DE3838840C2 - Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung für chirurgische Zwecke - Google Patents
Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung für chirurgische ZweckeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung für
chirurgische Zwecke, mit einem HF-Generator, einer HF-Leistungssteuer
schaltung, einem Koagulationsinstrument, das über einen Koagulationskopf
verfügt, der einen Heizkopf und einen passiven Bereich aufweist, wobei
ein erster Temperatursensor in dem Heizkopf angeordnet ist.
Eine derartige Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung ist aus der DE 31 20
102 C2 bekannt. Die dortige Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nutzt
die Erkenntnis aus, daß sich relativ unabhängig vom jeweiligen Gewe
beaufbau bei bipolaren Koagulierungsinstrumenten und bei Anwendung
unterschiedlicher Leistungen Zeitverläufe des Impedanzbetrages während
der Koagulation ergeben, die jeweils den gleichen charakteristischen
Verlauf aufweisen.
Die Durchblutung des Gewebes kann aufgrund der physischen Konstella
tion des Patienten stark schwanken. Bereits aus diesem Grunde liefert die
Impedanzmessung des sich erwärmenden Gewebes nur ungenau die Größe
des Koagulats, das sich während der HF-Einspeisung ausbildet.
Eine weitere Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung ist aus der DE 35 11
107 C2 bekannt. Die dort beschriebene Pinzette verfügt über jeweils einen
Temperatursensor in jedem Pinzettenschenkel, wobei die HF-Einspeisung
in die Pinzettenschenkel dann unterbrochen wird, wenn eine über einem
Sollwert liegende Temperaturdifferenz zwischen den beiden das zu koagu
lierende Gewebe umfassenden Pinzettenschenkeln erfaßt wird.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die es
bei chirur
gischen Eingriffen ohne Sicht auf das zu koagulierende
Gewebe gestattet, die Größe des sich bildenden
Koagulats fort laufend zu überwachen und zu kontrol
lieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß das Koagulationsinstrument in dem passiven Bereich
außerhalb des Heizkopfes über mindestens einen zweiten
Temperatursensor verfügt, der in einem vorbestimmten
Abstand zu dem ersten Temperatursensor angeordnet ist.
Durch eine kontinuierliche Temperaturmessung der
Spitze des Koagulationsinstrument und einer Regelung
der in die Heizkopf zugeführten HF-Leistung kann die
Temperatur im Zentrum des zu koagulierenden Gewebes
auf eine Maximaltemperatur stabilisiert werden.
Dadurch wird wirkungsvoll die Verklebung, Austrocknung
und Verschorfung des sich um die Heizkopf befindlichen
Gewebes verhindert.
Die Anordnung eines zweiten Temperatursensors im
passiven Bereich des Koagulationsinstrumentes ge
stattet die kontinuierliche Messung der Temperatur des
in einem räumlichen Abstand zum Heizkopf des Koagula
tionsinstrumentes vorliegenden Gewebes. Der zeitliche
Temperaturverlauf in Gewebe, das sich in einem
räumlichen Abstand vom Zentrum der Koagulation
befindet, gestattet zuverlässig auf die Größe des
Koagulats zu jedem Zeitpunkt der Koagulation zu
schließen.
Die Anordnung mehrerer Temperatursensoren in verschie
denen Abständen zum Heizkopf verbessert die Daten für
die Berechnung der Größe des vorliegenden Koagulats.
Nachfolgend werden vier Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine nicht maßstäblich gezeichnete, schema
tische Seitenansicht eines teilweise aufge
schnittenen distalen Endbereichs eines
Koagulationsinstrumentes gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt durch den strichpunktierten
Ausschnitt II aus der Fig. 1 in einer
Seitenansicht,
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer HF-Ansteuer- und
Regelschaltung zusammen mit dem in nicht
maßstäblicher Weise schematisch darge
stellten Koagulationsinstrument,
Fig. 4 ein einfaches Temperatur-Zeitdiagramm für
den Verlauf einer Koagulation,
Fig. 5 eine schematische aufgeschnittene Seitenan
sicht eines distalen Endbereichs eines
Koagulationsinstrumentes gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel,
Fig. 6 einen Halbschnitt des distalen Endbereichs
des Koagulationsinstrumentes gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel,
Fig. 7 eine schematische Draufsicht auf den
ausgerollten Mantel eines Teiles des
distalen Endbereichs des Koagulations
instrumentes gemäß dem dritten Aus
führungsbeispiel,
Fig. 8 einen Querschnitt durch das Koagulations
instrument in weiterem Abstand von seinem
Heizkopf gemäß einer weiteren Ausführungs
form und
Fig. 9 eine nicht maßstäblich gezeichnete, schema
tische Seitenansicht eines teilweise
aufgeschnittenen distalen Endbereichs eines
Koagulationsinstrumentes gemäß einem vierten
Ausführungsbeispiel.
Die Fig. 1 zeigt eine nicht maßstäblich gezeichnete,
schematische Seitenansicht eines teilweise aufge
schnittenen distalen Endbereichs 1 eines Koagula
tionsinstrumentes 2 Bei einem stereotaktischen chiru
rgischen Eingriff ist der distale Endbereich 1 in das
Gehirngewebe eines Patienten vorgeschoben. Der in der
Zeichnung nicht dargestellte, sich außerhalb des
Patienten befindliche proximale Endbereich des
Koagulationsinstrumentes 2 ist mit einer in der
Fig. 3 gezeigten elektronischen Ansteuer- und
Auswerteschaltung für das Koagulationsinstrument 2
verbunden.
Das Koagulationsinstrument 2 verfügt über ein Ein
führungsrohr 3 und einen Koagulationsschaft 4. Das
Einführungsrohr 3, das einen Durchmesser von mehreren
Millimetern haben kann, weist eine durchgehende
konzentrische Zentralbohrung 5 auf, die in der Nähe
des vorderen abgerundeten Endes des distalen Endbe
reichs 1 seitlich aus dem Einführungsrohr 3 in eine
Mündung 6 ausläuft. In der Zentralbohrung 5 des Ein
führungsrohrs 3 ist der Koagulationsschaft 4 vor- und
zurückschiebbar angeordnet. Der Koagulationsschaft 4
erstreckt sich in Fig. 1 mit seinem Koagulations
kopf 7 über die Mündung 6 aus dem Einführungsrohr 3
heraus in das ihn umgebende in der Fig. 1 nicht
dargestellte Gehirngewebe des Patienten. Der de
taillierte Aufbau des Koagulationskopfes 7 ist in
Fig. 2 gezeigt.
In der Fig. 2 ist ein Schnitt durch den strich
punktierten Ausschnitt 11 aus der Fig. 1 in einer
Seitenansicht vergrößert dargestellt. Der Koagula
tionsschaft 4 besteht aus einem dünnen Mantel 8 aus
schlecht wärmeleitenden Edelstahl, der mit einer
äußeren Oberflächenbeschichtung 9 versehen ist, die
durch eine sehr dünne Auflageschicht einer Aluminium-
Gold-Legierung gebildet ist. Der durch den Mantel 8
des Koagulationsschaftes 4 gebildete Zylinder ist mit
gepreßtem Quarzsand 10 gefüllt.
Der nicht isolierte vordere Bereich des Mantels 8 des
Koagulationskopfes 7 bildet beim Kontakt mit dem
Gewebe einen mit Hilfe von Hochfrequenz heizbaren
Heizkopf 11, der in einen passiven Bereich 12 über
geht. Die äußere Oberflächenbeschichtung 9 des
passiven Bereichs 12 ist mit einem Kunststoffmantel 13
überzogen.
Die Fig. 2 ist ebenfalls nicht maßstäblich gezeich
net; denn der Durchmesser des Heizkopfes 11 beträgt je
nach der Art und der Menge des zu koagulierenden
Gewebes etwa 0,2 Millimeter bis zu über einem Mil
limeter. Der Abstand von dem Heizkopf 11 bis zum
passiven Bereich 12 beträgt zwischen etwa 0,5 Mil
limeter bis u. U. 15 Millimeter bei großvolumigen
Koagulationen.
In dem mit dem Quarzsand 10 gefüllten Koagulations
schaft 4 sind ein erster Temperatursensor 14 und ein
zweiter Temperatursensor 15 eingebettet. Die Tempera
tursensoren 14 bzw. 15 sind Ni-NiCr-Thermoelemente,
die aus jeweils einem Ni-Draht und einem NiCr-Draht
bestehen, die an einer ersten Kontaktstelle 16 bzw. an
einer zweiten Kontaktstelle 17 zusammengeschweißt
sind. Sie dienen der Messung der ersten Temperatur T₁
an der ersten Kontaktstelle 16 bzw. der zweiten Tem
peratur T₂ an der zweiten Kontaktstelle 17.
Wie auf der Zeichnung deutlich zu erkennen ist,
befindet sich die erste Kontaktstelle 16 im wesent
lichen in der räumlichen bzw. thermischen Mitte des
Heizkopfes 11, so daß der erste Temperatursensor 14
die Temperatur T₁ des Heizkopfes 11 erfaßt. Die zweite
Kontaktstelle 17 ist in einem räumlichen Abstand zu
der ersten Kontaktstelle 16 angeordnet. Der räumliche
Abstand beruht vor allem auf dem axialen Versatz der
Kontaktstellen 16 und 17 und liegt zumeist zwischen
0,5 Millimeter und 15 Millimeter, so daß, wie in der
Fig. 2 dargestellt, der zweite Temperatursensor 15 am
Beginn des passiven Bereichs 12 oder im passiven
Bereich 12 angeordnet ist. Der zweite Temperatursensor
erfaßt die zweite Temperatur T₂ , die der Temperatur
des sie umgebenden Gehirngewebes des Patienten
entspricht und in indirekter Weise von der Erwärmung
des Heizkopfes 11 beeinflußt wird. Dies wird durch die
schlecht wärmeleitende Edelstahlausführung des
Mantels 8 unterstützt. Der zweite Temperatursensor 15
kann aber auch tiefer im passiven Bereich 12 unter dem
Kunststoffmantel 13 vorgesehen sein, als dies in der
Fig. 2 gezeichnet ist. Die vom zweiten Temperatur
sensor 15 erfaßte Temperatur T₂ repräsentiert die
Temperatur des den Temperatursensor 15 umgebenden
Gehirngewebes des Patienten, das sich in einem vor
bestimmten räumlichen Abstand zu dem Heizkopf 11
befindet und damit in einem vorbestimmten Abstand zu
dem Koagulationszentrum.
Die Fig. 3 zeigt ein Blockschaltbild einer HF-
Ansteuer- und Regelschaltung für das in der Zeichnung
in nicht maßstäblicher Weise schematisch dargestellte
Koagulationsinstrument 2.
In dem Koagulationskopf 7 des Koagulationsinstru
mentes 2 sind der erste Temperatursensor 14 sowie der
zweite Temperatursensor 15 zu erkennen. Die Tempera
tursensoren 14 und 15 sind mit einer einzigen Leitung
dargestellt, die jeweils zwei Drähte repräsentieren.
Diese Drähte enden zum einen an der ersten Kontakt
stelle 16 in dem Heizkopf 11 bzw. an der zweiten
Kontaktstelle 17 im passiven Bereich 12.
Zum anderen bilden die Drähte eine erste Temperatur
leitung 18 bzw. zweite Temperaturleitung 19. Die
Drähte sind aus dem proximalen Ende des Koagulations
instrumentes 2 herausgeführt. Die zeichnerische
Darstellung mit der seitlichen Herausführung der
Temperaturleitungen 18 und 19 dient nur der Veran
schaulichung.
Die erste Temperaturleitung 18 ist mit einem ersten
Verstärker 20 verbunden. Die zweite Temperaturlei
tung 19 ist mit einem zweiten Verstärker 21 verbun
den. Die Verstärker 20 und 21 weisen vorzugsweise
jeweils einen Analog-Digital-Wandler und eine nachge
schaltete Lumineszenzlaserdiode auf. Dann kann die
erste Datenleitung 22, die mit dem Ausgang des ersten
Verstärkers 20 verbunden ist, aus einem Lichtwellen
leiter aufgebaut sein. Auch die zweite Daten
leitung 23, die mit dem Ausgang des zweiten Verstär
kers 21 verbunden ist, besteht dann aus einem Licht
wellenleiter.
Die Verwendung von Lichtwellenleitern gestattet
wirkungsvoll die elektrische Trennung der Temperatur
sensoren 14 und 15 und ihrer nachgeschalteten Verstär
ker 20 und 21 von der signalverarbeitenden Elektronik.
Dieser Vorteil kann insbesondere benutzt werden, wenn
die Verstärker 20 und 21 in das proximale Ende des
Koagulationsinstrumentes 2 integriert sind. Zu diesem
Zwecke kann eine integrierte Schaltung vorgesehen
sein, die über die Verstärker 20 und 21 verfügt und in
der vorteilhafterweise zudem in einem Speichermittel
die Kennlinien der verwendeten Temperatursensoren 14
und 15 abgespeichert sind. Dann kann der den stereo
taktischen Eingriff vornehmende Chirurg in einfacher
Weise das Koagulationsinstrument 2 austauschen, ohne
daß an der HF-Ansteuer- und Regelschaltung neue
Einstellungen vorgenommen werden müßten. Außerdem
können die Form des Heizkopfes 11 und andere Steuer
merkmale des Koagulationsinstrumentes 2 in der
integrierten Schaltung gespeichert sein.
Somit entsprechen die Daten auf der ersten Daten
leitung 22 der Temperatur T₁ des Heizkopfes 11 und
damit der Temperatur des Koagulationszentrums. Die
Daten auf der zweiten Datenleitung 23 entsprechen der
Temperatur T₂ des den zweiten Temperatursensor 15
umgebenden Hirngewebes, das sich in einem vorbe
stimmten Abstand zu dem Koagulationszentrum befindet.
Die Datenleitungen 22 und 23 beaufschlagen eine
Anzeigeschaltung 24, In der Anzeigeschaltung 24 wird
aus den auf den Datenleitungen 22 und 23 anliegenden
Daten für die Temperaturen T₁ und T₂ eine Größe f(t)
gebildet, die ein Maß für die momentane räumliche
Ausdehnurig des Koagulates um den Heizkopf 11 ist.
In einfachster Weise kann dies durch eine digitale
Größenanzeige des Durchmessers des Koagulates in
Millimetern oder einer geeigneteren Meßgröße ge
schehen. Es ist aber auch eine grafische Darstellung
auf einem Monitorbildschirm möglich. Diese kann
wirkungsvoll unterstützt werden, wenn die Form des
Heizkopfes 11 und andere Steuermerkmale des Koagula
tionsinstrumentes 2 in der integrierten Schaltung
gespeichert sind. Diese Daten liegen über eine in der
Zeichnung nicht dargestellte Steuerleitung an der
Anzeigeschaltung 24 an und unterstützen den grafischen
Bildaufbau. Somit ist dein Chirurg, der an einem für
ihn nicht einsehbaren Ort Gewebe eines Patienten
koaguliert, eine wirkungsvolle Kontrolle des Fort
schreitens des Eingriffs gegeben.
Die erste Datenleitung 22 beaufschlagt desweiteren
einen Eingang eines ersten Proportional-Integral-
Differential-Regler 25, im Folgenden kurz erster PID-
Regler 25 genannt. Der zweite Regeleingang des ersten
PID-Reglers 25 ist mit einer Temperatursollwertlei
tung 26 verbunden. Über die Temperatursollwertlei
tung 26 liegt an dem ersten PID-Regler 25 ein vor
bestimmtes Temperatursignal an, daß die maximal
zulässige Temperatur für T₁ repräsentiert.
Der erste PID-Regler 25 vergleicht in einem ersten
Schritt die Daten der T₁-Solltemperatur mit den über
die erste Datenleitung 22 eingehenden Daten für die
Temperatur T₁ des Heizkopfes 11. In einem zweiten
Schritt erzeugt der erste PID-Regler 25 ein erstes
Regelsignal 27, das an dem Regelausgang des ersten
PID-Reglers 25 anliegt. Der Regelausgang ist über eine
erste HF-Steuerleitung 28 mit einem Steuereingang
eines HF-Generators 29 verbunden. Das erste Regel
signal 27 regelt die Ausgangsleistung des HF-Genera
tors 29, die an seinem HF-Ausgang 30 bereitgestellt
wird, derart, daß die Temperatur T₁ an dem Heizkopf 11
des Koagulationsinstrumentes 2 auf die vorbestimmte
Solltemperatur aber nicht über sie hinaus ansteigt.
Das Solltemperatursignal auf der Temperatursoll
wertleitung 26 beaufschlagt den ersten PID-Regler 25.
Die Datenleitungen 22 und 23 sind außerdem an zwei
Eingänge einer Begrenzungsschaltung 31 angeschlossen.
Die Begrenzungsschaltung 31 besteht aus einer Rechen
einrichtung 32 und einem zweiten Proportional-In
tegral-Differential-Regler 33, im Folgenden kurz
zweiter PID-Regler 33 genannt. In der Rechenein
richtung 32 wird aus den auf den Datenleitungen 22
und 23 anliegenden Daten für die Temperaturen T₁ und
T₂ die Größe f(t) gebildet, die der momentanen räum
lichen Ausdehnung des Koagulates um den Heizkopf 11
entspricht.
Eine Koagulatsgrößendatenleitung 34 ist mit einem
weiteren Eingang des zweiten PID-Reglers 33 verbunden.
Über die Koagulatsgrößendatenleitung 34 beaufschlagt
ein Signal den zweiten PID-Regler 33, das dem Sollwert
der gewünschten räumlichen Ausdehnung des Koagulats
entspricht. Dieser Sollwert wird vor dem stereotak
tischen Eingriff von dem operierenden Chirurgen
voreingestellt.
Der zweite PID-Regler 33 vergleicht in einem ersten
Schritt die Daten der durch die Größe f(t) gegebenen
erreichten Ausdehnung des Koagulats mit den über die
Koagulatsgrößendatenleitung 34 eingehenden Daten für
die gewünschte räumliche Ausdehnung des Koagulats. In
einem zweiten Schritt erzeugt der zweite PID-Regler 33
ein zweites Regelsignal 35, das an dem Regelausgang
des zweiten PID-Reglers 33 anliegt. Der Regelausgang
ist über eine zweite HF-Steuerleitung 36 mit einem
weiteren Steuereingang des HF-Generators 29 verbun
den. Das zweite Regelsignal 35 regelt ebenfalls die
Ausgangsleistung des HF-Generators 29, die an dem HF-
Ausgang 30 bereitgestellt wird. Die Regelung erfolgt
derart, daß die geregelte Ausgangsleistung des HF-
Generators 29 ein genaues Erreichen der gewünschten
Koagulationsgröße gestattet. Die Wirkungsweise der
Regelung wird im Zusammenhang mit Fig. 4 erläutert.
Weiterhin enthält der HF-Generator 29 weitere in der
Zeichnung nicht dargestellte Steuereingänge. Diese
begrenzen mit weiteren nicht dargestellten PID-Reglern
unter anderem den maximalen Strom, die maximale
Spannung, die maximale HF-Leistung und die maximale
Zeitdauer der HF-Einspeisung des HF-Generators 29 in
eine HF-Sendeleitung 37.
Der HF-Ausgang 30 ist über die HF-Sendeleitung 37 mit
dem proximalen Ende des Koagulationsinstrumentes 2
verbunden, das die HF-Leistung über den Heizkopf 11
zum Gewebe weiterleitet.
Die Fig. 4 zeigt ein einfaches Temperatur-Zeit
diagramm für den Verlauf einer Koagulation. Es ist
eine Temperaturskala 38 gegen eine Zeitskala 39
aufgetragen. Die Temperaturen sind in ° Celsius und die
Zeit in Sekunden angegeben. Es sind in dem Diagramm
zwei Kurven dargestellt. Die erste Kurve ist eine
Zentrumstemperaturkurve 40, die die Temperatur T₁ an
dem Heizkopf 11 des Koagulationsinstrumentes 2
darstellt, die durch den ersten Temperatursensor 14
erfaßt wird. Die zweite Kurve ist eine Randbereichs
temperaturkurve 41, die die Temperatur T₂ darstellt,
die durch den zweiten Temperatursensor 15 erfaßt wird.
Vor Beginn der Koagulation weisen beide Temperatursen
soren 14 und 15 die Temperatur des sie umgebenden
Hirngewebes des Patienten auf, also etwas über 30°
Celsius. Wenn der HF-Generator 29 eingeschaltet wird,
gibt er eine geregelte Leistung ab, die die Tempera
tur T₁ im Gewebe ansteigen läßt. Die Regelung der HF-
Leistung begrenzt dabei die Steigung der Zentrums
temperaturkurve 40. Im weiteren zeitlichen Verlauf
wird die abgegebene HF-Leistung reduziert, um die
Zentrumstemperaturkurve 40 asymptotisch an die
gewünschte Maximaltemperatur 42 anzunähern, die im
vorliegenden Fall auf etwas über 80° Celsius ein
gestellt ist. Die Daten über die zu erreichende
Maximaltemperatur 42 werden über die Temperatur
sollwertleitung 26 in Fig. 3 dem ersten PID-Regler 25
zugeführt, der das Abflachen der Steigung der Zen
trumstemperaturkurve 40 regelt.
Die Koagulation beginnt bei ungefähr 42° Celsius.
Höhere Maximaltemperaturen als die voreingestellten
etwas über 80° Celsius würden wiederum zur Austrock
nung des Gewebes um den Heizkopf 11 des Koagulations
instrumentes 2 führen, der dann gegenüber dem ihn
umgebenden Gewebe elektrisch isoliert wäre. Zudem kann
eine überhöhte Temperatur zu Verkohlungen oder
Verbrennungen führen.
Die Randbereichstemperaturkurve 41 in Fig. 4 wird von
dem zweiten Temperatursensor 15 erfaßt. Die jeweilig
vorliegende Temperatur ist demgemäß die Temperatur T₂
des sich in einem vorbestimmten Abstand vom Koagula
tionszentrum befindlichen Hirngewebes. Sie steigt in
Abhängigkeit von der thermischen Leitfähigkeit und der
Wärmekapazität des Gewebes sowie dem Abstand des
zweiten Temperatursensors 15 vom Heizkopf 11 zeit
verzögert gegenüber der Temperatur T₁ an dem Heiz
kopf 11 an, um nach einer gewissen Zeit auch die
Maximaltemperatur 42 zu erreichen.
Die in einem in der Fig. 4 mit tz bezeichnetem
Zeitpunkt vorliegende Temperaturdifferenz Z=T₁-T₂ ist
vor allein von dein vorbestimmten Abstand des zweiten
Temperatursensors 15 von dem Heizkopf 11 abhängig.
Die momentane Temperatur 43 des ersten Temperatursen
sors 14 wird erst mit einer zeitlichen Verzögerung td
am Ort des zweiten Temperatursensors 15 erreicht.
Diese zeitliche Verzögerung td ist um so länger, desto
größer der räumliche Abstand zwischen dem ersten
Temperatursensor 14 an dem Heizkopf 11 des Koagula
tionsinstrumentes 2 und dem zweiten Temperatursen
sor 15 ist.
Aus dem Zusammenhang von einzelnen Temperatur
differenzen Z zu Zeitpunkten tz, zeitlichen Ver
zögerungen td, dem oben genannten räumlichen Abstand
zwischen den Temperatursensoren 14 und 15 und der
abgegebenen HF-Leistung kann in jedem Zeitpunkt t auf
die momentane räumliche Ausdehnung des Koagulats
geschlossen werden, die in dem Blockschaltbild der
Fig. 3 mit f(t) bezeichnet ist, und weiterhin die
zukünftige räumliche Ausdehnung des Koagulats in einem
späteren Zeitpunkt antizipiert werden. Dies gestattet
wirkungsvoll die Regelung der HF-Leistung des HF-
Generators 29 durch den zweiten PID-Regler 33, um die
gewünschte Koagulatsgröße sicher zu erreichen ohne zu
riskieren, sie zu überschreiten.
Die Meßwerterfassung und die Berechnung der Koagula
tionsgröße kann auch in einem kontinuierlichen Prozeß
mit einer Vielzahl von Zwischenauswertungen geschehen.
Die Zentrumstemperaturkurve 40 und die Randbereichs
temperaturkurve 41 verbleiben in dem in der Fig. 4
dargestellten Koagulationsprozeß nach ihrem Anstieg
auf die Maximaltemperatur 42 auf diesem Temperaturwert
konstant stehen. In einem realistischen Behandlungs
fall wird die durch den HF-Generator 29 abgegebene
HF-Leistung zeitlich schon vor Erreichen der gewünsch
ten Koagulatsgröße auf ein kleineres Leistungsniveau
geregelt und schließlich abgeschaltet, so daß die
Kurven 40 und 41 schlußendlich zeitlich langsam auf
ihren Anfangstemperaturwert nahe der Körpertemperatur
des Patienten abfallen. Dabei dehnt sich während einer
gewissen Zeit der Koagulatsbereich weiterhin aus,
sofern nämlich die Temperatur des Gewebes durch die
gespeicherte Wärme in verschiedenen Bereichen noch
über 42° Celsius ansteigt.
Je nach gewünschter Koagulatsgröße kann die geregelte
Verringerung der HF-Leistung des HF-Generators 29
schon zu einem Zeitpunkt erfolgen, bei dem die
Temperaturen T₁ und T₂ unterschiedliche Werte auf
weisen, so daß unter Umständen T₁ und T₂ die Maximal
temperatur 42 nicht erreichen.
Die Fig. 5 zeigt eine schematische aufgeschnittene
Seitenansicht eines distalen Endbereichs eines
Koagulationsinstrumentes 2 gemäß einem zweiten Aus
führungsbeispiel der Erfindung. Das Koagulations
instrument 2 ist direkt für stereotaktische Eingriffe
vorgesehen, ohne daß ein Einführungsrohr 3 verwendet
wird. Der Mantel 8 mit der Aluminium-Gold-Schicht der
äußeren Oberflächenbeschichtung 9 ist steifer aus
gebildet und weist meistens einen Durchmesser von
0,5 Millimeter bis einigen Millimetern auf. Das
Koagulationsinstrument 2 kann aber auch flexibel
ausgelegt sein. Der passive Bereich 12 ist mit dem
einige Mikrometer dicken Kunststoffmantel 13 über
zogen. Das Innere des Koagulationsinstrumentes 2 ist
mit gepreßtem Quarzsand 10 gefüllt und weist den
ersten Temperatursensor 14 und den zweiten Temperatur
sensor 15 auf. Die erste Kontaktstelle 16 befindet
sich in dem Heizkopf 11 des Koagulationsinstrumen
tes 2. Die zweite Kontaktstelle 17 ist in einem vorbe
stimmten Abstand zu der ersten Kontaktstelle 16 des
ersten Temperatursensors 14 angeordnet. Sie befindet
sich vorzugsweise in einem Bereich des Mantels 8 des
Koagulationsinstrumentes 2, der von dem Kunststoff
mantel 13 überzogen ist.
In der Zeichnung sind die Temperatursensoren 14 und 15
nicht achsensymmetrisch zu der Längsachse des Koagula
tionsinstrumentes 2 gezeichnet. Bei den üblichen
Größenverhältnissen von z. B. 1 zu 10 für das Ver
hältnis des Durchmessers des Koagulationskopfes 7 zu
dem Abstand der zweiten Kontaktstelle 17 von der
ersten Kontaktstelle 16 ist der Einfluß der genauen
Lage der Kontaktstellen 16 und 17 in Querschnitten des
Koagulationsinstrumentes 2 auf die gemessenen Tem
peraturen vernachlässigbar gering.
Die Fig. 6 zeigt einen Halbschnitt des distalen End
bereichs des Koagulationsinstrumentes 2 gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das
Koagulationsinstrument 2 weist den Mantel 8 auf, der
aus einem Nickelrohr 44 besteht. Das Innere des
Nickelrohrs 44 ist mit Quarzsand 10 gefüllt. Das
Nickelrohr 44 ist mit einer isolierenden Schicht 45
überzogen, vorzugsweise wird dazu Siliziumdioxid
verwendet.
Diese isolierende Schicht 45 ist an verschiedenen
Temperaturmeßstellen 46 entfernt. Über der isolieren
den Schicht 45 sind dünne Bahnen 47 einer Nickel-
Chrom-Legierung angeordnet, die an den Temperatur
meßstellen 46 das Nickelrohr 44 kontaktieren. Diese
Metall-Metall-Übergänge 48, 49, 50 und 51 erzeugen
eine elektrische Spannung, die proportional der
gemessenen Temperatur ist. Den genauen Verlauf der
Bahnen 47 zeigt die Fig. 7.
Die Fig. 7 stellt eine schematische Draufsicht auf
den ausgerollten Mantel 8 eines Teiles des distalen
Endbereichs des Koagulationsinstrumentes 2 gemäß dem
dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung dar.
Deutlich sind vier Bahnen 47 zu erkennen, die sich von
den jeweiligen Temperaturmeßstellen 46 entlang der
Längsachse des Nickelrohrs 44 auf der isolierenden
Schicht 45 zu dem proximalen Ende des Koagula
tionsinstrumentes hin erstrecken. Die gesamte Ober
fläche des Nickelrohrs 44 ist mit Ausnahme der
Temperaturmeßstellen 46 mit der isolieren
den Schicht 45 überzogen. Der erste Metall-Metall-
Übergang 48 und der zweite Metall-Metall-Übergang 49
sind in gleichem kurzem Abstand zu dem Heizkopf 11
angeordnet. Diese doppelte Temperaturmessung der
Temperatur in dem Heizkopf 11 gestattet eine hohe
Sicherheit bei starker mechanischer Beanspruchung des
Koagulationskopfes 7. Falls ein Thermoelement ausfällt
und dadurch unter Umständen eine zu hohe HF-Leistung
in den Heizkopf 11 geleitet werden würde, ist weiter
hin ein intakter Metall-Metall-Übergang 48 oder 49
vorhanden.
Weiterhin sind dritte und vierte Metall-Metall-Über
gänge 50 und 51 vorgesehen. Damit können zwei un
terschiedliche Temperaturen T₂ und T₂′ gemessen
werden, die beide charakteristisch für die Ausbreitung
der von dem Heizkopf 11 ausgehenden Wärmeraumwelle
sind. Das Koagulationsinstrument 2 ist vollkommen oder
zum Teil noch mit einer in der Zeichnung nicht darge
stellten weiteren Isolierschicht versehen, die außen
auf der Isolierschicht 45 und den Bahnen 46 angeordnet
ist.
Die Fig. 8 zeigt einen Querschnitt durch das Koagula
tionsinstrument 2 in weiterem Abstand von seinem
Heizkopf 11 gemäß einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung. Der Mantel 8 des Koagulationsinstrumentes 2
ist mit der dünnen äußeren Oberflächenbeschichtung 9
überzogen. Diese wiederum weist einen dünnen isolie
renden Kunststoffmantel 13 auf. Im Inneren des
Mantels 8 umgibt gepreßter Quarzsand 10 vier Doppel
drähte 52, 53, 54 und 55, die jeweils nur an ihrer
Spitze einen elektrischen Kontakt miteinander bilden.
Jeweils ein Draht der Doppeldrähte 52, 53, 54 und 55
bestehen aus Nickel, der jeweils andere besteht aus
Nickel-Chrom. Der erste und der zweite Doppel
draht 52 und 53 führen zu Kontaktstellen im Bereich
des Heizkopfes 11 des Koagulationsinstrumentes 2. Dort
sind die jeweiligen Einzeldrähte der Doppeldrähte 52
bzw. 53 zusammengeschweißt und bilden Metall-Metall-
Übergänge. Beide messen die Temperatur T₁ des Koagula
tionszentrums. Der dritte und der vierte Doppel
draht 54 und 55 führen zu Kontaktstellen im passiven
Bereich 12 des Koagulationsinstrumentes 2. Beide
resultierenden Metall-Metall-Übergänge messen die
Temperatur T₂ des sie umgebenden Gehirngewebes.
Die Fig. 9 zeigt schließlich eine nicht maßstäblich
gezeichnete, schematische Seitenansicht eines teil
weise aufgeschnittenen distalen Endbereichs 1 eines
Koagulationsinstrumentes 2 gemäß einem vierten Aus
führungsbeispiel der Erfindung. Der Aufbau des
Koagulationsschaft 4 und des aus der Mündung 6 der
Zentralbohrung 5 ragenden Koagulationskopfes 7 ist
gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel unverändert
geblieben. Jedoch sind in der Spitze des Einfüh
rungsrohrs 3 weitere Temperatursensoren 56 und 57
angeordnet. Die Zuleitungen der weiteren Temperatur
sensoren 56 und 57 sind der Übersichtlichkeit der
Zeichnung halber nicht ausgezeichnet. Die weiteren
Kontaktstellen 58 und 59 gestatten eine separate
Temperaturmessung am Einführungsrohr 3. Dadurch können
weitere Daten über die sich von dem Heizkopf 11
ausbreitenden Wärmeraumwelle gewonnen werden, die noch
genauere Aussagen über den Koagulationsverlauf
gestatten.
Durch die Verwendung von zwei Thermofühlern, von denen
sich einer in dem Heizkopf 11 des Koagulationsinstru
mentes 2 befindet, während der andere in einem
vorbestimmten Abstand zu dem Heizkopf 11 angeordnet
ist, kann die Koagulationsgröße exakt vorherbestimmt
und so die gewünschte Ausdehnung des Koagulats genau
erreicht werden. Die Ausgestaltung der Thermofühler
kann außer den genannten Formen auch Halbleiterfühler,
Widerstandsmeßfühler und als Fabry-Perot-Interferome
ter arbeitende Lichtwellenleiter umfassen. Das
Transmissionsverhalten eines solchen Interferometers
gestattet den direkten Rückschluß auf die vorliegende
Temperatur des Lichtwellenleiters und damit des ihn
umgebenden Gewebes.
Claims (13)
1. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung für chirur
gische Zwecke, mit einem HF-Generator (29), einer HF-
Leistungssteuerschaltung (20, 21, 25, 31, 32, 33), einem
Koagulationsinstrument (2), das über einen Koagula
tionskopf (7) verfügt, der einen Heizkopf (11) und
einen passiven Bereich (12) aufweist, wobei ein erster
Temperatursensor (16, 48, 49) in dem Heizkopf (11)
angeordnet ist, dadurch gekennzeich
net, daß das Koagulationsinstrument (2) in dem
passiven Bereich (12) außerhalb des Heizkopfes (11)
über mindestens einen zweiten Temperatursensor
(17, 50, 51, 58, 59) verfügt, der in einem vorbestimmten
Abstand zu dein ersten Temperatursensor (16, 48, 49) an
geordnet ist.
2. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach An
spruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in unmittelbarer
Nähe zu dem ersten Temperatursensor (48) ein Er
satztemperatursensor (49) angeordnet ist.
3. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach An
spruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in
unmittelbarer Nähe zu dem zweiten Temperatur
sensor (17, 50, 51, 58, 59) ein weiterer Ersatztemperatur
sensor (17, 50, 51, 58, 59) angeordnet ist.
4. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
weitere Temperatursensoren (51, 58, 59) in einem vorbe
stimmten räumlichen Abstand zu den ersten und zweiten
Temperatursensoren (17, 50) angeordnet sind.
5. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach An
spruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite oder
die weiteren Temperatursensoren (58, 59) in einem Ein
führungsrohr (3) des Koagulationsinstrumentes (2)
angeordnet sind.
6. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperatursensoren (16, 17, 48, 49, 50, 51, 58, 59) durch
Metall-Metall-Übergänge gebildet sind.
7. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach An
spruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Schweißstellen
von Doppeldrähten im Innern des Koagulationsinstrumen
tes (2) die Metall-Metall-Übergänge bilden.
8. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach An
spruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Koagula
tionsinstrument (2) über ein Rohr (3) verfügt, das mit
dem ersten Metall der Metall-Metall-Übergänge über
zogen ist, und daß das erste Metall von einer iso
lierenden Schicht (45) überzogen ist, die ihrerseits
von Bahnen (47) aus dem zweiten Metall der Metall-
Metall-Übergänge bedeckt ist, wobei die Bahnen (47) an
Temperaturmessstellen (46) durch Löcher in der
isolierenden Schicht (45) das erste Metall kontak
tieren.
9. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach einem
der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Metalle der Metall-Metall-Übergänge Nickel und Nickel-
Chrom sind.
10. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperatursensoren (16, 17, 48, 49, 50, 51, 58, 59) Halb
leitertemperaturfühler sind.
11. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperatursensoren (16, 17, 48, 49, 50, 51, 58, 59) Wider
standsmeßtemperaturfühler sind.
12. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperatursensoren (16, 17, 48, 49, 50, 51, 58, 59) aus
kurzen Lichtwellenleiterstücken bestehen, die über
einen Lichtwellenleiter an eine Laseroptik ankoppelbar
sind.
13. Hochfrequenzkoagulationsvorrichtung nach einem
der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperatursensoren (16, 17, 48, 49, 50, 51, 58, 59)
in einem axialen Abstand voneinander angeordnet sind.
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