DE3701940C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für eine
hydrostatische Verdrängermaschine der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung.
Bei hydrostatischen Verdrängermaschinen wird das Verdrän
ger- bzw. Schluckvolumen in der Regel durch einen hydrau
lischen Servomechanismus verstellt, der von einer Steuer
druckversorgung, z. B. einer Ladepumpe, mit Druckflüssig
keit beaufschlagt wird. Für viele hydraulische Verdrän
gereinheiten reicht diese Niederdruckversorgung mit
Steuerdrücken von ca. 14 bis 21 bar aus, um den hydrauli
schen Servomechanismus mit geeigneten Ansprechgeschwindig
keiten unter normalen Betriebsbedingungen zu betätigen.
Bestimmte hydraulische Verdrängereinheiten, z. B. Schräg
achsen-Verstellmotoren mit verstellbaren Ventilplatten,
weisen eine hohe innere Reibung der Verstellelemente auf.
Insbesondere im Blockierzustand sind relativ hohe Stell
kräfte zum Verschieben der Ventilplatte notwendig, was
entweder große kostspielige Stellzylinder, die die Abmes
sungen der Einheit vergrößern, oder eine ständige Hoch
druckversorgung der Servomechanismen erforderlich macht.
Wenn die Hochdruckversorgung aus dem geschlossenen Druck
ölkreis der Hydroeinheit erfolgt, ergeben sich starke
Schwankungen der die Servomechanismen beaufschlagenden
Drücke, die zu entsprechend veränderlichen Ansprechge
schwindigkeiten führen. Dies gilt insbesondere bei sog.
Zweikreissystemen zum Antrieb von z. B. Fahrzeugen, bei
denen beide Motoren in koordinierter und geregelter Weise
ansprechen müssen.
Aus der US 41 94 364 ist eine gattungsgemäße Steuerein
richtung für verstellbare Verdrängermaschinen bekannt, bei
der mindestens ein Servomechanismus zum Verstellen des
Schluckvolumens der Verdrängermaschine unter normalen Be
triebsbedingungen mit dem relativ niedrigen Steuerdruck
aus einer in den geschlossenen Arbeitskreis einspeisenden
Ladepumpe beaufschlagt wird. Nur bei Auftreten von Über
druck-Zuständen wird der Servomechanismus mit Hochdruck
aus dem Arbeitskreis der Hydro- bzw. Verdrängereinheit be
aufschlagt, wobei zur Vermeidung von extrem hohen Druck
werten dieser Arbeitsdruck in einem Druckminderventil
abgesenkt wird. Nachteilig bei diesen Steuereinrichtungen
ist es, daß die Ansprechgeschwindigkeit der Servomechanis
men von dem Schwankungen unterliegenden Arbeitsdruck ab
hängt. Eine ähnliche Steuervorrichtung ist in der
US 44 80 963 beschrieben.
Aus der DE 34 34 264 A1 ist ein Druckbegrenzer für eine
Verstellpumpe eines hydrostatischen Getriebes bekannt, mit
dem bei Überschreiten eines maximalen Systemdruckes der
Pumpenhub und damit das Verdrängervolumen der Pumpe be
grenzt bzw. verringert wird. Sobald der Druck in der hoch
druckführenden Arbeitsleitung der Pumpe einen Sollwert
übersteigt, öffnet ein dem Druckbegrenzer zugeordnetes
Ventil, wodurch ein Servomechanismus zum Verstellen des
Verdrängungsvolumens der Pumpe mit dem hohen Systemdruck
beaufschlagt wird. Das Ventilglied des Druckbegrenzers
kann durch einen von einer Ladepumpe erzeugten Niederdruck
allein oder zusammen mit einer Druckfeder beaufschlagt
sein, um die Größe des Solldruckes einzustellen. Auch bei
der mit diesem bekannten Druckbegrenzer ausgerüsteten Ver
stellpumpe sind hohe Reibungskräfte insbesondere zu Beginn
jeder Verstellbewegung wirksam, die durch entsprechend
hohe Verstellkräfte überwunden werden müssen.
In der DE 30 22 918 A1 ist eine weitere Steuereinrichtung
für die Verstellpumpe einer hydrostatischen Verdrängerma
schine beschrieben, die zwei gegensinnig wirkende Servomoto
ren zum Verstellen der Fördermenge der Pumpe aufweist. Je
weils der eine oder der andere Servomotor werden über ein
entsprechend betätigbares Steuerventil mit einem Steuerdruck
beaufschlagt. Wenn der Arbeitsdruck im hydrostatischen Kreis
einen vorbestimmten Wert überschreitet, öffnet ein in der
Pumpendruckleitung angeordnetes Überdruckventil, über das
einer der Servomotoren mit dem hohen Arbeitsdruck im hydro
statischen System beaufschlagt wird, um die Pumpe in Rich
tung auf einen verminderten Förderdruck zu verstellen. Zum
Erfassen dieses übergroßen Arbeitsdruckes ist jeder Arbeits
leitung des Hydrokreises je ein Stellventil mit nachge
ordneter Drossel zugeordnet, das bei Überschreiten eines
maximalen Arbeitsdrucks in dieser Leitung hydraulisch öff
net, um im jeweiligen Stellmotor die vom Steuerdruck nicht
beaufschlagte Fläche des Stellkolbens mit diesem Arbeits
druck zu beaufschlagen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Steuer
einheit zu schaffen, welche bei relativ klein ausgelegten
Servomechanismen eine sichere Überwindung der zu Beginn
jeder Verstellbewegung wirksamen Haftreibung gewährleistet
und die im Normalbetrieb eine vom Arbeitsdruck der Ver
drängermaschine unabhängige Ansprechgeschwindigkeit in
verstellbaren Servomechanismen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebe
nen Merkmale gelöst.
Durch die beanspruchten Maßnahmen wird erreicht, daß ein
oder mehrere Servomechanismen zum Verstellen des Schluck-
bzw. Verdränger-Volumens einer hydrostatischen Verdränger
maschine zu Beginn jedes Verstellvorganges innerhalb eines
kurzen Zeitraums mit Hochdruck beaufschlagt werden, um die
hohen Haftreibungswerte der zu verstellenden Bauteile zu
überwinden. Nach Beendigung der Anfangsphase jeder Ver
stellbewegung erfolgt eine automatische Druckabsenkung
durch die in der Zweigleitung vorgesehene Drossel, so daß
die auf die Anfangsphase folgende Verstellbewegung mit dem
Steuerdruck aus der Niederdruckversorgung durchgeführt
wird.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung be
sitzt die Drossel einen ausreichend geringen Querschnitt
von beispielsweise unter 1,27 mm Durchmesser, wobei in der
Zweigleitung ein druckgesteuertes Absperrventil vorgesehen
sein kann, welches bei Erreichen eines vorgegebenen Hoch
drucks in der Arbeitsleitung der Verdrängermaschine öff
net. Dadurch wird erreicht, daß der zur Überwindung der
Haftreibung der Verstellorgane notwendige Hochdruck und
auch der Druckmindereffekt der Drossel nur dann wirksam
werden, wenn der Druck in der hochdruckführenden Arbeits
leitung der Verdrängermaschine einen vorgegebenen Wert
übersteigt.
Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung kön
nen auch zwei parallel geschaltete verstellbare Verdrän
germaschinen mit je einem Servomechanismus und mit je
einem Steuerventil gemeinsam von einer Niederdruckver
sorgung synchron gesteuert werden, wobei zur Überwindung
der Haftreibung am Beginn jeder gemeinsamen Verstellbewe
gung die beiden Steuerventile an eine einzige Zweigleitung
angeschlossen sind, welche ihrerseits über ein Umschalt
ventil mit dem jeweils höheren Arbeitsdruck der beiden
Verdrängermaschinen beaufschlagt wird.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an
hand der Zeichnung im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch den Servomechanismus für eine als
Schrägachsenmotor ausgeführte hydrostatische Ver
drängermaschine;
Fig. 2 schematisch einen Hydraulikkreis der erfindungs
gemäßen Steuereinrichtung;
Fig. 2A schematisch ein in der Steuereinrichtung nach
Fig. 2 verwendbares abgewandeltes Absperrventil.
Der in Fig. 1 dargestellte Servomechanismus hat ein Ge
häuse 10 mit einer kreisbogenförmig ausgebildeten Stütz
fläche 12, auf der eine Ventilplatte 14 gleitet, um die
Schräglage eines Zylinderblocks 16 einer hydrostatischen
Verdrängermaschine zu verstellen. Da die Ventilplatte 14
mit dem Arbeitsdruck beaufschlagt wird, steigt die Gleit
reibung zwischen der Ventilplatte 14 und der Bogenfläche
12 mit steigendem Arbeitsdruck stark an. Daher sind re
lativ große Verstellkräfte notwendig, um die Ventilplatte
14 und mit dieser den Zylinderblock 16 zwischen einer
Maximalstellung von 40° und einer Minimalposition von 8°
zu positionieren. Die Ventilplatte 14 weist einen axialen
Zapfen 18 auf, der in einen Ausschnitt 22 eines in einer
Querbohrung 24 verschiebbaren Stellkolbens 22 eingreift.
Statt des Zapfens 18 können auch andere Verbindungen des
Servomechanismus mit der Ventilplatte der Verdrängerma
schine eingesetzt werden.
Der Stellkolben 22 wird mit dem jeweiligen Steuerdruck in
Kammern 26, 28 beaufschlagt. Ein Steuerventil 30, vorzugs
weise ein Proportionalventil, ist mit den beiden Kammern
26, 28 über Druckleitungen 32, 34 verbunden und an eine
Niederdruckleitung 36 sowie über eine Ablaufleitung an
einen Sumpf angeschlossen. Das Steuerventil 30 wird von
einer Stelleinheit 40 positioniert, die im vorliegenden
Fall einen durch Federn zentrierten Kolben enthält, wel
cher durch einen Vorsteuerdruck ΔP verstellt wird. Eine
Rückstellfeder 42 ist zwischen dem Schieber des Steuerven
tils 30 und einem am Stellkolben 22 befestigten Querglied
44 eingespannt.
Fig. 2 zeigt als Verdrängermaschinen zwei hydrostatische
Verstellmotoren ML und MR mit je einem Servomechanismus 22
und je einem Steuerventil 30, die in einem hydrostatischen
Zweikreissystem verwendet werden. Beide Steuerventile 30
sind über die Niederdruckleitung 36 an eine Niederdruck
versorgung 46, z. B. an eine Ladepumpe, angeschlossen, die
praktisch konstanten Steuerdruck im Bereich von 14 bis 20
bar erzeugt.
Da die beiden Servomechanismen mit dem praktisch konstan
ten Druck aus der Niederdruckversorgung 46 beaufschlagt
werden, ist ihre Verstellgeschwindigkeit in vorgegebenen
Grenzen konstant. Aufgrund der geringen Volumen der beiden
Servomechanismen werden von der Niederdruckversorgung je
doch nicht für alle Fälle ausreichend große Stellkräfte
erzeugt. Insbesondere muß bei Beginn einer Verstellbewe
gung die höhere Haftreibung der Bauteile vom jeweiligen
Servomechanismus überwunden werden, um eine Bewegung der
Ventilplatte 14 einzuleiten. Die Niederdruckversorgung
reicht häufig nicht aus, um derartig hohe Stellkräfte zu
erzeugen.
Gemäß Fig. 2 ist eine hochdruckführende Zweigleitung 50
mit der Niederdruckleitung 36 im Punkt 52 zwischen der
Niederdruckversorgung 46 und dem Steuerventil 30 verbun
den. Ein Rückschlagventil 54 ist zwischen der Verbin
dungsstelle 52 und der Niederdruckversorgung 46 einge
schaltet, damit letztere nicht mit Hochdruck beaufschlagt
wird. Die Zweigleitung 50 ist mit den Arbeitsdruck führen
den Leitungen 56 oder 58 der Verstellmotoren ML bzw. MR
verbunden. Wenn diese Verdrängermaschinen ML bzw. MR um
steuerbar ausgeführt sind, wechselt die Hochdruckseite des
Arbeitskreises je nach der Arbeitsrichtung zwischen den
Leitungen 56 und 58 bzw. 56′ und 58′. Der höhere Arbeits
druck in jedem Hauptkreis wird von einem Umschaltventil 60
oder 60′ gewählt, wobei der höhere Arbeitsdruck der beiden
Motoren von einem gemeinsamen Umschaltventil 62 gewählt
wird, das an die Zweigleitung 50 angeschlossen ist. Wenn
nur eine Verdrängermaschine Verwendung findet, ist die
Zweigleitung 50 direkt an das Umschaltventil 60 ange
schlossen.
In der Zweigleitung 50 ist eine Drossel 64 mit extrem
kleinem Durchmesser von etwa 0,51 bis 1,27 mm eingeschal
tet, die das Abfließen größerer Fluidmengen aus den Ar
beitskreisen verhindert und einen Druckabfall zwischen der
Zweigleitung 50 und der Leitung 36 erzeugt, sobald Hoch
druckflüssigkeit über die Zweigleitung 50 zu den Servome
chanismen 22 fließt. Wenn die Steuerventile 30 ihre
Neutrallage einnehmen, erfolgt keine Druckmittelströmung
zu den Servomechanismen 22. Eine Verstellung der Steuer
ventile 30 bewirkt einen Flüssigkeitsstrom zu den Servo
mechanismen 22. Da in der Zweigleitung 50 ein höherer
Druck als der Steuerdruck aus der Niederdruckversorgung 46
herrscht, ist das Absperrventil geschlossen und die Hoch
druckflüssigkeit aus der Zweigleitung 50 beaufschlagt die
Servomechanismen 22, um die Bewegung ihrer Stellkolben
einzuleiten. Dieser anfängliche Hochdruckstoß überwindet
die Haftreibung in den Verstelleinheiten. Die Bewegung der
Stellkolben der Servomechanismen 22 bewirkt eine Strömung
in der Zweigleitung 50, die einen Druckabfall an der Dros
sel 64 erzeugt, wodurch dann der Druck in der Zweigleitung
50 am Verbindungspunkt 52 bis unter den Steuerdruck aus
der Niederdruckversorgung 46 verringert wird. Zu diesem
Zeitpunkt öffnet das Rückschlagventil 54 und die weiteren
Steuerbewegungen werden von der Niederdruckversorgung 46
mit ca. 21 bar durchgeführt. Die Hochdruckversorgung, die
auch eine andere Hochdruckquelle sein kann, ist demzufolge
nur zur Einleitung der Stellkolbenbewegung wirksam und die
Normalregelung erfolgt mit vorgegebener Ansprechgeschwin
digkeit über die Niederdruckversorgung 46. Die Strömung
aus der Zweigleitung 50 ist nur kurzzeitig, so daß die An
sprechgeschwindigkeit unabhängig vom veränderlichen Ar
beitsdruck der jeweiligen Verdrängermaschine ist.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann in die Zweigleitung 50
ein Druckminderventil 66 mit vor- und nachgeschalteten
Steuerelementen 68, 70 eingeschaltet sein, das von einer
verstellbaren Feder 72 so eingestellt wird, daß es bei
einem vorgewählten Druck öffnet. Dieses Druckminderventil
66 bewirkt einen charakteristischen Druckabfall. Normaler
weise wird der Maximaldruck in den Hauptkreisen der Ver
drängermaschinen von Entlastungsventilen bestimmt, die auf
einen extrem hohen Druck von etwa 413 bar eingestellt
sind. Durch Einstellen der Feder 72 öffnet das Druckmin
derventil 66 bei 310 bar, so daß Arbeitsdruck nur dann zum
Verbindungspunkt 52 gelangt, wenn in einer der Verdränger
maschinen ein Arbeitsdruck von über 310 bar herrscht. Ein
Arbeitsdruck von über 310 bar liegt jedoch in der Regel
nur dann vor, wenn eine der Verdrängereinheiten MR oder ML
fast oder vollständig blockiert. Bei diesem bevorzugten
Ausführungsbeispiel werden also die hydraulischen Servo
mechanismen nicht mit irgendeinem Hochdruck beaufschlagt,
und zwar auch nicht zur Einleitung der Verstellbewegung
der Servomechanismen 22, bis ein hoher Arbeitsdruck in
einer der Verdrängermaschinen aufgebaut ist. Die Hoch
druckströmung zu den Servomechanismen ist somit begrenzt
und tritt nur auf, wenn die Arbeitsdrücke in einer Ver
drängermaschine hoch sind, wodurch auch die Ansprechge
schwindigkeiten der Servomechanismen vom Arbeitsdruck un
abhängig gemacht werden. Bei dem maximalen vom jeweiligen
Druckminderventil im Hauptkreis zugelassenen Blockierdruck
von 413 bar können jedoch die Servomechanismen kurzzeitig
mit Steuerdrücken bis zu 103 bar beaufschlagt werden, um
die Haftreibung in den Verstellgliedern der Verdränger
maschine zu überwinden, bis ein durch die Strömung erzeug
ter Druckabfall an der Drossel 64 auftritt. Die Drossel 64
kann in das Druckminderventil 66 eingebaut oder ein inte
graler Bestandteil dieses Ventils 66 sein.
Als Alternative kann ein druckbetätigbares Folgeventil 66′
gemäß Fig. 2A statt des Druckminderventils 66 in die
Zweigleitung 50 eingeschaltet sein. Das Folgeventil 66′
weist ein Hochdruckvorsteuerventil 68′ und eine verstell
bare Feder 72′ ähnlich dem Druckminderventil 66 von Fig. 2
auf. Das nachgeschaltete Vorsteuerelement 74 kommuniziert
jedoch nicht mit der Zweigleitung 50, sondern mit einem
Ablauf. Somit hat das Folgeventil 66′ keine Druckminder
funktion, die von einer weiteren Drossel 76 erfüllt werden
kann, welche dem Folgeventil 66′ in der Zweigleitung 50
vorgeschaltet ist. Je nach der Dimensionierung dieser
Drossel 76 kann der Hochdruck am Verbindungspunkt 52 bei
der Ausführung nach Fig. 2A etwas höher oder niedriger als
bei der Ausführung nach Fig. 2 sein. In der Praxis arbei
ten beide Ausführungen in ähnlicher Weise, wobei der strö
mungsinduzierte Druckabfall in der Zweigleitung 50 entwe
der von der Drossel 64 oder von beiden Drosseln 64, 76 er
zeugt wird. Auch bei dieser Ausführung können die Drosseln
64 und 76 entweder in das Folgeventil 66 eingebaut oder
ein integraler Bestandteil desselben sein.
Wenn eines der gesteuerten Sperrventile 66 oder 66′ ver
wendet wird, werden die Servomechanismen 22 nur dann kurz
zeitig mit Hochdruck beaufschlagt, wenn in den Hauptkrei
sen der Verdrängermaschinen ein vorbestimmter Druck
herrscht. Die Servomechanismen 22 werden jedoch auch dann
aufgrund des Druckabfalls in der Drossel 64 kurzzeitig mit
Hochdruck beaufschlagt, wenn kein druckgesteuertes Ab
sperrventil 66 oder 66′ vorgesehen ist. In jedem Falle
sind die Ansprech- bzw. Verstellgeschwindigkeiten unabhän
gig vom Hochdruck in der entsprechenden Arbeitsleitung der
Verdrängermaschine. Bevorzugt beträgt der Druck in der
Zweigleitung 50, der zur Überwindung der Haftreibung vor
dem strömungsinduzierten Druckabfall verfügbar ist, we
nigstens das Zweifache des Drucks aus der Niederdruck
versorgung 46. Bei Verwendung des Druckminderventils 66
wird der im Ventil erfolgende Druckabfall durch seine
Verstellfeder 72 eingestellt. Ohne Verwendung eines Ven
tils kann das Druckverhältnis bis zu 20 : 1 betragen.
Wenn zwei Servomechanismen für das in Fig. 2 dargestellte
Zweikreissystem eingesetzt werden, erfolgt die Beaufschla
gung der Servomechanismen für die normalen Verstellvor
gänge gemeinsam mit dem Druck aus einer Niederdruckver
sorgung 46. Bei der Anwendung von drei Umschaltventilen
60, 60′ und 62 wird der jeweils höchste verfügbare Ar
beitsdruck zur Überwindung der Haftreibung in jeder Ver
drängermaschine ausgenutzt, wobei beide Servomechanismen
gleichermaßen mit diesem Hochdruck beaufschlagt werden und
in koordinierter Weise arbeiten. Demgegenüber wurden bei
bekannten Zweikreissystemen mit kleinvolumigen Servomecha
nismen jeder dieser Servomechanismus mit dem jeweils
höheren Arbeitsdruck im Hauptkreis jeder Verdrängermaschi
ne beaufschlagt, was zu unterschiedlichen Ansprechverhal
ten und zu ungleichmäßigen Drehzahländerungen in der je
weiligen Verdrängermaschine führte.
Claims (6)
1. Steuereinrichtung für eine hydrostatische Verdränger
maschine
- - mit einem hydrostatischen Servomechanismus (22) zum Verstellen des Verdrängervolumens,
- - mit einer Niederdruckversorgung (46), die mit dem
Servomechanismus (22) über eine Leitung (36) und ein
von außen einstellbares Steuerventil (30) zum Beauf
schlagen des Servomechanismus (22) mit Niederdruck ver
bunden ist und
mit einer Hochdruckversorgung, die über eine den Ar beitsdruck der Verdrängermaschine führende Zweiglei tung (50) und über das Steuerventil (30) mit dem Servo mechanismus (22) verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, - - daß die Niederdruckversorgung (46) über ein Rückschlag ventil (54) an die Leitung (36) angeschlossen ist,
- - daß die Zweigleitung (50) stromab des Rückschlagventils (54) an die Leitung (36) angeschlossen ist und
- - daß in der Zweigleitung (15) eine Drossel angeordnet ist, so daß bei Verstellen des Steuerventils (30) aus der neutralen Sperrlage der Servomechanismus (22) kurz zeitig mit dem Hochdruck beaufschlagt wird.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Drossel (64) einen geringen Drosselquer
schnitt, beispielsweise von unter 1,27 mm Durchmesser,
aufweist.
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß in der Zweigleitung (50) ein druck
gesteuertes Absperrventil (66, 66′) vorgesehen ist, das
bei Erreichen eines vorgegebenen Hochdrucks in der Ar
beitsleitung der Verdrängermaschine öffnet.
4. Steuereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß das druckgesteuerte Absperrventil (66) ein
Druckminderventil ist, welches einen Druckabfall in der
Zweigleitung (50) erzeugt.
5. Steuereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß das durch eine Feder (72′) auf einen bestimm
ten Öffnungsdruck einstellbare Absperrventil (66′) eine
Ablaufleitung (74) enthält und ihm eine zusätzliche
Drossel (76) in der Zweigleitung (50) vorgeschaltet
ist.
6. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß für zwei parallele verstell
bare Verdrängermaschinen (ML, MR) mit je einem Servome
chanismus (22) und mit je einem Steuerventil (30), die
an eine gemeinsame Niederdruckversorgung (46) ange
schlossen sind, beide Steuerventile (30) an eine ein
zige Zweigleitung (50) angeschlossen sind, die ihrer
seits über ein Umschaltventil (62) mit dem jeweils
höheren Arbeitsdruck der beiden Verdrängermaschinen (ML,
MR) beaufschlagt wird.
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Owner name: SUNDSTRAND-SAUER, AMES, IA., US |
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