DE386307C - Verfahren zur Steigerung der Leistung von Verbunddampfmaschinen - Google Patents

Verfahren zur Steigerung der Leistung von Verbunddampfmaschinen

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DE386307C
DE386307C DEW57875D DEW0057875D DE386307C DE 386307 C DE386307 C DE 386307C DE W57875 D DEW57875 D DE W57875D DE W0057875 D DEW0057875 D DE W0057875D DE 386307 C DE386307 C DE 386307C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K19/00Regenerating or otherwise treating steam exhausted from steam engine plant
    • F01K19/02Regenerating by compression
    • F01K19/08Regenerating by compression compression done by injection apparatus, jet blower, or the like

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Steigerung der Leistung von Verbunddampfmaschinen. Es sind Düsen bekannt, bei welchen der zuströmende Dampf überhitzt oder trocken gesättigt in einer Expansionsdüse adiabatisch bis zu einem geringen Druck expandiert und dann in der anschließenden Druckdüse wieder adiabatisch komprimiertwird. Eine höhereDruckbildung kann hierbei nicht entstehen, da gleichzeitig mit der Druckbildung eine Temperaturerhöhung des Dampfes durch die Kompressions-, Reibungs- und Wirbelungswärme erfolgt. Die Endtemperatur ist daher höher als die Anfangstemperatur, und es ist infolgedessen mit einem Druckverlust zu rechnen. Benutzt man äußere Kühlung, so kann man wohl den Dampfdruck auf der -leichen Höhe halten wie bei der Einströmung in die Düse, es wird aber die in das Kühlwasser übergehende Wärme nutzlos fortgeführt.
  • Würde eine solche Düse in 'der Verbinderleitung einer Verbundmaschine angebracht und dieser Düse dann zur Druckerhöhung hochgespannter Kesseldampf zugeführt, so kann manwohl,wie bekannt, dieAufnehmerspannung erhöhen, aber nicht die Temperatur ermäßigen.
  • Bekannt ist ferner, die Düse zwischen zwei von den heißesten Feuergasen der Feuerung bestrichene Überhitzer zu legen. Dann muß aber bekanntlich eine sehr starke Kühlung der Düse erfolgen, und die durch den vorgeschalteten Überhitzer zugeführte Wärme wird zum größten Teile nutzlos in das Kühlwasser abgeführt. Es wird hier im wesentlichen nur die Wärme des hinter die Düse geschalteten Überhitzers nutzbar gemacht werden können.
  • Diesem Bekannten gegenüber wird gemäß der Erfindung in die Aufnehmerleitung einer Verbundmaschine eine aus Expansions- und Verdichtungsdüse bestehende Druckerhöhungsdüse angeordnet, in welche zusätzlich feuchter Dampf oder Wasserteilchen eingeführt werden. Dies hat den Erfolg, daß die Nachüberhitzerwärme, daneben auch die in der Düse entstehende Kompressions-, Reibungs- und Wirbelungswärme vollständig zur Verdampfung der zusätzlich eingeführten Wasserteilchen verwendet und hierdurch ein erhöhtei# Dampfdruck erreicht wird. Es treten dann in der Düse bis auf die äußerst geringe äußere Abkühlung durch die umgebende Luft gar keine Verluste auf, da alle inneren Verluste in Wärme umgesetzt werden und diese Wärme zur Druckbildung durch Verdampfung herang r Zogen wird, die nur den Verbrauch von e Wärmeenergie, nicht aber den Verbrauch von potenzieller oder kinetischer Energie zur Folge hat. Aus der Vermehrung des Dampfdruckes ergibt sich eine Steigerung der Maschinenleistung.
  • Eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Es zeigt: Abb. i die Gesamtanordnung, Abb. 2 einen Längsschnitt durch eine Druckumsetzungsdüse mit Feuchtdampfzuführung. Es sind nach Abb. i a der Dampfkessel, b ein vor denselben gelegter Hauptüberhitzer für die Überhitzung des Kesseldampfes. Bei c wird der Kesseldampf dem Hauptüberhitzer zugeführt, und bei d verläßt er überhitzt den Überhitzen, um in dem Hochdruckzylinder einer Verbundmaschine Arbeit zu leisten. Der Abdampf dieses Zylinders tritt bei e in einen Abdampfüberhitzer f, wird überhitzt und verläßt diesen Überhitzen bei g. Er tritt in den Düsenkörper /a (Abb. 2) und verläßt diesen mit der Aufnehmerspannung bei i, um dann in dem Niederdruckzylinder zur Arbeitsleistung verwendet zu werden.
  • In Abb. 2 ist k der Eintritt des überhitzten Abdampfes in den Düsenkörper h.. Es ist m eine Expansionsdüse, ya eine Verdichtungsdüse, in welche der feuchte Dampf von niederer Spannung, aber .mit großer Geschwindigkeitsenergie eintritt. Innerhalb der Düse ist eine kleine Düse w angeordnet, durch die beliebige Mengen Feuchtigkeit, beispielsweise in Form feuchten Dampfes, eingeführt werden können. In der Düse n wird die von der Abdampfüberhitzerwärme herrührende Geschwindigkeitsenergie allmählich in Kompressionsdruck und Wärme verwandelt. Die Wärme findet feuchten Dampf bzw. Wasserteilchen und verdampft diese. Es wird die Druckerhöhung durch dieVerdampfung in ähnlicherWeisegefördert wie in einem Dampfkessel. Es ist, wie in einem solchen, überschüssige Wärme vorhanden, im Dampf verteilte Feuchtigkeit, sowie ein Druckbildungszwang durch entsprechend kleinen Querschnitt und schließlich noch der Druckabschluß durch den Aufnehmerdruck.
  • Bei i. in Abb. i verläßt der wieder hochgespannte Dampf die Düse, um nun in dem Niederdruckzylinder Arbeit zu leisten.
  • Es liegt das Vorteilhafte des neuen Verfahrens darin, daß durch den gesteigerten Druck für den Niederdruckzylinder die Leistungsfähigkeit desselben bedeutend gestiegen ist. Diese größere Leistung ist ohne besonderen Wärmeaufwand erreicht, da der Abdampfüberhitzer in den abziehenden Heizgasen liegt.
  • Die Düsen arbeiten auch ohne Wärmeverlust, welcher sonst durch die sich immer bildende Kompressionswärme vorhanden ist, da alleKompressionswärme sofort bei derDampfbildung durch die innere Verdampfung nutzbringend verwertet wird.
  • Es treten in der Druckdüse aber auch Wärmebildungen durch Reibung undWirbelbildung des Dampfes auf.
  • Diese Wärmebildung ist möglichst zu vermeiden, und zwar wird dieses Ziel durch das neue Verfahren ebenfalls erreicht. Denn die eingeführte Feuchtigkeitsmenge kann so bemessen werden, daß auch diese Wassermengen zur Verdampfung herangezogen. werden. Unerwünscht ist eine zu große Dampffeuchtigkeit nach der Druckumsetzung. Es muß erstrebt werden, daß am Ende der Druckerhöhung der Dampf gerade trocken ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH Verfahren zur Steigerung der Leistung von Verbunddampfmaschinen durch Ausnutzung der Feuergase in Nachüberhitzern und Druckerhöhung durch Druckerhöhungsdüsen bekannter Art, dadurch gekennzeichnet, daß dem nachüberhitzten Dampf zusätzliche Feuchtigkeit, z. B. in Gestalt feuchten Dampfes, zugeführt wird, die durch die aus dem Nachüberhitzer aufgenommene Wärme verdampft und dadurch die Leistung des Niederdruckzylinders vermehrt.
DEW57875D 1921-03-22 1921-03-22 Verfahren zur Steigerung der Leistung von Verbunddampfmaschinen Expired DE386307C (de)

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