DE3689367T2 - Optisches Verfahren zur Bildung eines Hologramms. - Google Patents

Optisches Verfahren zur Bildung eines Hologramms.

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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf ein optisches Verfahren zur Bildung eines Hologramms und insbesondere auf ein System mit Einrichtungen zur Unterdrückung und Verstärkung optischer Merkmale.
  • Die vorliegende Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Prüfung periodischer Raster oder Masken beschrieben, wie beispielsweise Fotomasken, die verwendet werden, um die Ätz- und Dotierschritte bei der Herstellung integrierter Schaltkreise zu mustern. Das Verfahren kann zur Unterdrückung der Periodizität der Masken integrierter Schaltkreise und gleichzeitiger Verstärkung oder Maximierung der Bildintensität nichtperiodischer Defekte verwendet werden.
  • Bisher wurden Digitalverfahren zur Prüfung hinsichtlich der Defekte zweidimensionaler Felder, wie beispielsweise Masken integrierter Schaltkreise, verwendet. Im allgemeinen werden bei solchen Verfahren ein Doppelabtast-Mikroskopsystem und hochentwickelte Algorithmen für Vergleich und Erfassung verwendet. Typischerweise sind diese Digitalverfahren jedoch kompliziert und zeitaufwendig.
  • Im Gegensatz zu Digitalverfahren bieten optische Systeme den Vorteil der parallelen Verarbeitung. Darüber hinaus besteht keine übermäßige Anforderung hinsichtlich der Genauigkeit im Ausgang bezüglich der wirksamen Intensität an jedem Punkt. Es ist vielmehr ausreichend, daß das einem Defekt zugeordnete Signal sehr viel stärker ist als das der umgebenden periodischen oder quasi-periodischen Struktur zugeordnete Signal, so daß beispielsweise eine Schwellenoperation dazu verwendet werden kann, die Position des Defekts zu bestimmen.
  • Optische räumliche Filterverfahren zur Defektverstärkung wurden in der Vergangenheit hinsichtlich solcher Anwendungen wie der Prüfung von Elektronenstrahl-Kollimationsrastern und Siliziumdioden-Zielmarkenanordnungen für Fernsehkameraröhren sowie hinsichtlich der Prüfung von bei der Herstellung von integrierten Schaltkreisen verwendeten Fotomasken untersucht.
  • Bei den optischen räumlichen Filtersystemen wurde ein Filter in der Fourier-Ebene verwendet, um die diskreten Ortsfrequenzen des periodischen Teils der Maske zu dämpfen, so daß nach der Retransformation nur noch Defekte im Ausgang vorlagen. Während die Ergebnisse derartiger Systeme vielversprechend waren, wurde der Nutzen des Verfahrens durch die Herstellungsdauer des Filters sowie durch die Notwendigkeit, hochwertige Linsen mit niedriger Brennzahl zu verwenden, wenn große Gegenstände geprüft werden, eingeschränkt.
  • Vor kurzem wurde diese zweite Einschränkung durch die Anwendung holographischer Aufzeichnung des Ausgangssignals verbunden mit phasenkonjugiertem Auslesen aufgehoben. Siehe beispielsweise R.L. Fusek, et al, "Holographic Optical Processing for Sub-Micron Defect Detection", Proceedings of the SPIE, Bd. 523, Januar 1985. Es wird hierbei jedoch ein dreistufiges Verfahren angewandt: Zunächst wird ein fotografisches Filter hergestellt, das das Fourier-Spektrum der zu prüfenden Maske aufzeichnet; danach wird ein Hologramm der Maske in der Ausgangsebene aufgezeichnet, wobei das Filter verwendet wird, um den periodischen Teil des Spektrums auszublenden; und schließlich wird das Hologramm nach der Verarbeitung durch die Phasenkonjugierte des Bezugsstrahls beleuchtet, und das defektverstärkte Bild tritt in der Ausgangsebene auf. Dieses Verfahren wurde verwendet, um submikroskopische Defekte zu erfassen. Es hat jedoch zusätzlich zu der obenerwähnten Notwendigkeit eines dreistufigen Verfahrens den Nachteil, daß das Verfahren auf jede Maske und jeden Maskentyp zugeschnitten werden muß. Das heißt, für jede zu prüfende Maske muß ein Hologramm aufgezeichnet und für jeden Maskentyp muß ein neues Filter hergestellt werden.
  • Dieses Verfahren wird auch in WO 83/02831 verwendet, wobei die durch die optischen Eigenschaften des Systems eingeführten Abbildungsfehler ausgeglichen werden, so daß die Verwendung von Linsen minderer Qualität und höherer Brennzahl ermöglicht wird. Dieses System sieht ein optisches System vor zur Ausbildung eines Hologramms eines Gegenstandes von einem Gegenstandsstrahl elektromagnetischer Strahlung, der durchgelassen oder von dem Gegenstand reflektiert wird; dieses System weist auf: ein nichtlineares optisches Medium zur Aufzeichnung eines Hologramms; eine optische Transformationseinrichtung zur Ausführung von Vorwärtstransformationen und inversen Transformationen des Gegenstandsstrahls; eine optische Einrichtung, mit der der Gegenstandsstrahl durch die optische Transformationseinrichtung gelenkt und dadurch die Vorwärtstransformation des Gegenstandsstrahls auf das Aufzeichnungsmedium gelenkt und ein Hologramm der Gegenstandsstrahltransformation darin gebildet wird.
  • Die Erfindung stellt ein optisches Verfahren zur selektiven Bildunterdrückung und Verstärkung ausgewählter Merkmale eines Gegenstandes zur Verfügung, wie in Anspruch 1 beschrieben.
  • Bei der Verwendung von Fourier-Transformationen kann das System nichtlineare Filter- oder Unterdrückungsoperationen vorsehen, bei denen ein fotostrahlenbrechender Kristall verwendet wird, der in dem Fourier-Bereich angeordnet ist. Die Transformation des Gegenstandsstrahls wird auf den Kristall fokussiert, neben einem Bezugsstrahl von geringerer Intensität als die Spitzenwerte in der Fourier-Transformation des Gegenstandsstrahls. In dem Fourier-Bereich besteht das Spektrum der periodischen oder quasi-periodischen Struktur aus einer Folge von hellen und scharfen Fourier-Komponenten, die den Harmonischen des periodischen Gegenstands, wie beispielsweise einer Fotomaske, entsprechen. In dem Fourier-Bereich sind auch sehr viel breitere und schwächere Lichtwirkungen entsprechend der kleinen Defekte in der periodischen Struktur anzutreffen. Intensitätsinversion in dem fotostrahlenbrechenden Kristall unterdrückt die Stärke der hellen Spitzen von den periodischen Komponenten im Vergleich zu der Stärke des schwächeren Lichts von den Defekten.
  • Das Verfahren ermöglicht, gewählte Merkmale zu verstärken oder gewählte Merkmale zu unterdrücken oder gewählte Merkmale zu verstärken, während andere unterdrückt werden. Durch die Verwendung eines Auslesestrahls, der typischerweise die Phasenkonjugierte des Bezugsstrahls ist, wird ein Bild erzeugt, das hauptsächlich aus den Defekten besteht, wobei die Periodizitäten fehlen oder in ihrer Intensität sehr reduziert sind. Dieses Verstärkungsverfahren findet in Realzeit statt, in dem Sinne, daß die Maske oder ein anderer Gegenstand beim Eingang eingeführt wird und innerhalb kurzer Zeit, beispielsweise einige Millisekunden, ein Bild der Defekte erscheint.
  • Dieses nichtlineare Filterverfahren hat viele andere Anwendungen. Zusätzlich zu den obenerwähnten Verwendungen zur Prüfung umfassen diese beispielsweise die industrielle Prüfung von in der Chemie und Biologie verwendeten Maschen und die Prüfung von Schattenrastern, die in Bildröhren von Farbfernsehern verwendet werden.
  • Nichtlineare optische, für die Verwendung in dem System geeignete Medien umfassen andere fotostrahlenbrechende und ferroelektrische Materialien, organische/anorganische Materialien, die nichtlineare Suszeptibilitäten zweiter und dritter Ordnung zeigen, sowie Materialien, die Resonanzübergänge zeigen und Halbleitermaterialien.
  • Im folgenden werden anhand der Zeichnungen Beispiele der Erfindung beschrieben.
  • Fig. 1 ist ein Blockschaltbild, das die an einem Gegenstandsstrahl in einem System gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung durchgeführten Schritte zeigt, nämlich Vorwärtstransformation, Hologrammerzeugung mit Strahlenkomponentenverstärkung und/oder -unterdrückung, inverse Transformation und Auslesen;
  • Fig. 2 zeigt eine typische Kurve des Logarithmus der Diffraktionsintensität im Verhältnis zum Logarithmus des Io/Ir Strahlenverhältnisses für fotostrahlenbrechendes Bi&sub1;&sub2;SiO&sub2;&sub0; (BSO) oder Bi&sub1;&sub2;GeO&sub2;&sub0; (BGO);
  • Fig. 3 ist ein Blockschema einer Ausführungsform eines Systems gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, nämlich eines optischen Defektverstärkungssystems;
  • Fig. 4A und Fig. 4B zeigen eine periodische, Defekte aufweisende Maske bzw. das defektverstärkte optische Auslesen der Maske, das durch das System aus Fig. 3 bewirkt wird.
  • Fig. 5 ist ein Diagramm der Intensitätslinienabtastung, das das Stör-Verhältnis für den kleinsten Defekt aus Fign. 4A und 4B zeigt;
  • Fig. 6 zeigt ein Blockschema eines Systems gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Form eines Systems zur Durchführung optischer Intensitätsinversion.
  • Fig. 1 ist ein vereinfachtes Blockschaltbild, das schematisch die grundlegenden Aspekte einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt. Zunächst wird, wie bei 9 gezeigt, ein Transformationsverfahren durchgeführt, wie beispielsweise die Verwendung von Fourier-Optik zur Durchführung einer Vorwärtstransformation an einem Eingangsstrahl, der eine komplexe Funktion g enthält, die charakteristisch ist für einen Gegenstand oder ein Objekt. Die sich ergebende Fourier- Transformierte 10 des Gegenstandsstrahls wird auf ein nichtlineares optisches Medium 11 angewandt und erzeugt dort eine Interferenz mit einem Bezugsstrahl 12 zur Ausbildung eines Hologramms in dem Medium. Danach wird das Hologramm durch den Strahl 13 ausgelesen und, wie bei 15 gezeigt, eine inverse Transformation an dem Ausgangsstrahl 14 durchgeführt zur Erzeugung eines Ausgangssignals o in Form eines optischen Strahls, der beispielsweise selektiv verstärkte Intensitätskomponenten und/oder selektiv unterdrückte Intensitätskomponenten enthält.
  • In einer spezifischen, im einzelnen mit Bezug auf Fig. 3 beschriebenen Verwendung wird der Gegenstandsstrahl dadurch erreicht, daß ein Laserstrahl durch eine Fotomaske des für die Herstellung von integrierten Halbleiter-Schaltkreisen verwendeten Typs durchgelassen wird. Das nichtlineare Medium ist ein fotostrahlenbrechender Kristall, dessen nichtlineare Eigenschaften Filterung oder Inversion der Intensität des periodischen Aspekts der Maske in dem Hologramm bewirken. Phasen-konjugiertes Auslesen (Vier-Wellen-Mischung) und inverse Transformation erzeugen ein Bild, in dem die Intensität der nichtperiodischen Defekte verstärkt ist.
  • Dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Durchführung von Defektverstärkung in Realzeit liegen zwei Beobachtungen zugrunde. Die erste besteht darin, daß die Fourier-Transformierte eines periodischen Gegenstands eine Reihe diskreter Spitzen ist, deren Breite umgekehrt abhängig ist von der Eingangsfeldgröße und deren Abstand umgekehrt abhängig ist von der Periode der Maske. Im Gegensatz dazu ist die Fourier-Transformierte eines kleinen Defekts eine stetige Funktion, deren Intensität mehrere Größenordnungen geringer ist als die periodischen Spitzen. Es ist festzustellen, daß andere Transformationen verwendet werden können, wie die Mellin-Transformation, um ähnliche Ergebnisse zu erzielen. Die zweite Beobachtung ist, daß der Diffraktionswirkungsgrad eines in einem fotostrahlenbrechenden Medium gebildeten Volumen-Phasen-Hologramms maximiert wird, wenn die Intensitäten der beiden Schreibstrahlen annähernd gleich sind, und sich verringert, wenn der Intensitätsunterschied größer wird. Für eine ebene Bezugswelle, deren Intensität Ir größer ist als die Intensität Io des Gegenstandsstrahls, ist das Ausgangssignal proportional zu der Intensität des Gegenstandsstrahls; für einen Gegenstandsstrahl, der eine größere Intensität aufweist als der Bezugsstrahl, ist das Ausgangssignal proportional zur Umkehrung der Intensität des Gegenstandsstrahls. Es ist zu beachten, daß für den Betrieb der Einrichtung ein dritter, in den Kristall einfallender Strahl notwendig ist, um das erwünschte Ausgangssignal zu erzeugen. Dieser Strahl kann gleichzeitig mit den anderen Strahlen oder darauffolgend, nach dem Schreiben des Hologramms angelegt werden.
  • In Fig. 2 ist eine Kurve 20 eines typischen Diffraktionswirkungsgrads im Verhältnis zum Strahlenverhältnis auf einer doppellogarithmischen Skala gezeigt, mit der Annahme, daß das Strahlenverhältnis R ( Io/Ir) durch Änderung von Io und Beibehaltung von Ir verändert wird. Ein Defekt kann dadurch verstärkt werden, daß die Fourier-Transformierte einer Maske auf den fotostrahlenbrechenden Kristall fokussiert wird und die Intensität des Spitzenspektralanteils aufgrund des Defekts der Intensität des Bezugsstrahls angenähert oder geringer als diese gehalten wird. Das Strahlenverhältnis der Intensität des Defektspektrums zu der Intensität des Bezugsstrahls sollte daher ≤ 1 sein. Die Intensität der Spitzen aufgrund der periodischen Struktur wird weit größer sein als die Intensität des Bezugsstrahls, so daß der entsprechende Diffraktionswirkungsgrad sehr klein wird. Somit führt das strahlenbrechende, in dem Kristall gebildete Vergleichsmuster sowohl Aufzeichnungsschritte als auch Filterschritte durch.
  • Eine Fourier-Optik-Analyse kann dazu verwendet werden, die Ausbreitung von Licht von dem Gegenstand zu dem Kristall zu beschreiben. Angenommen, die Maske ist rechteckig mit dem Maß W · L und ein kleiner, lichtdurchlässiger, rechteckiger, bei (xo, yo) liegender Defekt weist die Maße w · l auf. Es sei p(x, y) eine Elementarzelle der periodischen Struktur, die einen Abstand mit Intervallen der Länge a aufweist. Dann ist die Intensität der Fourier-Transformation an dem Kristall, mit W, L » a und Einheitsbeleuchtung
  • wobei die sinc-Funktion definiert ist wie in Bracewell: "The Fourier Transform and its Applications", McGraw-Hill, Inc., New York, 1978. Bracewell ist durch Bezug eingeschlossen. Die räumlichen Frequenzvariablen beziehen sich auf räumliche Variablen, da u = x/λf und P(u, v) die Fourier-Transformierte von p(x, y) ist. P(O, O) stellt die Durchlaßfläche von einer Periode des Musters dar, und P(O, O)/a² ist der Bruch der Maskenfläche, die durchlässig ist.
  • Das Hologramm sollte so aufgezeichnet werden, daß die Intensität des periodischen Teils von T(u, v) ² größer ist als die Intensität des Bezugsstrahls und die Intensität des Defektteils von T(u,v) ² kleiner ist als die Intensität des Bezugsstrahls. Wenn D als relevanter Dynamikbereich des periodischen Teils definiert wird und der Lichteinfall auf die Maske Ii ist, dann gilt mathematisch
  • Ii(WL/λf)² P²(O,O)/a&sup4; (1/D) > Ir (2)
  • Ii(wl/&lambda;f)² < Ir (3)
  • Das zweite Ergebnis, d. h. die Beziehung (3) gilt für einen Durchlaßdefekt und das Ergebnis muß modifiziert werden zu
  • für einen Opazitätsdefekt.
  • Ein Beispiel für ein System zur Verstärkung von Defekten ist in Fig. 3 gezeigt. Der kritische Teil des Systems, d. h. der Teil, der allgemein dem in Fig. 1 gezeigten System entspricht, wird durch Block 9 dargestellt. Ein Argon-Ionenlaser 17 (&lambda; = 514,5 nm) wurde parallel gerichtet und geteilt zur Bildung der beiden Schreibstrahlen, d. h. des Bezugsstrahls und des Gegenstandsstrahls, sowie des Prüf- (Auslese) -Strahls. Hierbei bezeichnet Ir die relativ geringe Intensität des Bezugsstrahls, Io den Gegenstandsstrahl und Ip den Auslesestrahl. Sowohl Bi&sub1;&sub2;GeO&sub2;&sub0; (BGO) als auch Bi&sub1;&sub2;SiO&sub2;&sub0; (BSO) Kristalle 12 wurden verwendet. In diesem beispielhaften Fall wurde ein Bi&sub1;&sub2;SiO&sub2;&sub0; (BSO) Kristall 12 von der Größe 8 · 8 · 8 mm³ in x-Richtung entlang einer (110) Achse ausgerichtet. Sowohl der Gegenstandsstrahl als auch der Bezugsstrahl fielen auf den Kristall 12 unter einem Winkel von ungefähr 7,5º zur Normalen auf die Kristalloberfläche zur Bildung eines Strahlenbrechungsgitter-Indexes innerhalb des Kristalls. Der Auslesestrahl wurde unter dem Braggschen Winkel von ungefähr 7,5º zur Normalen auf die gegenüberliegende Fläche des Kristalls, relativ zu den Schreibstrahlen, gerichtet. Eine Linse 18 mit einer Brennweite von 381 mm und einem Durchmesser von 78 mm wurde zur Durchführung der Fourier-Transformation und der inversen Transformation verwendet, und das Ausgangssignal wurde durch eine CCD-Kamera 21 erfaßt.
  • Weiter Bezug nehmend auf Fig. 3 wurde die kohärente Strahlung von dem Argon-Ionenlaser 17 durch einen variablen Dämpfer/Strahlenteiler 19 in einen ersten Strahl, den phasenkonjugierten Auslesestrahl Ip, und einen zweiten Strahl, insgesamt durch 21 bezeichnet, geteilt. Der variable Dämpfer/ Strahlenteiler 19 wurde auch zur Steuerung der Intensität des Auslesestrahls relativ zu dem zweiten Strahl 21 verwendet, d. h. zur Bildung eines Auslesestrahls von relativ geringer Intensität. Der Prüf- oder Auslesestrahl Ip wurde durch die konvergierende Linse 22 erweitert, durch die Linse 23 parallel gerichtet und dann mittels des Spiegels 24 auf den Kristall gerichtet unter Braggschen Bedingungen. Der zweite Strahl 21 ging durch eine Halbwellenplatte 26, wurde dann durch die Linse 27 erweitert und durch die Linse 28 parallel gerichtet. Der zweite Strahl 21 wurde sodann mittels eines Spiegels 29 auf einen polarisierenden Strahlenteilungswürfel 31 zur Teilung des zweiten Strahls gerichtet. Einer der daraus resultierenden Strahlen wurde durch eine Halbwellenplatte 32 durchgelassen zur Bildung des Bezugsstrahls Ir. Der andere daraus resultierende Strahl, Gegenstandsstrahl Io, wurde mittels des Spiegels 33 auf den Gegenstand 34, in diesem Falle eine periodische Maske, und dann auf die Linse 18 gerichtet, die die Fourier-Vorwärtstransformation an dem Gegenstandsstrahl durchführte. Die Transformierte des Gegenstandsstrahls wurde auf den fotostrahlenbrechenden Kristall 12 fokussiert, wo Interferenz zwischen dem Bezugsstrahl Ir und der Transformierten des Gegenstandsstrahls Io ein Hologramm der Fourier-Transformierten des Gegenstands 36 bildete. Die Verbindung von der Halbwellenplatte 26, dem polarisierenden Strahlenteilungswürfel 31 und der zweiten Halbwellenplatte 32 erlaubte eine Änderung des Strahlenverhältnisses Io/Ir zur Bildung des erwünschten Bezugsstrahls von relativ geringer Intensität unter Beibehaltung der Polarisation.
  • Es ist zu beachten, daß der Gegenstand 34 sich an der vorderen Brennebene der Fourier-Transformations-Linse befand (dies ist keine notwendige Bedingung, da der Gegenstand beliebig vor der Linse angeordnet werden kann), während der Kristall sich an der hinteren Brennebene befand. Das Auslesen wurde durch den phasen-konjugierten Strahl Ip durchgeführt. Das Ausgangssignal ging durch Linse 18, wo die inverse Transformation durchgeführt wurde, und wurde dann durch den Strahlenteiler 36 auf Kamera 21 gerichtet. In dem in Fig. 3 gezeigten Aufbau wurde das Ausgangssignal bei Kamera 21, einer CCD-Kamera (ladungsgekoppelte Einrichtung), erfaßt und mittels eines Standard-Fernsehbildschirms oder Monitors 38 angezeigt. Ein Polarisator 39 wurde vor dem Ausgang angeordnet, um das Streulicht zu verringern und den Störabstand zu vergrößern. Es ist zu beachten, daß außer CCD-Kameras auch andere geeignete Detektoren verwendet werden können. Darüber hinaus können auch andere fotostrahlenbrechende und allgemein nichtlineare optische Materialien verwendet werden. Während bei dem beispielhaften System aus Fig. 3 eine durchlässige Geometrie verwendet wird, in der das Laserlicht durch den Gegenstand 34 durchgelassen wird, kann darüber hinaus auch eine reflektierende Geometrie verwendet werden, in der der Gegenstandsstrahl Io durch Reflexion von dem Gegenstand erzeugt wird. Es ist zu beachten, daß die Auslese- und Schreibstrahlen von unterschiedlichen Quellen stammen können.
  • Die Gegenstandsmaske 16 umfaßte eine 36 · 36 Anordnung von Quadraten, jedes mit Seiten von 150 um. Der Abstand zwischen den Quadraten betrug 100 um, somit war die Periode a gleich 250 mm. Die Gesamtmaskengröße war 9 · 9 mm². In dieser Anordnung wurden sieben durchlässige Defekte der Größen 100 · 100 um², 100 · 50 um² (zwei Defekte), 100 · 25 um² (zwei Defekte), und 100 · 10 um² (zwei Defekte) angeordnet, wie in Fig. 4A gezeigt. Der Ausgang des optischen Systems ist in Fig. 4B gezeigt und wurde durch eine angelegte Spannung von 4 kV über den Kristall erreicht. Es ist zu beachten, daß die zwei kleinsten Defekte in Fig. 4A nicht sichtbar sind; sie erscheinen jedoch in dem Ausgang aus Fig. 4B. In Fig. 4B wurde der periodische Hintergrund relativ wirksam unterdrückt, so daß die Defekte deutlich sichtbar sind. Fig. 5 zeigt eine Intensitätsabtastung einer Linie des Ausgangsbildes, die den erhaltenen Worst-Case-Störabstand zeigt. Der dargestellte Defekt ist einer der zwei 10 · 100 um² Punkte. Mit diesem System können ohne weiteres noch kleinere Defekte erfaßt werden.
  • Beim Aufzeichnen des Hologramms war die Intensität des Gegenstandsstrahls an der Maske (Io) 16 mW/cm² und die Intensität des Bezugsstrahl (Ir) 3,0 mW/cm², was zu Strahlenverhältnissen an dem Kristall (nur für den Defekt) von 0,014 bis 0,00014 führte, abhängig von der Größe des Defekts. Somit zeigen die Versuchsergebnisse, daß Verstärkung auch für Werte mit R sehr viel kleiner als eins auftritt. Infolgedessen veränderte sich das Verhältnis des einfallenden Strahls an der Maske, das zur Erreichung eines defektverstärkenden Ausgangs (Io/Ir) nötig war, nicht sehr mit Bezug auf einen Bereich von Defektflächen von mehr als zwei Größenordnungen. Da die in Fig. 1 gezeigten inversen Eigenschaften unter Bedingungen der Ebenwellen-Beleuchtung hergeleitet wurden, können die Filtereigenschaften des Kristalls nicht durch eine einfache Strahlenverhältnisabhängigkeit beschrieben werden. Das Verhältnis der Spitze des periodischen Teils der Transformation zu der Spitze des Defektteils reichte von 8,5 · 10&sup6; bis 8,5 · 10&sup8;.
  • Die im Ausgangssignal erreichte Auflösung kann vergrößert werden, beispielsweise durch Reduzieren von f# des optischen Systems (und Verwendung eines Kristalls mit größeren Maßen), durch Steigerung der Größe der abbildenden Elemente der CCD- Kamera (von denen jedes 23 um · 13,4 um war), und/oder durch Verwendung anderer nichtlinearer Aufzeichnungsmaterialien.
  • Während die obenbeschriebene Intensitätsinversion und die Beispiele für Defekte die Anwendung der Erfindung bei Verwendung des sichtbaren Teils des elektromagnetischen Spektrums zeigen, ist die Erfindung auch auf andere, nichtsichtbare Teile des elektromagnetischen Spektrums anwendbar, wie z. B. Röntgenstrahlen.
  • Zusammenfassend ist festzustellen, daß ein Verfahren zur selektiven Verstärkung und/oder Unterdrückung optischer Merkmale in Realzeit vorgestellt wurde.

Claims (2)

1. Verfahren zur selektiven Bildunterdrückung und Verstärkung gewählter Merkmale eines Gegenstandes (34), bei dem in einem nichtlinearen optischen Medium (12) zwischen einem einfallenden Bezugsstrahl der Intensität Ir elektromagnetischer Strahlung und der Transformation eines Gegenstandsstrahls der Intensität Io der Strahlung von einem beleuchteten Gegenstand eine Interferenz herbeigeführt wird, zur Ausbildung eines Hologramms im Medium, das auf das Verhältnis Io/Ir ein nichtlineares Ansprechverhalten aufweist, bei dem zum Auslesen des Hologramms und zur Ausbildung eines Ausgangsstrahls ein Auslesestrahl der Intensität Ip angelegt wird, und bei dem zur Ausbildung eines Bildes der Ausgangsstrahl einer inversen Transformation unterzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß Defekte in einem Gegenstand mit räumlich periodischer oder quasi-periodischer Struktur im Bild selektiv verstärkt werden, indem Ir auf einen Wert wesentlich kleiner als die Intensitäten von Spitzen in der räumlichen Verteilung des transformierten Gegenstandsstrahls eingestellt wird, die der periodischen Struktur entsprechen, so daß die Intensität von Komponenten im Ausgangsstrahl, die den Defekten entsprechen, relativ zu der periodischen Struktur entsprechenden Komponenten verstärkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslesestrahl (Ip) gleichzeitig an das nichtlineare optische Medium angelegt wird.
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