DE3851019T2 - Elektrochemischer sensor. - Google Patents

Elektrochemischer sensor.

Info

Publication number
DE3851019T2
DE3851019T2 DE3851019T DE3851019T DE3851019T2 DE 3851019 T2 DE3851019 T2 DE 3851019T2 DE 3851019 T DE3851019 T DE 3851019T DE 3851019 T DE3851019 T DE 3851019T DE 3851019 T2 DE3851019 T2 DE 3851019T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
anode
cathode
noble metal
oxygen sensor
electrolyte
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE3851019T
Other languages
English (en)
Other versions
DE3851019D1 (de
Inventor
David Freund
Radhakrishna Neti
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rosemount Inc
Original Assignee
Rosemount Analytical Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rosemount Analytical Inc filed Critical Rosemount Analytical Inc
Application granted granted Critical
Publication of DE3851019D1 publication Critical patent/DE3851019D1/de
Publication of DE3851019T2 publication Critical patent/DE3851019T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N27/00Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means
    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/403Cells and electrode assemblies
    • G01N27/404Cells with anode, cathode and cell electrolyte on the same side of a permeable membrane which separates them from the sample fluid, e.g. Clark-type oxygen sensors

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Measuring Oxygen Concentration In Cells (AREA)
  • Primary Cells (AREA)
  • Secondary Cells (AREA)
  • Electric Double-Layer Capacitors Or The Like (AREA)
  • Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)

Description

    Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft einen Sensor, der befähigt ist, ein Gas in einem Fluid nachzuweisen, insbesondere einen Sensor, der zum Bestimmen des Vorhandenseins und der Menge von Sauerstoff geeignet ist.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Eines der elektrochemischen Verfahren zur Sauerstoffbestimmung ist das amperometrische Verfahren. Dieses Verfahren ist schnell und einfach durchführbar und besonders für die Bestimmung von gasförmigem oder gelöstem Sauerstoff in Flüssigkeiten geeignet. In dem amperometrischen Verfahren zum Nachweis von Sauerstoff verwendbare Sensoren sind in der Technik bekannt und besitzen im allgemeinen einen Hohlkörper, der in seinem Innern ein Elektrolyt-Reservoir begrenzt und der mit einer Öffnung versehen ist, die eine Verbindung zwischen der äußeren Umgebung und dem Reservoir herstellt. In dem Körper sind eine Anode und eine Kathode angeordnet, die mit dem Elektrolyten in Berührung gelangen, und die Öffnung des Körpers ist mit einer dünnen polymeren Membran dicht verschlossen, die für den Elektrolyten undurchlässig, aber für Sauerstoff durchlässig ist. Es sind Mittel vorgesehen, die dazu dienen, die Elektroden mit einer elektrischen Spannungsquelle und mit Mitteln zum Strommessen zu verbinden. An die Anode und die Kathode wird ein Potential angelegt, und wenn mit der den Sensorkörper dicht verschließenden Membran eine Fluidprobe in Berührung gebracht wird, diffundiert Sauerstoff durch die Membran und gelangt er in Gegenwart von Elektrolyt mit der Kathode in Berührung. Infolgedessen flieht in linearer Abhängigkeit von dem in der Probe vorhandenen Sauerstoffpartialdruck ein elektrischer Strom, der gemessen und mit der Sauerstoffmenge in der Probe korreliert wird.
  • Man kann bei den amperometrischen Sauerstoffsensoren allgemein zwei Arten unterscheiden. Bei den Sensoren der ersten Art wird der Sauerstoff reduziert, wenn er mit der Kathode in Berührung gelangt, so daß dann zwischen der Anode und der Kathode ein elektrischer Strom fliegt. Bei den Sensoren dieser Art ist ein ständiger Fluß von O&sub2; durch die Membran erforderlich, damit eine Sauerstoffabreicherung in dem Sensor vermieden wird, weil O&sub2; an der Kathode zu der Hydroxylgruppe reduziert und an der Anode nicht regeneriert wird. Die Sensoren dieser Art sind von dem Durchfluß des Probefluids stark abhängig und benötigen normalerweise irgendeine Einrichtung zum Aufrechterhalten eines Fluidstroms zu dem Sensor. Die elektrische Stromstärke steht mit dem Sauerstoffpartialdruck in der Probe direkt in Beziehung. Ein O&sub2;-Sensor einer anderen Art ist der Gleichgewichtssensor, in dem ein Potential verwendet wird, das genügt, um eine kontinuierliche Reduktion von Sauerstoff aus dem Elektrolyten an der Kathode und eine Bildung von Sauerstoff an der Anode zu bewirken. Wenn der Sensor im Betrieb stabilisiert ist, besteht in dem Sensor ein Gleichgewichtszustand, der nur gestört wird, wenn sich der O&sub2;-Partialdruck an der Außenfläche der Membran ändert und dadurch das Gleichgewicht gestört wird. Bei gestörtem Gleichgewicht flieht ein elektrischer Strom, der auch ein direktes Maß des Sauerstoffpartialdruckes in der Probe ist. Es werden zwar mit den Sensoren beider Arten gute Ergebnisse erzielt, doch wird der Gleichgewichtssensor bevorzugt, weil er von einem Strom von Sauerstoff über die Membranoberfläche unabhängig ist und es bei seiner Verwendung nicht notwendig ist, den Durchfluß der Probe zu steuern oder die Fluidprobe in nächster Nähe des Sensors zu rühren, wie dies normalerweise bei dem Sensor der ersten vorstehend beschriebenen Art erforderlich ist.
  • Beim Betrieb im Gleichgewicht wird die stärkste Funktion des Sensors erzielt, wenn die Elektroden in dem Sensorkörper konzentrisch angeordnet und ihre wirksamen Oberflächen der Innenfläche der Membran benachbart sind. Bei konzentrisch angeordneten Elektroden muß das Verhältnis des Flächeninhalts der Anode zu dem Flächeninhalt der Kathode eine Größenordnung von mindestens 85 : 1 haben. Wenn das Verhältnis des Flächeninhalts der Anode zu dem Flächeninhalt der Kathode kleiner ist als etwa 85 : 1, dauert es zu lange, gewöhnlich mehrere Stunden, bis sich der Sensor nach einer sprunghaften Veränderung des O&sub2;-Gehalts wieder stabilisiert hat. Ferner hat selbst bei konstanten O&sub2;-Gehalten der Sensor nur eine ungenügende Langzeitstabilität, so daß seine Empfindlichkeit ständig abnimmt. Außerdem hat es sich gezeigt, daß die Aktivität derartiger Sensoren im Lauf der Zeit abnimmt.
  • Darstellung der Erfindung
  • Die Erfindung schafft für das Bestimmen von gelöstem Sauerstoff einen verbesserten Sensor, der einen Körper mit einem Elektrolyt-Reservoir und darin enthaltenem Elektrolyten besitzt, wobei eine Öffnung in dem Körper eine Verbindung zwischen der äußeren Umgebung des Körpers und dem Reservoir herstellt. Im Bereich der Öffnung sind in dem Körper eine Anode und eine Kathode konzentrisch angeordnet. Die Öffnung ist durch eine dünne polymere Membran dicht verschlossen, die für Sauerstoff durchlässig und für den Elektrolyten undurchlässig ist. Es sind Mittel zum elektrischen Verbinden der Elektroden mit einer elektrischen Spannungsquelle und mit Mitteln zum Strommessen vorgesehen. Die wirksamen Oberflächen der Anode und der Kathode, d. h. die der Membran benachbarten Oberflächen, sind im Abstand von der Membran angeordnet, so daß zwischen den wirksamen Oberflächen und der Membran ein Elektrolytraum vorhanden ist. Auf der wirksamen Oberfläche der Anode ist ein Edelmetallschirm vorgesehen. In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die wirksame Oberfläche der Anode von dem Schirm vollständig bedeckt und ist ein normalerweise über der wirksamen Oberfläche der Kathode liegender Teil des Schirms herausgeschnitten, so daß die wirksame Oberfläche der Kathode freiliegt.
  • Aus nicht eindeutig geklärten Gründen bewirkt der über der Oberfläche der Anode vorhandene Edelmetallschirm, daß die Elektroden länger stabil bleiben als in ähnlich ausgebildeten Sensoren, in denen über der wirksamen Oberfläche der Anode kein Edelmetallschirm vorgesehen ist.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Kathode wenigstens teilweise aus Rhodiummetall und bestehen die Anode und der Edelmetallschirm wenigstens teilweise aus platiniertem Platin.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung dient die nachstehende ausführliche Beschreibung anhand der Zeichnungen. In diesen zeigt
  • Fig. 1 in einer Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einen gemäß der Erfindung ausgebildeten Sauerstoffsensor,
  • Fig. 2 in größerem Maßstab im Schnitt einen Teil des Sensors nach Fig. 1,
  • Fig. 3 in einer Stirnansicht den Sensor nach Fig. 2,
  • Fig. 4 in einem Graphen für einen Sauerstoffsensor nach dem Stand der Technik die Abhängigkeit des Sensor-Ausgangsstroms in Mikroampere von der Temperatur während eines Zeitraums und
  • Fig. 5 in einem Graphen für einen gemäß der Erfindung ausgebildeten Sauerstoffsensor die Abhängigkeit des Sensor- Ausgangsstroms in Mikroampere von der Temperatur während eines Zeitraums.
  • Beschreibung des Erfindungsgegenstandes
  • In der Fig. 1 ist als bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ein allgemein mit 10 bezeichneter Sauerstoffsensor dargestellt, der einen Körper 12 besitzt, in dem innen ein Reservoir 14 ausgebildet ist, das einen Elektrolyten 17 enthält. Durch eine Öffnung 16 des Körpers 12 steht das Reservoir 14 mit der äußeren Umgebung des Körpers in Verbindung. In dem Körper 12 sind im Bereich der Öffnung 16 eine Anode 22 und eine Kathode 24 angeordnet. Die Öffnung 16 ist mit einer dünnen polymeren Membran 18 dicht verschlossen, die vorzugsweise aus Fluorethylenpropylen oder Tetrafluorethylen besteht und die für Sauerstoff durchlässig, aber für Elektrolyt undurchlässig ist. Durch Anschlußmittel 20 sind die Elektroden mit einer Spannungsquelle 26 und einer Strommeßeinrichtung 28 elektrisch verbunden. Die Anode 22 und die Kathode 24 werden in dem Reservoir 14 von einem Glasrohr 32 getragen, in dem an seinem einen Ende die Kathode 24 eingeschmolzen ist. Die allgemein scheibenförmige Anode 22 besitzt eine zentrale Ausnehmung 44, in der die Kathode 24 konzentrisch angeordnet ist. Die Anode 22 wird von dem Glasrohr 32 an dessen Ende getragen und ist daran mit einem gegenüber dem Elektrolyten beständigen Klebstoff 34, z. B. einem Epoxidklebstoff, befestigt. Mit den Anschlußmitteln 20 sind die Anode 22 und die Kathode 24 durch einen Kathodenleiter 40 bzw. einen Anodenleiter 42 verbunden. Die Membran 18 ist über der Öffnung 16 des Körpers mit einer gewindetragenden ringförmigen Kappe 36 festgelegt, die zum Einspannen der Membran mit einem Ring 38 zusammenwirkt.
  • Die in dem Körper 12 richtig positionierte Anode 22 und Kathode 24 sind der Öffnung 16 benachbart, und ihre wirksamen unteren Oberflächen 30 sind der Membran 18 benachbart, aber in geringem Abstand von ihr angeordnet, so daß zwischen den wirksamen Oberflächen und der Membran ein Elektrolytraum 46 vorhanden ist. Durch eine mit einem entsprechenden Gewindestopfen 52 dicht verschlossene Gewindeöffnung 54 in der Seitenwand des Sensorkörpers 12 kann Elektrolyt in das Reservoir 14 zusätzlich eingeführt oder aus ihm entfernt werden.
  • Gemäß dem Erfindung ist auf der wirksamen Oberfläche 30 der Anode 22 ein Edelmetallschirm 48 vorgesehen. Der Schirm 48 ist mit einer Öffnung 50 ausgebildet, die mit der wirksamen Oberfläche 30 der Kathode 24 fluchtet, so daß die wirksame Oberfläche der Kathode für den in dem Elektrodenraum 46 befindlichen Elektrolyten vollkommen freiliegt. Dagegen ist die ganze wirksame Oberfläche 30 der Anode 22 von dem Schirm bedeckt.
  • Die Anode 22 besteht wenigstens teilweise aus einem Edelmetall, insbesondere aus Platin, auf dem eine Schicht aus Platinschwarz abgeschieden worden ist. Die Kathode 24 besteht ebenfalls wenigstens teilweise aus einem Edelmetall. Bei Sauerstoffsensoren der Art, welche die Erfindung betrifft, besteht die Kathode jedoch vorzugsweise aus Rhodium, weil es gegenüber einer Störung durch CO&sub2; sehr unempfindlich ist. Das Verhältnis des Oberflächeninhalts der Anode zu dem Oberflächeninhalt der Kathode muß mindestens 85 zu 1 betragen und kann bis zu 100 zu 1 betragen. Besonders bevorzugt wird, die wirksame Oberfläche der Anode 22 zu platinieren oder Platinschwarz auf ihr abzuscheiden, weil durch die Schicht aus Platinschwarz offenbar der Flächeninhalt der Anode vergrößert und dadurch das vorstehend angegebene Verhältnis verbessert wird, ohne daß es dazu notwendig ist, die Größe der Kathode unnötig zu verkleinern oder die Abmessungen des Sensors zu vergrößern, damit das gewünschte Verhältnis von Anode zu Kathode erzielt wird.
  • Der Edelmetallschirm besteht vorzugsweise aus demselben Werkstoff wie die Anode 22 und ist ferner vorzugsweise ebenfalls mit Platinschwarz überzogen. Der Schirm 48 wird an der wirksamen Oberfläche 30 der Anode 22 auf geeignete Weise, z. B. durch Punktschweißen, befestigt. In der bevorzugten Ausführungsform wird der Schirm an der wirksamen Oberfläche der Anode vor dem Auftragen des Platinschwarz befestigt, so daß der Schirm und die wirksame Oberfläche gleichzeitig platiniert werden. Der Schirm kann eine Siebstruktur mit einer Maschenweite von 50 bis 1000 mesh haben. Gute Ergebnisse sind mit einem Drahtschirm mit einer Maschenweite von 100 mesh der US Sieve Series und einem Drahtdurchmesser von etwa 76,2 Mikrometern erzielt worden. In einer Siebstruktur mit einer Maschenweite von 100 mesh haben die Sieböffnungen eine Größenordnung von 177,8 Mikrometern, was für einen guten Aufbau von Platinschwarz auf dem Sieb und auf der wirksamen Oberfläche 30 der Anode 22 genügt. Man kann zwar gute Ergebnisse auch mit feineren Maschen erzielen, wenn das Sieb 48 getrennt von der Anode 22 platiniert wird, doch kann es leicht vorkommen, daß die Öffnungen der feinmaschigen Siebe ausgefüllt werden und dadurch der Flächeninhalt der wirksamen Oberfläche der Anode verkleinert wird, wenn das Sieb und die Anode erst zusammengebaut und danach platiniert werden. Andererseits wird mit Maschenweiten, die größer sind als etwa 50 mesh der US Standard Sieve Series, nicht die optimale Vergrößerung der wirksamen Oberfläche erzielt wie mit den feinmaschigeren Gittern von 50 bis 1000 mesh.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Edelmetallschirm 48 vor seiner Montage auf der wirksamen Oberfläche 30 der Anode 22 zusammengedrückt. Es versteht sich, daß der auf der wirksamen Oberfläche 30 der Anode 22 befindliche Schirm 48 auch zum Halten eines Abstandes zwischen der Membran 18 und der Kathode 24 dient, und es wird angenommen, ohne daß es vollkommen erklärbar ist, daß durch das Zusammendrücken der Elektrolytraum 46 zwischen der Kathode und der Membran minimiert und dadurch die Ansprechzeit des Sensors verkürzt wird. Dabei versteht es sich jedoch, daß dieses Zusammendrücken nicht kritisch ist und beim Zusammenbau des erfindungsgemäßen Sensors auch entfallen kann.
  • Es wurde beispielsweise ein Elektrodensensor hergestellt, der entsprechend der Beschreibung und der Darstellung in Fig. 1 und 2 ausgeführt, jedoch auf der wirksamen Oberfläche 30 der Anode 22 nicht mit einem Edelmetallschirm versehen war. Die Kathode bestand aus einem in ein Glasrohr eingeschmolzenen Rhodiumdraht von 1,016 mm und die Anode aus einer Platinscheibe von 6,35 mm, die mit einer zentralen Ausnehmung von 1,27 mm ausgebildet war. Die Platinscheibe war mit dem Ende des Glasrohrs stoffschlüssig verbunden, und die Kathode war in der Ausnehmung der Anode konzentrisch angeordnet. Die Anode war auf ihrer wirksamen Oberfläche 30 mit einer Schicht aus Platinschwarz versehen. Die Elektroden waren in einem Sensorkörper 12 montiert, der eine Öffnung 16 besaß, die mit einer aus Fluorethylenpropylenmembran von 50,8 Mikrometern Dicke dicht verschlossen war. Der Elektrolyt war eine Lösung von 2% KOH.
  • Der so ausgebildete Sensor wurde in einer Klimakammer installiert, die gewöhnliche atmosphärische Luft enthielt und aufeinanderfolgenden Temperaturstufenzyklen unterworfen wurde. In der ersten Temperaturstufe wurde 4 bis 5 Stunden lang eine Temperatur von 4ºC aufrechterhalten. Nach diesem Zeitraum wurde mindestens 4 Stunden lang eine höhere Temperatur von 25ºC aufrechterhalten und danach während eines Zeitraums von mindestens 4 Stunden eine noch höhere Temperatur von 44ºC. Nach dem Zeitraum bei einer Temperatur von 44ºC wurde die Temperatur auf 4ºC abgesenkt und dann der Zyklus wiederholt. Der Signalausgang des diesen Temperaturzyklen unterworfenen Sensors wurde während vier vollständiger Zyklen aufgezeichnet.
  • Die Ergebnisse sind in der Fig. 4 durch einen Graphen dargestellt, in dem die Linie A den Signalausgang des Sensors bei den verschiedenen Temperaturen während des ersten Zyklus und die Linie B den Signalausgang während des vierten oder letzten Zyklus darstellt. Man erkennt aus der Fig. 4, daß der Signalausgang des Sensors bei zunehmender Temperatur zunimmt. Noch wichtiger ist es, daß unabhängig von der Temperatur das Signal am Ende des vierten Zyklus beträchtlich schwächer ist. Der Test entspricht vier Betriebswochen des Sensors. Man erkennt in der Fig. 4, daß nach dem vierten Zyklus das Signal des Sensors viel schwächer ist. Da diese Schwächung des Signals größer ist als der gemäß den Produktspezifikationen zulässige Verlust, ist der Sensor unbrauchbar. Daher muß der Sensor ausgetauscht oder auf die wirksame Oberfläche der Elektroden eine neue Platinschwarzoberfläche aufgetragen werden.
  • Am Ende der vier Zyklen wurde dieser Sensor der Klimakammer entnommen und auseinandergenommen und wurde auf der wirksamen Oberfläche der Anode eine aus platiniertem Platin bestehende Siebstruktur von 100 mesh befestigt. Danach wurde der Sensor unter Verwendung einer Membran bzw. eines Elektrolyten derselben Art wieder zusammengebaut und wieder in der Klimakammer angeordnet und während einer ununterbrochenen Betriebszeit von 5 Wochen fünf Temperaturzyklen unterworfen.
  • Die Ergebnisse sind in der Fig. 5 dargestellt. Man erkennt, daß in den Temperaturbereichen das Signal zwischen dem ersten Zyklus, Linie C, und dem fünften Zyklus, Linie D, nur wenig schwächer wird. Selbst nach einer ununterbrochenen Betriebszeit von 5 Wochen bleibt die Schwächung des Signals innerhalb der gemäß der Spezifikation zulässigen Grenzen.
  • Verschiedene Ausführungsformen und Modifikationen des Erfindungsgegenstandes sind in der vorstehenden Beschreibung beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt. Es versteht sich jedoch, daß im Rahmen des Erfindungsgedankens und des Schutzumfanges der beanspruchten Erfindung an Einzelheiten der Konstruktion und der Kombination und Anordnung von Teilen kleine Änderungen vorgenommen werden können. Beispielsweise kann die Anode 22 aus gesintertem Metall bestehen. Ferner werden gute Ergebnisse erzielt, wenn anstelle der dargestellten scheibenförmigen Anode eine rohrförmige Anode verwendet wurde. Den Elektrolyten kann der Fachmann nach seinem Ermessen wählen, und der Elektrolyt kann gepuffert sein oder ungepuffert, wie es in den Beispielen angegeben ist.
  • Nachdem wir die Erfindung beschrieben haben, beanspruchen wir:
  • Übersetzung der Beschriftung der Zeichnungen Fig. 4
  • PRIOR ART STAND DER TECHNIK
  • Fig. 4 und 5
  • MICROAMPS MIKROAMPERE
  • TEMPERATURE TEMPERATUR

Claims (10)

1. Sensor für gelösten Sauerstoff mit einem Körper, in welchem sich ein Elektrolyt-Reservoir befindet, mit einer Öffnung in dem Körper, die eine Verbindung zwischen dem Reservoir und der äußeren Umgebung des Körpers herstellt, mit einer dünnen, polymeren, für Sauerstoff durchlässigen und für einen Elektrolyten undurchlässigen Membran, welche diese Öffnung verschließt, mit Anschlußmitteln, welche elektrisch mit einer elektrischen Spannungsquelle und mit Mitteln zum Strommessen verbunden sind, und mit Elektroden, die eine Anode und eine Kathode bilden, die konzentrisch in dem Körper angeordnet sind und wirksame Oberflächen in der Nachbarschaft der Membrane und im Abstand von ihr haben, wodurch sie einen Elektrolytraum dazwischen begrenzen, gekennzeichnet durch einen auf der wirksamen Oberfläche der Anode angeordneten Edelmetallschirm, durch welchen der Verlust von Elektrodenaktivität minimiert und für eine Zeitspanne und in einem Temperaturbereich ein hohes Verhältnis von Anodenfläche zu Kathodenfläche beibehalten wird.
2. Sensor für gelösten Sauerstoff nach Anspruch 1, in welchem der Edelmetallschirm aus Platin oder dessen Legierungen besteht.
3. Sauerstoffsensor nach Anspruch 1, in welchem das Edelmetall eine Siebstruktur mit einer Maschenweite von 50 mesh bis 1.000 mesh bildet.
4. Sauerstoffsensor nach Anspruch 1, in welchem die Kathode aus Rhodium besteht.
5. Sauerstoffsensor nach Anspruch 1, in welchem der Edelmetallschirm eine äußere Lage aus Platinschwarz hat.
6. Sauerstoffsensor nach Anspruch 1, in welchem das Verhältnis von Anode zu Kathode wenigstens ungefähr 85 : 1 ist.
7. Sauerstoffsensor nach Anspruch 1, in welchem der Edelmetallschirm an der wirksamen Oberfläche der Anode befestigt ist und dadurch seine Lage darauf beibehält.
8. Sauerstoffsensor nach Anspruch 7, in welchem der Edelmetallschirm durch Punktschweißen an der wirksamen Oberfläche der Anode befestigt ist.
9. Sauerstoffsensor nach Anspruch 1, in welchem der Edelmetallschirm zusammengedrückt ist, wodurch der Elektrolytraum zwischen der Kathode und der Membran minimiert ist.
10. Sauerstoffsensor nach Anspruch 1, in welchem der Edelmetallschirm die gesamte wirksame Oberfläche der Anode überdeckt.
DE3851019T 1987-02-24 1988-02-24 Elektrochemischer sensor. Expired - Fee Related DE3851019T2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US07/017,719 US4776942A (en) 1987-02-24 1987-02-24 Electrochemical sensor
PCT/US1988/000667 WO1988006729A1 (en) 1987-02-24 1988-02-24 Improved electrochemical sensor

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3851019D1 DE3851019D1 (de) 1994-09-15
DE3851019T2 true DE3851019T2 (de) 1995-03-23

Family

ID=21784173

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE3851019T Expired - Fee Related DE3851019T2 (de) 1987-02-24 1988-02-24 Elektrochemischer sensor.

Country Status (5)

Country Link
US (1) US4776942A (de)
EP (1) EP0303694B1 (de)
AT (1) ATE109890T1 (de)
DE (1) DE3851019T2 (de)
WO (1) WO1988006729A1 (de)

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4960497A (en) * 1989-09-20 1990-10-02 Delta F Corporation Apparatus and method for minimizing the effect of an electrolyte's dissolved oxygen content in low range oxygen analyzers
AT397436B (de) * 1990-07-26 1994-04-25 Avl Verbrennungskraft Messtech Anode einer elektrochemischen sensoranordnung und verfahren zu deren herstellung
DE4333348C2 (de) * 1992-10-02 1998-01-22 Hitachi Ltd Durchflußzelle mit einer ionenselektiven Elektrode
EP0777121B1 (de) * 1995-12-06 2004-08-11 Teledyne Technologies Incorporated Die Verwendung einer Sensorkathode für einen elektrochemischen Gassensor
US6602401B1 (en) 2000-11-01 2003-08-05 Rosemount Analytical Inc. Amperometric sensor for low level dissolved oxygen with self-depleting sensor design
US7790006B2 (en) * 2002-05-03 2010-09-07 Rosemount Analytical Inc. Free chlorine sensor
US7087150B2 (en) * 2002-05-03 2006-08-08 Rosemount Analytical Inc. Chloramine amperometric sensor
US7664607B2 (en) 2005-10-04 2010-02-16 Teledyne Technologies Incorporated Pre-calibrated gas sensor

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3429796A (en) * 1965-09-16 1969-02-25 Analytic Systems Co Gas analyzer
FR2010648A1 (en) * 1968-06-11 1970-02-20 Gen Electric Electrolytic battery for measuring oxygen pressure
US3574078A (en) * 1968-11-18 1971-04-06 Honeywell Inc Composite electrode-diffusion medium for electrochemical sensors
JPS5648549A (en) * 1979-09-24 1981-05-01 Albery Wyndham John Electrochemical sensor for oxygen* halogen and nitrous oxide
DE3029153A1 (de) * 1980-07-31 1982-03-04 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Verfahren zur herstellung einer gaspermeablen polymermembran fuer analysengeraete und nach diesem verfahrrn hergestellte membram

Also Published As

Publication number Publication date
ATE109890T1 (de) 1994-08-15
US4776942A (en) 1988-10-11
WO1988006729A1 (en) 1988-09-07
EP0303694B1 (de) 1994-08-10
EP0303694A1 (de) 1989-02-22
DE3851019D1 (de) 1994-09-15
EP0303694A4 (en) 1990-12-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2208281C3 (de) Polarographie-MeBfühler
DE3537919C2 (de)
DE3203362C2 (de)
DE2907032A1 (de) Elektrochemischer messfuehler fuer die bestimmung des sauerstoffgehaltes in gasen, insbesondere in abgasen von verbrennungsmotoren
DE3023337C2 (de)
DE2006682A1 (de) Polarographie-Meßfühler
DE1133922B (de) Meßzelle für Meßanordnungen zur elektrolytischen Bestimmung des Gehaltes eines bestimmten Gases in einer Gasströmung
DE2452924A1 (de) Auspuffgas-messfuehler
DE1773570A1 (de) Polarographische Zelle
DE3851019T2 (de) Elektrochemischer sensor.
DE2414839A1 (de) Elektrochemischer sensor
DE2201412A1 (de) Messgeraet zur elektrochemischen Gasanalyse
DE2748191C3 (de) Auswechselbarer Träger für einen Meßwertaufnehmer zur polarographischen Messung von Gasen in Flüssigkeiten, sowie Verfahren zu dessen Herstellung
EP0151795A2 (de) Polarographischer Sauerstoffmessfühler
DE19547150A1 (de) Gassensor
EP0466020A2 (de) Sensor
DE1191136B (de) Hygrometerzelle
DE19821923B4 (de) Neigungssensor
DE3540511C2 (de)
DE19818488B4 (de) Verfahren zur Herstellung einer umlaufenden mediumsdichten Verbindung zwischen konzentrisch angeordneten Glasrohren unter Einschluss einer elektrischen Leiterbahn und elektrochemischer Sensor
EP0780685B1 (de) Amperometrischer Zweielektrodensensor.
DE3150435C2 (de)
DE1186656B (de) Messzelle eines Geraetes zur Anzeige der Sauerstoffkonzentration eines Gasgemisches
DE1598878A1 (de) Gasspuergeraet mit einem innerhalb einer Kammer angeordneten Gasspuerelement
DE2350253A1 (de) Elektrochemischer messfuehler

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee