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Diese Erfindung betrifft eine Schaltung zur Luminanzsignalverarbeitung
zum Vermindern des Rauschens im Luminanzsignal eines Videosignals für
die Verwendung in Geräten zur Videoaufzeichnung und -wiedergabe, z. B.
einem Video-Bandaufnahmegerät (VTR).
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Konventionell wurde in der Luminanzsignal-Wiedergabeschaltung eines
VTR eine Rauschverminderungsschaltung vorgesehen, um den Rauschpegel
in dem wiedergegebenen Luminanzsignal nach der Frequenzdemodulation
zu reduzieren. Fig. 8 zeigt ein Blockschaltbild einer solchen
herkömmlichen Rauschverminderungsschaltung. Bei dieser Schaltung wird das
wiedergegebene Luminanzsignal an einen Eingangsanschluß 101 angelegt,
und dessen Frequenzanteile von z. B. 1 MHz oder höher werden durch ein
Hochpaßfilter 102 herausgenommen. Da die Signalanteile eine große
Amplitude und die Rauschanteile eine relativ kleine Amplitude haben,
werden die Signalanteile großer Amplitude in einem Amplitudenbegrenzer
103 unterdrückt, während nur die Rauschanteile mit kleiner Amplitude
übrigbleiben. Diese Rauschanteile werden in einer
Koeffizientenschaltung 104 auf die gleiche Amplitude wie das Eingangssignal eingestellt
und an eine Subtraktionsschaltung 105 angelegt, um von dem
eingegebenen wiedergegebenen Luminanzsignal subtrahiert zu werden. Da
sichtbare Rauschsignale im allgemeinen solche mit hoher Frequenz und
kleinen Amplitudenanteilen von über 1 MHz sind, wird ein in dem sichtbaren
Rauschen vermindertes Signal erhalten.
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Ein anderes herkömmliches Beispiel einer Rauschverminderungsschaltung
ist in Fig. 10 dargestellt. Bei diesem Beispiel wird das an einen
Eingangsanschluß 107 angelegte wiedergegebene Luminanzsignal zu einer
1H-Verzögerungsschaltung 108 geführt, um für eine Horizontalperiode
(1H) verzögert zu werden, und wird dann in eine Subtraktionsschaltung
109 geführt, um von dem eingegebenen Luminanzsignal subtrahiert zu
werden. Wie im übrigen bekannt ist, hat ein Videosignal eine Vertikalkorrelation
derart, daß zwei gegenseitig um 1H versetzte Signale
einander sehr ähnlich sind, wogegen eine solche Vertikalkorrelation im
Rauschen nicht vorhanden ist. Der Ausgang dieser Subtraktionsschaltung
109 ist deshalb ein Luminanzsignal ohne Vertikalkorrelation mit dem
Rauschen. Dieses Signal wird in der Amplitude in einem
Amplitudenbegrenzer 110 begrenzt, der einen Amplitudengrenzwert hat, der etwa
gleich dem Spitzenwert des Rauschens ist, so daß die
Luminanzsignalanteile mit großer Amplitude ohne Vertikalkorrelation entfernt und
nur die Rauschanteile herausgenommen werden. Die Rauschanteile werden
in einer Subtraktionsschaltung 111 von dem Eingangssignal subtrahiert.
Als Folge davon wird das Eingangsluminanzsignal in hohem Maße in
seinem Rauschpegel reduziert und an einen Ausgangsanschluß 112 angelegt.
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Es ist ebenfalls bekannt, wie in fig. 11 gezeigt, Anteile ohne
Vertikalkorrelation durch Verwendung eines rekursiven Kammfilters zu
extrahieren und sie von dem Eingangssignal zu subtrahieren.
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In Fig. 11 durchläuft das an einen Eingangsanschluß 1 angelegte
Videosignal ein rekursives Kammfilter, das aus einem Addierer 10, einer
1H-Verzögerungsschaltung 11 und einer ersten Koeffizientenschaltung
12 besteht, so daß die Anteile mit vertikaler Korrelation extrahiert
werden. Dieses Signal wird in eine zweite Koeffizientenschaltung 13
geführt, wo seine Amplitude dem Eingangssignal angeglichen wird, und
wird in einem Subtrahierer 14 von dem Eingangsvideosignal subtrahiert,
so daß die Anteile ohne Vertikalkorrelation extrahiert werden, und
ein Ausgangssignal wird durch eine dritte Koeffizientenschaltung 15
erhalten. Angenommen der Koeffizient der ersten Koeffizientenschaltung
12 sei k (0< k< 1) und der der zweiten Koeffizientenschaltung 13 sei
1 - k, wird durch Wählen des Koeffizienten der dritten
Koeffizientenschaltung 15 zu 1+k die Höhe der Spitze des Frequenzverlaufs des
Ausgangs ungeachtet des Koeffizienten k konstant.
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Die Übertragungsfunktion G in Fig. 11 wird wie folgt ausgedrückt
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G = (1 + k) (1 - ε)/1 - kε (1)
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wo ε = exp (-jω/fH)
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Aus Gleichung (1) folgt, wenn die Frequenz des Eingangssignals nfH
ist (n ist eine Ganzzahl), dann ist ε = 1, somit G : 0; wenn sie (n +
0.5) fH ist, dann ist ε =-1, somit G = 2. Das heißt, die
Charakteristik des rekursiven Kammfilters ist ein typisches Kammfilterprofil, das
niedrigst wird, wenn die Frequenz des Eingangssignals nfH ist, (n ist
eine beliebige Ganzzahl, und fH ist eine Horizontalabtastfrequenz) und
den Scheitelwert erreicht, wenn sie (n + 0.5)fH ist. Wenn der
Koeffizient k klein ist, ist der Durchlaßbereich schmal, und wenn er groß
ist, ist der Bereich breit.
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Fig. 13 zeigt noch eine weitere Rauschverminderungsschaltung. Diese
ist z. B. in der "Japanese Unexamined Patent Publication" JP-A-60-116
290 offenbart. Im Betrieb werden ein Ausgang einer
1H-Verzögerungsschaltung 126 und ein Eingangssignal in einer Additionsschaltung 127
addiert. Die Summe wird durch ein Hochpaßfilter 128 und eine
Koeffizientenschaltung 129 geführt und mit einem Eingangssignal in einer
Additionsschaltung 125 addiert. Diese Summe ist die Eingabe für die
1H-Verzögerungsschaltung 126 eines rekursiven Kammfilters. Durch
Verwendung dieses Filters und einer Ausgleichsschaltung 130, die den
Frequenzverlauf von dessen Ausgang glättet, arbeitet die Schaltung als
ein Kammfilter mit einem breiten Durchlaßbereich, wenn die Frequenz
des Eingangssignals niedrig ist, oder als ein Kammfilter mit schmalem
Durchlaßband, wenn die Frequenz des Eingangssignals hoch ist, so daß
die Rauschanteile in dem hohen Bereich wirksam gesenkt werden können.
Außerdem wird in einer Subtraktionsschaltung 132 ein Differenzsignal
aus diesem Ausgangssignal und dem Eingangssignal gebildet und ein
Signal großer Amplitude in einer Begrenzerschaltung 133 entnommen.
Das heißt, es wird ein Signal hoher Amplitude und ohne
Vertikalkorrelation entnommen und mit dem Ausgang der Ausgleichsschaltung 130
in einer Additionsschaltung 134 addiert, wodurch ein Signal ohne
vertikale Korrelation erhalten wird. Somit ist beabsichtigt, die
sichtbaren Rauschanteile in dem hohen Bereich in hohem Grad zu reduzieren,
wenn vertikale Korrelation besteht, und die vertikale Auflösung nicht
zu vermindern, wenn die Frequenz niedrig ist oder wenn keine
Korrelation vorhanden ist.
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Wenn jedoch bei der in Fig. 8 gezeigten herkömmlichen
Rauschverminderungsschaltung das wiedergegebene Luminanzsignal, wie in Fig. 9(a)
gezeigt, eine Flanke enthält, wird der Ausgang des Hochpaßfilters
102 wie in Fig. 9(b), während der Ausgang des Begrenzers 103 wie in
Fig. 9(c) wird, so daß die Rauschanteile in dem amplitudenbegrenzten
Bereich eliminiert werden. Als Folge davon wird das Rauschen, wie in
Fig. 9(d) dargestellt, in dem Flankenabschnitt übriggelassen.
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Wenn bei der Schaltung in Fig. 10 eine vertikale Korrelation in dem
Luminanzsignal vorhanden ist, kann im Vergleich zu der Schaltung in
Fig. 9 das Rauschen in dem Flankenbereich verbessert werden. Die
Verbesserung des S/N-Verhältnisses des gesamten Signals beträgt jedoch
nur einige dB. Da diese ferner eine Kammfiltercharakteristik hat, um
die Frequenz eines ganzzahligen Vielfachen der horizontalen
Abtastfrequenz fH mit einem ähnlichen Grad über den gesamten
Frequenzbereich durchzuleiten, wird die vertikale Auflösung vermindert, und das
Rauschen wird im unteren Frequenzbereich besonders sichtbar.
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Wenn bei dem rekursiven Kammfiltertyp in Fig. 11 der Durchlaßbereich
erweitert wird, können mehr Rauschanteile vermindert werden. Da aber
die Signalanteile ebenfalls vermindert werden, wird die
Vertikalauflösung gesenkt. Daher wurde in Betracht gezogen, die Minderung der
Rauschanteile von 1 MHz auf 2 MHz zu verstärken, die besonders
sichtbar sind. Das heißt, der Koeffizient k des rekursiven Kammfilters
wird bei der gewünschten Frequenz erhöht, um das Rauschen weiter zu
verringern, oder es reicht aus, den Koeffizienten k größer zu machen,
wenn die Frequenz höher ist, und kleiner, wenn die Frequenz tiefer
ist. Zum Beispiel wird in dem ersteren Fall der
Koeffizientenschaltung ein Bandpaßfilter zugefügt, oder es wird im letzteren Fall ein
Hochpaßfilter verwendet.
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Die folgende Erläuterung betrifft das Hochpaßfilter, gilt aber
gleichermaßen für das Bandpaßfilter
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Da jedoch in der Schaltung in Fig. 11 drei Koeffizientenschaltungen
vorhanden sind, deren Koeffizienten alle verschieden sind, ist es
bei dem Schaltungsentwurf schwierig, die Werte von jedem k abhängig
von der Frequenz des Eingangssignals zu verändern, und wenn es
möglich wäre, würden die Filtereigenschaften wegen der Verschiedenheit
zwischen den Schaltungselementen verändert werden.
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Die Schaltung in Fig. 13 löst die vorerwähnten Probleme zu einem
gewissen Grad, indem die Vertikalauflösung in dem niedrigen Bereich
nicht verringert wird und das Rauschen in dem hohen Bereich
wirksam reduziert wird. Um aber den Frequenzverlauf zu erhalten, werden
zwei Filterschaltungen mit Widerstand und Kondensator benötigt, z. B.
das Hochpaßfilter und die Ausgleichsschaltung. Eine Abweichung der
Eigenschaften der zwei Filter kann die Gesamteigenschaft beeinflussen,
oder es müssen bei Änderung des Frequenzverlaufs die beiden Filter
verändert werden, was nicht so günstig war.
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Angesichts der obigen Probleme ist es eine Aufgabe dieser Erfindung,
eine Schaltung zur Verarbeitung des Luminanzsignals bereitzustellen,
die einen einfachen Schaltungsaufbau hat, in der Lage ist, die
sichtbaren Rauschanteile in dem hohen Frequenzbereich in hohem Maß zu
vermindern, wenn vertikale Korrelation besteht, und eine hohe vertikale
Auflösung hat, wenn die Frequenz niedrig ist oder keine Korrelation
besteht.
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Um die obige Aufgabe auszuführen, umfaßt eine Schaltung zur
Verarbeitung des Luminanzsignals dieser Erfindung eine
Verzögerungsschaltung zum Verzögern eines Signals um eine Horizontalperiode, einen
ersten Addierer zum Addieren eines Eingangssignals und eines
Ausgangssignals von der Verzögerungsschaltung, eine Filterschaltung zum
Durchlassen eines spezifizierten Frequenzbands eines Ausgangs des
ersten Addierers, eine erste Koeffizientenschaltung zum
Multiplizieren eines Ausgangs der Filterschaltung mit einem spezifizierten
Koeffizienten, einen zweiten Addierer zum Addieren eines Ausgangs
der ersten Koeffizientenschaltung und des Eingangssignals, um dessen
Summenausgangssignal als Eingabe für die Verzögerungsschaltung zu
verwenden, einen Subtrahierer zum Subtrahieren des Ausgangssignals
der Verzögerungsschaltung von dem Eingangssignal der
Verzögerungsschaltung, einen Amplitudenbegrenzer zum Begrenzen der Amplitude
eines Ausgangs des Subtrahierers, eine zweite
Koeffizientenschaltung zum Multiplizieren eines Ausgangs des Amplitudenbegrenzers mit
einem spezifizierten Koeffizienten und eine Funktionsschaltung zum
Berechnen einer Summe oder Differenz eines Ausgangssignals der
zweiten Koeffizientenschaltung und des Eingangssignals.
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Wenn bei dieser Anordnung eine vertikale Korrelation besteht,
arbeitet die Schaltung als Kammfilter mit einem breiten Durchlaßband,
wenn die Frequenz des Eingangssignals niedrig ist, und als
Kammfilter mit einem schmalen Durchlaßband, wenn die Frequenz hoch ist;
und wenn keine vertikale Korrelation besteht, wird das
Ausgangssignal kaum beeinflußt. Deshalb werden, wenn eine vertikale Korrelation
besteht, sichtbare Rauschanteile in dem Hochfrequenzbereich wirksam
vermindert, und wenn keine Korrelation vorhanden ist, wird die
Rauschminderungsfunktion nicht ausgeführt, so daß die Vertikalauflösung
nicht verringert wird.
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Da ferner zum Erreichen dieser Eigenschaft nur eine Filterschaltung
verwendet wird, ist die Schaltung einfach und eine Schwankung der
Charakteristik kann eingeschränkt werden.
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Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer
Luminanzsignal-Verarbeitungsschaltung in einer Ausführung dieser Erfindung;
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Fig. 2 und Fig. 3 sind Wellenformdiagramme der Frequenzverläufe von
betreffenden Teilen in Fig. 1;
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Fig. 4 ist ein Schaltbild einer Ausführung, die die Filterschaltung
und die Koeffizientenschaltung in Fig. 1 kombiniert;
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Fig. 5, Fig. 6 und Fig. 7 sind Blockschaltbilder anderer Ausführungen
dieser Erfindung;
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Fig. 9 ist ein Wellenformdiagramm betreffender Teile in Fig. 8;
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Fig. 10 ist ein Blockschaltbild einer anderen herkömmlichen
Signalverarbeitungsschaltung;
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Fig. 11 ist ein Blockschaltbild eines herkömmlichen rekursiven
Kammfilters;
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Fig. 12 ist ein Diagramm des Frequenzgangs des Frequenzverlaufs von
Fig. 11; und
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Fig. 13 ist ein Blockschaltbild noch einer weiteren herkömmlichen
Signalverarbeitungsschaltung.
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Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer Ausführung dieser Erfindung, die
insbesondere der Verminderung des Rauschens dienen soll. Ein
Luminanzsignal wird von einem Eingangsanschluß 1 zugeführt. Rauschanteile
werden diesem Eingangssignal durch ein nichtlineares Filter 2, das
ein rekursives Kammfilter 29 enthält, entnommen und in einem
Subtrahierer 3 von dem Eingangssignal subtrahiert, so daß ein
rauschvermindertes Signal an einen Ausgangsanschluß 4 übergeben
wird.
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Zunächst wird die Funktion des nichtlinearen Kammfilters 2 erklärt.
Das von dem Eingangsanschluß 1 in Fig. 1 zugeführte Eingangssignal
wird mit einem Ausgang einer 1H-Verzögerungsschaltung 25 in einem
Addierer 21 addiert und die Summe einer Filterschaltung 22
zugeführt. Ein Ausgang der Filterschaltung 22 wird zu einer ersten
Koeffizientenschaltung 23 geführt und deren Ausgang wiederum in einem
Addierer 24 mit einem Eingangssignal addiert, um zur Eingabe der 1H-
Verzögerungsschaltung 25 zu werden. Das Ausgangssignal der
1H-Verzögerungsschaltung 25 wird-von dem Eingangssignal derselben in einem
Subtrahierer 26 subtrahiert und das erhaltene Differenzsignal an die
Amplitudenbegrenzerschaltung 27 angelegt. Angenommen das
Eingangssignal sei Ei, der Ausgang der 1H-Verzögerungsschaltung 25 E&sub1;, eine
Übertragungsfunktion der Filterschaltung 22 α, ein Koeffizient der
ersten Koeffizientenschaltung 23 k, die 1H-Verzögerung ε und die
horizontale Abtastfrequenz sei fH, dann wird E&sub1; wie folgt ausgedrückt:
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E&sub1; = {(Ei + E&sub1;)αk + Ei}ε; somit
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E&sub1; = (1 + αk) ε/1 αkε Ei (2)
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wo ε = exp (-jω/fH).
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Daher wird eine Übertragungsfunktion H zu dem Ausgangssignal E&sub2; des
rekursiven Kammfilters 29 wie folgt ausgedrückt:
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H = E&sub2;/Ei = (1 + k) (1 - ε/1- αkε (3)
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Gleichung (3) ist wie Gleichung (1), außer daß k durch αk ersetzt ist.
Daher ist, ähnlich zu Gleichung (1), wenn die Frequenz des
Eingangssignals nfH ist, ε = 1, somit H = 0; und wenn (n + 0.5)fH, ε = -1,
somit H = 2. Das heißt, es bedeutet ein Kammfilter, das den Höchstwert
erreicht, wenn die Frequenz der Eingangsfrequenz (n + 0.5)fH ist, und
den Tiefstwert erreicht, wenn die Frequenz nfH ist.
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Die gleiche in der Schaltung in Fig. 11 erhaltene Eigenschaft wird
daher in der Schaltung von Fig. 1 erhalten. Da in Fig. 1 die
Filterschaltung 22 der Koeffizientenschaltung hinzugefügt ist, kann zudem
die Eigenschaft abhängig von der Frequenz des Eingangssignals
verändert werden.
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Die Filterschaltung 22 in Fig. 1 ist ein Hoch-Anhebungsfilter, und
wenn die Frequenz hoch ist, erreicht α 1, und wenn die Frequenz tief
ist, wird α R2/(R&sub1; + R&sub2;), so daß αk in Gleichung (3), d. h. k in
Gleichung (1), kleiner wird, wenn die Frequenz kleiner wird. Daher
wird eine Charakteristik erhalten, die bei hoher Frequenz im
Durchlaßbereich erweitert und bei niedriger Frequenz eingeengt wird.
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Die Frequenzverläufe an einigen Teilen in Fig. 1 sind in Fig. 2
dargestellt. Fig. 2(a) ist der Frequenzverlauf des Ausgangs des Addierers
21, (b) ist der Frequenzverlauf des Ausgangs der Filterschaltung 22,
bei dem die Filterschaltung 22 die Charakteristik des
Hoch-Anhebungsfilters der durch die gestrichelte Linie in (b) gezeigten Hüllkurve
hat, und (c) ist der Frequenzverlauf des Ausgangs von Addierer 24.
Der Frequenzverlauf des Ausgangs Ei der 1H-Verzögerungsschaltung 25
wird natürlich wie in (c) dargestellt. Der Frequenzverlauf des
Ausgangssignals E&sub2; des rekursiven Kammfilters ist wie in (d) gezeigt.
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Während in Fig. 1 die Filterschaltung und die Koeffizientenschaltung
getrennt bereitgestellt sind, ist es aber auch möglich, diese, wie
in Fig. 4 gezeigt, zu kombinieren. Wenn in Fig. 4 R&sub3; und R&sub4; gewählt
werden, daß die folgenden Gleichungen aufgestellt werden, entspricht
dieses der Kombination der Filterschaltung und der
Koeffizientenschaltung in Fig. 1.
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R&sub3; = (1 - k) R&sub2;
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R&sub4; = kR&sub2;
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Daher hat das in dem rekursiven Kammfilter erhaltene Signal
Rauschanteile mit kleiner Amplitude und Anteile ohne Vertikalkorrelation mit
relativ großer Amplitude. Durch Begrenzung der Amplitude in dem
Amplitudenbegrenzer 27 werden die Anteile ohne Vertikalkorrelation
entfernt und nur die Rauschanteile bleiben übrig.
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Dieses Signal wird auf die Amplitude des Eingangssignals in der
zweiten Koeffizientenschaltung 28 eingestellt. Zum Beispiel angenommen,
dieser Koeffizient sei y, ergibt sich das Ausgangssignal Eo wie folgt:
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Eo/Ei = (1 + αk) (1 - ε)/1 - αkε y (6)
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Wenn Y = 1/2, wird sie wie folgt umgestellt:
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Eo/Ei =
(1 + αk) (1 + ε)/1 - αkε (7)
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Dieses bedeutet ein Kammfilter, das den Boden erreicht, wenn die
Frequenz des Eingangssignals (n + 0.5) fH, und in dem Bodenbereich
ist das Ausgangssignal 0.
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Auf diese Weise werden die nicht von dem Amplitudenbegrenzer 27
begrenzten Anteile in dem Subtrahierer 3 von dem Eingangssignal
subtrahiert, und als Folge davon wird der an Ausgangsanschluß 4
erscheinende Frequenzverlauf des Ausgangssignals Eo wie in Fig. 3(a)
darstellt. Da die Amplitude durch den Amplitudenbegrenzer 27 begrenzt
wird, ist bei Abwesenheit vertikaler Korrelation der Ausgang der
zweiten Koeffizientenschaltung 28 nahezu Null, so daß ein benahe
gleiches Signal wie das Eingangssignal dem Ausgangsanschluß 4, wie in
Fig. 3(b) gezeigt, zugeführt wird.
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Daher wird bei Verwendung des Hoch-Anhebungsfilters das
Eingangssignal direkt geliefert, wo vertikale Korrelation nicht vorhanden
ist, und sichtbare Hochfrequenzrauschanteile können wirksam
vermindert werden, wo eine vertikale Korrelation besteht. Oder allgemein,
da die Rauschanteile von 1 bis 2 MHz für am meisten sichtbar gehalten
werden, wird eine ähnliche Wirkung durch Verwendung eines
Band-Anhebungsfilters erreicht, um dieses Frequenzband anzuheben.
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Oder durch Verringern des Werts von y auf kleiner als 1/2 geht der
Bodenteil von Fig. 3(a) nach oben, und die Charakteristik wird wie
in (c) gezeigt. In diesem Fall ist es beabsichtigt, die vertikale
Auflösung durch Vermindern des Grads der Rauschminderung zu erhalten.
Und, wie in Fig. 5 gezeigt, wird bei Verwendung eines Addierers 5
anstelle der Subtrahierers 3 in Fig. 1, wenn der Wert von y richtig
bestimmt ist, eine umgekehrte Charakteristik zu der von Fig. 1, wie
in Fig. 3(d) gezeigt, erhalten, und der Teil ohne Korrelation wird
angehoben. Auf diese Weise kann, wenn das Rauschen im Verlauf der
Aufnahme oder Wiedergabe zunimmt, wie bei VTR, erst durch Aufnahme unter
Anhebung des Teils ohne Korrelation, wie in Fig. 5, und dann durch
Vermindern des Rauschens der Charakteristik 3(c) in der
Zusammensetzung von Fig. 1 bei der Wiedergabe, der umfassende
Frequenzverlauf einschließlich Aufnahme und Wiedergabe fast geglättet und das
Rauschen kann ohne Verschlechterung der vertikalen Auflösung
reduziert werden.
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Oder, wie in Fig. 6, wenn die Anordnung so ist, um den Ausgang von
dem rekursiven Kammfilter von dem Eingangsignal zu subtrahieren, um
ein Ausgangssignal zu erhalten und dieses Ausgangssignal als die
Eingabe zu dem rekursiven Kammfilter zu verwenden, wird eine perfekte
inverse Charakteristik zu der von Fig. 5 erhalten. Das heißt, bei der
Schaltung in Fig. 5 wird durch Anhebung des Signals bei der Aufnahme
und Unterdrückung bei der Wiedergabe das Rauschen vermindert, und
der Frequenzverlauf kanngeglättet werden. In diesem Fall ist die
Schaltung einfach, weil der gleiche Wert als der Koeffizient der
zweiten Koeffizientenschaltung verwendet werden-kann.
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Entsprechend der Rauschminderung in der Schaltung gemäß Fig. 1 wird
eine perfekt inverse Charakteristik durch die Schaltung in Fig. 7
erzielt. In diesem Zusammenhang ist eine ähnliche Rauschminderung
ebenfalls möglich. Das heißt, durch Anheben des Signals in der Schaltung
in Fig. 7 wird das Rauschen in der Schaltung in Fig. 1 reduziert.
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Wie vorangehend beschrieben wird erfindungsgemäß durch Verändern der
Charakteristik eines Kammfilters abhängig von der Frequenz durch
Verwendung von nur einem Filter das Rauschen wirksam abgesenkt, und die
Schaltung kann ebenfalls einfach zusammengesetzt sein. Ferner kann
durch vorübergehendes Anheben der Anteile ohne vertikale Korrelation
bei der Aufnahme und Unterdrücken derselben zusammen mit dem Rauschen
bei der Wiedergabe das Rauschen reduziert werden, ohne die vertikale
Korrelationsauflösung zu senken, so daß es äußerst nützlich ist.