DE3875201T2 - Ammoniumuranatplutonat, verfahren zu dessen herstellung und seine verwendung zur herstellung von uran-/plutonium-mischoxid. - Google Patents
Ammoniumuranatplutonat, verfahren zu dessen herstellung und seine verwendung zur herstellung von uran-/plutonium-mischoxid.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein gemischtes Ammoniumuranatplutonat, sein Herstellungsverfahren und seine Verwendung zur Herstellung von Mischoxiden (U, Pu)O&sub2;.
- Solche Mischoxide können als Kernbrennstoffe in schnellen Reaktoren oder in Wasser-betriebenen Reaktoren verwendet werden. Im Fall von Kernbrennstoffen, die für Supergeneratoren bestimmt sind, beträgt der Plutoniumgehalt des Mischoxids nicht mehr als 30 Gew.-%, während im Fall der Wasserbetriebenen Reaktoren der plutoniumgehalt des Mischoxids 10 Gew.-% nicht überschreiten darf.
- Eines der Hauptkriterien für die Qualität von Mischoxiden, die als Brennstoffe verwendbar sind, ist ihre Löslichkeit in der Wärme in Salpetersäurelösungen in Abwesenheit von korrodierenden Mitteln wie Fluoridionen.
- In der Tat ist diese Eigenschaft entscheidend wenn man die spätere Wiederaufarbeitung der bestrahlten Brennstoffe auf der Basis von Mischoxiden in Betracht zieht, für welche es wichtig ist, eine möglichst vollständige Auflösung zu erhalten.
- Man weiß, daß Mischoxide von Uran und Plutonium eine gute Löslichkeit in einem Salpetersäuremedium allein aufweisen, wenn das Plutoniumoxid im Uranoxid in der Form einer festen Lösung vorliegt und es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von Mischoxiden bekannt, welche es ermöglichen dieses Ziel zu erreichen.
- Eines dieser Verfahren besteht darin mechanisch Pulver von Uranoxid UO&sub2; und Plutoniumoxid PuO&sub2; zu vermischen und diese Pulver bei sehr hoher Temperatur zu sintern, z.B. bei 1700ºC, wobei diese Arbeitsgänge mehrmals wiederholt werden, d.h., indem das gesinterte Produkt zerkleinert wird und anschließend einem erneuten Sintern unterworfen wird. Dieses Verfahren ist folglich sehr mühsam auszuführen und erfordert komplizierte Vorrichtungen.
- Andere Verfahren zum Erhalten von Mischoxiden von Uran und Plutonium beruhen auf der Herstellung von gemischten Verbindungen von Uran und Plutonium durch Ausfällung ausgehend von wäßrigen Lösungen. Eines dieser Verfahren besteht darin, Ammoniumuranat und Plutoniumhydroxid gemeinsam auszufällen, ausgehend von einer Lösung von Uranylnitrat und Nitrat von Plutonium (IV), und anschließend den Niederschlag in reduzierender Atmosphäre zu glühen, wie es in dem Patent US-A-3 287 279 und in der Veröffentlichung Trans. Ans. Band 33 (1979), Seiten 470-471 beschrieben ist.
- Der Nachteil dieses Verfahrens liegt darin, daß die beiden Aktiniden-Elemente in dem Niederschlag in der Form von zwei verschiedenen Verbindungen mit zwei verschiedenen Oxidationsstufen (U (VI) und Pu (IV)) vorliegen. Dies führt zu einer lokalen Ansammlung von Plutonium, die nach dem Glühen zu Plutoniumoxid führt, das in Salpetersäuremedium allein unlöslich ist.
- Ein anderes Verfahren, welches es möglich macht, den oben beschriebenen Nachteil zu vermeiden, besteht darin, eine wirkliche gemeinsame Fällung von Uran und Plutonium in der Form eines doppelten Carbonats von Uran (VI), Plutonium (VI) und Ammonium zu bewirken, wie es in dem französischen Patent FR-A-2 419 924 beschrieben ist. Interessant an diesem Verfahren ist, daß die Elemente Uran und Plutonium in der gleichen Verbindung in der gleichen Oxidationsstufe vorliegen. Folglich erhält man nach dem Glühen des Niederschlags in einer reduzierenden Atmosphäre ein Mischoxid von Uran und Plutonium, welches gute Eigenschaften hat.
- Nichtsdestoweniger weist dieses Verfahren gewisse Nachteile auf. In der Tat ist die Restkonzentration von Plutonium und Uran in der Mutterlauge der Filtration des Niederschlags erhöht, da sie in der Nähe von 4 g/l liegt. Im übrigen ist es erforderlich, den pH der Lösung auf einen Wert zwischen 8,4 und 8,6 zu halten, um die gemeinsame Fällung zu erreichen und dieser Bereich entspricht keinem pH-Puffer. Außerdem ist es erforderlich zwei Ströme von gasförmigen Reagenzien, nämlich Ammoniak bzw. Kohlendioxid, zu verwenden, deren relativer Durchfluß geregelt werden muß.
- Die vorliegende Erfindung betrifft genau ein Verfahren, das es ermöglicht Uran und Plutonium in der Form einer Mischverbindung, in welcher das Uran und Plutonium in der gleichen Oxidationsstufe vorliegen, gemeinsam auszufällen, ohne die Nachteile des oben beschriebenen Verfahrens aufzuweisen.
- Sie betrifft ebenfalls die neue Verbindung, die durch dieses Verfahren erhalten wird, d.h., Ammoniumuranatplutonat der Formel:
- [(U, Pu)O&sub3;]&sub2; [NH&sub3;]x [H&sub2;O]y
- eine kristalline Verbindung mit der scheinbaren Molmasse 330 g, mit x+y=5, und x und y können jeden Wert zwischen 0 und 5 annehmen.
- Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von gemischtem Ammoniumuranatplutonat besteht darin, eine wäßrige Lösung eines Uran(VI)-Salzes und eines Plutonium (VI)-Salzes mit Ammoniak zu neutralisieren, um das Uran und das Plutonium in Form eines gemeinsamen Niederschlags eines gemischten Ammoniumuranatplutonats auszufällen und den gemeinsamen Niederschlag von der Lösung abzutrennen.
- Das Erhalten eines solchen Niederschlags ausgehend von einer wäßrigen Lösung des Salzes von Uran (VI) und von Plutonium (VI) ist vollkommen unerwartet.
- In der Tat ist bekannt, daß eine Reaktion dieses Typs verwendet werden kann, um Ammoniumuranat ausgehend von wäßrigen sauren Lösungen von Uran (VI) herzustellen und diese Reaktion wird in der Industrie zur Extraktion des Urans viel verwendet.
- Andererseits ist seit langem bekannt, daß beim Anwenden der gleichen Reaktion auf eine wäßrige saure Lösung von Plutonium (VI) keine Bildung eines Niederschlags erhalten wird, da das Plutonium in der Form von polymerisierten löslichen Hydroxo-Komplexen in Lösung bleibt.
- Auf diese Weise begünstigt im Verfahren der Erfindung die Anwesenheit von Uran (VI) in der Lösung die Ausfällung von Plutonium, welches zusammen mit Uran (VI) in der Form einer kristallinen, mit Ammoniumuranat isomorphen Verbindung ausgefällt wird, in welcher U (VI) und Pu (VI) äquivalente kristallographische Stellen besetzen.
- Im übrigen kann der gebildete Niederschlag leicht von der Lösung abgetrennt werden und die Mengen an Uran und Plutonium, die in der Lösung verbleiben, machen weniger als 0,2 % der Ausgangsmenge des Urans und des Plutoniums aus.
- Das Verfahren der Erfindung ist deshalb ganz und gar vorteilhaft, da es möglich macht, leicht eine gemischte Verbindung von Uran und Plutonium zu erhalten, in welcher das Uran und das Plutonium in der gleichen Oxidationsstufe vorliegen, und diese Verbindung kann in einer reduzierenden Atmosphäre geglüht werden, um ein Mischoxid von Uran und Plutonium zu ergeben, welches sehr interessante Löslichkeitseigenschaften in Salpetersäuremedium allein aufweist.
- Im allgemeinen sind die Salze des Urans und des Plutoniums, die in der wäßrigen Ausgangslösung vorhanden sind, Uranylnitrat und Plutonylnitrat.
- Eine solche wäßrige Lösung kann erhalten werden ausgehend von einer Lösung von Uranylnitrat und von Plutonium (IV)- Nitrat, in dem das Plutonium (IV), welches in der Lösung vorhanden ist, oxidiert wird.
- In diesem Fall umfaßt das Verfahren die folgenden aufeinanderfolgenden Schritte:
- a) Herstellen einer Lösung von Uranylnitrat und Plutonium (IV)-Nitrat,
- b) Oxidieren des in der Lösung vorhandenen Plutonium (IV) zu Plutonium (VI), und
- c) Neutralisieren der Lösung durch Zugabe von Ammoniak, um einen gemeinsamen Niederschlag von Ammoniumuranatplutonat zu bilden.
- Im ersten Schritt wird eine wäßrige Lösung ausgehend von den entsprechenden Nitraten hergestellt, welche in eine saure Lösung, z.B. eine Salpetersäurelösung mit einer HNO&sub3;-Konzentration von 1 bis 1,5 Mol/l gebracht werden. Vorzugsweise überschreitet die Gesamtkonzentration von U + Pu in der Lösung 200 g/l nicht, da beobachtet wurde, daß die Ausbeute der Fällungsreaktion absinkt, wenn der Gehalt an (U + Pu) zunimmt. Das Verhältnis der Uranyl- und Plutoniumnitrate, die eingegeben werden, hängt insbesondere von der Art des Reaktors ab, für den das Mischoxid bestimmt ist, welches anschließend durch Glühen des Niederschlags gebildet werden kann. Im allgemeinen werden solche Mengen von Nitraten verwendet, daß das Verhältnis U/Pu wenigstens gleich 3 ist.
- Nachdem die Lösung hergestellt worden ist, wird der zweite Schritt der Oxidation des Pu (IV) ausgeführt und es können zur Durchführung dieser Oxidation verschiedene Verfahren verwendet werden.
- Gemäß einer ersten Ausführungsform kann diese Oxidation mittels NO&sub3;&supmin; Ionen bei erhöhter Temperatur bewirkt werden, wobei das Phänomen der Oxidation des Plutonium (IV) zu Plutonium (VI) durch die Anwesenheit von Uran (VI) in Lösung begünstigt wird.
- Zum Beispiel kann dies bewirkt werden indem eine Lösung von HNO&sub3; bei einer Temperatur von 120 bis 150ºC bis zum Azeotrop unter Rückfluß destilliert wird.
- Gemäß einer zweiten Ausführungsform kann die Oxidation des Plutoniums (IV) zu Plutonium (VI) durch Elektrolyse bewirkt werden.
- Dies kann direkt ausgeführt werden, indem die wäßrige Lösung von Uranylnitrat und Plutoniumnitrat in eine Elektrolysezelle gegeben wird, die durch eine poröse Wand in zwei Anodenund Kathodenkammern getrennt ist, welche eine Anode aus Platin und eine Kathode aus Tantal enthalten, indem eine Potentialdifferenz angelegt wird, die ausreichend hoch ist, daß die Oxidationsreaktion des Plutonium (IV) zu Plutonium (VI), deren scheinbares Normalpotential 1,04 Volt/Standardwasserstoffelektrode (ENH) beträgt, an der Anode stattfinden kann. Dies kann erhalten werden, indem man einen ausreichend starken konstanten Strom durch das Elektrolysegerät fließen läßt. Diese elektrolytische Oxidation kann auch indirekt bewirkt werden, indem ein elektrochemischer Vermittler verwendet wird, d.h., ein Redoxpaar das ein ein Redoxpotential höher als dasjenige des Paares Plutonium (IV)-Plutonium (VI) hat.
- Als Beispiel für ein solches Redoxpaar kann das Paar Ag&spplus;/Ag²&spplus; genannt werden.
- Gemäß einer dritten Ausführungsform kann die Oxidation auf chemischem Weg durch Zugabe eines Oxidationsmittels, z.B. des Silberoxids AgO oder von Ozon zu der Lösung bewirkt werden.
- Nach diesem Oxidationsschritt wird folglich eine Lösung von Plutonylnitrat und Uranylnitrat erhalten.
- Anschließend wird ausgehend von dieser Lösung ein Niederschlag eines gemischten Ammoniumuranatplutonats gebildet durch Neutralisieren der Lösung, entweder durch eine wäßrige
- Ammoniaklösung oder durch gasförmiges Ammoniak, welches evtl. mit einem Inertgas wie etwa Stickstoff verdünnt ist. Im allgemeinen wird die Zugabe solange fortgesetzt bis ein pH erreicht ist, der im Bereich des Puf fersystems NH&sub4;&spplus;/NH&sub3; liegt, d.h., ein pH im Bereich von 9,2 bis 9,3.
- Nach dieser Zugabe wird der Niederschlag reifen gelassen, im allgemeinen unter Rühren während eines ausreichend langen Zeitraums, der mindestens 1 h beträgt. Dann wird der Niederschlag von der Lösung abgetrennt, im allgemeinen durch Filtration.
- Der erhaltene Niederschlag kann anschließend zur Herstellung von Mischoxiden (U, Pu)O2 verwendet werden. In diesem Fall wird der gemeinsame Niederschlag des gemischten Ammoniumuranatplutonats getrocknet und dann in einer reduzierenden Atmosphäre geglüht.
- Das verwendete reduzierende Gas ist im allgemeinen Wasserstoff und die Temperatur des Glühens liegt vorteilhafterweise im Bereich von 650 bis 750ºC.
- Das durch dieses Verfahren erhaltene Mischoxid weist eine Löslichkeit in 11N Salpetersäure beim Sieden von wenigstens 99,9% auf.
- Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung treten beim Lesen der Beispiele deutlicher hervor, die wohlgemerkt zur Erläuterung und nicht als Beschränkung angegeben werden.
- Es wird von einer wäßrigen Lösung ausgegangen, die 1 Mol/l Salpetersäure und 200 g/l insgesamt an Uran (VI) und Plutonium (IV) enthält, wobei das Gewichtsverhältnis U/Pu gleich 3 ist. Die Oxidation des Plutoniums (IV), das in dieser Lösung vorhanden ist, wird durch Elektrolyse in Gegenwart des Redoxpaares Ag&spplus;/Ag²&spplus; bewirkt.
- Zu diesem Zweck wird zu der Lösung 5 x 10&supmin;² Mol/l Silbernitrat AgNO&sub3; zugegeben und das Plutonium (IV) zu Plutonium (VI) in einem Elektrolysegerät oxidiert, welches eine Anode aus Platin enthält, wobei die folgenden Elektrolysebedingungen verwendet werden:
- - Anodenoberfläche: 8 cm²
- - Stromstärke: 60 mA.
- Die Elektrolyse wird beendet sobald die Anodenflüssigkeit sich schwarz färbt aufgrund der Bildung von Ag²&spplus;-Ionen, die erst am Ende der Oxidationsreaktion des Plutonium (IV) auftreten.
- Dann wird in die Lösung gasförmiges Ammoniak durch Durchperlen eingeleitet bis ein pH in der Nähe von 9,2 bis 9,3 erreicht ist, den man mittels einer Glaselektrode mißt. Diese Zugabe von Ammoniakgas dauert ungefähr 20 min und wird bei Umgebungstemperatur durchgeführt.
- Es bildet sich ein Niederschlag, der unter Rühren während 2 Stunden reifengelassen wird.
- Anschließend wird der Niederschlag filtriert und die Konzentrationen an Uran und an Plutonium in der Mutterlauge werden bestimmt. Diese sind:
- - 0,080 g/l Uran (VI) und
- - 0,324 g/l Plutonium (VI).
- Die Ausbeuten der Fällung betragen:
- - Ausbeute an Uran: 99,94%,
- - Ausbeute an Plutonium: 99,35%.
- Die Ausbeute der Fällung von (U+Pu) insgesamt beträgt folglich 99,8%.
- Es wird im übrigen beobachtet, daß die Ag&spplus;-Ionen, die in der Ausgangslösung vorhanden sind, quantitativ in der Mutterlauge der Fällung verbleiben, wahrscheinlich in der Form von Aminkomplexen von Ag&spplus;.
- Es wird die gleiche Arbeitsvorschrift wie in Beispiel 1 befolgt, wobei von einer Lösung von Uranylnitrat und Plutoniumnitrat ausgegangen wird, deren Gesamtgehalt an (U (VI) + Pu (IV)) 61,3 g/l mit einem Gewichtsverhältnis U/Pu = 3 beträgt, welche eine Konzentration an Salpetersäure von 1 Mol/l hat. Zu der Lösung werden 0,05 Mol/l Silbernitrat gegeben und anschließend wird die Oxidation des Pu (IV) zu Pu (VI) durch Elektrolyse bewirkt und die Fällung des Ammoniumuranatplutonats unter den gleichen Bedingungen wie denen des Beispiels 1 bewirkt.
- Nach der Filtration des Niederschlags werden die Konzentrationen an Plutonium (VI) und an Uran (VI) in der Mutterlauge der Filtration bestimmt. Die Konzentration an Plutonium (VI) beträgt 1,24 mg/l und Uran (VI) ist nicht aufzufinden.
- Folglich ist die Gesamtausbeute der Fällung höher als 99,99%.
- Unter Befolgung der gleichen Arbeitsvorschrift wird die gemeinsame Fällung des Urans und des Plutoniums ausgehend von Lösungen, deren Konzentrationen an Uran + Plutonium zwischen 60 und 200 g/l schwanken, bewirkt.
- Es wird festgestellt, daß unter diesen Bedingungen die Gesamtausbeute der Fällung regelmäßig mit der Zunahme der Konzentration des Urans und Plutoniums in der Lösung abnimmt. Sie bleibt nichtsdestoweniger ausgezeichnet und immer höher als 99,7%.
- Die gleiche Arbeitsvorschrift wie in Beispiel 1 wird befolgt um Ammoniumuranatplutonat ausgehend von einer Lösung, die 69 g/l insgesamt an Uran und Plutonium mit einem Gewichtsverhältnis U/Pu von 3,2 und eine Salpetersäurekonzentration von 1 Mol/l enthält, auszufällen.
- Die Oxidation und die Ausfällung werden unter den gleichen Bedingungen wie denen des Beispiels 2 bewirkt. Auf diese Weise wird ein gemeinsamer Niederschlag eines gemischten Ammoniumuranatplutonats erhalten, welches durch Röntgenbeugung bestimmt wird.
- Die erhaltene Verbindung weist ein Röntgenbeugungsdiagramm auf welches homolog zu dem ist, welches dem Ammoniumdiuranat entspricht, was zeigt, daß die beiden Verbindungen isomorph sind. Die intensivsten gebeugten Strahlen entsprechen den folgenden Netzebenenabständen:
- - d(Å) = 7,443 (100%); 3,210 (50%); 3,559 (40%).
- Die äquivalenten Netzebenenabstände des Ammoniumdiuranats sind bestimmt worden zu:
- - d(Å) = 7,455 (100%); 3,231 (50%); 3,584 (40%). BEISPIEL 4 Herstellung des Mischoxids von Uran und Plutonium (U,Pu)O&sub2;
- Ein Niederschlag von Ammoniumuranatplutonat wird unter Befolgung der gleichen Arbeitsvorschrift wie im Beispiel 1 und unter Verwendung einer Lösung mit der folgenden Zusammensetzung als Ausgangsverbindung gebildet:
- (U + Pu) = 115,06 g/l,
- U/Pu = 2,63,
- HNO&sub3; = 1 Mol/l.
- Die Oxidation und Fällung durch gasförmiges Ammoniak wird unter den gleichen Bedingungen wie denen des Beispiels 1 bewirkt. Die Gesamtausbeute der Fällung beträgt 99,89%.
- Anschließend wird der Niederschlag bei 100ºC eine halbe Stunde getrocknet, dann bei 700ºC 3 Stunden lang in Gegenwart einer gasförmigen Mischung von Wasserstoff und Argon, welche 10 Vol-% Wasserstoff enthält, geglüht. Nach dem Abkühlen in einer reduzierenden Atmosphäre bis auf 60ºC und in Luft bis auf Raumtemperatur wird das erhaltene Mischoxid (U, Pu)O&sub2; mit Röntgenstrahlen untersucht.
- Das Röntgenbeugungsdiagramm des Mischoxids ist demjenigen homolog, das dem Urandioxid UO&sub2; entspricht. Dies zeigt, daß die beiden Oxide isomorph sind. Sie kristallisieren im kubisch flächenzentrierten System und die beobachteten Hauptnetzebenenabstände, die den intensivsten gebeugten Strahlen entsprechen sind:
- (U, Pu)O&sub2; : d(Å) = 3,135; 2,717; 1,920; 1,636,
- UO&sub2; : d(Å) = 3,135; 2,721; 1,927; 1,544.
- Anschließend wird das so erhaltene Mischoxid einem Auflösungstest mit Salpetersäure, die frei von Fluoridionen ist, ausgesetzt, wobei die Auflösung unter den folgenden Bedingungen bewirkt wird:
- In 5 ml einer Lösung mit 11,3 Mol/l Salpetersäure werden 50 mg des Mischoxids (U,Pu)O&sub2; gegeben und die Lösung 6 h lang zum Sieden unter Rückfluß gebracht.
- Anschließend wird die Lösung abgekühlt. Sie wird mit kaltem Wasser im Verhältnis 1 : 2 verdünnt und über einen Milliporefilter mit 0,45 um filtriert.
- Nach dem Spülen mit verdünnter Säure wird der Filter mit 5 ml einer Lösung von 6 Mol/1 Salpetersäure, welche 0,05 Mol/l Fluoridionen enthält, angegriffen, wobei beim Sieden unter Rückfluß während 1 h gearbeitet wird.
- Anschließend wird der Plutoniumgehalt der Lösung bestimmt. Dieser entspricht 0,1% der Ausgangsmenge des Plutoniums, das in dem Mischoxid enthalten war, welches dem Auflösungstest unterworfen wurde. Es wird auf diese Weise festgestellt, daß das Mischoxid eine ausgezeichnete Löslichkeit in Salpetersäuremedium und folglich eine gute Homogenität aufweist.
Claims (13)
1. Ammoniumuranatplutonat der Formel
[(U, Pu)O&sub3;]&sub2; [NH&sub3;]x [H&sub2;O]y
worin x und y einen Wert zwischen 0 und 5 mit x+y = 5
besitzen.
2. Verfahren zur Herstellung von Ammoniumuranatplutonat
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es daraus
besteht, eine wäßrige Lösung eines Uran(VI)-Salzes und eines
Plutonium(VI)-Salzes mit Ammoniak zu neutralisieren, um das
Uran und das Plutonium in Form eines gemeinsamen
Niederschlages von Ammoniumuranatplutonat auszufällen und den
gemeinsamen Niederschlag von der Lösung abzutrennen.
3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Uran- und Plutoniumsalze Uranylnitrat und plutonylnitrat
sind.
4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
es die folgenden aufeinanderfolgenden Schritte umfaßt:
a) - Herstellen einer Lösung von Uranylnitrat und
Plutonium( IV) -nitrat,
b) - Oxydieren des in der Lösung vorhandenen
Plutonium(IV) zu Plutonium(VI) und
c) - Neutralisieren der Lösung durch Zugabe von
Ammoniak, um einen gemeinsamen Niederschlag von
Ammoniumuranatplutonat zu bilden.
5. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Oxydation von Plutonium(IV) zu Plutonium(VI) durch
Zugabe von NO&sub3;&supmin;-Ionen bei erhöhter Temperatur bewerkstelligt.
6. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Oxydation von Plutonium(IV) zu Plutonium(VI) durch
Elektrolyse bewerkstelligt.
7. Verfahren gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Elektrolyse in Anwesenheit eines elektrochemischen
Vermittlers mit einem höheren Redoxpotential als das der
Paarung Plutonium(IV)-Plutonium(VI) ausführt.
8. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Oxydation von Plutonium(IV) zu Plutonium(VI) durch
Zugabe von Silberoxid AgO bewerkstelligt.
9. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Oxydation von Plutonium (IV) zu Plutonium (VI) mittels
Ozon bewerkstelligt.
10. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 2 und 4, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Neutralisation mittels
gasförmigen Ammoniaks bewerkstelligt.
11. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 2 und 4, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Neutralisation durch Zugabe
einer wäßrig-ammoniakalischen Lösung bewerkstelligt.
12. Verfahren gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Neutralisation derart durchführt, daß man einen
pH von 9,2 bis 9,3 erhält.
13. Verfahren zur Herstellung von (U,Pu)O&sub2;-Mischoxid,
dadurch gekennzichnet, daß es aus dem Glühen eines
gemeinsamen Niederschlages von Ammoniumuranatplutonat nach
Anspruch 1 in einer reduzierenden Atmosphäre besteht.
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