DE3609268C2 - Eisenbahn-Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung - Google Patents

Eisenbahn-Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung

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DE3609268C2
DE3609268C2 DE3609268A DE3609268A DE3609268C2 DE 3609268 C2 DE3609268 C2 DE 3609268C2 DE 3609268 A DE3609268 A DE 3609268A DE 3609268 A DE3609268 A DE 3609268A DE 3609268 C2 DE3609268 C2 DE 3609268C2
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Wajih Kanjo
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    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H15/00Wear-compensating mechanisms, e.g. slack adjusters
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D65/00Parts or details
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine doppelt wirkende, durch Druck betätigbare Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung zur Ein­ stellung des Spiels bei einem Eisenbahnfahrzeug-Bremsgestänge mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1. Bei Eisenbahnwagen im allgemeinen und insbesondere bei Wagen, die in Hochgeschwindigkeitszügen eingesetzt werden, ist eine Nach­ stellung des Bremsgestänges erforderlich, um den Bremszylinder- Kolbenstangen-Hub automatisch auf einem vorbestimmten Wert zu halten. Dieser Kolbenstangen-Weg eines Bremszylinders muß in relativ engen Toleranzen aufrechterhalten werden, um den Strö­ mungsmitteldruck, gewöhnlich den Luftdruck in dem Strömungs­ mittelzylinder, jenem im Druckspeicher möglichst gut anzu­ passen. Wenn dies nämlich nicht der Fall ist, würde ein Wagen mit einem langen Kolbenstangenweg mit vermindertem Druck be­ tätigt und auch mit einer Zeitverzögerung gegenüber den ande­ ren Wagen des Zuges, die einen richtigen vorbestimmten Kolben­ hub besitzen. Ein zu kurzer Kolbenhub würde eine Betätigung mit einem höheren Zylinderdruck ergeben, und ein kürzeres An­ sprechen gegenüber den Bremsen anderer Wagen, die bezüglich ihres Kolbenhubes richtig eingestellt sind.
Eine gattungsgemäße Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist aus der DE- 22 61 843 B2 bekannt. Hierbei erfolgt die Spielnachstellung in Abhängigkeit von der Stellung einer am Bremsgestänge an­ setzenden Stange, die einen Anschlag trägt, der auf der Zug­ stange verschiebbar ist und mit einer Anschlagfläche des Ge­ stängestellergehäuses zusammenwirkt. Wenn der Anschlag die Anschlagfläche des Gestängestellergehäuses zur gleichen Zeit berührt, wie die Bremsbacken die Radreifen, dann erfolgt keine Verstellung, weil dann das Spiel zwischen jedem Bremsschuh und dem Rad einen Wert hat, der genau dem gewünschten Wert entspricht.
Wenn das Spiel einen zu großen Wert aufweist, dann berührt der Anschlag die Anschlagfläche des Gestängestellergehäuses, be­ vor eine Berührung zwischen den Bremsschuhen und den Radreifen erfolgt, und es wird eine Streckung der Nachstellvorrichtung bewirkt.
Umgekehrt gelangen die Bremsschuhe bei zu geringem Spiel in Berührung mit den Radreifen, bevor der Anschlag auf die An­ schlagfläche aufgelaufen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufge­ baute und betriebssicher über lange Zeiträume wirksame Brems­ gestänge-Nachstellvorrichtung für Eisenbahnfahrzeuge zu schaffen, bei der die Spieleinstellung verbessert und eine feinfühlige Nachstellung gewährleistet ist.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die im Kennzeichnungs­ teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale.
Gemäß der Erfindung ist demgemäß eine Übersteuervorrichtung mit einem daran angreifenden Stellglied in Form eines Stell­ hebels vorgesehen, der die Stellbewegung unter den drei be­ trachteten Betriebsverhältnissen wie folgt einleitet:
Bei richtigem Spiel (keine Abnutzung der Bremsschuhe) wird der Stellhebel des Stellgliedes betätigt, sobald die Bremsschuhe das Rad berühren. Daher erfolgt keine Drehung der Konusmutter und die Längenabmessung bleibt unverändert.
Bei zu großem Spiel (abgenutzte Bremsschuhe) wird der Stell­ hebel verschwenkt, bevor die Bremsschuhe dem Radreifen an­ liegen. Hierdurch wird die Konusmutter durch die Feder abge­ hoben, so daß sie zwischen den beiden Kupplungsflächen steht und die auf den Federteller wirkende Feder bewirkt eine Ver­ schiebung der Stange nach außen, was möglich wird, weil sich die Konusmutter frei drehen kann.
Bei zu geringem Spiel (abgenutzte Bremsschuhe) berühren die Bremsschuhe die Radreifen bevor der Stellhebel betätigt wird. Die Reaktionskraft sucht die Stange nach innen zu schieben und nachdem die Kupplung zwischen den Anschlagflächen aufge­ hoben ist, kann sich die Konusmutter im Sinn einer Verkürzung des Getriebes drehen und die Stange wird eingefahren.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 bis 3 zeigen zusammen einen Längsschnitt einer einer doppelt wirkenden Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung,
Fig. 4 einen Teillängsschnitt, welcher die zwei­ teilige Gehäuseverbindung für eine doppelt wirkende, durch Druck betätigbare Brems­ gestänge-Nachstellvorrichtung zeigt,
Fig. 5 eine Schnittansicht der in die erste, zweite und dritte Stellung beweglichen Konusmutter,
Fig. 6 einen Längsschnitt des Übersteuerungsge­ häuses.
Im folgenden wird zunächst auf die Fig. 1 bis 3 Bezug ge­ nommen. Hier ist eine doppelt wirkende, durch Druck be­ tätigbare Gestängenachstellvorrichtung 10 dargestellt, die dazu dient, das Spiel bei einem Eisenbahnfahrzeug-Bremsgestänge nachzustellen. Gemäß dem gegenwärtig bevor­ zugten Ausführungsbeispiel der Erfindung umfaßt die Ge­ stängenachstellvorrichtung 10 ein langgestrecktes hohles Gehäuse 12. Dieses rohrförmige Gehäuse 12 wird gegen Dre­ hung gesichert und ist schwenkbar an einem ersten Ende 14 mit dem (nicht dargestellten) Bremsgestänge eines Eisen­ bahnwagens durch ein erstes Kupplungsstück 16 verbunden, welches eine Öffnung 18 aufweist.
Eine langgestreckte Stange 20 ist innerhalb des Gehäuses 12 hin- und hergehend gelagert und steht durch ein zwei­ tes Ende 22 des rohrförmigen Gehäuses 12 vor. Die Stange 20 ist gegen Drehung gesichert und schwenkbar an einem ersten Ende 24 mit dem Eisenbahnwagen-Bremsgestänge über ein hinteres Kupplungsstück 26 verbunden, das eine Öff­ nung 28 aufweist. Die Stange 20 weist einen Gewindeteil 30 in der Nähe eines zweiten Endes 32 auf. Der Gewinde­ abschnitt 30 erstreckt sich von dem zweiten Ende 32 der Stange 20 über eine vorbestimmte Länge und wird innerhalb des Gehäuses 12 aufgenommen. Benachbart zu dem zweiten Ende 32 der Stange 20 befindet sich außerdem ein Klemm­ ring 33, der die Stange 20 koaxial innerhalb des rohrför­ migen Gehäuses 12 ausrichtet. Der Klemmring bzw. der Gleitring 33 wird durch einen Sprengring 35 an Ort und Stelle gehalten.
Eine allgemein mit 34 bezeichnete Positionierungseinrich­ tung ist auf das Gewinde 30 der Stange 20 im Mittelabschnitt zwischen den Enden aufgeschraubt. Die Positionierungsvorrichtung 34 ist zwischen jeweils einer ersten Anschlagstellung und einer Freigabestellung, sowie einer zweiten Anschlagstellung beweglich. Die Positionie­ rungsvorrichtung 34 dreht sich auf dem Gewinde 30 der Stange 20, wenn sie sich in Freigabestellung befindet, und dadurch ändert sich die Länge der Spielnachstellvor­ richtung 10 durch Änderung der relativen Längsstellungen zwischen Gehäuse 12 und Stange 20.
Zwei in Gegenrichtung weisende Anschlagoberflächen 36 und 38 sind innerhalb eines Abschnittes des Gehäuseteils 12 in der Mitte zwischen den Enden angeordnet, die mit zwei entgegengesetzt gerichteten Anschlagoberflächen 40 und 42 in Eingriff kommen, die von der Positionierungsvorrich­ tung 34 getragen werden. Die Anschlagoberfläche 36 wirkt mit der Anschlagoberfläche 40 in der oben erwähnten ersten Anschlagstellung zusammen und die Anschlagober fläche 38 greift an der Anschlagoberfläche 42 in der zweiten Anschlagstellung an. Bei der Berührung der jewei­ ligen Arischlagoberflächen, d. h. beim Eingriff von 36 mit 40 oder 38 mit 42, wird die Drehung der Positionierungs­ vorrichtung 34 um das Gewinde 30 der Stange 20 gehindert, und daher wird eine Änderung der relativen Längsstellung zwischen Gehäuse 12 und Stange 20 verhindert.
Eine erste Druckerzeugungsvorrichtung, vorzugsweise in Gestalt einer Feder 44, liegt zwischen der Positionie­ rungsvorrichtung 34 und einem Federteller 46, der von der Stange 20 getragen wird, um die Positionierungsvorrich­ tung 34 in die erwähnte Freigabestellung zu drücken. Diese erste Druckerzeugungseinrichtung könnte auch ein Strömungsmittelzylinder, beispielsweise ein pneumatischer oder ein hydraulischer Zylinder (nicht dargestellt), sein.
Eine zweite Druckerzeugungsvorrichtung, vorzugsweise in Gestalt einer Feder 48, ist zwischen einer Anschlagober­ fläche 50 in der Nähe des ersten Endes des Gehäuses 12 und der Positionierungsvorrichtung 34 angeordnet. Wie oben erwähnt, könnte die zweite Druckerzeugungsvorrich­ tung auch ein strömungsmittelbetätigter Zylinder sein (nicht dargestellt). Die zweite Feder 48 ist stärker als die erste Feder 44, so daß die durch die erste Feder 44 ausgeübte Kraft überwunden wird und demgemäß die Positio­ nierungsvorrichtung 34 nach links gemäß der Zeichnung verschoben wird, was zur Folge hat, daß die Anschlagober­ flächen 36 und 40 in Eingriff gelangen, und dies ist die erste Anschlagstellung.
Ein Überfahr-Steuermechanismus 52 bewegt sich hin- und hergehend in Längsrichtung benachbart zum ersten Ende des Gehäuses 12. Diese Überfahr-Steuervorrichtung 52 kann mit der zweiten Feder 48 zusammenwirken, damit die von der zweiten Feder 48 ausgeübte Kraft um einen Betrag vermin­ dert wird, der kleiner ist als die Kraft, die durch die erste Feder 44 ausgeübt wird. Dadurch kann auch die Posi­ tionierungsvorrichtung 34 sich in die Freigabestellung bewegen.
Eine Übersteuerungsbetätigungsvorrichtung 54 wirkt auf die Übersteuerungsvorrichtung 52 ein, um die Übersteuer­ vorrichtung gemäß einer Bewegung einer Bremszylinder­ kolbenstange (nicht dargestellt) zu aktivieren, die an einem derartigen Eisenbahnwagen-Bremsgestänge angreift. Bei der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform der Er­ findung ist die Übersteuerungsbetätigungsvorrichtung 54 ein Hebel 55.
Gemäß der gegenwärtig als bevorzugt erkannten Ausfüh­ rungsform wird die Anschlagoberfläche 46 von einem ersten Federteller 56 getragen, der fest mit der Stange 20, bei­ spielsweise durch Verschweißung, verbunden ist. Die erste Feder 44 liegt zwischen dem Federteller 56 und der Posi­ tionierungsvorrichtung 34. Die zweite Feder 48 stützt sich zwischen der Anschlagoberfläche 50 am ersten Ende 14 des Gehäuseteils 12 und einer Anschlagoberfläche 58 dicht benachbart zu einem Ende 60 (Fig. 6) der Übersteuervor­ richtung 52 ab. Die Anschlagoberfläche 58 wird vorzugs­ weise von einem zweiten Federteller 62 gebildet. Der zweite Federteller 62 sitzt auf einer ersten Schulter 64 (Fig. 6), die vom äußeren Umfang der Übersteuervorrich­ tung 52 dicht benachbart zum Ende 60 auf der dem Feder­ teller 62 gegenüberliegenden Seite 66 vorsteht.
Die Federkonstante der zweiten Feder 48 ist größer als die Federkonstante der ersten Feder 44, und zwar ist diese etwa zwei- bis dreimal größer. Andererseits ist die freie Höhe der ersten Feder 44 größer als die der zweiten Feder 48, und vorzugsweise hat sie eine freie Höhe, die wenigstens zwischen 1,5- und 1,8-mal größer ist.
Wie aus den Fig. 2, 4 und 5 ersichtlich, hat die Positio­ nierungsvorrichtung 34 die Gestalt einer konischen Ver­ riegelungsmutter 35. Die konische Verriegelungsmutter 35 weist eine Ausnehmung 68 zur Aufnahme des Endes 60 der Übersteuerungsvorrichtung 52 auf. Die konische Verriege­ lungsmutter 35 besitzt außerdem ein Innengewinde 70, das in die erste Feder 44 benachbart zu einem Ende vorsteht. Der vorstehende Abschnitt 70 ergibt einen größeren Ge­ windeabschnitt für die Konusverriegelungsmutter 35 und steuert in gewisser Hinsicht die Drehzahl einer solchen Konusverriegelungsmutter 35.
Gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind zwei Schublager 73 und 75 in Berührung mit jeweils einer Seite der Konusverriegelungsmutter 35 angeordnet, um eine freie Drehung dieser Konusverriegelungsmutter 35 um den Gewinde­ teil der Stange 20 herum zu ermöglichen.
Wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich, weist das langge­ streckte hohle Gehäuse 12 einen ersten Gehäuseteil 72 auf, der einen Teil des Gewindeabschnittes 30 der Stange 20, die Übersteuervorrichtung 52 und die zweite Feder 48 beherbergt. Das Gehäuse 12 weist außerdem einen zweiten Gehäuseteil 74 auf, der lösbar mit dem ersten Gehäuseteil 72 angeordnet ist. Der zweite Gehäuseteil 74 nimmt einen Teil der Stange 20 mit dem übrigen Gewindeabschnitt 30 und die erste Feder 44 auf. Die Konusverriegelungsmutter 35 ist im wesentlichen an der Verbindung von erstem Ge­ häuseteil 72 und zweitem Gehäuseteil 74 angeordnet. Der erste Gehäuseteil trägt eine der gegenüberliegenden An­ schlagoberflächen 38 und der zweite Gehäuseteil 74 trägt die andere gegenüberliegende Anschlagoberfläche 36.
Das Gehäuse 12 gemäß Fig. 1 bis 3 weist einen ersten Ge­ häuseteil 76 auf, der einen Teil des Gewindeabschnitts 30 der Stange 20, die Übersteuereinrichtung 52 und die zweite Feder 48 aufnimmt. Das Gehäuse 12 weist außerdem einen zweiten Gehäuseteil 78 auf, der einen Teil der Stange 20 mit dem übrigen Abschnitt des Gewindes 30 und die erste Feder 44 aufnimmt. Ein dritter Gehäuseteil 80 kuppelt den ersten Gehäuseteil 76 mit dem zweiten Ge­ häuseteil 78 und beherbergt einen dritten Abschnitt des Gewindes 30 der Stange 20 und die Konusverriegelungs­ mutter 35. Im Gehäuse 12 gemäß Fig. 1 bis 3 trägt der erste Gehäuseteil 76 eine von zwei gegeneinander gerich­ teten Anschlagoberflächen 38 und der dritte Gehäuseteil 80 trägt die andere der gegenüberliegenden Anschlagober­ flächen 36. Der dritte Gehäuseteil 80 umfaßt einen zwei­ ten Absatz 82, der nach innen vorsteht und auf den zwei­ ten Gehäuseteil 78 weist.
Eine Hülse 84 mit wenigstens einem in Längsrichtung ver­ laufenden Führungsschlitz 86 ist dicht zwischen dem zwei­ ten Absatz 82 und einem Ende 88 des zweiten Gehäuseteils 78 eingesetzt. Ein dritter Federsitz 90 ist hin- und her­ beweglich zwischen einem Ende 92 der ersten Feder 44 und dem Schublager 73 benachbart zu der Konusverriegelungs­ mutter 35. Der dritte Federsitz 90 weist wenigstens einen Ansatz 94 auf, der nach außen vom äußeren Umfang des Federsitzes 90 vorsteht, um mit dem Führungsschlitz 86 zusammenzuwirken und um eine Aufwicklung der ersten Feder 44 zu verhindern.
Bei sämtlichen Ausführungsbeispielen ist der Gehäuseteil 12 zylindrisch im Querschnitt. Ein langgestreckter hohl­ zylindrischer Teil 96 liegt herausnehmbar zwischen dem Ende 14 des ersten Gehäuseteils 76 oder 72, wodurch eine hin- und hergehende Bewegung der Übersteuervorrichtung 52 möglich wird. Es gibt wenigstens eine Öffnung in der Wand des zylindrischen Abschnitts 96, so daß die Betätigungs­ einrichtung 54 die Übersteuervorrichtung erfassen kann. Der Augenansatz 18 ist einstückig mit dem zylindrischen Teil 96 ausgebildet. Der Augenteil 18 erlaubt eine solche Schwenkverbindung und gleichzeitig wird das erste Ende 14 gegen Drehung gesichert.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich, weist die Übersteuervorrich­ tung 52 einen langgestreckten hohlen zylindrischen Ab­ schnitt 100 mit einem ersten Absatz 64 an einem Ende 60 zwischen dem Gewindeteil 30 der Stange 20 und der zweiten Feder 48 auf. Ein allgemein massiver Abschnitt 102 ist an dem zylindrischen Abschnitt 100 der Übersteuerungsvor­ richtung befestigt und hin- und hergehend innerhalb des zylindrischen Abschnittes 96 beweglich, der mit dem Ende 14 verbunden ist. Eine Öffnung 104 ist in dem massiven Abschnitt 102 angeordnet, welche die Anschlagoberfläche 106 bildet, an der die Betätigungsvorrichtung 54 an­ greift.
Die vorliegende Erfindung ist außerdem nützlich als Ver­ fahren zur Verlängerung eines kraftübertragenden nicht­ drehbaren starren Bauteils. Bei dieser Anwendung umfaßt das Verfahren die folgenden Schritte: Es wird eine erste vorbestimmte Kraft auf die drehbare Vorrichtung 34 ausge­ übt, die in Gewindeeingriff mit der teilweise mit Gewinde 30 versehenen Stange 20 steht, die gegen Drehung an einem Ende 24 gesichert ist. Mit einer ersten Kraft wird eine erste Anschlagoberfläche 40, die von der drehbaren Vor­ richtung 34 getragen wird, gegen die Anschlagoberfläche 36 gedrückt, die von einem Gehäuse 12 getragen wird, das sich über die Stange 20 erstreckt und koaxial zu dieser liegt. Das Gehäuse 12 ist gegen Drehung an einem Ende 14 gesichert, und zwar gegenüber dem gesicherten Ende 24 der Stange 20. Eine zweite vorbestimmte Kraft, die kleiner ist als die erste vorbestimmte Kraft, wird auf die dreh­ bare Vorrichtung 34 diametral gegenüberliegend zur ersten Kraft aufgebracht. Die erste vorbestimmte Kraft wird dann um einen Betrag vermindert, der kleiner ist als die zwei­ te vorbestimmte Kraft. Dies bewirkt, daß die drehbare Einrichtung 34 sich auf dem Gewindeabschnitt 30 der Stange 20 dreht, weil die zweite Kraft die drehbare Ein­ richtung 34 in eine Richtung drückt, die bewirkt, daß die Anschlagoberflächen 36 und 40 außer Eingriff gelangen. Das nicht-drehbare starre Bauteil wird daher verlängert durch Änderung der relativen Längsstellungen zwischen der Stange 20 und dem Gehäuse 12 durch Drehung der sich dre­ henden Einrichtung 34 längs des Gewindeteils 30 der Stange 20.
Die ersterwähnte Kraft hat eine minimale Belastungsrate zwischen 2,78 kN und 3,00 kN (625 bis 675 Pfd.) und die zweite vorbestimmte Kraft hat eine minimale Belastungs­ rate zwischen 1,334 kN und 1,446 kN (300 bis 325 Pfd.).
Im folgenden wird die Erfindung als Eisenbahnwagen-Brems­ gestänge-Spielnachstellvorrichtung für drei Bedingungen beschrieben. Die erste Bedingung ist jene, wo kein Aus­ lassen erforderlich ist (keine Abnutzung der Brems­ schuhe), die zweite Bedingung ist jene, wo ein Auslassen erforderlich ist (Bremsschuhabnutzung), und die dritte Bedingung ist jene, wo eine Aufnahme erforderlich ist (Hinzufügen von Bremsschuhen).
Die Spieleinstellvorrichtung 10 ist an ihren Enden 14 und 24 mit dem Bremsgestänge (nicht dargestellt) in zusammen­ gedrückter Stellung verbunden, wie aus Fig. 1 bis 3 er­ sichtlich. Die Enden 14 und 24 lassen den Aufbau 10 um die Öffnungen 18 und 28 schwenken, wobei der Aufbau 10 gegen Drehung gesichert bleibt.
Die Schritt folge für die erste Bedingung ohne Auslaß ist wie folgt: Die Bremszylinderkolbenstange (nicht darge­ stellt) wird betätigt und beginnt die Bremsschuhe in Be­ rührung mit dem benachbarten Rad (nicht dargestellt) zu bringen. Nach einem vorbestimmten Kolbenweg wird, wenn die Bremsschuhe das Rad berühren, der Betätigungshebel 55 aktiviert, und er bewegt die Übersteuervorrichtung 52 in einer solchen Richtung, daß die Feder 48 zusammengedrückt wird. Jeder weitere Kolbenweg bewirkt eine Druckkraft über die Stange 20 und gleichzeitig wird die Feder 48 zusammengepreßt, wodurch die Feder 44 die Stellmittel 34 von der Anschlagoberfläche 36 bewegen kann, damit die An­ schlagoberfläche 38 des Gehäuses 12 berührt wird und eine Verriegelung erfolgt, da eine massive, unter Druck stehende Stange keine Änderungen verursacht.
Die Folge von Schritten für die zweite Bedingung, wo ein Auslaß besteht, erfordert, daß der Bremszylinderkolben betätigt wird und sich die Bremsschuhe nach dem Rad zu bewegen beginnen. Nach einem vorbestimmten Kolbenweg wird der Betätigungshebel 55 aktiviert, um die Übersteuerein­ richtung 52 in einer Richtung zu bewegen, in der die Fe­ der 48 zusammengepreßt wird. Wenn die wirksame Belastung der Feder 48 gegen die drehbare Positionierungsvorrich­ tung 34 kleiner ist als die Last auf der Feder 44, dann wird die Feder 44 die Positionierungsmittel 34 von der Anschlagoberfläche 36 wegbewegen. Die Positionierungs­ mittel 34 beginnen sich zu drehen, so daß die Feder 44 die Stange 20 aus dem Gehäuse 12 herausbewegen und die Bremsschuhe in Berührung mit den Rädern bringen kann.
Jede weitere Kolbenbewegung verursacht, daß eine Kom­ pressionskraft über die Stange 20 übertragen wird, und gleichzeitig wird die Druckfeder 48 zusammengedrückt, so daß die Feder 44 die Positionierungsmittel gegen die An­ schlagoberfläche 38 bewegen kann und eine Verriegelung herbeiführt.
Die Folge von Schritten für die dritte Bedingung, wenn abgenutzte Bremsschuhe ersetzt werden müssen, sind die folgenden:
Die Bremszylinderkolbenstange wird betätigt und bewegt die Bremsschuhe auf das Rad hin. Bevor der Betätigungs­ hebel 55 betätigt wird, berühren die Schuhe das Rad, und die Reaktionskraft wird auf die Stange 20 übertragen und in Kombination mit der Feder 44 wird die Federkraft 48 überwunden und die Positionierungsmittel 34 kommen von der Anschlagoberfläche 36 des Gehäuses 12 frei. Die Feder 48 übt eine noch größere Kraft auf die Positionierungs­ mittel 34 aus als die Feder 44. Jene Kraft versucht die Positionierungsmittel 34 auf die Anschlagoberfläche 36 zu setzen, indem die Positionierungsmittel 34 gedreht wer­ den, und dadurch kann sich die Stange 20 in das Gehäuse 12 hineinbewegen. Wenn die Kolbenstangenbewegung ein vorbestimmtes Ausmaß erreicht hat, wird der Betätigungs­ hebel 55 betätigt, und dadurch wird die Feder 48 zusammengepreßt, so daß die Positionierungsmittel 34 die Anschlagoberfläche 38 berühren können und eine Verriege­ lung herbeiführen.

Claims (12)

1. Doppelt wirkende, durch Druck betätigbare Bremsge­ stänge-Nachstellvorrichtung (10) zur Einstellung des Spiels bei einem Eisenbahnfahrzeug-Bremsgestänge mit den folgenden Merkmalen:
  • - ein langgestrecktes, hohlzylindrisches Gehäuse (12) ist gegen Drehung gesichert und mit einem ersten Ende (14) am Bremsgestänge schwenkbar angelenkt;
  • - eine gegen Drehung gesicherte Stange (20) ist mit einem ersten Ende (24) am Bremsgestänge angelenkt, wobei die Stange (20) wenigstens einen Gewindeab­ schnitt (30) aufweist, der über ein zweites Ende (22) des Gehäuses (12) in dieses einsteht;
  • - zwei in entgegengesetzte Richtungen weisende An­ schlagflächen (36, 38) innerhalb des Gehäuses (12);
  • - eine Konusmutter (34), die auf den Gewindeteil (30) der Stange (20) aufgeschraubt und axial zwischen den Anschlagflächen (36, 38) in eine erste, eine zweite und eine dritte Stellung beweglich ist und auf dem Gewindeteil (30) der Stange (20) gedreht werden kann, wenn die Konusmutter (34) in der zwei­ ten Stellung befindlich ist, wodurch die Länge der Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung (10) durch Ände­ rung der relativen Längsstellung zwischen Gehäuse (12) und Stange (20) geändert wird;
  • - zwei entgegengesetzt gerichtete Anschlagflächen (40, 42) an der Konusmutter (34), die an den Anschlagflä­ chen (36, 38) des Gehäuses (12) angreifen können, um die Konusmutter (34) gegen eine Drehung um die Stange (20) zu sichern, wenn die Konusmutter (34) in der er­ sten oder dritten Stellung befindlich ist;
  • - eine erste Feder (44) ist an der Konusmutter (34) einerseits und andererseits an einem von der Stange (20) getragenen Federsitz (46) abgestützt, um die Konusmutter (34) in die zweite Stellung zu überfüh­ ren, in der sie gegenüber den Anschlagflächen (36, 38) des Gehäuses (12) entkupptelt ist;
  • - eine zweite Feder (48), die zwischen dem ersten Ende des Gehäuses (12) und einem Federsitz (58, 62) abge­ stützt ist, um der Kraft der ersten Feder (44) ent­ gegenzuwirken und um die Konusmutter (34) in die erste Stellung zu überführen, wobei die zweite Feder (48) etwa die zwei- bis dreifache Federkraft der ersten Feder (44) besitzt;
dadurch gekennzeichnet, daß eine Übersteuervorrichtung (52) vorgesehen ist, die mit einem Abschnitt axial innerhalb des ersten Endes (14) des Gehäuses (12) hin- und hergehend beweg­ lich ist, um die von der zweiten Feder (48) ausgeübte Kraft auf eine Kraft zu vermindern, die kleiner ist als die von der ersten Feder (44) ausgeübte Kraft, so daß sich die Konusmutter (34) gemäß einer Übersteuerung in die zweite Stellung bewegen kann, daß die Übersteuervorrichtung (52) einen ersten Anschlag­ bund (64) aufweist, der am Ende nach außen vorsteht und an dem der zweite Federsitz (62) abgestützt ist, daß ein Hohlzylinder (96) abnehmbar am ersten Ende (14) des Gehäuses (12) befestigt ist, der eine hin- und hergehende Bewegung der Übersteuervor­ richtung (52) ermöglicht, wobei wenigstens eine Öffnung in der Wand des Hohlzylinders (96) vorgesehen ist, damit ein Stell­ glied (54) an der Übersteuervorrichtung (52) angreifen kann, und daß ein Auge (18) an dem Hohlzylinder (96) angeformt ist, um das erste Ende des Gehäuses (12) am Bremsgestänge gegen Drehung gesichert anzulenken.
2. Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Federsitz (46, 56) ein­ stückig mit der Stange (20) verbunden ist.
3. Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Feder (44) eine freie Höhe besitzt, die wenigstens 1,5 bis 1,8 mal größer ist als die freie Höhe der zweiten Feder (48).
4. Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung nach einem der An­ sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das hohlzylindrische Gehäuse (12) einen ersten Gehäuseteil (72) aufweist, der einen Teil des Ge­ windes (30) der Stange (20), die Übersteuervorrichtung (52) und die zweite Feder (48) aufnimmt, und daß das zylindrische Gehäuse (12) einen zweiten Gehäuseteil (74) aufweist, der lösber mit dem ersten Gehäuseteil (76) verbunden ist und einen Teil der Stange (20) mit dem übrigen Teil des Gewindes (30) und die erste Feder (44) aufweist.
5. Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gehäuseteil (72) die eine Anschlagfläche (38) und der zweite Gehäuseteil (74) die andere Anschlagfläche (36) der gegenüberliegenden Anschlagflächen (36, 38) trägt.
6. Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das hohlzylindrische Gehäuse (12) einen ersten Gehäuseabschnitt (76) aufweist, der einen Teil des Gewindes (30) der Stange (20), die Übersteuervorrichtung (52) und-die zweite Feder (48) umschließt, und daß das zylin­ drische Gehäuse (12) einen zweiten Gehäuseabschnitt (78) auf­ weist, der einen Teil der Stange (20) mit einem zweiten Ab­ schnitt des Gewindes (30) und die erste Feder (44) umschließt, und daß das Gehäuse (12) schließlich einen dritten Gehäuseteil (80) aufweist, der den ersten Gehäuseabschnitt (76) mit dem zweiten Gehäuseabschnitt (78) kuppelt und einen dritten Ab­ schnitt des Gewindes (30) der Stange (20) und die Konusmutter (34) umschließt.
7. Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gehäuseabschnitt (76) die eine (38) der beiden Anschlagflächen (36, 37) aufweist und der dritte Gehäuseabschnitt (80) die andere Anschlagfläche (36) trägt.
8. Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung nach den Ansprüchen 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Anschlagbund (82) sich von dem dritten Gehäuseabschnitt (80) nach innen erstreckt und auf das zweite Ende des Gehäuses (12) hin gerichtet ist, daß eine Hülse (84) mit wenigstens einem Längsführungsschlitz (86) zwischen dem zweiten Anschlagbund (82) und einem Ende (88) des zweiten Gehäuseabschnitts (88) angeordnet ist, und daß ein dritter Federsitz (90) hin- und hergehend beweglich zwischen dem einen Ende (92) der ersten Feder (44) und der Konusmutter (35) angeordnet ist, und daß der dritte Federsitz (90) wenig­ stens einen vom äußeren Umfang des Federsitzes (70) nach außen vorstehenden Ansatz (94) aufweist, der mit dem Führungsschlitz (86) zusammenwirkt, um eine Drehung des dritten Federsitzes (90) zu verhindern, und um dadurch eine Aufwicklung der ersten Feder (44) zu vermeiden.
9. Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (33) am zweiten Ende der Stange (20) angeordnet sind, um die Stange (20) koaxial zum Gehäuse (12) auszurichten.
10. Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung nach einem der vor­ hergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Übersteuervorrichtung (52) einen hohlzylindrischen Abschnitt (100) aufweist, der den ersten An­ schlagbund (64) an dem einen Ende (60) trägt, das zwischen dem Gewinde (30) der Stange (20) und der zweiten Feder (84) ange­ ordnet ist, und daß ein allgemein zylindrisch ausgebildeter, massiver Abschnitt (120) an dem hohlzylindrischen Abschnitt (100) angeordnet und innerhalb des zylindrischen Abschnitts (96), der das Auge (14) trägt, hin- und hergehend beweglich ist, wobei durch eine Öffnung (104) eine Anschlagfläche (106) in dem massiven Abschnitt (102) gebildet wird, an der das Stell­ glied (54) angreift.
11. Bremsgestänge-Nachstellvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (54) als Hebel aus­ gebildet ist.
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