DE3716210C2 - - Google Patents
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01M—TESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur schwingfähigen
Abstützung einer Rotorlagerung für einen auszuwuchtenden
Rotor in einer Auswuchtmaschine zur Messung der Auswirkungen der Rotorunwucht in zwei Ebenen nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Bei einer derartigen aus der DE 29 20 030 A1 bekannten
Vorrichtung sind die beiden als einstückige Rahmen ausgebildeten
Federpaare, bestehend aus jeweils zwei parallelen
senkrecht zur Rotorachse angeordneten Stabfedern sowie
zwei die Stabfedern verbindenden Befestigungsleisten in
zwei zur Rotorachse senkrechten Ebenen mit einem bestimmten
axialen Abstand voneinander angeordnet. Die beiden Federpaare
können dabei sowohl mit der Rotorlagerung als auch
mit dem Maschinenständer verschweißt sein. Eine derartige
Anordnung der beiden Federpaare ist auch bei der Lagerung
eines auszuwuchtenden Rotors in zwei Lagerständern aus der
EP 01 47 558 A2 bekannt. Bei einer aus der DE-OS 19 37 865
bekannten Verbundlagerung für einen Wuchtkörper mit horizontal
verlaufender Achse sind die Blattfedern der beiden
Lagerständer der Verbundlagerung in zur Rotorachse senkrechten
Ebenen, die einen axialen Abstand voneinander aufweisen,
angeordnet. Ferner ist es aus der DE 30 11 110 A1
bekannt, in einem Stützsystem für kraftmessende Auswuchtmaschinen
bei stark asymmetrischem Wuchtgut Gelenke, deren
Gelenkachse senkrecht zur Rotationsachse des Wuchtgutes
liegen, unterschiedlich stark auszubilden.
Beim dynamischen Auswuchten ist es erforderlich, daß eine
exakte Trennung der Messung der Auswirkungen der Rotorunwucht
in den beiden Meßebenen ohne gegenseitige Beeinflussung
durchgeführt werden kann, d. h. Einflüsse aus der
einen Ebene müssen in der anderen Ebene unterdrückt werden.
Für eine exakte Ebenentrennung ist es erforderlich, daß
die von der Rotorunwucht verursachten Kräfte mit gleicher
Phase in die Federn der beiden Meßebenen eingeleitet werden.
Wenn, wie beim Stand der Technik, die Federn der beiden
Meßebenen über Verbindungsstellen, z. B. Schweißstellen, und
durch die Rotorlagerung oder den Rotor selbst miteinander
verbunden sind, kann es zu Phasenunterschieden bei der Krafteinleitung
in die Federn der beiden Meßebenen kommen, wodurch
eine exakte Ebenentrennung beeinträchtigt ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei der eine exakte
Ebenentrennung erreicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei der eingangs genannten
Vorrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Die Unteransprüche enthalten vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung. Durch die rahmenartige Verbindung der Stabfedern
mittels der Befestigungsleisten wird ein jeweiliges
Federpaar erzielt, bei dem die Federeinspannung genau definiert
ist und das in einer zur Rotorachse parallelen Ebene
angeordnet ist.
Die Phasenverschiebung zwischen
den Schwingbewegungen der beiden zu einem Federpaar gehöri
gen Stabfedern ist praktisch Null. Auf diese Weise läßt sich
eine maximale Ebenentrennung erzielen.
Ferner ergeben sich bei der Montage Vorteile dahingehend,
daß der Federabstand Bestandteil des aus den beiden Stabfe
dern und den beiden Befestigungsleisten bestehenden Rahmens
ist. Durch die Befestigung der Befestigungsleisten am Maschi
nenständer und an der Rotorlagerung sind außerdem automatisch
die Positionen der jeweils beiden Stabfedern der Federpaare
festgelegt. Ausricht- und Montagearbeiten werden hierdurch
wesentlich vereinfacht.
Anhand der beiliegenden Figur wird an einem Ausführungsbei
spiel die Erfindung noch näher erläutert.
Die Figur stellt in perspektivischer Darstellung schematisch
eine Rotorlagerung 6 dar mit einem darin angeordneten auszu
wuchtenden Rotor 7, der mit einer Welle in der Rotorlagerung
6 gelagert ist. Bei der Welle kann es sich jedoch auch um
eine Wuchtspindel handeln, die der Rotorlagerung zugeordnet
ist, und an welcher der Rotor 7 aufgespannt werden kann. Beim
Unwuchtmeßlauf wird der Rotor 7 um seine Achse 8, welche auch
die Achse der Rotorlagerung 6 bildet, gedreht. Die unwucht
erregten Schwingungen werden von den Meßwertaufnehmern 10
und 11 gemessen.
Die Rotorlagerung 6 ist über zwei Federpaare an einem
Maschinenständer 5 gelagert. Die beiden Stabfedern 1 und 2
eines jeden Federpaares verlaufen in ihrer Längsrichtung
parallel zueinander und senkrecht zur Rotorachse 8. Die
beiden Stabfedern eines jeden Federpaares sind mit den
zugeordneten Befestigungsleisten 3 und 4 aus einem Stück
zu einem Rahmen 9 geformt. Die beiden Rahmen 9 sind in
Ebenen angeordnet, die parallel zueinander und zur Rotor
achse sind und zur Rotorachse gleiche Abstände aufweisen.
Die Rotorachse befindet sich zwischen den beiden Ebenen, in
welchen die beiden Rahmen 9 angeordnet sind. Die beiden Stab
federn 1 und 2 eines jeden Rahmens 9 besitzen in Richtung
der Rotorachse 8 einen Abstand voneinander.
Die Befestigungsleiste 3 des jeweiligen Rahmens 9 ist form
schlüssig in den Maschinenständer 5 eingesetzt. Die Befesti
gungsleiste 4 eines jeweiligen Rahmens 9 ist formschlüssig
mit der Rotorlagerung 6 verbunden.
Die Flächenmomente der Befestigungsleisten 3, 4 sind
wesentlich größer als die Flächenmomente der beiden
Stabfedern 1 und 2.
Auf diese Weise ist die Rotorlagerung über zwei Feder-Rahmen
systeme, welche von den Rahmen 9 gebildet werden, am Maschi
nenständer 5 gelagert. Die Befestigungsleisten 3 und 4 können
lösbar oder bevorzugt unlösbar am Maschinenständer 5 und an
der Rotorlagerung 6 befestigt sein.
Bei dem in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiel ist
die Rotorachse vertikal angeordnet, wobei die beiden Stab
federn 1 und 2 eines jeden Rahmens 9 horizontal verlaufen.
Natürlich ist auch in Sonderfällen eine horizontale Anord
nung der Rotorachse möglich, wobei dann die beiden Stab
federn 1 und 2 eines jeden Rahmens 9 vertikal angeordnet
sind.
In den meisten Anwendungsfällen besitzen die Stabfedern 1
und 2 eines jeden Rahmens 9 gleiche Flächenmomente.
In bestimmten Anwendungsfällen ist es jedoch erforderlich,
beispielsweise zur Kompensation des Rotorgewichts, durch
entsprechende unterschiedliche Bemessung der Flächen
momente für die Stabfedern 1 und 2 eines jeden Rahmens
9 zu gewährleisten, daß der Schwingungsknotenpunkt in Rich
tung der Rotorachse bevorzugt zwischen den beiden Meßwert
aufnehmern 10 und 11 liegt. Es soll hierdurch gewährleistet
werden, daß der Schwingungsknotenpunkt außerhalb der Meß
linien der beiden Meßwertaufnehmer 10 und 11 liegt. Bevor
zugt soll dieser Schwingungsknotenpunkt in Richtung der
Rotorachse zwischen den beiden Meßlinien der Meßwertaufneh
mer 10 und 11 liegen. Dies wird dadurch erreicht, daß die
Flächenmomente der jeweiligen Stabfedern 1 und 2
der beiden Rahmen unterschiedliche Flächenmomente
zueinander aufweisen. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
besitzen - insbesondere, wenn das Gewicht des Rotors zu einer
Verschiebung des Schwingungsknotenpunktes bis in eine der
Meßlinien der Meßwertaufnehmer führen kann - die beiden unten
liegenden Stabfedern 2 der beiden Rahmen 9 ein größeres
Flächenmoment als die beiden oben liegenden Stab
federn 1.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Befesti
gungsleisten 3 vom Maschinenständer 5 getrennte Bauteile.
Auch die Befestigungsleisten 4 sind von der Rotorlagerung 6
getrennte Bauteile. Es ist jedoch auch möglich, daß die
Befestigungsleisten 3 Bestandteile des Maschinenständers 5
sind und die Befestigungsleisten 4 Bestandteile der Rotor
lagerung 6 sind.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur schwingfähigen Abstützung einer Rotorlagerung
für einen auszuwuchtenden Rotor in einer Auswuchtmaschine
zur Messung der Auswirkungen der Rotorunwucht in zwei
Ebenen mit zwei in zwei parallelen Ebenen angeordneten
und als einstückiger Rahmen ausgebildeten Federpaaren, bestehend
aus jeweils zwei parallelen Stabfedern sowie die
zwei Stabfedern verbindenden parallelen Befestigungsleisten,
von denen jeweils eine an der Rotorlagerung und die
jeweils andere am Maschinenständer befestigt sind, wobei
die Stabfedern senkrecht zur Rotorachse angeordnet sind
und jeweils gleichen Abstand zur Rotorachse aufweisen und
wobei die zwei Federpaare die Rotorlagerung in einer die
Rotorachse enthaltenden Schwingungsebene schwingfähig an
einem Maschinenständer lagern, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Ebenen, in welchen die zwei Federpaare Stabfedern (1, 2), Befestigungsleisten (3,
4) angeordnet sind, und die jeweiligen Befestigungsleisten
(3, 4) der Federpaare Stabfedern (1, 2), Befestigungsleisten (3, 4) parallel zur Rotorachse
(8) liegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flächenmomente der Befestigungsleisten (3, 4) wesentlich
größer sind als die Flächenmomente der Stabfedern (1, 2).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Stabfedern (1, 2) eines jeden Federpaares
Stabfedern (1, 2), Befestigungsleisten (3, 4) zueinander unterschiedliche Flächenträgheitsmomente
aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweiligen Befestigungsleisten (3, 4) mit dem Maschinenständer
(5) und der Rotorlagerung (6) unlösbar verbunden
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die einen Befestigungsleisten (3) Bestandteil des Maschinenständers
(5) und/oder die anderen Befestigungsleisten (4)
Bestandteil der Rotorlagerung (6) sind.
Priority Applications (4)
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| DE19873716210 DE3716210A1 (de) | 1987-05-14 | 1987-05-14 | Vorrichtung zur schwingenden abstuetzung einer rotorlagerung fuer einen auszuwuchtenden rotor in einer auswuchtmaschine |
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