DE355876C - Blasmagnet fuer elektrische Schalter - Google Patents
Blasmagnet fuer elektrische SchalterInfo
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Classifications
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01H9/00—Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
- H01H9/30—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H9/44—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts using blow-out magnet
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Description
Die bekannten Ausführungen von Blasmagneten haben im allgemeinen den Nachteil,
daß sich der Unterbrechungslichtbogen während seiner Verlängerung sehr schnell aus dem
wirksamen Bereich der Blasspule entfernt. Dieser Nachteil kann nur durch Anwendung
sehr großer Blasspulen vermieden werden.
Nach der vorliegenden Erfindung wird die Blasspule in bekannter Weise unmittelbar vor
to der Abreiß elektrode im Funkenraum angeordnet und gleichzeitig eine Anordnung getroffen,
wodurch der Lichtbogen einerseits möglichst in die Länge gezogen und anderseits in seiner räumlichen Ausdehnung möglichst
eingeschränkt wird, wodurch der Forderung nach einem Gleichstromschalter für verhältnismäßig
hohe Spannungen entsprochen wird. Die Zeichnung zeigt den Schalter nach der Erfindung in Abb. 1 im Aufriß und in Abb. 2
ao im Seitenriß, während Abb. 3 eine Sonderausführung mit besonders gestalteter Funkenkammer
darstellt. Die beiden Abreißelektroden b und c werden im eingeschalteten Zustand
de's Schalters durch das Metallstück d leitend "miteinander verbunden, und e ist die
Blasspule, die von einem Metallring/ umgeben ist. Der feuerfeste, die Funkenkammer bildende
topfförtnige Isolationskörper g umfaßt
die Blasspule c. Die beiden Abreißelektroden b und c ragen in die Funkenkammer, wie
in Abb. 1 dargestellt ist, hinein. F'ür die Funkenkammer ist ferner ein Deckel h vorgesehen,
der aus demselben Isolationsmaterial wie erstere besteht, i ist der Spulenkern,
und k sind die beiden Polplatten. Wird nun beim öffnen des Schalters zwischen den beiden
Abreißelektroden b und c durch Abwärtsbewegung des Verbindungsstückes d ein
Lichtbogen eingeleitet, so wird dieser bei der gezeichneten Stromrichtung und der dadurch
bedingten Richtung der Kraftlinien des Blasfeldes zunächst von der Spule angezogen, bis
er den die Blasspule umgebenden Metallring f berührt. Dieser Metallring trennt den Lichtbogen
nach erfolgter Anziehung durch die Blasspule in zwei Hälften, zwischen welchen er als leitende Brücke bis zur völligen Umfassung
der Blasspule durch den Lichtbogen dient. Während die Fußpunkte der auf diese Weise gebildeten Bogenhälften an den Elektrotten
b und c haftenbleiben, gleiten die durch die Teilung verursachten beiden Kontaktpunkte
mit dem Metallring/ unter der Wirkung des Blasfeldes zu den beiden Seiten der Spule an dem Ring / in die Höhe, bis sie
sich oberhalb der Spule wieder vereinigen, so daß der Lichtbogen nunmehr wieder ein ununterbrochenes
Feuerband bildet, falls die beiden Hälften nicht schon vorher erloschen sind. Der Lichtbogen umfaßt nun aber die
ganze Spule und wird durch die Blaswirkung noch weiter ausgedehnt und mit Hilfe der
von der zylindrischen Außenwand des Topfes radial nach innen ragenden Zwischenwände
so weit verlängert, daß ein Abreißen zustande kommt. Die Blasspule braucht nicht in einer
Ebene mit den Abreiß elektroden zu liegen, sondern kann auch dem Sinne der Erfindung
gemäß in einer zur Ebene der Abreißelektroden benachbarten Ebene, d. h. parallel zur
Ebene der Abreißelektroden liegen und von dem Funkenraum durch eine Isolationswand
getrennt sein. In diesem Fall wird der Funkenraum nur von dem bis zur Polplatte verlängerten
Eisenkern der Spule durchbrochen.
Der Blasmagnet sowie die Blasspule können der Form nach wesentlich von der in der
Zeichnung veranschaulichten runden Gestaltung abweichen, ohne die erfindungsgemäß
eintretende Wirkung zu beeinträchtigen, auch können z. B. die Abreiß elektroden unter Weglassung des Verbindungsstückes d beweglich
angeordnet sein.
Eine besonders leistungsfähige Funkenlöschvorrichtung mit kleinen Abmessungen
ergibt die Bauart nach Abb. 3. Während nach Abb. ι und 2 die Funkenkammer ringförmig
einmal -He Spule umgibt, ist dieselbe nach
Abb. 3 spiralförmig in mehreren Windungen um die Spule herum angeordnet, so daß die
Funkenlänge für einen gegebenen Raum wesentlich verlängert wird. Der die Funkenkammer
bildende Isolationskörper ist hierbei niclht mehr topfförmig, wie in Abb. ι und 2,
sondern ist in Form eines die Blasspule mehrfach umlaufenden Schneckenganges hergestellt
und auf den die Spule umgebenden Metallzylinder / aufgesetzt. In der Mitte des
Außenmantels des Schneckenganges befindet sich ein Loch, durch das die beiden Elektroden
in die Funkenkammer hineinragen. Wird zwischen den Elektroden ein Lichtbogen eingeleitet,
so wird er zunächst wieder so weit gegen den Mittelpunkt der Spule gezogen, bis er den den inneren Mantel der Schnecke bildenden
Metallzylinder f berührt, worauf er sich wieder in zwei Hälften teilt, von denen
sich die eine durch Wanderung ihres Kontaktpunktes dem Metallzylinder rechtsherum spiralförmig
auf denselben aufwickelt und dabei der einen Polplatte nähert, während sich die
andere Hälfte linksherum aufwickelt und der anderen Polplatte zustrebt, bis die beiden
Hälften des Lichtbogens zerreißen und den Strom unterbrechen.
Da die beiden Lichtbogenhälften eine Stromschleife bilden, die der Blasspule ent
gegenwirkt, so ist es erforderlich, bei höheren Stromstärken an Stelle des Metallringes f
nach Abb. 1 und 2 bzw. des Zylinders / nach Abb. 3 ein Metallband zu verwenden, das
ringförmig oder nach Abb. 3 spiralförmig die Spule umgibt, dessen Enden aber voneinander
isoliert sind. Auf die Bauart nach Abb. 1 und 2 angewandt, müssen dabei die beiden
Enden oben liegen und durch eine Isolationswand gegen Überbrückung durch die aufstei-
genden Lichtbogen geschützt sein. Die Wirkung der durch die Lichtbögen dargestellten
Stromschleife wird nun durch den entgegengesetzten Stromfluß in dem Metallband nach
Abb. ι bis 3 vollständig aufgehoben, so daß eine Schwächung des magnetischen Blasfeldes
durch die Lichtbogen nicht mehr erfolgt. Ersetzt man dieses Metallband durch ein solches
aus Widerstandsmaterial, z.B. durch einen Widerstandsdraht, der an sich schon zu einer
flachen bandförmigen Spirale aufgewickelt ist, weiche die Spule ring- oder spiralförmig umgibt,
so ergibt sich, daß mit der Verlängerung der beiden Lidhtbogenhälften gleichzeitig ein
Metallwiderstand in den zu unterbrechenden Stromkreis eingefügt und so die Abschaltleistung
noch erhöht wird.
Nach den Abb. 1 bis 3 ist die Funkenkamnier
auch in radialer Richtung mit Ausnahme der Elektrodeneinführung vollständig geschlossen;
sie kann jedoch auch offen ausgeführt werden, wobei der äußere ringförmige Abschlußmantel aus Isolationsmaterial in
Fortfall kommt.
Claims (6)
1. Blasmagnet für elektrische Schalter zur Unterbrechung des Lichtbogens mit
einer vor den Abreißelektroden angeordneten Blasspule und einem die letztere umgebenden Körper aus leitendem Material,
dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des die Blasspule umgebenden Körpers Begrenzungsflä'chen (Radialwände
oder Schneckengang) vorgesehen sind, wodurch der Lichtbogen bei Beschränkung
seiner räumlichen Ausdehnung möglichst in die Länge gezogen wird.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzungsflächen
so ausgebildet sind, daß der durch sie begrenzte Raum nach außen abgeschlossen ist, zum Zwecke, den Schalter
nach außen hin funkenfrei zu gestalten.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasspule
außerhalb und parallel zur Elektrodenfläche angeordnet und der Kern der Blasspule
entsprechend verlängert ist, zum Zwecke, die Blaswirkung im wesentlichen in der Ebene der Elektroden zustande
kommen zu lassen.
4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Blasspule
umgebende Körper aus einem dieselbe in mehreren Windungen spiralförmig umgebenden Metallband besteht,
welches von einer in Form eines Schnekkenganges angeordneten Funkenkammer umgeben wird.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der die Blasspule
umgebende Körper aus Widerstandsmaterial hergestellt ist, zum Zwecke, einen mit der Verlängerung des Lichtbogens zunehmenden
Widerstand in den Stromkreis einzuschalten.
6. Anordnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die Blasspule
umgebende Körper an eine von den Elektroden entfernt liegenden Stelle unterbrochen
ist und eine Überbrückung durch den Lichtbogen an dieser Stelle durch eine
isolierende Trennwand verhindert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA33749D DE355876C (de) | Blasmagnet fuer elektrische Schalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA33749D DE355876C (de) | Blasmagnet fuer elektrische Schalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE355876C true DE355876C (de) | 1922-07-07 |
Family
ID=6928286
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA33749D Expired DE355876C (de) | Blasmagnet fuer elektrische Schalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE355876C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059092B (de) * | 1955-08-25 | 1959-06-11 | Licentia Gmbh | Schaltgeraet, insbesondere Installations-Selbstschalter, in Schraubstoepsel- oder Sockelform |
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- DE DEA33749D patent/DE355876C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059092B (de) * | 1955-08-25 | 1959-06-11 | Licentia Gmbh | Schaltgeraet, insbesondere Installations-Selbstschalter, in Schraubstoepsel- oder Sockelform |
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