vorhanden sein kann, was die Her
stellung der beiden Teile wesentlich erleichtert. Erfindungsge
mäß wird die Spielpassung durch die Blattfeder im Zusammenwir
ken mit der planen Wandung ausgeglichen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteran
sprüchen 2 bis 7 zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an
hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht
eines Zapfenlagers nach der
Erfindung;
Fig. 2 einen Schnitt durch das Zapfen
lager nach der Erfindung aus
Fig. 1 entlang der Schnittlinie
A-A und
Fig. 3 einen Schnitt längs des Zapfen
lagers nach der Erfindung mit
Ausführungsbeispielen für Aus
zugssperren.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Zapfenlagers
nach der Erfindung bestehend aus einer Tragachse 1, einer
Lagerhülse 2 und einer Blattfeder 14. Die Tragachse 1 weist
an ihrem freien Ende einen Achszapfen 18 auf, der in die
Lagerhülse 2 eingeführt ist. Der Achszapfen 18 weist am
vorderen Ende eine Spitze 7 auf (strichpunktiert dargestellt),
die an einen Verschluß 12 der Lagerhülse 2 im eingeschobe
nen Zustand anstößt. In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungs
beispiel weist die Lagerhülse 2 im Querschnitt quer zur
Achsrichtung die Form eines Rechtecks auf. Folglich bilden
die Wände der Lagerhülse 2 ebene Flächen. Ferner sind an
dem Achszapfen 18 zwei Abflachungen 8, 9 vorgesehen, wobei
in der gezeichneten Darstellung die obere Abflachung 8 an
der oberen Wandung 19 der Lagerhülse 2 anliegt und die
untere Abflachung 9 mit der gekrümmten Blattfeder 14 in
Eingriff steht. Die Blattfeder 14 stützt sich mit ihren
freien Enden an der unteren Wandung der Lagerhülse 2 ab
und preßt den Achszapfen 18 aufgrund ihrer gekrümmten Form
gegen die Innenseite der ebenen Wandung 19. Zur besseren
Übersicht ist die Befestigung der Blattfeder 14 nicht dar
gestellt. Zusätzlich sind an der oberen Wandung 19 der
Lagerhülse 2 Sicken 10 vorgesehen, die Gleitflächen für den
Achszapfen 18 bilden, der so nicht vollständig auf der Innen
wandung der oberen Wand 19 der Lagerhülse 2 aufliegt. Zum
Zusammenbau wird der Achszapfen 18 mit der Spitze 7 voran
in die Lageröffnung 11 eingeführt und kommt folglich mit der
Blattfeder 14 und den Sicken 10 in Berührung. Je nach der
aufzubringenden Haltekraft kann die in der Lagerhülse 2 be
festigte Blattfeder 14 entsprechend stark gekrümmt sein.
Die Lagerhülse 2 wird vorzugsweise aus einem Stück Blech
gebogen, so daß die Lagerhülse 2 eine kastenförmige Röhre
mit der Lageröffnung 11 und dem Verschluß 12 bildet. Durch
die Herstellung der Lagerhülse 2 als Biegeteil aus einem
Blechstück lassen sich durch entsprechende Zuschnitte Aus
stanzungen und Biegearbeiten Tragplatten 3 und Anschläge 4
einstückig an die Lagerhülse 2 anformen. Die Tragplatten 3
und die Anschläge 4 dienen zur Aufnahme eines Drahtrahmens 5,
der im Inneren des Sonnenblendenkörpers (nicht dargestellt)
angeordnet ist. Der Sonnenblendenkörper umgibt die in Fig. 1
dargestellten Teile vollständig, wobei ausschließlich in
bekannter Weise eine seitliche Öffnung zum Einführen des
Achszapfens 18 vorgesehen ist, der in seiner Verlängerung
über die gekrümmte Tragachse 1, z. B. mit einem Schwenklager
verbunden ist. Der Tragrahmen 5 wird beispielsweise durch
eine Schweißverbindung oder durch nicht dargestellte Biege
teile mit den Tragplatten 3 bzw. den Anschlägen 4 verbunden.
Zur besseren Auflage des Tragrahmens 5 können an den Trag
platten 3 - wie in Fig. 1 dargestellt - Auflagen 6 ausgebildet
sein. Damit die kastenförmige Lagerhülse 2 durch die Anpreß
kraft, die von der Blattfeder 14 herrührt, nicht aufge
bogen wird, überlappen sich die Enden des Biegeteils im
Bereich der Tragplatten 3 und sind durch, z. B. Umbör
delungen 13 fest miteinander verbunden. Die Lagerhülse 2
bildet somit zusammen mit den Tragplatten 3 ein stabiles
und einstückiges Bauteil, das nach Einsetzen und Einrasten der
Blattfeder 14 fertiggestellt ist. Insbesondere durch das
kastenförmige Profil ergibt sich eine verwindungssteife
Lagerhülse 2. Je nach Anwendungsfall kann die Lagerhülse 2
auch aus Kunststoff hergestellt sein.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch das Zapfenlager aus
Fig. 1 entlang der Schnittlinie A-A. Der Öffnungsquer
schnitt der Lageröffnung 11 wird seitlich durch die Seiten
wände 21 begrenzt, die im wesentlichen im Abstand des
Durchmessers des Achszapfens 18 zueinander stehen. Somit
bilden die Seitenwände 21 eine seitliche Führung des
Achszapfens 18 beim Einführen und bei dessen Drehbewegungen.
In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Position befindet sich die
Lagerhülse 2 in einer Rastposition, wobei die Lagerhülse 2
nur durch Überwindung einer bestimmten Grenzkraft in eine
andere Position verschwenkt werden kann. Infolge der
Abflachungen 8, 9, der Blattfeder 14 und der oberen Wan
dung 19 der Lagerhülse 2 kann der Achszapfen 18 zwei
Rastpositionen einnehmen. Der Achszapfen 18 kann gleich
falls zwei Rastpositionen einnehmen, wenn nur eine Ab
flachung 8 oder 9 vorgesehen ist. Der Vorteil der sich
diametral gegenüberliegenden Abflachungen 8, 9 besteht darin,
daß sich ein wesentlich größerer Verschiebeweg bzw. Feder
weg für die Blattfeder 14 ergibt, wenn der Achszapfen 18
aus der Rastposition durch Überwinden der Stoßkante 22
(Fig. 1) mit seiner Rundung auf die Blattfeder 14 bzw. die
Innenwand der Wandung 19 gedreht wird. Der Federweg bzw.
Hub der Blattfeder 14 ergibt sich aus dem Durchmesser
minus dem Abstand der Abflachungen 8, 9. Folglich ist die
Haltekraft in den Rastpositionen geringer als in den Schwenk
positionen. Die Haltekraft in den Rastpositionen wird durch
die Vorspannung der Blattfeder 14 bestimmt.
Neben der Grenzkraft, die aufgewendet werden muß, um den
Achszapfen 18 über die Stoßkanten 22 auf die Blattfeder 14
zu verdrehen, bestimmt die Breite bzw. Absenkung der Ab
flachungen 8, 9 den Verstellwinkel, um den die Sonnenblende
kontinuierlich verstellt werden kann. Befindet sich die
Lagerhülse 2 in einer Rastposition, liegt die gerundete
Oberfläche des Achszapfens 18 bis auf ein geringes Spiel
linienförmig an den Innenseiten der Innenwände 21 an. Gleich
falls liegen die Abflachungen 8, 9 großflächig auf der
Blattfeder 14 und der Wandung 19 bzw. den Sicken 10 auf.
Durch Verschwenken der Lagerhülse 2 über die Stoßkante 22
hinaus gelangen die Wandung 19 und die Blattfeder 14 linien
förmig mit dem Achszapfen 18 in Eingriff. Wird die Lager
hülse 2 in Fig. 2 beispielsweise um 90° verdreht bildet sich
infolge der Abflachungen 8, 9 das größtmögliche Spiel zu
den Seitenwänden aus. Dies ist jedoch kein allzugroßer
Nachteil, der zudem durch ein relativ langes Zapfenlager aus
geglichen werden kann. Zudem entspricht dies einer Gebrauchs
lage der Sonnenblende, die selten Anwendung findet.
Das soweit beschriebene Zapfenlager zeigt, daß die Halte
kraft in einem weiten Anwendungsbereich variiert werden
kann, wobei Fertigungstoleranzen aufgrund der linienför
migen Berührung in der geschwenkten Gebrauchslage der Sonnen
blende nur einen sehr geringen Einfluß auf die Haltekraft
ausüben. Ebenso ist es nicht erforderlich, daß die Seiten
wände parallel zueinander verlaufen oder senkrecht auf
der Wandung stehen. Zusätzlich läßt sich ein Achs
zapfen 18 mit einem geringen Durchmesser verwenden, weil
die kastenförmige Lagerhülse 2 auch mit einem kleinen Öff
nungsquerschnitt leicht herstellbar ist. Dieser Vorteil
ergibt sich durch die Ausrichtung des Zapfenlagers auf eine
linienförmige Berührung längs des Achszapfens 18, wenn die
Sonnenblende aus der Rastposition verschwenkt ist. Die
linienförmige Berührung wird dadurch erzielt, daß die
Blattfeder 14 der ebenen Wandung 19 gegenüberliegt und
der Achszapfen 18 zwischen Wandung 19 und Blattfeder 14
eingespannt ist. Weiter bilden die Eckbereiche der Lager
hülse Freiräume 23, die zur Aufnahme von Schmiermitteln oder
Abrieb geeignet sind, der sich nach längerem Gebrauch der
Sonnenblende ausbilden kann.
Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel (nicht dargestellt)
ist es möglich zwei Blattfedern 14 vorzusehen, so daß an
jeder Abflachung 8, 9 eine Blattfeder angreift. Diese zwei
te Blattfeder läßt sich infolge der kastenförmigen Grund
form der Lagerhülse 2 an der Innenseite der ebenen Wandung 19
leicht unterbringen und befestigen. Das Vorsehen von zwei
Blattfedern ist besonders dann angezeigt, wenn die Lager
hülse 2 in der Rastposition axial auf dem Achszapfen 18
verschoben werden soll. Die Vorspannung der zwei Blatt
federn wird in diesem Fall so eingestellt, daß sich eine
leichte Gleitführung ergibt und die Sonnenblende über das
Drehlager (nicht dargestellt) an der Tragachse 1 auf das
Seitenfenster eines Kraftfahrzeuges verschwenkt ist. Auf
grund der großen Variationsmöglichkeiten und der exakten
Bestimmbarkeit der Haltekraft in der Rastposition, sowie
der Schwenklage der Sonnenblende läßt sich die zuvor be
schriebene axiale Verschiebebewegung auch mit einer Blatt
feder 14 erzielen.
Fig. 3 zeigt eine Teilansicht eines Längsschnittes durch
das Zapfenlager aus Fig. 1 mit zwei Ausführungsbeispielen
von Auszugssperren für den Achszapfen 18 aus der Lager
hülse 2. Die erste Auszugssperre wird durch das freie En
de 16 der Blattfeder 14 erzielt, das in eine Nut 15 greift.
Wie zuvor beschrieben ist die Blattfeder 14 im Inneren der
Lagerhülse 2 fixiert. Das freie Ende 16 der Blattfeder 14
kann so bemessen werden, daß es erst in die Nut 15 greift,
wenn der Achszapfen 18 aus der Rastposition verschwenkt ist.
Andererseits kann die Länge des auf die Nut 15 gerichteten
freien Endes der Blattfeder 14 so bemessen werden, daß das
freie Ende 16 beim Einführen des Achszapfens 18 aufgrund
der Durchbiegung der Blattfeder 14 in die Nut 15 eingreift,
die in diesem Fall den gesamten Achszapfen umläuft.
Ein anderes Ausführungsbeispiel einer Auszugssperre kann
dadurch gebildet werden, daß wie in Fig. 3 dargestellt, die
Sicken 10 in eine zugehörige Ringnut 17 in dem Achs
zapfen 18 eingreifen. Ebenso ist es möglich eine Auszugs
sperre in Form einer Verdickung an der Spitze 7 des Achs
zapfens 18 vorzusehen, wenn das Zapfenlager neben der
Drehbewegung die zuvor beschriebene axiale Längsverschie
bung der Sonnenblende zulassen soll. Wird der Verschluß 12
(Fig. 1) nicht vorgesehen, läßt sich das Zapfenlager so
gestalten, daß es gleichermaßen Anwendung für Sonnenblenden
für die Fahrerseite,wie die Beifahrerseite Verwendung fin
den kann.
Claims (7)
1. Zapfenlager für eine Sonnenblende, umfassend eine in dem Son
nenblendenkörper verankerte Lagerhülse, die im Querschnitt quer
zur Achsrichtung rechteckförmig mit planen Wandungen ausgebil
det ist, eine Tragachse, die im Bereich des Zapfenlagers einen
Achszapfen mit einer sich längs der Achsrichtung erstreckenden
planen Abflachung aufweist, und eine Feder, durch die eine
linienförmige Berührung zwischen der Innenwandung der Lager
hülse und dem Achszapfen zur Erzeugung der Halte- und Reibkraft
zwischen der Lagerhülse und dem Achszapfen herbeigeführt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Feder als sich längs der Achs
richtung zwischen der Innenwandung der Lagerhülse (2) und dem
Achszapfen (18) erstreckende Blattfeder (14) ausgebildet ist,
die einer planen Wandung der aus Blech gebogenen Lagerhülse (2)
gegenüberliegt.
2. Zapfenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lagerhülse (2) an dem freien Ende einen Verschluß (12) aufweist.
3. Zapfenlager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die plane Wandung (19) Vertiefungen oder Sicken (10) aufweist.
4. Zapfenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
sich gegenüberliegende Blattfedern (14) vorgesehen sind.
5. Zapfenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Achszapfen (18) zwei plane Abflachungen (8, 9) aufweist, die sich
vorzugsweise diametral gegenüberliegen.
6. Zapfenlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
freies Ende (16) der Blattfeder (14) zusammen mit einer Nut (15) in
dem Achszapfen (18) eine Auszugssperre für den Achszapfen (18) aus
der Lagerhülse (2) bildet.
7. Zapfenlager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vertiefungen oder Sicken (10) zusammen mit einer Ringnut (17) in
dem Achszapfen (18) eine Auszugssperre für den Achszapfen (18) aus
der Lagerhülse (2) bilden.
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