DE3876751T2 - Lenkerverbindung fuer die laengssteuerung der achseninnenjoche von eisenbahndrehgestellen. - Google Patents

Lenkerverbindung fuer die laengssteuerung der achseninnenjoche von eisenbahndrehgestellen.

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DE3876751T2 DE8888306882T DE3876751T DE3876751T2 DE 3876751 T2 DE3876751 T2 DE 3876751T2 DE 8888306882 T DE8888306882 T DE 8888306882T DE 3876751 T DE3876751 T DE 3876751T DE 3876751 T2 DE3876751 T2 DE 3876751T2
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    • B61RAILWAYS
    • B61FRAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
    • B61F5/00Constructional details of bogies; Connections between bogies and vehicle underframes; Arrangements or devices for adjusting or allowing self-adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves
    • B61F5/38Arrangements or devices for adjusting or allowing self- adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves, e.g. sliding axles, swinging axles
    • B61F5/44Adjustment controlled by movements of vehicle body

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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Lenkvorrichtung für ein Schienenfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und betrifft insbesondere Schienenfahrzeuge mit Drehgestellen, welche jeweils mit Radsätzen ausgestattet sind, welche schwenkbar an dem Drehgestell gehaltert sind. Die Radsätze werden während einer Fahrt des Schienenfahrzeuges entlang eines kreislinienförmigen Schienenstrangs bezüglich einer radialen Ausrichtung geführt.
  • Schienenfahrzeug-Drehgestelle mit lenkbaren Achsen, um eine radiale Ausrichtung zu erreichen, sind bekannt. Es sind bereits verschiendene Mechanismen geschaffen worden, um die Achse bezüglich einer radialen Ausrichtung zu lenken.
  • In einigen Drehgestellen, welche für eine radiale Ausrichtung der Radsätze ausgerüstet sind, ist jeder Radsatz in einem Lenkjoch gehaltert. Die Joche sind miteinander verbunden. Üblicherweise machen diese Mechanismen Gebrauch von der Gierbewegung des Wagenkastens relativ zu der Drehgestell-Mittellinie, um die Lenkbewegungen zu erzeugen. In solchen Drehgestellen werden Kräfte in einer seitlichen Richtung an dem außen liegenden Joch erzeugt und wirken über ein Bezugsverbindungsglied und ein seitliches Verbindungsglied auf den Drehgestell-Seitenrahmen zurück. Bei Versuchen ist herausgefunden worden, daß der mechanische Vorteil dieses Systems die Erzeugung verhältnismäßig großer Kräfte bedingte, um die erforderlichen Lenkbewegungen zu erzeugen und um sie gegenüber den Einflüssen von Rad/Schiene-Kräften, insbesondere solchen, die auf den Spurkranz der Räder wirken, wenn es zu einem Spurkranz-Schienenkontakt kommt, und auch gegenüber den Schwingungskräften aufrechtzuerhalten, welche während eines Schlingerns oder Hunting erzeugt worden sind. Die Steifigkeit, welche in diese Art Komponenten integriert werden kann, welche die mechanische Verbindung bilden ist üblicherweise so, daß die Lenkgenauigkeit unzureichend ist, und eine Stabilität gegenüber Schlingerschwingungen unzureichend ist. Ein Beispiel für eine solche Struktur ist in EP-A- 0 165 752 beschrieben.
  • Es ist daher eine neue Verbindung entwickelt worden, um diese Mängel zu überwinden. Gemäß der neuen Entwicklung werden Lenkbewegungen erzeugt, ohne den Drehgestellrahmen für irgendwelche Drehpunktverbindungen zu benutzen.
  • Die Lenkvorrichtung gemäß der Erfindung kann an einem bestehenden Drehgestell angebracht werden, welches Achsen hat, die in miteinander verbundenen Jochen gehaltert sind. Dieser Lenkmechanismus ist seitlich von der Mittellinie des Drehgestells versetzt. Vorteilhaft ist, den Mechanismus in der Praxis soweit wie möglich versetzt anzuordnen.
  • Gemäß der Erfindung ist eine Lenkvorrichtung für ein Schienenfahrzeug mit einem auf mindestens zwei Drehgestellen befestigten Wagenkasten vorgesehen, wobei mindestens eines der Drehgestelle innen- und außen-liegende Radsätze hat, und jeder der Radsätze ein an ihm befestigtes Joch hat, wobei die beiden Joche miteinander drehbar verbunden sind; eine derartige Lenkvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Radsätze das Drehgestell tragen und für eine relative Dreh- oder Schwenkbewegung bezüglich des Drehgestells um eine im allgemeinen vertikale Achse verwendet sind, und daß ein Lenkmechanismus, um die Radsätze so zu führen, daß sie radial zueinander ausgerichtet sind, wenn das Fahrzeug auf einem kreisbogenförmigen Gleis fährt, ein Lenkverbindungsteil, das mit dem Wagenkasten entfernt von der Längsmittellinie dieses Wagenkastens verbunden ist, einen Lenkhebel, der schwenkbar mit dem Lenkverbindungsteil verbunden ist, und ein Lenkgestänge aufweist, das den Lenkhebel und die innen- und außenliegenden Joche miteinander verbindet, wodurch eine Längsbewegung zwischen dem Lenkverbindungsteil und dem Wagenkasten bezüglich des Drehgestells, wenn sich das Drehgestell bezüglich des Wagenkörpers dreht, eine relative Längsbewegung des Lenkgestänges hervorruft, welches die Wagensätze so führt, daß sie radial zueinander ausgerichtet sind und eine solche Ausrichtung entgegen den Einflüssen von Rad/Schiene-Kräften aufrecht erhält.
  • Der Lenkmechanismus verbindet den Lenkhebel und die innen- und außenliegenden Joche, wobei eine relative Längsbewegung des Wagenkasten/Lenkglied-Verbindungspunktes bezüglich des Drehgestells, wenn es sich von einem geraden Gleis in ein kreisbogenförmiges Gleis bewegt, eine relative und entgegengesetzt wirkende Drehbewegung der innen- und außenliegenden Joche hervorruft, wodurch die Radsätze eine radiale Konfiguration annehmen, wenn sie eine Kurve durchfahren.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand der anliegenden Zeichnungen im einzelnen beschrieben, die eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung darstellen. Es zeigen:
  • Fig.1 in einer Seitenansicht ein Drehgestell oder Bogie, das eine bevorzugte Ausführungsform der Lenkvorrichtung gemäß der Erfindung aufweist, und
  • Fig.2 und 3 Draufsichten auf das Drehgestell oder Bogie.
  • Wenn sich ein Schienenfahrzeug von einem geraden Gleisstrang in einen kreisbogenförmigen Gleisstrang bewegt, kommt es zu einer relativen Drehung zwischen dem Wagenkasten und den Drehgestellen, welche den Wagenkasten üblicherweise an den beiden Enden des Schienenfahrzeugs tragen und stützen. Im Hinblick auf die relative Drehung des Drehgestells und des Wagenkastens scheint sich ein Punkt, der von der Mittellinie des Wagenkastens entfernt liegt, bezüglich des Drehgestells in der Längsrichtung zu bewegen und eine leichte Bewegung in der seitlichen Richtung zu haben. Die Längskomponente einer solchen Bewegung steht in direktem Zusammenhang mit dem Krümmungsradius und wird in der vorliegenden Erfindung als der Lenkeingabewert verwendet, um die Radsätze in einer radialen Konfiguration zu führen.
  • Im allgemeinen kann die Lenkvorrichtung bzw. der -mechanismus an den üblichen Radsatzjochen angebracht werden, und ist in der Praxis soweit wie möglich seitlich von der Mittellinie des Drehgestells versetzt. An dem außen-liegenden Joch kann ein Tragarm befestigt sein, welcher den unteren Drehpunkt für einen vertikalen Lenkhebel trägt, welcher dadurch mit diesem verbunden ist. An einem Punkt an dem Lenkhebel, der zwischen dessen oberen und unteren Enden liegt, ist eine Lenkstange mit dem Tragarm mittels einer Drehverbindung verbunden, und diese Lenkstange ist in ähnlicher Weise an dem innenliegenden Joch über einen Tragarm befestigt, welcher eine Drehverbindung trägt. Das obere Ende des Lenkhebels ist mit einem längs verlaufenden Lenkverbindungseil durch eine Dreh- oder Schwenkverbindung verbunden, und das andere Ende dieses Verbindungsteils ist mit dem Wagenkasten verbunden.
  • Wenn sich der Wagenkasten relativ zu dem Drehgestell (um einen Zapfen) dreht, wird das Lenkverbindungsteil in Längsrichtung relativ zu Punkten an dem Drehgestell bewegt, wodurch folglich der Lenkhebel verschwenkt und die Joche für sich oder miteinander gezwungen werden. Da die Joche in der Mittel des Drehgestells gelenkig miteinander verbunden sind, besteht die Wirkung der Lenkvorrichtung bzw. des Lenkmechanismus darin, die Radsatz/Joch-Einheiten relativ zueinander in einer gelenkten Ausrichtung zu drehen. Ein richiges Bemessen des Hebelsverhältnisses stellt sicher, daß eine richtige radiale Ausrichtung in kreislinienförmigen Kurven erreicht wird.
  • In Fig.1 ist eine Schnittansicht entlang einer Linie I-I in Fig.2 wiedergegeben und ein in seiner Gesamtheit mit 10 bezeichnetes Drehgestell dargestellt, in welchem ein Lenkmechanismus gemäß der Erfindung eingebaut ist. Das Drehgestell weist einen außenliegenden Radsatz 12 und einen innenliegenden Radsatz 14 auf. Bekanntlich weist jeder Radsatz eine Achse und ein Paar an der Achse befestigte, konische und mit Spurkränzen versehene Räder auf, so daß sich die Achse und die Räder mit derselben Winkelgeschwindigkeit drehen. Solche konische Radsätze bewegen sich, wenn es eine entsprechende Freiheit zuläßt, mit einer radialen Konfiguration, wenn sie Gleisbogen durchfahren.
  • Jedoch sind einzelne solche Radsätze instabil und schlingern fortgesetzt, wenn sie sich entweder auf einem geraden Gleisstrang oder auf einem Gleisbogen bewegen.
  • In dem in Fig.1 dargestellten Drehgestell 10 sind die Radsätze in Jochen, nämlich einem außenliegenden Joch 16 und einem innenliegenden Joch 18 gehaltert. Der Drehgestellrahmen ist in seiner Gesamtheit mit 20 bezeichnet.
  • Ein Tragarm 30 ist an dem außenliegenden Joch 16 angebracht. Der Tragarm 30 weist an einem herkömmlichen Teil des Tragarms eine Dreh- oder Schwenkverbindung 32 auf. Ein im wesentlichen vertikaler Lenkhebel 34 ist an der Drehverbindung 32 schwenkbar mit dem Tragteil 30 verbunden. Der Lenkhebel 34 hat an seinem oberen Ende eine Schwenk- oder Drehverbindung 36. Ein Lenkverbindungsteil 40 ist an der Drehverbindung 36 schwenkbar mit dem Lenkhebel 34 verbunden. Das Lenkverbindungsteil 40 ist mit einer Verbindung 42 an dem Wagenkasten angebracht, welcher nicht dargestellt ist.
  • Der Tragarm 30, der Lenkhebel 34 und das Lenkverbindungsteil 40 sind alle seitlich, soweit entfernt wie möglich, von der Mittellinie des Fahrzeugs angeordnet. Die Stelle des Lenkmechanismus ist durch die Konfiguration des Drehgestellrahmens, die Joche und durch die Konfiguration des Tragarms 30 vorgegeben. Der Vorteil, einen Mechanismus zu haben, der soweit wie möglich von der Mittellinie entfernt ist, besteht darin, daß größere Bewegungen für genauere Lenkeingabewerte verfügbar sind.
  • Der Lenkhebel 34 hat eine Dreh- bzw. Schwenkverbindung 44, welche zwischen den Dreh- bzw. Schwenkverbindungen 32 und 36 liegt. Eine Lenkstange 46 ist an der Drehverbindung 44 schwenkbar mit dem Lenkhebel 34 verbunden. Die Lenkstange 46 ist an einer Dreh- oder Schwenkverbindungsstelle 50 schwenkbar mit einem Tragarm 48 verbunden. Der Tragarm 48 ist an dem innenliegenden Lenkjoch 18 befestigt.
  • Das außenliegende Lenkjoch 16 und das innenliegende Lenkjoch 18 sind an der Stelle 17 zum Durchführen einer relativen Schwenkbewegung schwenkbar miteinander verbunden.
  • Wie aus den Figuren zu ersehen ist, bewegt sich die Verbindung 42 in Längsrichtung, wenn das Drehgestell bezüglich des Wagenkastens verschwenkt wird. Wenn sich nunmehr die Verbindung 42 in den Figuren nach links bewegt, wird dadurch der Lenkhebel 34 um die Drehverbindung 42 geschwenkt. Dies wiederum bewirkt, daß die Lenkstange 46 bezüglich der Drehverbindung 32 nach links gezogen wird. Folglich bewegen sich auf dieser Seite des Drehgestellt die zwei dargestellten Räder von Radsätzen 12 bzw. 14 aufeinander zu, und führen folglich eine Drehung bezüglich des (vor dem Blatt liegenden) Krümmungsradius durch. In ähnlicher Weise bewirkt eine Bewegung in der anderen Richtung, daß sich die in der Zeichnung dargestellten Räder für sich bewegen, wodurch eine Drehung in der Richtung des (hinter dem Blatt liegenden) Krümmungsradius durchgeführt wird.
  • Selbstverständlich kann der Mechanismus auf jeder Seite des Drehgestells verdoppelt werden, um dadurch einen redundanten Lenkmechanismus zu schaffen.

Claims (6)

1. Lenkvorrichtung für ein Schienenfahrzeug mit einem auf mindestens zwei Drehgestellen befestigten Wagenkasten, wobei mindestens eines der Drehgestelle innenliegende und außenliegende Radsätze hat und jeder der Radsätze ein an ihm befestigtes Joch hat, wobei die beiden Joche miteinander drehbar verbunden sein, dadurch gekennzeichnet, daß die Radsätze (12,14) das Drehgestellt tragen und stützen und für eine relative Drehbewegung bezüglich des Drehgestells um eine im wesentlichen vertikale Achse verwendet sind, und daß ein Lenkmechanismus, um die Radsätze so zu führen, daß sie radial zueinander ausgerichtet sind, wenn das Fahrzeug auf einem kreisbogenförmigen Gleis fährt, ein Lenkverbindungsteil (40), das mit dem Wagenkasten von der Längsmittellinie des Wagenkastens entfernt verbunden ist, einen mit dem Lenkverbindungsteil (40) schwenkbar verbundenen Lenkhebel (44) und ein Gestänge (30,46,48) aufweist, das den Lenkhebel (34) und die innenliegenden (18) und außenliegenden Joche (16) miteinander verbindet, wodurch eine Längsbewegung einer Verbindung (42) zwischen dem Lenkverbindungsteil (40) und dem Wagenkasten bezüglich des Drehgestells, wenn dieses sich bezüglich des Wagenkastens dreht, eine relative Längsbewegung des Gestänges (30, 46,48) hervorruft, durch welches die Radsätze (12,14) so geführt werden, daß sie radial zueinander ausgerichtet sind und eine solche Ausrichtung gegenüber den Einflüssen von Rad/Schiene-Kräften aufrechterhält.
2. Lenkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkvorrichtung (der Lenkmechanismus) einen Lenkhebel (34), der schwenkbar mit dem Lenkverbindungsteil (40) verbunden ist, sowie eine Drehverbindung zwischen dem Lenkhebel und dem außenliegenden Radsatz aufweist, wobei der Lenkhebel (34) eine weitere Drehverbindung (44) hat, welche zwischen der Drehverbindung zwischen dem Lenkhebel und dem Lenkverbindungsteil und der Drehverbindungzwischen dem Lenkhebel und dem außenliegenden Joch liegt, und ferner eine Lenkstange (46) aufweist, die an der weiteren Drehverbindung schwenkbar an dem Lenkhebel (34) angelenkt ist, wobei die Lenkstange an dem innenliegenden Joch schwenkbar angelenkt ist.
3. Lenkvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenkhebel (34) mittels eines an dem Joch (16) befestigten Tragarms (30) mit dem außenliegenden Radsatz (12) verbunden ist, wobei der Tragarm eine Drehverbindung mit dem Lenkhebel (34) hat.
4. Lenkvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkstange (46) mit dem innenliegenden Joch (18) mittels eines an dem Joch befestigten Tragarms (48) verbunden ist, welcher eine Drehverbindung (50) mit der Lenkstange (48) hat.
5. Lenkvorrichtung nach Anspruch 1, mit redundanten Mechanismen auf jeder Seite einer Drehverbindung zwischen dem Drehgestell und dem Wagenkasten.
6. Schienenfahrzeug, gekennzeichnet durch eine Lenkvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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