DE374139C - Vorrichtung zum Breitfaerben von Stueckware ohne Aufwickelung und Spannung, insbesondere mit Kuepenflotte - Google Patents
Vorrichtung zum Breitfaerben von Stueckware ohne Aufwickelung und Spannung, insbesondere mit KuepenflotteInfo
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Description
- Vorrichtung zum Breitfärben von Stückware ohne Aufwickelung und Spannung, insbesondere mit Küpenflotte. Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Breitfärben und Abkochen von Stückware aus Pflanzen- und Tierfaser mit Küpen-, Schwefel- und direktfärbenden Farbstoffen.
- Die Erfindung bezweckt im besonderen das Breitfärben von Stückware ohne Aufwicklung und Spannung, und zwar in erster Linie mit Küpenflotte, wobei ein Kufenbottich mit kurvenförmigem Boden und durchbrochener Scheidewand Verwendung findet, in welchem die Flotte zwischen Färbe- und Heizraum kreist.
- Nach der Erfindung wird eine etwa 2 bis 3 m, also besonders hoch gebaute Kufe für (las Einziehen der Stückware benutzt. Unterhalb der Flotte ist ein Quetschwalzenpaar mit senkrecht übereinanderliegenden Förder- oder Quetschwalzen vorgesehen, das dazu dient, die Ware in an sich bekannter Weise auszupressen un(1 dadurch von Luft möglichst zu befreien. An der unteren angetriebenen Ouetschwalze ist ein gewichtsbelasteter Abstreicher angebracht.
- In dem durch die Scheidewand vorn Färberaum getrennten Heizraum liegt in etwa halber Höhe des Bottichs in der an dieser Stelle nicht durchbrochenen Wand eine geschlossene Heizschlange, während ini unteren Teil des Heizraumes ein offenes Dampfrohr zur Erzielung der Flottenströmung vorgesehen ist.
- Bei dieser Anordnung wird die in deni Gewebe enthaltene Luft durch Ausquetschen zwischen den Preßwalzen entfernt. Dadurch wird das spezifische Gewicht des Gewebes gegenüber dem der Flotte erhöht, so daß es leichter in dieser untersinkt, zumal der durch die besondere Höhe der Färbekufe sich ergebende, von den Ouetschwalzen abfallende Teil des Gewebes länger, bis zu 2 in lang, und deshalb auch seine Zugkraft n-ich unten entgegen (lern Auftrieb durch die Flotte entsprechend größer ist. Das Niedersinken des Gewebes wird noch dadurch gefördert, (Maß die Preßwalzen nicht, wie sonst üblich, nebeneinander (horizontal), sondern übereinander (vertikal) gelagert sind; dadurch wird (las abwechselnde Anhaften des Gewebes an den horizontal nebeneinanderliegenden Quetschwalzen vermieden und somit die Ware möglichst an derselben Stelle nach unten abgegeben. Die Geschwindigkeit der Preß- oder Förderwalzen kann j e nach dem spezifischen Gewicht der verschiedenen Textilfasern und der Temperatur des Färbebades geregelt werden; je schwerer das Gewebe und je höher die Temperatur des Färbeba(les ist, uin so schneller fällt das entlüftete und gut durchnetzte Gewebe zu Boden. Die Ware läßt sich so in sehr regelmäßigen Falten und in der ganzen Breite und in großer 'Menge unterhalb des Färbebades ablegen.
- Die nicht wie üblich seitlich, sondern unterhalb der unteren Ouetschwalze angeordnete gewichtsbelastete Abstreichvorrichtung dient zur Sicherung der regelmäßigen Ablagerung des Gewebes.
- Beim Austritt des Gewebes aus der Kufe wird dieses in bekannter Weise durch eine Breitstreckvorrichtung (Schraubenwalzen) geführt, uni etwaige Faltenbildung zti beseitigen.
- Zu bemerken ist, daß die Vorrichtung sowohl fortlaufend, d. h. mit endloser Gewebebahn arbeiten kann, als auch im Kreislauf derart, daß die Ware eine geschlossene Bahn bildet. Ob nian die eine oder andere Arbeitsweise anwendet, hängt von der Art der ini einzelnen Falle anzuwendenden Farbstoffe ()der anderer auf die Ware einwirkenden Behandlungsbäder ab.
- Zur Veranschaulichung des 1?rfindtings-,egenstandes dient die beiliegende Zeichnung, in welcher die Färbevorrichtung in Abb. r in Seitenansicht und in Abb. 2 in Vorderansicht dargestellt ist.
- Die Färbekufe z ist besonders hoch gehatit (etwa 2 bis 3 ni) und besitzt in bekannter Weise einen kurvenförmig gestalteten Boden 2. Eine Scheidewand 3 teilt die Kute in ebenfalls bekannter Weise in zwei ungleiche Räume, von denen der größere zur Aufnahme der Ware dient, während der kleinere eine Heizvorrichtung, beispielsweise eine Dampfschlange 4 enthält. Die Scheidewand 3 ist ober- und unterhalb der Stelle, hinter der sich die Heizschlange 4. befindet, mit Löchern 5 versehen, durch welche ein Umlauf der Flotte stattfinden kann, während an der Stelle, wo die Heizvorrichtung sich befindet, also da, wo die Flüssigkeit am stärksten in Wallung gerät, der Übertritt ausgeschlossen ist. Zur Unterstützung der Heizwirkung kann auch noch im unteren Teil des Heizraumes eine Rohrleitung 6 vorgesehen sein, mittels welcher durch nach oben gerichtete Austrittsöffnungen offener Dampf in die Flüssigkeit eingeleitet wird. Durch diese Anordnung erhält das Bad eine Bewegung im wesentlichen in Richtung des einlaufenden Gewebes, dessen Eintauchen dadurch beschleunigt wird; die freiwerdende Luft kann im Heizraum entweichen, ohne das Untersinken der Ware zu behelligen.
- Die Gewebebahn 7, welche bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel fortlaufend durch die Vorrichtung geführt wird, gelangt über Leitrollen 8 zu den senkrecht übereinanderliegenden Förder- oder Quetschwalzen 9, io, deren evtl. Zweck ist, die Luft aus dem Gewebe auszuquetschen. Die untere Preßwalze io ist mit einer gewichtsbelasteten Abstreichvorrichtung i i versehen, die verhütet, daß die feuchte Ware sich infolge Anhaftens auf diese Walze aufrollt. Dadurch wird das Gewebe v eranlaß-t, sich von der Walze io leicht zu lösen und am kurvenförmigen Boden 2 regelmäßige Falten 12 zu bilden, ohne beim nachfolgenden Aufstieg eine Spannung zu erleiden.
- Die punktierte Linie 13 deutet den Stand der Färbeflüssigkeit in der Kufe an. Beim Verlassen der Kufe geht das Gewebe zwischen dem für solche Zwecke bekannten Preßwalzenpaar 14, 15 hindurch, das es von der überschüssigen Flüssigkeit befreit. Gegebenenfalls kann unterhalb der Preßwalzen eine (in der Zeichnung nicht dargestellte) Breitstreckvorrichtung bekannter Art angeordnet sein. Zum Antrieb der Walzen, und damit der Gewebebahn, dienen Ketten 16, 17, die über Kettenräder 18, i9, ?o am Preßwalzenpaar 14, 15 an einer Zwischenwelle für die Kettenräder 18 und an der Antriebswelle für die untere Ausquetschwalze ro ]au-f en. , Wenn die Ware im Kreislauf durch die Vorrichtung geführt wird, so läuft sie eine kurze Strecke an der Luft, um eine Überwachung zu ermöglichen. In diesem Falle geht die Gewebebahn von den Preßwalzen 14, i 5 über die unterste Leitrolle 8 wieder nach clem Quctschwalzenpaar 9, To zurück.
- Die beschriebene Anordnung bietet nachstehende Vorteile: Geringstes Längsstrecken und Einschrumpfen der Ware.
- Es bilden sich weder Brüche noch Längsfalten im Gewebe.
- Beste Ausnutzung der für (las Färben oder Entschlichten benutzten Bäder. Größtmögliche Produktion bei bestem Durchfärben, da sich ein nichtgespanntes Gewebe viel besser durchfärbt.
- Wesentliche Ersparnis an Dampf und Reduktionsmitteln beim Färben von Schwefel-und Küpenfarbstoffen, da die Maschine bis zu "/" der Badoberfläche bedeckt werden kann.
- Stoffe von ungleicher Breite können gleichzeitig gefärbt werden.
- Verhinderung des Bronzierens der Leisten. Die Bäder brauchen nicht erneuert zu werden, solange derselbe Farbstoff verwendet wird. Die Färbeoperation und der Lauf des Gewebes lassen sich leicht überwachen, da ungefähr x/, m des Färbegutes sichtbar ist, was auch die Musternahme erleichtert.
Claims (1)
- PATRNT-ANsPRUcH Vorrichtung zum Breitfärben von Stückware ohne Aufwicklung und Spannung, insbesondere mit Kü peilflotte, die in einem Kufenbottich mit kurvenförmigem Boden und durchbrochener Scheidewand zwischen Färbe- und Heizraum kreist, dadurch gekennzeichnet, daß in einer besonders hoch (2 bis 3 m) gebauten Kufe (z) für das Einziehen der Stückware und das bekannte, unterhalb der Flotte erfolgende Auspressen derselben ein O_uetschwalzenpaar mit senkrecht übereinanderliegenden - Förder- oder Quetschwalzen (9, io) und an dessen unterer angetriebener Walze (io) ein gewichtsbelasteter Abstreicher (ii) angeordnet ist, außerdem in dem durch die Scheidewand (3) gebildeten Heizraum die geschlossene Heizschlange (4) etwa in halber Höhe des Bottichs hinter der an dieser Stelle nicht durchbrochenen Scheidewand liegt und im unteren Teile des Heizraumes ein offenes Dämpfrohr (6) zur Erzielung der Flottenströmung vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK76088D DE374139C (de) | 1913-10-18 | Vorrichtung zum Breitfaerben von Stueckware ohne Aufwickelung und Spannung, insbesondere mit Kuepenflotte |
Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE374139C true DE374139C (de) | 1923-04-20 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK76088D Expired DE374139C (de) | 1913-10-18 | Vorrichtung zum Breitfaerben von Stueckware ohne Aufwickelung und Spannung, insbesondere mit Kuepenflotte |
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